Landy, Derek: Skulduggery Pleasant – Die Saga 1 – 9


Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand
Teil 2: Skulduggery Pleasant – Das Groteskerium kehrt zurück
Teil 3: Skulduggery Pleasant – Die Diablerie bittet zum Sterben
Teil 4: Skulduggery Pleasant – Sabotage im Sanktuarium
Teil 5: Skulduggery Pleasant – Rebellion der Restanten
Teil 6: Skulduggery Pleasant – Passage der Totenbeschwörer
Teil 7: Skulduggery Pleasant – Duell der Dimensionen
Teil 8: Skulduggery Pleasant – Die Rückkehr der Toten Männer
Teil 9: Skulduggery Pleasant – Das Sterben des Lichts

Meine Einschätzung:
Ich erinnere mich noch ziemlich genau, als ich vor einigen Jahren auf der Frankfurter Buchmesse am Stand von Loewe der Figur von Skulduggery Pleasant begegnete und sie ganz schrecklich fand … bis meine wilde Tochter der Serie verfiel und ich mir jedes Jahr auf’s Neue auf der Buchmesse die Lesung mit Rainer Strecker anhören mußte :-). Meine Tochter wurde ein ausgewiesener Fan und da wir in vielen Fällen den gleichen Geschmack haben, nahm ich mir vor, irgendwann mal alle Bände hintereinander zu hören. Und diesen Sommer war es jetzt soweit.
Walküre Unruh und Skulduggery haben mich durch den gesamten Sommer begleitet, sie haben gekämpft, gelitten, Quatsch gemacht, waren traurig, mußten um gute Freunde trauern und sich aus aussichtslosen Situationen befreien. Immer drohend das Ende der Welt vor Augen, geben sie ihr bestes.
Was mir richtig gut gefallen hat, beide Hauptfiguren haben ihre dunkle Seite, machen üble Fehler, sind nachdenklich und selbstkritisch, aber immer loyal bis zur Selbstaufgabe – sehr vielschichtig und glaubwürdig.
Der schräge, irische Humor des Autoren trägt den Leser/Hörer durch diese wilde Geschichte voller Schlachten und ultrabösen Bösewichten. Allerdings sollte man sein Herz nicht zu sehr an bestimmte Figuren hängen, denn der Autor opfert eine ganze Reihe von Hauptfiguren, was ich ihm Zwischendurch wirklich verübelt habe!
Eine derart lange Saga hat natürlich auch hier und da ihre Längen oder entwickelt sich stellenweise in Richtungen, die mir nicht so gut gefallen haben, aber in Summe ist es eine spannende, unterhaltsame, düstere, kampfbetonte Urban-Fantasy-Geschichte, die einen Vergleich mit „Harry Potter“ nicht scheuen muß, aber an keiner Stelle niedlich ist ;-).

Eine Klasse für sich ist die Lesung von Rainer Strecker!!! Grandios, fantastisch, sensationell, wie er den Figuren mit seiner Stimme Leben einhaucht. Er muß selbst großen Spaß an der Geschichte gehabt haben, sonst hätte er das nicht dermaßen überzeugend über alle 9 Bände lesen können.
Wenn es einen Oscar für Hörbücher gäbe, bekäme er ihn von mir für die Interpretation von Skulduggery Pleasant!!!!

Mein Fazit:
Spannend, schräg, voller irischem Humor, voller Magie, blutrünstig, abgefahren, vollkommen verrückt und genial gelesen von Rainer Strecker! So war mein Sommer ;-).

Clare, Cassandra; Black, Holly: Der Weg ins Labyrinth – Magisterium 1


Genre: Urban Fantasy, Jugendbuch, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Weg ins Labyrinth
Teil 2: Der kupferne Handschuh
Teil 3: Der Schlüssel aus Bronze

Kurzbeschreibung:
Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum Hunt nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium, der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen…

Meine Einschätzung:
Hm. Ich bin ohne großartige Erwartungen an dieses Jugendbuch herangegangen, das mir wegen seines schönen Covers schon auf der Buchmesse aufgefallen war und die Geschichte paßt ja auch grundsätzlich in mein Beuteschema. Außerdem kenne ich die Autorin schon von der City of Bones-Reihe, die mir eigentlich ganz gut gefallen hatte.
„Der Weg ins Labyrinth“ hat mich leider gelangweilt und zwar furchtbar gelangweilt, nicht nur ein wenig. Die Protagonisten haben in meinem Kopf einfach keine Gestalt angenommen, ebenso wenig wie das unterirdische Magisterium oder Elementarier. Die Geschichte schleppte sich so dahin und nur ganz zum Schluß wurde ich hellhörig, als Callums Herkunft offenbart wurde. Allerdings bleiben hier so viele Fragen offen, dass ich das sehr unbefriedigend fand. Dann muß ich leider auch feststellen, dass mir die Parallelen zu Joan K. Rowlings Harry-Potter-Universum doch zu aufdringlich waren.
Und mit der Interpretation von Oliver Rohrbeck, dessen Stimme ich eigentlich mag, kam ich auch nicht klar. Wenn er Erwachsene spricht, verstellt er die Stimme so blöd und salbungsvoll, dass ich jedes Mal zusammengezuckt bin vor Entsetzen ;-).

Mein Fazit:

Leider konnte mich der erste Teil dieser Jugendbuchserie überhaupt nicht überzeugen. Fade, blasse Charaktere, eine uninspirierte Geschichte und ein nerviger Sprecher – da lasse ich lieber die Ohren von den beiden anderen Teilen.

Thiemeyer, Thomas: Evolution – Die Stadt der Überlebenden (1)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – (noch nicht erschienen)

Kurzbeschreibung:
Eine Austauschgruppe auf dem Weg in die USA, eine Notlandung auf dem Denver Airport. Als Jem und Lucie das Flugzeug verlassen, ist die Welt plötzlich nicht mehr, wie sie war: Der Asphalt ist überwuchert, das Terminal menschenverlassen und überall lauern Gefahren. Vor allem Tiere haben es auf die Neuankömmlinge abgesehen. Was ist geschehen? Auf der Suche nach Antworten erfahren sie von ein paar letzten Überlebende in einer verschollenen Stadt. Doch wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat?

Meine Einschätzung:
Ich habe Thiemeyer schon länger im Auge, denn sein, zugegebenermaßen etwas abgefahrener Thriller Korona, gefiel mir ja ganz gut und als mir nun dieses neue Buch mit dem Stichwort Zeitreise ins Auge fiel, konnte ich nicht „nein“ sagen.
Nun bin ich zwar gerade der dystopischen Jugendbücher nach dem Muster „Gruppe-schwieriger-Teenies-wird-mit-lebensbedrohlicher-apokalyptischer-Situation-konfrontiert“ müde, aber mich „kriegt“ man ja schnell als Geschichtenerzähler, wenn mir die Protagonisten sympathisch sind und die Geschichte halbwegs spannend ist. Und gut, ich gebe es zu: einer Reise in eine mögliche Zukunft, in diesem Falle hat die Natur die Oberhand gewonnen und überwuchert die Reste der menschlichen Zivilisation, fasziniert mich immer wieder. So habe ich einige Lieblingsszenen, wenn die Gruppe beispielsweise auf noch funktionierende Droiden oder sprechende Hologramme stößt.
Trotzdem bleibt es ein Jugendbuch mit den typischen Teenie-Problemen „Mag er/sie mich?“, „Bin ich schön genug?“ „Ich bin so schüchtern..“ oder auch „Große Klappe – nix dahinter“, aber das war erträglich. Die Erwachsenen in der Geschichte ereilt übrigens ziemlich schnell ein blutiges Ende ;-).
Die Welt, durch die sich die Protagonisten kämpfen müssen, ist gefährlich, blutrünstig und fremd und nach der letzten Seite habe ich erst mal geguckt, für wann Band 2 angekündigt ist 🙂 (Januar 2017).
Den Sprecher des Hörbuches Max Bremer kannte ich bisher nicht, aber ich habe seiner Stimme richtig gerne zugehört und er hat die Geschichte für meinen Geschmack genau richtig interpretiert.

Mein Fazit:

Thiemeyers dystopischer Auftakt einer Jugendbuchserie ist keine Neuerfindung des Genre, aber durchaus unterhaltsam und spannend.

Feuerbach, Sam: Die Myrnengöttin (4)


Genre: Fantasy, Hörbuch


Reihenfolge der Serie:

Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 1: Die Myrnengötting
Teil 2: Der Seelenspeer
Teil 3: Der Verräter

Kurzbeschreibung:

Die Auftragsmörderin sehnt sich zurück nach Freiheit und Unabhängigkeit. Doch die Schatten der Vergangenheit, die Begegnungen der Gegenwart und die Aufgaben der Zukunft sind tödlicher denn je. Nicht nur ein alter Feind, ein kleines Mädchen und ein ganzes Volk zehren an ihren Kräften…
Auf Burg Felsbach findet Karek keine Ruhe. Der König kämpft gegen eine tödliche Krankheit, der schwelende Bürgerkrieg und die Unruhe am Hof sind kaum noch beherrschbar und dann machen seine Kameraden auch noch eine fürchterliche Entdeckung.

Meine Einschätzung:
Klassische Fantasy aus deutscher Autorenfeder, die mir richtig gut gefällt, finde ich ja nicht an jeder Ecke, aber Sam Feuerbach hat eine Serie geschaffen, die ich einfach sehr, sehr mag. Wenn ich etwas herumkriteln wollte, dann würde ich bemängeln, dass etwas zerrupft wirkte und ich die beiden Naturvölker der Insel blöd fand. Aber das tue ich nicht, denn alleine das Wiederhören von Nikas Gedanken, dieser absolut tödlichen, herzlosen Auftragsmörderin (wie sie sich selbst sieht) und die Geschichten des „untapferen“ Prinzen Karek und die „wilden“ Piraten und ihr Kapitän lassen mein Fantasy-Herzchen schneller schlagen!
Das Ganze wird gelesen von Robert Frank, der das einfach großartig meistert und „Der Seelenspeer“ ist schon runtergeladen.

Mein Fazit:
Eine runde Fantasy-Sache: tolle Charaktere, eine spannende Geschichte, ein solider Erzählstil und ein wunderbarer Sprecher! Hören/Lesen!

Bray, Libba: Diviners – Aller Anfang ist böse


Genre: Jugendbuch, Mystery, Horror???

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: The Diviners – Aller Anfang ist böse
Teil 2: The Diviners – Die dunklen Schatten der Träume
Teil 3: The Diviners – ??? noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
New York, 1926: Wegen eines kleinen „Zwischenfalls“ wurde Evie O‘Neill aus ihrer langweiligen Kleinstadt ins aufregende New York verbannt. Dort genießt sie das wilde Partyleben, bis ein seltsamer Ritualmord die Stadt erschüttert – und Evie über ihren Onkel, den Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes plötzlich mitten in den Mordermittlungen steckt. Schon bald weiß sie mehr als die Polizei. Denn Evie hat eine geheime Gabe, von der niemand wissen darf: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Doch sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt …

Meine Einschätzung:
Hm, ich bin hin- und hergerissen. Grundsätzlich hat mir die Idee, eine solche Geschichte in den goldenen 20igern in New York spielen zu lassen, gut gefallen und die Idee spiegelt sich auch in dem ungewöhnlichen und meiner Meinung nach hübschen Cover wieder.
Allerdings schafft es die Autorin in meinen Augen nicht wirklich, mir die damalige Zeit und die Atmosphäre der „wilden“ Zwanziger zu vermitteln und das ist auch das Problem, das ich mit dem gesamten Roman hatte. Er ist mir zu oberflächlich und hat mich nicht wirklich mitgerissen. Die gruseligen Szenen, die man durchaus dem Horror-Genre zuordnen könnte, haben mich absolut kalt gelassen und auch die Hauptfiguren bleiben irgendwie blass und/oder sind nervig. Evie ist in meinen Augen ein verwöhntes, selbstsüchtiges Gör und ihr Onkel ein Trottel. Sorry. Die jungen, männlichen Hauptdarsteller hingegen sind ganz interessant gezeichnet, aber ob das ausreicht, dass ich auch den zweiten Band lese??? Eher nicht, dafür habe ich mich über weite Strecken zu sehr gelangweilt.

Mein Fazit:
Eine vielversprechende Idee für eine Geschichte mit paranormalen Elementen, die mich aber nicht überzeugen konnte.

Stroud, Jonathan: Lockwool & Co – Der wispernde Schädel (2)

Genre: Fantasy, Dystopie, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Lockwood & Co – Die seufzende Wendeltreppe
Teil 2: Lockwood & Co – Der wispernde Schädel
Teil 3: Lockwood & Co – Die raunende Maske

Kurzbeschreibung:
Dank des spektakulären Erfolgs im Fall der seufzenden Wendeltreppe ist Lockwood & Co. nun eine der angesagtesten Geisteragenturen Londons. Doch inzwischen wird die Metropole bereits von einer Reihe neuer grausiger Ereignisse erschüttert: In einer beispiellosen Diebstahlserie werden mächtige magische Artefakte entwendet und deren Hüter grausam ermordet. Als dann auch noch auf einem Friedhof ein schauerlich eiserner Sarg geborgen wird, dessen Inhalt unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht fest: Ein klarer Fall für Lockwood & Co.! Nur wenn das Team um Anthony Lockwood, Lucy und George ihre ganze Genialität im Umgang mit übernatürlichen Ereignissen in die Wagschale wirft, kann es ihnen gelingen, die Verschwörung, die hinter all dem steckt, aufzudecken.

Meine Einschätzung:
Die Geschichte ist ja eigentlich eine Dystopie, oder? Egal.
Ich finde auch den zweiten Teil der Serie großartig. Ich mag die Protagonisten, ich mag die unaufgelösten Fragen (was ist denn nun in dem verschlossenen Zimmer ;-)) und ich mag Jonathan Strouds Erzählweise. Kein bisschen holprig oder sperrig ;-), sondern flüssig, witzig, bildhaft, ironisch, bissig einfach gut.

Mein Fazit:

Band 3 ist schon vorbestellt!

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Sterne so golden (3)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Wie Sterne so golden
Teil 4: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat?

Meine Einschätzung:
Cress, eine Art Rapunzel, die von der bösen Luna-Königin in einem Satelitten gefangen gehalten wird, entkommt mit Hilfe von Cinder und ihren Gefährten. Aber die Gefährten werden in klassischer Weise voneinander getrennt und müssen die unterschiedlichsten Abenteuer bestehen, bis sie wieder aufeinander treffen.
In meinen Ohren hatte die Geschichte dieses Mal zwar einige Längen, aber trotzdem bin ich begeistert von den Ideen der Autorin, dem Setting und den Charakteren.
Ich wünschte, die Übersetzung ließe nicht so lange auf sich warten :-).

Mein Fazit:
Mit dieser großartigen Mischung von klassischen Märchenelement und spannenden Charakteren in einer futuristischen Welt hat die Autorin genau meinen Lese/Hörgeschmack getroffen.

Williams, Tad; Beale, Deborah: Die Drachen der Tinkerfarm

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Drachen der Tinkerfarm
Teil 2: Die Geheimnisse der Tinkerfarm

Kurzbeschreibung (Quelle: Klett-Cotta):
Eigentlich sollte es ein ganz normaler Ferienaufenthalt auf dem Land werden, aber was die Geschwister Tyler und Lucinda auf der geheimnisvollen Tierfarm ihres Onkels erleben, übersteigt jede Vorstellungskraft.

Meine Einschätzung:

Eine entlegene Farm, die einer weit entfernten Verwandtschaft gehört, ein Geschwisterpaar wird dorthin zu Besuch geschickt und stolpert über jede Menge geheimnisvoller Gestalten, hört merkwürdige Geräusche und erlebt die unglaublichsten Ferien ihres Lebens.
DIESE Grundstory kommt mir doch irgendwie bekannt vor: FabelheimDie Grimm-Akten
Aber das ist ja nun wirklich mein Problem, dass ich in diesem Genre offensichtlich schon einiges abgegrast habe.
Ich schätze Tad Williams als Autor sehr, den Drachenbeinthron-Zyklus, den Blumenkrieg und natürlich auch die Otherland-Saga werden auf meiner ewigen Bestenliste der Fantasy-Bücher bleiben und ich mag seine ausführlichen, detailreichen Beschreibungen wahnsinnig gerne.
Das ist auch der Grund, warum ich an der Tinkerfarm dranbleiben werde, obwohl mir die Figuren der Geschichte, bis auf wenige Ausnahmen nicht wirklich sympathisch sind. Die Handlung, die am Anfang etwas vor sich hin dümpelt, nimmt dann auch Fahrt auf, ein Bösewicht taucht auf, ein Verräter spinnt einen gemeinen Plan und der gruseligen Hausdame möchte ICH nicht im Dunkeln begegnen :-). Herrlich sind die fantastischen Tiere und fast-menschlichen Protas, die die Autoren ersonnen haben. Da sind die titelgebenden Drachen fast die harmloseste Spezies und nachdem ich dieses Buch gelesen habe, werde ich mich nur gaaaaannnnnz vorsichtig auch dem hübschesten Einhorn nähern ;-).
Die Grundstimmung der Geschichte ist ganz schön düster, bedrohlich und spannend und deshalb nur für mutige junge Leser geeignet.
Das Buch aus dem Klett-Cotta-Verlag ist wunderschön gestaltet, ich mag das dramatische Cover 🙂 und auch die Kapitelanfänge sind mit sehr schönen Grafiken versehen.

Mein Fazit:
„Die Drachen der Tinkerfarm“ ist nicht mein Lieblingsbuch von Tad Williams, aber irgendwie hat es mich dann doch gefesselt und Einhörnern, Drachen, Satyren und Basilisken kann ich einfach nicht widerstehen ;-).

Noël, Alyson: Evermore – Die Unsterblichen

Genre: Urban Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evermore – Die Unsterblichen
Teil 2: Evermore – Der blaue Mond
Teil 3: Evermore – Das Schattenland
Teil 4: Evermore – Das dunkle Feuer
Teil 5: Evermore – Der Stern der Nacht
Teil 6: Evermore – Für immer und ewig

Meine Einschätzung:
*seufz*
Wahrscheinlich bin ich zu alt und obendrein noch übersättigt für diese Art von Geschichte.
Weiblicher Teenager, natürlich eine Außenseiterin, mit übersinnlichen Fähigkeiten lernt einen Jungen kennen, der so ganz anders ist. Es geht eine große Faszination von ihm aus, denn auch er ist ein Außenseiter, wunderschön, gebildet, charmant und wen überrascht das? (mich jedenfalls nicht) Irgendetwas stimmt aber mit dem Kerl nicht. Er veschwindet urplötzlich, bewegt sich äußerst schnell und wohnt in einem gruseligen Haus???
Natürlich gibt es auch ein paar interessante neue Aspekte in der Geschichte, die die Autorin ersonnen hat, aber die Grundstruktur kommt mir so bekannt vor, dass ich die Geschichte sogar ab und an mit „Delirium“ (das höre ich gerade parallel) durcheinander werfe, das übrigens auch wieder ähnlich aufgebaut ist. Das liegt vielleicht auch daran, dass diese Geschichten oft aus der Sicht der Mädchen erzählt werden?
Gut gefallen hat mir der Stil der Autorin, den ich sehr poetisch finde, ohne dass es überladen wirkt. Richtig hübsch finde ich auch das Cover.
Den zweiten Teil habe ich zwar schon hier liegen, aber ob ich den noch lese? Ich weiß es nicht.
Meine Tochter, für die ich die Bücher eigentlich gekauft hatte, ist auch nicht dran geblieben …

Mein Fazit:
„Evermore – Die Unsterblichen“ ist der Auftaktband zu einer romantischen Urban-Fantasy-Serie für junge Mädchen. Da sie aber mit bekannten Motiven spielt und recht harmlos ist, hat sie mich als „Vielleserin“ und Erwachsene gelangweilt.

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Blut so rot (2)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Luna-Chroniken:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Chess (noch nicht übersetzt)
Teil 4: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

Meine Einschätzung:
Die große Frage: Kann Teil 2 halten, was Teil 1 versprochen hat? kann ich mit einem eindeutigen: JA!!!! beantworten.
Scarlet ist ein großartiges, mutiges „Rotkäppchen“, das sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Großmutter macht. Dem Mann, der ihr dabei helfen will und der nicht nur den Namen Wolf trägt …, traut sie anfangs nicht über den Weg. Wie berechtigt ihre Skepsis gewesen ist, muß sie leider nur zu bald erfahren. Hach, ich darf hier gar keinen Fall zu viel verraten…
Und es gibt auch ein Wiedersehen mit Cinder, deren Flucht und ihre Suche nach Antworten den zweiten Strang der Geschichte bilden.
Mir hat richtig gut gefallen, wie die Autorin die beiden Erzählstränge zusammenführt und die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, läßt mich hibbelig auf den nächsten Teil warten. (Das kommt davon, wenn man die eigene Devise: Kaufe Serien erst, wenn sie komplett erschienen sind! ignoriert. Grmpf!)
Es kommen ein paar coole, neue Charaktere hinzu und mein absoluter Liebling ist und bleibt die niedliche Droidin Iko, deren Persönlichkeit nun in einem Raumschiff Platz findet, da Cinders Stiefmutter ihren Droidenkörper verschrottete. Großartig!!!
Vanida Karun, die ich bisher noch nie in einem Hörbuch gehört habe, liest engagiert, absolut passend und angenehm.

Mein Fazit:
Mit dieser großartigen Mischung von klassischen Märchenelement und spannenden Charakteren in einer futuristischen Welt hat die Autorin genau meinen Lesegeschmack getroffen.

PS: Ich verlinke hier mal die Webseite der Autorin. Dort könnt Ihr die Cover der Originalausgaben bewundern, die ich sehr hübsch finde.
www.marissameyer.com

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Monde so silbern (1)

Gerne: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Luna-Chroniken:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: ? noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die Prinz Kai unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

Meine Einschätzung:
Vielleicht kennt Ihr das ja auch? Ich hörte die ersten Sätze dieses Hörbuches und war gebannt.
Die Welt, die die Autorin beschreibt, liegt in einer (hoffentlich) fernen Zukunft. Zwei weitere Weltkriege haben unserem Planeten und den Bewohnern zugesetzt, eine schreckliche Seuche wütet, Nahrungsmittel und Ressourcen sind knapp.
Ganz nach dem Vorbild Aschenputtels lebt Cinder als ungeliebtes Adoptivkind mit ihrer Stiefmutter und zwei Stiefschwestern zusammen. Die Damen des Hauses fiebern dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem großen Ball des Kaisers, zu dem alle Bewohner des Landes eingeladen sind. Soweit kennen wir Märchenliebhaber die Geschichte, oder?
Die Autorin schafft mit Cinder eine vielschichtige, tragische, mutige, lebensfrohe, interessante, liebenswerte Figur, deren Charakter und Ziele nichts mehr mit einem schüchternen Aschenputtel gemein haben. Ich habe mit großer Begeisterung verfolgt, wie sie in ihrer kleinen Werkstattbude zusammen mit ihrer Droidin an den verschiedensten Teilen herumbastelt und welche Auswirkungen die künstlichen Körperteile und Implantate auf ihr Leben haben. Leider darf ich hier nicht mehr verraten :-).
Natürlich gibt es auch einen Prinzen für Cinder, auch ein sehr interessanter Charakter, der schlimme Schicksalschläge erleben muß und vor schwerwiegenden Entscheidungen steht.
Mir hat die Kombination aus klassischen Märchenelementen in einem futuristischem Setting ausnehmend gut gefallen. Das habe ich so noch nirgendwo gelesen.
Die Geschichte nimmt ein paar traurige und überraschende Wendungen und ich kann es kaum abwarten, den nächsten Teil zu hören, denn auf ein: „Und sie lebten friedlich bis ans Ende ihrer Tage.“ habe ich vergeblich gewartet …
Die Lesung von Vanida Karun mit ihrer mädchenhaften Stimme hat mir auch richtig gut gefallen, besonders ihre Interpretation des genial-gruseligen Doktors ;-).

Mein Fazit:
Das Märchen von Aschenputtel/Cinderella gibt es in vielen Varianten, aber an ein cooles Cyborg-Aschenputtel, das mit Droiden statt mit Täubchen spricht, haben die Gebrüder Grimm sicher nicht gedacht :-).

Riggs, Ransom: Die Insel der besonderen Kinder

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Kurzbeschreibung:
Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Meine Einschätzung:
Das ist eines dieser Bücher, die ich gerne in der Hand gehalten und gestreichelt habe. 🙂 Neben dem gruselig schönen Cover gibt es auch noch jede Menge Fotos, die dieses Buch zu etwas Besonderem machen.
Die Geschichte ist so schön schaurig und gruselig, daß ich sie als Halloween-Lektüre bestens empfehlen kann.
Die Hauptfiguren dieser Geschichte, die besonderen Kinder, wirken wie aus einem Stummfilm der 20iger Jahre entsprungen und irgendwie mußte ich auch immer an die Jahrmärkte aus dieser Zeit denken, auf denen die Besucher z.B. die Frau mit dem Schnurrbart oder siamesische Zwillinge bestaunten. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Zielgruppe dieses Buches, nämlich Jugendliche ab 12 Jahren, diese Assoziationen haben????

Mein Fazit:
Ein wunderschön ausgestattetes Jugendbuch mit einer ungewöhnlichen Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat.

Carson, Rae: Der Feuerstein – Eine magische Reise beginnt

Genre: Jugendbuch, High-Fantasy

Kurzbeschreibung:
Alle hundert Jahre wird ein Mensch auserwählt, den göttlichen Feuerstein zu tragen. Prinzessin Elisa von Orovalle ist so eine Steinträgerin. Aber Elisa ist auch dick und außerdem nur die Zweitgeborene. Diejenige, die noch nie etwas Herausragendes vollbracht hat – und die auch nicht glaubt, das jemals tun zu können. Doch dann wird sie an ihrem sechzehnten Geburtstag die geheime Ehefrau eines schönen und mächtigen Königs – eines Königs, dessen Reich im Innern von Intrigen und von außen von grausamen Invasoren bedroht wird und der eine Heldin und keine Versagerin an seiner Seite braucht. Er ist jedoch nicht der Einzige, der Elisa für seine Zwecke einspannen will. Als die Prinzessin von mysteriösen Rebellen entführt wird, nimmt sie ihr Schicksal erstmals selbst in die Hand: Mit all ihrem Mut, ihrer Entschlossenheit und Klugheit schließt sie sich den Aufständischen an und kämpft gegen die feindliche Armee. Denn Elisa weiß, der Feuerstein, der in ihrem Nabel schlummert, könnte ihr unglaubliche Macht verleihen. Falls es ihr gelingt, seine Magie zu entfesseln. Falls sie nicht zu früh stirbt. Denn das ist das Schicksal der meisten Auserwählten …

Meine Einschätzung:
Sehr schön! Endlich mal wieder ein richtig gutes Fantasy-Buch ohne die üblichen Verdächtigen (Vampire, Werwölfe, Elfen, Trolle oder Zwerge) ;-). Elisa ist eine Heldin, die ich gleich ins Herz geschlossen habe. Eine unperfekte Prinzessin, die Kopfschmerzen bekommt, wenn sie zu wenig Süßigkeiten futtert, die sich auf langen Reisen die Beine wund reibt und sich peinlicherweise vom Feind schnappen läßt, weil sie auf’s Klo muß. Was für eine schöne Abwechslung zu all den durchtrainierten, wunderhübschen Kriegerprinzessinen :-).
Die Geschichte, die Rae Carson erzählt, ist superspannend, dramatisch und stellenweise auch traurig, aber genau diese Mischung hat mir sehr gut gefallen.
An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin etwas tiefer geht, wenn es um die Geschichte dieser Welt geht oder die politische Entwicklung. Manche Figuren bleiben auch blass und viele Themen, die ich interessant gefunden hätte, werden nicht vertieft (z.B. warum treten Elisas Vater und Schwester überhaupt nicht in Erscheinung?), aber das mag der Tatsache geschuldet sein, dass es sich um ein Jugendbuch handelt.
Da das Buch auch meiner Tochter sehr gut gefallen hat, würden wir die folgenden Teile sicher auch gerne lesen, allerdings konnte ich keinen Hinweis auf deren Erscheinen auf deutsch finden.

Mein Fazit:
„Der Feuerstein – Eine magische Reise beginnt“ erzählt eine richtig tolle Fantasy-Geschichte mit einer sympathischen Heldin für junge Leser ab 13 Jahren.

Jordan, Sophie: Firelight – Brennender Kuss (1)

Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Firelight – Brennender Kuss
Teil 2: Firelight – Flammende Träne
Teil 3: Firelight – ???? (noch nicht erschienen)

Kurzbeschreibung:
Jacinda ist eine Draki, ein Drache, der in der Lage ist, menschliche Gestalt anzunehmen. Als sie die Regeln ihres Stammes bricht, droht ihr eine furchtbare Strafe. Sie flieht aus der Gemeinschaft der Draki und muss von nun an in der Welt der Menschen zurechtkommen. Dort lernt sie Will kennen und lieben. Doch Will ist Mitglied einer geheimen Gruppe von Drachenjägern und mit ihrer Liebe setzt Jacinda nicht nur ihr Leben, sondern auch das größte Geheimnis der Draki aufs Spiel.
Eine feurige Liebesgeschichte mitreißend gelesen von Stephanie Kellner (deutsche Stimme von Jessica Alba).

Meine Einschätzung:

*grins* Ich habe wohl unbewußt das Jahr der Drachen eingeläutet. Mal gucken, ob ich das durchziehen kann. Eragon Teil 4 liegt ja auch schon als Hörbuch bereit. Aber jetzt mal zu dieser Geschichte.
„Firelight“ ist in meinen Augen ein typischer Urban Fantasy Roman für junge Mädchen ab 13 Jahren.
Das Motiv ist nicht neu: junges Mädchen mit besonderen Kräften (in diesem Fall ist Jacinda eine Gestaltwandlerin, nämlich ein Drache, der Feuer speien kann), wird aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und muß sich in einer amerikanischen Stadt an der neuen Highschool mit ganz typischen Teenieproblemen herumschlagen. Natürlich verliebt sie sich in den falschen Jungen, der außerdem ein wichtiges Geheimnis mit sich herumträgt und dann gibt es auch noch einen zweiten jungen Mann, der Anspruch auf Jacinda erhebt.
Meine 14-jährige Tochter fand diesen Roman ganz, ganz toll und sie ist ja schließlich auch die Zielgruppe.
Ich bin allerdings ein wenig enttäuscht, denn ich wünsche mir mal frische Ideen, ungewöhnliche Plots und (unter uns gesagt) gehen mir diese Highschoolgeschichten auf die Nerven. Außerdem war die Geschichte in meinen Augen auch nur mäßig spannend, aber wenigstens nicht langweilig.
Die Hörbuchsprecherin war mir bisher unbekannt, aber sie liest sehr angenehm und ihre Stimme paßt wunderbar zu Jacinda.

Mein Fazit:
Der Auftaktband dieser Trilogie spricht junge Mädchen an, die Liebesgeschichten mit einem großen Schuß Fantasy mögen.

Schwartz, Gesa: Grim – Das Siegel des Feuers (1)

Gerne: Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Grim – Das Siegel des Feuers
Teil 2: Grim – Das Erbe des Lichts
Teil 3: Grim – Die Flamme der Nacht

Kurzbeschreibung:
Der Pariser Gargoyle Grim ist ein Schattenflügler, seine Aufgabe ist es, das steinerne Gesetz zu wahren, dass niemals ein Mensch von der Existenz seines Volkes erfahren darf. Eines Tages begegnet ihm die junge Sterbliche Mia, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie ist eine Seherin des Möglichen. Mia gerät in den Besitz eines rätselhaften Pergaments, das mit merkwürdigen Schriftzeichen bedeckt ist, die sie nicht entziffern kann. Kurz darauf wird sie von gefährlichen Anderwesen verfolgt. Gemeinsam mit Grim beschließt sie, dem Geheimnis des Pergaments auf die Spur zu kommen. Um dies zu tun, muss Mia ihre schlummernden Kräfte erwecken. Weder sie noch Grim ahnen, in welche Gefahr sie sich damit begeben. Das Schicksal der ganzen Welt steht auf dem Spiel…

Meine Einschätzung:
Hm, im Prinzip hat mir dieser Fantasy-Schmöker ganz gut gefallen. Ich wollte schon immer mal einen Roman über Gargoyles lesen …
Was hat mir gut gefallen: Die Sprache des Romans, die sehr bildhaft ist, viele Metaphern und Adjektive verwendet und sich für mich damit von anderen Büchern abhebt. Es gibt auch ein paar äußerst witzige Szenen und Dialoge, über die ich laut gelacht habe. Außerdem ist die Geschichte ganz spannend und actionreich, langatmige Sequenzen gibt es zwar auch, aber nicht allzu viele. Grim, sein Chef, der Kobold und der Drache sind coole Protagonisten, denen ich gerne zugehört und zugesehen habe ;-). Gut gefallen hat mir auch der wilde Mythen-Mix und die bizarren Nebenfiguren: verschiedene Versionen der Hölle, Zwischenwelten, griechische Götter, Feen und Elfen, Dämonen, Drachen, Mutanten-Gargoyles, Vampire, Werwölfe etc. baut die Autorin zu einer eigenen, komplexen Welt zusammen.

Aber: Wie oft muß ich denn noch von jungen Mädchen lesen, die geheimnisvolle, noch unerkannte Kräfte haben und dann die Welt retten. *kopfschüttel* Mia ist zwar eine ganz sympathische Person, aber ihre Entwicklung war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Von einem Tag auf den anderen stürzt sie sich in eine fremde Welt und läßt ihr altes Leben zurück, ohne jemals einen Gedanken daran zu verschwenden???? Außerdem lernt sie die komplexesten Zauber in einer fremden Sprach in zwei Tagen? Ehrlich!!! Und warum sie sich in Grim verliebt (und umgekehrt), hat sich mir auch nicht erschlossen. Es gibt keinerlei romantische Szenen und nur weil der jeweils andere immer mal wieder als Lebensretter auftritt, ist es gleich Liebe? Ne.
Was mich auch gestört hat, waren die vielen, unglaublich brutalen Szenen. Zweimal Hölle und zurück, da werden Menschen geschlachtet, ausgeblutet aufgehängt, etc. . *räusper* Das muß man erst mal aushalten.
Und dann habe ich mich gefragt, warum die Autorin nicht mal eine deutsche Stadt als Schauplatz gewählt hat. Paris spielt doch als Stadt überhaupt keine große Rolle. Berlin oder Köln hätten sicher auch funktioniert …

Mein Fazit:
Dieser erste Teil einer epischen, düsteren Fantasyreihe, in dem ein Gargoyle die Hauptrolle spielt, hat einige Schwächen, findet aber sicher Liebhaber :-). Mich (und meine Tochter) konnte dieses Buch nicht so recht überzeugen.

Funke, Cornelia: Reckless – Lebendige Schatten (2)

Genre: Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Reckless – Steinernes Fleisch
Teil 2: Reckless – Lebendige Schatten
Teil 3: Reckless – Das goldene Garn
Teil 4: Reckless – ????

Kurzbeschreibung:
Jacob ist dem Tod geweiht und sucht verzweifelt nach einem Heilmittel. Aber nicht einmal das Blut eines Flaschengeists kann ihm helfen und die Motte auf seiner Brust, das Zeichen seines sicheren Untergangs, wird immer dunkler. Bald bleiben ihm nur noch wenige Stunden. Kann Fuchs ihm helfen?

Meine Einschätzung:
Während ich mich vor zwei Jahren nicht wirklich für die Geschichte von Jacob und seinem Bruder erwärmen konnte, so war ich dieses Mal total gebannt. Immer noch meisterlich in einer wahrhaft bildhaften Sprache entführt Cornelia Funke den Leser/Hörer in eine albtraumhafte Märchenwelt, in der einem Blaubärte, Schneewittchenäpfel, Flaschengeister, irre Prinzen, Wassermänner, Feen und Gestaltwandler und viele, viele andere märchenhafte Figuren begegnen. Ich habe diese Märchenbezüge sehr genossen und dieses Mal sind mir auch endlich die beiden Protagonisten Jacob und Fuchs ans Herz gewachsen. Vielleicht, weil die beiden erwachsener geworden sind?
Die Jagd nach einem Heilmittel für Jacob ist abenteuerlich, gespickt mit tödlichen Fallen und Enttäuschungen und die Verfolger sind schnell und ruchlos.
Die Lesung von Rainer Strecker ist grandios, er erweckt die Figuren zum Leben und seine Stimme passt einfach wunderbar zu dieser düsteren Geschichte.
Mich hat nur die Musik gestört, wahrscheinlich weil sie mir überhaupt nicht gefallen hat. Aber das ist sicher Geschmacksache ;-).

Mein Fazit:

Der zweite Teil dieser düsteren Fantasy-Serie mit vielen Märchenbezügen hat mir richtig gut gefallen.

Rallison, Janette: Feensommer: Dreimal verwünscht, verliebt für immer

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Echte Feen, falsche Prinzen
Teil 2: Feensommer: Dreimal verwünscht, verliebt für immer

Klappentext:
Tansy wünscht sich nichts weiter als wahre Liebe – und findet sich plötzlich in einem Verlies wieder. Ihre gute Fee hat einen Fehler gemacht und sie in ein Märchen gezaubert! Dort soll sie einen Berg Stroh zu Gold spinnen und einen verrückten König heiraten. So hat Tansy sich das mit der Liebe nicht vorgestellt! Sie ist kurz davor zu verzweifeln – wäre da nicht der gutaussehende Ritter, der ihre Zelle bewacht und ihr irgendwie bekannt vorkommt…

Meine Einschätzung:
Wie schon im ersten Band hat die Autorin ein paar sehr witzige Einfälle. Aus Versehen wünscht sich Tansy Robin Hood und seine Fröhlichen Gefährten in ihr Zimmer, die mit ihren mittelalterlichen Gewohnheiten (Spucken auf den Teppich, Raubüberfälle etc.) und Gerüchen (die Jungs stinken zum Himmel) Tansys Leben ins Chaos stürzen. Aber auch Tansys zweiter Wunsch endet in einer Katastrophe und leider ist dieses Mal auch Tansys Familie betroffen. Allesamt landen in einer mittelalterlichen Welt im Märchen Rumpelstilzchen und dieses Märchen muß bis zum Schluß „gelebt“ werden, sonst drohen allen Beteiligten unabsehbare Folgen.
Meine 12jährigen Tochter hat sich köstlich über die chaotische Fee amüsiert und dieses Buch verschlungen.
Mir hingegen war die Geschichte ein wenig zu konfus und konstruiert und ich störe mich ein wenig an der „Amerikanisierung“, was in diesem Band besonders auf die Robin Hood Legende zutrifft. Die Autorin läßt sich sehr von der Disney-Version der Märchen bzw. Geschichten inspirieren. Außerdem war mir Tansy unsympathisch, was aber sicher rein subjektiv ist.

Mein Fazit:
Eine witzige Fortsetzung der Märchenreihe, die jungen Märchenfans bestimmt gefällt.

Angeline, Josephine: Göttlich verloren (2)

Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Göttlich verdammt
Teil 2: Göttlich verloren
Teil 3: Göttlich verliebt

Kurzbeschreibung:
Eine Liebe, die nicht sein darf! Endlich: „Göttlich“ geht weiter. Tagsüber die Liebe zu ihrem eigenen Cousin, nachts der Kampf in der Unterwelt: Helen geht wirklich durch die Hölle. Doch auch Orion, der Helen in der Unterwelt zur Seite steht, entwickelt Gefühle für die junge Heldin. Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe. Die volle Packung fantastisches Abenteuer! Endlich nun der sehnlichst erwartete zweite Teil der Göttlich -Trilogie! Hier ist alles dabei: Liebe, Fantasy und griechische Mythologie. Die Geschichte ist absolut fesselnd: Spannende Unterhaltung auf hohem Niveau.

Meine Einschätzung:
Meine Kritikpunkte habe ich ja schon in der Rezi zu Teil 1 deutlich gemacht …
„Göttlich verloren“ hat mir noch ein wenig besser gefallen, als Teil 1, denn nun spielen die griechischen Götter eine wichtigere Rolle. Die Handlung ist richtig spannend und in Teilen dramatisch und Helen wird mir immer sympathischer.

Mein Fazit:
Teil 2 dieser Jugendbuchserie knüpft nahtlos an den Vorgängerband an und hat mich nicht enttäuscht.

Josephine, Angelini: Göttlich verdammt (1)

Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Göttlich verdammt
Teil 2: Göttlich verloren
Teil 3: Göttlich verliebt

Kurzbeschreibung:
Die 16-jährige Helen lebt gemeinsam mit ihrem Vater auf der amerikanischen Insel Nantucket. Als die Familie Delo in die Nachbarschaft zieht, spürt sie von Anfang an Aggressionen. Gleichzeitig plagen sie Alpträume und sie beginnt, außergewöhnliche Fähigkeiten an sich zu entdecken, die sie von ihren Mitschülern unterscheiden. Als sie sich mit Lucas Delo anfreundet, muss sie erfahren, dass die beiden sich nicht lieben dürfen: Sie stammen von griechischen Göttern ab, und ihre Familien sind verfeindet. Wenn Lucas und sie zu ihrer Liebe stehen, bricht ein Krieg aus Die erste Folge einer grandiosen Trilogie um schicksalhafte Liebe, eine antike Fehde und ein göttliches Erbe – fesselnd und unwiderstehlich.

Meine Einschätzung:
Och, joooooohhhh, schon wieder ein Teeniepärchen, das sich nicht kriegen soll. Eine neue, geheimnisvolle, überirdisch schöne Familie, die in einem kleinen überschaubaren Ort auftaucht, ein Mädchen, das besondere Fähigkeiten hat und deshalb eine Außenseiterin ist … Kein besonders einfallsreiches Szenario, oder?
Fast hätte ich das Hörbuch in die Ecke gepfeffert, aber meine Fazination für die griechische Mythologie hat mich durchhalten lassen, denn die Autorin verwebt diese wirklich spannend und interessant in die Geschichte ein und deshalb habe ich durchgehalten und höre sogar noch die nächsten Teile ;-).
Die Hörbuchfassung, gelesen von Tanja Geke, gefällt mir außerordentlich gut und trägt bestimmt dazu bei, dass ich trotz des abgenudelten Grund-Themas etwas gnädiger gestimmt bin.

Mein Fazit:
Junge Leserinnen, die sich für griechische Mythologie interessieren und auf romantisch-traurige Geschichten stehen, werden diese Trilogie lieben.

White, Kiersten: Dreams ’n‘ Whispers: Lebe lieber übersinnlich (2)

Genre: Jugendbuch, Mädchenbuch, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Flames ’n‘ Roses – Lebe lieber übersinnlich
Teil 2: Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich
Teil 3: ???

Kurzbeschreibung:
Sportstunden, Zickenkrieg auf der Mädchentoilette und ein eigener Spind! Evie ist glücklich, endlich das Leben eines gewöhnlichen Teenagers zu führen. Doch Normalsein kann auf die Dauer auch ziemlich langweilig sein. Als die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler Evies Hilfe braucht, zögert sie nicht lange und schon überschlagen sich die Ereignisse: Ihr Exfreund Reth konfrontiert sie mit niederschmetternden Enthüllungen über ihre Vergangenheit und im Feenreich bahnt sich ein Kampf an, bei dem es um niemand anders geht als Evie selbst.

Meine Einschätzung:

Der zweite Teil dieser paranormalen Mädchen-Serie ist wieder ganz niedlich. Ich habe mich darüber kaputt gelacht, wie schnell Evie merkt, dass ein „normales“ Teenagerleben nicht halb so interessant ist, wie ihr ihre Lieblings-Soap vorgaukelt. Aber ihren Spind findet sie immer noch toll ;-).
Herrlich finde ich immer noch, dass sämtliche Schimpf- und Fluchworte von Evie durch „Piep“ ersetzt werden, das passt so gut zu ihrem Charakter.
Da die Geschichte in der ICH-Form geschrieben ist, erfährt mal viel über Evies Gedanken- und Gefühlswelt (die wahrscheinlich nur ein Teenager wirklich versteht???), aber leider bleiben darum die anderen Figuren etwas blass.
Außerdem geht es nicht so wirklich weiter, viele Fragen bleiben offen, aber das liegt wohl in der Natur eines zweiten Teiles.
Als „erwachsene“ Leserin habe ich mich zwar gut unterhalten, aber es wäre doch schön, wenn im Genre mal wieder frische Ideen auf den Markt kämen. Da ich gleichzeitig noch „Göttlich verdammt“ höre, langweilen mich irgendwann die übersinnlich begabten, aber unwissenden Mädels, die auf den Jungen ihrer Träume mit ebenso übersinnlichen Fähigkeiten und großem Beschützerinstinkt treffen. Liebe Autoren und Autorinnen: Wo bleibt da die Kreativität????

Mein Fazit:

Auch den zweiten Teil dieser Serie werden Mädchen-Fans der Serie lieben.

White, Kiersten: Flames ’n‘ Roses – Lebe lieber übersinnlich (1)

Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Hi, ich bin Evie und eigentlich total normal. Dachte ich zumindest immer. Also, mit Ausnahme von meiner besten Freundin, die eine Meerjungfrau ist, und von meinem Exfreund einer Fee. Und abgesehen davon, dass ich die einzige Person auf der Welt bin, die die Tarnung von paranormalen Wesen durchschauen kann. Deswegen arbeite ich für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. So viel zum Thema normal.
Und dann ist Lend auf der Bildfläche erschienen. Lend ist supersüß, kann gut zuhören und ist ein Gestaltwandler. Und weil er in unsere Zentrale eingebrochen ist, steht nun meine ganze Welt auf dem Kopf und es ist die Rede von einer dunklen Prophezeiung, die leider bis ins Detail auf mich zutrifft.
Nee, böse bin ich nicht, das muss eine Verwechslung sein. Ich muss dem Ganzen auf den Grund gehen, denn ich will endlich wissen, wer ich wirklich bin, und: Ich will Lend nicht verlieren!
Rosa, gefährlich und romantisch:
Das Traumpaar Evie und Lend verwischt die Grenze zwischen Realität und Übersinnlichkeit!

Meine Einschätzung:

Obwohl die Autorin keine wirklich neuen Ideen hat und mit den bekannten Versatzstücken: Teenie-Mädel mit besonderen Fähigkeiten verliebt sich in einen geheimnisvollen Jungen – arbeitet, ist der erste Teil dieser Jugendbuchserie doch unterhaltsam und kurzweilig. Meine 11-jährigen Tochter war jedenfalls ganz hingerissen von dieser romantischen Geschichte, die auch witzig und spannend ist.

Mein Fazit:

Ein niedliches Jugendbuch für romantische Seelen von 12- 15 Jahren.

Kagawa, Julie: Plötzlich Fee – Herbstnacht (3)

Genre: Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Plötzlich Fee – Sommernacht (1)
Teil 2: Plötzlich Fee – Winternacht (2)
Teil 3: Plötzlich Fee – Herbstnacht (3)
Teil 4: Plötzlich Fee – Frühlingsnacht (4)
Teil 5: Plötzlich Fee – Das Geheimnis von Nimmernie (5)

Teil 6: Plötzlich Prinz – Das Erbe der Feen
Teil 7: Plötzliche Prinz – Das Schicksal der Feen

Kurzbeschreibung:
Am Vorabend ihres siebzehnten Geburtstags findet sich Meghan als Wanderin zwischen den Welten wieder: Sie und Ash, der Winterprinz, wurden wegen ihrer verbotenen Liebe aus Nimmernie verbannt. Nun sind sie auf der Flucht. Denn die Eisernen Feen, denen Meghan im letzten großen Kampf empfindlichen Schaden zufügte, sinnen auf Rache und machen auch vor der Welt der Sterblichen nicht halt. Für Meghan gibt es keinen sicheren Ort mehr.
Doch diesmal ist sie nicht allein: Ash weicht nicht von ihrer Seite, seine Liebe zu ihr ist ihm längst wichtiger als das Wohlwollen seiner Mutter Mab. Als sich die Eisernen Feen zu einem neuen Angriff rüsten, kehren Meghan und Ash nach Nimmernie zurück, um zu kämpfen. Denn es steht alles auf dem Spiel: die Zukunft Nimmernies und ihre eigene …

Meine Einschätzung:
Eine wundervolle Fortsetzung der Serie ist der Autorin gelungen, die mich immer wieder mit ihren genialen Einfällen überrascht. Fantasievolle Figuren, spannende Schlachten, scheinbar unlösbare Konflikte und eine vielschichtige Dreiecksbeziehung machen diese Serie so spannend für mich und meine beiden Töchter.
Wir können den Abschlußband kaum erwarten …

Mein Fazit:
Ein Muß für alle Fans düsterer Fantasy, auch wenn das wunderhübsche Cover und der Titel anderes verheißt ;-).

Völler, Eva: Zeitenzauber – Die magische Gondel

Genre: Fantasy, Jugendbuch

Kurzbeschreibung:

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen …

Meine Einschätzung:
Na, hier will ich es kurz machen. Wenn auch alle Zutaten, die bei mir potentiell punkten, vorhanden waren: Venedig, Zeitreisen, geheimnisvolle Unbekannte, habe ich mich gelangweilt. Woran das genau gelegen hat, kann ich nicht recht erklären. Ich konnte beispielsweise überhaupt nicht nachvollziehen, warum sich Anna in Sebastian verliebt hat, da der ja eigentlich ständig durch Abwesenheit glänzte und meiner Ansicht nach, jegliche Art von Charme vermissen läßt. Es gibt aber ein paar nette, neue Ideen, was die Zeitreisen betrifft und auch ein paar Überraschungen.
Meiner 11jährigen Tochter jedenfalls hat die Geschichte gut gefallen und damit hat die Autorin die Zielgruppe natürlich überzeugt ;-).

Mein Fazit:
Ein nettes Zeitreise-Buch für junge Mädchen.

Kagawa, Julie: Plötzlich Fee – Winternacht

Genre: High-Fantasy, Jugendbuch ab 12 Jahre

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Plötzlich Fee – Sommernacht (1)
Teil 2: Plötzlich Fee – Winternacht (2)
Teil 3: Plötzlich Fee – Herbstnacht (3)
Teil 4: Plötzlich Fee – Frühlingsnacht (4)
Teil 5: Plötzlich Fee – Das Geheimnis von Nimmernie (5)

Teil 6: Plötzlich Prinz – Das Erbe der Feen
Teil 7: Plötzliche Prinz – Das Schicksal der Feen

Kurzbeschreibung:
So richtig hat Meghan noch nie irgendwo dazugehört: Halb Mensch, halb Feenprinzessin steht sie immer zwischen den Welten. Während sich im Feenland Nimmernie ein Krieg zwischen Oberons Sommerhof und dem Reich der Winterkönigin Mab anbahnt, spitzt sich Meghans Lage zu: Als Gefangene des Winterreichs in all seinem eiskalten, trügerischen Glanz sieht sie das Unheil in seinem ganzen Ausmaß heraufziehen, kann aber nichts unternehmen. Ihre magischen Fähigkeiten scheinen mit jedem Tag zu schwinden, und niemand glaubt ihr, dass die gefährlichen Eisernen Feen, Geschöpfe von unglaublicher Macht, längst darauf lauern, Nimmernie zu unterjochen. Denn keiner hat die dunklen Feen, die selbst Mabs Grausamkeit in den Schatten stellen, je gesehen. Nur Meghan – und Ash, der Winterprinz, dem Meghan ihr Herz schenkte und der sie verlassen hat …

Meine Einschätzung:
Großartig! Vergeßt Edward und Bella! Tragischer und aussichtloser als die Liebesgeschichte um Meghan, Ash und Puck kann eine Liebesgeschichte wohl kaum sein. Die Autorin hat eine großartige Feensaga geschrieben, bei der alles stimmt!

Mein Fazit:
Die absolut großartige Fortsetzung der Feen-High-Fantasy-Serie, die aber in der richtigen Reihenfolge gelesen werden muss.

Rallison, Janette: Echte Feen, falsche Prinzen

Genre: Fantasy ab 12 Jahren

Kurzbeschreibung:
Savannah wünscht sich nichts mehr, als endlich ihren Traumprinzen kennenzulernen. Ihre schusselige gute Fee will ihr diesen Wunsch erfüllen und zaubert Savannah versehentlich ins Mittelalter. Dort muss sie als Aschenputtel und Schneewittchen gegen bösartige Trolle und Drachen kämpfen. Und sie begegnet einem schwarzen Ritter, der nicht nur gefährlich, sondern auch unwiderstehlich sexy ist.

Meine Einschätzung:
Wenn die Autorin auch Mittelalter, Grimms Märchen und Disneys Märchenwelt wild durcheinander gemixt hat, ist ein witziges Buch dabei herausgekommen. Savannah ist ein typischer (amerikanischer) Teenager, oberflächlich, shoppingsüchtig und natürlich mehr an Jungs als an der Schule interessiert. Als ihr Freund sie verläßt, um eine Beziehung mit Savannahs intelligenter, dafür weniger hübschen Schwester einzugehen, ist sie irritiert und traurig. Und dann bekommt sie es mit einer Fee zu tun, die ihr Spiegelbild sein könnte. Statt die Ausbildung in der Feenschule ernst zu nehmen, geht diese Fee lieber mit ihren Feenfreundinnen auf Partys und Schuhe kaufen und Savannah ist ihre Strafhausaufgabe, der sie sich sehr lieblos annimmt. Ehe sich’s Savannah versieht, sitzt sie plötzlich als Aschenputtel in einem Schloß fest, muß niederste Arbeiten verrichten und sich dem mühsamen Leben im Mittelalter stellen. Außerdem stellt sie fest, daß ein schöner Prinzen nicht unbedingt der Mann für’s Leben sein muß. Aber sie hat ja drei Wünsche frei und mit einer dermaßen chaotischen Fee warten eine Menge Abenteuer und Einsichten auf sie.
Mir hat der Stil des Romans sehr gut gefallen, besonders die Briefe des Feenschulinspektors und die witzigen Sprüche von Savannah. Weniger gut hat mir der wilde Märchenmix gefallen. Als Märchenfan wünsche ich mir da doch etwas mehr Nähe zu den Originalen statt zu den kitschigen Disney-Verschnitten.
Meiner Tochter hat es auch sehr gut gefallen, sie hat sich über die verrückten Einfälle der Fee schlapp gelacht und auch Savannah ins Herz geschlossen.

Mein Fazit:
Witziger Teenie-Roman mit Märchenelementen.

Landy, Derek: Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand

Genre: Fantasy für Kinder ab 10 Jahren (wenn sie mutig genug sind, sonst ab 12 ;-))

Kurzbeschreibung:
Er ist kein gewöhnlicher Detektiv. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau. Er ist ein echter Gentleman. Und … er ist ein Skelett. Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie ihn in eine Welt voller Magie begleiten – eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zu Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet …

Meine Einschätzung:
Mit ganz viel Sprachwitz und Fantasie hat Derek Landy eine Fantasy-Serie für junge, mutige Leser geschrieben, die sich nicht so leicht fürchten.
Meine Tochter liebt diese Serie und jetzt kann ich sie verstehen.

Mein Fazit:
Eine tolle Serie für Kinder, die schräge Fantasy mögen.

Logan, Kate: Der Geist, der mich liebte

Gerne: Jugendbuch, Urban Fantasy

Teil 1 einer Serie

Klappentext:
Als Sam ein altes Haus in Cedars Creck erbt, erlebt sie eine böse Überraschung. Ihr neues Heim grenzt nicht nur an einen Friedhof, sie hat auch einen Mitbewohner: Nicholas – jung, charmant und seit über 50 Jahren tot. Zu ihrem Entsetzen fühlt sich Sam bald unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Da kommt ihr der attraktive und höchst lebendige Adrian zur Ablenkung gerade recht. Doch dann gerät Sam in den mörderischen Strudel schwarz-magischer Ereignisse und plötzlich weiß sie nicht mehr, wem sie trauen soll – den Lebenden oder den Toten?

Mein Fazit:
Eine typische, romantische Geister-Komödie, mäßig spannend, aber ganz unterhaltsam für Mädchen ab 12 Jahren

Collins, Suzanne: Die Tribute von Panem – Flammender Zorn (3)

Genre: Sci-Fi, Jugendbuch ab 12 Jahre

Klappentext:
Kantniss lebt! Schwer verletzt wurde sie von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Allerdings ist sie damit noch lange nicht außer Lebensgefahr. Doch Katniss einzige Sorge gilt Peeta, der in den „Hungerspielen“ sein leben für sie gelassen hätte. Die Regierung hat ihn gefangen genommen, ihn gefoltert und seinen Willen gebrochen, um ihn als Werkzeug für ihre Zwecke zu missbrauchen. Das Ziel des Kapitols: die endgültige Vernichtung der Aufständischen. Und zu den zählt auch Gale, Katniss’s treuer Freund aus Kindertagen …

Meine Einschätzung:
Rezis zu der Trilogie gibt es sicher schon genügend. Wir (meine Töchter 10 und 12 und ich) habe die Bücher verschlungen und da wir nicht warten konnten, bis eine von uns mit einem Band fertig wird, haben wir uns weitere Panem-Bücher ausgeliehen und parallel gelesen (verrückt, oder?). Die letzte Woche stand also ganz im Zeichen der „Hungerspiele“.
Die Geschichte ist düster, sehr düster, grausam und brutal, traurig und deprimierend, aber solange es Menschen wie Katniss und Peeta gibt, kann die Menschheit überleben – oder nicht???

Mein Fazit:
Großartige science-fiction Serie, die uns in einen düstere Zukunft katapultiert.

Sollins, Suzanne: Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe (2)

Genre:
Sci-Fi, Jugendbuch ab 12 Jahren

Klappentext:
Während Katniss und Peeta noch in ganz Panem als tragisches Liebespaar gefeiert werden, droht den beiden bereits neue Gefahr. Denn Katniss ist mittlerweile zu einem Symbol des Widerstands, der sich in einzelnen Distrikten erhebt, geworden und das kann das Kapitol nicht dulden. Es geschieht das Unfassbare: Katniss und Peeta müssen zurück in die Arena und diesesmal wird es nur einen Überlebenden geben können ….

siehe hier

Collins, Suzanne: Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele (1)

Genre: Sci-fi, Jugendbuch ab 12

Kurzbeschreibung:
Überwältigend! Von der Macht der Liebe in grausamer Zeit … Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf. Als die sechzehnjährige Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester ausgelost wurde, meldet sie sich an ihrer Stelle und nimmt Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta den Kampf auf. Wider alle Regeln rettet er ihr das Leben. Katniss beginnt zu zweifeln – was empfindet sie für Peeta? Und kann wirklich nur einer von ihnen überleben? Eine faszinierende Gesellschaftsutopie über eine unsterbliche Liebe und tödliche Gefahren, hinreißend gefühlvoll und super spannend.

Mein Fazit:
Unglaublich gut!!!! Völlig neue Idee und super geschrieben. Ein Highlight dieses Sommers für mich!!!