Jeffries, Sabrina: Spiel der Herzen (2)


Genre: Liro

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Lord Stonevilles Geheimnis
Teil 2: Spiel der Herzen
Teil 3: Ein vortrefflicher Schurke
Teil 4: Eine Lady zu gewinnen
Teil 5: Lady Celias gewagter Plan

Kurzbeschreibung:
Als notorischer Spieler kann Lord Jarret Sharpe keiner Herausforderung widerstehen. Schon gar nicht einer, die so entzückend ist wie die hübsche Annabel Lake. Doch als die beiden eine gewagte Wette eingehen, weiß Jarret noch nicht, was in Wahrheit auf dem Spiel steht: sein Herz.

Meine Einschätzung:
Nach den 3 Krimis hab ich mir mal wieder einen Liro geschnappt, der ganz nett war, aber sicher nicht länger in meinem Gedächtnis bleiben wird. Allerdings mag ich die 5 unkonventionellen Geschwister, um die es in der Serie geht und die nach dem Willen ihrer Großmutter binnen eines Jahres verheiratet werden sollen und deshalb werde ich die Serie aus zu Ende lesen.

Mein Fazit:
Nette Unterhaltung für ein paar kurzweilige Lesestunden, aber nicht mehr …

Poznanski, Ursula: Schatten


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Fünf
Teil 2: Blinde Vögel
Teil 3: Stimmen
Teil 4: Schatten

Kurzbeschreibung:
Eine Entführung. Drei Morde. Und ein Täter aus der Vergangenheit…
Ein Mann, grausam zugerichtet in seiner Wohnung. Eine Hebamme, ertränkt in einem Bach – zwei Fälle, die Beatrice Kaspary als Ermittlerin im Dezernat Leib und Leben der Polizei Salzburg lösen muss. Schnell erkennt Beatrice, dass die beiden Morde zusammenhängen – und dass sie etwas mit ihr zu tun haben müssen. Denn sie kannte beide Toten. Sie konnte sie nicht leiden. Und sie weiß: Wenn sie nicht handelt, wird es weitere Opfer geben…

Meine Einschätzung:

Dass das jetzt schon der dritte Krimi in Folge ist, überrascht mich selbst, aber ich habe auch 3 richtig gute, spannende Krimis erwischt.
Beatrice wird mit dem Jahre zurückliegenden Mord an ihrer besten Freundin konfrontiert, hat Streß mit ihrem geschiedenen Mann und ein permanet schlechtes Gewissen gegenüber ihren Kindern. Ihr Freund und Kollege Florin hält ihr so lange wie möglich den Rücken frei, aber dann wird es dramatisch ;-).
Ich mag diese beiden Protagonisten sehr, sehr gerne, sicher auch, weil ich mich so gut in die Rolle von Beatrice einfühlen kann und Florin ist einfach ein netter, liebenswerter Mann.
Ich mag es sehr, wie die Autorin ihre Krimis strickt, wie sie falsche Fährten legt, wie sie die Geschichte voran treibt ohne das es zu hastig oder langatmig wird und ihr Stil gefällt mir auch sehr gut.

Mein Fazit:
Das ist wieder ein sehr, sehr spannender Krimi der Wiener Autorin, an dem ich absolut nichts auszusetzen habe.

Adler-Olsen, Jussi: Selfies


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Erbarmen
Teil 2: Schändung
Teil 3: Erlösung
Teil 4: Verachtung
Teil 5: Erwartung
Teil 6: Verheißung
Teil 7: Selfies

Kurzbeschreibung:
Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case, aus dem sich schwerwiegende Konsequenzen für die aktuellen Ermittlungen ergeben. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Rose kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?

Meine Einschätzung:
Nachdem mir ja der letzte Band der Carl Morck Serie überhaupt nicht gefallen hat, habe ich „Selfies“ verschlungen. Der Autor hat eine wahnsinnig spannende, irrsinnige Geschichte geschrieben, in der – und damit verrate ich nicht zu viel 🙂 – mörderische Frauen die Hauptrolle spielen.
An einigen Stellen habe ich schockiert beim Lesen aufgekeucht, die Luft angehalten oder mich gegruselt.
Endlich, endich wird das tragische Geheimnis um Rose gelüftet und jetzt bin ich erst recht auf Assads Geschichte gespannt, die sicher auch spektakulär ausfallen dürft.
Mehr verrate ich nicht :-).

Mein Fazit:
Der siebte Fall für das Sonderdezernat Q ist eine absolute Leseempfehlung für Krimifans mit starken Nerven :-).

Douglas-Home, Mark: Sea Detective – Ein Grab in den Wellen


Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:

Cal McGill ist Meeresbiologe. Seine Spezialität: per Computer die Route von Gegenständen im Wasser zu verfolgen, um Umweltsünder zur Strecke zu bringen. Doch bei seinem Einsatz für die Natur überschreitet der Sea Detective bisweilen legale Grenzen: Als er in den Gärten hochrangiger Politiker Weißen Silberwurz pflanzt, um auf den Klimawandel hinzuweisen, nimmt man ihn fest. Detective Helen Jamieson von der Polizei Edinburgh kommt der sympathische junge Mann gerade recht. Denn vor der Küste wurden kurz zuvor zwei abgetrennte Füße entdeckt. Bei ihren Recherchen stoßen Cal und Helen auf ein Netz aus Korruption, Ausbeutung und Menschenhandel. Und auf ein indisches Mädchen, das sie vielleicht noch retten können.

Meine Einschätzung:
Ausgesucht habe ich diesen Krimi, weil mich das Thema „Umweltprobleme der Weltmeere“ und „Meeresbiologie“ grundsätzlich interessiert und er im Feuilleton der FAZ am Sonntag empfohlen wurde.
Obwohl das Thema „Meeresbiologie“ im Grund überhaupt keine Rolle spielt, war ich nicht enttäuscht, sondern habe diesen spannenden, ungewöhnlichen Krimi gerne gelesen. Eigentlich sind es zwei Geschichten in einem Roman, nämlich Mädchenhandel in seiner gemeinsten Form und die Aufklärung eines Verbrechens aus dem zweiten Weltkrieg. Diese beiden so unterschiedlichen Themen werden von der Hauptfigur Cal verbunden, der ein vielschichtiger Charakter mit Ecken und Kanten ist. Die zweite Hauptfigur, die Polizistin Helen, hat mir auch richtig gut gefallen, denn sie weiß sich zu wehren in einer männerdominierten Polizeihirachie und greift dabei manchmal auch zu unkonventionellen Mitteln. Schön fies ;-).
Ein-zwei Mal habe ich gedacht, dass der Autor besser daran getan hätte, die Themen in zwei getrennte Bücher zu packen, denn ich war mit der Fülle an Informationen manchmal überfordert.
Besonders gut haben mir die Schilderungen der schottischen Insel und ihrer ehemaligen Einwohner gefallen, die die Insel aus wirtschaftlichen Gründen aufgaben, aber sehr an ihren Traditionen und Familiengeschichten festhalten.

Mein Fazit:
Ein spannender, sehr ungewöhnlicher Krimi, den ich verschlungen habe und der vielleicht als Serie ausgelegt wird. Gerne :-).

Mayer, Susanne: Die Kunst, stilvoll älter zu werden


Genre: Sachbuch, Biographie

Kurzbeschreibung:
Vintage-Jahre! Das ist ein Stoßseufzer der Erleichterung und hat im Ausgang eine Note – der Verblüffung. Vintage? Wie: von gestern? Dieser Schock ist Ausgangspunkt des Buches. Susanne Mayer begibt sich auf Spurensuche danach, was Altern heute bedeutet. Sie erzählt von der ersten Altersbashing-Erfahrung – hat dieser Typ an der Kreuzung »Alte Fotze« gekreischt? -, von Erlebnissen in der Familie – »Du in deinem Alter, Mama?« – oder am Arbeitsplatz: Hat der Kollege impliziert, den Job mache ein Jüngerer besser? Nämlich er? Neben persönlichen Erfahrungen werden gesellschaftliche Entwicklungen seziert wie die Phantasien von der Optimierung nun auch dieser Lebensphase, die Rentenerwartung der deutschen Mutter oder Erfahrungen von Fremdheit in einer sich beschleunigenden Welt. Fazit: Vintage verlangt Gelassenheit, gegenüber den ehemals heißumkämpften politischen Zielen, den verlorenen Hoffnungen, alten Vorsätzen – Haltung auch gegenüber dem, was kommen mag.

Meine Einschätzung:

Als ich den Titel dieses Buches las, war ich gleich interessiert. Einer meiner Lieblingsblogs zu diesem Thema ist:
http://www.advanced.style/ von Ari Seth Cohen, dem ich schon seit einigen Jahren folge, weil er voller Begeisterung Damen und Herren in hohem Alter fotografiert, die ihren eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden haben. Das sind unglaublich lebensfrohe, heitere und wunderschöne Fotos, die mir immer gute Laune machen. Guckt mal bei ihm rein :-). Rentnerbeige und unsichtbare Seniorinnen findet man dort nicht.
Auch die Autorin kennt den Fotografen und bewundert viele seiner Fotomodelle und ihre Lebensfreude und in ihrem Abschnitt „Begegnungen“ gefällt ihr der Gedanke, den „Grand-old-Schachteln“ beizutreten. Und dieser Gedanke gefällt mir persönlich auch sehr gut. 🙂
In einen anderem Abschnitt beschäftigt sie sich mit dem Thema Emanzipation der Frau, mit den Fortschritten, für die sie als jüngere Frau gekämpft hat. Ich hatte den Eindruck, dass sie resigniert hat und fast schon ein wenig verbittert ist, wie wenig in ihren Augen die Gleichberechtigung der Frauen voran gekommen ist und dass gerade jüngere Frauen das nicht realisieren oder den Kampf ihrer Mütter und Großmütter nicht zu schätzen wissen. Den Eindruck habe ich auch manchmal, aber ich denke dann immer: weiterkämpfen! Es lohnt sich!
Sie beleuchtet das Thema „Altern & Vergänglichkeit & Verlust “ auch noch aus anderen Richtungen, z.B. wie einen die anderen Menschen wahrnehmen und charakterisieren, was nicht immer mit der eigenen Selbstwahrnehmung übereinstimmt oder von den älteren Herren, die ihre Ehefrauen gegen jüngere Modelle austauschen etc. und dabei habe ich oft gedacht: Ja, stimmt genau.
An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir etwas mehr Selbstironie und Humor gewünscht, denn damit kann man auch sehr stilvoll altern, oder?

Mein Fazit:
„Die Kunst, stilvoll älter zu werden“ hat mich sehr gut unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht, wie ich selbst das Älter werden gestalten möchte. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich nicht dem Jugendwahn hingeben möchten.

Austen, Jane: Stolz und Vorurteil


Genre: Roman, historisch

Kurzbeschreibung:
„Stolz und Vorurteil“ erzählt von den Mühen der Familie Bennet, fünf Töchter standesgemäß unter die Haube zu bringen. Auf der Suche nach passenden Heiratskandidaten betreten die jungen Frauen einen knallharten Heiratsmarkt, der nicht nach Gefühlen, sondern nur nach wirtschaftlichem Wert fragt.

Meine Einschätzung:
Nachdem ich „Im Hause Longbourn“ fertig gelesen hatte, mußte ich zwangsläufig auch „Stolz und Vorurteil“ lesen. Das ging gar nicht anders :-). Und tatsächlich, die Dienstboten kommen eigentlich überhaupt nicht vor. Ziemlich versnobt, oder? ;-).
Trotzdem habe ich die Geschichte von Lizzy und Darcy wieder mit großem Vergnügen gelesen. Die Dialoge sind herrlich, die Sprache so elegant, die Geschichte so liebenswert – herrlich und auch nach 200 Jahren unterhaltsam.

Mein Fazit:
„Stolz und Vorurteil“ ist DER Liebesroman (Liro) und ich werde ihn sicher noch häufiger lesen oder in den Verfilmungen bestaunen. Ein absoluter Klassiker, der für mich seinen Reiz nicht verlieren wird.

Baker, Jo: Im Hause Longbourn


Genre: Roman, historisch

Kurzbeschreibung:
Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens Stolz und Vorurteil. Doch keiner weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah mit Wäsche und Töpfen ab, immer noch hoffend, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Butlers James ein Zeichen? Während Elizabeth und Mr. Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt in Longbourn noch ein anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein großes Geheimnis.

Meine Einschätzung:
Was für ein netter historische Roman mit Jane Austen Bezug :-). Ich habe mit großem Vergnügen gelesen, wie die Autorin das Leben einfacher Hausangestellter schildert, denn das kommt doch in den meisten historischen Romanen viel zu kurz. Was Köchinnen, Dienstmädchen, Butler und Hausdiener leisten mußten ohne dafür großen Dank zu ernten, ist schon eindrucksvoll. Verdoppelt hat sich das Lesevergnügen dadurch, dass die Autorin nicht irgendeinen Haushalt schildert, sondern den Haushalt der Familie Benett aus „Stolz und Voruteil“.
Die Hauptfigur Sarah war mir zwar nicht zu 100 % sympathisch, weil sie so voller Vorurteile steckt, aber sie nimmt eine interessante Entwicklung und auch alle anderen Figuren sind interessant und liebenswert.
Der Roman liest sich ganz flüssig, wenn ihm auch die Eleganz einer Jane Austen fehlt :-).

Mein Fazit:

Netter historischer Roman.

Heliosphere 2265 – Getrennte Wege (8)


Genre: Hörspiel, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Heliosphere 2265 – Das dunkle Fragment
Teil 2: Heliosphere 2265 – Zwischen den Welten
Teil 3: Heliosphere 2265 – Enthüllungen
Teil 4: Heliosphere 2265 – Das Gesicht des Verrats
Teil 5: Heliosphere 2265 – Im Zentrum der Gewalt
Teil 6: Heliosphere 2265 – Die Bürde des Captains
Teil 7: Heliosphere 2265 – Die Opfer der Entscheidung
Teil 8: Heliosphere 2265 – Getrennte Wege

Kurzbeschreibung:
Die Menschheit im Jahre 2265 – Der Kampf um die Zukunft beginnt zwischen den Sternen
Die HYPERION halb zerstört, die Mannschaft zu Verrätern erklärt und gejagt den perfiden Plänen von Björn Sjöberg hat Captain Cross eine Waffe entgegenzusetzen: das Vertrauen der Mannschaft untereinander. Als unerwartet Rettung eintrifft, senden die neuen Verbündeten zwei Teams auf unterschiedliche Missionen: das eine soll ein Gegenmittel für den Killchip der Executive Controller stehlen, das andere auf der Station NOVA einen Verräter für die gute Sache gewinnen. Dass es nicht so klappt wie geplant, steht schon fast in der Missionsbeschreibung. Und so ist Improvisation gefragt …

Meine Einschätzung:
Bei Mike Shepherds „Kris Longknife-Serie“ habe ich rumgemeckert, weil der militärische Anteil der Geschichte fast 100 % beträgt und im Grunde ist das bei Heliosphere 2265 auch so, aber hier sind die Protagonisten viel interessanter und glaubwürdiger. Außerdem gibt es künstliche Intelligenzen, fortschrittliche Techniken, überraschende Wendungen und jede Menge Action und Spannung.
Was die Umsetzung als Hörspiel betrifft, wiederhole ich mich gerne:
Es stimmt wieder alles: die Sprecher, der Sound, die Effekte, die Musik – alles sehr professionell und macht Lust auf mehr :-).

Mein Fazit:
Sci-Fi-Kino für die Ohren! Grandios!

Meyer, Kai: Die Seiten der Welt – Blutbuch (3)


Genre: Urban Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Seiten der Welt
Teil 2: Die Seiten der Welt – Nachtland
Teil 3: Die Seiten der Welt – Blutbuch

Kurzbeschreibung:
Das Sanktuarium ist untergegangen, aber schon wird die bibliomantische Welt von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Vernichtung der Welt aufhalten kann und dass sie dafür einen sehr hohen Preis zahlen muss. Doch ist sie dazu bereit?

Meine Einschätzung:
Ganz ehrlich??? Ich habe die Sache mit den Ideen und Furias Rolle nicht ganz verstanden und der letzte Band ist mir persönlich auch zu düster geraten.
In Erinnerung werden mir aber auf jeden Fall einige grandiose Ideen des Autors bleiben, wie die Origamis in den Bibliotheken oder Ypsilonzett, das Schnabelbuch oder der sprechende Sessel nebst sprechender Leselampe.

Mein Fazit:
Kai Meyer ist ein fantastischer, deutscher Fantasy-Autor mit opulenten Ideen und spannenden, unvorhersehbaren Geschichten, der seinesgleichen sucht.

Thiemeyer, Thomas: Evolution – Der Turm der Gefangenen (2)


Genre: Sci-Fi, Jugendbuch, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – (noch nicht erschienen)


Kurzbeschreibung:

Mit letzten Kräften erreichen Lucie und ihre Freunde die Stadt der Überlebenden. Während Jem vor den Toren gegen angreifende Tiere kämpft, hofft Lucie im Inneren endlich Antworten zu finden. Doch im Schatten der Türme scheint das Mittelalter wieder auf gelebt zu sein: Wissenschaft gilt als schwarze Magie, Fragenstellen ist streng verboten. Als die Jugendlichen aus verbotenen Büchern erfahren, dass sie nicht die ersten Zeitreisenden sind, entlädt sich der Zorn des Burgherrn. Den Freunden bleibt nur die Flucht. Ihr Ziel: der einzige Ort, der noch Hoffnung verspricht die Oase der Zeitspringer. Aber der Weg dorthin führt sie durch gefährliche Sümpfe, mitten ins Land der Squids.

Meine Einschätzung:
Auch der zweite Teil dieser dystopischen Jugendbuchserie hat mir sehr gut gefallen und für ihn gilt meine Einschätzung des ersten Bandes genauso :-), ich wiederhole mich also nicht.

Mein Fazit:
Thiemeyers dystopische Jugendbuchserie ist keine Neuerfindung des Genre, aber unterhaltsam und spannend.

Shepherd, Mike: Kris Longnife – Die Rebellin (1)


Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Rebellin
Teil 2: Unter Quarantäne
Teil 3: Die Invasion
Teil 4: Das Kommando

Kurzbeschreibung:
Kris Longknife ist in die Navy eingetreten, um aus dem Schatten ihrer mächtigen Familie zu treten. Ihre ersten Missionen sind nicht besonders aufregend. Obwohl sie alles tut, um einen guten Ensign abzugeben, hält eine Eigenschaft sie davon ab: ihre Neigung, vorzupreschen und Fakten zu schaffen, ganz gleich, wie gefährlich das sein mag. Eines Tages findet sie heraus, dass die ranghöchsten Offiziere ihres Schiffs in eine Verschwörung verstrickt sind. Ihr bleibt nur eine Möglichkeit: Sie muss die Besatzung auf ihre Seite ziehen und eine Meuterei anzetteln …

Meine Einschätzung:

Ne, ne, ne. Prinzipiell hätte diese Serie um eine junge Offizierin in der Raumflotte ihres Heimatplaneten mir gefallen können, aber ich habe zu viele Kritikpunkte, um der Serie eine weitere Chance zu geben.
1. Obwohl die Geschichte ja eindeutig in der Zukunft spielt, muten die Gesellschaftsordnung und auch die militärischen Strukturen antiquiert an. Schottische Highland-Regimente, die uralte Traditionen plus Dudelsäcke auf andere Planeten mitschleppen? Seltsam altmodische Frauenbilder – siehe die Präsidentengattin? etc. Ne, da erwarte ich von einem Sci-Fi-Autoren aber mehr!
2. Ich habe ja gegen starke Frauenfiguren nichts einzuwenden, aber hier übertreibt der Autor dann doch. Ein junges Mädels ohne jegliche Erfahrung führt die Truppe mehrmals erfolgreich in die Schlacht und wenn mal alles nix hilft, dann gründet sie eine Hilfsorganisation mit ihrem Geld??? *kopfschüttel* Unglaubwürdig.
3. Ich habe von Physik nahezu keine Ahnung und wenn man mir seine Ideen halbwegs glaubhaft erklärt, dann rechne ich sicher nicht nach, ob das wirklich funktionieren kann, aber der Autor macht in diesem Buch seltsame Sachen mit Raumschiffen und Geschwindigkeit und Menschen und bei mir entstand der Eindruck, dass das alles so nicht hinhauen kann. Und von innovativer neuartiger Technik, die sowieso keiner nachrechnen könnte, ist hier nix zu lesen …
4. Thema Militär: auch vom Militär und dessen Strukturen habe ich keinerlei Ahnung, weil in unserer Familie noch nie jemand damit zu tun hatte, aber ich kann mich auch auf Details einlassen, wenn mich die Geschichte und die Charaktere ansonsten fesseln, aber in dieser Geschichte nimmt das Militär und seine Regeln und Strukturen einen zu großen Teil der Gesamtgeschichte ein und andere Teile, die mich viel mehr interessiert hätten, werden vom Autor nur angeschnitten.

Mein Fazit:
Dieser seltsam antiquiert erscheinende military-Sci-Fi-Roman-Serienauftakt hat mich nicht überzeugt und darf das Haus der Frau Leseratte gerne wieder verlassen.

Bogdan, Isabel: Der Pfau


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Ein verrückter Pfau auf einem schottischen Landgut, eine Gruppe gestresster Manager beim Teambuilding, eine junge Psychologin mit viel Ambition und wenig Erfahrung und Lord und Lady McIntosh, die das alles unter einen Hut bringen müssen …
Isabel Bogdan erzählt in ihrem ersten Roman auf feine englische Art von einem Wochenende, das ganz anders läuft als geplant: Chefbankerin Liz und ihre Abteilung wollen in der ländlichen Abgeschiedenheit ihre Zusammenarbeit verbessern, werden aber durch das spartanische Ambiente und einen verrückt gewordenen Pfau aus dem Konzept gebracht. Die pragmatische Problemlösung durch Lord McIntosh setzt ein urkomisches Geschehen in Gang, welches am Ende keiner der Beteiligten mehr durchschaut, das aber alle an ihre Grenzen führt.
Christoph Maria Herbst ist der wohl erfolgreichste deutschen Hörbuchsprecher überhaupt. Wer schon mal mit ihm am Ohr gelacht, geheult und gestaunt hat, weiß warum. Er ist eine Traumbesetzung für diesen herrlich unterhaltsamen Roman.


Meine Einschätzung:

Ja, in Bezug auf den Sprecher kann ich der Kurzbeschreibung aus vollem Herzen zustimmen! Herr Herbst liest diese Geschichte absolut genial vor. Ganz, ganz großartig.
Aber auch die Geschichte ist witzig, herrlich unaufgeregt, die Figuren so schön normal und ihr Verhalten so menschlich. Vielleicht findet der ein oder andere deshalb den Roman langweilig, aber mir hat das richtig gut gefallen und ich werde nie wieder einen Pfau sehen können, ohne herzlich loszulachen.
Der Humor der Autorin trifft genau meinen Geschmack und außerdem war sie mir eh schon sympathisch mit ihren Vorschlägen „Sachen machen“.

Mein Fazit:
Dieser Hörbuchtipp, den ich von einer lieben Freundin bekam, war ein absoluter Volltreffer und wird sicher auf der Hitliste 2017 landen.

Koppelmann, Viviane & Leonhard:: Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Die Spur des Teufels (3)


Genre: Hörspiel


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Neues aus der Baker Street – Das Rätsel von Musgrave Abbey
Teil 2: Neues aus der Baker Street – Ein Fluch in Rosarot
Teil 3: Neues aus der Baker Street – Die Spur des Teufels
Teil 4: Neues aus der Baker Street – Der Somerset Fall
Teil 5: Neues aus der Baker Street – Der letzte Tanz

Kurzbeschreibung:
Es wird wieder laut, rasant und äußerst knifflig: Nach dem fulminanten Auftakt der Serie lösen Sherlock & Watson einen neuen Fall im modernen London.
In Fall 3 bricht ein Mann auf den Stufen der Baker Street 221b zusammen. Völlig verstört presst er ein paar Worte hervor: „Nogid’yavola!“ Was hat das zu bedeuten? Sherlock & Watson werden in einen Strudel außenpolitischer Verwicklungen hineingezogen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Der Informationskrieg der Geheimdienste eskaliert und Sherlock muss eine folgenschwere Entscheidung treffen. Das Spiel wird bitterer Ernst.

Meine Einschätzung:
Spannende Geschichte, großartige Umsetzung in ein modernes Hörspiel – supercool. Mehr brauch ich gar nicht schreiben.

Mein Fazit:
Bestes Kino für die Ohren!!! Großartig!

Simon, Lars: Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen(1)


Genre: Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Der Beginn einer fantastischen Reise … Göteborg. Im Leben des erfolgreichen jungen Unternehmensberaters Lennart Malmkvist geschehen sonderbare Dinge. Ein Leierkastenmann in rotem Frack und zerbeultem Zylinder verfolgt ihn nicht nur am helllichten Tag, sondern bis in seine Träume, er verliert kurzzeitig die Sprache, was ihm die fristlose Kündigung einbringt, und schließlich vermacht ihm sein skurriler Nachbar, der alte Buri Bolmen, auch noch seinen Zauber- und Scherzartikel laden – inklusive übellaunigem Mops. Alles ziemlich seltsam, bis es noch seltsamer wird. Mops Bölthorn beginnt während eines Gewitters zu sprechen: Lennart sei der Auserwählte. Er müsse sein magisches Erbe annehmen und außerdem den Mord an Buri aufklären. Mord? Magisches Erbe? Ein Hund, der spricht? Lennart sieht sich bereits auf der Couch eines Therapeuten … Doch am Ende behält Bölthorn recht, und es geht um weitaus mehr als schlichte Magie.

Meine Einschätzung:
Ich mag solche schrägen Urban-Fantasy-Geschichten wirklich gerne. Normalo, in diesem Fall Lennart Malmkvist, wird ohne eigenes Verschulden plötzlich mit unheimlichen Wesen konfrontiert und muß sich der Tatsache stellen, dass es Magie und Zauberwesen gibt und dass „natürlich“ die Weltordnung in Gefahr ist.
Die Geschichte ist witzig, nicht ungebührlich brutal und blutig ;-), sie hält einige Überraschungen bereit, nette Charaktere bevölkern die Geschichte und obendrauf gibt es noch ein wenig schwedische Lässigkeit. 🙂
Mir hat das gefallen.
Leider muß ich an dieser Stelle wieder feststellen, dass ich gekürzte Hörbücher nicht leiden mag. Irgendwie habe ich ja gehofft, ich würde die Kürzungen gar nicht bemerken, aber doch!!! Immer wieder bin ich über die Kürzungen gestolpert und dachte: Hä??? Da fehlt doch irgendwas. Notiz an mich: KEINE GEKÜRZTEN HÖRBÜCHER KAUFEN!!!
Aber Dietmar Wunder darf mir den nächsten Teil sehr gerne in der gesamten Länge vorlesen :-), denn das macht Mr. Bond wirklich zu gut 😉

Mein Fazit:
Witzig-schräge Urban-Fantasy-Geschichte aus Schweden.

Kaléko, Mascha: Feine Pflänzchen


Genre: Lyrik, Gedichtband

Kurzbeschreibung:
Durch die Blume gesagt – Mascha Kalékos Pflanzenreime neu illustriert.

Meine Einschätzung:
Mich berühren die Gedichte von Mascha Kaléko sehr und sie treffen oft meine Stimmung oder formulieren Gedanken, die mir auch schon durch den Kopf gegangen sind.
Dieses kleine Gedichtbändchen versammelt die Pflanzengedichte der Dichterin, das bescheidene Veilchen, das Immergrün oder auch das Stiefmütterchen werden von ihr liebevoll, witzig in wenigen Zeilen stilisiert. Wunderschön illustriert wurden die Gedichte von Eva Schöffmann-Davidov. Schade nur, dass die Zeichungen so winzig sind. Ein größeres Format für diesen Band hätte mir besser gefallen.

Mein Fazit:
Ein wunderschönes Geschenkbuch für Gartenfreundinnen und Mascha Kaléko Fans.

Austen, Jane: Lady Susan


Genre: Liro, historisch

Kurzbeschreibung:
Die attraktive Lady Susan sorgt für Aufregung in der Gesellschaft: Frisch verwitwet, weiß sie ihre Reize nur zu gut einzusetzen und kokettiert bereits wieder mit ihren Verehrern. Gerüchte über angebliche Affären machen die Runde. Um den Gerede zu entgehen zieht sie sich auf das Anwesen ihres Bruders zurück. Dort kann sie ihren Plan in Ruhe weiterverfolgen: einen neuen wohlhabenden Ehemann zu finden. Objekt ihrer Begierde ist der adrette Reginald DeCourcy, der jüngere Bruder ihrer Schwägerin. Es werden fleißig Intrigen gesponnen, um unliebsame Konkurrentinnen aus dem Feld zu schlagen. Doch als eines Tages ihre Tochter Frederica auftaucht, geraten Lady Susans Pläne in Gefahr. Hatte sie für die Tochter doch den reichen, recht einfältigen Sir James Martin auserwählt, was der allerdings überhaupt nicht passt …
Lady Susan war Jane Austens erster Roman; er wurde erst posthum veröffentlicht. Nicht minder amüsant, doch viel scharfzüngiger als in ihren großen Romanen erzählt die beliebte Autorin von amourösen und gesellschaftlichen Verwicklungen.

Meine Einschätzung:
Nach diesem düsteren, brutalen Horror-Zombie-Kram konnte mich nur Jane Austen aus einer beginnenden Leseflaute retten :-). Dieser witzige, spitzzüngige Briefroman mit einer biestigen Lady in der Hauptrolle ist wirklich herrlich unterhaltsam und ich freue mich schon auf den Film, wenn er endlich als DVD erscheint.

Mein Fazit:
Jane Austens Geschichten sind auch nach 200!!! Jahren noch unterhaltsam und lehrreich und ich mag Briefromane sehr.

Illger, Daniel: Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts (1)


Genre: Fantasy, Horror

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts
Teil 2: Skargat – Das Gesetz der Schatten
Teil 3: ???

Kurzbeschreibung:
Schatten über Ahekrien. Die Gespensterhorde des Schwarzen Jägers reitet durch die Nacht. Das Böse erwacht, und in dem skrupellosen Rudrick hat es einen Handlanger gefunden. Es bedroht nicht nur das Dorf, in dem die Freunde Mykar und Cay aufwachsen, sondern das ganze Land.
In einem abgelegenen Dorf lebt der Außenseiter Mykar. Vom eigenen Vater und allen Bewohnern verachtet, hat er nur einen Freund: Cay, den Sohn des Dorfpriesters. Als eine Reihe grauenvoller Verbrechen geschieht, machen die verzweifelten Bauern Mykar zum Sündenbock. Sie knüppeln ihn nieder und verscharren ihn im Wald – alle halten ihn für tot. Als Jahre später Cay des Mordes an einem Adligen beschuldigt wird, ist für Mykar die Zeit gekommen zurückzukehren. Verbündete findet er in dem versoffenen Adligen Justinius, dessen verrückter Magd Scara und einer geheimnisvollen Schönen. Keiner von ihnen ahnt, dass viel mehr auf dem Spiel steht als Cays Leben.

Meine Einschätzung:

Krasser könnte mein Genre-Wechsel wohl kaum sein, oder??? Eben noch einen harmlosen Liro gelesen und dann mit Untoten durch die Nacht ziehen. Tztztztztzt.
Aber Spaß beiseite. Ich hatte mir von diesem Fantasy-Roman-Erstling relativ viel versprochen, weil der Verlag Klett-Cotta ein Garant für gute Fantasy-Veröffentlichungen ist. Allerdings habe ich diesen ersten Teil einer Serie (wieviel Teile es geben wird??? Konnte ich nicht rausfinden …) mit gemischten Gefühlen zugeschlagen.
1. Für meinen persönlichen Geschmack handelt es sich eher um einen Horror-Roman und weniger um Fantasy. Da tummeln sich jede Menge ekeliger Zombies, die ja nun garnicht mein Fall sind und andere Wesen in den unterschiedlichsten Verwesungsstufen in der Szenerie. Blut, verwesende Leichenteile, Leichenfresser und einige gruselig-ekelige Szenen – horrorlastig … und nicht unbedingt mein Geschmack (klingt jetzt seltsam – grins).
2. Die Geschichte wird aus der Sicht dreier Figuren erzählt, von denen der junge Adlige ein unflätiger, ordinärer, hormongesteuerter Typ ist, den ich absolut nicht ausstehen konnte. Blöd.
3. Durch diese Erzählweise und das Fehlen eines übergeordneten Erzählers, der dem Leser die Welt und ihre Regeln erklärt, hatte ich ständig das Gefühl: Jetzt kapier ich garnix mehr … Grundlegenden Informationen gibt der Autor nur häppchenweise heraus. Das mag der ein oder andere reizvoll finden, mich hat das irritiert, zumal der Autor bezüglich der paranormalen Figuren aus dem Vollen schöpft, die Wilde Jagd, Geister, Dämonen, Weiße und Schwarze Hexen, Wiedergänger, Zombies, etc.
4. Ich fand den Erzähl- und Schreibstil gewöhnungsbedürftig, etwas holprig, schnoddrig und besonders die Sprache des Adligen erinnerte mich eher an verzogene Straßenjungs in Frankfurt. Das fand ich unpassend.
Es gab aber durchaus auch interessante Ansätze und verrückte Ideen, die mich bewogen haben, das Buch fertig zu lesen. Ich wüßte auch gerne, was es mit der Magd und Vanice nun auf sich hat. Aber ich glaube nicht, dass ich die anderen Teile lesen werden …
Wahrscheinlich bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe für diese Art Horror-Fantasy-Geschichte. Werde es meinem Neffen unterjubeln. Vielleicht ist das eher was für junge Kerle und nicht für ältere Damen *gacker*.

Mein Fazit:
Zu viele Zombies und Leichenfresser und ein schnoddriger Erzählton – ne, das ist nix für mich.

Hülsmann, Petra: Glück ist, wenn man trotzdem liebt


Genre: Liro, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Es gibt Dinge, die Isabelle absolut heilig sind: ihre Daily Soap. Ihre Arbeit in einem schönen Blumenladen. Und das tägliche Mittagessen im Restaurant gegenüber. Überraschungen in ihrem geregelten Leben kann sie gar nicht leiden. Doch dann wird „ihr“ Restaurant von dem ambitionierten Koch Jens übernommen – und der weigert sich nicht nur, ihr Lieblingsgericht zuzubereiten, sondern sorgt auch sonst für Chaos in Isabelles wohlgeordneter Welt. Während sie alles wieder in ruhige Bahnen zu lenken versucht, ahnt sie aber schon bald, dass es vielleicht gerade die Überraschungen sind, die ihr Leben reicher machen …

Meine Einschätzung:
Die Frau Leseratteffm weiß es ja eigentlich, zeitgenössische Liros langweilen mich in aller Regel, aber da mir der Roman überall über den Weg gelaufen ist und die Besprechungen alle sooo positiv waren und weil ich ja auch mal was anderes ausprobieren möchte, habe ich Isabelle, die Floristin und Jens, den Koch durch eine durch und durch durchsichtige (ganz schön viele durchs ;-)) Geschichte begleitet.
Die Geschichte ist ganz nett geschrieben, die Hauptfiguren bieten Identifikationspotential, ein paar schrullige Nebenfiguren bereichern das Roman-Personal, ein wenig Hamburger Flair, ein sehr hübsches Cover und natürlich ein Happy-End. Nette Unterhaltung, aber nicht für mich.

Mein Fazit:

Es liegt an mir und meinen seltsamen Vorlieben für abgefahrene Settings im All oder auf fantastischen Welten, aber zeitgenössische Liros langweilen mich einfach …

Ransmayr, Christoph: Cox – oder der Lauf der Zeit


Genre: Roman, historisch

Kurzbeschreibung:
Nur das Erzählen kann über die Zeit triumphieren.
Der mächtigste Mann der Welt und Kaiser von China, Qiánlóng, lädt den englischen Uhrmacher Alister Cox mit dem Auftrag an seinen Hof, Uhren zu bauen, an denen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Zeiten des Glücks, der Kindheit, der Liebe, von Krankheit und Sterben abzulesen sind. Schließlich verlangt der Kaiser, der gemäß einem seiner zahllosen Titel auch »Herr über die Zeit« ist, eine Uhr zur Messung der Ewigkeit. Cox weiß, dass er diesen Auftrag nicht erfüllen kann, aber verweigert er sich dem Willen des Herrschers, droht ihm der Tod. Also macht er sich an die Arbeit.

Meine Einschätzung:
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Geduld gehabt hätte, diesen sprachgewaltigen, historischen Roman in Buchform zu lesen, denn meiner Meinung nach ergeht sich der Autor in sehr, sehr detaillierten Beschreibungen und philosophischen Betrachtungen der Zeit und der Vergänglichkeit. Das muß man mögen und zu schätzen wissen, sonst dürfte sich der Leser doch recht schnell langweilen, denn es mangelt der Geschichte eindeutig an Handlung.
Dafür erhält man tiefe Einblicke in das Uhrmacher- und Automatenbauer-Handwerk und in die gesellschaftlichen Strukturen des chinesischen Kaiserhofes. Besonders diesen letzten Aspekt fand ich interessant, denn ich habe noch nicht viele Bücher über das historische China gelesen.
Der Autor liest sein Werk selbst und in einer ganz eigenen Art und Weise. Mir hat seine Lesung gefallen, weil ich seine österreichische Sprachfärbung mag und weil ich immer den Eindruck hatte, er genießt seine wunderschöne Sprache beim Vorlesen ganz besonders.

Mein Fazit:

Ein tiefsinniger, sprachlich herausragender Roman über einen Uhrmachermeister und einen Kaiser von China, die ihr philosophisches Interesse an der Zeit verbindet.

Lacombe, Benjamin: Undine


Genre: Bilderbuch, Märchen

Kurzbeschreibung:
Eine romantische Liebesgeschichte voller Dramatik! Betörend schöne und gefährliche Wassernixen bilden seit jeher den Stoff für romantische Geschichten voller Abenteuerlust gepaart mit der Bereitschaft zur Treue bis in den Tod. Benjamin Lacombe hat die alte Undine-Sage nachgedichtet und in dramatischen Bildern voller Leidenschaft eingefangen. Der junge Ritter Hans von Ringstetten findet in einer Fischerhütte in einem verwunschenen Wald Zuflucht und verliebt sich in die geheimnisvolle Pflegetochter der Fischersleute, Undine. Sie und er werden ein Paar, und bald reitet Hans mit seiner Undine stolz in die Reichsstadt ein, wo die Herzogstochter Ursula auf ihn gewartet hat. Ursula schmeichelt sich bei dem glücklichen Brautpaar ein, und als sie herausfindet, dass Undine eigentlich ein Wassergeist ist, hat sie auch schon einen Plan, wie sie den schönen Hans wieder für sich gewinnen wird … Lacombe greift fur sein Undine-Märchen auf die von Friedrich de la Motte Fouqué nach mittelalterlichen Motiven gedichtete Undine zurück. Auf den Bestseller von 1811 folgten unter anderem eine Oper von E.T.A. Hoffmann, eine weitere von Lortzing und ein Stück von Giraudoux, und natürlich ist auch Andersens beliebte Kleine Seejungfrau eine Variation des Undine-Stoffs. So souverän, wie Lacombe sich den alten Stoff aneignet, so stilsicher verwandelt er auch einige weltberuhmte Gemälde des 19. Jahrhunderts.

Meine Einschätzung:
Schon lange war ich auf der Suche nach diesem Lacombe-Werk und nun bin ich endlich bei rebuy fündig geworden und durfte mich an den wunderschönen, düsteren Bildern von Lacombe erfreuen, mit denen er das Märchen von Undine nacherzählt.
Grandios! Wunderschön! Bezaubernd!

Mein Fazit:
Wer Lacombes Bildersprache mag, der wird auch „Undine“ lieben!

Meyer, Kai: Die Seiten der Welt – Nachtland (2)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Seiten der Welt
Teil 2: Die Seiten der Welt – Nachtland
Teil 3: Die Seiten der Welt – Blutbuch

Meine Einschätzung:
Mit Teil 2 der Serie habe ich mich anfangs etwas schwer getan, was sicher auch daran lag, dass ich Teil 1 vor 2 Jahren gelesen habe und erst mal wieder den Einstieg in diese komplexe Welt der Bibliomantik finden mußte.
Aber als das geschafft war, habe ich mich Kai Meyer und seinen abgefahrenen Ideen hingegeben :-).
Bücher, die süchtig machen, wenn man nur eine Zeile gelesen hat.
Wesen, die tagsüber zu Bäumen werden und sich des Nachts in Menschen verwandeln – nicht zu verwechseln mit Dryaden 😉
Ein Südstaatenliebesromanheld als Leibwächter.

Allerdings ist die Geschichte dermaßen komplex angelegt, dass ich ein wenig den Überblick verloren habe, denn die bibliomantische Welt ist in großer Gefahr und es gibt mehrere mögliche Verursacher – sehr undurchsichtig.
Man kann sich als Leser auch nicht gemütlich zurücklehnen und seine Lieblingsfiguren entspannt durch Abenteuer begleiten, denn ehe man sichs versieht, sind sie tot. Endgültig …
Ich brauche jetzt erst mal eine ganz kurze Erholungspause, aber dann schnappe ich mir den Abschlußband sofort.

Mein Fazit:
Kai Meyer ist ein fantastischer, deutscher Fantasy-Autor mit opulenten Ideen und spannenden, unvorhersehbaren Geschichten, der seinesgleichen sucht.

Brandt, Matthias: Raumpatrouille


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Die Geschichten in Matthias Brandts erstem Buch sind literarische Reisen in einen Kosmos, den jeder kennt, der aber hier mit einem ganz besonderen Blick untersucht wird: der Kosmos der eigenen Kindheit. In diesem Fall einer Kindheit in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts in einer kleinen Stadt am Rhein, die damals Bundeshauptstadt war. Einer Kindheit, die bevölkert ist von einem manchmal bissigen Hund namens Gabor, von Herrn Vianden, dem mysteriösen Postboten, verschreckten Nonnen, kriegsbeschädigten Religionslehrern, einem netten Herrn Lübke von nebenan, bei dem es Kakao gibt und dem langsam die Worte ausgehen. Es gibt einen kauzigen Arbeitskollegen des Vaters, Herrn Wehner, einen Hausmeister und sogar einen Chauffeur, da der Vater gerade Bundeskanzler ist.

Meine Einschätzung:
Ich frage mich wirklich, warum dieses Büchlein in den Bestsellerlisten erscheint. Wie der Kurzbeschreibung zu entnehmen ist, reiht der Autor diverse Szenen seiner Kindheit bzw. Kindheitserinnerungen aneinander. Und das war es dann auch.
Seine vermeintlich (kann man das als Erwachsener überhaupt nachvollziehen?) kindliche Sicht auf das Leben ist egozentrisch, recht banal und stellenweise richtig langweilig und zeigt, dass er ein einsames, unglückliches Kind gewesen sein muß.
Um zu erfahren, dass Brandts Vater in seiner politisch aktivsten Zeit nur wenig bis gar keine Zeit mit seinem Sohn verbrachte, hätte ich kein Buch gebraucht. Das war mir schon vorher klar, aber ich hätte mir eine tiefere Einsicht in das Familienleben oder eben Nicht-Familien-Leben gewünscht.
Wenn seine Schilderungen wenigstens ein kleines bisschen witzig oder selbstironisch wären, dann hätte ich vielleicht darüber schmunzeln können und gedacht: ja, genauso war das damals …, aber so???
Ich denke, ich habe das Anliegen des Buches einfach nicht so recht verstanden.

Mein Fazit:
Kindheitserinnerungen eines Mannes – finde nur ich das unaufregend?

McEwan, Ian: Nussschale


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Eine klassische Konstellation: der Vater, die Mutter und der Liebhaber. Und das Kind, vor dessen Augen sich das Drama entfaltet. Aber so, wie Ian McEwan sie erzählt, hat man diese elementare Geschichte noch nie gehört. Verblüffend, verstörend, fesselnd, philosophisch – eine literarische Tour de force von einem der größten Erzähler englischer Sprache.

Meine Einschätzung:
Mein zweiter Roman des Autors und er hat mir leider überhaupt nicht gefallen!
Wie schon in „Honig“ versteht es der Autor wirklich herausragend gut, Gefühle, Menschen und Situationen zu beschreiben. Stilistisch ist er sicher ein ganz besonderer Autor.
Aber was er da schreibt!!! Der Ich-Erzähler ist ein ungeborenes Kind im Bauch seiner Mutter. Er beobachtet, kommentiert und analysiert das Verhalten seiner Mutter, die in einem vollkommen verwahrlosten Haus lebt, das ihrem Ehemann gehört, den sie vor die Tür gesetzt hat. Sie bekommt regelmäßig Besuch von ihrem Liebhaber und die Beschreibung der Sex-Szenen aus der Sicht des Ungeborenen waren absolut verstörend und gräßlich. *grusel*
Interessant wurde die Geschichte an der Stelle, als das Kind mitbekommt, dass Mutter und Liebhaber den Mord am Vater planen. Wie das ausgeht? … Verrat ich nicht ;-).
Diese ungewöhnliche Erzählperspektive und die Erwachsene, fast schon zynische, fatalistische Stimme, die er dem Erzähler verleiht, sind absolut nicht mein Fall gewesen. Ich fühlte mich auch ständig an Irvings „Garp oder wie er die Welt sah“ erinnert und das mochte ich damals auch überhaupt nicht.

Mein Fazit:
Mir scheint, dass ich kein Ian McEwan-Fan werden werde, obwohl mir seine Sprache und sein Stil gut gefallen. Sollte ich vielleicht noch ein drittes Buch von ihm lesen und wenn ja – welches?

Huff, Tanya: Hotel Elysium – Die Chroniken der Hüter (1)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie „Chroniken der Hüter“
Teil 1: Hotel Elysium
Teil 2: Auf Teufel komm raus
Teil 3: Hüte sich wer kann

Kurzbeschreibung:

Austin ist ein schwarzweißer, alles andere als junger Kater. Aber nicht irgendeiner, sondern der einer Hüterin, ein sehr wortgewandtes Katzentier mit deutlichen Ansichten, die er stets gerne zum besten gibt. Wer wüßte schließlich besser als Austin, was das beste für Claire ist – und für den nicht ganz so wichtigen Rest des Universums?
Claire Hansen ist eine Hüterin, Mitglied einer kleinen, elitären Gruppe, die das Universum zusammenhält. Aber jetzt wird sie ins Hotel Elysium gerufen, eine heruntergekommene Pension, das die „außergewöhnlichste” Klientel anzulocken scheint. Über diesen neuen Einsatz ist Claire alles andere als glücklich …

Meine Einschätzung:
Ich habe ja nun schon 3 Romane der Autorin gelesen, die zugegebenermaßen sprachlich nicht immer überzeugen kann oder die Übersetzungen sind einfach etwas holprig geraten??? Trotzdem lese ich darüber hinweg, denn mir gefällt der Humor der Autorin ausgesprochen gut und obwohl ich viel Urban Fantasy schon gelesen habe, überrascht und unterhält sie mich.
Claire ist eine niedliche Hauptfigur, die ihre anstrengenden Hüterinnenprobleme so gut wie möglich löst und ihr Partner, der sprechende Kater Austin, ist herrlich verfressen und vorlaut.
Sehr witzig sind die Auftritte der paranormalen Hotelgäste und dass zu Halloween nicht nur verkleidete Kinder an der Haustüre klingeln haben wir doch alle gewußt, oder????
Ein klein wenig hat mich die Geschichte an trashige, amerikanische Horrorfilme erinnert, aber die Autorin bekommt immer noch rechtzeitig die Kurve ;-).
Die anderen beiden Bände werde ich sicher auch noch lesen, wenn ich in der entsprechenden Stimmung bin.

Mein Fazit:

Mal was anderes – ein bisschen schräg, eine kleine Prise Horrorgenre, leicht ironisch und voller wilder Einfälle

Robb, J.D.: In den Armen der Nacht (20)


Gerne: Krimi, Thriller, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Mitten in der Nacht trifft bei der New Yorker Polizei der ängstliche Notruf eines kleinen Mädchens ein. Eve Dallas macht sich sofort auf den Weg, doch sie kommt zu spät: Die ganze Familie Swisher ist tot, und anscheinend waren hochprofessionelle Killer am Werk, die keine Spuren hinterlassen haben. Nur ein Familienmitglied – die neunjährige Nixie – entging dem Blutbad. Als Eve das zitternde Mädchen erblickt, ist es um sie geschehen. Um jeden Preis will sie das Kind schützen, denn Nixie schwebt als einzige Augenzeugin in höchster Gefahr …

Meine Einschätzung:
Weil ich gerade so schön in Schwung bin, habe ich mir gleich noch Band 20 dieser Serie geschnappt, die hier für eventuelle Leseflauten immer in mehreren Exemplaren herumliegen ;-).
Dieser Fall, nämlich der brutale Mord an einer ganzen Familie, hat mich und Dallas ganz schön mitgenommen. Die Brutalität der Mörder und das Leid des kleinen Mädchens mußte ich wirklich auf Abstand halten und das geht in diesem Sci-Fi-Setting ganz gut. Eve und ihr Team ermitteln gewohnt effizient und clever, Eve schrottet fast ihren nagelneuen Dienstwagen und die Täter sind nahezu unsichtbar. Sehr spannend!
Nachdem ich jetzt auch alle 20 Rezi neu verlinkt habe, ist mir aufgefallen, dass Blanvalet es tatsächlich geschafft hat, über 16 Jahre lang das Design der Cover für diese Serie beizubehalten. Das finde ich richtig gut und ich frage mich, warum das bei anderen Serie nicht so durchgezogen werden kann.

Mein Fazit:
Theoretisch kann man die Krimis auch einzeln lesen, aber es bereitet mehr Vergnügen, wenn man die Entwicklungen der einzelnen Figuren mitverfolgen kann.

Robb, J.D.: Tanz mit dem Tod (19)


Genre: Thriller, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Eine junge Frau wird im Central Park ermordet. Ein schockierender Anblick – auch für die erfahrene Polizistin Eve Dallas. Denn der Mörder hat seinem Opfer die Augen entfernt. Und es werden noch mehr Leichen mit diesem makabren Zeichen entdeckt. Eve Dallas steht vor einem Rätsel, bis ausgerechnet eine Hellseherin Hinweise liefert. Mithilfe ihres Ehemanns Roarke kommt Eve dem Psychopathen auf die Spur und entdeckt dabei ein schreckliches Geheimnis aus ihrer Vergangenheit …

Meine Einschätzung:
Es gibt Zeiten in meinem Leseleben, da habe ich auf kein Buch so richtig Lust. Manche schiebe ich vor mir her, andere mag ich gerade nicht lesen und dann hat wieder mal Lieutenant Dallas ihren ruppigen Auftritt :-).
Ich mag sämtliche Hauptfiguren der Serie richtig gerne, Rourke macht Jamie Konkurrenz und hat eindeutig das Potential zum perfekten Helden, Peabody und Nash sind supersüß und Summersets Zusammenstöße mit Eve Dallas sind kultig.
Der Einstieg in die Serie fällt mir auch jedes Mal leicht, denn die Kriminalfälle sind in der Regel abgeschlossen und nach 18 Bänden kenne ich mich in Robbs zukünftigem New York auch hinreichend gut aus.
In dieser Folge jagt Dallas einen Frauen-Serien-Psycho-Killer, aber die Autorin macht das wie immer spannend, routiniert, mit kleinen Überraschungen und hält mich damit bei Leselaune.

Mein Fazit:
Obwohl Psycho-Serien-Killer-Krimis nicht gerade meine Lieblingslesekost darstellen, hat mich dieser Eve Dallas Krimi gut unterhalten.

B, Bela: Sartana – noch warm und schon Sand drauf


Genre: Hörspiel

Kurzbeschreibung:

Bela B hat aus seinen drei Leidenschaften Spaghetti-Western, Musik und Comics eine einzige gemacht und damit ein mitreißendes Hörspiel-Spektakel kreiert. Zusammen mit Sängerin Peta Devlin, Rainer Brandt und Stefan Kaminski bringt er den Kultfilm Sartana mit handgemachten Geräuschen zu Gehör und beweist, warum die schlechtesten Sprüche im Italo-Western einfach immer die besten sind ..

Meine Einschätzung:

Was habe ich gelacht :-)! Ich hatte einfach vergessen, wie lustig ich die dummen Sprüche in den sogenannten Spagetti-Western, z.B. mit Terence Hill und Bud Spencer, fand. Bela B hat mich wieder daran erinnert. Danke dafür. 🙂
Dieses Hörspiel läßt den geneigten Hörer an der Entstehung eines Hörspiels teilhaben. Immer wieder haben die Sprecherinnen und Sprecher etwas einzuwenden oder auszusetzten, bevor es wieder mit dem eigentlichen Hörspiel weiter geht. Das kenne ich schon aus diesem Hörspiel mit Bastian Pastewka , aber es mag für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig sein. Mich hat es nicht gestört.
Besonders gelungen fand ich die musikalischen Einlagen. Das hätten in meinen Ohren ruhig noch ein paar mehr sein können.

Mein Fazit:

Ein witziges, kurzes und kurzweiliges Hörspiel bei dem man die Begeisterung der Beteiligten hören kann und zurück in seine Jugend versetzt wird.

Gablé, Rebecca: Robin – Die Flucht (1)


Genre: historischer Roman, Hörspiel

Reihenfolge der Serie „Der König der purpurnen Stadt“
Teil 1: Robin – Die Flucht
Teil 2: Robin – Die Wende
Teil 3: Robin – Die Rückkehr

Kurzbeschreibung:

England im 14. Jahrhundert: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, hat der junge Robin alles verloren – auch den Anspruch auf sein Erbe und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft, die sie bis ins Erwachsenenalter begleiten wird.
Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt des Hofes von Edward III, von Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe – und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Wird es ihm gelingen, sich in dieser Welt zu etablieren?

Meine Einschätzung:
Oh ha. „Robin – Die Flucht“ ist definitiv auch „Kino für die Ohren“! Diese Hörspielfassung eines historischen Romans, die es exklusiv bei audible gibt, hat mir ausnehmend gut gefallen! Da stimmt einfach alles: die Sprecher sind durch die Bank großartig besetzt, die Geräusche sind absolut überzeugend gemacht, die eingespielte Musik passt zur Zeit und zur Geschichte und die Balance zwischen Erzähler und Dialogen ist wunderbar gelungen.
In meinen Ohren/Augen (Achtung: Wortspiel ;-)) kann man ein Hörspiel nicht besser produzieren!
Aber auch die Geschichte des jungen Mannes, dessen Vater angeblich Selbstmord begangen hat und der deshalb seiner adligen Privilegien beraubt wurde und sich als Stalljunge verdingt, konnte mich begeistern.
Die Autorin hat einen wunderbar atmosphärischen, im Mittelalter angesiedelten, spannenden Roman verfaßt, der Lesern des Genres alles bietet, was man sich wünscht: edle Ritter, rauflustige Trunkenbolde, ausbeuterische Adlige, heilkundige Hebammen, arme Bauersleute, Pestepidemien, Rittertuniere, wunderschöne Burgfräuleins ;-), …

Mein Fazit:
Absolut großartiges Hörspiel, das das Mittelalter in England wieder lebendig werden läßt.

Brandis, Mark: Raumkadett – Das Jupiterrisiko


Genre: Sci-Fi, Hörspiel

Reihenfolge der Serie Mark Brandis – Raumkadett:
Teil 1: Aufbruch zu den Sternen
Teil 2: Verloren im All
Teil 3: Tatort Astronautenschule
Teil 4: Hinter den Linien
Teil 5: Der Aladin-Schachzug
Teil 6: Woran Du glaubst
Teil 7: Laurin
Teil 8: Mondschatten
Teil 9: Endstation Pallas
Teil 10: Zwischen den Fronten
Teil 11: Das Jupiter-Risiko
Teil 12: Der Fall Rublew (erscheint im April)

Hier geht’s zum Mark Brandis Universum: klick

Kurzbeschreibung:
Vor den Abschlussprüfungen müssen die Kadetten der Astronautenschule Praxiserfahrung im Raumfahreralltag gewinnen. Mark Brandis, der davon träumt, später Alec Delaneys Erster Offizier zu sein, wird als Praktikant die nächste Reise des Forschungsschiffes ANAT begleiten. Unter Commander Brandt soll die ANAT die Atmosphäre des Planeten Jupiter erforschen. Doch als Brandt kurz vor dem Start verhaftet wird, ändert sich die Kommandostruktur: die ehrgeizige Patricia Simmons will um jeden Preis den Erfolg der Mission. Und Mark steht vor einer schweren Entscheidung …

Meine Einschätzung:
Wieder mal herrlich spannend und supergut gemacht.
Der junge Mark wird endlich auf eine „richtige“ Mission geschickt, aber schon vor dem Start zeichnet sich ab, dass die Reise kompliziert und wahrscheinlich nicht ungefährlich werden wird. Aber Mark bewahrt in einer schwierigen, lebensbedrohlichen Situation einen kühlen Kopf und trifft mutige Entscheidungen.
Ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne: Die Geschichte ist interessant und spannend und die Umsetzung ist genial. Sound, Musik, Stimmen, die Dialoge – alles zusammen ist Kino für die Ohren!

Mein Fazit:

Ein spannendes, perfektes Hörspielabenteuer in den Tiefen des Weltalls für junge und junggebliebene Hörer:-). Unbedingt in der richtigen Reihenfolge hören, ein Quereinstieg ist nicht zu empfehlen.

Meyer, Kai: Die Krone der Sterne


Genre: Sci-Fi

Kurzbeschreibung:

Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht.
Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.

Meine Einschätzung:

Uralte Raumschiffe, gebaut von einer längst untergegangenen Zivilisation, ein mysteriöser, brutaler Hexenorden, der über Psi-Kräfte und planetenzerstörende Maschinen verfügt, eine Gilde von Glaubensbrüdern, die einer obskuren Religion anhängen und nebenbei die Galaxie mit ihren geschäftlichen Machenschaften im Griff haben, eine junge Adlige, die ihrem Schicksal entfliehen will und von der gesamten Galaxis verfolgt wird, ein Söldner eines untergegangenen Ritterordens, eine diebische Händlerin mit einem ungewöhnlichen Raumschiff, das ehemals ein raumfahrendes Bordell war, eine undurchsichtige Droidin und ein grausamer Pirat, …
Ihr merkt schon, Kai Meyer hat hier einen bombastischen, üppigen Weltentwurf mit unglaublich vielen Facetten, interessanten Gruppen und Figuren, mit einer mysteriösen Historie und jeder Menge Geheimnisse gebastelt. Mich hat das total begeistert und ich kann es gar nicht erwarten, tiefer in diese Welt einzutauchen.
Die Beschreibungen der Raumstationen und Raumschiffe, die hunderte Jahre als sind und stellenweise rostig und brökelig, erinnern mich stark an Steampunk-Geschichten und das hat mir richtig gut gefallen.
Auch die Protagonisten sind ganz nach meinem Geschmack und wie der geneigte Leser es von Herrn Meyer gewohnt ist, haben alle Figuren Ecken und Kanten und sind vielschichtig und überzeugend (einzig der Leibwächter bleibt blass …) symphatisch oder unsymphatisch, böse, liebenswert oder irgendwas dazwischen. :-).

Mein Fazit:
Lust auf eine ungewöhnliche, interessante und richtig spannende Sci-Fi-Geschichte??? Dann schnappt Euch den neuen Roman von Kai Meyer! Lesen!