Thiemeyer, Thomas: Evolution – Der Turm der Gefangenen (2)


Genre: Sci-Fi, Jugendbuch, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – (noch nicht erschienen)


Kurzbeschreibung:

Mit letzten Kräften erreichen Lucie und ihre Freunde die Stadt der Überlebenden. Während Jem vor den Toren gegen angreifende Tiere kämpft, hofft Lucie im Inneren endlich Antworten zu finden. Doch im Schatten der Türme scheint das Mittelalter wieder auf gelebt zu sein: Wissenschaft gilt als schwarze Magie, Fragenstellen ist streng verboten. Als die Jugendlichen aus verbotenen Büchern erfahren, dass sie nicht die ersten Zeitreisenden sind, entlädt sich der Zorn des Burgherrn. Den Freunden bleibt nur die Flucht. Ihr Ziel: der einzige Ort, der noch Hoffnung verspricht die Oase der Zeitspringer. Aber der Weg dorthin führt sie durch gefährliche Sümpfe, mitten ins Land der Squids.

Meine Einschätzung:
Auch der zweite Teil dieser dystopischen Jugendbuchserie hat mir sehr gut gefallen und für ihn gilt meine Einschätzung des ersten Bandes genauso :-), ich wiederhole mich also nicht.

Mein Fazit:
Thiemeyers dystopische Jugendbuchserie ist keine Neuerfindung des Genre, aber unterhaltsam und spannend.

Ahern, Cecelia: Perfect – Willst Du die perfekte Welt (2)


Genre: Dystopie, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Flawed – Wie perfekt willst Du sein?
Teil 2: Perfect – Willst Du die perfekte Welt?

Kurzbeschreibung:
Celestine wurde als „fehlerhaft“ gebrandmarkt, sie gehört nun zu den Menschen zweiter Klasse. Doch statt sich den strikten Regeln des Systems zu unterwerfen, flieht sie. Denn Celestine ist auch ein Symbol der Hoffnung für alle anderen Fehlerhaften.
Gelingt es ihr, den grausamen Richter Crevan zu überführen? Das wäre die Chance auf einen Neuanfang für die Fehlerhaften. Aber gibt es auch für ihre große Liebe eine neue Chance?
Für Celestine geht es um alles – um Gerechtigkeit für sich selbst und alle anderen und um eine lebenswerte Zukunft.

Mein Einschätzung:
Im zweiten Teil dieser Geschichte spinnt die Autorin die Geschichte spannend und gekonnt weiter. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen :-).
Interessant finde ich auch, wie die Autorin die Rolle der Medien beschreibt, die dieses System der Fehlerhaftenbrandmarkung unterstützen. Wie unabhängig können Medien sein, die Politikern/Richtern/Präsidenten gehören? Wie lange lassen sich Menschen zensierte Berichterstattungen gefallen oder bemerken sie die Zensur überhaupt nicht?
Wie sehr läßt sich der Einzelne oder gar die gesamte Bevölkerung dadurch beeinflussen und wie kann Widerstand aussehen?
Spannende Fragen, oder?

Mein Fazit:
Dieses zweiteilige Jugendbuch/Dystopie kommt sofort auf die Liste meiner Lesehighlights, denn ich finde die Geschichte tagesaktuell, aufrüttelnd, nachdenkenswert und spannend. Lesen!

Ahern, Celelia: Flawed – Wie perfekt willst Du sein?


Genre: Dystopie, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Flawed – Wie perfekt willst Du sein?
Teil 2: Perfect – Willst Du die perfekte Welt?

Kurzbeschreibung:
Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe.

Meine Einschätzung:

Ich bin über diese zweiteilige Serie durch Zufall in der Buchhandlung gestolpert. Weder habe ich bisher in einem Blog darüber gelesen, noch irgendwo anders. Allerdings habe ich eben bei amazon aus den Augenwinkeln gesehen, dass es doch schon über Hundert Rezensionen gibt.
Der Titel, der Klappentext und die Aufmachung dieses Jugendbuches (ich weigere mich einfach beharrlich den Begriff all-age-Roman zu verwenden, was soll das eigentlich sein???) weckte zuerst bei mir den Eindruck, dass das Thema „Perfektion“ im Sinne von Schönheit eine Rolle spielt. Das hatte ich aber falsch interpretiert, ganz falsch.
Die Geschichte spielt in einem europäischen Land in einer nahen Zukunft. Nachdem in diesem Land Politiker, Wirtschaftsbosse und andere wichtige Funktionäre durch falsche Entscheidungen das Land an den Rand einer wirtschaftlichen Katastrophe manövrieren, installiert man eine moralische Instanz, deren Aufgabe es ist, Menschen, die fehlerhafte Entscheidungen getroffen haben, zu verurteilen. Diese fehlerhaften Menschen werden gebrandmarkt und müssen sich einem strengen Reglement unterwerfen, z.B. einer Ausgangssperre ab 23 Uhr, separate Sitze in öffentlichen Verkehrsmitteln und ein generelles Versammlungsverbot. Dieses System existiert neben dem normalen Recht und Gesetz und verselbstständigt sich im Laufe der Zeit. Es ist ein zutiefst grausames, unmenschliches System, aber die Mehrheit der Bevölkerung unterwirft sich diesen absurden Regeln, man bespitzelt und verrät sich gegenseitig und die gebrandmarkten Fehlerhaften haben keine Chance zur Rehabilitation.
Puuuuhhhh, noch jetzt kriecht mir eine Gänsehaut den Rücken hoch, wenn ich an die Beschreibung dieser Gesellschaft denke, vor allem, weil wir das ähnlich in der Vergangenheit in verschiedenen Ländern erleben mußten (Südafrika, DDR, …) und weil ich den Eindruck habe, dass wir Menschen daraus kein bisschen gelernt haben und eine ähnliche Entwicklung auch jetzt wieder denkbar ist. Nein, eigentlich geschieht es doch sogar heute-jetzt-gerade: Menschen werden aufgrund ihrer Religion oder Staatsangehörigkeit vorverurteilt und mit einem Einreiseverbot belegt.
Die Autorin schildert die Geschichte aus der Sicht eines 17jährigen Mädchens und ich denke, dass sie die Gefühlswelt eines Teenagers sehr, sehr gut beschreibt. Celestine will ein ganz normales, unauffälliges Mädchen sein und einfach nur dazu gehören. Sie ist absolut unpolitisch, unkritisch und gedankenlos bis zu diesem einen Ereignis, das alles für sie ändert. Mehr verrate ich aber nicht. 😉
Sicher, die Autorin nutzt bekannte Motive: ein Mädels, das sich zwischen zwei tollen Jungs entscheiden muß und die Anführerin einer Widerstandsbewegung wird, ist ja keine brandneue Idee, aber mir hat die Geschichte trotzdem sehr, sehr gut gefallen, berührt und nachdenklich gemacht.
Erwartungsgemäß ist der Schreibstil der Autorin auch wunderbar flüssig zu lesen, die Geschichte ist wahnsinnig spannend, es gibt keine Längen und ich habe sie in wenigen Stunden in mich hineingesaugt und auf Schlaf verzichtet.

Mein Fazit:

Großartig! Auch wenn ich etwas ganz anderes erwartet habe, wurde ich von dieser gesellschaftskritischen, absolut spannenden, berührenden Dystopie überrascht und bin begeistert. Eine absolute Leseempfehlung!

Thiemeyer, Thomas: Evolution – Die Stadt der Überlebenden (1)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – (noch nicht erschienen)

Kurzbeschreibung:
Eine Austauschgruppe auf dem Weg in die USA, eine Notlandung auf dem Denver Airport. Als Jem und Lucie das Flugzeug verlassen, ist die Welt plötzlich nicht mehr, wie sie war: Der Asphalt ist überwuchert, das Terminal menschenverlassen und überall lauern Gefahren. Vor allem Tiere haben es auf die Neuankömmlinge abgesehen. Was ist geschehen? Auf der Suche nach Antworten erfahren sie von ein paar letzten Überlebende in einer verschollenen Stadt. Doch wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat?

Meine Einschätzung:
Ich habe Thiemeyer schon länger im Auge, denn sein, zugegebenermaßen etwas abgefahrener Thriller Korona, gefiel mir ja ganz gut und als mir nun dieses neue Buch mit dem Stichwort Zeitreise ins Auge fiel, konnte ich nicht „nein“ sagen.
Nun bin ich zwar gerade der dystopischen Jugendbücher nach dem Muster „Gruppe-schwieriger-Teenies-wird-mit-lebensbedrohlicher-apokalyptischer-Situation-konfrontiert“ müde, aber mich „kriegt“ man ja schnell als Geschichtenerzähler, wenn mir die Protagonisten sympathisch sind und die Geschichte halbwegs spannend ist. Und gut, ich gebe es zu: einer Reise in eine mögliche Zukunft, in diesem Falle hat die Natur die Oberhand gewonnen und überwuchert die Reste der menschlichen Zivilisation, fasziniert mich immer wieder. So habe ich einige Lieblingsszenen, wenn die Gruppe beispielsweise auf noch funktionierende Droiden oder sprechende Hologramme stößt.
Trotzdem bleibt es ein Jugendbuch mit den typischen Teenie-Problemen „Mag er/sie mich?“, „Bin ich schön genug?“ „Ich bin so schüchtern..“ oder auch „Große Klappe – nix dahinter“, aber das war erträglich. Die Erwachsenen in der Geschichte ereilt übrigens ziemlich schnell ein blutiges Ende ;-).
Die Welt, durch die sich die Protagonisten kämpfen müssen, ist gefährlich, blutrünstig und fremd und nach der letzten Seite habe ich erst mal geguckt, für wann Band 2 angekündigt ist 🙂 (Januar 2017).
Den Sprecher des Hörbuches Max Bremer kannte ich bisher nicht, aber ich habe seiner Stimme richtig gerne zugehört und er hat die Geschichte für meinen Geschmack genau richtig interpretiert.

Mein Fazit:

Thiemeyers dystopischer Auftakt einer Jugendbuchserie ist keine Neuerfindung des Genre, aber durchaus unterhaltsam und spannend.

Sakey, Marcus: Eine bessere Welt (2)


Genre: Dystopie

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Abnormen
Teil 2: Die Abnormen – Eine bessere Welt

Kurzbeschreibung:
Mit den Genialen hat sich alles geändert.
Seit 1980 kommt ein Prozent aller Kinder mit Gaben auf die Welt, von denen wir bis dahin nur träumen konnten. Sie können die intimsten Geheimnisse eines Menschen wahrnehmen, Börsenbewegungen voraussagen oder sich fast unmerklich fortbewegen. Seit dreißig Jahren wächst die Kluft zwischen diesen außergewöhnlichen Menschen … und uns anderen. Nun hat ein von Genialen organisiertes Terrornetz drei Städte lahmgelegt. Die Regale der Supermärkte sind leer, Notrufe werden nicht beantwortet, Menschen werden bei lebendigem Leib verbrannt.
Nick Cooper kämpft seit jeher darum, dass seine Kinder einst in einer besseren Welt leben können. Selbst ein Genialer, ist er auch Berater des US-Präsidenten und gegen alles, wofür die Terroristen stehen. Doch während Amerika in einen verheerenden Bürgerkrieg schlittert, muss Cooper sich auf ein Spiel einlassen, das er nicht verlieren darf. Denn seine Gegner haben ihre eigene Vorstellung von einer besseren Welt.

Meine Einschätzung:
Ich habe ein Weilchen gebraucht, um wieder komplett in diese düstere Welt einzutauchen, aber dann konnte ich den zweiten Teil der Serie kaum aus der Hand legen.
Ehrlich gesagt hat es mich so manches Mal richtig geschüttelt, denn wie schon im ersten Band konnte ich Parallelen zur aktuellen Weltpolitischen Lage erkennen!
Terroristen verüben schlimme Attentate und das amerikanische Militär hat nur eine Antwort darauf. Der Präsident ist nur ein Marionette und schwupp-die-wupp stehen wir am Rande eines Bürgerkrieges in den USA!
An manchen Stellen hat mich die Story etwas verwirrt und deshalb ist es wahrscheinlich besser, man liest die beiden Teile hintereinander, weil man dann die wichtigen Details besser im Gedächtnis hat.

Mein Fazit:

Marcus Sakey liefert einen düsteren, actionreichen, grausamen, blutigen Action-Thriller ab, der bei mir das Kopfkino aktiviert. Aber Vorsicht! Manche Sachen sind schwer verdaulich ;-).

Zachariae, Christoph: Ödland – Der Keller (1)


Genre: Dystopie, Endzeit-Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Ödland – Der Keller
Teil 2: Ödland – Das Versteck im Moor
Teil 3: Ödland – Die Fabrik am Fluss
Teil 4: Ödland – Viktoriastadt‘ ersc

Klappentext:
Vierzig Jahre nach dem Zusammenbruch der Zivilisation haben sich Überlebende in abgeschiedene Enklaven zurückgezogen, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, denn durch das verwüstete Ödland ziehen bewaffnete Söldnerbanden und greifen auf der Suche nach Essbarem und aufbereitetem Wasser jeden an, der ihnen in die Quere kommt.
Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einem Heizungskeller unter einer Universität auf. Die Gemeinschaft aus Wissenschaftlern und ehemaligem Sicherheitspersonal schickt Piloten ins Ödland, um Kontakt zu anderen Enklaven aufzunehmen, doch noch nie ist einer von ihnen zurückgekehrt.
Schließlich wird Mega mit der Mission beauftragt im Osten eine Siedlung zu suchen, die Ersatzteile für die Wasseraufbereitung herstellen kann.
In einem ultraleichten Liegefahrrad wagt sich die letzte Pilotin auf die leeren Autobahnen des Ödlands.
Der Beginn einer gefährlichen Reise.

Meine Einschätzung:
Oho! Der Autor Christoph Zachariae, der unter anderem Drehbücher schreibt und Kurzfilme produziert, versteht sein Handwerk.
Die Atmosphäre der Geschichte ist sehr stimmig, die Beschreibung der Szenerien sind sehr detailreich und bildhaft und erscheinen in meinem Kopfkino in 3D und in Farbe :-).
Es wäre mir aber, ehrlich gesagt, lieber gewesen, wenn ich mir die Geschichte nicht so genau hätte vorstellen können, denn der Autor erspart dem Leser keine Grausamkeit oder Brutalität.
Er erzählt die Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen, nämlich aus Sicht der jungen Frau Mega und aus Sicht eines Söldners. Diesen Perspektivwechsel fand ich interessant und gelungen, wenn auch anfangs etwas verwirrend.
Selbstverständlich konnte ich mich ganz gut mit Mega anfreunden, eine Katniss auf dem Liegefahrrad ;-), und Hagen, der Söldner scheint unter seiner Elefantenhaut aus Brutalität und Grausamkeit auch noch etwas Menschlichkeit zu verstecken.
Richtig gut gefallen haben mir die Szenen aus dem titelgebenden Keller, der sich unter den Ruinen einer Universität befindet, in den sich eine Handvoll Wissenschaftler zurückgezogen haben und versuchen, die Katastrophe irgendwie zu überleben. Grandiose, faszinierende, ungewöhnliche Idee.
Mir gefällt auch das Cover, das wirklich gut zum Buch passt.
Jetzt kommt aber noch ein ABER: Ich konnte stellenweise die Brutalität und Grausamkeit kaum aushalten. Kannibalismus, Mord und Vergewaltigungen in 3D in meinem Kopf??? Da habe über manche Stellen schnell hinweglesen müssen. Warum ist das so? Ich kann ja durchaus eine Portion Blut und Kampfgetümmel vertragen, aber diese Geschichte ist für mich vielleicht zu nahe an einer möglichen Realität und in Anbetracht der aktuellen Nachrichten von barbarischen Terroristen, die Menschen Köpfe abschlagen und Frauen in Lagern gefangen halten, bin ich da im Moment wohl empfindlich.
Aber das ist ja eher mein Problem und deshalb werde ich Ödland auch meinem „abgerühten“ Neffen in die Hand drücken und mal hören, was der dazu meint.

Mein Fazit:

Christopher Zachariae hat eine vierteilige, filmreife Endzeit-Serie geschrieben, die ich allen Endzeit-Thrillerfans empfehlen kann, die mit Grausamkeiten aller Art in einem Buch gut klarkommen.

Westerfeld, Scott: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht (1)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht
Teil 2: Pretty – Erkenne dein Gesicht
Teil 3: Special – Zeig dein wahres Gesicht
Teil 4: Extra – Wer kennt dein Gesicht


Kurzbeschreibung:

Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl …

Meine Einschätzung:
Als mir meine Tochter „Ugly“ hinlegte, war mir nicht klar, dass es sich wieder mal um einen Jugendbuch-Dystopie-Serie handelt, denn sonst hätte ich noch etwas mit dem Lesen gewartet. An dieser Stelle sei aber erwähnt, dass das Buch schon 2007 erschienen ist. Es handelt sich also um einen Vorreiter der dystophischen Jugendbücher.
Im Gegensatz zu den Maze-Runner-Bänden konnte mich diese Geschichte allerdings nicht wirklich fesseln, obwohl ich die Welt, die der Autor für die Zeit nach der großen Katastrophe entwickelt hat, ganz interessant fand.
Für meinen Geschmack hatten die Figuren nicht genug Tiefe und Persönlichkeit und die Handlung war doch arg vorhersehbar. Außerdem wedelt der Autor ganz schön deutlich mit der Moralfahne und das war mir zu platt, besonders an der Stelle, als es um Essstörungen bei jungen Mädchen geht.
Ich bin aber auch hier wieder nicht die Zielgruppe und meine 14jährige Tochter verlangt schon nach den Folgebänden.

Mein Fazit:
Ugly reiht sich in die dystopische Jugendbücher-Szene ein, wird mir aber nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Dashner, James: Maze Runner-Trilogie – Die Auserwählten 1 bis 3

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Kurzbeschreibungen:
Im Labyrinth
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Fest steht, dass er irgendwie auf einer Lichtung gelandet ist, umgeben von einem bizarren Labyrinth. Doch er ist nicht alleine. Zusammen mit fünfzig anderen Jungen sucht er einen Weg in die Freiheit. Mörderische Kreaturen erwarten sie – und gewaltige Mauern, die sich ständig verschieben. Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.
In der Brandwüste
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit – doch dazu ist Thomas nicht bereit!
In der Todeszone
Thomas wird sich auf keinen Fall den Kopf aufschneiden lassen! Auch wenn er durch diese Operation sein Gedächtnis zurückbekommen soll. Denn den Wissenschaftlern von ANGST darf man nicht trauen. Nicht nach all den grausamen Prüfungen, die Thomas und seine Freunde durchstehen mussten. Nicht nach all den Versprechen, die gebrochen worden sind. Thomas muss endlich dafür sorgen, dass ANGST ihn nie wieder kontrollieren und manipulieren kann. Die Zeit der Abrechnung ist gekommen – Spannung pur! Band 3 der Erfolgstrilogie

Meine Einschätzung:
Da ich die drei Bände direkt hintereinander weg gelesen habe, fasse ich meine Einschätzung auch in einem Beitrag zusammen. (Hatte ich schon erwähnt, wie froh ich bin, wenn ich eine Trilogie in einem Rutsch lesen kann??? 🙂 )
Im Grunde finde ich die Dystopie-Welle, die durch den Jugendbuchbereich schwappt, langsam langweilig. Nach dem Motto: Kennst Du eine, kennst Du alle.
Auch die Maze-Runner-Reihe glänzt jetzt nicht gerade durch sensationelle, neue Einfälle. Nach einer Katastrophe (Sonneneruption) werden große Teile der Erde unbewohnbar. Die Menschheit muß sich neu organisieren und macht dabei einen grandiosen/katastrophalen Fehler, der die Menschheit ausrotten wird, wenn nicht ein paar Auserwählte Menschen die Rettung bringen. Die Menschen leben in abgeschotteten Städten, die verlorenen Seelen (so nenn ich sie mal, um nix zu verraten), bleiben draußen.
Warum habe ich also diese Trilogie so gerne gelesen, ne: eigentlich verschlungen? Weil die Geschichte so unglaublich spannend geschrieben ist. Immer wieder geraten die Jungs in furchtbare Situationen, die auch nicht immer gut für alle Beteiligten ausgesehen. Der Leser tappt, ebenso wie die Hauptfigur Thomas und seine Freunde, im Dunklen, warum sie diesen Gefahren ausgesetzt sind und bekommt nur Häppchenweise Informationen zugespielt. Das hat der Autor richtig gut gemacht und mich um ein paar kostbare Stunden Schlaf gebracht. Besonders gelungen finde ich in diesem Zusammenhang den Anhang am Ende Der Trilogie, der einige offene Fragen abschließend klärt. Damit war ich sehr zufrieden.
Außerdem hat sich der Autor sehr viel Mühe mit den Hauptfiguren gegeben, die wunderbar charakterisiert sind, einzigartig und vor allem glaubwürdig. Thomas wird beispielsweise immer wieder von Zweifeln geplagt, ist deprimiert, wütend, rachsüchtig, aber natürlich auch unglaublich mutig :-). Ebenso einzigartig sind auch die anderen Figuren, die auftreten. Ich habe den Kinofilm noch nicht gesehen und ich weiß auch gar nicht, ob ich das möchte, denn ich habe ein recht lebendiges Bild aller Personen im Kopf. Allerdings interessiert es mich, wie die Filmemacher die abgefahrenen Monster umgesetzt haben und das Labyrinth … Mal sehen …
Gut gefallen hat mir außerdem, wie der Autor die Gruppe von Jungs in Extremsituationen handeln läßt. Ich bin keine Psychologin und habe keine Ahnung, ob das realistisch ist, aber ich finde seine Theorie interessant, dass sich so eine geordnete Struktur mit Anführern, Abteilungen und Arbeitseinsätzen bildet.

Mein Fazit:
Meine 14jährige Tochter und ich haben diese dystopische Trilogie in wenigen Tagen verschlungen. Spannend – düster – gewalttätig, das muß man aushalten können.

Poznanski, Ursula: Die Vernichteten (3)


Genre: Jugendbuch, Dystopie, Sci-Fi


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Verratenen
Teil 2: Die Verschworenen
Teil 3: Die Vernichteten

Kurzbeschreibung:
Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.

Meine Einschätzung:
Ich leide ja schon etwas, wenn ich Bücher, die zu Trilogien gehören und bei denen ich mir sicher bin, dass sie mir gefallen werden, hinten an stelle, bis auch der letzte Band veröffentlicht wurde. Da muß ich mich häufig ein paar Jahre gedulden, aber es LOHNT sich :-). Wirklich!!!
Ursula Poznanskis Trilogie habe ich in einem, wunderbaren Rutsch lesen können und es fühlt sich für mich an, als wäre es ein einziges, dickes, spannendes, cooles Buch gewesen. Ich kann zwar die einzelnen Teile nicht mehr genau voneinander abgrenzen, aber das ist auch überhaupt nicht wichtig, da die Bände nahtlos aneinander gehören.
Und ich bin die ganze Zeit ganz tief in der Geschichte drin, kein Grübeln mehr: „Worauf mag sich diese Anspielung nochmal beziehen? Wie waren die nochmal miteinander verwandt, verbandelt? Wo soll das sein? …“ Herrlich!!!
Ihr konntet es ja schon aus meinem Fazit zu Band 1 und Band 2 lesen: mir hat die Serie sehr, sehr, sehr gut gefallen.
Dazu trägt natürlich in hohem Maße der niveauvolle und stimmungsvolle Schreibstil der Autorin bei. Der Weltenaufbau, die Beschreibung der unterschiedlichen, menschlichen Gruppen und ihre Verhaltensweisen, die Neben- und die Hauptfiguren, alles ist gut durchdacht, überzeugend und detailreich. Die Geschichte ist spannend, erschütternd, traurig, brutal, menschlich und überraschend.
Und ich LIEBE es, überrascht zu werden :-).
Auch wenn das politisch nicht ganz korrekt ist, ich habe es sehr genossen, eine Dystopie zu lesen, die nicht in den Ruinen von New York oder LA spielt ;-).
Mir fällt beim besten Willen kein Kritikpunkt ein …

Mein Fazit:
Hoffentlich schreibt die Autorin noch viele, viele Bücher! Ich werde sie alle lesen …

Poznanski, Ursula: Die Verschworenen (2)

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Verratenen
Teil 2: Die Verschworenen
Teil 3: Die Vernichteten


Kurzbeschreibung:

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet. Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.
Meine Einschätzung:
erfolgt, wenn ich Band 3 fertig gelesen habe 🙂

Mein Fazit:
(von mir selbst geklaut ;-))
Für mich ist die dystopische Trilogie von Ursula Poznanski schon jetzt ein absolutes Lese-Highlight. Sie besticht durch eine tolle Sprache, einer dichten Atmosphäre, großartige Charaktere und einer durchweg spannenden, überraschenden, verblüffenden, tragischen, grausamen Geschichte.

Poznanski, Ursula: Die Verratenen (1)

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Verratenen
Teil 2: Die Verschworenen
Teil 3: Die Vernichteten

Kurzbeschreibung:
Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

Meine Einschätzung:
erfolgt, wenn ich Band 3 fertig gelesen habe 🙂

Mein Fazit:
Für mich ist die dystopische Trilogie von Ursula Poznanski schon jetzt ein absolutes Lese-Highlight. Sie besticht durch eine tolle Sprache, einer dichten Atmosphäre, großartige Charaktere und einer durchweg spannenden, überraschenden, verblüffenden, tragischen, grausamen Geschichte.

Roth, Veronica: Die Bestimmung – Letzte Entscheidung (3)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Bestimmung
Teil 2: Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit
Teil 3: Die Bestimmung – Letzte Entscheidung

Kurzbeschreibung:

Die Lüge hinter dem Zaun holt Tris und Four ein.
Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht … Der atemberaubende Abschluss der Trilogie.

Meine Einschätzung:

Och, jooooo… Ich war schon vorgewarnt, meine ältere Tochter hat den letzten Teil nicht mehr fertig gelesen und die jüngere Tochter hat mir das Buch auf den Nachttisch geknallt: „Mama, das Buch und besonders das Ende ist blöd!“ Huch???
Aus meiner ganz persönlichen Sicht hat der letzte Teil dieser Trilogie einfach schwerwiegende logische Schwächen, die ich nicht übersehen konnte. Außerdem bleibt die Autorin dem Leser meiner Meinung nach wichtige Hintergrunderklärungen schuldig. (Ich will das jetzt hier nicht genau diskutieren, um nichts zu verraten, aber auch in diesem Band stellen die Protagonisten einfach nicht die richtigen Fragen!) Extrem gestört und verwirrt hat mich außerdem, dass die Autorin in diesem Teil jeweils Tris und Tobias abwechselnd aus der Ich-Perspektive erzählen läßt. Das steht zwar vor jedem Kapitel davor, aber aus den ersten beiden Teilen war ich eben nur an Tris gewöhnt und Tobias Stimme ist nicht einzigartig und prägnant genug, um sie von Tris zu unterscheiden.

Mein Fazit:
Ich fand den Abschluß der Trilogie schwach, streckenweise langweilig, langatmig und leider unlogisch. Schade.

Meyer, Kai: Phantasmen

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Sci-Fi

Kurzbeschreibung:
Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf – die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

Meine Einschätzung:
Ist ja klar, dass einer der erfolgreichsten deutschen Jugendbuchautoren sich dem Trendthema „Dystopie“ widmen muß, oder? Nachdem ich jetzt schon einiges in dieser Richtung gelesen/gehört habe, war ich zunächst skeptisch, denn die Geschichten ähneln sich doch alle irgendwie mehr oder weniger und irgendwann wird es dann auch langweilig (oder geht das nur mir so???).
Aber ich kann voller Überzeugung hier schreiben: Ich habe mich keine Minute mit Kai Meyers Weltuntergangsszenario gelangweilt!
Sicher, er spielt mit bekannten Motiven aus der Sci-Fi-Welt, aber mit seiner unglaublich fantasiereichen, bildhaften Erzählweise schafft er eine Welt, die mein Kopfkino sofort in Gang setzt. Und dabei ist er nicht gerade zimperlich. Mit meiner ebenfalls begeisterten Tochter habe ich über die Art und Weise diskutiert, wie die Hauptfiguren sich wohl über die zahlreichen Leichenberge bewegt haben müssen und auch andere Details der Geschichte sind schaurig, gruselig, böse, ekelig und bizarr.
Außerdem ist sie auch raffiniert und nicht ganz eindeutig. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber man kann besonders das Ende der Geschichte auch gaaaaaaaaaaaannnnnz anders interpretieren ;-).
Meine Tochter und ich haben „Phantasmen“ wirklich verschlungen und von mir bekommt es auch das leserattenffm-Prädikat „Schlafräuber“ :-).
Falls der Autor, der nach eigenem Bekunden im Netz Rezis zu seinen Büchern liest (wie schafft er das nur??? und wann schreibt er dann eigentlich???), hier vorbei guckt: Herr Meyer, wir mochten ihre Protagonisten sehr, aber sie wären noch etwas lebendiger und glaubwürdiger, wenn sie ab und an mal etwas zu essen und zu trinken bekämen und auch sonst menschliche Bedürfnisse verspüren würden :-).
Sehr gelungen finde ich das Cover des Buches, das sich von anderen Büchern des Genres abhebt.

Mein Fazit:
Ich bin begeistert von dieser Weltuntergangsgeschichte und spätestens nach „Phantasmen“ bin ich ein Kai Meyer Fan!

Roth, Veronica: Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit (2)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Bestimmung
Teil 2: Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit
Teil 3: Die Bestimmung – Letzte Entscheidung

Kurzbeschreibung:
Der Aufstand hat begonnen …
In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris‘ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden…

Meine Einschätzung:
Naja, zweite Teile einer Trilogie bergen meiner Ansicht nach immer die Gefahr, dass sie die Spannung des ersten Teils nicht halten können und nur Vorbereitung für den Showdown – Teil 3 – sind und diesen Eindruck hatte ich tatsächlich von „Tödliche Wahrheit“. Über eine weite Strecke kommt die Geschichte nicht so recht voran und außerdem ist mir Tris ganz furchtbar auf die Nerven gegangen, weil sie sich Tobias nicht anvertraut und dämliche Alleingänge unternimmt.
Gegen Ende hin nimmt die Geschichte dann wieder Fahrt auf und natürlich werde ich Teil 3 lesen, der noch in der Töchter-Warteschlange ist :-).

Mein Fazit:

Streckenweise langatmige Fortsetzung einer erfolgreichen Jugendbuchserie mit düsteren Zukunftsaussichten ;-).

Roth, Veronica: Die Bestimmung (1)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Bestimmung
Teil 2: Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit
Teil 3: Die Bestimmung – Letzte Entscheidung

Kurzbeschreibung:

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Meine Einschätzung:
Meine beiden Töchter haben den ersten Teil dieser Jugendbuch-Dystopie verschlungen: „Mama, das MUSST du lesen!“ Naja, und da bin ich natürlich schon neugierig geworden, denn so einig sind die beiden sich selten :-).
Ich könnte ja von Dystopien, wie sie gerade im Jugendbuchbereich im Trend liegen (ich bin ja schon gespannt, was danach kommt, erst Vampire, jetzt Endzeit-Szenarien und dann???) gelangweilt und/oder genervt sein, aber wenn ich mich gut unterhalten fühle, die Geschichte spannend und plausibel daher kommt, die Protagonisten interessant und liebenswert sind, dann lasse ich mich gerne trendgemäß begeistern. Ich kann mir die Welt, wie Veronica Roth sie erdacht hat, sehr gut vorstellen und die Geschichte ist wie ein Film vor meinem Inneren Auge abgelaufen.
Das ist auch der Grund, warum ich den Kinofilm nicht gucken werde, bevor ich alle 3 Teile gelesen habe. Ich will mir meine Vorstellung nicht zerstören.
Die Geschichte ist übrigens nicht für sanftmütige Gemüter geeignet, denn es geht schon sehr gewalttätig in dieser Welt zu.

Mein Fazit:

Drei begeisterte Leseratten dieser Familie haben „Die Bestimmung“ verschlungen und streiten sich um den zweiten Band.

Oliver, Lauren: Pandemonium

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Hörbuch

Reihenfolge der Amor-Trilogie:
Teil 1: Delirium
Teil 2: Pandemonium
Teil 3: Requiem

Kurzbeschreibung:
Die Lena von früher gibt es nicht mehr – die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Ihr altes Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Annina Braunmiller liest mit Spannung und Melancholie.

Meine Einschätzung:

Grmpf! Und wieder endet ein Band mit einem gemeinen Cliffhänger, was dazu führt, dass ich den dritten Teil natürlich auch irgendwann noch hören werde.
Im zweiten Teil der Serie hat sich die ich-Erzählerin Lena weiterentwickelt. Das war auch wichtig!
Die Geschichte wird in zwei Zeit-Strängen erzählt, nämlich einmal, was alles direkt nach Lenas Flucht geschah und im anderen Strang die aktuellen Ereignisse. Lena hat sich dem Widerstand angeschlossen und wurde in New York eingeschleust, um einen Jungen zu überwachen, dessen Vater einer der Verantwortlichen für den „Eingriff“ ist.
Mehr sei hier nicht verraten, spoilern will ich auf keinen Fall!
Dieser Teil ist deutlich spannender, actionreicher und brutaler als der erste Teil.
Ganz glücklich bin ich mit der ganzen Serie nicht, weil die Autorin dem Leser kaum einen Einblick in den Hintergrund der Welt gewährt und ich wundere mich noch immer darüber, dass die jungen Leute im Widerstand keine Fragen stellen, sondern Befehle einfach ausführen. Nun gut, das ist vielleicht von der Autorin so gewollt.

Mein Fazit:
Der zweite der Teil der Amor-Trilogie ist deutlich rasanter, brutaler, überraschender und auch spannender als der erste Teil dieser Jugendbuchdystopie.

Oliver, Lauren: Delirium

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Hörbuch

Reihenfolge der Amor-Trilogie:
Teil 1: Delirium
Teil 2: Pandemonium
Teil 3: Requiem

Kurzbeschreibung:
Liebe ist tödlich. Nur wusste das früher keiner. Die Leute strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Liebe als Krankheit identifiziert worden und heilbar. Auch Lena steht ein kleiner Eingriff bevor. Danach wird sie normal sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Meine Einschätzung:
Nach der ersten CD dachte ich: Oh, neeeeeee, geht die mir auf die Nerven!
Damit meine ich Lena, die Ich-Erzählerin, die sich nahezu vollständig an das herrschende System einer komplett überwachten Welt angepaßt hat. In meinen Augen ist sie unglaublich naiv, hinterfragt nichts und niemanden und auch als ihr so langsam aufgeht, dass es noch eine Wahrheit hinter dem System gibt, stellt sie nicht die richtigen Fragen.
Trotzdem hat mich der dystopische Weltenentwurf der Autorin fasziniert und auch das dramatische, offene Ende hat dazu geführt, dass ich den zweiten Teil sofort bestellt habe.
Absolut genervt hat mich leider die Lesung von Annina Braunmiller, die die Synchron-Stimme von Bella aus den Biss-Filmen spricht und die ich ewig und drei Tage mit der blöden Film-Bella verbinden werde. Ich hätte mir für Lena eine frische, unverbrauchte Mädchenstimme gewünscht, die ein wenig mehr Emotionen und Intonation an den Tag legt.

Mein Fazit:
Noch habe ich sie nicht über, mich faszinieren Dystopien und mir gefällt der Weltenentwurf der Autorin und deshalb werde ich die Trilogie zu Ende hören, auch wenn ich die Stimme der Sprecherin nicht mag.