Lacombe, Benjamin: Undine


Genre: Bilderbuch, Märchen

Kurzbeschreibung:
Eine romantische Liebesgeschichte voller Dramatik! Betörend schöne und gefährliche Wassernixen bilden seit jeher den Stoff für romantische Geschichten voller Abenteuerlust gepaart mit der Bereitschaft zur Treue bis in den Tod. Benjamin Lacombe hat die alte Undine-Sage nachgedichtet und in dramatischen Bildern voller Leidenschaft eingefangen. Der junge Ritter Hans von Ringstetten findet in einer Fischerhütte in einem verwunschenen Wald Zuflucht und verliebt sich in die geheimnisvolle Pflegetochter der Fischersleute, Undine. Sie und er werden ein Paar, und bald reitet Hans mit seiner Undine stolz in die Reichsstadt ein, wo die Herzogstochter Ursula auf ihn gewartet hat. Ursula schmeichelt sich bei dem glücklichen Brautpaar ein, und als sie herausfindet, dass Undine eigentlich ein Wassergeist ist, hat sie auch schon einen Plan, wie sie den schönen Hans wieder für sich gewinnen wird … Lacombe greift fur sein Undine-Märchen auf die von Friedrich de la Motte Fouqué nach mittelalterlichen Motiven gedichtete Undine zurück. Auf den Bestseller von 1811 folgten unter anderem eine Oper von E.T.A. Hoffmann, eine weitere von Lortzing und ein Stück von Giraudoux, und natürlich ist auch Andersens beliebte Kleine Seejungfrau eine Variation des Undine-Stoffs. So souverän, wie Lacombe sich den alten Stoff aneignet, so stilsicher verwandelt er auch einige weltberuhmte Gemälde des 19. Jahrhunderts.

Meine Einschätzung:
Schon lange war ich auf der Suche nach diesem Lacombe-Werk und nun bin ich endlich bei rebuy fündig geworden und durfte mich an den wunderschönen, düsteren Bildern von Lacombe erfreuen, mit denen er das Märchen von Undine nacherzählt.
Grandios! Wunderschön! Bezaubernd!

Mein Fazit:
Wer Lacombes Bildersprache mag, der wird auch „Undine“ lieben!

Hohlbein, Wolfgang & Heike: Die Schneekönigin

Genre: Märchenbuch

Kurzbeschreibung:
Hans Christian Andersens schönstes Märchen neu interpretiert von Wolfgang und Heike Hohlbein. Als dem Teufel ein Zauberspiegel zerschellt, bricht bei den Menschen das Chaos aus. Wer von einem Splitter getroffen wird, dem gefriert das Herz und er sieht nur noch das Schlechte in der Welt. So ergeht es auch dem Jungen Kay. Und weil sein Herz so kalt geworden ist, verfällt er der eisigen Schönheit der Schneekönigin, die ihn in einer prächtigen Kutsche mit in ihr frostiges Schloss nimmt. Kays Freundin Gerda will das nicht hinnehmen. Sie macht sich auf, Kay zu suchen und zurückzubringen. Ihre abenteuerliche Reise führt sie zu Feen, Prinzessinnen, Räubern und schließlich zum Schloss der Schneekönigin. Wird es ihr gelingen, ihren Freund zu befreien oder verfällt auch sie der dunklen Macht der eisigen Herrscherin?

Meine Einschätzung:
Ich bin eine begeisterte Märchentante und schon im letzten Jahr hat mich die Interpretation des Ehepaar Hohlbeins von „Die wilden Schwäne“ begeistert.
Und auch „Die Schneekönigin“ ist wundervoll. Auch wieder nah am Original, aber ganz im Stile Hohlbeins phatasievoll ausgeschmückt, durchaus gruselig und kampfbetont. Die winterliche, eisige Stimmung, die die Schneekönigin über das Land bringt ist ganz, ganz toll beschrieben und bei den österlichen Temperaturen hier im Dezember, war mir richtig winterlich zumute ;-).
Ich mag auch wieder das Cover, das wunderbar zu dem ersten Band der Reihe paßt und wenn ich Herrn Hohlbein auf der Buchmesse richtig verstanden habe, planen sie schon eine weitere Märchenadaption in dieser Reihe.

Mein Fazit:
Ein winterlich-eisiges Märchenvergnügen für Kinder ab 10 Jahre und Märchenfreunde jeden Alters.

Rowling, Joanne, K.: Harry Potter und der Stein der Weisen

Genre: Jugenbuch, Fantasy

Kurzbeschreibung:

Lassen Sie sich von dieser wunderschönen Neuausgabe verzaubern! Harry Potters Geschichte ist inzwischen weltbekannt, doch nun ist eine einzigartige, vierfarbig illustrierte Ausgabe des Klassikers erschienen. Jim Kay, Illustrator des preisgekrönten „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness, hat die Welt von Harry Potter und ihre unvergleichlichen Figuren in ein neues Gewand gehüllt. Seine fantasievollen Zeichnungen werden nicht nur Fans, sondern auch neue Leser in ihren Bann ziehen. „Das schönste und begehrenswerteste Geschenkbuch des Jahres.“ (Fiona Noble, The Bookseller)

Meine Einschätzung:

Einfach nur wunder-wunderschön! Nach so vielen Jahren nochmal den ersten Harry Potter Band zu lesen war einfach klasse. Wieder habe ich mich die fantasievolle Welt der Autorin verliebt. Ihre Einfälle sind und bleiben genial und die Charaktere werden mich mein Leben lang begleiten (ganz schön pathetisch ;-)).
Die Illustrationen zur Geschichte sind auch richtig, richtig schön geworden. Witzig und fantasievoll, so dass jede Seite ein Spaß für die Augen ist.

Mein Fazit:

Ich bin begeistert von der illustrierten Ausgabe und hoffe, dass auch die anderen Bände illustriert herauskommen werden.

Wersba, Barbara: Ein Weihnachtsgeschenk für Walter

Genre: Bilderbuch

Kurzbeschreibung:
Walter ist keine gewöhnliche Ratte, denn er kann lesen. Kein Wunder, dass er sich nach Sir Walter Scott benannt hat! Er lebt im Haus von Miss Pomeroy, einer alten Dame, die Kinderbücher schreibt und eine herrliche Bibliothek besitzt. Dort macht Walter jedoch eines Tages eine erschütternde Entdeckung: Der Held in Miss Pomeroys Kinderbüchern ist ausgerechnet eine Maus!
Walter, der als kultivierte Ratte sehr unter dem schlechten Ruf seiner Artgenossen leidet, ist zutiefst gekränkt und beschließt, Miss Pomeroy einen Brief zu schreiben. So beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft. Und am Weihnachtstag wartet eine wunderbare Überraschung auf Walter …
Eine poetisch erzählte Weihnachtsgeschichte mit filigran-schönen Federzeichnungen von Donna Diamond.

Meine Einschätzung:
Es gibt Bücher, die sehe ich und verliebe mich auf den ersten Blick. Und als ich „Ein Weihnachtsgeschenk für Walter“ dann las, dachte ich, dass es für mich, ganz allein für mich :-), geschrieben worden ist.
Walter ist eine echte Leseratte und liest sich durch die Bibliothek einer Kinderbuchautorin. Er liebt Bücher und für eine Buchverrückte, wie mich, ist es wunderschön von seinen Leseerfahrungen zu lesen.

Mein Fazit:
Ein wunderschön gezeichnetes und geschriebenes Buch für Buchliebhaber und Leseratten.

Steinhöfel, Dirk: Die Weltenträumerin


Genre: Bilderbuch, Kinderbuch

Kurzbeschreibung:

Die Macht der Fantasie und die Magie des Buches! Was macht ein Buch mit einem Menschen? Wie einst Alice im Wunderland entschwindet das Mädchen plötzlich durch ein Tor in eine fremde Welt. Steinhöfel nimmt die Leser mit in Landschaften von unberührter Schönheit, hinunter in tiefe Brunnen, hinauf zu hohen Gipfeln, durch Feuer, Eis und Wüsten. Jeder der Stationen ist von Büchern begleitet und inspiriert, und Dirk Steinhöfel findet Bilder von großer schöpferischer Kraft, die Magie der Literatur abzubilden. Eine traumhaft künstlerische Reise ins Reich der Fantasie mit grandiosen Bildern von betörender Schönheit. Für alle, die an die Kraft der Wörter glauben!

Meine Einschätzung:

Die Geschichte, die hinter diesem (wortlosen) Bilderbuch steckt, gefällt mir natürlich sehr, aber leider sprechen mich die Illustrationen nicht wirklich an. Besonders das Mädchen, die Hauptfigur sieht aus, wie für ein PC-Spiel animiert und das gefällt mir überhaupt nicht. Ich finde die Gesichtsausdrücke des Mädchens fast schon gruselig. Die Landschaftsfotografien, die teilweise als Hintergrund dienen, sind eindrucksvoll, aber sehr düster und bedrohlich und so frage ich mich, wem dieses Buch wohl gefallen wird. Kindern???

Mein Fazit:
Meinen Geschmack hat das „Bilderbuch“ „Die Weltenträumerin“ leider überhaupt nicht getroffen.

Bertram, Annie: Wahre Märchen 2

Genre: Märchenbuch für Erwachsene, Fotografie

Kurzbeschreibung:
Märchen begleiten die Menschheit, schon seit es mündliche Überlieferungen gibt. Sie erheben keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit, schweben zeitlos im Raum und sind uns doch stets moralische Stütze oder bewahren uns vor schlechten Erfahrungen. Jedes Kind kennt die Märchen der Brüder Grimm, Hans Christian Andersens, Wilhelm Hauffs und all der namenlosen Autoren, die im Laufe der Geschichte wundersame Begebenheiten vom einen zum anderen weitergegeben haben. Was aber geschieht, wenn elf Autoren und eine Fotokünstlerin ganz unvoreingenommen auf das Thema treffen? Für dieses außergewöhnliche Projekt konnten unter anderem Deutschlands erfolgreichster Fantasy-Autor, Markus Heitz, der Meister des dunklen Humors, Christian von Aster, sowie die Gewinnerin des Literaturpreises SERAPH 2014, Ju Honisch, gewonnen werden. Julia Becker, Oliver Graute, Oliver Hoffmann, Diana Kinne, Lea Melcher, Björn Springorum, Isa Theobald und Rona Walter komplettieren das Autorenteam. Wahre Märchen II erinnert an die jahrtausendealte Tradition des Geschichtenerzählens und ruft uns ins Gedächtnis, dass Märchen uns auch heute leiten und unterstützen können und keineswegs nur etwas sind, womit man kleine Kinder erschreckt. Mit ihrem Blick für das Besondere rückt Annie Bertram die Märchenstoffe in ein neues Licht, das oft erst auf den zweiten Blick Abgründe enthüllt oder einfach verträumt, emotional und schlicht fantastisch ist.

Meine Einschätzung:
11 Märchen, mehr oder weniger bekannt, werden von verschiedenen Autoren ganz unterschiedlich neu interpretiert/adaptiert. Mir hat das unheimlich gut gefallen und ich kann gar nicht sagen, welches Märchen mir am besten gefallen hat. Irgendwie waren alle toll. Manche schräg, manche bizarr, manche grausam, manche gruselig, manche witzig – wie Märchen eben so sind.
Und das sind KEINE Geschichten für Kinder! (Das waren sie sowieso ursprünglich nicht …) Sie sind vielschichtig, kompliziert und die „Moral von der Geschicht“ ist nicht immer einfach zu erklären :-).
Mir hätten die Märchen so schon supergut gefallen, aber sie werden auch noch illustriert (ist vielleicht nicht der richtige Begriff, aber mir fällt gerade kein anderer ein) von außergewöhnlichen Fotos der Künstlerin Annie Bertram. Die Auswahl der Kostüme, die Modelle, die Orte, die Stimmung, die dadurch erzeugt wird …
– grandios – ungewöhnlich – morbid – verstörend – wunderschön – einzigartig
Das ist ein ganz außergewöhnliches, mutiges Projekt des Feder & Schwert Verlages.

Mein Fazit:

Märchenfans aufgepaßt! Ein bebildertes Märchenbuch für Erwachsene! Großartig!

Schneider, Anna: Bald wird es Nacht Prinzessin

Genre: Jugendbuch, Thriller

Kurzbeschreibung:
Nova liegt reglos auf dem Boden, ihre Augen starren ins Leere. Was ist in dieser Nacht passiert? Die einzigen Zeugen schweigen und Nova kann ihre Geschichte nicht erzählen, weil sie seither im Koma liegt. Doch Daniel ahnt, dass etwas Schreckliches geschehen sein muss. Zusammen mit Novas bester Freundin Jessi macht er sich auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit.

Meine Einschätzung:
Während ich mich mit „Evermore – Die Unsterblichen“ gelangweilt habe, habe ich Anna Schneiders neuen Jugendthriller in einem Rutsch durchgelesen.
Über den Inhalt will ich jetzt gar nicht viel verraten, denn sonst geht den zukünftigen Lesern die Spannung flöten und spannend ist die Geschichte. 🙂
Kann man sich Leute auf einer Party vorstellen, die sich kaum kennen, die sich einen Schnurz darum kümmern, wenn es jemandem schlecht geht? Oder dass den Partygästen heimlich was ins Glas geschüttet wird? Ja, ich kann mir das durchaus vorstellen, denn ich kenne solche Geschichten aus dem Bekanntenkreis und die Autorin beschreibt das sehr realitätsnah.
Sehr glaubhaft beschreibt sie auch das Gefühlskarussel von Jessie, der besten Freundin des Opfers, die einerseits ein unsicheres, junges Mädchen ist, aber andererseits legt sie sich mit den richtig bösen Jungs an, um Nova zu helfen. So sehen moderne Heldinnen aus!
Ganz besonders gelungen und berührend finde ich die Abschnitte mit dem Video-Tagebuch von Nova, die durch eine chronische Erkrankung eine ganz eigene Sicht auf das Leben hat. Da auch Daniel ein tragisches Ereignis in seinem Leben verarbeiten muß, ist dieser Thriller alles anderes als locker, leichtes Lesefutter.
Es geht in dieser Geschichte um nichts Geringeres als das Leben, den Tod, wahre Freundschaft, Gier, Neid, Schuld, Erwachsenwerden und nicht zuletzt um die Liebe.
Ein schönes Schmankerl aus meiner Sicht ist übrigens der Schauplatz der Geschichte: Frankfurt! Gut recherchiert, liebe Autorin ;-).
Ich mag auch den Schreibstil der Autorin sehr gerne, schnörkellos, flüssig und ohne unnötigen „Jugendslang“.
Mein einziger Kritikpunkt: Das Buch ist mit 221 Seiten einfach zu kurz! Meine Tochter wird das Ding an einem regnerischen Nachmittag verschlingen ;-). Ist aber wahrscheinlich eine Verlagsvorgabe …
Apropos Verlag. Erschienen ist der Thriller bei Thienemann unter dem Label (nennt man das so?) planet girl und wird somit in die Kategorie „Mädchenbücher“ geschoben, die Jungs garantiert nicht anrühren. Ist doch schade, oder? Dieser Thriller wäre ganz sicher auch für Jungs spannend. Tun sich die Verlage mit dieser Kategorisierung einen Gefallen?

Mein Fazit:
Nach „Blut im Schuh“ hat Anna Schneider ein weiteres spannendes Jugendbuch mit Tiefgang geschrieben, das mir richtig gut gefallen hat!

Erlenbach, Stefanie: Alpenblues & Hüttenflirt

Genre: Jugendbuch

Kurzbeschreibung:
Die 15-jährige Sara träumt von der großen Liebe, aber leider ist diese weit und breit nicht in Sicht. Und zu allem Überfluss nervt ihre Familie auch noch tierisch. Da kommt das Schulprojekt „Alpenüberquerung“ genau richtig. Endlich raus aus dem Alltagstrott! Sara und ihre besten Freundinnen Theresa und Nele fiebern zehn Tagen voller romantischer Alpen- und Wiesnfeststimmung entgegen Doch Pustekuchen! Schon bald fliegen bei den Mädchen die Fetzen und ein heißer Wettstreit um den attraktiven Bergführersohn Toni entbrennt. Und Sara muss allmählich erkennen, dass man Mr Right manchmal direkt vor der Nase hat

Meine Einschätzung:
Als Mutter von zwei Teenagern kann ich mir die Truppe von 16jährigen Schülern, die mit einer Lehrerin und einem Bergführer ein Alpenüberquerung als Schulprojekt angehen, bildlich vorstellen ;-). Die Autorin beschreibt wirklich sehr treffend, wie die Mädels und Jungs eher mit ihrem Outfit und der Frisur beschäftigt sind, als auf den Weg zu achten. Auch den Knatsch in der Mädchenclique, die Konflikte und die „Paarbildungsprobleme“ der Gruppe kommen mir irgendwie bekannt vor.
Stefanie Erlenbach alias Stefanie Dörr schreibt gewohnt witzig, spritzig und realistisch.
Meine 12-jährigen Tochter hat das Buch an einem Nachmittag durchgelesen und hatte ihren Spaß dabei.

Etwas nachdenklich macht mich aber die Altersangabe des Verlages: 12 bis 16 Jahre. Meine fast 16-jährige Tochter würde nicht auf die Idee kommen, ein Buch aus der Rebella-Reihe zu lesen, die einfach viel zu brav, harmlos und mädchenhaft ist. Zumindest die Mädchen in dieser Altersklasse, die ich kenne, sind aus anderem Holz geschnitzt ;-), lieben Bücher und Serien in epischer Länge und da darf es auch gerne mal gewalttätig zugehen und die Beschreibung eines „ersten Kusses“ lockt die Mädels nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Deshalb frage ich mich, ob diese Reihe beim Verlag mit dieser Zielgruppendefinition gut läuft???

Mein Fazit:
Wer fantasy- und gewaltfreies Lesefutter für seine 12jährige Tochter sucht, der liegt mit „Alpenblues & Hüttenflirt“ goldrichtig.

Ibbotson, Eva: Das Geheimnis des wandernden Schlosses

Genre: Kinderbuch

Kurzbeschreibung:

Der Waisenjunge Alex erbt ein altes Schloss im schottischen Hochland, kann aber die Ausgaben für den Unterhalt nicht bezahlen. Bald findet sich ein Käufer, der darauf besteht, dass alles gespensterfrei ist. Das ist allerdings ein Problem, denn auf Carra sind diverse Geister zu Hause wie Miss Spinks, die ertrunkene Gouvernante…

Meine Einschätzung:
Ich kenne und liebe die Autorin Eva Ibbotson durch ihre Romane „Die Morgengabe“ und „Sommerglanz“, die ich vor vielen Jahren schon gelesen habe und als mir beim Aufräumen des Bücherregals dieses (ungelesene) Kinderbuch in die Hände fiel, habe ich mich richtig gefreut.
Ein amerikanischer Millionär kauft sich zum Vergnügen ein schottisches Schloß, läßt es abbauen und in seiner Heimat wieder aufbauen. Obwohl der junge Schloßbesitzer Alex mit seinen geisterhaften Freunden einen Umzug zur Verwandschaft vereinbart hatte, geraten die Geister aus Versehen in die Schiffsladung mit dem Schloß und geistern so auf einmal in einem Kino in Amerika.
Eine sehr witzige Idee, denn dort treffen sie auf eine Geisterhand, die ihre Botschaften mit Lippenstift auf die Leinwand schreiben muß, um sich zu verständigen und selbstverständlich hält Amerika auch ein paar Bösewichte bereit, die mit Hilfe der Geister besiegt werden müssen :-).
Das ist ein ganz süßes Kinderbuch, nicht zu gruselig, ein wenig spannend, witzig und die Hauptfiguren sind alle liebenswert.
Mädchen und Jungs ab 10 Jahren werden sicher ihren Spaß damit haben und ich hatte ihn auch ;-).

Mein Fazit:

Dieses Kinderbuch von Eva Ibbotson ist auf wundervolle Weise altmodisch und liebenswert und geeignet für Leseratten ab 10 Jahren.

Scheunemann, Frauke: Winston – Ein Kater in geheimer Mission

Genre: Kinderbuch ab 10 Jahre

Kurzbeschreibung:
„Fassen wir mal zusammen: Ich kann sprechen. Ich kann lesen. Und ich kann auch schreiben haben wir gerade getestet. Ich kann Englisch, das große und das kleine Einmaleins. Und, jetzt kommt der Knaller: Ich kann sogar Russisch. Zumindest verstehe ich es. Um es kurz zu machen. Ich bin Super-Winston! Ich bin die schlauste Katze des Universums! Ich bin Weltklasse!“
So ein Katerleben ist herrlich!, findet Winston. Man kann den ganzen Tag gemütlich auf dem Sofa herumliegen und Geflügelleber mit Petersilie futtern. Lecker!
Doch als Winstons Herrchen eine neue Haushälterin einstellt, die mit ihrer Tochter in die Wohnung einzieht, ist es aus mit der Ruhe: Kira und ihre Mutter haben nämlich jede Menge Probleme im Gepäck, und bevor sich Winston versieht, steckt er mitten in einem echten Kriminalfall und kurz darauf ach du heilige Ölsardine auch noch im Körper eines Mädchens! Hilfe!!!

Meine Einschätzung:
Ich habe ja eine Schwäche für Katzenbücher 😉 und Frauke Scheunemann hat mit Winston ein ganz goldiges Kerlchen erdacht, das mit seiner neuen Freundin Kira große Abenteuer erlebt. Am besten hat mir der Schulbesuch aus Katersicht gefallen:-).
Aus meiner Sicht wird allerdings der Identitätentausch Kater – Teenager nicht überzeugend dargestellt. Bei aller Fantasie und Magie, aber das kann nicht funktionieren. Als Mutter von zwei Teenagern muß ich das doch wissen ;-), oder?
Das Buch läßt sich leicht und flott lesen und kaputt gelacht habe ich mich über die katermäßigen Flüche: heilige Ölsardine :-).

Mein Fazit:
Ein witziges, spannendes Buch für Mädchen und Jungs, die Katzen mögen.

Buckley, Michael: Die Grimm Akten – Die Spur des Riesen

Genre: Kinderbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Grimm Akten – Die Spur des Riesen
Teil 2: Die Grimm Akten – Ach, wie gut, dass niemand weiß …

Kurzbeschreibung:
Sabrina und Daphne können es kaum glauben. Sie sollen tatsächlich die Nachfahren der berühmten Brüder Grimm sein! Doch damit nicht genug: All die bekannten Märchenfiguren sind keine erfundenen Gestalten, sondern es gibt sie wirklich! »Grimms Märchen« sind Aufzeichnungen von Verbrechen, die die Familie über Jahrhunderte gesammelt hat! Sabrina und Daphne stehen nun vor einer wichtigen Aufgabe: Sie sollen in die Fußstapfen ihrer Großmutter treten und als Märchendetektive für Ordnung sorgen. Ihr erster Fall: Ein Riese, der in der Stadt sein Unwesen treibt …

Meine Einschätzung:

Ich finde es ja schon interessant, dass die Märchen der Brüder Grimm in den USA offenbar so populär sind, dass ihre Geschichten in den unterschiedlichsten Versionen veröffentlich werden. Man denke nur an die Kino-Märchenfilme des letzten Jahres und die Mystery-Krimi-Fernsehserie, die zur Zeit läuft.
Mir soll es recht sein, denn ich liebe Märchen in jeglicher Form und auch „Die Grimm Akten“ spielen unterhaltsam und modern mit dem Genre.
Ein klein wenig fühlte ich mich an „Fabelheim“ erinnert, das mir ja auch gut gefallen hat.

Mein Fazit:
Ein spannendes Kinderbuch mit Märchenbezug für furchtlose Leseratten ab 10 Jahren.

Dörr, Stefanie: Melli – Einmal blinzeln und von vorn

Genre: Kinderbuch ab 10 Jahre

Kurzbeschreibung:

Melli will eigentlich nur die Hochzeit ihrer Mutter verhindern. Doch als sie ausgerechnet im Standesamt ihre magischen Fähigkeiten entdeckt, hat sie alle Hände voll zu tun. Sie muss die Premiere des Schulmusicals retten, ihre Cousine vor der blöden Ziege Adine warnen und nebenbei noch herausfinden, was Oma Doro mit ihren Zeitsprüngen zu tun hat. Die schaut nämlich immer so geheimnisvoll und Melli ist sich sicher, dass sie mehr weiß, als sie zugibt.

Meine Einschätzung:
Tschuk! Da habe ich doch schon ein Nikolausgeschenkbuch für meine 10-jährige Nichte gefunden :-).
Melli, die sich nicht damit abfinden möchte, dass ihre Mutter, die sie doch immer für sich allein gehabt hat, heiraten möchte, erlebt merkwürdige Momente, in denen ihre Mitmenschen erstarren und nur sie allein sich bewegen kann. Was bei einem unangekündigten Vokabeltest noch ganz nützlich sein kann, bringt Melli aber in beängstigende Situationen, besonders weil sie keine Kontrolle über dieses Phänomen hat.
Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam Mellis Gefühlschaos und auch Frau Dörrs Blick auf das Leben und die Freundschaften einer Zwölfjährigen ist bei aller Magie doch realistisch. Ab und an mußte ich aber grinsen, wenn ich die Dialoge zwischen den Mädchen gelesen habe. Ähm, meine Töchter drücken sich keineswegs so gepflegt aus und einen Tag als „mistigen Misttag“ zu bezeichnen, käme denen auch nicht in den Sinn. Deshalb wirkt die Geschichte doch ein wenig betulich auf mich, aber das ist sicher vom Verlag so gewollt.
Zuckersüß und niedlich finde ich das Cover und ich bin sicher, das es meiner Nichte auch gefallen wird.

Mein Fazit:
Ein niedliches, witziges Mädchenbuch mit einem kleinen Schuß Magie, das ganz sicher viele Mädchen begeistern wird.

Lacombe, Benjamin: Das Elfen-Bestimmungsbuch

Genre: Bilderbuch für Erwachsene

Meine Einschätzung:
Das ist ein wunderschönes, aufwändiges, kunstvolles Buch für Menschen, die Märchen, Elfen und Pflanzen mögen. Ich bin ein ausgesprochener Fan von Benjamin Lacombe und erfreue mich an den schönen, düsteren, teils gruseligen Bildern. (Das ist definitiv kein Kinderbuch!)

Mein Fazit:
Ein wunderschönes Buch mit vielen Pflanzenzeichnungen und natürlich Elfen ;-).

Diese Bücher von Benjamin Lacombe mag ich auch sehr:
Schneewittchen
Lisbeth und das Erbe der Hexen

Northtrop, Michael: Kälte


(Komisch, eben hat der link nicht funktioniert???)

Genre: Jugendbuch

Kurzbeschreibung:
Es schneit wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Scotty und seine Freunde Pete und Jason gehören zu den letzten sieben Schülern ihrer Highschool, die darauf warten, nach dem Unterricht abgeholt zu werden. Bald jedoch wird klar, dass niemand mehr kommen wird. Anfangs scheint es noch gar keine so schlechte Sache zu sein, den Abend und schließlich die Nacht in der Schule verbringen zu müssen immerhin sind die zwei süßen Mädchen Julie und Krista mit von der Partie. Doch als zuerst der Strom ausfällt, dann die Heizung, schließlich die Wasserleitungen einfrieren und der Schnee draußen immer höher steigt und sie in Dunkelheit hüllt, liegen die Nerven blank und plötzlich geht es ums nackte Überleben.

Meine Einschätzung:
Puuuhhh, bin ich froh, kein Teenager mehr zu sein ;-). Sieben zufällig zusammengewürfelte, pubertierende Jugendliche harren in ihren Schule in Neuengland aus, über das ein gigantischer Schneesturm hinwegfegt.
Die Geschichte wird aus Sicht eines der Jungen erzählt, der die Leser auch gerne persönlich anspricht – witzige Idee. Die jungen Leute sind natürlich mehr mit sich selbst, ihren Pickeln, Sehnsüchten und Problemen beschäftigt, als sich vernünftig mit der durchaus lebensbedrohlichen Situation auseinanderzusetzen. Das ist sicher realistisch ;-).
Bedauert habe ich nur, dass der Autor der Geschichte so ein plötzliches Ende verpaßt hat.

Mein Fazit:
Wer auf der Suche nach einem spannenden Buch für Jungs (und toughe Mädchen) ab 12 Jahren als Weihnachtsgeschenk ist, der könnte zu „Kälte“ greifen.

Richter, Jutta: Ich bin hier nur der Hund

Genre: Kinderbuch, Hörbuch, Hundebuch

Kurzbeschreibung:
Er heißt eigentlich Brendon, was zu seiner vornehmen Herkunft auch viel besser passt aber sie nennen ihn Anton, weil sich das angeblich besser rufen lässt. Sie haben sich eine dieser schrecklichen Hundepfeifen zugelegt weil sie sich einbilden, dass er dann besser hört. Sogar in eine Hundeschule stecken sie ihn weil sie glauben, dass sie nur richtige Herrchen und Frauchen sind, wenn er auf Kommando jeden Unfug macht, den sie von ihm verlangen.
Die Krone der Schöpfung wollen die Menschen sein, dabei kapieren sie nichts. Nicht mal, dass Katzen nicht aufs Sofa gehören. Hunde ja! Katzen nicht! Warum die Hunde dann nicht weglaufen? Weil Menschen, wenn man sie sich mal erzogen hat, sehr zuverlässig mit dem Futter sind und weil sie zum Glück auch nicht verstehen, an welchem Ende der Leine sie eigentlich gehen.

Meine Einschätzung:
Vielleicht hätte ich dieses Buch lesen statt hören sollen? Jedenfalls ist es ein gutes Beispiel dafür, dass ein Hörbuch bei mir keine Chance hat, wenn ich den Sprecher oder die Sprecherin blöd finde. In diesem Fall liest die Autorin selbst und ihre Stimme und Intonation passen überhaupt nicht zum Hund. Furchtbar. Und aus irgendeinem Grund wurde die Lesung auch noch von volktümlicher, ungarischer Musik unterbrochen, die ich auch völlig unpassend fand. Ne.
Die Geschichte, die aus der Sicht eines ungarischen Hütehundes erzählt wird, ist eigentlich ganz unterhaltsam, aber hat bei Weitem nicht den Witz wie „Ich bin hier bloß die Katze“. Dieses Buch wurde auch von einer anderen Autorin geschrieben.

Mein Fazit:
Mir hat dieses Hörbuch nicht gefallen, was zum großen Teil an der Sprecherin lag.

Fine, Anne: Tagebuch einer Killerkatze

Genre: Katzenbuch 😉

Meine Einschätzung:
Wenn unsere beiden Katzen schreiben könnten, dann wäre dabei sicher ein ähnlich witziges, lustiges Buch herausgekommen. Die sind ganz sicher täglich irritiert vom merkwürdigen Verhalten ihrer Dosenöffner und wir können froh sein, dass sie so geduldig mit uns sind ;-).

Mein Fazit:
Ein wunderbares, witziges Büchlein für die ganze Familie und ein Muß für alles Katzenfreunde.

Lacombe, Benjamin; Perez, Sebastien: Lisbeth und das Erbe der Hexen

Genre: Märchenbuch, Kinderbuch

Kurzbeschreibung:
In dem Bilderbuch Lisbeth, die kleine Hexe findet Lisbeth auf dem Dachboden ihrer Großmutter ein geheimnisvolles Buch und entdeckt darin etwas Unglaubliches: Ihre Großmutter Olga und auch sie selbst sind Nachfahren berühmter Hexen! Das Buch ist ein Hexenalmanach, und dieser steckt zusammen mit dem Bilderbuch im Schuber! Lilith, Medusa, (Mona) Lisa, Johanna (von Orléans) der Hexenalmanach zeigt eine ungewöhnliche Ahnengalerie, die nicht nur Lisbeth in Erstaunen versetzt. Auch der Leser, der wie Lisbeth im Hexenalmanach blättern kann, wird einige Überraschungen erleben: Wer wusste zum Beispiel schon, dass Leonardosich drei Jahre lang vergeblich mühte, das Gesicht der (Mona) Lisa auf die Leinwand zu bannen, bis die Porträtierte es schließlich selbst dorthin zauberte? Im Anhang hält das Buch sogar Anleitungen für Zaubertränke bereit und außerdem ein kleines Hexenglossar. Als jüngste Nachfahrin in der Reihe außergewöhnlicher Frauen stellt der Hexenalmanach die Hexe Lisbeth vor. So können die Leser auch erfahren, wie Lisbeths Zukunft aussieht. Aber zunächst einmal muss sie ihren Freund Edward wiederfinden, der in einer Winternacht verschwunden ist, und dabei helfen ihr ihre neu entdeckten Hexenkräfte … Ein ganz und gar ungewöhnliches Bücherpaar in einem wunderschön gestalteten Schuber!

Meine Einschätzung:
Die Illustrationen von Bejamin Lacombe (siehe auch „Schneewittchen“) haben es mir einfach angetan und deshalb konnte ich diesem Hexen-Märchenbuch natürlich nicht widerstehen. Die Geschichte der kleinen Lisbeth, die entdeckt, dass ihre Großmutter eine Hexe ist, ist sehr stimmungsvoll illustriert. Die großformatigen, ganzseitigen Bilder könnte ich mir auch sehr, sehr gut als Poster an der Wand vorstellen. Ich habe mich besonders in den Kater Sokrates verliebt, der offensichtlich auf ägyptische Vorfahren zurückblicken kann ;-).
Aber auch der Hexenalmanach ist ganz großartig und zeigt Lisbeth ihre Vorfahrinnen. Jede dieser großen Hexen wird in einem großformatigen Portrait gezeigt und ihre, zum Teil gruseligen Geschichten werden erzählt.
Auch wenn es ein Bilderbuch ist, ist es für kleine Kinder sicher nicht geeignet, da die Grundstimmung doch eher düster-gruselig ist, aber meine Töchter (11 und 13 Jahre) sind begeistert.

Mein Fazit:
Ein stimmungsvoll illustriertes Hexenbuch für große Mädchen ;-).

Bennett, Sophia: Wie Zuckerwatte mit Silberfäden – Die erste Kollektion

Genre: Roman, Mädchen ab 12 Jahren

Kurzbeschreibung:
Nonie, Edie und Jenny leben im kreativen Zentrum der quirligen Metropole London. Jenny hat gerade ihren ersten Film gedreht, die Überfliegerin Edie visiert einen Job bei den Vereinten Nationen an – und Nonie interessiert sich vor allem für eines: Mode. Mitten hinein in diesen Wirbel aus Vintage-Shops, Models, Couturekleidern und Red-Carpet-Auftritten platzt ein Aschenputtel in Elfenflügeln und Tutu. Elizabeth, genannt Krähe, kann zwar nicht besonders gut lesen, dafür aber sind ihre Modeentwürfe sensationell. Eine steile Karriere beginnt, die jedoch einen ernsten Hintergrund hat …

Meine Einschätzung:
Das ist eine ganz, ganz süße Geschichte, in der sich alles um Mode, die erste Liebe, Freundinnen und was Mädchen mit 14 Jahren noch so alles bewegt, dreht. Bei aller Oberflächlichkeit, die man bei dem Thema vermuten könnte, verpackt die Autorin die tragische Geschichte eines afrikanischen Flüchtlingskindes sehr sensibel in diese zuckersüße Mädchenwelt.
Ich habe mir die Lesung von Nana Spier sehr, sehr gerne angehört und meine beiden Töchter sind auch begeistert.

Mein Fazit:
Eine tolle Geschichte für alle Mädchen, die sich für Mode interessieren.

Poznanski, Ursula: Erebos

Genre: Jugendbuch, Thriller

Kurzbeschreibung:
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

Meine Einschätzung:
Ausführliche Rezis gibt es zu diesem Buch sicher genug. Ich fand das Buch sehr, sehr spannend, die Figuren glaubwürdig und gut charakterisiert und es liest sich leicht und flüssig. Ich freue mich richtig, dass es mit „Erebos“ endlich mal einen Roman gibt, der Jungs im Teenageralter mitreißt. Meine Patenjungs waren zumindest alle begeistert. Aber Mädchen finden sicher auch gefallen an der Geschichte. Allerdings sollte man eine Vorstellung haben, wie Online-Rollenspiele funktionieren, um die Geschichte zu verstehen.

Mein Fazit:
Ein richtig, richtig tolles Jugendbuch für Jungs und Mädchen (und Junggebliebene), das seinen Preis zu Recht verdient hat.

Grimm, Jacob & Wilhelm; Lacombe, Benjamin : Schneewittchen

Genre: Märchenbuch

Kurzbeschreibung:
Oft ist dieses wohl beliebteste Märchen der Brüder Grimm erzählt und illustriert worden, doch nie hat jemand so magisch-schöne Schneewittchen-Bilder geschaffen wie Benjamin Lacombe. Seine Bilder gewinnen dem bekannten Text eine neue Tiefendimension ab und verzaubern Kinder wie Erwachsene gleichermaßen.
„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Wer kennt diese Frage nicht? Benjamin Lacombe hat sie nun mit ganz neuen Bildern beantwortet. Der französische Illustrator versteht sich meisterhaft darauf, eine beklemmend-bedrohliche Atmosphäre heraufzubeschwören und zugleich die Leichtigkeit und Anmut des Unschuldig-Schönen einzufangen. Einfach großartig! Der Text ist in der Originalversion der Brüder Grimm von 1896.

Meine Einschätzung:

Diesem wunderschön illustrierten Märchenbuch konnte ich einfach nicht widerstehen und es wird sicher nicht mein letztes Buch dieses französischen Illustrators sein. Die Bilder sind wunderschön, ein wenig gruselig und verstörend, atemberaubend dreidimensional, …
Allerdings glaube ich nicht, dass sie ganz kleine Kinder schon ansprechen, aber meine 11-jährige Tochter findet sie super.

Mein Fazit:
Ein wunderschönes Märchenbilderbuch für alle, die das Besondere mögen.

Archer, Lili: Der Schneewittchen-Club

Genre: Mädchenbuch ab 12 Jahre

Kurzbeschreibung:
Auf den ersten Blick haben Alice, Reena und Molly nichts gemeinsam, als sie im berühmten McKinsey-Internat eintreffen. Bis sie herausfinden, dass etwas sie verbindet: Stiefmütter nämlich, die schuld daran sind, dass man sie überhaupt ins Internat gesteckt hat – davon sind die drei jedenfalls felsenfest überzeugt. Im eigens gegründeten Schneewittchen-Club planen sie ihren Rachefeldzug. Doch dabei sollten sie auf Überraschungen gefasst sein…

Mein Fazit:
Das ist ein ganz toller, witziger Mädchen-Internatsroman.

Glaesener, Helga: Der Weihnachtswolf

Genre: Weihnachtsbuch für Kinder und Erwachsene

Klappentext:

Paolo muss nach dem Tod seiner Eltern sein geliebtes Rom verlassen und zu seinen Tanten ins Riesengebirge ziehen. Die fremde Umgebung – es ist tiefster Winter – behagt dem Jungen gar nicht und Heiligabend wird eine einzige Katastrophe: Paolo ist enttäuscht, weil sich der Weihnachtswolf nicht blicken lässt. Doch dann liegt plötzlich ein Wolf in der Küche …

Meine Einschätzung:

Das ist eine wunderschöne, besinnliche, altmodische Weihnachtsgeschichte, die den Leser in eine Zeit entführt, als man noch mit dem Pferdeschlitten in die Kirche fuhr, die Jungs mit Zinnsoldaten statt mit Playmobil spielten, die Puppen Porzellanköpfe hatte und es Bratäpfel statt Mousse au Chocolate zum Nachtisch gab.

Mein Fazit:
Ein ganz schönes Weihnachtsbuch, das ich nächstes Jahr an alle meine Patenkinder verschenken werde.

Steinhöfel, Andreas: Es ist ein Elch entsprungen

Genre: Weihnachtsbuch (für Kinder)

Kurzbeschreibung:
Wer glaubt schon an den Weihnachtsmann? Der kleine Bertil jedenfalls nicht mehr. Doch als eines Tages ein Elch durchs Dach mitten ins Wohnzimmer kracht und berichtet, dass er für den „Chef“ auf Probefahrt war, wird Bertil nachdenklich. In allen Einzelheiten lässt er sich von Mr Moose berichten, wie das mit dem Weihnachtsmann, dem Schlitten, den Rentieren und den Elchen (und den Geschenken!) so vor sich geht. Und als dann, ein paar Tage vor Weihnachten, der „Chef“ höchstpersönlich auftaucht, um Mr Moose wieder abzuholen, wird es wirklich spannend …“

Meine Einschätzung:
Sehr niedliche Weihnachtsgeschichte im typischen Steinhöfel-Stil. Witzig, modern, kurz und knackig …

Mein Fazit:
Eine tolle Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen und Selberlesen für die ganze Familie. Super!

Kuhn, Krystyna: Das Tal – Season 1 – Die Katastrophe

Genre: Jugendthriller

Kurzbeschreibung:

Katie hat nur ein Ziel. Den Gipfel des Ghosts, jenes legendären Dreitausenders, der das Tal überragt. Unheimliche Mythen ranken sich um den Berg, seit dort in den 70er Jahren eine Gruppe von Jugendlichen verschwunden ist. Und doch machen sich Katie und ihre Freunde auf den Weg. Aber am Berg wird sehr schnell klar, wer zum Freund wird, wer ein Feind ist. Und als dann noch ihre Führerin, die Cree-Indianerin Ana, spurlos verschwindet, sind die College-Studenten völlig auf sich gestellt. Niemand von ihnen ahnt, dass ein gefährlicher Schneesturm heraufzieht.

Meine Einschätzung:
Wieder sehr spannend erzählt die Autorin von 6 Teenagern, die ein Elitegymnasium in Kanada besuchen. Jeder der Jugendlichen hat ein Geheimnis und in diesem Band erfährt der Leser, warum Katie unbedingt den gefährlichen Aufstieg auf den Ghost schaffen möchte. Während für Julia, die der Leser im Vorgängerband kennengelernt hat, vollkommen klar ist, dass sie diese Tour mitmachen möchte, weil ihr Vater auf der Liste der angeblich verschwundenen Schüler aus den 70iger Jahren zu finden ist, sind die Beweggründe der anderen für dieses gefährliche Unterfangen nicht immer ganz klar.
Sehr anschaulich werden der abenteuerliche Aufstieg und die Tücken der Bergwelt geschildert, so dass ich richtig mitgefiebert habe.
Natürlich werden bleiben wieder viele, viele Fragen offen und so freue ich mich schon auf den nächsten Band ;-).

Mein Fazit:
Ein spannender Thriller für Jugendliche, mit einem kleinen Mystery-Anteil und einer Menge Teenagerproblemchen.

Kuhn, Krystyna: Das Tal – Das Spiel (Season 1/1)

Genre: Thriller für Jugendliche

Teil 1 einer Serie

Klappentext:
Eine coole Einweihungsparty im Bootshaus, so feiern die neuen Studenten ihre Ankunft im Grace College. Doch schon bald merken Julia und ihre Freunde, dass in dem abgelegenen Tal mitten in den kanadischen Bergen etwas nicht stimmt. Wozu die vielen Verbotsschilder rund um das College? Und warum ist der Ort nicht auf Google Earth zu finden?
Die Lage spitzt sich zu, als Julias Bruder Robert beobachtet, wie ein Mädchen in den Lake Mirror springt und von einem Strudel nach unten gezogen wird. Aber niemand schenkt seinen Worten Glauben – nicht einmal Julia. Noch ahnt sie nicht, dass die dunklen Schatten der Vergangenheit, die sie für immer überwunden glaubte, hier im Tal wieder an die Oberfläche drängen.

Meine Einschätzung:
Obwohl ich natürlich skeptisch war, ob mir ein Thriller für junge Leute ab 12 Jahren, der im College-Mileu spielt, gefallen kann, bin ich doch positiv überrascht. Von der ersten Seite an hat mich die düstere Grundstimmung gefesselt und natürlich war ich neugierig auf das Geheimnis, das Julia und ihren Bruder Robert umgibt. Die Charaktere sind allesamt interessant und geheimnisvoll und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzungen.

Mein Fazit:
Spannende, gruselige Thriller-Unterhaltung für Teenies.

Lloyd, Saci: Euer schönes Leben kotzt mich an!

Genre: Jugendbuch

Klappentext:
London, 2015. Die britische Regierung erlässt ein Gesetz, um den CO2-Verbrauch zu reduzieren. Jeder Bürger muss von nun an mit seiner CO2-Card für den gewohnten Luxus bezahlen. Urlaub auf Ibiza, ein gemütlich-warmer Winterabend vor dem Fernseher, zum Tanzen in die Disco mit Lichteffekten, ein paar Eiswürfel im Drink – das alles geöhrt der Vergangenheit an. Doch es gibt dringlichere Probleme. Stromausfälle, Wirbelstürme und Überschwemmungen sind an der Tagesordnung.
Und plötzliche zählt nur noch eines: überleben

Mein Einschätzung:
Puuuh, beklemmend aktuell, wenn man an Japan denkt.
Laura ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher Teenager mit den üblichen Problemen, der Junge, in den sie verliebt ist, beachtet sie nicht, ihre Eltern streiten sich ständig, ihre ältere Schwester zickt die ganze Zeit rum und in der Schule läuft es auch nicht rund.
Die Einschränkungen, die nun zur Minderung des CO2-Ausstoßes von allen Bürgern verlangt werden, greifen tief ins Alltagsleben ein. Strom, Heizstoffe, Wasser etc. werden rationiert und kontrolliert. Dazu werden Laura, ihre Familie und Nachbarn, nein die gesamte Erde von Naturkatastrophen heimgesucht. Schneestürme mit unerbittlicher Kälte, wüstenähnliche Sommer mit absoluter Trockenheit und dann wieder Stürme und Flutwellen, die halb London unter sich begraben.
Das stimmt den Leser ganz schön nachdenklich! Man kann sicher darüber diskutieren, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen sinnvoll und zielführend sind, aber auf jeden Fall regt die Geschichte den Leser und besonders junge Leser an, über die eigenen Prioritäten einmal ausgiebig nachzudenken.

Mein Fazit:
Ein beklemmend realistischer Katastrophenroman in Tagebuchform, der zum Nachdenken anregt.

Ludwig, Sabine: Die schrecklichsten Mütter der Welt

Genre: Kinderbuch ab 9 Jahre

Kurzbeschreibung:
Tanten-Alarm! Das Rätsel um die verschwundenen Mütter. Ganz eindeutig: Emily, Bruno und Sofia haben die schrecklichsten Mütter der Welt. Emily muss ihrer chaotischen Mama ständig aus der Patsche helfen, Bruno soll gegen seinen Willen Klavier spielen, und Sofia kann ihrer Mutter nie etwas recht machen. Nachdem sie auf www.schreckliche-muetter.de an einem Wettbewerb teilgenommen haben, geschieht ein Wunder: Ihre Mütter verschwinden und es tauchen nette Tanten auf, die den Kindern jeden Wunsch von den Augen ablesen. Doch irgendetwas stimmt nicht mit den Ersatzmüttern…

Mein Fazit:
Ganz unterhaltsames Buch für Kinder ab 9 Jahre, nicht zu gruselig, nicht zu spannend.

Dörr, Stefanie: Lenas geheimes Wunschbuch

Genre: Kinder/Mädchenbuch ab 10 Jahre

Klappentext:
Zauberei? Hokuspokus? Magie? Lena kann es kaum glauben – ihr glitzerndes Notizbuch ist nicht nur wunderschön, sondern kann tatsächlich Wünsche erfüllen! Begeistert beginnt sie, alles gerade zu biegen, was in ihrem Leben momentan schiefläuft: Stress in der Schule, zickige Freundinnen, freche Fieslinge und Eltern auf Trennungskurs. doch irgendwie ist danach alles nur noch verzwickter als vorher. Wo ist bloß die Bedienungsanleitung für dieses verflixte Wunschbuch?!

Meine Einschätzung:
Während Lena ihren zotteligen, ungestümen Lieblingshund Goethe ausführt, findet sie einen wunderschönen Glitzerstift, der perfekt zu ihrem fast vergessenen, himmelblauen Notizbuch passt. Und dieses Büchlein eignet sich perfekt, um ihm geheime Mädchenträume anzuvertrauen und wer hat noch nicht davon geträumt, einer grässlichen Englischstunde zu entgehen, weil die Lehrerin durch einen Niesanfall außer Gefecht gesetzt wird? Lena traut ihren Augen kaum, als sie das Ergebnis ihrer Träumereien am nächsten Tag in der Schule erleben darf. So ein Wunschbuch muss natürlich ausprobiert werden: funktioniert es nur zusammen mit dem Glitzerstift, kann man sich eine Eins in Mathe und eine Beste Freundin herbeiwünschen? Lena stellt schnell fest, dass selbst ein gut gemeinter Wunsch unerwartete und verhängnisvolle Folgen haben kann. Als dem schulbekannten Oberfiesling Lenas Wunschbuch in die Hände fällt, scheint die Katastrophe vorprogrammiert oder bekommt Lena von unerwarteter Seite Hilfe bei der Suche nach ihrem Buch?
Wie schon in ihrem Erstlingswerk „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ erzählt die Autorin Lenas Geschichte in einem locker, leichten und kindgerechten Ton. Mit ihrem Wortwitz und dem Gespür für lustige Situationen, bringt sie den Leser zum Lachen ohne in alberne Plattheiten abzugleiten. Aber Lena wird auch mit ernsten Themen konfrontiert. Hannah, das vermeintlich zickige Nachbarsmädchen muss den Tod ihres Vaters und Bruders verarbeiten, während ihre Mutter vor Trauer erstarrt ist. Außerdem erkennt Lena im Laufe der Geschichte, wie groß ihre Verantwortung beim Wünschen ist und dass manche Wünsche besser nicht in Erfüllung gehen.
Meiner 10jährigen Tochter hat dieses Buch ausnehmend gut gefallen. Sie hat sich voll und ganz mit der sympathischen Lena identifiziert und mir jedes Abenteuer von Lena wortreich geschildert. Besonders gelobt hat sie übrigens das schöne Cover. 😉

Unser Fazit:
Wir können dieses originelle, witzige Buch allen abenteuerlustigen Mädchen ab 10 Jahren ans Leserherz legen und unterhaltsame Lesestunden versprechen.

Enzmann (Hrsg.): Leise scheppert die Tür – Wie mir bei Last Christmas das Küssen verging

Genre: Weihnachtsanthologie für Kinder ab 12 Jahren

Klappentext:
Diese Lieder bekommt man nie wieder aus dem Kopf. Ob jemand Last Christman sein verschenkt hat oder ob überall die Jingle Bells ertönen: Hier werden ganz persönliche Katastrophenerlebnisse geschildert, spektakuläre Geheimnisse enthüllt und herzzerreißende Liebesgeschichten preisgegeben. Junge Autoren interpretieren die schrecklichsten Ohrwürmer der Weihnachtszeit.
Wer Weihnachtsgedudel hasst, wird dieses Buch lieben!

Meine Einschätzung:
Acht Autoren, darunter Stefanie Dörr und Christoph Marzi, haben jeweils eine Geschichte um einen (vermeintlichen) Weihnachtshit erdacht. Da wird z.B. ein unbedacht geäußerter Weihnachtswunsch „Ich würde alles dafür geben“ eines jungen Mann zu seinem großen Entsetzen erfüllt. In einer anderen Geschichte wirbelt ein junges Mädchen das weihnachtliche Radioprogamm mit Wünschen nach Sommerhits durcheinander.
Manche Geschichten stimmen den Leser nachdenklich, manche sind ein klein wenig gruselig und einige sind sehr witzig. Die Erwachsenen machen dabei nicht immer eine gute Figur und sind aus Sicht der Kinder im bestens Fall „peinlich“.

Mein Fazit:
Ein wunderbar kurzweilige Unterhaltung für die Vorweihnachtszeit und das ideale Nikolausgeschenk für junge und junggebliebene Leser.

Asher, Jay: Tote Mädchen lügen nicht

Genre: Roman für Kinder/Jugendliche ab 13 Jahren

Kurzbeschreibung:
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon …

Meine Einschätzung:

Puh, kein leichter Stoff.
Ein introvertiertes, sensibles junges Mädchen zieht mit seinen Eltern in eine andere Stadt und muß sich dort in eine neue Schule eingewöhnen und neue Freunde finden. Doch ihre Alternsgenossen sind zum großen Teil egozentrisch, über die Maßen egoistisch, verantwortunglos, leichtsinnig und boshaft. So wird Hannah verletzt und gekränkt, betrogen und belogen und verliert zum Schluß das Vertrauen in ihre Mitmenschen und nimmt sich das Leben. Aber zuvor rechnet sie mit ihren Peinigern ab. Sie erstellt eine Liste mit 13 Personen, die sich mit den Kassetten auseinandersetzen müssen, auf denen sie die Vorfälle akribisch schildert.
Clay, der Ich-Erzähler, ein stiller, sensibler Junge ist einer der dreizehn auf der Liste und hört voller Schrecken, was Hannah erlebt hat und macht sich große Vorwürfe, daß der die eindeutigen Signale, die Hannahs Selbstmord angekündigt haben, nicht wahrgenommen hat.
Dieses Buch läßt den Leser nicht mehr los. So wie Clay die Nacht auf der Straße verbringt, um die Kassetten ungestört hören zu können, möchte man das Buch auch nicht aus der Hand legen, bis man weiß, warum Clay auf dieser Liste steht und wie es zu diesem letzten Schritt im Leben eines jungen Mädchens kommen konnte.
Besonders betroffen macht mich als Mutter, daß die Eltern des Mädchens keinerlei Rolle im Leben des Kindes gespielt haben. Sie waren gefangen in ihren Alltagssorgen und Existensnöten und hatten keine Ahnung von den Problemen der Tochter. Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben, denn es hat mich dafür sensibilisiert, meinen Kindern ganz genau zuzuhören und auch ihre kleinen Nöte und Sorgen ernst zu nehmen.
Und auch Teenagern, die manchmal ganz schön gemein sein können, kann man dieses Buch nur empfehlen, denn es regt sie sicher zum Nachdenken an.

Mein Fazit:
Ein spannendes, trauriges, aber erhellendes Buch über ein junges Mädchen, das das Vertrauen in ihre Mitmenschen verloren hat.