Allende, Isabel: Ein diskretes Wunder


Genre: Erzählungen, Anthologie

Kurzbeschreibung:
Es ist Liebe auf den ersten Blick. Im strengbewachten Guggenheimmuseum in Bilbao feiern Elena und Pedro eines Nachts ein orgiastisches Fest. Aber wie sind sie hineingekommen? Ein Wunder? Magie?
Sinnliche, unerhörte Geschichten erzählt hier Isabel Allende, Geschichten voller Liebe und Erotik, Leidenschaft und übermütigem Humor, Geschichten von starken und eigenwilligen Frauen – und von liebestrunkenen Männern, die nicht immer wissen, wie das Herz einer Frau zu gewinnen ist.

Meine Einschätzung:

Nachdem ich mich dieses Jahr schon so wunderbar mit „Der japanische Liebhaber“ von Isabel Allende unterhalten habe, beschloß ich, alle mir fehlenden Bücher von ihr zu besorgen. Und dabei ist mir entgangen, dass es sich bei dem vorliegenden Bändchen um eine Sammlung von Erzählungen handelt, die schon in anderen Büchern von ihr veröffentlicht wurden und die ich schon gelesen habe.
Aber darüber habe ich mich nur ganz kurz geärgert, denn die Geschichten sind so wundervoll, in typischer Allende-Manier erzählt, voller Atmosphäre, Gerüche, Gefühle, seltsamer Geschöpfe und skurriler Figuren, wie ich sie an dieser Autorin liebe.
Ich werde das Bändchen meinen Lesekreisdamen ans Herz legen/aufdrängen, die die Autorin noch nicht kennen, denn anhand dieser Geschichten kann sich jede ein Bild machen, ob sie die Romane der Autorin mögen wird oder eben nicht.

Mein Fazit:
Eine warme Sommernacht, ein kühles Glas Weißwein, die Füße hochlegen, dem Zirpen der Grillen lauschen und in Allendes Phantasiewelten eintauchen. Einfach schön.

PS: Muß gerade selbst über mich grinsen. Ich halte in diesem Blog ja strickt meine tatsächliche Lesereihenfolge ein und man könnte schon den Kopf über meine wilden Genre-Sprünge schütteln, oder? 🙂

Diem, Angelika: Das grüne Tuch – Vollstrecker der Königin

Genre: Fantasy

Kurzbeschreibung:
Anthologie mit drei Novellen aus der Welt der Vollstrecker der Königin. Mit fast dreizehn Jahren setzte sich Caitlynn zum ersten Mal gegen das selbstherrliche Charisma ihres gräflichen Vaters zur Wehr. Was geschah in den Jahren danach bis zu jenem grausamen Mord auf Schloss Baeldin? Das Grüne Tuch Caitlynns Wunsch, sich im Schwarzen Turm zur Vollstreckerin ausbilden zu lassen, wird von ihren Elterngezielt sabotiert. Da sie sich durch ihr Charisma als unbrauchbar für den Heiratshandel erweist, beschließt ihre Mutter Caitlynn dorthin zu „entsorgen“, wo sie gezwungen sein wird, einen völlig anderen Weg einzuschlagen. Halbe Hand Als Caitlynns Großmutter Melana sich weigert, dem Fürsten zu Faelin als Heilerin beizustehen, entführen seine Untergebenen kurzerhand die sechzehnjährige Caitlynn, um die alte Meisterin-der-Heilkunst gefügig zu machen. Als „Gast“ des Fürsten kommt die neugierige Caitlynn rasch dahinter, dass es hinter Faelins goldener Fassade gärt und das nicht nur wegen der rätselhaften Krankheit des Fürsten, an der selbst einer der besten Heiler des Reiches sich schon die Zähne ausgebissen hat. Schmerztrinker Im Sommer nach ihrem siebzenten Geburtstag lernt Caitlynn auf dem Festmarkt bei Gelbried den sympathischen “Einsiedler” Alban kennen. Während sie sich mehr und mehr zu ihm hingezogen fühlt, ballen sich schwere Wolken über Gelbried zusammen. Zwischen den Dorfbewohnern und den Siedlern aus dem Inneren Aschenwald, die auf dem Markt ihre Waren feilbieten, häufen sich Feindseligkeiten. Noch bevor die ersten Himmelsfeuerräder fallen, verdichten sich die Zeichen, dass sich hier mehr entladen wird als nur ein heftiges Sommergewitter.

Meine Einschätzung:
Nachdem mir „Der Baeldin-Mord“ der Autorin schon sehr gut gefallen hat, habe ich nun diese, gerade neu erschienene Anthologie ebenfalls mit Begeisterung gelesen. Es handelt sich um 3 Geschichten aus der Jugendzeit von Caitlynn.
Ich finde den Weltenaufbau sehr gelungen. Er ist detailliert und liebevoll gestaltet. Und mir gefallen die Charaktere. Sie sind allesamt lebendig, mehrdimensional und ich mag es auch gerne, wenn sie liebenswert sind ;-).
Außerdem schafft es die Autorin mit ihrer wundervollen Erzählweise, die Geschichte in meinem Kopfkino lebendig werden zu lassen. Schade nur, dass die so kurz sind …
Ich wiederhole mich: Hoffentlich arbeitet die Autorin schon an einem richtig schönen, langen, satten Fantasy-Roman, in dem ich dann versinken darf :-).

Mein Fazit:
Ich lege diese Anthalogie mit klassischen Highfantasy-Geschichten aus der Feder einer Österreicherin allen Fantasy-Fans ans Herz. 🙂

Stöger, Michelle: Maria, Mord und Mandelplätzchen

Genre: Weihnachtsbuch, Krimi, Anthologie

Kurzbeschreibung:

Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4, dann steht der Mörder vor der Tür! Und das nicht nur in der Nachbarschaft: Gemeuchelt, vergiftet und die Waffe gezückt wird innerhalb ganz Deutschlands – und das zur Weihnachtszeit! Besinnlichkeit war gestern, denn jetzt lehren uns die besten Regiokrimi-Autoren das Fürchten. Sehen Sie sich also vor, wenn es an Heiligabend bei Ihnen an der Haustür klingelt…

Meine Einschätzung:
24 Weihnachtskrimis von Krimiautoren, von denen ich größtenteils noch nie etwas gehört habe. Das ist jetzt schon mindestens meine dritte Weihnachtskrimi-Sammlung, die ich gelesen habe und sie hat mir auch am besten gefallen, was eigentlich heißt: hier waren überwiegend Geschichten dabei, die mich ganz gut unterhalten haben.
Aber, ich kann mich eben mit Kurzgeschichten nicht so ganz anfreunden …
Also, nächstes Jahr lass ich das mal mit den Weihnachtskrimis. Jeden Tag einen Krimi zu lesen, das schaffe ich kaum und weil die Zeit im Advent eh so knapp ist, komme ich mit meinem eigentlichen Buch auch nicht so recht weiter.
Also Frau Leseratteffm, merke Dir für den nächsten Advent:
Lies lieber ein schönes Weihnachtsbuch!!!

Mein Fazit:
„Maria, Mord und Mandelplätzchen“ birgt drei bis vier Weihnachtskrimischätzchen, die mich richtig gut unterhalten haben, 13 sind ganz nett und die restlichen Geschichten fand ich todlangweilig oder doof.

Rademacher, Anne /Hrsg.: Der kleine Weihnachtsbegleiter

Genre: Weihnachtsbuch

Klappentext:
Hinter den 24 Türchen dieses besonderen Weihnachtsbuches verbergen sich 24 heitere und besinnliche Geschichten und Gedichte zur Weihnachtszeit von Wilhelm Busch, Italo Calvino, Selma Lagerlöf, Janosch, Siegfried Lenz und vielen anderen. Ausgestattet mit echten Adventstürchen!

Meine Einschätzung:
Jedes Jahr gönne ich mir ein Adventskalenderbüchlein, dieses Mal mit ganz klassischen Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsgedichten. Allerdings sind keine neuen Geschichten dabei und wer schon eine Sammlung solcher Geschichten besitzt, wird sicher die ein oder andere Wiederholung bemerken.

Mein Fazit:
Wer Lust auf klassische, etwas altmodische Geschichten rund um Weihnachten hat, die sich auch mal zum Vorlesen eignen, kann sich diesen Band zulegen.

Seghers, Jan (Hrsg.): Der Tod hat 24 Türchen

Genre: Krimiadventskalender

Klappentext:
Weihnachtsgänsehaut… Besinnliche Adventszeit? Von wegen: Zeit zum Töten! Denn wenn gute Freunde ihr wahres Gesicht zeigen, Christbaumverkäufer wettrüsten und betrogene Ehefrauen kaltblütig Rache nehmen, mischt sich schon mal tannengrün mit blutrot. Und da auch Profikiller Heiligabend feiern, gerät für manch einen die stille Nacht zur ewigen Ruhe… 24 Kurzkrimis der beliebtesten deutschsprachigen Krimiautoren, u.a. Friedrich Ani, Oliver Bottini, Petra Oelker, Gisa Klönne, Felicitas Mayall und Jan Costin Wagner.

Meine Einschätzung:
Ich bin zugegebenermaßen nicht gerade ein Kurzgeschichten oder Kurzkrimifan und deshalb hat mir diese Krimisammlung auch nicht wirklich gut gefallen. Allerdings waren doch einige Geschichten ganz unterhaltsam und kurzweilig.

Mein Fazit:
Adventskalender-Kurzkrimis sind eigentlich nichts für mich.

Kampa, Daniel (Hrsg.): Nicht schon wieder Weihnachten

Kampa, Daniel (Hrsg.): Nicht schon wieder Weihnachten!

Meine Einschätzung:
Da ich schon mit dem Krimiadventskalender herumgekämpft habe, habe ich diese Weihnachtsgeschichten nicht alle geschafft. Die, die ich bisher gelesen habe, waren allerdings ziemlich langweilig und wenig bemerkenswert. Mal sehen, vielleicht gebe ich ihnen nächsten Advent noch eine Chance…

Mein Fazit:

Entbehrlich.

Enzmann (Hrsg.): Leise scheppert die Tür – Wie mir bei Last Christmas das Küssen verging

Genre: Weihnachtsanthologie für Kinder ab 12 Jahren

Klappentext:
Diese Lieder bekommt man nie wieder aus dem Kopf. Ob jemand Last Christman sein verschenkt hat oder ob überall die Jingle Bells ertönen: Hier werden ganz persönliche Katastrophenerlebnisse geschildert, spektakuläre Geheimnisse enthüllt und herzzerreißende Liebesgeschichten preisgegeben. Junge Autoren interpretieren die schrecklichsten Ohrwürmer der Weihnachtszeit.
Wer Weihnachtsgedudel hasst, wird dieses Buch lieben!

Meine Einschätzung:
Acht Autoren, darunter Stefanie Dörr und Christoph Marzi, haben jeweils eine Geschichte um einen (vermeintlichen) Weihnachtshit erdacht. Da wird z.B. ein unbedacht geäußerter Weihnachtswunsch „Ich würde alles dafür geben“ eines jungen Mann zu seinem großen Entsetzen erfüllt. In einer anderen Geschichte wirbelt ein junges Mädchen das weihnachtliche Radioprogamm mit Wünschen nach Sommerhits durcheinander.
Manche Geschichten stimmen den Leser nachdenklich, manche sind ein klein wenig gruselig und einige sind sehr witzig. Die Erwachsenen machen dabei nicht immer eine gute Figur und sind aus Sicht der Kinder im bestens Fall „peinlich“.

Mein Fazit:
Ein wunderbar kurzweilige Unterhaltung für die Vorweihnachtszeit und das ideale Nikolausgeschenk für junge und junggebliebene Leser.

Klönne, Gisa: Fürchtet Euch nicht!

Genre: Krimiadventskalender

Jeden Tag im Advent eine halbe Stunde Pause, eine gute Tasse Tee und den Kurzkrimi lesen, so läßt sich die Weihnachtszeit gut an.
Viele bekannte Krimiautoren haben an dieser Sammlung von Krimis mit weihnachtlichen Themen mitgewirkt: Anne Chaplet, Gisa Klönne, Brigitte Glaser, Felicitas Mayall, etc.
Manche waren auch richtig gut, andere haben mir überhaupt nicht gefallen, aber wenn man mal keine Lust auf die Friede-Freude-Eierkuchen-Weihnachtsstimmung hat, dann liegt man mit diesen mörderischen Krimis richtig. :>