Green, Simon R.: Einst unter blauem Mond – Der Dämonenkrieg (4)


Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1
Teil 2: Unter dem blauen Mond – Der Dämonenkrieg 2
Teil 3: Der träumende Turm – Der Dämonenkrieg 3
Teil 4: Einst unter blauem Mond – Der Dämonenkrieg 4

Kurzbeschreibung:

Bereits zweimal haben Prinz Rupert und Prinzessin Julia das Waldkönigreich gerettet und sich so das Recht erworben, glücklich bis ans Ende ihrer Tage zu leben.
Doch ein Blauer Mond zieht auf. Schon wieder.
Falk und Fischer, berühmt für ihre jahrelangen Dienste als Bewahrer des Friedens in der Stadt Haven, sind mehr als zufrieden damit, Legenden zu sein. Nachdem sie beschlossen hatten, zu alt für den ganzen Scheiß zu sein, gaben sie ihr bisheriges Leben auf und gründeten die Helden-Akademie, um hoffnungsvolle Nachwuchsheroen auszubilden.
Legenden sterben nie, doch scheint es, als dürften sie sich auch nicht auf ihr Altenteil zurückziehen. Kein Geringerer als ihr alter Erzfeind, der Dämonenprinz, hat Jack und Gillian, Falks und Fischers erwachsene Kinder, entführt, um sie zu einem finalen Kampf auf Leben und Tod zu zwingen. Doch die beiden Helden wähnen noch ein anderes Motiv hinter der Entführung, eines, das mit einem viele Jahre zurückliegenden Fall zusammenhängt – einem, über den sie nie reden wollten.
Es bleibt ihnen also nichts anderes übrig, als ins Waldkönigreich zurückzukehren, – ein letztes Mal …

Meine Einschätzung:
Zugegebenermaßen hat der letzte Teil der Serie ein paar Längen, denn der Autor holt ganz schön lange aus, um umfassend und detailreich in die Geschichte einzusteigen, aber im Grunde hat mir das gut gefallen, denn so lernte ich alle neuen Figuren sehr gut kennen.
In seinem gewohnt witzig-ironischen Stil, fast schon etwas schnodderig erzählt er von einer unbändigen Prinzessin, die zwangsverheiratet werden soll, von einem schwulen, hinterlisten Thronfolger, von zwei alternden Königen, die nochmal mächtig sein wollen, von intriganten Politikern und Doppelagenten, von zwei unsterblichen Helden, die eigentlich keine mehr sein wollen, von drei Schwertern mit unheimlicher Macht und einer großen entscheidenden Schlacht, deren Ausgang gewiß scheint.
Herrlich! Besonders angetan haben es mir die wirklich abgefahrenen Figuren, wie der kopflose Roland, der Finstere Ritter oder der sprechende Dämonenhund und nicht zuletzt das Einhorn „Brise“ 🙂

Mein Fazit:

Mit der Serie „Der Dämonenkrieg“ von Simon R. Green hatte ich großen Lesespaß. Schräg, witzig, brutal, politisch vollkommen unkorrekt ;-), selbstironisch und unterhaltsam. Das mag ich :-).

Green, Simon R.: Der Träumende Turm – Der Dämonenkrieg (3)


Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1
Teil 2: Unter dem blauen Mond – Der Dämonenkrieg 2
Teil 3: Der träumende Turm – Der Dämonenkrieg 3
Teil 4: Einst unter blauem Mond – Der Dämonenkrieg 4


Kurzbeschreibung:

Während das Heldenpaar Prinz Rupert und Prinzessin Julia unter den Decknamen Falk und Fischer durch die Lande ziehen, reißt andernorts der Kontakt zu einer der wichtigsten Grenzfestungen des Waldkönigreichs ab.
In Ermangelung einer Heldentruppe entsendet man Duncan MacNeil mit einer Gruppe Waldläufer zu der Zitadelle. Bei ihrer Ankunft finden sie die Festung jedoch verlassen vor, alles weist auf ein grauenhaftes Verbrechen hin.
Als Duncan und seine Getreuen tiefer in die Zitadelle vordringen, wird ihnen bald klar, dass ein uraltes Übel unter der Festung erwacht ist – und über all dem erhebt sich ein blauer Mond.

Meine Einschätzung:
„Der träumende Turm“ könnte eigentlich auch als Einzelband durchgehen, denn Falk und Fischer, die Hauptfiguren der Serie kommen überhaupt nicht vor. Mich hat das aber nicht gestört, denn die Geschichte der Waldläufer, die ausgeschickt werden, einen Außenposten zu überprüfen, der sich nicht mehr meldet, ist richtig, richtig spannend. Die Figuren sind interessant, die Geschichte ist schräg, bizarr, witzig, die Gegenspieler sind fies und die Feinde mächtig.
In Greenscher Manier wird mit dem Schwert gemetzelt, gezaubert, bis alle Magie aufgebraucht ist und auch noch in der aussichtslosesten Situation haben die Helden einen flotten Spruch auf der Lippe.
Ich mag den ironischen, witzigen Erzählton der Geschichte sehr.

Mein Fazit:
Spannend, kurzweilig, witzig, schräg und unterhaltsam. So mag ich Fantasy am liebsten.

Fforde, Katie: Eine perfekte Partie


Genre: Roman, zeitgenössisch, Liro

Kurzbeschreibung:
Vor drei Jahren hat Bella ihre Heimatstadt verlassen, um ihren Traummann, den bereits vergebenen Dominique, endlich zu vergessen. Nun lebt sie in den idyllischen Cotswolds, ist erfolgreich als Immobilienmaklerin – und verliebt in den raubeinigen Nevil. Doch irgendwann beschleicht sie das Gefühl, dass Nevil etwas vor ihr verheimlicht. Und als eines Tages Dominique auftaucht, den die Suche nach seinem Wunschhaus in die Gegend geführt hat, geraten ihre Gefühle erneut in Aufruhr. Dabei ist sie über Dominique doch längst hinweg. Oder nicht?

Meine Einschätzung:

Zeitgenössische Liros mag ich ja nicht unbedingt und wie Katie Fforde auf meinen SuB gelangt ist, weiß ich auch nicht mehr, aber sie hat mich ein paar Stunden lang gut unterhalten, was vor allem an ihrem schönen, flüssig zu lesenden Schreibstil liegen wird. Die weibliche Hauptfigur und ihre Tante sind ganz nette Figuren, wenn mich auch beide ab und an genervt haben und auch die anderen Zutaten haben ein rundes Bild ergeben.
Natürlich gibt es ein – nein mehrere wunderbare Happy Ends und ich empfehle diesen Roman gerne allen, die einfach mal Abschalten und sich unterhalten lassen wollen ;-).

Mein Fazit:
Nette, märchenhafte Liebesgeschichte, routiniert geschrieben und unterhaltsam.

Farjeon, J. Jefferson: Geheimnis in weiss


Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
An Heiligabend bleibt ein Zug im Schneetreiben in der Nähe des Dorfes Hemmersby stecken. Mehrere Passagiere suchen Zuflucht in einem verlassenen Landhaus. Die Tür ist offen, der Kamin brennt und der Tisch ist zum Tee gedeckt, doch niemand scheint da zu sein. Aufeinander angewiesen, versuchen die Reisenden das Geheimnis des leeren Hauses zu lüften – als ein Mord passiert.

Trotz heftigen Schneefalls hat eine skurrile Ansammlung von Reisenden London am Weihnachtstag pünktlich verlassen. Auf offener Strecke bleibt der Zug jedoch im Schnee stecken. Die Passagiere beschließen daraufhin nach und nach, ihr Abteil zu verlassen und sich zum nächsten Dorf durchzuschlagen. Auf dem Weg stoßen sie auf ein scheinbar verlassenes Cottage – obwohl die Tür offen steht und es hell erleuchtet ist. Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, das das Haus birgt und nur zu einem hohen Preis offenbart. Wenn der Schneesturm schließlich nachlässt, werden vier Personen das Weihnachtsfest nicht überlebt haben.
»Geheimnis in Weiß« ist ein von der British Library wiederentdeckter Krimiklassiker, der hier erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt.

Meine Einschätzung:
Vom wunderschönen, hübsches Cover in Leinenoptik und der Aussicht auf einen winterlichen Krimi war ich zunächst begeistert. Dieses Schätzchen erschien bereits 1937 und das merkt man auch: an der Sprache, die sehr ausgefeilt und gewählt ist und an den vielen, wortreichen Dialogen, aber nicht altmodisch.
Der Autor erzählt die Kriminal-Geschichte sehr atmosphärisch, man friert und gruselt sich mit den Figuren, aber für meinen Geschmack war das Ganze dann doch zu langatmig und … langweilig.
Die Handlung beschränkt sich auf ein paar wenige aktionsreiche Szenen und ich mußte unglaublich aufmerksam sein, wer wann was warum und wieso gesagt hat. Diese Detailliebe – will ich mal vorsichtig formulieren, hat mich etwas überfordert und geht leider an meinen Lesegewohnheiten vorbei.

Mein Fazit:
„Geheimnis in weiss“ ist sicher eine historisches Krimischätzchen in einer hübschen Ausgabe, aber meinen Lesegeschmack hat es nicht getroffen.

Mein Lesejahr 2016

Ich gebe zu, ich habe mich bisher ein wenig vor dem Jahresrückblick gedrückt, aber irgendwie gehört es für mich auch dazu, ein Resümee zu ziehen.

Gelesene Bücher: 80
Das ist eher unterdurchschnittlich für mich. Woran das lag? Ich kann es gar nicht so genau sagen, aber ich habe gleichzeitig überdurchschnittlich viele und auch lange Hörbücher gehört und auch mein Tag hat nur 24 Stunden. 🙂

Abgebrochene Bücher: 3
Genaugenommen waren es 3 Hörbücher.
Erkenntnis 1: Im Grunde denke ich immer, dass ich mit Hörbüchern geduldiger als mit Büchern bin und auch über die ein oder andere Länge hinweghören kann, aber wenn mich der Sprecher nervt oder mir die Geschichte überhaupt nichts sagt, dann breche ich ab.
Erkenntnis 2: Ich werde immer besser darin, Bücher nach meinen Vorlieben auszuwählen und vermeide so grandiose Flops.

Hörbücher & Hörspiele: 36

Da müßte ich eigentlich mal ausrechnen, wie viele Hörstunden das waren. Sicher über 100, allerdings sind auch einige kürzere Hörspiele dabei …
Im kommenden Jahr werde ich in der Liste Hörbücher und Hörspiele getrennt aufführen und ich habe große Lust auf weitere grandiose Hörspiele bekommen. Meine Liste wird immer länger. Bin halt ein Kassetten-Kind :-).

Tops & Flops:
Hach, das ist irgendwie schwierig.

Am besten beginne ich mal mit den „Schlafräubern“, das sind die Bücher, die ich aufgesaugt habe und wegen denen ich auf Schlaf verzichten mußte, weil die Geschichten so spannend waren:

Der Schwerpunkt meiner Schlafräuber sind die Urban-Fantasy/Fantasy-Serien-Bücher mit starken Frauenfiguren :-).
Tanya Huff: Blutzoll
Michael Sullivan: Die Ryria Saga 1 bis 6
Andrews, Ilona: Stadt der Finsternis – Ein neuer Morgen
Hearne, Kevin: Getrickst – Die Chroniken des Eisernen Druiden 4
Briggs, Patricia: Gefährtin der Dunkelheit (8)
Maas, Sarah, J.: Throne of Glass – die ersten vier Folgen

Frau Donnelly fällt etwas raus, da es sich um einen historischen Roman handelt. Ich habe ihn aber sehr, sehr gerne gelesen.
Donnelly, Jennifer: Straße der Schatten

Top-Bücher, die ich gerne weiterempfehle oder verschenke:
Allende, Isabel: Der japanische Liebhaber
Von den Literaturkritikern geschmäht, von mir geliebt.
Herrmann, Elisabeth: Totengebet
Löhnig, Inge: Gedenke mein
Auch wenn ich Krimis und Thriller fast komplett aus meinen Leselisten rausgeworfen habe, die beiden großen Damen des deutschen Krimis fesseln und begeistern mich immer.
Lange, Erin Jade: Halbe Helden
Ein wunderbares Jugendbuch, auch für Jungs.

Bücher, die mir nicht oder nicht besonders gut gefallen haben = Flops:
Day, Marele: Die Bräute des Himmels
Mit Abstand das furchtbarste Buch, das ich je im Lesekreis lesen mußte. Herrschaftszeiten! 😉
Hasse, Stefanie: Book elements – Die Magie zwischen den Zeilen (1)
Hat nur mir dieses Buch aus zusammengeschusterten Fantasy-Elementen nicht gefallen?

Richtig toll fand ich folgende Hörbücher:
North, Claire: Die vielen Leben des Harry August
Irrwitzige Geschichte, super gelesen.
Giordano, Mario: Tante Poldi und der sizilianische Löwe (1)
Ich habe mich in Tante Poldi verliebt, hoffentlich kommt bald ein neuer Teil raus.
Feuerbach, Sam: Die Krosann-Saga 1 bis 6
Sam Feuerbach hat mit seiner Geschichte vom dicken Prinzen, der kein Held sein will, genau mein Leseherz getroffen!
Calsow, Martin: Quercher und seine 4 Fälle
Genauso wie Herr Calsow mich mit Quercher begeistert hat. Manchmal passen Geschichte, Protagonisten und ich einfach wunderbar zusammen.

Und diese Hörspiele fand ich sensationell :-):
Koppelmann, Viviane & Leonhard: Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street – Das Rätsel von Musgrave Abbey (1)
Koppelmann, Viviane & Leonhard:: Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Ein Fluch in Rosarot (2)
Man sollte ja meinen, dass das Sherlock Holmes Thema irgendwann ausgelutscht ist, aber diese morderne Adaption ist sehr, sehr unterhaltsam und super gemacht.
Heliosphere 2265 – Die Opfer der Entscheidung (7)
Irgendwann gönne ich mir einen Tag und höre nochmal alle Folgen hintereinander weg!

Und die liebe Statistik soll natürlich auch nicht fehlen:
Seitenaufrufe 2016: 53.537
Besucherzahl 2016: 20.647

75 % aller Besucher surfen mit Google Chrome, 10 % mit Firefox

Die Kategorie „historisch“ hat die meisten Besucher: 792
Dieses Jahr sind die Drachen auf Platz 2: 520
3. Platz Jugendbuch: 320
Interessant: Frau Martina André mit Das Rätsel der Templer liegt auf Platz 5 der meist besuchten Seiten mit 295 Besuchern. Hach, da fällt mir ein, dass ich den 3. Teil der Zeitreiseserie auch noch lesen will.

Und nun zu meiner Lieblingsrubrik …

Suchanfragen an die Frau Leseratte:
Psychothriller total abgedreht
In meinen Augen sind alle Psychothriller abgedreht ;-).

feenhuegel bilder
Tja, die würde ich auch mal gerne sehe. Wenn ich einen Feenhügel entdecke, dann poste ich auch ein Foto, versprochen ;-).

Märchenverrücktes foto
Hä?

brutale fantasy bücher schlachten sex
Also ehrlich! Als würde eine Frau Leseratte solche Bücher lesen. *gelächter* Ähm, vielleicht sind ein paar meiner Lieblingsbücher in diesem Bereich anzusiedeln …

brutales fantasy buch mit viel sex und schlacjten
unglaublich brutales fantasybuch mit viel sex
brutales fantasy buch mit viel sex und schlacjten

Die Steigerung von brutal scheint „unglaublich“ brutal zu sein …

kopfschuss bild schmetterlinge

Hier bin ich mir nicht sicher, ob die Suchanfragen manchmal einfach ohne Trennstriche aufgelistet werden. Auf jeden Fall will ich weder Kopfschußbilder von Schmetterlingen oder sonst jemandem sehen. Wer sucht denn sowas???

die vernichteten ria und sandor sex
Da hilft nur: lest das Buch!

ich tu heute Baten ich möchte alte Omas Nackt sehen die Sex will Heute
Ich schwöre es, diese Anfrage landete genau so bei mir. Seufz. Rechtschreibung Note 6, Intelligenz unterirdisch??? Könnte aber auch kleines Kind sein, das unbeaufsichtigt im Internet surft. Liebe Eltern, bitte auf die Kinder schauen! Das Internet ist kein Spielplatz und auch kein kostenloser Babysitter!!!

welcher Vater sieht seine 12jährige Tochter nackt und bekommt nen steifen
Puuuuuuhhhhh! Das könnte der Hilfeschrei eines Mädels sein. Hoffentlich findet sie Hilfe.

erotische geschichten adelige und zofe
erotisches buch analverkehr
erotisch romantische geschichte professor und studentin
kostenlose erotische neujahrsgrüsse

Erotik ist offenbar immer ein Thema …

feuerbach Frank krosann Saga schwul
Unkonkrete Anfrage, wer soll den schwul sein?? Herr Feuerbach??? Und woher soll ich das wissen???

So, jetzt habt Ihr es geschafft! Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig unterhalten.

Eure leseratteffm, die auch 2017 wieder lesen und hören wird und Euch dann davon berichtet!

Oord, van Lodewijk: Das letzte Nashorn


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Der Amsterdamer Privatzoo Artis kämpft ums Überleben. Der neue jung-dynamische Direktor Edo Morell will daher aus dem beschaulichen Tierpark ein attraktives „Afrika an der Amstel“ machen, Schwerpunkt bedrohte Nashörner. Dabei soll ihm die südafrikanische Spezialistin Sariah helfen. Die engagierte Tierschützerin weiß, dass diese Tiere sich nur in geschützter Umgebung fortpflanzen. Edo ist zwar auch an Fortpflanzung interessiert – doch er versucht, daraus einen spektakulären Event zu machen. Aus Berlin lässt er den Nashornbullen Albrecht einschweben, den letzten seiner Art. Aber das ganze Unternehmen erweist sich doch als viel komplizierter als gedacht. Nicht nur Albrecht scheint überfordert zu sein.

Meine Einschätzung:
„Das letzte Nashorn“ wird auch ein Buch sein, das mir im Gedächtnis bleibt, denn das Thema Artensterben und wie gehen wir damit um, finde ich spannend und diskussionswürdig. Ebenso wie die Frage, ob Zoos noch zeitgemäß sind oder ob dort Tiere gequält werden.
Der Autor verpackt das Thema in eine etwas abstruse, aber durchaus vorstellbare Geschichte und flicht philosophische Betrachtungen ein. Und das hat mir richtig gut gefallen.
Weniger begeistert war ich von den Protagonisten, die ich alle seltsam bis unsympathisch fand. Ja, ja, ich weiß, sympathische Protagonisten sind sowieso nur was für Liro-Leserinnen *grins* und bei echten Literaturkennern verpönt.
Ist mir aber egal :-).

Mein Fazit:
Eine etwas skurrile Geschichte über die Zukunft des Amsterdamer Zoos und die Gattung der Nashörner. Interessant, philosophisch, schräg, lesenswert.

Cobert, Harold: Ein Winter mit Baudelaire


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Ein poetisch-zärtlicher Roman um eine ganz besondere Freundschaft. Mit viel Einfühlungsvermögen und herzerwärmendem Charme erzählt Harold Cobert von der Zerbrechlichkeit des Glücks und vom unbezahlbaren Geschenk, in den schwersten Stunden nicht allein zu sein. Es wird Herbst in Paris, als Philippe den Boden unter den Füßen verliert. Nach der Trennung von seiner Frau zwingt sie ihn, die gemeinsame Wohnung zu verlassen, und verwehrt ihm den Kontakt zu seiner Tochter. Als wenig später sein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird, ist das der letzte Schritt, der ihn in den Abgrund stürzen lässt. Das Leben auf der Straße droht ihm den Rest seiner Würde zu nehmen. Doch dann begegnet er Baudelaire, der ihn mit beständigem Optimismus und treuem Hundeblick auf vier Pfoten zurück ins Leben führt. Dank ihm und mithilfe des einfallsreichen Kebabverkäufers Bébère und der weisen Toilettenfrau Sarah findet Philippe den Mut für einen Neuanfang. Und auf einmal scheint der Tag, an dem er seine Tochter wieder in die Arme schließen kann, gar nicht mehr so fern.

Meine Einschätzung:
Aufgrund des Covers und des Klappentextes hatte ich etwas ganz, ganz anderes erwartet, ein kitschig-rührselige Hundegeschichte nämlich. Nicht, dass ich sowas nicht gerne lesen würde – ab und an.
Aber der Autor erzählt eine ganz und gar nicht rührselige Geschichte, sonderns die Geschichte eines Absturzes, die mich sehr, sehr nachdenklich gemacht hat. Wie schnell kann in einem Leben alles Erdenkliche schief gehen?
Auf vermeintliche Freunde ist kein Verlaß, das Pech verfolgt Dich, Deine Kollegen sind mißgünstige, egoistische Fieslinge und Deine Familie ist weit weg. Puuuuhhhh.
Obdachlose und ihre Probleme sind auch in Frankfurt oft ein Thema und auch hier gibt es, ähnlich wie in Paris, Organisationen, die sich dieser Menschen annehmen. Jetzt bin ich richtig froh, dass ich dieses Jahr die Frankfurter Tafel schon mit Spenden unterstützt habe, denn „Ein Winter mit Baudelaire“ hat mich daran erinnert, wie hilfsbedürftig viele Menschen auch bei uns sind.
Besonders gut hat mir der Stil des Autoren gefallen, der die Geschichte aus Philippes Sicht schreibt. Die Zeiten, in denen er komplett abstürzt, kommentiert er nur mit Ein-Wort-Sätzen. Und wenn er sich wieder aufrappelt, ändert sich auch seine Sprache und seine Gedanken. Das hat der Autor richtig gut gemacht.

Mein Fazit:
Ein berührendes, nachdenklich stimmendes Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Maas, Sarah, J.: Throne of Glass – Königin der Finsternis (4)


Genre: Fantasy


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Throne of Glass – Die Erwählte
Teil 2: Throne of Glass – Kriegerin im Schatten
Teil 3: Throne of Glass – Erbin des Feuers
Teil 4: Königin der Finsternis
Teil 5: Empire of Storms
Teil 6: ?

Kurzbeschreibung:
Celaena hat tödliche Wettkämpfe überlebt, ihr wurde das Herz gebrochen, sie hat sich den Schatten ihrer Vergangenheit gestellt und es überstanden. Jetzt kehrt sie zurück nach Adarlan. Aber nicht mehr als Celaena Sardothien, sondern als Aelin Galathynius, Königin von Terrasen. Doch bevor sie ihren Thron besteigen kann, muss sie noch offene Rechnungen begleichen. Da ist zum einen ihr alter Meister, der sie verraten und dem Tod überlassen hat. Und der König von Adarlan, der in seinem grenzenlosen Machthunger die Magie verbannt, ihre Eltern getötet und den ganzen Kontinent unterworfen hat. Eine Aufgabe, würdig einer Kämpferin, würdig einer dunklen Königin …

Meine Einschätzung:
Und noch ein starke Heldin, die sich in mein Herz gekämpft hat :-), im wahrsten Sinne des Wortes. Während des Lesens mußte ich mehrfach das Buch beseite legen, weil ich dachte, diese ausweglose Situation überstehen die niemals ohne Verluste … Meine Tochter lacht sich darüber kaputt, macht es aber tatsächlich auch so. Ich hole mir dann was zu trinken und springe wieder in die Szene. Blutige Gemetzel, so kann man das ruhig beschreiben. Aelin/Celaena und ihre Freunde bleiben nie sauber und unverletzt… Das muß man mögen bzw. aushalten können.
Die weitverzweigte, ausgefeilte Geschichte wartet mit zahlreichen interessanten Figuren auf und besonders mit starken Frauenfiguren, die die Herren der Schöpfung manchmal recht blass aussehen lassen. Ich mag das wirklich! Starke Frauen braucht auch das Fantasy-Genre, findet Ihr nicht?
Ich finde jedenfalls, dass „Throne of Glass“ eine großartige Fantasy-Serie ist, die sich nicht hinter „Game of Thrones“ verstecken muß!

Mein Fazit:
Fans of Game of Thrones! Eröffnet Euch eine neue Welt und lest Sarah Maas! 🙂

Briggs, Patricia: Gefährtin der Dunkelheit (8)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Ruf des Mondes
Teil 2: Bann des Blutes
Teil 3: Ruf des Mondes
Teil 4: Zeit der Jäger
Teil 5: Zeichen des Silbers
Teil 6: Siegel der Nacht
Teil 7: Tanz der Wölfe
Teil 8: Gefährtin der Dunkelheit
Teil 9: Fire touch
Teil 10: Silence Fallen

Kurzbeschreibung:
Als Christy, die Exfrau ihres Gefährten Adam, plötzlich in ihrem Leben auftaucht, schrillen bei Mercy sämtliche Alarmglocken – und das zu Recht, denn Christy führt nichts Gutes im Schilde: Sie will Adam zurück und ist sogar bereit, Mercys eigenes Rudel gegen sie aufzustacheln. Doch eine Mercy Thompson gibt niemals kampflos auf – schon gar nicht in der Liebe! Noch ahnt Mercy nicht, dass Christy ihr geringstes Problem ist: Ihr droht weitaus größere Gefahr von einem Gegner, der die ganze Welt zerstören kann …

Meine Einschätzung:
Das war ja nun wieder eine lange Pause nach dem 7. Band, aber ich las die ersten drei Seiten und Zack war ich wieder eingetaucht in Mercys Welt. Ich war förmlich hin und weg und konnte das Buch nicht aus der Hand legen und jetzt klau ich mal bei mir selbst …
Patricia Briggs hat einfach einen umwerfenden Weltenentwurf geschaffen, komplex, durchdacht, abgefahren und anders. Sicher, es kommen Feen, Elfen, Hexen, Vampire und Gestaltwandler vor, aber sie verleiht ihnen interessante Eigenschaften und eine eigene Historie. Ich finde das gelungen und cool.
Mercy ist eine tolle, absolut liebenswerte, draufgängerische, verrückte, leidensfähige, mutige, loyale Hauptfigur. Ihr Partner Adam ist der gelungene Gegenpart und auch sonst wimmelt es in der Geschichte vor interessanten Charakteren, gut, böse, irgendwas dazwischen, schauerig, mörderisch, liebenswert, ….
Wenn ich an dieser Stelle Euer Interesse wecken konnte, dann beginnt unbedingt mit Teil 1, denn für Quereinsteiger eignet sich auch dieser Band nicht.

Mein Fazit:
Die Mercy-Thompson-Reihe ist eine meiner Lieblings-, wenn nicht sogar meine Lieblings-Urban-Fantasy-Serie und ich bin glücklich, dass der Heyne-Verlag sie endlich, endlich weiterführt! Lesen!!!

Pala, Ivo: Schwarzer Horizont


Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Dark-world-Saga:

Teil 1: Schwarzer Horizont
Teil 2:
Teil 3:

Kurzbeschreibung:
Seit dem Weltendonner herrscht überall ewige Nacht. Asche verdunkelt den Himmel, die Welt wird zunehmend eisiger. Äcker und Felder sind tot; nichts wächst mehr. Menschen verhungern auf den Straßen. Andere verschwinden spurlos auf mysteriöse Weise. Zwei Hochkulturen, Twyddyn und Milara, bekämpfen einander zu Land und See um die letzten Ressourcen und die Macht auf dem neu entdeckten, geheimnisvollen Kontinent Kutera. In einem Sturm aus Schlachten und Intrigen trotzen der Krieger Raymo, die Sklavin Lizia und der Mönch Ash ebenso der feindseligen Natur wie ihrem unbarmherzigen Schicksal.

Meine Einschätzung:
Uiuiuiuiuiui. Geniale Grundidee :-). Wir betreten die Welt ungefähr zwei Jahre nach einer Katastrophe, die die Sonne verdunkelt hat. Es geht den Menschen schlecht, sie hungern, denn ohne Licht gedeihen keinerlei Pflanzen mehr und die Vorräte sind nahezu aufgebraucht.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht dreier, ganz unterschiedlicher Menschen. Ich fand diese wechselnden Erzählperspektiven sehr reizvoll, denn sie bringt einem die Protagonisten ganz nahe.
Die drei Hauptfiguren könnten nicht unterschiedlicher sein und sie sind ganz schön kantig und nicht unbedingt Herzensbrecher, aber das passt zu Welt, zur Grundstimmung der Geschichte und sicher auch zum Autor ;-).
Die Geschichte ist natürlich recht düster, stellenweise grausam. Es gibt einige, fiese Monster neben den schon bösen Jungs, die die Welt in Scharen bevölkern. Es wird gemordet, geschändet und gefoltert :-). Ist also nix für zartbesaitete Leser.
Als ich das Buch zuschlug, rannte ich sofort zum Rechner um zu recherchieren, wann der zweite Teil erscheint, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit Lizia, Raymo und Ash weitergeht :-). Leider konnte ich das Erscheinungsdatum nicht herausfinden. Hmpf.

Mein Fazit:
Der Auftakt der Fantasy-Saga aus deutscher Autorenhand ist grandios gelungen. Düster, brutal, spannend und überraschend. Ich freue mich auf die kommenden Teile.

Hilderbrand, Elin: Winterglanz


Genre: Roman, zeitgenössisch, Weihnachtsbuch

Kurzbeschreibung:
Kelley Quinn ist ein glücklicher Mann: Er ist Besitzer des „Winter Street Inn“, einer hübschen Pension auf Nantucket, und stolzer Vater von vier erwachsenen Kindern. Jetzt steht das Fest der Liebe vor der Tür, und Kelley freut sich auf besinnliche Feiertage im Kreis der Familie. Als er allerdings seine Gattin Mitzi dabei erwischt, wie sie den eigens angeheuerten Weihnachtsmann küsst, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken. Mit vier Kindern, die um ihre eigenen Probleme kreisen, bleibt es nun an Kelleys Exfrau Margaret hängen, das Weihnachtsfest im „Winter Street Inn“ zu retten …

Meine Einschätzung:
Meine Vorliebe für weihnachtliche Romane habe ich ja schon gebeichtet 😉 und „Winterglanz“ ist ein recht moderner Weihnachtsroman mit allen Zutaten, die ich so mag: ein kleines Familiendrama, eine große Weihnachtsparty, eine hübsche Pension, in der ich gerne mal Urlaub machen würde und lauter liebenswerte Protagonisten mit kleinen Macken und großen Problemen. Die ganze Geschichte gerät aber nicht nora-roberts-gleich zu süßlich-kitschig, sondern bleibt bodenständig und glaubhaft, denn auch im echten Leben lassen sich nicht alle Probleme lösen.

Mein Fazit:
Ein sehr netter, moderner Weihnachtsroman, den ich gerne gelesen habe.

Klüpfel, Volker; Kobr, Michael: Himmelhorn


Genre: Krimi, Regionalkrimi


Reihenfolge der Kluftinger-Serie:

Teil 1: Milchgeld
Teil 2: Erntedank
Teil 3: Seegrund
Teil 4: Laienspiel
Teil 5: Rauhnacht
Teil 6: Schutzpatron
Teil 7: Herzblut
Teil 8: Grimmbart
Teil 9: Himmelhorn

Kurzbeschreibung:
Der neunte Fall der Bestseller-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr führt den Kult-Kommissar Kluftinger in die Allgäuer Alpen, genauer gesagt auf das Himmelhorn, einen der gefährlichsten Berge des Allgäus. Natürlich liebt Klufti die Berge – wenn sie kässpatzenförmig auf seinem Teller aufragen. Doch der neueste Streich von Gesundheitsfetischist Langhammer befördert den Kommissar samt E-Bike tief in die Allgäuer Alpen, wo die beiden prompt auf drei Leichen stoßen: ein bekannter Dokumentarfilmer und zwei einheimische Bergführer, die einen Film über die Erstbesteigung des Himmelhorns drehen wollten. Wie es scheint, waren sie dem als äußerst gefährlich geltenden Gipfel nicht gewachsen. Die Ermittlungen im Umfeld der Toten führt Klufti in sehr abgelegene Alpentäler und zu deren starrköpfigen Bewohnern, die noch wortkarger sind als er.

Meine Einschätzung:
Perfekt! Das war mal wieder ein Klufti, wie ich ihn mir vorstelle. Ein bizarrer dreifach Mord in der Bergsteigerszene – ein interessantes Thema, das mir gut gefallen hat. Die Ermittlungen gehen zwar stellenweise etwas schleppend voran, aber dafür haben mich Kluftingers Eskapaden auf dem E-Bike und sein Ausflug in die Welt der Börsenspekulanten sehr gut unterhalten. Und dieses Mal war es auch nicht ganz so überzogen und klamaukig, was mir wieder gut gefallen hat.

Mein Fazit:

Da Morde im Allgäu nicht Aussterben und Kluftiginger auch noch nicht vor der Pensionierung steht, dürfen wir Fans uns wohl noch auf einige unterhaltsame Kriminalfälle freuen. Der neunte Fall ist jedenfalls sehr witzig und schräg.

Schacht, Andrea: Weihnachtskatz und Mausespeck


Genre: zeitgenössischer Roman, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Kris ist 33 Jahre alt, Besitzer eines Fitness-Studios und hat eine recht bewegte, recht gewalttätige Vergangenheit. Raufer ist vier Jahre alt, ein Straßenkater mit Revierhoheit und hat ebenfalls eine bewegte, recht gewalttätige Vergangenheit. Als Kris den verletzten Kater auf dem Hof findet, zeigt sich, was für ein weiches Herz er hat. Fortan scheut er keinen Aufwand, um den kleinen Raufer auf die Beine zu bringen. Was vielleicht auch mit Anja, der hübschen Tierheimhelferin zu tun hat. Raufer leckt inzwischen seine Wunden, träumt von der schönen Wanderkatze Nimoue und wundert sich über seinen Gastgeber. Der versucht ihm zu gefallen, auch wenn er es nicht zugibt. Doch ein Kater wie Raufer bleibt ein Streuner, oder?

Meine Einschätzung:
Ja, ja, ich gebe es zu. In der Adventszeit lese und höre ich gerne sentimentale, kitschige Weihnachtsgeschichten :-). Die stimmen mit friedlich und weihnachtlich und da bin ich auch nicht so streng mit der Bewertung ;-).
Ich mochte diese Katzengeschichte um einen wilden Kater, der auch immer wieder selbst zu Wort kommt und nach einer Attacke durch menschliche Bösewichte/Idioten schwer verletzt wird und Pflege braucht. Aufgenommen wird er eher widerwillig von einem Mann und ich fand es rührend, wie sich die beiden aneinander gewöhnt haben. Auch die anderen Protagonisten sind nett besetzt und der Sprecher Stephan Schad trifft genau den richtigen Ton :-).

Mein Fazit:
Wer Katzengeschichten mit einer Prise Weihnachtskitsch mag, dem gefällt wahrscheinlich auch Raufers Geschichte.

Gablé, Rebecca: Jonah – Die Lehrjahre (1)


Genre: historischer Roman, Hörspiel

Reihenfolge der Serie „König der purpurnen Stadt“
:
Teil 1: Jonah – Die Lehrjahre
Teil 2: Jonah – Der Aufstieg
Teil 3: Jonah – Das Imperium

Kurzbeschreibung:
London, um 1330. Der Tuchhändlerlehrling Jonah Durham wächst bei seinem tyrannischen Vetter Rupert auf, der ihm das Leben zur Hölle macht. Einzig seine Großmutter erkennt sein Talent und seine Intelligenz. Sie vermacht ihm ein stattliches Vermögen, das es ihm ermöglicht, nicht nur das Haus seines Vetters zu verlassen, sondern auch als jüngstes Mitglied der Geschichte in die Gilde der Tuchhändler aufgenommen zu werden. Dadurch zieht er die Missgunst seines Vetters auf sich, der ihm immer wieder Steine in den Weg legt. Doch eine schicksalhafte Begegnung mit dem jungen König Edward III. soll sein Leben grundlegend verändern.

In erneuter Zusammenarbeit mit Oliver Rohrbecks Lauscherlounge präsentiert Audible Entertainment die Hörspieladaption des Bestsellers „Der König der purpurnen Stadt“. Das Tuchhändler-Epos von Rebecca Gablé wurde als ungekürzte Fassung in 3 Teilen produziert. „Jonah – Die Lehrjahre“ bildet dabei den Auftakt der Hörspiel-Trilogie, die mit mehr als 70 Sprechern aufwändig in Szene gesetzt wurde.

Neben Detlef Bierstedt, der bereits das Hörbuch zu „Der König der purpurnen Stadt“ gelesen hat, ist die erste Riege der deutschen Sprecherszene vertreten: u. a. Timmo Niesner (Jonah), Dorette Hugo (Giselle), Nicolas Artajo (Crispin), Marie-Isabel Walke (Annot), Ulrike Stürzbecher (Philippa), Norman Matt (Edward) und Stefan Kaminski (Waringham). Außerdem Oliver Siebeck, Vera Teltz, Uve Teschner, Elena Wilms, Reinhard Kuhnert, Greta Galisch, Erich Räuker, Robert Frank, Michael Iwannek und viele andere.

Meine Einschätzung:
Was für ein grandioses Hörspiel! Ich hatte so große Freude beim Hören dieser historischen Geschichte eines jungen Tuchhändlerlehrlings. Die opulente Geschichte ist durch die Umsetzung als Hörspiel in meinem Kopf lebendig und farbenfroh geworden.
Ein junger Mann, der einige Schicksalschläge erleiden muß, der geschlagen und gedemütigt wird, findet eine königliche Gönnerin, riskiert sein Leben, um seinen Lebenstraum zu erfüllen, geht gefährliche Partnerschaften ein und rettet das Leben des königlichen Nachwuchses. Ein satter, historischer Stoff, kein bisschen langweilig oder langatmig.

Mein Fazit:
Großartig produziertes Hörspiel eines historischen Romans – Kino für die Ohren!

Estep, Jennifer: Spinnenkuss (1)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Elemental Assasin-Serie:
Teil 1: Spinnenkuss
Teil 2: Spinnentanz
Teil 3: Spinnenjagd
Teil 4: Spinnenfieber
Teil 5: Spinnenbeute
Teil 6: Spinnenfeuer
Teil 7: Spinnengift

Kurzbeschreibung:
Gin Blanco ist eine Auftragsmörderin, bekannt unter dem Namen „Die Spinne“. Geduldig liegt sie auf der Lauer, nähert sich ihren ahnungslosen Opfern und schlägt im richtigen Augenblick zu. Gnadenlos. Doch als sich ihr neuester Auftrag als Falle entpuppt, stürzt Gins Welt ins Chaos. Welcher ihrer unzähligen Feinde kennt ihre wahre Identität? Um ihren Gegner zu enttarnen, muss die Spinne ihr Netz verlassen und die Seite wechseln. Doch das Letzte, was man im Kampf gegen übermächtige Elementarmagie braucht, ist Ablenkung – besonders in Form des sexy Detectivs Donovan Caine…

Meine Einschätzung:

Hmpf. Diese Serie steht schon soooo lange auf meinem Wunschzettel, weil sie natürlich genau meinem Beuteschema entspricht. Urban Fantasy mit starker Frauenfigur – mehrteilig :-).
Nun habe ich sie mir aber ausgerechnet als Hörbuch geschnappt und jetzt bin ich nicht ganz sicher, ob mir die Story überhaupt gefallen hat.
Ganz sicher bin ich allerdings, dass ich die Erzählerin Tanja Fornano für die falsche Besetzung halte. Gin ist ja eine Auftragsmörderin, die ihre Geschichte selbst erzählt und zu dieser Figur passt meiner Meinung nach die mädchenhafte, sanfte Stimme der Sprecherin überhaupt nicht. Ich finde einfach, dass sie nicht den richtigen Ton trifft für eine Frau, die ein brutales Leben führt und täglich um ihr Leben kämpft. Das kann man nicht so vorlesen, als sei es ein netter Frauenroman, in dem auch mal eben ein paar Vampire, Riesen und Zwerge umgebracht werden.
Neeeee.
Die Story an sich hat mir eigentlich ganz gut gefallen, aber von weiblichen Auftragsmörderinnen habe ich ja nun schon einiges gelesen und Gin sticht aus dieser Gruppe nicht besonders hervor. Ich gebe der Reihe aber noch eine Chance – als Buch …

Mein Fazit:
Dieses Hörbuch ist der Beweis, wie wichtig eine Stimme für mich sein kann. Leider trifft die Sprecherin überhaupt nicht den Ton, den ich mir gewünscht hätte und deshalb kann ich die Geschichte auch nur schlecht bewerten, die wahrscheinlich so schlechter wegkommt, als wenn ich sie gelesen hätte.

Clare, Cassandra; Black, Holly: Der Weg ins Labyrinth – Magisterium 1


Genre: Urban Fantasy, Jugendbuch, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Weg ins Labyrinth
Teil 2: Der kupferne Handschuh
Teil 3: Der Schlüssel aus Bronze

Kurzbeschreibung:
Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum Hunt nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium, der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen…

Meine Einschätzung:
Hm. Ich bin ohne großartige Erwartungen an dieses Jugendbuch herangegangen, das mir wegen seines schönen Covers schon auf der Buchmesse aufgefallen war und die Geschichte paßt ja auch grundsätzlich in mein Beuteschema. Außerdem kenne ich die Autorin schon von der City of Bones-Reihe, die mir eigentlich ganz gut gefallen hatte.
„Der Weg ins Labyrinth“ hat mich leider gelangweilt und zwar furchtbar gelangweilt, nicht nur ein wenig. Die Protagonisten haben in meinem Kopf einfach keine Gestalt angenommen, ebenso wenig wie das unterirdische Magisterium oder Elementarier. Die Geschichte schleppte sich so dahin und nur ganz zum Schluß wurde ich hellhörig, als Callums Herkunft offenbart wurde. Allerdings bleiben hier so viele Fragen offen, dass ich das sehr unbefriedigend fand. Dann muß ich leider auch feststellen, dass mir die Parallelen zu Joan K. Rowlings Harry-Potter-Universum doch zu aufdringlich waren.
Und mit der Interpretation von Oliver Rohrbeck, dessen Stimme ich eigentlich mag, kam ich auch nicht klar. Wenn er Erwachsene spricht, verstellt er die Stimme so blöd und salbungsvoll, dass ich jedes Mal zusammengezuckt bin vor Entsetzen ;-).

Mein Fazit:

Leider konnte mich der erste Teil dieser Jugendbuchserie überhaupt nicht überzeugen. Fade, blasse Charaktere, eine uninspirierte Geschichte und ein nerviger Sprecher – da lasse ich lieber die Ohren von den beiden anderen Teilen.

Heldt, Dora: Böse Leute


Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Sylt wird von einer mysteriösen Einbruchserie erschüttert: Nicht die millionenschweren Luxusvillen der Touristen werden überfallen, sondern die Häuser älterer, alleinstehender Frauen. Die Polizei ist ratlos. »Ungehörig« findet das der frisch verrentete Ex-Hauptkommissar Karl Sönnigsen und bietet sich an, den ehemaligen Kollegen unter die Arme zu greifen, was ihm prompt ein Hausverbot seines Nachfolgers einbringt. Gut, dann muss es eben anders gehen: Mit seinem Freund Onno, Chorschwester Inge und Strohwitwe Charlotte stellt Karl ein mit allen Wassern gewaschenes Ermittlerteam auf die Beine. Und schon bald verfolgt das findige Rentnerquartett eine erste heiße Spur …

Meine Einschätzung:
Hach, ich hatte Sehnsucht nach der Nordsee und was hilft da besser, als ein Sylter Krimi? 🙂
Ich fand die Geschichte und die Senioren-Ermittlertruppe wirklich unterhaltsam und hab nicht wirklich was zu meckern.

Mein Fazit:
Kurzweilige, harmlose Unterhaltung mit eingebautem Nordseefeeling

Sullivan, Michael, J.: Die verborgene Stadt Percepliquiz – Ryria 6


Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Thron von Melengar – Riyria 1
Teil 2: Der Turm von Avempartha – Riyria 2
Teil 3: Der Aufstieg Nyphrons – Riyria 3
Teil 4: An Bord der Smaragdsturm- Riyria 4
Teil 5: Das Fest von Aquesta – Riyria 5
Teil 6: Die verborgene Stadt Percepliquiz – Ryria 6

Kurzbeschreibung:
Die aufziehende Gefahr – der Vormarsch der Elben. Die einzige Hilfe in höchster Not – aus einer versunkenen Stadt. Der wahre Herrscher – ein alter Bekannter. Zum letzten Mal liegt alles an Hadrian und Royce, das Schicksal auf die richtige Seite zu zwingen.
Die Elben haben Nidwalden durchquert und die Nordlande mit beängstigender Leichtigkeit erobert. Jetzt bedrohen sie ganz Elan. Die Zeit und die Umstände drängen. Zusammen mit einigen Freiwilligen um die Prinzessin Arista müssen Hadrian und Royce erst die versunkene Stadt Percepliquis finden, in der eine letzte Waffe gegen die von den Elben ausgehende Gefahr liegt. Der scheinbar aussichtslose Weg führt sie tief hinab unter die Erde.

Meine Einschätzung:
Die Ryria-Saga wird auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Fantasy-Bücher-Regal unter den Allzeit-Lieblingsserien bekommen und sich in guter Gesellschaft mit David Eddings, Marion Zimmer Bradley, Richard Schwartz und Tad Williams wiederfinden :-).
Der letzte Band kommt deutlich düsterer daher, als die Vorgängerbände. Das Reich der Imperatorin steht kurz vor dem kompletten Untergang, denn dem Elbenheer hat sie nichts entgegenzusetzen und das Rettungsvorhaben hat kaum eine Chance auf Erfolg. 😉 Kein nagelneues Motiv, aber ich habe jede Seite verschlungen und mich dabei glänzend unterhalten. Der Autor baut auch noch ein paar hübsche Überraschungen ein, auf die ich nie und nimmer gekommen wäre und am Ende hätte ich mir nur gewünscht, ein wenig mehr über das Volk der Elben zu erfahren. Die bleiben doch etwas nebulös …

Mein Fazit:
Eine zeitlose, epische, unterhaltsame, spannende, ganz klassische Fantasy-Serie, die mir ans Herz gewachsen ist und die noch viel, viel mehr Leser braucht :-).

Hearne, Kevin: Erwischt (5)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Gehetzt
Teil 2: Verhext
Teil 3: Gehämmert
Teil 4: Getrickst
Teil 5: Erwischt
Teil 6: Hunted (noch nicht übersetzt)
Teil 7: Shattered (noch nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:
Nach zwölf Jahren geheimer Druidenausbildung ist es endlich soweit. Atticus O’Sullivan kann seine Auszubildende Granuile an die Erde binden. Auf diese Weise würde die Anzahl der Druiden auf der Welt auf einen Schlag verdoppelt werden. Unglücklicherweise fliegt auf dem Höhepunkt des Rituals Atticus‘ Tarnung auf.
Nachdem er sich nicht länger verstecken kann, bleibt Atticus keine andere Wahl, als mit seinem treuen Wolfshund Oberon und Granuile an den Fuß des Olymps zu reisen. Dort hat allerdings der römische Gott Bacchus geschworen, Rache an ihm zu nehmen. Damit ist er aber nicht der Einzige. Er muss sich hinter einem alten Vampir und einer Horde dunkler Elben anstellen, bei denen die Ermordung von Atticus ganz oben auf der Prioritätenliste steht.

Meine Einschätzung:
Die Kurzbeschreibung gibt die Story sehr gut wieder :-). Wenn ich nicht gewußt hätte, dass es schon weitere Bände mit einem lebendigen Atticus und einer lebendigen Granuile gibt, wäre ich wirklich in Sorge gewesen, ob die beiden diese Abenteuer überleben können. Atticus bringt es aber auch fertig, sämtliche mächtigen Wesen gegen sich aufzubringen, aber wer auf die Idee kommt, Baumnymphen zu entführen, der hat es auch nicht besser verdient. So werden sie von allen möglichen Feinden verfolgt und gejagt und nur wenige Verbündete halten ihnen die Treue.
Großartige, spannende Fantasy-Unterhaltung 🙂

Mein Fazit:
Ich kann den nächsten Band kaum erwarten.

Noble, Kate: Ein Spion in erlauchter Gesellschaft (1)


Genre: Liro

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Ein Spion in erlauchter Gesellschaft
Teil 2: Der Sommer einer Lady
Teil 3: Follows My Lead
Teil 4: If I Fall
Teil 5: The Dress of the Season
Teil 6: Let it be me

Kurzbeschreibung:
Eine aufregende, humorvolle und hochgradig unterhaltsame Geschichte über ein ungleiches Paar. Philippa Benning gilt als schönste Frau Englands. Als sie einem berüchtigten englischen Spion begegnet, verspricht sie, ihm Zutritt zu Adelskreisen zu verschaffen, wenn er dafür seine wahre Identität enthüllt. Schon bald muss Philippa feststellen, dass diese Vereinbarung sie in ein wahres Gefühlschaos stürzt …

Meine Einschätzung:
Hach ja, so manchmal ist mir einfach nach einem nette Liro. Bei diesem hier fiel mir der Einstieg zwar schwer, weil ich die auch so wunderschöne Heldin so furchtbar fand, weil sie sich so schlecht benahm, aber so nach und nach bin ich mit ihr warm geworden und ich mag ja diese eingeflochtenen Spionagegeschichten in Liros sehr. Ihr männlicher Gegenpart bleibt anfangs auch ein wenig blass, bekommt aber dann doch noch Konturen.
Die Geschichte hat mich zwar nicht vom Hocker gerissen oder mir schlaflose Nächste beschert, aber es war nette Unterhaltung für zwischendurch und wenn ich der anderen Bände habhaft werden kann, dann lese ich die auch. Vielleicht steigert sich die Autorin ja noch, denn das Zeug dazu hat sie.

Mein Fazit:
Da mir die weibliche Hauptfigur nicht 100prozentig gefallen hat, gibt es für diesen Liro kleine Abzüge. Aber unterhaltsam ist er allemal.

Koppelmann, Viviane: Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Ein Fluch in Rosarot (2)


Genre: Krimi, Hörspiel


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Neues aus der Baker Street – Das Rätsel von Musgrave Abbey
Teil 2: Neues aus der Baker Street – Ein Fluch in Rosarot
Teil 3: Neues aus der Baker Street – Die Spur des Teufels
Teil 4: Neues aus der Baker Street – Der Somerset Fall
Teil 5: Neues aus der Baker Street – Der letzte Tanz

Kurzbeschreibung:

Flaute in der Baker Street: Kein neuer Fall in Sicht. Auf John Watsons Detektiv-Blog gehen die Follower auf die Barrikaden. Was kann Watson tun? Er schreibt: Ein Fluch in Rosarot. Sherlock & Watson: Wie alles begann. Nach mehreren vermeintlichen Selbstmorden in London wird Rabbi Ehrenburg tot in seinem Zimmer aufgefunden. Er hat eine Nachricht in den Holzboden geritzt – RACHE! Handelt es sich um einen antisemitischen Mordanschlag getarnt als Selbstmord? Auch die anderen Selbstmordfälle werden nun wieder aufgerollt, und einmal mehr muss Inspektor Lestrade auf die Dienste eines gewissen Sherlock Holmes zurückgreifen, der sich selbst als Consulting Detective bezeichnet. Doch wer ist der humpelnde Mann an seiner Seite, den Holmes Lestrade als seinen neuen Assistenten vorstellt? Wie alles begann: Sherlock Holmes & Dr. John Watson!

Meine Einschätzung:

Zu hören, wie sich Sherlock und Watson kennenlernten und wie der arme Watson vollkommen ungewollt in die Ermittlungen zu einem Mordfall hineingezogen wird, fand ich äußerst unterhaltsam.
Die Umsetzung des Hörspiels ist großartig, die Stimmen der Sprecher professionell und sehr angenehm zu hören, der Ton ist sehr gut ausbalanciert, angenehme Sound-Effekte, eine absolut runde Sache. Genauso stelle ich mir ein richtig gutes Hörspiel vor.
Die anderen Folgen werde ich definitiv auch bald auf den Ohren haben.

Mein Fazit:
Ein tolles Hörspiel mit neuen, modernen Geschichten der urbritischen Ermittler Sherlock und Watson. Einziger Kritikpunkt :-), es dürfte ruhig etwas länger sein.

Heitz, Markus: Wédora


Genre: Fantasy, Hörbuch

Kurzbeschreibung:

Im Zentrum einer gigantischen, tödlichen Wüste aus Stein, Sand und Staub liegt die schwer befestigte Stadt Wédora. Sie ist der einzige Punkt für alle Handelskarawanen, Kaufleute und Reisende, um Wasser und Schutz zu erhalten. Sämtliche Wege aus Nord, Süd, Ost und West laufen auf die Stadt zu, die über der Grotte des Smaragdnen Wassers errichtet ist. Das Reservoir versiegt nie und ist der Garant für das Leben, das sonst nirgends an diesem Ort möglich ist. Und nur Wédora stellt sicher, dass Handel und Reise unter den verschiedensten Ländern rings um die Wüste geschehen kann. Ohne sie sind die Verbindungen unterbrochen.

Meine Einschätzung:

Ich mag die herrlich phantastischen, epischen Geschichten von Markus Heitz sehr und bewundere seinen enormen Ideenreichtum.
Zwei Freunde verschlägt es in eine ihnen vollkommen fremde Welt, deren Gesetze und gesellschaftlichen Regeln sie nicht kennen und Verstöße gegen diese Regeln werden leider immer gleich mit drakonischen Strafen belegt.
Wédora ist eine riesige Stadt, die in einer erbarmungslosen Wüste liegt, die neben unwirtlichen Lebensbedingungen auch noch mit jede Menge räuberischer Völker und hübsche blutrünstige Monster beherbergt. Herrlich.
Die beiden Hauptfiguren werden durch eine Zauber in die Wüstenstadt befördert und gleich nach ihrer Ankunft getrennt. Die Wiedervereinigung der beiden Gefährten und ihre Suche nach einem Zauberer, der sie wieder nach Hause zurückbringen kann und die abenteuerlichen Geschichte, die sie dabei erleben, die Allianzen, die sie eingehen müssen und die Gefahren für Leib und Leben, denen sie im Verlaufe der Geschichte ausgesetzt werden, sind keine Minute langweilig.
In gewohnter Heitz-Manier geht es in Wédora auch nicht zimperlich zu. Da wird gestohlen, verraten, vergiftet, erstochen, gemetzelt, eingekerkert, dass es eine Freude 😉 ist und bei dem Autor kann man sich auch nie hundertprozent sicher sein, dass er nicht doch eine Hauptfigur opfert, so dass es für mich ausreichend viele spannende Momente gibt :-).
Ich mochte die Schilderungen der Wüstenstadt, die einer afrikanischen Oase ganz entfernt ähnelt, sehr. Auch die Beschreibung der Stadtgesellschaft, der verfeindeten Völker und Bestien fand ich gelungen. Es gibt auch viele interessante Charaktere, so richtig schöne, böse Jungs oder fiese Verräter oder dreiste Diebinnen oder undurchschaubare Herrscher.
Mir ist allerdings nicht so ganz klar, ob es sich tatsächlich um einen Einzelband handelt oder ob es eine Fortsetzung geben wird. Es gibt einige Handlungsstränge, die könnten auch noch weitergeführt werden … Mal gucken. Ich würde mir die Fortsetzung auch sehr gerne anhören.
Uve Teschner liest die Geschichte wieder grandios gut.

Mein Fazit:
Wer die Muße hat, sich 16 Stunden lang auf eine Reise in eine fremde Welt zu begeben und wilde Abenteuer mit ungewissem Ausgang erleben möchte, der sollte sich Wédora auf die Ohren geben. Ich fand es großartig!

Brandhorst, Andreas: Omni


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Der abtrünnige Agent Forrester erhält den Auftrag, Aurelius ausfindig zu machen, einen zehntausendjährigen Menschen. Dieser ist einer von insgesamt sechs, die die Anfänge der Menschheitsgeschichte kennen und wissen, wo sich die Erde befindet, auf der alles begann. Nur diese Zehntausendjährigen haben Zugang zum Omni, einem Zusammenschluss von Superzivilisationen, die zwar die Macht in der Milchstraße ausüben, für das Gros der Menschheit und ähnlich „unterentwickelte“ Zivilisationen jedoch im Verborgenen bleiben.
Forresters Reise führt ihn zunächst zu einem havarierten Schiff, in dessen Innern sich eine geheimnisvolle, mächtige Maschine befindet. Von einem Propheten erfährt er, wo der Zehntausendjährige sich aufhält. Doch schnell wird klar, dass viele verschiedene Interessen in den Fall verwickelt sind. Und Forresters Auftrag wird nicht nur für ihn selbst, sondern für alle Menschen zur größten Gefahr…

Meine Einschätzung:
Oh ja! Da stand Sci-Fi drauf und da war 100 % Sci-Fi drin. Eine Geschichte aus einer fernen Zukunft mit unvorstellbar weit entwickelter Technik, vielen äußerst fremdartigen Spezien, aber sehr menschlichen Gefühlen und Problemen: Habgier, Machtgier, Liebe, Freundschaft, Verrat, Vertrauen …
Die Geschichte ist sehr schön ausgebaut, sehr detailreich, so dass ich mir alles supergut vorstellen konnte. Es gibt auch einige sehr spannende Action-Szenen, aber auch viele langsame Passagen, aber das wurde mir nicht langweilig.
Nicht so 100 prozentig konnten mich die beiden Hauptfiguren Forrester und seine Tochter überzeugen, aber ich kann gar nicht sagen, woran das genau lag. Dafür gefiel mit die künstliche Intelligenz des Schiffes und der Zehntausendjährige als Figuren sehr gut.
Den Sprecher Richard Barenberg hatte ich bis dahin noch nicht gehört und fand seine Stimme und Interpretation sehr, sehr angenehm zu hören.

Mein Fazit:
Mein erster Sci-Fi-Roman von Andreas Brandhorst hat mir äußerst gut gefallen und „Das Schiff“ steht schon auf meiner Wunschliste.

Munro, Alice: Tricks


Genre: Erzählungen, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Tricks, acht meisterliche Erzählungen von Alice Munro: Geschichten über Ausreißer, Entscheidungen, Leidenschaften und Verfehlungen.
Wieder beweist Alice Munro besonderes Gespür für das Geheimnis ihrer Figuren, jenen rätselhaften Bereich, wo Selbstbetrug auf Hoffnungen, gefährliche Illusionen auf die kleinen Tricksereien des Alltags treffen. Der Leser kommt in ihren Geschichten seinem eigenen Leben so nah, dass er schwindlig wird vor Herzleid und Glück.

Meine Einschätzung:
Das Buch hat bei mir schon eine Weile auf dem SuB gelesen, weil ich bedauerlicherweise manchmal Vorurteile gegenüber Buchpreisträgern hege. ;-). Tztztztzt, Frau Leseratteffm, das muß anders werden. Frau Munro erhielt 2013 den Literatur-Nobel-Preis.
Obwohl ich in der Regel Kurzgeschichten und Erzählungen nicht so gerne lese, weil ich lange Geschichten vorziehe, habe ich diese Alltagsgeschichten aus Kanada sehr gerne gelesen.
Die Geschichten handeln von ganz normalen, jungen, kanadischen Frauen, die in der Provinz leben und an einem bestimmten Punkt ihres Lebens eine Entscheidung treffen, die ihr weiteres Leben prägt. Das sind keine spektakulären Lebensentwürfe oder abenteuerliche Ausbrüche voller Spannung und Drama. Überhaupt nicht.
Die Autorin beschreibt das so wunderbar elegant, detailreich, gefühlvoll und schön, ohne das es aufgesetzt und überfrachtet wirkt. In diesen Schreibstil habe ich mich regelrecht verliebt :-).

Mein Fazit:
Alice Munros Kurzgeschichten haben mir ausnehmend gut gefallen, einfach weil sie so wunderschön geschrieben sind.

Rowling, J.K.; Tiffany, John; Thorne, Jack: Harry Potter und das verwunschene Kind


Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später. Das Skript zum Theaterstück! Harry Potter und das verwunschene Kind, basierend auf einer neuen Geschichte von J.K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne, ist ein neues Theaterstück von Jack Thorne. Es erzählt die achte Geschichte in der Harry-Potter-Serie und ist gleichzeitig die erste offizielle Harry-Potter-Geschichte, die auf der Bühne präsentiert wird. Das Stück feiert am 30. Juli 2016 im Londoner West End Premiere. Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet. Das Special Rehearsal Edition Script wird bis zum Erscheinen der erweiterten Ausgabe 2017 erhältlich sein.

Meine Einschätzung:
Hachja, es gibt schon 617 Rezis auf Amazon ;-). Ich mache es kurz. Frau Rowlings ist eine Ausnahmeschriftstellerin, die wunderbar schreiben kann, aber warum sie nach etlichen Beteuerungen, die HP-Serie sei zu Ende, nun mit diesem Theaterstück herauskommt, verstehe ich nicht.
Das Stück ist nicht schlecht zu lesen, überhaupt nicht, aber was hätte ich für einen Spaß gehabt, einen „richtigen“ Roman von ihr zu lesen! Nun gut.
Allerdings bin ich mit der Geschichte nicht zufrieden. Zeitreisen sind ein schwieriges Thema, bei dem selbst ich, die ich auch mal unlogische Sachen hinnehmen kann, nachvollziehen will, ob das Beschriebene so funktionieren kann. Und da hatte ich meine Zweifel. Zudem ist mir die Vater-Sohn-Beziehung auf die Nerven gegangen, zu abgedroschen und vorhersehbar.

Mein Fazit:
Ja, muß man als Harry Potter Fan gelesen haben, aber glücklich hat es mich nicht gemacht!

Herrmann, Elisabeth: Totengebet


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Joachim Vernau
Teil 1: Das Kindermädchen
Teil 2: Die 7. Stunde
Teil 3: Die letzte Instanz
Teil 4: Versunkene Gräber
Teil 5: Totengebet

Kurzbeschreibung:

Berlin, 2015. Anwalt Vernau erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Dafür ist er der Held von Berlin: In einer U-Bahnstation hat er mehrere Männer in die Flucht geschlagen, die einen älteren Herrn bedrängt haben. Aber wer ist die junge Frau mit dem Davidstern, die seitdem durch seine Erinnerung geistert? Und was hat sie mit den schrecklichen Morden zu tun, die sich wenig später ereignen? Als Vernau der schönen Unbekannten zu nahe kommt, wendet sich das Blatt: plötzlich steht er unter Mordverdacht. In letzter Sekunde kann er das Land verlassen, sein Ziel: Tel Aviv. In der brodelnden Metropole am Mittelmeer sucht er nach dem einzigen Menschen, der ihn entlasten kann – und wird hinabgezogen in den Strudel eines vergessenen Verbrechens, das sich vor über dreißig Jahren in einem Kibbuz in Israel ereignet hat …

Meine Einschätzung:

Joachim Vernau ist ein Pechvogel, wie er im Buche steht. Eben noch der Held des Tages, steht er plötzlich unter Mordverdacht und kann sich obendrein an nichts mehr erinnern. Um der Sache auf den Grund zu gehen und seine mysteriöse Mandatin zu finden, reist er nach Israel und besucht den Kibbuz, in dem er einige Monate in seiner Jugend arbeitete.
Die Autorin konnte zu diesem Thema auf eigene Erfahrungen zurückgreifen und hat wohl auch eine Recherchereise nach Israel unternommen. Es gelingt ihr wunderbar, Tel Aviv zu schildern, die Atmosphäre im Kibbuz vor 30 Jahren und den heutigen israelischen Alltag. Dabei ist sie vollkommen unpolitisch, nimmt keine Stellung, sondern ist eine aufmerksame Beobachterin, ohne ihre eigene Meinung dem Leser aufzudrängen. Das hat mir auch richtig gut gefallen.
Die Geschichte ist wieder richtig spannend, während Vernau in Israel nach seiner Mandantin sucht, untersützt ihn Marie-Luise in Berlin und hält ihm den Rücken frei. und die Geschichte nimmt ein paar überraschende Wendungen.
Nur das Ende kam mir etwas zu schnell und da hätte ich mir drei/vier Seiten mehr gewünscht :-).
Elisabeth Herrmann ist eine meiner deutschen Lieblingsschriftstellerinnen, die Geschichten schreibt, die voller Farbe, Gerüche und Details sind und die mit Vernau einen wunderbaren Anti-Helden erdacht hat.

Mein Fazit:
Eine absolute Leseempfehlung von mir. Elisabeth Herrmanns Krimis sind spannend, gut recherchiert und sehr unterhaltsam.

Heijden, van der A.F.Th.: Das Biest


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Knallgelb ist das Staubtuch, das Tante Tiny stets mit sich führt, um es bei Bedarf blitzschnell und ungeniert zu zücken – gern auch, wenn sie bei anderen zu Gast ist. Tientje Putz nennt man sie in der Familie, vorsichtshalber jedoch nur hinter ihrem Rücken. Denn so weich ihr Staubtuch ist, so scharf und verletzend kann ihre Zunge sein, mit der sie über Leichen geht. Ihr Neffe Albert Egberts – den wir aus van der Heijdens schon fast sagenhaftem Zyklus Die zahnlose Zeit kennen – verfolgt das Treiben seiner jungen, attraktiven Tante aus nächster Nähe, befremdet und gleichzeitig fasziniert. Es dauert Jahre, bis er entdeckt, was sie ein Leben lang antreibt, was in stillschweigender familiärer Übereinkunft geheim gehalten wird.

Meine Einschätzung:

Ein Roman, den ich im Rahmen unseres Lesekreisvorhabens, Buchmessegastlandautoren kennenzulernen, gelesen habe.
Der Autor beschreibt eine ganz konservative, niederländische Familie aus der unteren Mittelschicht und das gelingt ihm auch sehr gut.
Die Hauptfigur Tiny ist nicht gerade eine Protagonisten, die ich ins Herz schließe. Sie ist egozentrisch, bösartig und eine Lügnerin und meiner Ansicht nach läßt sich das nicht alles mit einer „schweren“ Kindheit erklären.
Was ich aber überhaupt nicht leiden kann, sind die inzestuösen Episoden zwischen Tante und Neffe. Diese schwülen Jung-Männer-Phantasien finde ich gräßlich und verleiden mir das Lesen.
Es gibt natürlich auch einige nachdenkenswerte Aspekte in diesem Roman, wie z.B. der Umgang mit pflegebedürftigen Angehörigen, aber in Summe bleibt festzuhalten: Ich mochte diesen Roman nicht. Kein bisschen.

Mein Fazit:
Ein niederländisches, realitätsnahes Familiendrama, das mir aus verschiedenen Gründen nicht gefallen hat.

Feuerbach, Sam: Der Verräter (6)


Genre: Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:

Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 4: Die Myrnengötting
Teil 5: Der Seelenspeer
Teil 6: Der Verräter

Kurzbeschreibung:
Ihre Vergangenheit – ein einziger Albtraum. Ein Blick in ihre Zukunft zeigt: Es geht noch schlimmer. Sie setzt alles dran, um diese zu verändern. Der Prinz hat seinen Vater, seine Heimatburg, sein Land verloren. Reich ist er nur an Feinden. König Schohtars Übermacht stürmt die letzte Mauer. Dagegen helfen diesmal kein Artefakt und keine Magie. Bolkan Katerron findet sich dort wieder, von wo er einst geflohen ist: mitten im Spiel von Mord, Macht und Verrat.

Meine Einschätzung:
Uiuiuiuiu, zwischendurch war ich sehr beunruhigt und dachte: Na hoffentlich hat der Autor sich nichts bei Mr. Martin abgeguckt und bringt jetzt ala „Game of Thrones“ Hauptfiguren um die Ecke ;-). Ob er es getan hat??? Verrat ich nicht, aber es geht ganz schön blutig zu. Das bleibt ja auch bei den vielen Konflikten und Schlachten nicht aus.
Jetzt mit dem letzten Teil der 6-teiligen Serie blicke ich nochmal voller Begeisterung zurück. Der Autor hat einen interessanten Weltenentwurf auf einer mittelalterlichen Basis ersonnen, mit kleinen Ausflügen in die Naturvölker, Magie und Zeitreisen. Die Protagonisten sind interessante Persönlichkeiten, denen man als Leser sehr nahe kommt, denn der Autor erzählt Teile der Geschichte aus der Sicht einzelner Protagonisten. Diese Erzählweise hat mir außerordentlich gut gefallen und sorgt auch für diverse Überraschungseffekte, da es keinen allwissenden Erzähler gibt.
Ein paar kleinere Kritikpunkte habe ich, was das Ende angeht, aber so eine Geschichte ist ja kein Wunschkonzert. ;-).
Die Hörbuchfassung mit Robert Frank als Sprecher hat mich zu 100 % überzeugt und ich würde gerne weitere Hörbücher von ihm eingelesen hören.
Und natürlich würde ich gerne weitere Geschichten von Herrn Feuerbach hören/lesen.

Mein Fazit:

Für mich eine großartige Entdeckung: ein deutscher Indie-Fantasy-Autor, der eine wunderbare sechsteilige Fantasy-Serie herausgebracht hat, die zu meinen Highlights 2016 gehören wird!

Sam Feuerbach: Der Seelenspeer (5)


Genre: Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:

Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 4: Die Myrnengötting
Teil 5: Der Seelenspeer
Teil 6: Der Verräter

Kurzbeschreibung:

Wer Ruhe sucht, muss die Unruhe töten. Logisch. Sie macht sich auf den Weg zu ihrer Kindheit. Denn auch die Auftragsmörderin war mal ein kleines Mädchen. Doch dann passiert ausgerechnet ihr dieser verhängnisvolle Fehler.
Die Hand des Schwertmeisters ballt sich zur Faust. Bevor sie in den Krieg zieht, sucht sie den magischen Speer. Ohne Vorwarnung stehen der Kleine und der Unscheinbare vor schier unlösbaren Aufgaben.

Meine Einschätzung:

Oh, oh! Dachte ich, als ich diese Folge hörte. Herr Feuerbach geht wirklich nicht zimperlich mit seinen Figuren um. Eine große Seeschlacht endet tragisch und auch für Karek und seine Freunde sieht es mehr als schlecht aus.

Mein Fazit:
Meine Fantasy-Entdeckung des Jahres! Tolle, vielschichtige Geschichte mit vielen interessanten Charakteren.