Rowling, Joanne, K.: Harry Potter und der Stein der Weisen

Genre: Jugenbuch, Fantasy

Kurzbeschreibung:

Lassen Sie sich von dieser wunderschönen Neuausgabe verzaubern! Harry Potters Geschichte ist inzwischen weltbekannt, doch nun ist eine einzigartige, vierfarbig illustrierte Ausgabe des Klassikers erschienen. Jim Kay, Illustrator des preisgekrönten „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness, hat die Welt von Harry Potter und ihre unvergleichlichen Figuren in ein neues Gewand gehüllt. Seine fantasievollen Zeichnungen werden nicht nur Fans, sondern auch neue Leser in ihren Bann ziehen. „Das schönste und begehrenswerteste Geschenkbuch des Jahres.“ (Fiona Noble, The Bookseller)

Meine Einschätzung:

Einfach nur wunder-wunderschön! Nach so vielen Jahren nochmal den ersten Harry Potter Band zu lesen war einfach klasse. Wieder habe ich mich die fantasievolle Welt der Autorin verliebt. Ihre Einfälle sind und bleiben genial und die Charaktere werden mich mein Leben lang begleiten (ganz schön pathetisch ;-)).
Die Illustrationen zur Geschichte sind auch richtig, richtig schön geworden. Witzig und fantasievoll, so dass jede Seite ein Spaß für die Augen ist.

Mein Fazit:

Ich bin begeistert von der illustrierten Ausgabe und hoffe, dass auch die anderen Bände illustriert herauskommen werden.

Kagawa, Julie: Plötzlich Prinz – Das Schicksal der Feen (3)


Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Plötzlich Fee – Sommernacht (1)
Teil 2: Plötzlich Fee – Winternacht (2)
Teil 3: Plötzlich Fee – Herbstnacht (3)
Teil 4: Plötzlich Fee – Frühlingsnacht (4)
Teil 5: Plötzlich Fee – Das Geheimnis von Nimmernie (5) (Anthologie)

Teil 6: Plötzlich Prinz – Das Erbe der Feen
Teil 7: Plötzliche Prinz – Das Schicksal der Feen
Teil 8: ???

Kurzbeschreibung:
Einfach so wie die anderen sein – das hat sich der siebzehnjährige Ethan Chase immer gewünscht. Ein Ding der Unmöglichkeit mit einer älteren Schwester, die eine der mächtigsten Herrscherinnen im Feenreich Nimmernie ist. Immer wieder kreuzen sich Ethans Wege mit denen der Feen. Als Ethans Neffe Keirran spurlos verschwindet, hat Ethan eine böse Vorahnung, die sich schon bald bewahrheitet: Keirran, der sich ausgerechnet in eine Fee des Sommerhofs verliebt hat, erregt den Zorn einer uralten Kreatur, die selbst die Feen fürchten. Ethan bleibt nichts anderes übrig, als nach Nimmernie zu reisen, um Keirran zu retten. Begleitet wird er von Kenzie, dem Mädchen, das er mehr liebt, als er je zugeben würde. Ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang erwartet sie …

Meine Einschätzung:
Dieser Band schließt nahtlos an den Vorgänger an und der geneigte Leser wird gleich wieder in die düstere, verborgene Welt der Feen hineingezogen. Die junge Leute machen sich auf den Weg, um ein Heilmittel für Keirrans Geliebte zu suchen, die aus dem Feenreich verbannt wurde und nun droht zu vergehen. Aber ihre Rettung führt die jungen Leute auf Wege, die sie lieber nicht beschreiten sollten …
Düster. tragisch und traurig geht es in diesem Band weiter und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie die Geschichte ausgehen wird.
Diese Rezi schreibe ich etwas 2 Wochen, nachdem ich das Buch beendet habe und auch wenn mir Details der Handlung nicht mehr ganz präsent sind, so habe ich doch sehr farbige Bilder vor Augen und kann mich sehr gut an die Stimmungen und Gefühle der Protas erinnern.
Und das macht die Faszination dieser Serie aus. Die Autorin erschafft eine wunderbare Welt voller abenteuerlicher Figuren, voller Gefühle, voller düsterer Landschaften, … und das läuft in meinem Kopf wie ein Kinofilm ab.

Mein Fazit:
Mehr will ich nicht von einem Buch! Eine mitreißende Geschichte, die mich in ihren Bann zieht, meine Fantasie anregt und wie ein Kinofilm in meinem Kopf abläuft.

Kagawa, Julie: Plötzlich Prinz – Das Erbe der Feen

Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Plötzlich Fee – Sommernacht (1)
Teil 2: Plötzlich Fee – Winternacht (2)
Teil 3: Plötzlich Fee – Herbstnacht (3)
Teil 4: Plötzlich Fee – Frühlingsnacht (4)
Teil 5: Plötzlich Fee – Das Geheimnis von Nimmernie (5) (Anthologie)

Teil 6: Plötzlich Prinz – Das Erbe der Feen
Teil 7: Plötzliche Prinz – Das Schicksal der Feen
Teil 8: ???

Kurzbeschreibung:
Der achtzehnjährige Ethan Chase wäre gern so wie alle anderen an seiner Highschool. Doch seit er denken kann, ist sein Leben alles andere als normal. Denn als Kind wurde er von den Feen nach Nimmernie verschleppt. Und wen die Feen einmal in ihrer Gewalt hatten, den lassen sie nicht mehr los. Ihre Macht reicht bis in den hintersten Winkel der Menschenwelt hinein. Ethan muss erkennen, dass es sinnlos ist, sich vor ihnen zu verstecken. Und so nimmt er sein Schicksal an und kehrt nach Nimmernie zurück.
Schau dich nie nach ihnen um. Tu einfach so, als wären sie nicht da – das ist die goldene Regel, mit der Ethan Chase jeden Ärger zu vermeiden sucht. Ärger, den ihm seine ältere Schwester Meghan Chase eingehandelt hat, die in Nimmernie, dem Land der Feen, lebt und dafür gesorgt hat, dass die Grenzen zur Menschenwelt durchlässiger werden. Wo Ethan geht und steht, ereignen sich seltsame Dinge. Immer sieht es so aus, als sei er daran schuld. Wie zum Beispiel an dem mysteriösen Feuer in der Bibliothek seiner alten Schule, die er daraufhin verlassen muss. Als Ethan am ersten Tag an seiner neuen Highschool persönlich angegriffen wird, kann er die Boten Nimmernies allerdings nicht mehr länger ignorieren. Er muss sich seinem verhängnisvollen Erbe stellen, um sich und seine Familie vor dem Schlimmsten zu bewahren – und um ein Mädchen zu retten, von dem er bislang nicht einmal wusste, dass er eigentlich unsterblich in sie verliebt ist …

Meine Einschätzung:
Jahre sind vergangen und Ethan, der kleine Bruder von Meghan ist erwachsen geworden. Und er ist ein richtig cooler Typ geworden, Einzelgänger, grüblerisch, zornig, aufbrausend und hat doch das Herz auf dem rechten Fleck. Da er die Feenwesen sehen kann, wird er ständig von ihnen gepiesakt, was dazu führt, dass man ihn für einen gefährlichen jungen Kriminellen hält. Auf der neuen Schule eilt ihm sein angeschlagener Ruf voraus, der Ärger ist vorprogrammiert und sein fester Vorsatz, keinerlei Kontakt zu anderen Schülern zuzulassen, wird von einer hübschen Journalistin der Schülerzeitung torpediert.
Ich fand die Geschichte großartig! Der Ich-Erzähler Ethan hatte es mir gleich von der ersten Seite angetan und ich habe gebannt verfolgt, welche Abenteuer er zusammen mit dem Mädel erlebt. Und da geht es gleich zur Sache. Gruselige Feenmonster mit Klauenhänden und rasiermesserscharfen Zähnen verfolgen ihn, Lindwürmer und andere fiese Gestalten tummeln sich im Schatten und da sind ja noch die „normalen“ Feen, die keinerlei Ähnlichkeit mit Tinkerbell und Co. haben.
Es gibt ein Wiedersehen mit bekannten Figuren, wie Grimalkin, Meghan, Ash und Robin Goodfellow, aber die haben wirklich nur Nebenrollen, so dass man die „Plötzlich Prinz“-Reihe auch separat einordnen könnte.
Im Original heißt das Buch übrigens „The Iron Fey – The Lost Prince“, was ich viel, viel passender finde.

Mein Fazit:
Ich mag diese durchaus düstere, gruselige Geschichte mit bösartigen Feen, Geheimnissen, Verträgen und einer mutigen Hauptfigur mit Ecken und Kanten.

Herrmann, Elisabeth: Seefeuer

Genre: Jugendbuch, Thriller

Kurzbeschreibung:

Marie Vosskamp kann nicht fassen, welchen Freund sich ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters zugelegt hat! Kein Stück traut sie Magnus, der in Windeseile das Kommando über das Vosskamp´sche Familienunternehmen übernimmt – und ihre Mutter auch noch heiraten will! Marie haut ab, um endlich ihre Träume zu verwirklichen, nach Friedrichskoog an die Nordsee, wo sie mit einem begehrten Praktikum ihrem Wunsch, Meeresbiologin zu werden, ein bisschen näher kommt. Dort lernt sie auch den attraktiven Vince kennen, der sich als Schatzsucher für das alte Schiffswrack der Trinity interessiert, das vor der Küste aufgetaucht ist. Mit der Trinity, die in den 50er Jahren in einem schrecklichen Unglück gesunken ist, heben sich dunkle Geheimnisse, die viel mehr mit Marie zu tun haben, als sie sich je hätte vorstellen können. Geheimnisse, die manche lüften und andere um jeden Preis verbergen wollen …

Meine Einschätzung:
Ist eigentlich schon irgendjemandem außer mir aufgefallen, dass Jugendbücher über eine angenehme Schriftgröße mit einem sehr übersichtlichen Zeilenabstand verfügen? Ich bin ja nun langsam in dem Alter, wo das Thema Lesebrille durchaus Bedeutung erlangt (ich brauche noch keine laut meines Augenarztes) und da fällt mir das natürlich sofort auf. 😉 Warum (Klufti würde sagen: Priml nochamal) nutzen das Verlage nicht für Bücher, die meine Altersklasse bwz. Lesebrillenträger als Zielgruppe haben???
Ich habe diesen Thriller bestellt, ohne zu wissen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Elisabeth Herrmann ist mir wohlbekannt (guckst du hier) und ich habe auch diesen Thriller gerne gelesen, zumal ich ein großer Nordsee-Fan bin und auch schon auf einer Seehundaufzuchtstation war.
Ich habe mich immer gefragt, was wohl der Unterschied zwischen einem Erwachsenen-Thriller und einem Jugendthriller sein wird und anhand von „Seefeuer“ ist mir das jetzt auch klar geworden. (Ist sicher einen schönes Thema für einen Deutsch-Leistungskurs oder Germanistik-Studenten?). Aus Sicht einer Erwachsenen, abgebrühten Leserin ist die Geschichte doch recht harmlos und durchschaubar. Was aber nicht heißen soll, dass ich die Geschichte langweilig fand. Die Protagonisten sind natürlich Jugendliche, in die ich mich als Mutter von Teenagern aber ganz gut hineinversetzen konnte.

Mein Fazit:

Ich fand diese Geschichte stimmig und spannend, aber auch liebevoll harmlos und nett. Mal gucken, ob meine Töchter Interesse daran finden.

FForde, Jasper: Die letzte Drachentöterin (1)

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Kurzbeschreibung:
Auftakt der Drachen-Trilogie von Kultautor Jasper Fforde: Jennifer Strange ist fünfzehn Jahre alt, Findelkind und aktuell die Leiterin von Kazam, einer Agentur, die Zauberer vermittelt. Die Zeiten, als die Zauberer noch vor Magie strotzten, sind längst vorbei. Wer einst ganze Berge versetzte, liefert heute auf seinem fliegenden Teppich Pizza aus. Die Geschäfte von Kazam laufen dementsprechend schlecht, und die Magier müssen um ihre Jobs fürchten. Als wäre das nicht genug, macht auch noch die Vorhersage die Runde, dass der letzte Drache sterben wird – und zwar durch die Hand von niemand Geringerem als Jennifer. Schnell wird ihr klar, dass nicht nur ihr Leben, sondern die Geschicke aller Bürger in den Ununited Kingdoms auf den Kopf gestellt werden…

Meine Einschätzung:
Sehr, sehr cool. Jasper Fforde schäumt über vor bizarren, verrückten, abgefahren und absurden Ideen. Das hat mir unglaublich gut gefallen. Viele Geschichten, in denen es um Magie geht, nehmen es mit der Logik nicht so genau, aber Jasper Fforde denkt da auch mal weiter. Ein Zauber, der ein Zimmer aufräumt, räumt auch wirklich alles auf und da sollte man tunlichst nicht selbst auf den Boden fallen. Ist doch klar, oder? 🙂
Die Welt in seiner Geschichte wird vom Geld regiert, Magie verschwindet und Zauberer verlieren ihre Kräfte und verfallen darüber in den Wahnsinn. Jennifer, deren Zauberer-Chef spurlos verschwunden ist, hat mit vielen, durchaus komplizierten Probleme zu kämpfen, aber sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und das macht sie zu einer sympathischen Heldin.
Am ehesten würde ich diese Serie mit der Lockwood-Reihe von Jonathan Stroud und der Serie von Ben Aaronowitch vergleichen, die ich auch beide sehr gerne lese.
Etwas irritiert hat mich das Cover. Ich schnappte mir das Buch ohne Vorinformation (nur der Autor sagte mir was) und ging davon aus, dass es sich um ein Kinderbuch handelt. Vielleicht liegt es an der Schrift? Es sieht so fröhlich/witzig aus. Meiner Meinung nach paßt das Cover einfachb nicht zum Buch, das für 14jährige empfohlen wird.

Ich werde die Serie auf jeden Fall weiter lesen, denn sie trifft genau meinen (merkwürdigen, ich weiß :-)) Geschmack.

Mein Fazit:
Sehr coole Fantasy-Serie für Jugendliche und andere Fans schräger Geschichten ;-).

PS: Ich muß auch unbedingt die Thursday-Reihe weiterlesen. Warum hat mein Tag nur 24 Stunden und der Garten so viel Unkraut und Schnecken????

Westerfeld, Scott: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht (1)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht
Teil 2: Pretty – Erkenne dein Gesicht
Teil 3: Special – Zeig dein wahres Gesicht
Teil 4: Extra – Wer kennt dein Gesicht


Kurzbeschreibung:

Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl …

Meine Einschätzung:
Als mir meine Tochter „Ugly“ hinlegte, war mir nicht klar, dass es sich wieder mal um einen Jugendbuch-Dystopie-Serie handelt, denn sonst hätte ich noch etwas mit dem Lesen gewartet. An dieser Stelle sei aber erwähnt, dass das Buch schon 2007 erschienen ist. Es handelt sich also um einen Vorreiter der dystophischen Jugendbücher.
Im Gegensatz zu den Maze-Runner-Bänden konnte mich diese Geschichte allerdings nicht wirklich fesseln, obwohl ich die Welt, die der Autor für die Zeit nach der großen Katastrophe entwickelt hat, ganz interessant fand.
Für meinen Geschmack hatten die Figuren nicht genug Tiefe und Persönlichkeit und die Handlung war doch arg vorhersehbar. Außerdem wedelt der Autor ganz schön deutlich mit der Moralfahne und das war mir zu platt, besonders an der Stelle, als es um Essstörungen bei jungen Mädchen geht.
Ich bin aber auch hier wieder nicht die Zielgruppe und meine 14jährige Tochter verlangt schon nach den Folgebänden.

Mein Fazit:
Ugly reiht sich in die dystopische Jugendbücher-Szene ein, wird mir aber nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Friedrich, Anna: Holly – Die verschwundene Chefredakteurin (1)

Gerne: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Holly ist die glamouröseste Frauenzeitschrift auf dem Markt. Holly sagt, was Mode ist, und bestimmt die Trends. Jeden Monat arbeiten viele Frauen (und ein paar Männer) an der nächsten Ausgabe des Magazins. Sie sind jung, alt, dick, dünn, It-Girls, Intellektuelle, Bitches und Muttis. Sie wollen Karriere machen, Kinder kriegen, aufregenden Sex, die Welt verbessern und neue Schuhe. Machtkämpfe und Intrigen sind in der Redaktion an der Tagesordnung – Journalisten befehden sich, Freundschaften werden geknüpft, und verbotene Affären könnten jeden Moment ans Licht kommen. Die Jobs bei Holly sind hart umkämpft und heiß begehrt. Dementsprechend nervös ist die junge Simone Pfeffer, die neu zu Holly stoßen soll, vor ihrem Treffen mit der Chefredakteurin Annika Stassen. Die fast 50-jährige Stassen, Grande Dame der Medienwelt, gilt als ausgesprochen kühl. Und wie befürchtet, ist sie nicht gerade begeistert von Simones ungewöhnlicher Rolle in der Redaktion. Doch dann passiert etwas Unbegreifliches: Annika Stassen verschwindet spurlos und bleibt unauffindbar. Was steckt dahinter? Ein Skandal? Ein Verbrechen? Von einem Tag auf den anderen ist Deutschlands größte Frauenzeitschrift führungslos. Und das Chaos bricht aus …
Das Must-have des Jahres: Eine Buchserie, die süchtig macht. 1 Staffel, 6 Bücher, jeden Monat ein neuer Band.

Meine Einschätzung:
Das ist ja nicht ganz mein Genre, also warum habe ich dieses Buch gekauft? Erstens weil ich neugierig war, was hinter dieser äußerst aufwändigen Marketing-Campagne steckt und zweitens, weil „Holly“ der Spitzname meiner Tochter ist, die sich schon eher für zeitgenössischen Mädchenromane interessiert.
Puuuuhhh, was soll ich sagen. Aus meiner Sicht reiht sich Klischee an Klischee, die Geschichte wirkt irgendwie wirr, vielleicht weil auch zu viele Personen auf 160 übersichtlichen Seiten vorgestellt werden und spannend ist was anderes. Ich habe es aber nicht gleich in die Ecke gepfeffert, denn ganz schlecht geschrieben ist es nicht.
Mal sehen, wie es meiner Tochter gefällt, die sicher ganz anders an das Buch/Heft rangehen wird.

Mein Fazit:
Mir war die Story zu flach, zu kurz, zu langweilig, aber ich bin auch sicher nicht die Zielgruppe.

Yousafzai, Malala: Ich bin Malala

Genre: Jugendbuch, Auto-Biographie

Kurzbeschreibung:

Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg überfallen und niedergeschossen. Die Fünfzehnjährige hatte sich den Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Wie durch ein Wunder kommt Malala mit dem Leben davon. Als im Herbst 2013 ihr Buch „Ich bin Malala“ erscheint, ist die Resonanz enorm: Weltweit wird über ihr Schicksal berichtet. Im Juli 2013 hält sie eine beeindruckende Rede vor den Vereinten Nationen. Barack Obama empfängt sie im Weißen Haus, und im Dezember erhält sie den Sacharow-Preis für geistige Freiheit, verliehen vom Europäischen Parlament. Malala Yousafzai lebt heute mit ihrer Familie in England, wo sie wieder zur Schule geht.
Malala Yousafzai wird mit dem Friedensnobelpreis 2014 ausgezeichnet.
»Dieses Memoir unterstreicht ihre besten Eigenschaften. Ihren Mut und ihre Entschlossenheit kann man nur bewundern. Ihr Hunger nach Bildung und Neugestaltung ist authentisch. Sie wirkt so unschuldig, und da ist diese unverwüstliche Zuversicht. Sie spricht mit einem solchen Gewicht, dass man vergisst, dass Malala erst 16 ist.« The Times

Meine Einschätzung:
Sicher haben schon viele das Buch gelesen und es ist auch sicher genug und kompetent und klug darüber geschrieben und gesprochen worden.
Ich habe eine Menge über Pakistan gelernt und habe eine Idee davon, wie das Leben dort aussieht und welchen Gefahren die Menschen ausgesetzt sind.
Und ich fühle mich absolut bestätigt in meiner Meinung, dass sich die Situation von Frauen, egal in welchen Land, verbessern wird, sobald ihnen die Möglichkeit gegeben wird, sich zu bilden. Wer lesen kann, wer seine Gedanken und Argumente formulieren kann, ordnet sich nicht mehr fraglos einer männlichen Autorität unter.

Mein Fazit:
Lesen! Jeder, der in der aktuellen Debatte über den Islam mitdenken/mitreden will, sollte auch die Stimme dieser jungen Frau hören. Die ist nämlich mittendrin.

Dashner, James: Maze Runner-Trilogie – Die Auserwählten 1 bis 3

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Kurzbeschreibungen:
Im Labyrinth
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Fest steht, dass er irgendwie auf einer Lichtung gelandet ist, umgeben von einem bizarren Labyrinth. Doch er ist nicht alleine. Zusammen mit fünfzig anderen Jungen sucht er einen Weg in die Freiheit. Mörderische Kreaturen erwarten sie – und gewaltige Mauern, die sich ständig verschieben. Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.
In der Brandwüste
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit – doch dazu ist Thomas nicht bereit!
In der Todeszone
Thomas wird sich auf keinen Fall den Kopf aufschneiden lassen! Auch wenn er durch diese Operation sein Gedächtnis zurückbekommen soll. Denn den Wissenschaftlern von ANGST darf man nicht trauen. Nicht nach all den grausamen Prüfungen, die Thomas und seine Freunde durchstehen mussten. Nicht nach all den Versprechen, die gebrochen worden sind. Thomas muss endlich dafür sorgen, dass ANGST ihn nie wieder kontrollieren und manipulieren kann. Die Zeit der Abrechnung ist gekommen – Spannung pur! Band 3 der Erfolgstrilogie

Meine Einschätzung:
Da ich die drei Bände direkt hintereinander weg gelesen habe, fasse ich meine Einschätzung auch in einem Beitrag zusammen. (Hatte ich schon erwähnt, wie froh ich bin, wenn ich eine Trilogie in einem Rutsch lesen kann??? 🙂 )
Im Grunde finde ich die Dystopie-Welle, die durch den Jugendbuchbereich schwappt, langsam langweilig. Nach dem Motto: Kennst Du eine, kennst Du alle.
Auch die Maze-Runner-Reihe glänzt jetzt nicht gerade durch sensationelle, neue Einfälle. Nach einer Katastrophe (Sonneneruption) werden große Teile der Erde unbewohnbar. Die Menschheit muß sich neu organisieren und macht dabei einen grandiosen/katastrophalen Fehler, der die Menschheit ausrotten wird, wenn nicht ein paar Auserwählte Menschen die Rettung bringen. Die Menschen leben in abgeschotteten Städten, die verlorenen Seelen (so nenn ich sie mal, um nix zu verraten), bleiben draußen.
Warum habe ich also diese Trilogie so gerne gelesen, ne: eigentlich verschlungen? Weil die Geschichte so unglaublich spannend geschrieben ist. Immer wieder geraten die Jungs in furchtbare Situationen, die auch nicht immer gut für alle Beteiligten ausgesehen. Der Leser tappt, ebenso wie die Hauptfigur Thomas und seine Freunde, im Dunklen, warum sie diesen Gefahren ausgesetzt sind und bekommt nur Häppchenweise Informationen zugespielt. Das hat der Autor richtig gut gemacht und mich um ein paar kostbare Stunden Schlaf gebracht. Besonders gelungen finde ich in diesem Zusammenhang den Anhang am Ende Der Trilogie, der einige offene Fragen abschließend klärt. Damit war ich sehr zufrieden.
Außerdem hat sich der Autor sehr viel Mühe mit den Hauptfiguren gegeben, die wunderbar charakterisiert sind, einzigartig und vor allem glaubwürdig. Thomas wird beispielsweise immer wieder von Zweifeln geplagt, ist deprimiert, wütend, rachsüchtig, aber natürlich auch unglaublich mutig :-). Ebenso einzigartig sind auch die anderen Figuren, die auftreten. Ich habe den Kinofilm noch nicht gesehen und ich weiß auch gar nicht, ob ich das möchte, denn ich habe ein recht lebendiges Bild aller Personen im Kopf. Allerdings interessiert es mich, wie die Filmemacher die abgefahrenen Monster umgesetzt haben und das Labyrinth … Mal sehen …
Gut gefallen hat mir außerdem, wie der Autor die Gruppe von Jungs in Extremsituationen handeln läßt. Ich bin keine Psychologin und habe keine Ahnung, ob das realistisch ist, aber ich finde seine Theorie interessant, dass sich so eine geordnete Struktur mit Anführern, Abteilungen und Arbeitseinsätzen bildet.

Mein Fazit:
Meine 14jährige Tochter und ich haben diese dystopische Trilogie in wenigen Tagen verschlungen. Spannend – düster – gewalttätig, das muß man aushalten können.

Brandis, Mark: Raumkadett – Tatort Astronautenschule (3)


Genre: Hörspiel, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie Mark Brandis – Raumkadett:
Teil 1: Aufbruch zu den Sternen
Teil 2: Verloren im All
Teil 3: Tatort Astronautenschule
Teil 4: Hinter den Linien
Teil 5: Der Aladin-Schachzug
Teil 6: Woran Du glaubst
Teil 7: Laurin
Teil 8: Mondschatten
Teil 9: Endstation Pallas

www.markbrandis.de

Klappentext:
Der Direktor der VEGA-Astronautenschule ist tot aufgefunden worden – und die Aufregung unter den Kadetten ist gorß. Während Ermittler nach dem Täter suchen und der geplante Besuch des Außenministers Samuel Hirschmann offiziell abgesagt wird, werden Mark, Alec, Annika und Rob Zeugen eines konspirativen Treffens: Sollte der Schuldirektor vor seinem Tod auf eine Verschwörung gestoßen sein?

Mein Einschätzung:
Die Abenteuer des jungen Mark Brandis, die er zusammen mit seinen Freunden in der Astronautenschule erlebt, sind spannend und unterhaltsam. Die jungen Leute sind mutig und einfallsreich und die Bösewichte sind gemein und skrupellos. Mir gefallen die Sci-Fi-Elemente der Geschichte besonders gut, aber im Grunde ist die Geschichte zeitlos gut und könnte in einem britischen Internat im 18. Jahrhundert oder an eine deutschen Privatschule der Gegenwart spielen.
Die Hörspielfassung ist detailreich und liebevoll ausgestattet und die Sprecher/innen geben jeder Figur eine einzigartige unverwechselbare Stimme.

Mein Fazit:
Wunderbare Hörspielunterhaltung für junge und „alte“ Sci-Fi- und Hörspielfans.

Brandis, Mark: Raumkadett – Hinter den Linien (4)


Genre: Hörspiel, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie Mark Brandis – Raumkadett:
Teil 1: Aufbruch zu den Sternen
Teil 2: Verloren im All
Teil 3: Tatort Astronautenschule
Teil 4: Hinter den Linien
Teil 5: Der Aladin-Schachzug
Teil 6: Woran Du glaubst
Teil 7: Laurin
Teil 8: Mondschatten
Teil 9: Endstation Pallas

www.markbrandis.de


Klappentext:

Zwischen der neugegründeten Union und den asiatischen Republiken herrscht Kalter Krieg. Der junge Mark Brandis bekommt die Gelegenheit, bei einem Grenzpatrouillenflug dabei zu sein. Alba Bravo, die Pilotin des Zweimannjägers, ist schnell und furchtlos. Als sie verfolgt werden, glaubt Mark noch, alles sei unter Kontrolle. Doch plötzlich versagen die Systeme, und die beiden müssen abspringen – 50 Kilometer hinter der Grenze …

Meine Einschätzung:
Auch diese Folge ist eine spannendes Abenteuer. Wann geht es nur weiter mit dem jungen Mark? 🙂

Mein Fazit:
Klassisches Sci-Fi-Abenteuer als Hörspiel umgesetzt! Macht süchtig ;-).

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Sterne so golden (3)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Wie Sterne so golden
Teil 4: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat?

Meine Einschätzung:
Cress, eine Art Rapunzel, die von der bösen Luna-Königin in einem Satelitten gefangen gehalten wird, entkommt mit Hilfe von Cinder und ihren Gefährten. Aber die Gefährten werden in klassischer Weise voneinander getrennt und müssen die unterschiedlichsten Abenteuer bestehen, bis sie wieder aufeinander treffen.
In meinen Ohren hatte die Geschichte dieses Mal zwar einige Längen, aber trotzdem bin ich begeistert von den Ideen der Autorin, dem Setting und den Charakteren.
Ich wünschte, die Übersetzung ließe nicht so lange auf sich warten :-).

Mein Fazit:
Mit dieser großartigen Mischung von klassischen Märchenelement und spannenden Charakteren in einer futuristischen Welt hat die Autorin genau meinen Lese/Hörgeschmack getroffen.

Levithan, David: Letztendlich sind wir dem Universum egal

Genre: Jugendbuch

Kurzbeschreibung:
Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten großen Liebe – und ein phantastischer Roman, wie er realistischer nicht sein könnte
Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?

Meine Einschätzung:
Und noch ein gutes Jugendbuch. Erfreulich, oder?
Die Kurzbeschreibung fasst das Buch schon ganz gut zusammen :-).
Die Geschichte bietet jede Menge Stoff zum Nachdenken, Philosophieren, Diskutieren und Streiten 🙂 und wird sicher Jungs und Mädchen gleichermaßen interessieren. Liebe Deutschlehrer, das wäre doch mal was, oder?

Mein Fazit:

Mit diesem Buch werde ich meine Patenkinder zu Weihnachten beschenken. Das dürfte auch die Lesemuffel begeistern.

Simukka, Salla: So rot wie Blut

Genre: Jugendbuch, Thriller, Jugendthriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: So rot wie Blut
Teil 2: noch nicht erschienen
Teil 3: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Als Einzelgängerin hält sie sich aus allem raus – bis Lumikki die tropfnassen Geldscheine auf einer Wäscheleine entdeckt und in eine gefährliche Geschichte hineingezogen wird. Was für ihre Mitschüler als dummer Streich begann, entwickelt sich schnell zu einer Hetzjagd auf Leben und Tod. Die 17-Jährige muss sich im gnadenlosen Drogengeschäft zurechtfinden, in dem nur eine Währung zählt: Blut. Wem kann sie noch trauen?

Meine Einschätzung:

Wow, was für eine gute Geschichte! Lumikki (finnländisch: Schneewittchen) ist eine ganz besondere, interessante Hauptfigur, die mich ein klein wenig an Lisbeth Salander aus der Trilogie von Stieg Larsson erinnerte.
Mobbing, Drogenmissbrauch, Alkoholismus, zerrüttete Ehen, korrupte Polizisten, Teenager, denen es an Zielen und Vorbildern mangelt – das ist kein leichter Stoff …
Die Geschichte ist spannend, teilweise brutal, düster und voller kleiner Hinweise auf die tragische Vergangenheit von Lumikki, die hoffentlich in den nächsten Bänden weitergeführt werden.
Ich hatte das große Vergnügen die Autorin auf der Buchmesse bei einer Lesung zu erleben. Sie ist unglaublich sympathisch und es hat großen Spaß gemacht, ihrer Lesung auf finnisch zu lauschen. Man versteht kein einziges Wort :-).


Mein Fazit:

Wir brauchen noch viele weitere starke Mädchen- und Frauenfiguren ohne Prinzessinnen- und Barbie-Allüren im Jugendbuchbereich, die hoffentlich auch unsere Töchter und Söhne begeistern!

Poznanski, Ursula: Die Vernichteten (3)


Genre: Jugendbuch, Dystopie, Sci-Fi


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Verratenen
Teil 2: Die Verschworenen
Teil 3: Die Vernichteten

Kurzbeschreibung:
Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.

Meine Einschätzung:
Ich leide ja schon etwas, wenn ich Bücher, die zu Trilogien gehören und bei denen ich mir sicher bin, dass sie mir gefallen werden, hinten an stelle, bis auch der letzte Band veröffentlicht wurde. Da muß ich mich häufig ein paar Jahre gedulden, aber es LOHNT sich :-). Wirklich!!!
Ursula Poznanskis Trilogie habe ich in einem, wunderbaren Rutsch lesen können und es fühlt sich für mich an, als wäre es ein einziges, dickes, spannendes, cooles Buch gewesen. Ich kann zwar die einzelnen Teile nicht mehr genau voneinander abgrenzen, aber das ist auch überhaupt nicht wichtig, da die Bände nahtlos aneinander gehören.
Und ich bin die ganze Zeit ganz tief in der Geschichte drin, kein Grübeln mehr: „Worauf mag sich diese Anspielung nochmal beziehen? Wie waren die nochmal miteinander verwandt, verbandelt? Wo soll das sein? …“ Herrlich!!!
Ihr konntet es ja schon aus meinem Fazit zu Band 1 und Band 2 lesen: mir hat die Serie sehr, sehr, sehr gut gefallen.
Dazu trägt natürlich in hohem Maße der niveauvolle und stimmungsvolle Schreibstil der Autorin bei. Der Weltenaufbau, die Beschreibung der unterschiedlichen, menschlichen Gruppen und ihre Verhaltensweisen, die Neben- und die Hauptfiguren, alles ist gut durchdacht, überzeugend und detailreich. Die Geschichte ist spannend, erschütternd, traurig, brutal, menschlich und überraschend.
Und ich LIEBE es, überrascht zu werden :-).
Auch wenn das politisch nicht ganz korrekt ist, ich habe es sehr genossen, eine Dystopie zu lesen, die nicht in den Ruinen von New York oder LA spielt ;-).
Mir fällt beim besten Willen kein Kritikpunkt ein …

Mein Fazit:
Hoffentlich schreibt die Autorin noch viele, viele Bücher! Ich werde sie alle lesen …

Poznanski, Ursula: Die Verschworenen (2)

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Verratenen
Teil 2: Die Verschworenen
Teil 3: Die Vernichteten


Kurzbeschreibung:

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet. Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.
Meine Einschätzung:
erfolgt, wenn ich Band 3 fertig gelesen habe 🙂

Mein Fazit:
(von mir selbst geklaut ;-))
Für mich ist die dystopische Trilogie von Ursula Poznanski schon jetzt ein absolutes Lese-Highlight. Sie besticht durch eine tolle Sprache, einer dichten Atmosphäre, großartige Charaktere und einer durchweg spannenden, überraschenden, verblüffenden, tragischen, grausamen Geschichte.

Poznanski, Ursula: Die Verratenen (1)

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Verratenen
Teil 2: Die Verschworenen
Teil 3: Die Vernichteten

Kurzbeschreibung:
Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

Meine Einschätzung:
erfolgt, wenn ich Band 3 fertig gelesen habe 🙂

Mein Fazit:
Für mich ist die dystopische Trilogie von Ursula Poznanski schon jetzt ein absolutes Lese-Highlight. Sie besticht durch eine tolle Sprache, einer dichten Atmosphäre, großartige Charaktere und einer durchweg spannenden, überraschenden, verblüffenden, tragischen, grausamen Geschichte.

Elkeles, Simone: Nur ein kleiner Sommerflirt (1)

Genre: Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Nur ein kleiner Sommerflirt
Teil 2: Zwischen uns die halbe Welt
Teil 3: Kann das auch für immer sein?

Kurzbeschreibung:

Es ist so was von unfair! Amy kann nicht fassen, dass sie die Sommerferien mit ihrem biologischen Erzeuger am anderen Ende der Welt verbringen soll, um eine Großmutter kennenzulernen, von der sie noch nie was gehört hat. Dazu eine nervige Cousine und Schafe rund ums Haus. Was Amy aber wirklich zur Weißglut treibt, ist dieser Avi: Wie kann ein Junge so dermaßen unverschämt sein – und dabei so sexy!

Meine Einschätzung:
Super! Ich habe die ersten Seiten dieses Buches gelesen und ich hab‘ mich schlapp gelacht.
Man könnte ja meine, dass ich als Mutter zweier Teenager genug von pubertierenden Mädchen haben könnte, die sich selbst im Zentrum der Welt sehen und sich verwundert die Augen reiben, wenn sie entdecken, dass es tatsächlich eine vielschichtige, spannende Welt um sie herum gibt, bevölkert mit Lebewesen der gleichen Spezies, die auch Gefühle, Bedürfnisse und Meinungen haben ;-).
Amy ist der Prototyp eines Teenie-Mädels, vielleicht mit ein paar amerikanischen Spezialeigenheiten, aber genau so sind sie. Wirklich :-).
Die Autorin erzählt uns diese Geschichte des Erwachsenwerdens aus der Sicht des Mädchens und trifft dabei genau den richtigen Ton. Flapsig, überschwenglich, albern, verwirrt, irritiert, wütend, bockig, zornig – eben das ganze Gefühlschaos, das es in einem Teenagerleben so gibt.
Sehr gut hat mir auch gefallen, wie die Autorin die israelische Familie von Amy und das Leben der jungen israelischen Leute schildert. (Unbeabsichtigt scheine ich dieses Jahr Israel zum Thema des Lesejahrs gemacht zu haben…)
Mich würde mal interessieren, welchen Bezug die Autorin zu Israel hat.

Mein Fazit:
„Nur ein kleiner Sommerflirt“ ist ein überraschendes, frisches, witziges Jugendbuch, das ich meinen Töchtern hingelegt habe, in der Hoffnung, dass es ihnen so gut gefällt, wie mir.

Meyer, Kai: Phantasmen

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Sci-Fi

Kurzbeschreibung:
Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf – die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

Meine Einschätzung:
Ist ja klar, dass einer der erfolgreichsten deutschen Jugendbuchautoren sich dem Trendthema „Dystopie“ widmen muß, oder? Nachdem ich jetzt schon einiges in dieser Richtung gelesen/gehört habe, war ich zunächst skeptisch, denn die Geschichten ähneln sich doch alle irgendwie mehr oder weniger und irgendwann wird es dann auch langweilig (oder geht das nur mir so???).
Aber ich kann voller Überzeugung hier schreiben: Ich habe mich keine Minute mit Kai Meyers Weltuntergangsszenario gelangweilt!
Sicher, er spielt mit bekannten Motiven aus der Sci-Fi-Welt, aber mit seiner unglaublich fantasiereichen, bildhaften Erzählweise schafft er eine Welt, die mein Kopfkino sofort in Gang setzt. Und dabei ist er nicht gerade zimperlich. Mit meiner ebenfalls begeisterten Tochter habe ich über die Art und Weise diskutiert, wie die Hauptfiguren sich wohl über die zahlreichen Leichenberge bewegt haben müssen und auch andere Details der Geschichte sind schaurig, gruselig, böse, ekelig und bizarr.
Außerdem ist sie auch raffiniert und nicht ganz eindeutig. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber man kann besonders das Ende der Geschichte auch gaaaaaaaaaaaannnnnz anders interpretieren ;-).
Meine Tochter und ich haben „Phantasmen“ wirklich verschlungen und von mir bekommt es auch das leserattenffm-Prädikat „Schlafräuber“ :-).
Falls der Autor, der nach eigenem Bekunden im Netz Rezis zu seinen Büchern liest (wie schafft er das nur??? und wann schreibt er dann eigentlich???), hier vorbei guckt: Herr Meyer, wir mochten ihre Protagonisten sehr, aber sie wären noch etwas lebendiger und glaubwürdiger, wenn sie ab und an mal etwas zu essen und zu trinken bekämen und auch sonst menschliche Bedürfnisse verspüren würden :-).
Sehr gelungen finde ich das Cover des Buches, das sich von anderen Büchern des Genres abhebt.

Mein Fazit:
Ich bin begeistert von dieser Weltuntergangsgeschichte und spätestens nach „Phantasmen“ bin ich ein Kai Meyer Fan!

Roth, Veronica: Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit (2)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Bestimmung
Teil 2: Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit
Teil 3: Die Bestimmung – Letzte Entscheidung

Kurzbeschreibung:
Der Aufstand hat begonnen …
In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris‘ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden…

Meine Einschätzung:
Naja, zweite Teile einer Trilogie bergen meiner Ansicht nach immer die Gefahr, dass sie die Spannung des ersten Teils nicht halten können und nur Vorbereitung für den Showdown – Teil 3 – sind und diesen Eindruck hatte ich tatsächlich von „Tödliche Wahrheit“. Über eine weite Strecke kommt die Geschichte nicht so recht voran und außerdem ist mir Tris ganz furchtbar auf die Nerven gegangen, weil sie sich Tobias nicht anvertraut und dämliche Alleingänge unternimmt.
Gegen Ende hin nimmt die Geschichte dann wieder Fahrt auf und natürlich werde ich Teil 3 lesen, der noch in der Töchter-Warteschlange ist :-).

Mein Fazit:

Streckenweise langatmige Fortsetzung einer erfolgreichen Jugendbuchserie mit düsteren Zukunftsaussichten ;-).

Oliver, Lauren: Pandemonium

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Hörbuch

Reihenfolge der Amor-Trilogie:
Teil 1: Delirium
Teil 2: Pandemonium
Teil 3: Requiem

Kurzbeschreibung:
Die Lena von früher gibt es nicht mehr – die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Ihr altes Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Annina Braunmiller liest mit Spannung und Melancholie.

Meine Einschätzung:

Grmpf! Und wieder endet ein Band mit einem gemeinen Cliffhänger, was dazu führt, dass ich den dritten Teil natürlich auch irgendwann noch hören werde.
Im zweiten Teil der Serie hat sich die ich-Erzählerin Lena weiterentwickelt. Das war auch wichtig!
Die Geschichte wird in zwei Zeit-Strängen erzählt, nämlich einmal, was alles direkt nach Lenas Flucht geschah und im anderen Strang die aktuellen Ereignisse. Lena hat sich dem Widerstand angeschlossen und wurde in New York eingeschleust, um einen Jungen zu überwachen, dessen Vater einer der Verantwortlichen für den „Eingriff“ ist.
Mehr sei hier nicht verraten, spoilern will ich auf keinen Fall!
Dieser Teil ist deutlich spannender, actionreicher und brutaler als der erste Teil.
Ganz glücklich bin ich mit der ganzen Serie nicht, weil die Autorin dem Leser kaum einen Einblick in den Hintergrund der Welt gewährt und ich wundere mich noch immer darüber, dass die jungen Leute im Widerstand keine Fragen stellen, sondern Befehle einfach ausführen. Nun gut, das ist vielleicht von der Autorin so gewollt.

Mein Fazit:
Der zweite der Teil der Amor-Trilogie ist deutlich rasanter, brutaler, überraschender und auch spannender als der erste Teil dieser Jugendbuchdystopie.

Oliver, Lauren: Delirium

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Hörbuch

Reihenfolge der Amor-Trilogie:
Teil 1: Delirium
Teil 2: Pandemonium
Teil 3: Requiem

Kurzbeschreibung:
Liebe ist tödlich. Nur wusste das früher keiner. Die Leute strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Liebe als Krankheit identifiziert worden und heilbar. Auch Lena steht ein kleiner Eingriff bevor. Danach wird sie normal sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Meine Einschätzung:
Nach der ersten CD dachte ich: Oh, neeeeeee, geht die mir auf die Nerven!
Damit meine ich Lena, die Ich-Erzählerin, die sich nahezu vollständig an das herrschende System einer komplett überwachten Welt angepaßt hat. In meinen Augen ist sie unglaublich naiv, hinterfragt nichts und niemanden und auch als ihr so langsam aufgeht, dass es noch eine Wahrheit hinter dem System gibt, stellt sie nicht die richtigen Fragen.
Trotzdem hat mich der dystopische Weltenentwurf der Autorin fasziniert und auch das dramatische, offene Ende hat dazu geführt, dass ich den zweiten Teil sofort bestellt habe.
Absolut genervt hat mich leider die Lesung von Annina Braunmiller, die die Synchron-Stimme von Bella aus den Biss-Filmen spricht und die ich ewig und drei Tage mit der blöden Film-Bella verbinden werde. Ich hätte mir für Lena eine frische, unverbrauchte Mädchenstimme gewünscht, die ein wenig mehr Emotionen und Intonation an den Tag legt.

Mein Fazit:
Noch habe ich sie nicht über, mich faszinieren Dystopien und mir gefällt der Weltenentwurf der Autorin und deshalb werde ich die Trilogie zu Ende hören, auch wenn ich die Stimme der Sprecherin nicht mag.

Engelmann, Gabriella; Leonhardt, Jakob, M.: Im Pyjama um halb vier

Genre: Jugendbuch, Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Lulu macht sich bei Facebook auf die Suche nach dem Ben, den sie auf der letzten Party kennengelernt hat. Sie findet … einen anderen, mit dem sie von nun an jeden Tag chattet. Sie erzählen sich Dinge, die sie sonst niemandem erzählen würden. Dinge, die unter normalen Umständen unausgesprochen bleiben. Und plötzlich entstehen Gefühle, gegenüber diesem Fremden, den man eigentlich gar nicht kennt.

Meine Einschätzung:

Zu Beginn des Buches war ich noch ein wenig skeptisch, ob es mir gefallen würde, weil es recht harmlos und langweilig begann, aber im Laufe der Geschichte habe ich mich regelrecht in Lulu und Ben verliebt, die sozusagen die Teenager-Ausgabe von Leo und Emmi aus „Gut gegen Nordwind“ sind.
Die beiden Autoren haben die Gefühle und Stimmungen der beiden Protagonisten sehr schön beschrieben und ich konnte mich gut in die beiden hineinversetzen.
Allerdings kam mir beim Lesen der Gedanke, dass die jungen Leute, die ich so kenne, niemals so ausformulierte und schöne, gut lesbare Mails schreiben. Da wimmelt es nämlich von Abkürzungen, Denglish und überhaupt nehmen die sich kaum noch Zeit, um so ausführlich zu schreiben. Außerdem veröffentlichen die alle, trotz mütterlicher Warnhinweise, Fotos im Netz, Selfies, etc., so dass es nahezu ausgeschlossen ist, dass sich zwei Teenager vor einem Treffen nie zu Gesicht bekommen. Das macht die Geschichte in meinen Augen etwas unglaubwürdig und außerdem gibt es meiner Meinung nach zu viele Parallelen zu „Gut gegen Nordwind“.

Mein Fazit:
Trotz dieser Kritikpunkte, die natürlich absolut subjektiv sind, habe ich mich gut unterhalten mit diesem fb/email/chat-Roman.

Schneider, Anna: Bald wird es Nacht Prinzessin

Genre: Jugendbuch, Thriller

Kurzbeschreibung:
Nova liegt reglos auf dem Boden, ihre Augen starren ins Leere. Was ist in dieser Nacht passiert? Die einzigen Zeugen schweigen und Nova kann ihre Geschichte nicht erzählen, weil sie seither im Koma liegt. Doch Daniel ahnt, dass etwas Schreckliches geschehen sein muss. Zusammen mit Novas bester Freundin Jessi macht er sich auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit.

Meine Einschätzung:
Während ich mich mit „Evermore – Die Unsterblichen“ gelangweilt habe, habe ich Anna Schneiders neuen Jugendthriller in einem Rutsch durchgelesen.
Über den Inhalt will ich jetzt gar nicht viel verraten, denn sonst geht den zukünftigen Lesern die Spannung flöten und spannend ist die Geschichte. 🙂
Kann man sich Leute auf einer Party vorstellen, die sich kaum kennen, die sich einen Schnurz darum kümmern, wenn es jemandem schlecht geht? Oder dass den Partygästen heimlich was ins Glas geschüttet wird? Ja, ich kann mir das durchaus vorstellen, denn ich kenne solche Geschichten aus dem Bekanntenkreis und die Autorin beschreibt das sehr realitätsnah.
Sehr glaubhaft beschreibt sie auch das Gefühlskarussel von Jessie, der besten Freundin des Opfers, die einerseits ein unsicheres, junges Mädchen ist, aber andererseits legt sie sich mit den richtig bösen Jungs an, um Nova zu helfen. So sehen moderne Heldinnen aus!
Ganz besonders gelungen und berührend finde ich die Abschnitte mit dem Video-Tagebuch von Nova, die durch eine chronische Erkrankung eine ganz eigene Sicht auf das Leben hat. Da auch Daniel ein tragisches Ereignis in seinem Leben verarbeiten muß, ist dieser Thriller alles anderes als locker, leichtes Lesefutter.
Es geht in dieser Geschichte um nichts Geringeres als das Leben, den Tod, wahre Freundschaft, Gier, Neid, Schuld, Erwachsenwerden und nicht zuletzt um die Liebe.
Ein schönes Schmankerl aus meiner Sicht ist übrigens der Schauplatz der Geschichte: Frankfurt! Gut recherchiert, liebe Autorin ;-).
Ich mag auch den Schreibstil der Autorin sehr gerne, schnörkellos, flüssig und ohne unnötigen „Jugendslang“.
Mein einziger Kritikpunkt: Das Buch ist mit 221 Seiten einfach zu kurz! Meine Tochter wird das Ding an einem regnerischen Nachmittag verschlingen ;-). Ist aber wahrscheinlich eine Verlagsvorgabe …
Apropos Verlag. Erschienen ist der Thriller bei Thienemann unter dem Label (nennt man das so?) planet girl und wird somit in die Kategorie „Mädchenbücher“ geschoben, die Jungs garantiert nicht anrühren. Ist doch schade, oder? Dieser Thriller wäre ganz sicher auch für Jungs spannend. Tun sich die Verlage mit dieser Kategorisierung einen Gefallen?

Mein Fazit:
Nach „Blut im Schuh“ hat Anna Schneider ein weiteres spannendes Jugendbuch mit Tiefgang geschrieben, das mir richtig gut gefallen hat!

Noël, Alyson: Evermore – Die Unsterblichen

Genre: Urban Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evermore – Die Unsterblichen
Teil 2: Evermore – Der blaue Mond
Teil 3: Evermore – Das Schattenland
Teil 4: Evermore – Das dunkle Feuer
Teil 5: Evermore – Der Stern der Nacht
Teil 6: Evermore – Für immer und ewig

Meine Einschätzung:
*seufz*
Wahrscheinlich bin ich zu alt und obendrein noch übersättigt für diese Art von Geschichte.
Weiblicher Teenager, natürlich eine Außenseiterin, mit übersinnlichen Fähigkeiten lernt einen Jungen kennen, der so ganz anders ist. Es geht eine große Faszination von ihm aus, denn auch er ist ein Außenseiter, wunderschön, gebildet, charmant und wen überrascht das? (mich jedenfalls nicht) Irgendetwas stimmt aber mit dem Kerl nicht. Er veschwindet urplötzlich, bewegt sich äußerst schnell und wohnt in einem gruseligen Haus???
Natürlich gibt es auch ein paar interessante neue Aspekte in der Geschichte, die die Autorin ersonnen hat, aber die Grundstruktur kommt mir so bekannt vor, dass ich die Geschichte sogar ab und an mit „Delirium“ (das höre ich gerade parallel) durcheinander werfe, das übrigens auch wieder ähnlich aufgebaut ist. Das liegt vielleicht auch daran, dass diese Geschichten oft aus der Sicht der Mädchen erzählt werden?
Gut gefallen hat mir der Stil der Autorin, den ich sehr poetisch finde, ohne dass es überladen wirkt. Richtig hübsch finde ich auch das Cover.
Den zweiten Teil habe ich zwar schon hier liegen, aber ob ich den noch lese? Ich weiß es nicht.
Meine Tochter, für die ich die Bücher eigentlich gekauft hatte, ist auch nicht dran geblieben …

Mein Fazit:
„Evermore – Die Unsterblichen“ ist der Auftaktband zu einer romantischen Urban-Fantasy-Serie für junge Mädchen. Da sie aber mit bekannten Motiven spielt und recht harmlos ist, hat sie mich als „Vielleserin“ und Erwachsene gelangweilt.

Card, Orson Scott: Ender’s Game – Das große Spiel

Genre: Sci-Fi, Jugendbuch, Hörspiel

Kurzbeschreibung:
Der Science-Fiction-Klassiker als ungekürztes Hörspiel. Von Orson Scott Card selbst bearbeitet und von Oliver Rohrbecks Lauscherlounge-Team im Hörspielstudio Xberg mit einem fast 100köpfigen Figurenensemble produziert. Das Hörspiel besticht durch außergewöhnliche Charaktere, aufwendige Geräuschkulissen und eine beeindruckende Geschichte.
In der nahen Zukunft wird die Erde von einer feindlichen Alien-Rasse attackiert. In Vorbereitung auf den nächsten Angriff trainieren der hochangesehene Colonel Graff (Udo Schenk) und das Militär die besten Kinder, um den zukünftigen Flotten-Kommandanten unter ihnen zu finden. Ein schüchterner, aber strategisch brillanter Junge namens Ender Wiggin (Arne Kapfer) wird aus der Schule genommen, um der Elite beizutreten. Auf der Kampfschule meistert er unglaublich schwierige Kriegsspiele und gewinnt so den Respekt seiner Mitstreiter. Ender wird von Graff als die neue große Hoffnung des Militärs erkoren. Auf der Kommandanten-Schule wird er ausgebildet, um seine Soldaten in eine epische Schlacht zu führen, die das Schicksal der Erde und der menschlichen Rasse bestimmen wird.
Regie: Balthasar von Weymarn
In weiteren Rollen: Vera Teltz, Erich Räuker, Wanja Gerick, Uve Teschner, Tanja Fornaro, Friedel Morgenstern, Timmo Niesner, Michael Baral, Nana Spier, Helmut Krauss, Reinhard Scheunemann, Michael Hansonis und viele andere…

Meine Einschätzung:

Ich werde meine „Einschätzung“ dieses Mal in zwei Teile aufsplitten.
Der Sci-Fi-Roman von Mr. Card wurde bereits 1985 veröffentlicht und ist wieder ein Beweis, wie zeitlos dieses Genre ist, oder?
Die überbevölkerte Erde ist in kriegerische Konflikte verwickelt, aber nach zwei, fast vernichtenden Angriffen durch eine außerirdische Rasse auf die Erde, wird zwischen den Völkern eine gemeinsame, militärische Allianz gebildet. Aus allen Völkern der Erde werden die brilliantesten Kinder ausgewählt, um an einer militärischen Ausbildung teilzunehmen, um als Erwachsene den Kampf mit den Aliens aufzunehmen.
Zu Beginn jedes Kapitels erfährt der Leser/Hörer durch den Dialog zwischen den Ausbildern, in welcher Art und Weise die Kinder kontrolliert und manipuliert werden. Den Rest des Kapitels begleitet man Ender Wiggin, einen klugen, liebenswürdigen Jungen, der aus seiner Familie gerissen wird und in der isolierten, künstlichen Umgebung der „Kampfschule“ zum Offizier ausgebildet werden soll. Die Jungs und Mädchen der Schule werden in Kampfgruppen eingeteilt, bekommen verschiedene, zum Teil unlösbare Aufgaben gestellt, immer mit dem Ziel den Kampf gegen die gegnerische Mannschaft zu gewinnen. Ein erbarmungsloser Wettkampf.
Ich fand das hochinteressant, wie der Autor die Gruppendynamik in der Kampfschule schildert. Es bilden sich immer Gruppen von Gleichgesinnten, Feindschaften und Allianzen, es gibt Einzelgänger und Mitläufer. Vollkommen realistisch und auf jede Gruppe von Menschen auch heute anwendbar.
Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen und ich bin mir sicher, dass sie trotz ihres Alters kein bisschen an Aktualität eigebüßt hat. Ich denke da auch an die beiden Geschwister von Ender, die mittels eines politischen Blogs die Meinungsbildung in der Bevölkerung manipulieren. Noch aktueller geht es wohl kaum, oder?

Das Hörspiel ist bisher leider nur bei audible als download erschienen und deshalb kann ich es hier nicht gescheit verlinken. Obwohl ich natürlich die günstigen download-Bedingungen zu schätzen weiß, gehört „Ender’s game“ zu den Hörspielen, die ich am liebsten als „Hardcover“ besitzen würde, mit CDs, einer ordentlichen Hülle, einem Cover, einer Beschreibung, etc.. Der virtuelle Besitz allein macht mich einfach nicht glücklich, deshalb bin ich wohl auch keine ebook-Besitzerin.
Die vielen, vielen Sprecher sind richtig klasse und die Rollen ausgezeichnet besetzt. Es gibt bei diesem Hörspiel keinen Erzähler, sondern alles wird in Dialogen erzählt. Cool. Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie aufwendig die Regie gewesen sein muß.
Ein wenig enttäuscht war ich von der Begleitmusik und der Geräuschkulisse. Musik kann in einem Hörspiel eine herausragende Rolle haben und maßgeblich dazu beitragen, Stimmungen zu erzeugen. In diesem Fall wird sie nur sehr spärlich eingesetzt, obendrein hat sie mir überhaupt nicht gefallen und sie war auch nicht eingängig genug. Auch die Begleitgeräusche konnten mich nicht ganz überzeugen. Manchmal, besonders wenn ich mit Kopfhörern gehört habe, habe ich mich irritiert umgeguckt, weil ich nach einem merkwürdigen Summton gesucht habe, der im Hintergrund lief, aber nix mit der Geschichte zu tun hatte und mich gestört hat. Dafür habe ich andere Geräuscheffekte vermißt, die ebenfalls zur Vermittlung der Grundstimmung in einer Raumstation hätten beitragen können.

Alles in allem ist es aber ein Hörerlebnis der besonderen Art und ich hoffe, dass ich noch weitere Hörschätze entdecken werde.

Mein Fazit:
„Ender’s Game“ ist ein faszinierender Sci-Fi-Jugendroman und als Hörspiel grandios umgesetzt.

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Blut so rot (2)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Luna-Chroniken:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Chess (noch nicht übersetzt)
Teil 4: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

Meine Einschätzung:
Die große Frage: Kann Teil 2 halten, was Teil 1 versprochen hat? kann ich mit einem eindeutigen: JA!!!! beantworten.
Scarlet ist ein großartiges, mutiges „Rotkäppchen“, das sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Großmutter macht. Dem Mann, der ihr dabei helfen will und der nicht nur den Namen Wolf trägt …, traut sie anfangs nicht über den Weg. Wie berechtigt ihre Skepsis gewesen ist, muß sie leider nur zu bald erfahren. Hach, ich darf hier gar keinen Fall zu viel verraten…
Und es gibt auch ein Wiedersehen mit Cinder, deren Flucht und ihre Suche nach Antworten den zweiten Strang der Geschichte bilden.
Mir hat richtig gut gefallen, wie die Autorin die beiden Erzählstränge zusammenführt und die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, läßt mich hibbelig auf den nächsten Teil warten. (Das kommt davon, wenn man die eigene Devise: Kaufe Serien erst, wenn sie komplett erschienen sind! ignoriert. Grmpf!)
Es kommen ein paar coole, neue Charaktere hinzu und mein absoluter Liebling ist und bleibt die niedliche Droidin Iko, deren Persönlichkeit nun in einem Raumschiff Platz findet, da Cinders Stiefmutter ihren Droidenkörper verschrottete. Großartig!!!
Vanida Karun, die ich bisher noch nie in einem Hörbuch gehört habe, liest engagiert, absolut passend und angenehm.

Mein Fazit:
Mit dieser großartigen Mischung von klassischen Märchenelement und spannenden Charakteren in einer futuristischen Welt hat die Autorin genau meinen Lesegeschmack getroffen.

PS: Ich verlinke hier mal die Webseite der Autorin. Dort könnt Ihr die Cover der Originalausgaben bewundern, die ich sehr hübsch finde.
www.marissameyer.com

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Monde so silbern (1)

Gerne: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Luna-Chroniken:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: ? noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die Prinz Kai unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

Meine Einschätzung:
Vielleicht kennt Ihr das ja auch? Ich hörte die ersten Sätze dieses Hörbuches und war gebannt.
Die Welt, die die Autorin beschreibt, liegt in einer (hoffentlich) fernen Zukunft. Zwei weitere Weltkriege haben unserem Planeten und den Bewohnern zugesetzt, eine schreckliche Seuche wütet, Nahrungsmittel und Ressourcen sind knapp.
Ganz nach dem Vorbild Aschenputtels lebt Cinder als ungeliebtes Adoptivkind mit ihrer Stiefmutter und zwei Stiefschwestern zusammen. Die Damen des Hauses fiebern dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem großen Ball des Kaisers, zu dem alle Bewohner des Landes eingeladen sind. Soweit kennen wir Märchenliebhaber die Geschichte, oder?
Die Autorin schafft mit Cinder eine vielschichtige, tragische, mutige, lebensfrohe, interessante, liebenswerte Figur, deren Charakter und Ziele nichts mehr mit einem schüchternen Aschenputtel gemein haben. Ich habe mit großer Begeisterung verfolgt, wie sie in ihrer kleinen Werkstattbude zusammen mit ihrer Droidin an den verschiedensten Teilen herumbastelt und welche Auswirkungen die künstlichen Körperteile und Implantate auf ihr Leben haben. Leider darf ich hier nicht mehr verraten :-).
Natürlich gibt es auch einen Prinzen für Cinder, auch ein sehr interessanter Charakter, der schlimme Schicksalschläge erleben muß und vor schwerwiegenden Entscheidungen steht.
Mir hat die Kombination aus klassischen Märchenelementen in einem futuristischem Setting ausnehmend gut gefallen. Das habe ich so noch nirgendwo gelesen.
Die Geschichte nimmt ein paar traurige und überraschende Wendungen und ich kann es kaum abwarten, den nächsten Teil zu hören, denn auf ein: „Und sie lebten friedlich bis ans Ende ihrer Tage.“ habe ich vergeblich gewartet …
Die Lesung von Vanida Karun mit ihrer mädchenhaften Stimme hat mir auch richtig gut gefallen, besonders ihre Interpretation des genial-gruseligen Doktors ;-).

Mein Fazit:
Das Märchen von Aschenputtel/Cinderella gibt es in vielen Varianten, aber an ein cooles Cyborg-Aschenputtel, das mit Droiden statt mit Täubchen spricht, haben die Gebrüder Grimm sicher nicht gedacht :-).

Cass, Kiera: Selection (1)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Selection
Teil 2: Selection – Die Elite

Kurzbeschreibung:
Die Chance deines Lebens?
35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?

Meine Einschätzung:
Das Titelbild und der Klappentext haben mich zunächst etwas in die Irre geführt, so dass ich mit einer Version von „Plötzlich Prinzessin“ gerechnet habe.
Es handelt sich aber bei „Selection“ um eine weitere Dystopie, die seit den „Tributen von Panem“ bei den Jugendbüchern in Mode gekommen sind.
Nach zwei verheerenden Weltkriegen hat sich die überlebende Menschheit in einem streng reglementierten Kastensystem unter einer feudalistischen Regierung organisiert. Besonders in den unteren Kasten herrscht Armut und vor allem Hunger, wobei leider nicht so ganz klar ist, wieso, denn Nahrungsmittel gibt es offensichtlich ausreichend.
Traditionsgemäß wird dem zukünftigen Monarchen des Landes eine passende Ehefrau aus dem Volk gesucht und alle Mädchen im heiratsfähigen Alter können sich bewerben, unabhängig von der Herkunft. Alle Bewerberinnen winken Vergünstigungen, die besonders für die unteren Kasten ein großer Ansporn sind.
America, die Ich-Erzählerin bewirbt sich nur widerstrebend, da sie in einen Jungen verliebt ist, um ihrer Familie zu helfen.
(Sehe nur ich hier die Parallelen zu den Tributen??))
Weiter will ich hier gar nicht auf den Inhalt eingehen. Die Motive sind bekannt, junge Frau, die große Verantwortung für ihre Familie trägt, muß sich zwischen zwei Männern entscheiden, die unterschiedlicher nicht sein können. Ihr Konkurrentinnen sind schön, lieb oder skrupellos, während sie abwechselnd bockig, unterhaltsam, unkonventionell und liebenswert ist ;-).
Mir ganz persönlich war die Story zu süßlich mit dem gesamten Prinzessinenkleidzeugs und Prinzenverehrung, mir hat Spannung und Action gefehlt und sprachlich könnte das Buch auch für 10jährige geschrieben sein.
Meine Tochter hingegen war total begeistert, aber mit 13 darf man ja auch noch davon träumen, einen Prinzen abzubekommen, oder?

Mein Fazit:
Der erste Teil einer eher harmlosen, unblutigen Dystopie für Mädchen, die sich auch gerne in eine mutige Prinzessinnen verwandeln würden.

Riggs, Ransom: Die Insel der besonderen Kinder

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Kurzbeschreibung:
Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Meine Einschätzung:
Das ist eines dieser Bücher, die ich gerne in der Hand gehalten und gestreichelt habe. 🙂 Neben dem gruselig schönen Cover gibt es auch noch jede Menge Fotos, die dieses Buch zu etwas Besonderem machen.
Die Geschichte ist so schön schaurig und gruselig, daß ich sie als Halloween-Lektüre bestens empfehlen kann.
Die Hauptfiguren dieser Geschichte, die besonderen Kinder, wirken wie aus einem Stummfilm der 20iger Jahre entsprungen und irgendwie mußte ich auch immer an die Jahrmärkte aus dieser Zeit denken, auf denen die Besucher z.B. die Frau mit dem Schnurrbart oder siamesische Zwillinge bestaunten. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Zielgruppe dieses Buches, nämlich Jugendliche ab 12 Jahren, diese Assoziationen haben????

Mein Fazit:
Ein wunderschön ausgestattetes Jugendbuch mit einer ungewöhnlichen Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat.