Preston, Douglas; Child, Lincoln: Demon – Sumpf der Toten


Genre: Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Relic – Museum der Angst (a)
Teil 2: Attic – Gefahr aus der Tiefe (b)
Teil 3: Formula – Tunnel des Grauens
Teil 4: Ritual – Höhle des Schreckens
Teil 5: Burn Case – Geruch des Teufels (aa)
Teil 6: Dark Secret – Mörderische Jagd (bb)
Teil 7: Maniac – Fluch der Vergangenheit (cc)
Teil 8: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
Teil 9: Cult – Spiel der Toten
Teil 10: Fever – Schatten der Vergangenheit (aaa)
Teil 11: Revenge – Eiskalte Täuschung (bbb)
Teil 12: Fear – Grab des Schreckens (ccc)
Teil 13: Attack – Unsichtbarer Feind
Teil 14: Labyrinth – Elixier des Todes
Teil 15: Demon – Sumpf der Toten
Teil 16: The Obsidian Chamber (noch nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:

In der Kleinstadt Exmouth an der Küste von Massachusetts soll Special Agent Pendergast den Raub einer wertvollen Weinsammlung aufklären. Im Weinkeller stößt er überraschend auf eine frisch zugemauerte Nische. Hinter der Wand sind Ketten zu finden, außerdem ein menschlicher Fingerknochen. Offenbar wurde hier vor langer Zeit jemand lebendig eingemauert. Die Einbrecher haben das Verlies geöffnet, das Skelett herausgeholt und die Mauer wieder geschlossen – der Weinraub war anscheinend reine Ablenkung. Schnell muss Pendergast lernen, dass Exmouth eine äußerst dunkle Vergangenheit hat. Das Skelett ist nur der erste Hinweis auf eine Verfehlung aus alter Zeit, die bis heute ungesühnt ist.

Meine Einschätzung:
Da ist er ja wieder, der blonde und blasse Agent Pendergast 😉 und dieses Mal scheint er ja einen ganz harmlosen Fall zu untersuchen …
Halleluja, haben mich die beiden Autoren auf die falsche Fährte :-), durch gruselige Geheimgänge, in bluttriefende Tatorte, in stinkende Sümpfe, in überschwemmtes Marschland und an einen seltsamen Ort geführt.
Das Setting, nämlich eine Kleinstadt an der Küste von Massachusetts, die auf den ersten Blick so harmlos und liebenswert wirkt, deren Einwohner aber offenbar düstere Geheimnisse verbergen, fand ich toll. Die beiden Autoren beschreiben das so lebendig und bildhaft, dass ich das Städtchen und die Einwohner vor mir sehe, ebenso wie den altmodischen Leuchtturm.
Ich mochte die Geschichte sehr, allerdings wird es gegen Ende unübersichtlich für den Leser, die Autoren lassen uns mit einem absolut fiesen Cliffhanger sitzen und man bekommt den Eindruck, dass dieser Band eigentlich nur die Vorgeschichte zum nächsten Teil ist.
Hoffentlich muß ich nicht wieder ein Jahr auf die Fortsetzung warten.

Mein Fazit:
Mich unterhalten die Mysterie-Thriller des Autorenduos ausgezeichnet, auch wenn man hier und da kleine Kritikpunkte anbringen könnte.

Schilddorfer, Gerd; Weiss, David: Ewig (1)


Genre: Thriller, Mystery-Thriller, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Ewig
Teil 2: Narr
Teil 3: Teufel

Kurzbeschreibung:
AEIOU – diese mysteriöse Buchstabenfolge ist das Vermächtnis eines legendären Kaisers. Es ist ein uralter Code: Wer ihn entschlüsselt, hält das Schicksal der Menschheit in seinen Händen.
Immer tiefer geraten zwei Forscher in einen tödlichen Wettlauf um das Geheimnis. Ohne Atempause führt die dramatische Hetzjagd durch das mystische Wien.

Meine Einschätzung:

Ich mag Mystery-Thriller, in denen es um die Suche nach magischen Artefakten geht, gerne auch nach dem Kelchen des Ewigen Lebens etc. (Indiana Jones läßt grüßen :-)) und ich mag liebe Wien :-). Da hätten die beiden Autoren schon sehr viel falsch machen müssen, damit mir diese Geschichte nicht gefällt ;-). Natürlich gibt es sehr erfolgreiche Romane des Genres, die vielleicht besser recherchiert, besser geschrieben sind und der vorliegende Thriller beschreitet auch keine vollkommen neuen Wege, aber ich wurde sehr gut unterhalten. Und das ist auch mein Anspruch an Hörbücher, sie sollen mich bitte unterhalten. Ich bin auch nicht der Typ, der akribisch die Hinweise und geschichtlichen Tatsachen analysiert und recherchiert. Ehrlich gesagt, ist es mir völlig wurscht, ob die Autoren das auch ganz und gar wissenschaftlich korrekt recherchiert haben, aber die Frau Leseratteffm liest ja auch gerne Märchen und Fantasy :-).
Im vorliegenden Band suchen verschiedene Gruppierungen nach dem Rezept des „Ewigen Lebens“ und sind dabei absolut skrupellos und die Beschützer des Geheimnisses übrigens auch :-). Ein Journalist und sein lebensmüder Freund und Geschichtsprofessor geraten zwischen die Fronten und mehrfach in Lebensgefahr. Ein südafrikanischer Auftragskiller, ein übereifriger, chinesischer General, eine israelische Undercover-Agentin, eine kämpferische Nonne, zwielichtige Diplomaten, troddelige Polizisten, ein weiser tibetischer Mönch und ein reizender, betagter Hund tragen das Ihre zu diesem actionreichen Thriller bei, der mich nicht eine Minute gelangweilt hat.
Der geneigte Leser/Hörer wird natürlich durch verschiedene Wiener Sehenswürdigenkeiten geführt, aber auch ins ferne Tibet, nach China, Deutschland und Tschechien und Israel.
Es wird geschossen, mit Messern geworfen, gewürgt und mit Degen in Walkingstöcken gemordet, das es eine wahre Freude ist ;-).
Mir haben die beiden Protagonisten Sina und Wagner einfach gut gefallen, die sicher ein klein wenig überzeichnet sind, aber das hat mich nicht gestört. Ich konnte mir Sinas halb zerfallene Burg nur zu gut vorstellen und auch Wagners Remise mit den Motorrädern hat irgendetwas.
Gesprochen wird das Hörbuch von Wolfgang Wagner, den ich bisher noch nicht gehört habe, der mir aber ausgesprochen gut gefallen hat und die Geschichte und die Personen perfekt umgesetzt hat.
Sehr witzig fand ich übrigens den Epilog. Coole Idee :-).

Mein Fazit:

Fans des Genres, Freunde actionreicher Unterhaltung und Wien-Liebhaber dürften mit „Ewig“ ihren Spaß haben.

Sakey, Marcus: Eine bessere Welt (2)


Genre: Dystopie

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Abnormen
Teil 2: Die Abnormen – Eine bessere Welt

Kurzbeschreibung:
Mit den Genialen hat sich alles geändert.
Seit 1980 kommt ein Prozent aller Kinder mit Gaben auf die Welt, von denen wir bis dahin nur träumen konnten. Sie können die intimsten Geheimnisse eines Menschen wahrnehmen, Börsenbewegungen voraussagen oder sich fast unmerklich fortbewegen. Seit dreißig Jahren wächst die Kluft zwischen diesen außergewöhnlichen Menschen … und uns anderen. Nun hat ein von Genialen organisiertes Terrornetz drei Städte lahmgelegt. Die Regale der Supermärkte sind leer, Notrufe werden nicht beantwortet, Menschen werden bei lebendigem Leib verbrannt.
Nick Cooper kämpft seit jeher darum, dass seine Kinder einst in einer besseren Welt leben können. Selbst ein Genialer, ist er auch Berater des US-Präsidenten und gegen alles, wofür die Terroristen stehen. Doch während Amerika in einen verheerenden Bürgerkrieg schlittert, muss Cooper sich auf ein Spiel einlassen, das er nicht verlieren darf. Denn seine Gegner haben ihre eigene Vorstellung von einer besseren Welt.

Meine Einschätzung:
Ich habe ein Weilchen gebraucht, um wieder komplett in diese düstere Welt einzutauchen, aber dann konnte ich den zweiten Teil der Serie kaum aus der Hand legen.
Ehrlich gesagt hat es mich so manches Mal richtig geschüttelt, denn wie schon im ersten Band konnte ich Parallelen zur aktuellen Weltpolitischen Lage erkennen!
Terroristen verüben schlimme Attentate und das amerikanische Militär hat nur eine Antwort darauf. Der Präsident ist nur ein Marionette und schwupp-die-wupp stehen wir am Rande eines Bürgerkrieges in den USA!
An manchen Stellen hat mich die Story etwas verwirrt und deshalb ist es wahrscheinlich besser, man liest die beiden Teile hintereinander, weil man dann die wichtigen Details besser im Gedächtnis hat.

Mein Fazit:

Marcus Sakey liefert einen düsteren, actionreichen, grausamen, blutigen Action-Thriller ab, der bei mir das Kopfkino aktiviert. Aber Vorsicht! Manche Sachen sind schwer verdaulich ;-).

Preston, Douglas; Child, Lincoln: Labyrinth – Elixier des Todes


Genre: Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Relic – Museum der Angst (a)
Teil 2: Attic – Gefahr aus der Tiefe (b)
Teil 3: Formula – Tunnel des Grauens
Teil 4: Ritual – Höhle des Schreckens
Teil 5: Burn Case – Geruch des Teufels (aa)
Teil 6: Dark Secret – Mörderische Jagd (bb)
Teil 7: Maniac – Fluch der Vergangenheit (cc)
Teil 8: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
Teil 9: Cult – Spiel der Toten
Teil 10: Fever – Schatten der Vergangenheit (aaa)
Teil 11: Revenge – Eiskalte Täuschung (bbb)
Teil 12: Fear – Grab des Schreckens (ccc)
Teil 13: Attack – Unsichtbarer Feind
Teil 14: Labyrinth – Elixier des Todes
Teil 15: Demon – Sumpf der Toten
Teil 16: The Obsidian Chamber (noch nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:
Agent Pendergast erhält Besuch aus der Vergangenheit – in Form einer Leiche. Sein neuester Fall führt den Kult-Ermittler tief in die eigene Familiengeschichte. Alles beginnt Ende des 19. Jahrhunderts, als Hezekiah Pendergast, ebenso genial wie niederträchtig, ein Elixier entwickelt, das seine teuflische Wirkung über Generationen entfaltet, bis in die Gegenwart. Und das bekommt Agent Pendergast nun am eigenen Leib zu spüren. Preston & Child haben für „Labyrinth – Elixier des Todes“ alles aufgefahren, was ihre Fans weltweit begeistert: das Spiel mit den Möglichkeiten der Wissenschaft, atmosphärische Schauplätze, überraschende Wendungen, rasante Action – und natürlich das Mysterium Pendergast.

Meine Einschätzung:
Die beiden Herren lassen sich immer ganz schön Zeit mit dem Schreiben der Pendergast-Thriller…
Wir sind in diesem Band wieder zurück im Naturhistorischen Museum von New York, das mit seinen unendlichen, unterirdischen Weiten natürlich eine gruselige Atmosphäre für Verfolgungsjagden aller Art bietet. 🙂 Und natürlich dürfen wir uns wieder wundern, welche seltsame Gestalten – Wissenschaftler – dort unterwegs sind ;-).
Pendergasts Familie besteht im Grunde aus einem Haufen psychopatischer Gruselgestalten, deren Taten schwer auf Pendergasts Gewissen lasten. Mehr will ich gar nicht verraten. Es wird spannend, absolut gruselig, wie immer bizarr und an manchen Stellen übertreiben die Herren Autoren wahrhaftig, was aber meinen Lesespaß nicht schmälert.
Der Showdown ist sensationell und ist in meinem Kopf als Kinofilm abgelaufen. Ich habe nur keine Idee, mit wem man Costance besetzen könnte, die eindeutig meine Lieblingsfigur neben Corrie ist.

Mein Fazit:
Ein typischer Pendergast mit leichten Längen, aber wie immer spannend und unterhaltsam.

Harrison, Kate: Soul Beach – Frostiges Paradies (1)

Genre: Jugendbuch, Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Soul Beach – Frostiges Paradies (1)
Teil 2: Soul Beach – Schwarzer Sand (2)
Teil 3: Soul Beach – Salziger Tod (3)

Kurzbeschreibung:
Meine Schwester ist tot.
Seit vier Monaten und fünf Tagen.
Ermordet.
Heute habe ich eine E-Mail erhalten.
Von ihr.

Als Alice eine E-Mail von ihrer toten Schwester bekommt, hält sie das zunächst für einen schlechten Scherz. Dann folgt jedoch eine Einladung in die virtuelle Welt von Soul Beach, einem idyllischen Strandparadies, wo ihre Schwester Megan seit ihrer Ermordung festsitzt.
Unter www.soulbeach.org entdeckt Alice eine völlig neue Welt abseits der Realität, die sie mehr und mehr in ihren Bann zieht.
Doch wer steckt hinter Soul Beach und warum herrschen hier solch strenge Regeln?
Warum wird der Strand nur von Jungen und Schönen bewohnt?
Und warum sind sie alle tot?
Wer hat Megan umgebracht?

Meine Einschätzung:
Der Auftakt dieser Jugendbuchtrilogie lungerte schon eine ganze Weile auf meinem SuB, unter anderem weil meine Tochter nicht besonders begeistert von diesem Buch gewesen ist und nicht nach den Fortsetzungen verlangt hat. Wir haben zwar nicht den gleichen, aber einen ähnlichen Lesegeschmack. Außerdem ist „Soul Beach“ ein gutes Beispiel von: wurde in vielen Blogs wie gehypt und ich hatte dann keine Lust mehr ;-).
Hm, warum hat mich dieser Mystery-Thriller nun nicht besonders begeistert?
Am meisten hat mich gestört, dass es ein typisches Teenie-Buch ist und Alice ist ein typisches Exemplar von egozentrischem, sämtlichen Weltschmerz in sich tragenden Mädels mit allen Komplexen, die man als Mädels so haben kann. Damit ist sie mir gehörig auf die Nerven gegangen. Hach und die tote Schwester war außerdem ein absolutes Prachtexemplar: Star einer Fernsehsendung, hübsch, singend und tanzend und beliebt und vereehrt. Die Mutter der Familie verehrt dafür ihren Therapeuten, während der Vater sich zurückzieht und allen Konflikten aus dem Weg geht. Langweilig und vorhersehbar.
Die Idee, nämlich dass es eine Art Warte-Paradies für ermorderte Teenies gibt, ist zwar ganz interessant, aber ich hatte immer den Eindruck, dass Alice die falschen Fragen stellt, die sie sowieso nicht beantwortet bekommt. In diesem Teil bleibt im Prinzip alles offen und ungeklärt.
Interesserieren würde mich nur, ob der junge IT-Crack Alice bei der Klärung dieser vielen Fragen und letztlich der Morde helfen kann. Er war für mich der einzige Lichtblick ;-).
Die Aufmachung der Trilogie finde ich ganz gelungen, schön düster mit dem schwarzen Buchschnitt und dem matten, auf alt gemachten Cover. Sprachlich ist mir das Buch weder positiv noch negativ aufgefallen. Es läßt sich ganz flott lesen.

Mein Fazit:
Ich werde diese Jugendbuch-Trilogie nicht weiter lesen, weil mir die Protagonisten ein wenig auf die Nerven gehen, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich junge Leser für diese Reihe begeistern können.

Rickman, Phil: Der Turm der Seelen

Genre: Thriller, Mystery-Thriller

Reihenfolge der Serie „Merrily-Watkins“:
Teil 1: Frucht der Sünde
Teil 2: Mittwinternacht
Teil 3: Die fünfte Kirche
Teil 4: Der Turm der Seelen
Teil 5: Der Himmel über dem Bösen
Teil 6: Die Nacht der Jägerin
Teil 7: Das Lächeln der Toten
Teil 8: Dunkler Gesang
Teil 9: Das Gespinst des Bösen
Teil 10: Sündenflut
Teil 11: Das Geheimnis des Schmerzes

Kurzbeschreibung:
Wenn die Toten nicht ruhen wollen… Ein einsames Gehöft, dessen letzter Besitzer ermordet wurde. Im Hopfenturm soll es spuken – ein Fall für Merrily Watkins. Zugleich ist die «Beraterin in spirituellen Grenzfragen» des Bistums Herefordshire mit einem angeblich besessenen Mädchen befasst. Beiden Fällen steht Merrily eher skeptisch gegenüber. Doch nach und nach verstrickt sie sich immer tiefer in einem Netz von Betrug, Korruption und sexueller Gewalt. Nachdem ein exorzistisches Ritual fürchterlich misslingt, sieht es aus, als wäre Merrilys Karriere am Ende. Doch dann findet sich eine Spur zu dem Mord. Sie führt zurück in die Zeit, in der noch abergläubische Roma-Sippen zur Hopfenernte kamen…

Meine Einschätzung:
Ich habe mir diesen Mysterie-Thriller im Rahmen meines SuB-Abbau-Vorhabens geschnappt, aber leider habe ich mich furchtbar gelangweilt.
Wahrscheinlich bin ich einfach nicht in Stimmung für eine Pfarrerin, die sich mit seltsamen Phänomenen beschäftigen soll und dabei wahlweise belächelt oder angefeindet wird.

Mein Fazit:
Diesen Band fand ich langweilig und langatmig. Mal gucken, ob ich der Reihe noch eine Chance gebe, irgendwann …

Sakey, Marcus: Die Abnormen (1)

Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Abnormen
Teil 2: Die Abnormen – Eine bessere Welt

Kurzbeschreibung:
In Wyoming kann ein kleines Mädchen in der Art, wie jemand seine Arme verschränkt, seine dunkelsten Geheimnisse lesen. In New York erkennt ein Mann Muster im Auf und Ab der Börse und rafft 300 Milliarden Dollar zusammen.
Man nennt sie »Abnorme« oder »Geniale«, Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Seit 1980 kommt ein Prozent aller Neugeborenen »abnorm« zur Welt – und seitdem ist alles anders.
Einer von ihnen ist der Agent Nick Cooper. Seine Gabe macht ihn zum erfolgreichen Terroristenjäger.
Er wird auf den vielleicht gefährlichsten Mann der Welt angesetzt, einen Genialen mit dem Blut vieler Menschen an den Händen. Um an ihn heranzukommen, muss Cooper gegen all seine Grundsätze verstoßen … und andere seinesgleichen hintergehen.

Meine Einschätzung:
Hm. Die Kurzbeschreibung wird der Geschichte nicht ganz gerecht.
Hauptfigur dieses Thrillers/Sci-Fi ist Nick Cooper, der als Agent bei einer Behörde arbeitet, die sich mit Verbrechen der „Abnormen“ beschäftigt. Nicht selten werden diese „Verbrecher“ einfach eleminiert. Nick ist anfangs voll und ganz vom Sinn und der Gerechtigkeit seines Tuns überzeugt, aber im Laufe der Ereignisse kommen ihm Zweifel. Schlimme Zweifel!
Wie immer verrate ich jetzt nichts mehr. 🙂
Die Geschichte ist in meinem Kopf wie ein Action-Thriller abgelaufen und ich meine mich zu erinnern, dass die Filmrechte bereits vergeben sind. Das ist prima! Meiner Ansicht nach hat der Autor wirklich eine filmreife, superspannende, interessante, actionreiche Geschichte geschrieben, die ich nahezu in meinem Rutsch verschlungen habe.
Nick ist ein interessanter Charakter, dessen Handeln und Denken für mich nachvollziehbar war und obendrein ist er ein sympathischer Kerl mit dem Herz am rechten Fleck. Seine Mit/Gegenspieler sind üble Schurken, wie aus dem Bilderbuch und ja: hier haut der Autor richtig auf die K…. ;-).
Auch wenn dieses Action-Spektakel kein literarischer Höhenflug sein mag, so regt er den aufgeschlossenen Leser doch zum Nachdenken an.
Wie gehen wir als Gesellschaft mit Menschen um, die anders sind?
Woher rührt die Angst vor dem Anderssein?
Sind die Maßnahmen, die Staaten, allen voran die USA, zur Terrorismusbekämpfung ergreifen, gerechtfertig und menschlich vertretbar?
Wer überwacht eigentlich die „Überwacher“?
Alles ganz aktuelle Fragen, oder???

Mein Fazit:

Wer Spaß an actiongeladenen, spannenden Geschichten im Kino-Format hat, der wird sich mit den „Abnormen“ keine Minute langweilen.

Knorr, Albert: Mummy Island – Sacer Sanguis Maniac

Genre: Thriller, Mystrythriller

Weitere Bücher des Autors, die ich gelesen habe:
Giftgrüne Gentechnik – Sacer Sanguis Genetics
Rote Elemente – Sacer Sanguis Evolution
Sacer Sanguis IV – Snowdown in England
Sacer Sanguis I

Klappentext:
Mummy Island ist eine Friedhofsinsel im Pazifik. Die Schmetterlinge dort sind gefährlich, behauptet Ron. Ron ist verrückt, sagen seine Ärzte.
Clever genug, um die Wahrheit selbst herauszufinden?

Meine Einschätzung:
Albert Knorr ist der erste Indie-Autor, den ich kennengelernt habe und da wußte ich noch gar nicht, was ein Indie-Autor* ist :-). Er schreibt (das ist ja klar!), verlegt und vermarktet seine Bücher höchstselbst und geht dabei auch schon mal ungewöhnliche Wege, die ich mit großem Spaß in seinem Blog verfolge.

Aber nun zu diesem Buch, das mich originell verpackt zusammen mit einer Mumienleseratte erreichte:

Der Autor erzählt die Geschichte in zwei parallelen Strängen. Der Ich-Erzähler Ron befindet sich in der Psychatrie und erzählt unter anderem von den anderen Patienten, die an psychischen Erkrankungen unterschiedlichster Ausprägung leiden und seinen Bemühungen, die Anstalt als geheilt zu verlassen.
Der andere Strang der Geschichte beginnt in Rons Vergangenheit und erzählt von einer halb wissenschaftlichen Expedition auf eine tropische Insel mit dem Ziel seltene Schmetterlingsarten zu entdecken. Dabei wird deutlich, dass bei dieser Expedition irgendetwas schief gegangen sein muß, was zum jetzigen Aufenthalt von Ron in der Psychatrie geführt hat. Und da sind dem Autor einige spannende, gruselige Ideen gekommen 😉 und mehr wird nicht verraten.
Die Geschichte ist spannend und flott geschrieben und thematisch total abgedreht, unkonventionell und fernab jeglichen Mainstreams, was ich großartig finde. An diesem Stoff hätte sich gewiss kein großer Verlag rangetraut ;-).
Dass mir „Mummy Island“ nicht ganz so gut gefallen hat, wie seine Vorgänger, liegt einzig und allein an meiner Abneigung gegen „Psycho“-Geschichten. Ich lese einfach nicht gerne von Psychiatern, Psychopaten, Psychologen und Psychatrien.

Mein Fazit:
Lust auf einen unkonventionellen, abgefahrenen Mystery-Thriller? Dann guckt mal bei Albert Knorr vorbei :-).

*Indie-Autoren: Als ich den Begriff das erste Mal las, da wunderte ich mich sehr darüber, weil ich nach der Verbindung zu Indien suchte. Aber Wikipedia macht ja schlauer und nun weiß ich, dass „Indie“ für Independent = unabhängig steht. Wen es interessiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Independent-Verlag
http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstverlag

Ward, J.R.: Fallen Angels – Der Rebell (3)


Genre: Urban Fantasy, paranormaler Thriller

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Ankunft
Teil 2: Der Dämon
Teil 3: Der Rebell
Teil 4: Die Begierde
Teil 5: Die Versuchung
Teil 6: Die letzte Schlacht

Kurzbeschreibung:
Seit Anbeginn der Zeit herrscht Krieg zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis. Nun wurde ein Gefallener Engel dazu auserwählt, den Kampf ein für alle Mal zu entscheiden. Sein Auftrag: Er soll die Seelen von sieben Menschen erlösen. Sein Problem: Ein weiblicher Dämon macht ihm dabei die Hölle heiß …
Man könnte sagen, dass Detective Thomas »Veck« DelVecchio zu den Guten gehört – würde er nicht mit einer dunklen Vergangenheit kämpfen. Denn sein Vater, dem er wie aus dem Gesicht geschnitten ist, erlangte als Serienkiller traurige Berühmtheit. Als ob das noch nicht genug wäre, wird auch noch die interne Ermittlerin Sophia Reilly damit beauftragt, Veck im Auge zu behalten. Und was sie sieht, gefällt ihr gut. So gut, dass die sonst so korrekte Polizistin all ihre Prinzipien vergisst und sich in eine leidenschaftliche Affäre mit Veck stürzt. Doch Vecks Seele ist im ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle eine begehrte Trophäe, und plötzlich hat es das Liebespaar mit Mächten zu tun, denen sie nichts entgegenzusetzen haben. Der Einzige, der Sophia und Veck jetzt noch retten kann, ist der Gefallene Engel Jim Heron …

Meine Einschätzung:

Diese paranormalen Thriller von Frau Ward sind wirklich nichts für zartbesaitete Gemüter!
Unvorstellbar grausame Serienkiller (ja! Es gibt gleich 2 davon), abgrundtief böse Dämonen, gefallene Biker-Engel und blutige Kampfszenen, dazu eine äußerst deftige Sprache und jede Menge expliziter Sexszenen. Das muß man mögen! 🙂
Für mich wird das aber der letzte Band aus dieser Serie sein. Ich tue mich einfach schwer mit den Engeln, die in diesem Band einige längere Passagen ausfüllen. Sind das nun höhere Wesen oder nicht? Warum „vermenschelt“ die Autorin diese Figuren so? Und auch die Grundidee der Serie, der „Wettkampf“ um sieben Seelen, der nach undurchsichtigen Regeln geführt wird, gefällt mir nicht.
Macht nix.

Mein Fazit:
Obwohl ich durchaus für dieses Genre zu haben bin, gefällt mir diese action- und engellastige Serie nicht mehr.

Brockmann, Suzanne: Mindhunter – Tödliche Gabe

Genre: (Mystery)Thriller, paranormal

Kurzbeschreibung:

Der ehemalige Navy SEAL Shane Laughlin lässt sich von einem geheimnisvollen Institut, wo Menschen mit besonderen mentalen Fähigkeiten ausgebildet werden, als Testsubjekt engagieren. Am Institut begegnet Shane der hübschen Michelle Mackenzie wieder, die ihm nach einem One-Night-Stand nicht mehr aus dem Kopf will. Doch Michelle besitzt eine ebenso faszinierende wie gefährliche Gabe.

Meine Einschätzung:
Ein junges Mädchen wird auf der Straße entführt und von ihrer älteren Schwester als vermißt gemeldet, was allerdings niemanden so recht interessiert.
Ein Ex-Seal reißt mit seinen letzten Dollars eine junge Frau auf, um sich ein warmes Schlaf-Plätzchen zu sichern, wird aber gleichzeit von ihr „aufgerissen“, weil sie seine Hilfe braucht.
Eine absolut verhängnisvolle, neue Designerdroge erobert den amerikanischen Markt, deren Abhängige ohne Ausnahme dem Tode geweiht sind.
Und was verbindet diese drei Elemente miteinander? Eine geheime Forschungsstation, in der Menschen mit merkwürdigen, starken mentalen Kräften untersucht und ausgebildet werden.
Das ganze Szenario hat mich sofort an die X-Men-Geschichte erinnert.
Die Hauptfiguren von „Mindhunter“ sind allerdings nicht so comic-mäßig überzeichnet (- naja, vielleicht doch ein klein wenig – von wegen überirdisch gut aussehend 😉 ).
Der Thriller-Anteil der Geschichte, nämlich die Entführung und die Suche nach dem jungen Mädchen, deren grauenvolle Gefangenschaft und der Rettungsversuch sind richtig spannend und zum Teil ganz schön grausam, hätte aber auch ganz ohne den „übersinnlichen“ Aspekt sicher gut funktioniert.
Der übersinnliche Aspekt der Geschichte hat mich nicht so ganz überzeugt. Es gibt Menschen, mit unterschiedlich stark ausgeprägten telepathische und telekinetischen Fähigkeiten und es gibt Menschen ohne diese Fähigkeiten. Die Fähigkeiten werden in einer Skala von 1 bis 100 gemessen, sind aber bei den Betroffenen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Der eine kann Gedanken lesen, aber nicht übertragen, der andere kann präzise Gegenstände von A nach B bewegen und der nächste ganze Häuser in die Luft sprengen. Aber diese Fähigkeiten sind zum Teil unvorhersagbar und die Wissenschaftler in dieser Forschungsstation haben meiner Meinung nach dilettantisch nach dem Prinzip Versuch und Irrtum gearbeitet und das über Jahre und deshalb erfolglos. Und dann – O Wunder – finden sie heraus, dass diese Fähigkeiten sogar noch gesteigert werden können, durch Sex! Und da wird es dann wirklich etwas albern *kopfschüttel*.
Dann gibt es natürlich, wie bei Lyx nicht anders zu erwarten :-), den Liro-Faktor. Ein ganz süßes, schwules Paar findet zueinander, was die Autorin wirklich sehr nett und glaubhaft beschreibt und dann braucht natürlich unser Ex-Seal eine Partnerin, die allerdings einiges an Problemen mit sich herumschleppt und obendrein eigensinnig, stur und bockig ist. Diese sehr sexlastige, problembehaftete Beziehung konnte mich nicht wirklich überzeugen. Und die dritte Liebesgeschichte hat mich verwirrt. (Falls jemand von Euch die Geschichte von Joseph und Anna verstanden hat, bitte ein pn an mich ;-)). Ich glaube ja, dass das Problem von Joseph und Anna durchaus mit einer vernünftigen Versuchsanordnung 😉 zu klären wäre, aber daran scheitert eben die Glaubwürdigkeit der Geschichte, wie ich finde. (Klingt jetzt total kryptisch, aber ich weiß auch nicht, wie ich das erklären soll, ohne zu viel zu verraten)
Trotz dieser zahlreichen Kritikpunkte meinerseits bin ich doch durch diesen seitenstarken Mystery-Thriller durchgehechelt, denn die Autorin schreibt flüssig, rasant, flapsig und stellenweise auch witzig.

Mein Fazit:
Wenn man die Story nicht zu sehr hinterfragt und Lust auf einen actionreichen Mystery-Thriller mit X-Men- und Liro-Faktor hat, dann kann man mit den Mindhuntern ein paar unterhaltsame Lesestunden verbringen :-).

PS: Es scheint noch einen zweiten Teil zu geben, der ist aber noch nicht übersetzt. Hm, ich würde schon gerne wissen, ob Joseph und Anna noch zusammenfinden ;-).

Preston, Douglas; Child, Lincoln: Attack – Unsichtbarer Feind

Genre: Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Relic – Museum der Angst (a)
Teil 2: Attic – Gefahr aus der Tiefe (b)
Teil 3: Formula – Tunnel des Grauens
Teil 4: Ritual – Höhle des Schreckens
Teil 5: Burn Case – Geruch des Teufels (aa)
Teil 6: Dark Secret – Mörderische Jagd (bb)
Teil 7: Maniac – Fluch der Vergangenheit (cc)
Teil 8: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
Teil 9: Cult – Spiel der Toten
Teil 10: Fever – Schatten der Vergangenheit (aaa)
Teil 11: Revenge – Eiskalte Täuschung (bbb)
Teil 12: Fear – Grab des Schreckens (ccc)
Teil 13: Attack – Unsichtbarer Feind
Teil 14: Labyrinth – Elixier des Todes

Kurzbeschreibung:
Special Agent Pendergast reist in das eingeschneite Wintersportgebiet Roaring Fork in Colorado, um seinen Schützling Corrie Swanson zu retten. Corrie, Studentin der ­Forensik, hat dort die exhumierten Leichen von elf Arbeitern einer Silbermine untersucht, die vor über hundert Jahren ums Leben kamen. Angeblich sind die Männer damals alle einem bösartigen Grizzly zum Opfer gefallen, doch Spuren eines Bärenangriffs kann Corrie nicht feststellen. Mit ihren Nachforschungen ist sie aber offenbar einem Killer in die Quere gekommen, der nicht nur ihr Leben, sondern
die Existenz des ganzen Ortes bedroht. ­Pendergast ist Corries letzte Hoffnung.

Meine Einschätzung:
Gelesen auf ungefähr 1000 Höhenmetern mit einem kräftigen Muskelkater in den Oberschenkeln hatte ich großen Spaß mit Corrie und Pendergast. Das ist wieder ein spannender, etwas schräger Thriller, wie ich ihn liebe. Pendergast startet dieses Mal einen Ausflug ins alte London und irgendwie habe ich jetzt schon den Eindruck, dass mich Arthur Conan Doyle verfolgt ;-).
Die beiden Autoren beschreiben den völlig abgedrehten Skiort in Colorado äußerst bildhaft (ob das ein kleiner Seitenhieb auf Aspen ist?) und der geneigte Leser darf gleich an zwei verschiedenen Fällen mitknobeln, wobei ich beiden Tätern dicht auf der Spur war (vielleicht erleuchtet mich ja Sherlock Holmes langsam??? ;-)).
Corrie ist außerdem neben Pendergast einen wunderbare, mutige, eigenwillige Hauptfigur, deren Karriere wir hoffentlich noch lange verfolgen dürfen.

Mein Fazit:
Perfekte Unterhaltung für kalte Winterabende vor dem Kamin. Könnte auch als Einstieg in die Serie gelesen werden, da die Geschichte abgeschlossen ist.

PS: Sollte sich mal ein Verlagsvertreter auf meine Seite verirren: Warum hat dieser Roman den Titel „Attack“ bekommen? Wenn schon einen englischen Titel, dann könnten Sie doch auch den Originaltitel verwenden, der auch noch obendrein zum Inhalt passt??? White fire!!! Und dann würde mich ja auch interessieren, was die Wespe auf dem Cover soll??? Hat die sich verirrt? War die irgendwo übrig??? Wenn es wenigstens ein Schneehase gewesen wäre!

Lee, Patrick: Die Pforte

Genre: Mystery-Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Pforte
Teil 2: Dystopia
Teil 3: Das Labyrinth der Zeit

Kurzbeschreibung:
Countdown zum Weltuntergang. Ein Forschungszentrum in der Einöde Wyomings Mitte der siebziger Jahre. In einem Laboratorium tief unter der Prärie beginnt ein Experiment. Doch das geht anders aus als geplant. Und unerwartet öffnet sich die Tür zu einer anderen Welt. Es wird das bestgehütete Geheimnis des Planeten. Und auch das gefährlichste. Über dreißig Jahre später stößt Expolizist Travis Chase mitten in der eisigen Gebirgslandschaft Alaskas auf ein riesiges Flugzeugwrack. Es ist voller Leichen. Todesursache: Kopfschuss. Unter den Opfern: die First Lady der USA. Unvermittelt sieht sich Travis als wichtigste Figur in einem apokalyptischen Spiel. Der Einsatz: die Zukunft der Erde. «Mutig und furchterregend – und unheimlich glaubwürdig.» LEE CHILD

Meine Einschätzung:

Ich mag ja solche wilden Mystery-Thriller mit hohen Action-Faktor und jeder Menge Rätseln und all das bietet „Die Pforte“. Allerdings bin ich noch nicht komplett begeistert, was zum einen an den Protas liegen mag, die mir eine Spur zu abgebrüht waren und außerdem hat mich die Geschichte emotional nicht mitgenommen. Woran das liegt, kann ich nicht mal sagen …
Trotzdem werde ich mir Teil 2 demnächst noch zulegen, die Fortsetzung klingt nämlich spannend …

Mein Fazit:
Ein routinierter Action-Mysterie-Thriller, der keine Langweile aufkommen läßt.

Heitz, Markus: Oneiros

Genre: Thriller, Mystery-Thriller

Kurzbeschreibung:
In Leipzig hütet ein Bestatter ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin tödliche Experimente durch, in Paris rast ein Airbus ungebremst in ein Flughafenterminal … Die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug auf das Gebäude traf. Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich. Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht …

Meine Einschätzung:
Hmpf. Das ist ja nicht so einfach, über diese Geschichte zu sprechen ohne zu spoilern und das will ich auf keinen Fall.
„Oneiros“ ist nämlich spannend – puuuhhhh – und es gibt jede Menge überraschender Wendungen, die mich ganz schön in Atem gehalten haben.
Die Geschichte beginnt mit einem rasanten Prolog *peng* und als nächsten darf der Leser sich en Detail über die Arbeit eines Thanatologen informieren. Großartig, mich hatte er vom ersten Satz an an der Angel. Die Hauptfigur Konstantin ist aber auch ein cooler Charakter mit ein/zwei „schönen“ Geheimnissen und einem interessanten Beruf :-).
Aber auch die anderen Mitwirkenden der Geschichte sind spannend, skurril, mutig, gemein, schön oder skrupellos und manchmal alles zusammen. Besonders gut haben mir die Frauenfiguren gefallen, denn der Autor scheint ein Herz für gestandene Frauen zu haben, deren reife Schönheit er lobt! und denen er wirklich sehr schöne Rollen in der Geschichte gibt. Eine Auftragskillerin, die mit einer Haarnadel eine ganze Agententruppe umbringt, eine furchtlose Edelsteinhändlerin, deren Fahrkünste mit Michael Schumacher konkurrieren könnten und eine Ärztin, die den Tod nicht fürchtet. Grandios!
Sehr gut hat mir auch der „Mystery“-Faktor der Geschichte gefallen, den der Autor mit verschiedenen historischen Quellen hinterlegt. Mich alte „Märchentante“ hat das natürlich sehr angesprochen.
Nicht erwähnt habe ich bisher die zahlreichen Toten, die der Herr Autor fabriziert. Das ist natürlich nix für zartbesaitete Gemüter und vielleicht manchmal ein klitzekleines Bisschen überzogen …

Wer bisher Markus Heitz als Autor gemieden hat, weil er mit Elben, Trollen, Vampiren, Werwölfen oder Aliens nichts anfangen kann, der könnte es mit „Oneiros“ mal probieren oder mit dem Thriller „Totenblick“, der gerade herausgekommen ist und der ganz und gar frei von allem Über/Außerirdischen sein soll. Ich werde „Totenblick“ ganz sicher lesen…


Mein Fazit:

„Oneiros“ ist ein rasanter, spannender Mystery-Thriller, der ohne Umwege in den Lesehighlight 2013 landen wird.

Calsow, Martin: Der Lilith Code

Genre: Thriller, Poliththriller, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Mystik, Macht und Terror Jan, ein deutscher Arzt, möchte eigentlich nur den Tod seines Sohnes vergessen, deshalb reist er nach Damaskus. Doch kaum hat er eine alte Kreuzfahrerburg besichtigt, gerät er in eine Schießerei. Und als er einem jungen Araber hilft und ein Tagebuch an sich nimmt, steckt er mitten in einer Verschwörung. Gewisse Mächte wollen den ganzen Nahen Osten erschüttern – im Namen der Dämonin Lilith, einer sagenumwobenen, todbringenden Gestalt. Packend und überaus szenisch erzählt – die Jagd nach einer geheimen Schrift.

Meine Einschätzung:
Aus einem mir unbekannten Grund, kann ich die Cover der Hörbucher, die exklusiv über audible vertrieben werden, nicht verlinken? Ich habe mir übrigens über audible entschieden, weil es dort viele ungekürzte Hörbücher gibt, was ich sehr schätze.
Ich hatte mal wieder Lust auf einen Mystery-Thriller ala Dan Brown, aber mit seinen Büchern kann man den „Lilith Code“ nicht wirklich vergleichen.
Ich muß ehrlicherweise gestehen, dass ich die Fakten rund um das Artefakt, um das es in der Geschichte geht, nicht so ganz verstanden habe, denn dazu werden ganz schön viele biblische und geschichtliche Fakten vermittelt, bei denen ich manchmal nicht so genau zugehört habe. Vielleicht hätte ich in der Buchform eher Zugang dazu gefunden? Es handelt sich um ein antikes Schriftstück, das angeblich beweist, dass es den Propheten Mohammed nicht gegeben hat. Die Veröffentlichung dieses Artefaktes führt natürlich zu Unruhen in der arabischen Welt. Ein geheimer, weltweit agierender Bund von Menschen, die sich als Anhänger von Lilith, der ersten, verstoßenen Frau von Adam, bezeichnen, steuert diese Veröffentlichung mit dem Ziel, die gesamte Welt ins Chaos zu führen. Geleitet wird die Organisation von einem steinalten Nazi, der in Syrien nach dem zweiten Weltkrieg eine neue Heimat gefunden hat und dort Geheimdienstmitarbeiter und Spezialeinheiten ausbildetet und geheimer Berater der regierenden Familie ist. Meiner ganz persönlichen Meinung hat der Autor da ein wenig zu tief in die Klischee-Kiste gegriffen, mir gehen diese Alt-Nazi-Verschwörer jedenfalls auf die Nerven.
Vielleicht hätte ich die 17 Stunden Hörbuch auch nicht durchgehalten, wenn mich nicht die Sicht des Autors auf die arabische Welt und Israel interessiert hätte. Die täglichen Medienberichte aus diesem Teil der Erde tragen nicht unbedingt dazu bei, das Leben dieser Völker, ihre Politik, ihre Weltsicht uns Mitteleuropäern näher zu bringen und deshalb habe ich den fiktiven Figuren, wie dem Imam, dem syrischen Geheimdienstmitarbeiter, den Regierungsmitarbeitern, den israelischen Geheimdienstmitarbeitern gerne zugehört.
„Der Lilith Code“ ist aber auch ein Action-Thriller, der die Protagonisten in rasanten Tempo durch die Gegend schickt, von Killern jagen, in Bombenanschlägen verletzen, aus Flugzeugen springen und in scheinbar aussichtlose Situationen geraten läßt.
Aber manchmal war es mir einfach zu viel des Guten. Regina, die österreichische Ex-Polizistin, kennt sich mit Waffen aller Art aus, hat Nahkampferfahrung und beherrscht auch sonst alle möglichen Disziplinen und Jan, der Arzt aus München, rettet in jeder Lebenslage Leben, dass es eine wahre Freude ist …

Mein Fazit:
„Der Lilith Code“ war ein anstrengender, teilweise aber auch spannender Thriller, der mich nicht ganz überzeugen konnte.

PS: Es gibt schon einen zweiten Teil:

King, Stephen: Joyland

Genre: Roman, Thriller, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben geht …

Meine Einschätzung:
Eines meiner Lesehighlights im letzten Jahr war ja schon Kings Roman „Der Anschlag„, mit dem mir klar wurde, dass er nicht nur Horrorromane schreibt.
„Joyland“ ist alles andere als ein spannungsgeladener Horrorroman, sondern eine Hommage an die längst „ausgestorbenen“ Vergnügungsparks der 70iger Jahre und es ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden.
Stephen King beschreibt aus Sicht des Studenten Devin die Szenerie so unglaublich atmosphärisch, dass ich den Ort wirklich vor mir gesehen habe und das Popcorn und die Hot dogs riechen konnte. Auch die Gefühle des jungen Mannes, der in seinem Liebeskummer zu versinken droht, werden vom Autor sehr einfühlsam und authentisch beschrieben und irgendwie habe ich gedacht: Den hätte ich auch gerne zum Freund gehabt ;-).
Der Autor würzt seine Gesichte mit kleinen übersinnlichen Elementen, einem alten Kriminalfall und einer unglücklichen Liebesgeschichte.
Kritiker des Buches werden sicher bemängeln, dass es dieser Geschichte an Spannung und Action fehlt und das stimmt auch, aber ich konnte mich trotzdem sehr gut auf dieses Hörbuch einlassen, woran sicher auch der geniale Sprecher David Nathan einen großen Anteil hat. Ich habe noch nie ein Hörbuch mit ihm gehört, aber er gehört in die Kategorie der Sprecher, die mir auch das Telefonbuch vorlesen könnten und ich würde dahinschmelzen :-).

Mein Fazit:
Stephen King ist ein begnadeter Erzähler, der eine Zeit, einen Ort und die Menschen darin zum Leben erwecken kann. Wer aber auf der Suche nach einen Actionthriller mit Horrorelementen ist, wird enttäuscht werden.

Preston, Douglas; Child, Lincoln: Fear – Grab des Schreckens

Genre: Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Relic – Museum der Angst (a)
Teil 2: Attic – Gefahr aus der Tiefe (b)
Teil 3: Formula – Tunnel des Grauens
Teil 4: Ritual – Höhle des Schreckens
Teil 5: Burn Case – Geruch des Teufels (aa)
Teil 6: Dark Secret – Mörderische Jagd (bb)
Teil 7: Maniac – Fluch der Vergangenheit (cc)
Teil 8: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
Teil 9: Cult – Spiel der Toten
Teil 10: Fever – Schatten der Vergangenheit (aaa)
Teil 11: Revenge – Eiskalte Täuschung (bbb)
Teil 12: Fear – Grab des Schreckens (ccc)
Teil 13: Attack – Unsichtbarer Feind
Teil 14: Labyrinth – Elixier des Todes

Kurzbeschreibung:

Sie versuchte zu lächeln. „Es tut mir leid, Aloysius. So wahnsinnig leid.“ „Helen“, flüsterte er. „Mein Gott, ich habe geglaubt, du bist tot.“ Nur wenige Minuten dauert das ersehnte Wiedersehen mit Helen, bevor sie vor den Augen von Pendergast entführt wird! Mit unerbittlicher Härte nimmt der FBI Agent die Verfolgung auf. Doch die Täter sind ihm immer einen entscheidenden Schritt voraus. Zur selben Zeit hinterlässt ein Serienkiller an seinen Tatorten persönliche Nachrichten für Pendergast. Trotz seiner persönlichen Tragödie greift Pendergast in die Ermittlungen ein und erkennt, dass sein Wiedersehen mit Helen nur der Auftakt zu einem perfiden Komplott war. Und das ihm das Schlimmste – die grausame Wahrheit – noch bevorsteht.

Meine Einschätzung:
Das ist nun der Abschlußband der in der Gesamtserie eingebauten Trilogie, die sich mit Pendergasts Ehefrau Helen beschäftigt. (Ich habe mal die Serien in der Serie mit Kleinbuchstaben kenntlich gemacht)
Ich darf hier wirklich nicht das kleinste Bisschen vom Inhalt verraten, sonst wäre die Spannung beim zukünftigen Leser raus. 🙂
Und wieder bieten die Autoren großes Kino! Es gibt Szenen, die habe ich gesehen, gefühlt und gerochen. Pendergasts Leben und seine „Fälle“ sind schräg, bizarr und schrammen manchmal die Grenze des phantastischen Blödsinns, aber darüber sehe ich gerne hinweg, weil ich sämtliche Protagonisten ins Herz geschlossen habe und mich an ihren aberwitzigen Abenteuern erfreue.
Ich freue mich sehr, dass der nächste Teil schon im Herbst dieses Jahres erscheinen wird. Corrie, die auch in diesem Band eine kleine Nebenrolle hat und sich im pendergastschen Sinne prächtig entwickelt ;-), wird dann die Hauptrolle spielen. Das kann nur skurril und spannend werden …

Mein Fazit:
Spannend, dramatisch, abgefahren, mystisch, rasant und schlafraubend ist diese Pendergastfolge. Ein MUSS für Fans!

Bronw, Dan: Inferno

Genre: Roman, zeitgenössisch

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Illuminati
Teil 2: Sakrileg
Teil 3: Das verlorene Symbol
Teil 4: Inferno

Kurzbeschreibung:
Mein Geschenk ist die Zukunft. Mein Geschenk ist die Erlösung. Mein Geschenk ist – Inferno. Robert Langdon ist zurück – und der Held aus Dan Browns Weltbestsellern ILLUMINATI, SAKRILEG und DAS VERLORENE SYMBOL hat sein wohl größtes Abenteuer zu bestehen. Dante Alighieris »Inferno«, Teil seiner »Göttlichen Komödie«, gehört zu den geheimnisvollsten Schriften der Weltliteratur. Ein Text, der vielen Lesern noch heute Rätsel aufgibt. Um dieses Mysterium weiß auch Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard. Doch niemals hätte er geahnt, was in diesem siebenhundert Jahre alten Text schlummert. Gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks macht sich Robert Langdon daran, das geheimnisvolle »Inferno« zu entschlüsseln. Aber schon bald muss er feststellen, dass die junge Frau ebenso viele Rätsel birgt wie Dantes Meisterwerk. Und erst auf seiner Jagd durch halb Europa, verfolgt von finsteren Mächten und skrupellosen Gegnern, wird ihm klar: Dantes Werk ist keine Fiktion. Es ist eine Prophezeiung. Eine Prophezeiung, die uns alle betrifft. Die alles verändern kann. Die Leben bringt. Oder den Tod.

Meine Einschätzung:
Aber Hallo! Dieses Buch wird die Leserschaft ganz bestimmt spalten 🙂 und es wird jede Menge Rezis dazu geben …
Ich habe einen Dan Brown gekauft und einen original Dan Brown bekommen. (nebenbei möchte ich hier mal erwähnen, dass „Inferno“ der teuerste Roman ist, den ich je gekauft habe!!! Nur „Winter der Welt“ von Ken Follet ist teurer und dicker, aber den habe ich geschenkt bekommen …)
Und hat sich diese Investition für mich gelohnt??? Die Antwort ist ein uneingeschränktes JA!
Ich mag einfach Robert Langdon, eine Art James-Bond-Kunsthistoriker, der auch noch wenig mit Indiana Jones verwandt ist ;-).
Außerdem liebe ich Florenz und Venedig (Istanbul kenne ich noch nicht) und fand die Beschreibung der diversen Bauwerke und Kunstwerke überhaupt nicht langweilig (neben mir lag mein Baedeker-Reiseführer ;-)). Für mein löchriges Gedächtnis hat Dan Brown auch noch für die notwenigen Wiederholungen gesorgt. 😉 Na gut, da hat er wirklich ein wenig übertrieben. Wie viele Male mußten wir die Beschreibung des Videos über uns ergehen lassen??? Viermal??? Ja und den IQ von Sienna habe ich auch nicht vergessen …
Atemlos bin ich Langdon also durch diesen ereignisreichen Tag gefolgt (dem Autor sei Dank, bekam der auch irgendwann mal was zu essen) und wurde von diversen Wendungen ganz schön überrascht. Nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, mußte ich dann einige Passagen noch einmal lesen, um die Sachlage zu überprüfen und zu verstehen, aber das schadet ja nichts.
Über den Ausgang der Geschichte kann man auch diskutieren, will ich aber nicht. Mich hat nur gestört, dass der Autor zum Schluß etwas hastig wird. Da werden Feindinnen auf zwei Seiten plötzlich zu dicken Freundinnen und eine sich anbahnende Beziehung wird wirklich ganz kurz abgehandelt. Herr Brown, das könnten Sie aber besser!!!!

Mein Fazit:

Mir hat „Inferno“ wieder richtig gut gefallen, was sicher auch an den Schauplätzen gelegen hat und mit einem Augenzwinkern konnte ich auch leicht über kleinere Macken hinweglesen. Ein perfekter Schmöker für ein verregnetes Pfingstwochendende!

Pinborough, Sarah: Die Farben der Finsternis

Genre: Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Bürde des Blutes
Teil 2: Die Farben der Finsternis

Kurzbeschreibung:
Cass Jones hat wieder alle Hände voll zu tun: Eine Selbstmordwelle unter Studenten gibt der Polizei Rätsel auf. Die Toten hinterlassen nur einen einzigen Satz: Chaos im Dunkel. Ein Satz, den sich niemand in ihrem Umfeld erklären kann. Cass erkennt bald eine Verbindung zum schattenhaften Netzwerk um den geheimnisvollen Castor Bright. Doch es zeigt Zerfallserscheinungen: unterschiedliche Parteien haben sich gebildet, die sich feindlich gegenüberstehen. Als Terroranschläge London erschüttern ist klar: Die Welt gerät langsam aber sicher aus den Fugen und ist zum Schlachtfeld unberechenbarer Mächte geworden. Und Cass spielt in deren undurchsichtigen Plänen offenbar eine immer wichtigere Rolle.

Meine Einschätzung:
In Unwissenheit, dass es sich um den zweiten Teil einer Serie handelt, bin ich in diesen Mysterie-Thriller sozusagen hineingestolpert. Da es eine Reihe von Anspielungen und Erklärungen zur vorherigen Handlung gibt, konnte ich mir einiges zusammenreimen, aber besser wäre es sicher gewesen, Teil 1 zuerst zu lesen. Na gut.
Die Serie spielt in einer nahen, düsteren Zukunft in London. Die Weltwirtschaft ist zusammengebrochen und die Menschen kommen mit diesen veränderten Bedingungen nicht besonders gut klar.
Cass, ein Inspektor der Londoner Polizei ist ein ganz schön kantiger Charakter. Nach einigen Schicksalsschlägen ist er privat isoliert und nachdem er in Teil 1 eine großangelegte Korruptionsaffäre bei der Polizei aufgedeckt hat, ist er bei den Kollegen verhaßt. Um seinen Albräumen und Ängsten zu entfliehen, genehmigt er sich auch mal einen Drogenrausch und sein Umgang mit den Mitmenschen ist ruppig.
Während er die Ermittlungen um die mysteriösen Todesfälle unter Studenten leitet, versucht er gleichzeitig seinen todgeglaubten Neffen zu finden und muß feststellen, dass in beiden Fällen das geheimnisvolle Netzwerk um Mr. Bright seine Finger im Spiel hat.
Die Autorin läßt mich absolut im Dunklen tappen, was es mit diesem Netzwerk auf sich hat. Sind das Außerirdische? Überirdische? Gestaltwandler? Keine Ahnung. Ich kam mir vor, wie in „Akte X“, denn die große Verschwörung habe ich auch nie durchblickt ;-).
Der Vergleich mit Akte X ist durchaus passend und das ist sicher auch der Grund, warum ich durchaus an der Fortsetzung dieser Serie interessiert bin.

Mein Fazit:
„Die Farben der Finsternis“ ist ein düsterer, teilweise bizarrer Mystery Thriller, der viele Fragen und vor allem das Ende offen läßt.

Knorr, Albert: Goldgelbes Schatzfieber – Sacer Sanguis Pirates

Genre: Roman, Abenteuerroman

Kurzbeschreibung:
Lady Pendergast ist eine Britin vom alten Schlag: Sie diktiert die Marschrichtung, das Empire folgt! Diesmal hat sie sich in den Kopf gesetzt, für ihren Museumsclub einen Piratenschatz in Frankreich zu heben. Mangels Freiwilliger verstärkt sie ihr verwegenes Einsatzteam kurzerhand mit schrulligen Clubmitgliedern und dem Hausmeister. Aber das Schatzfieber lockt auch skrupellose Verbrecher in die Normandie. Dort, wo 1944 die Alliierten gelandet sind, entbrennt erneut ein Kampf auf Leben und Tod. Nur Lady Pendergast stapft unbeirrt in ihren selbstgehäkelten Kniestrümpfen über die Landungsstrände und will bloß eines: das Gold finden.

Meine Einschätzung:
Eine Prise Indiana Jones, eine Prise Miss Marple, eine Prise James Bond, dazu ein paar verrückte Ideen, ein paar fundierte historische Fakten und fertig ist ein witziger, spannender Abenteuerroman.
Albert Knorr kann wunderbar detailreich Actionszenen beschreiben, so dass ich den Ablauf wirklich vor mir sehe und auch seine Ortsbeschreibungen sind toll. Dankenswerterweise hat er auch gleich ein paar Fotos seiner Recherchereisen zum Einkleben ins Buch für den Leser bereitgestellt. Nett, oder?
Die schräge Truppe, die in der Geschichte auf Schatzsuche geht, hat mich mehrmals zum Lachen gebracht. Da es an einigen Stellen auch recht gruselig wird, ist „Sacer Sanguis Pirates“ die perfekte Halloween-Lektüre. 😉
Kleine Abzüge in der B-Note gibt es von mir für die offenen Fragen, die sich mir stellen. Wer und was ist Mcleish? Was war nun wirklich in den Schatzkisten? (Genauer kann ich die Frage nicht stellen, will ja nicht spoilern) Das hastige Ende.
Außerdem ist die Geschichte nicht ganz so rasant und spannend, wie die Vorgängerbände. Trotzdem habe ich mich blendend unterhalten und hoffe, dass der Autor bald wieder an einer neuen Geschichte schreibt

Mein Fazit:
Ein witziger Abenteuerroman, der mir großen Spaß gemacht hat.

Hier geht es zu Autorenwebseite: klick

Weitere Bücher des Autoren, die ich gelesen habe (Der Wille des Autors und nicht die Nummerierung der Titel bestimmt die Lesereihenfolge ;-)):
Sacer Sanguis II
Sacer Saguis III
Sacer Sanguis I
Sacer Sanguis IV – Snowdown in England
Sacer Sanguis Evolution
Sacer Sanguis Genetics

King, Stephen: Der Anschlag

Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:
Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.
Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet …

Meine Einschätzung:
Nach den ersten 30 Seiten wollte ich das Buch schon weglegen … Habe ich aber dann doch nicht ;-).
Der Autor beschreibt nämlich zu Beginn sehr bildhaft und für meinen Geschmack zu bildhaft, das Krankheitsbild eines Lungenkrebspatienten. *grusel* *schüttel* Und deshalb hat es auch etwas gedauert, bis ich mich auf die Geschichte einlassen wollte. Es gibt so einige Stellen im Buch, wo der Autor seine Begeisterung für blutige Gemetzel und deren detaillierte Beschreibungen nicht verbergen kann, aber da habe ich dann einfach schnell drüber hinweggelesen.
Absolut faszinierend fand ich seine Interpretation der möglichen Konsequenzen einer Zeitreise. Jake und Al tappen bezüglich der Regeln für Zeitreisen ziemlich im Dunklen und arbeiten nach dem Prinzip „Try and Error“. Wie fatal das ist, wird allen Beteiligten erst später klar und die Vergangenheit wehrt sich gegen jede Veränderung und das vehement!
Außerdem ist sein Roman eine Hommage an das Amerika der 50iger und 60iger Jahre (1958-1963). Vielleicht können das Leser, die diese Zeit selbst noch miterlebt haben, noch viel mehr würdigen, weil sie die vielen Anspielungen und Details viel besser verstehen als ich. Aber trotzdem konnte ich mir die Szenerie sehr gut vorstellen.
Interessiert hat mich auch schon immer die Verschwörungstheorien um den Mord an Kennedy. King hat offenbar all diese Theorien und die dokumentierten Ereignisse in seinem Sinne interpretiert und das war für mich sehr unterhaltsam und plausibel.
Und nicht zuletzt war ich positiv überrascht, dass der Autor auch noch ein, sogar zwei romantische, aber auch traurige Liebesgeschichten eingebaut hat, die den Roman so richtig schön abrunden.
Sämtliche Figuren wurden vom Autor liebevoll, detailreich und glaubwürdig charakterisiert, sein Schreibstil ist routiniert und flüssig zu lesen und trotz der 1000 Seiten bleibt es bis zum Schluß spannend und überraschend.

Mein Fazit:
Weit entfernt von seinen Horror-Romanen hat Stephen King einen spannenden, überraschenden Zeitreisethriller geschrieben, der eine Hommage an das „gute, alte Amerika“ ist.

Westerwelle, Axel: Lost in History – Gegenwart (1)

Genre: Roman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Lost in History – Gegenwart
Teil 2: Lost in History – Vergangenheit
Teil 3: Lost in History – Rückkehr

Kurzbeschreibung:
Christoph hat eigentlich alles richtig gemacht: Er hat eine sexy Frau, tolle Kinder, ein Haus im Grünen, den Sportwagen in der Garage und keine Ahnung von Physik. Bis er sich mit dem Thema Zeitreisen beschäftigt und den Fehler seines Lebens begeht … Eine phantastische Reise beginnt. Der Unternehmer aus der Golf-Generation schert sich keinen Deut um den Spott seiner Freunde und Kollegen über seinen neuen Spleen Zeitreisen. Seine Kinder unterstützen ihn und glauben an ihn, doch seine Frau wendet sich zunehmend ab. Er recherchiert den aktuellen Stand der Zeitreisen-Forschung und hinterfragt jene Kontakte mit außerirdischer Intelligenz, die von keinem Experten erklärt werden können. Für Christoph und den Leser öffnet sich dabei eine faszinierende Welt. Dann passiert ein folgenschwerer Fehler über den Hügeln von Portsmouth…

Meine Einschätzung:
Ich liebe Zeitreisegeschichten und Sci-Fi, aber mit diesem Roman bin ich nicht klar gekommen und habe ihn letztendlich nur überflogen. Mir gefällt der Sprachstil des Autoren nicht, der auf mich hölzern wirkte und außerdem benötigte der Autor die Hälfte des Buches, um die Recherche seines Protas zu beschreiben. Ich habe selten so etwas Langweiliges gelesen, obwohl ich ja einen Faible für Ufo-Geschichten, etc. habe.

Mein Fazit:
Eine Zeitreise-Roman, der mich weder hinsichtlich des Schreibstils noch der Geschichte überzeugen konnte.

Preston, Douglas; Child, Lincoln: Revenge – Eiskalte Täuschung

Genre: Mystery-Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Relic – Museum der Angst (a)
Teil 2: Attic – Gefahr aus der Tiefe (b)
Teil 3: Formula – Tunnel des Grauens
Teil 4: Ritual – Höhle des Schreckens
Teil 5: Burn Case – Geruch des Teufels (aa)
Teil 6: Dark Secret – Mörderische Jagd (bb)
Teil 7: Maniac – Fluch der Vergangenheit (cc)
Teil 8: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
Teil 9: Cult – Spiel der Toten
Teil 10: Fever – Schatten der Vergangenheit (aaa)
Teil 11: Revenge – Eiskalte Täuschung (bbb)
Teil 12: Fear – Grab des Schreckens (ccc)
Teil 13: Attack – Unsichtbarer Feind
Teil 14: Labyrinth – Elixier des Todes

Kurzbeschreibung:
Der Schock trifft Pendergast ohne jede Vorbereitung: Seine Frau Helen, deren mysteriösen Tod er aufzuklären versucht, lebt! Aber wer liegt dann in ihrem Grab, und warum setzt Helens Bruder Judson Esterhazy alles daran, seinen Schwager auszuschalten? Pendergast beginnt unter Hochdruck zu ermitteln. Dabei kommt er einer skrupellosen Bruderschaft auf die Spur, die ihre dunklen Machenschaften seit langer Zeit erfolgreich verbirgt. Um Pendergast in die Knie zu zwingen, ist ihr jedes Mittel recht – und zum ersten Mal droht der sonst stets kühl kalkulierende Ermittler die Kontrolle zu verlieren …

Meine Einschätzung:
Revenge und Fever gehören zu einer Trilogie, die sich um Pendergasts Familie/Ehefrau dreht.

Mein Fazit:
Großes Kino, habe mich keine Sekunde gelangweilt und fiebere dem Abschluß der Trilogie entgegen.

Preston, Douglas; Child, Lincoln: Fever – Schatten der Vergangenheit

Genre: Mystery-Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Relic – Museum der Angst (a)
Teil 2: Attic – Gefahr aus der Tiefe (b)
Teil 3: Formula – Tunnel des Grauens
Teil 4: Ritual – Höhle des Schreckens
Teil 5: Burn Case – Geruch des Teufels (aa)
Teil 6: Dark Secret – Mörderische Jagd (bb)
Teil 7: Maniac – Fluch der Vergangenheit (cc)
Teil 8: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
Teil 9: Cult – Spiel der Toten
Teil 10: Fever – Schatten der Vergangenheit (aaa)
Teil 11: Revenge – Eiskalte Täuschung (bbb)
Teil 12: Fear – Grab des Schreckens (ccc)
Teil 13: Attack – Unsichtbarer Feind
Teil 14: Labyrinth – Elixier des Todes

Kurzbeschreibung:

Auf dem Stammsitz seiner Familie macht Pendergast eine ungeheuerliche Entdeckung: Seine Frau Helen ist vor zwölf Jahren nicht durch einen Unfall ums Leben gekommen – es war ein heimtückisch geplanter Mord! Gemeinsam mit seinem besten Freund D’Agosta beginnt Pendergast zu ermitteln – und muss bald erkennen, dass Helen ihn aus vielen Gründen geheiratet hat, aber nicht aus Liebe …

Meine Einschätzung:
Entweder man mag Pendergast oder nicht. Dazwischen gibt es nix ;-). Fever ist der erste Teil einer Trilogie, in der es um die Familie Pendergast und ihre dunklen Geheimnisse geht. Pendergast findet zufällig heraus, dass sein Frau Helen vor 10 Jahren nicht durch einen Jagdunfall, sondern durch Sabotage/Mord umgekommen ist und macht sich auf die Suche nach den Schuldigen. Das gestaltet sich aber sehr schwierig, denn entweder sind die Beteiligten schon tot oder werden von einem geheimnisvollen Dritten umgebracht. Auch Pendergast und D’Agosta geraten in Lebensgefahr…
Obwohl der Thriller an einigen Stellen schwächelt, habe ich mich richtig gut unterhalten und ich bin riesig gespannt, wie es weitergeht und was vor allen Dingen mit Constanze los ist.

Mein Fazit:
Ein muß für alle Pendergast-Fans!

Thiemeyer, Thomas: Korona

Genre: Mysterythriller

Klappentext:
Gorillafoscherin Amy Walker hat Alpträume, seit ein Mitglied ihres Teams aus mysteriöse Weise verschwand. Ausgerechnet ein Ex-Sträfling soll die Gruppe nun verstärken, zu dem – außer den Gorillas – niemand so recht Vertrauen fassen will. Als sich das Forscherteam trotz bedrohlicher Sonnenaktivitäten und seltsamer Wetterphänomene ins ostafrikanische Ruwenzori-Gebirge aufmacht, um den Vermissten zu suchen, beginnt ein Abenteuer, das Amy an die Grenzen ihres Verstandes bringt.

Meine Einschätzung:
Wenn man spannende Thriller mit naturwissenschaftlichem Hintergrund, in diesem Fall Astronomie und Biologie, mag und auch abgefahrene Szenarien, wie Parallelwelten mit Spannung verfolgt, dann liegt man mit diesem Thriller richtig. Indiana Jones läßt grüßen!
Ich fand Korona cool, wenn auch stellenweise sehr schräg, aber warum nicht?

Mein Fazit:
Spannender, rasanter Mysterythriller mit Fantasy-Elementen.

Ward, J.R.: Fallen Angels – Der Dämon (2)


Genre: paranormaler Thriller, Urban-Fantasy


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Ankunft
Teil 2: Der Dämon
Teil 3: Der Rebell
Teil 4: Die Begierde
Teil 5: Die Versuchung
Teil 6: Die letzte Schlacht

Kurzbeschreibung
Seit Anbeginn der Zeit herrscht Krieg zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis. Nun wurde ein gefallener Engel dafür auserwählt, den Kampf ein für alle Mal zu entscheiden. Sein Auftrag: Er soll die Seelen von sieben Menschen erlösen. Sein Problem: Ein weiblicher Dämon macht ihm dabei die Hölle heiß .

Der Ex-Biker Jim Heron ist wahrhaftig kein Unschuldslämmchen. Doch er ist der auserwählte Gefallene Engel, und sein neuester Auftrag hat es in sich. Jim soll einem Exsoldaten helfen, wieder auf die Beine zu kommen – denn Isaac Rothe, ehemals Elitekrieger und nun ein gefürchteter Boxer in illegalen Kämpfen, steckt tief in der Klemme. Nach einem beinahe tödlichen Kampf wird Isaac verhaftet, und sein Leben liegt nun endgültig in Scherben. Der einzige Lichtblick in Isaacs Leben ist seine hinreißende Verteidigerin, die sich für ihren Klienten geradezu aufopfert, und auch Isaac ist nicht unempfänglich für ihre Reize. Als sich jedoch ein finsterer Dämon einmischt und Jagd auf Isaacs Seele macht, muss Jim Heron in dem Kampf zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis selbst in den Ring steigen. Schließlich soll der Gefallene Engel nicht nur Isaacs Seele, sondern auch die Hoffnung auf eine neue Liebe retten . . .

Meine Einschätzung:
Diese Serie ist absolut nichts für zartbesaitete Leser. Dieses Mal geht es um eine Spezialeinheit der Amerikaner, die Auftragsmorde begehen. Aussteigen kann man aus dieser Truppe nicht … Wer für diese Thematik nicht übrig hat, sollte am besten die Finger von dem Buch lassen.
Die Sprache ist auch eher rauh und schnodderig, es gibt ausführliche Sexszenen, Folterszenen und andere Grausamkeiten. In diesem Band ist der paranormale Anteil etwas höher, neben den abgefahrenen Engeln und Dämonen, treibt sich auch noch ein Geist in der Szenerie herum.
Ich würde mich nicht trauen, diese Serie irgendjemandem zu empfehlen, aber ich habe den Band in 2 Tagen verschlungen und bin richtig traurig, daß der nächste Band noch nicht in Sicht ist.

Mein Fazit:
Abgefahren, aber gut.

Krüger, Thomas W.: Der Fluch des Andvari

Genre: Mystikroman

Klappentext:
1907 stoßen Abenteurer tief unten in den Gewölben des Wormser Doms auf die verborgene Krypta der Nibelungen. Doch ihre Gier nach dem legendären Schatz gipfelt in der Wiedererweckung der Walküre Brünhild und dem erneuten Auflegen des blutigen Fluchs des Andvari.
99 Jahre später wird die junge Lektorin Hannah Jenning in Mainz in eine Mordserie verwickelt, die das Rhein-Main Gebiet seit Jahrzehnten in Bann hält. Gefangen in ihrer Rolle als allein erziehende Mutter und dem Drang den Fall zu lösen, gerät Hannah immer mehr in die Fänge eines geheimnisvollen Ordens und dringt dabei immer tiefer in die Vergangenheit Europas und das Reich der Mythologie ein.
Der Kampf scheint aussichtlos, als Hannah erkennt, dass selbst ihr Vater in die Machenschaften des Ordens verstrickt ist. Und doch ist es allein an ihrer Tochter, das Schicksal aller zu bestimmen.

Meine Einschätzung:
Seufz! Dieses Buch habe ich wohlwissend, dass es anstrengend werden wird, vom SuB geangelt. Ich habe ja durchaus ein Herz für unbekannte Autoren, die sich selbst verlegen und bewundere ihren Mut und Enthusiamus. Wirklich! Aber es muß andererseit ja auch einen Grund geben, warum ein Roman von keinem renommiertem Verlag angenommen wird.
Gereizt hat mich der Plot. Ein (selbstverständlich) hochgeheimer Orden mit seinen machtbesessenen, skurpellosen Mitgliedern sucht nach dem legendären Schatz der Nibelungen, um ihre „Königin“, die Walküre Brünhild von ihrem Fluch zu befreien. Außerdem huldigen sie Brünhild in blutigen Ritualen, um ihre Kraft und das Ewige Leben zu erhalten. Nun, und hier kommen wir schon zum Kern des Problems. Ich habe die Geschichte nicht so ganz verstanden. Z.B. ist mir nicht klar geworden, welche Ziele die Walküre verfolgt, aber auch einige andere Aspekte der Geschichte bleiben unklar. Wie und warum verhilft Walküre ihren Anhängern zu Erfolg und Reichtum? Welche Aufgabe haben die Gegenspieler des Ordens, die Wächter des Lichts, nachdem Brünhild vernichtet wurde?
Besonders bedauert habe ich es, dass der Autor nicht weiter auf die Nibelungensage eingeht. Sie wird nur mit wenigen Worten erzählt, aber ich hätte mir z.B. historische Textstellen und weitere Details gewünscht. Auch bleiben viele Nebenfiguren namen- und charakterlos, was mir nicht gefallen hat.
Neben den diversen Ungereimtheiten in der Geschichte ist mir außerdem aufgefallen, dass der Autor einige Situationen und Ereignisse, sowie die Gefühl und Beweggründe der handelnden Personen viel zu hastig, ungenau und detailarm beschreibt. Da gibt die Geschichte eigentlich viel mehr her.
Das größte Manko aus meiner Sicht ist allerdings die sprachliche Gestaltung des Romans. Kurze Sätze, hölzerne Dialoge, der Autor versteht es leider nicht, mit Worten zu spielen und dadurch wird das Lesen anstrengend und langweilig. Auch die zahlreichen Fehler, die der Leser zwangsläufig findet, sprechen für ein professionelles Lektoriat, was hier meiner Ansicht nach gefehlt hat.
Positiv herausheben möchte ich die geschmackvolle und ansprechende Covergestaltung.

Mein Fazit:
Ein wirrer, unausgegorener Thriller mit großen sprachlichen Mängeln.

Mein (ungefragter) Tipp für ambitionierte Jungautoren: Bitte gönnt Euch ein professionelles Lektoriat und bittet Leser vor der Veröffentlichung um ihre ehrliche, kritische Meinung.

Knorr, Albert: Sacer Sanguis IV – Snowdown in England

Knorr, Albert: Sacer Sanguis IV – Snowdown in England

Genre: Thriller
Teil 4 einer Serie
Teil 3: Sacer Sanguis I
Teil 2: Sacer Sanguis III
Teil 1: Sacer Sanguis II

Klappentext:
David Wilder stellt sich auf einsame Weihnachten in seinem englischen Herrenhaus ein, da steht überraschend eine alte Freundin vor der Tür. Die Feiertage scheinen gerettet, wären da nicht diese unheilvollen Erdhügel, die im Keller heranwachsen. Auch für eine Handvoll Piraten im Golf von Aden hält das Jahresende eine böse Überraschung bereit: Als sie erfahren, welches Schiff sie geentert haben, schlägt ihre Freude in blankes Entsetzen um. Es kommt zum heißesten Snowdown aller Zeiten, und das ist erst der Anfang…

Meine Einschätzung:

Dieses Mal haben es die Bösewichte tatsächlich geschafft und ein wertvolle Artefakt aus einem israelischen Geheimbunker geklaut. Natürlich werden die besten Geheimagenten des Mossad, Alon und Hiob, losgeschickt, um es zurückzuholen. Ihr Auftrag führt sie in die Nähe von London zu David Wilder, der es sich mit seinem Riesenkaninchen Goliath und der jordanischen Archäologin Chess auf seinem Landsitz für die Feiertage gemütlich machen wollte. Aber wenn diese vier Menschen aufeinander treffen, dann zieht nicht nur ein Schneesturm auf, sondern – der erfahrene Leser ahnt es schon – auch eine größere Katastrophe. Mehr sei vom Inhalt nicht verraten…
In diesem Teil seines Thrillers verzichtet Albert Knorr zwar auf spektakuläre Autoverfolgungsjagden oder wilde Flugzeugactionszenen, aber hält den Leser mit, im wahrsten Sinne des Wortes, blutrünstigen tierischen Lebewesen in Atem. Gekonnt verbindet er die verschiedenen Schauplätze der Geschichte, gibt dem Leser Einblicke in die Höhlenforschung und biologischen Hightechlabore und manövriert seine Protagonisten in spannende, manchmal Ausweglos erscheinende Situationen.
Äußerst unterhaltsam sind auch die witzigen Dialoge zwischen David und der skurrilen, britischen Lady Pendergast, die ich in mein Leserherz geschlossen habe.
Was hat mir nicht gefallen? Nun, das Ende kommt allzu schnell und wirkt etwas hastig, andererseits scheint mir doch eine Fortsetzung angebracht, oder Albert?

Fazit:
Eine rundherum gelungene Fortsetzung der Sacer Sanguis Reihe, die allen empfohlen sei, die spannende Thriller mit wissenschaftlichem Hintergrund, einer Menge Action, sympathischen Protagonisten und einer guten Prise Wiener Humor mögen.
Die Bände unbedingt in der vorgeschlagenen Reihenfolge lesen!!!

Zur Webseite des Autors geht es hier lang: http://www.albert-knorr.com/index.php

Cross, Simon: Es wird dich rufen

Genre: Thriller

Klappentext:
Ein geheimnisvolles Amulett ruft den Frankfurter Journalisten Mike Dornbach zu der gefährlichen Suche nach dem eigentlichen Sinn seines Lebens. Der Mord an einem Priester in der französischen Bretagne bringt ihn in den Besitz merkwürdiger Dokumente und konfrontiert ihn mit einem jahrhundertealten Geheimnis, das bedrohliche Ausmaße annimmt. Es ist die mysteriöse Geschichte des südfranzösischen Dorfes Rennes-le-Château, in die Mike Dornbach immer tiefer hinein gezogen wird. Noch ahnt er nicht, dass sich am immer näher rückenden Tag der Schwarzen Sonne das weitere Schicksal der Menschheit entscheidet.

Meine Einschätzung:
Ein Geheimbund, der den Heiligen Gral versteckt, die ebenfalls geheimen Gegenspieler, die ihn unbedingt in ihre Hände bekommen wollen, ein irrer Nazinachkomme, der mit Hilfe des Grals die Beherrschung der Menschheit anstrebt und ein naiver Journalist, der zwischen die Fronten gerät.
Hm, ich bin nicht wirklich begeistert, aber richtig schlecht war das Buch nun auch wieder nicht. Vielleicht ist das Thema einfach schon zu abgenutzt??? Offensichtlich fasziniert einige Autoren das Geheimnis um den Templerorden, der irgendwann und irgendwo einen großartigen Schatz versteckt hat, der nicht nur aus Gold und Edelsteinen besteht, sondern Macht oder Ewiges Leben oder sonst etwas verheißt.
Auch Simon Cross fällt dazu nichts Neues ein. Er hat sicher sorgfältig recherchiert, um seiner Version Plausibilität zu verleihen, aber mir fehlen frische Ideen zum Thema, rasante Aktionszenen gibt es auch nicht und etwas selbstironischer Humor hätte der Geschichte auch nicht geschadet.
Die Geschichte liest sich aber ganz flüssig, wenn der Stil auch manchmal etwas bemüht wirkt.

Offensichtlich soll der Thriller verfilmt werden. Auf dieser Webseite (http://www.youwillbecalled.com/cast-a-crew.html) kann man sich die Gegend, in der das Buch spielt anschauen und schon mal einen Blick auf die Schauspieler werfen. Da bin ich wirklich schon mal gespannt. Das sieht ja ganz vielversprechend aus und ich muß schon sagen, daß die Webseite sehr professionell und schick ist.

Mein Fazit:
Ein weiteres Werk zum Thema Gralssuche, das vielleicht entbehrlich ist, aber vielleicht Leser interessiert, die sich auf historische Spurensuche nach Südfrankreich begeben wollen?

Rickman, Phil: Frucht der Sünde


Genre: Krimi

Genre: Thriller, Mystery-Thriller

Reihenfolge der Serie „Merrily-Watkins“:
Teil 1: Frucht der Sünde
Teil 2: Mittwinternacht
Teil 3: Die fünfte Kirche
Teil 4: Der Turm der Seelen
Teil 5: Der Himmel über dem Bösen
Teil 6: Die Nacht der Jägerin
Teil 7: Das Lächeln der Toten
Teil 8: Dunkler Gesang
Teil 9: Das Gespinst des Bösen
Teil 10: Sündenflut
Teil 11: Das Geheimnis des Schmerzes

Klappentext:
Apfelbäume, überall Apfelbäume … … sie sind nicht wegzudenken aus Ledwardine, dem kleinen Ort im Westen Englands, in den die junge Witwe Merrily Watkins mit ihrer Tochter Jane zieht. Dort soll sie die Pfarrstelle übernehmen. Doch schnell ist es vorbei mit der ländlichen Ruhe: Bei einer nächtlichen Feier im Apfelgarten kommt es zu einem grausigen Todesfall, und ein Skandalautor will in der Kirche den Tod eines vor Jahrhunderten als Hexer verfolgten Geistlichen inszenieren. Merrily und ihre Tochter werden derweil in dem großen alten Pfarrhaus von düsteren Visionen geplagt. Und dann verschwindet ein Mädchen

Meine Einschätzung: (keine Rezi, nur meine Gedanken)
Hm, ich weiß noch nicht so recht, was ich von diesem Krimi halten soll. Die Protas, nämlich die Pfarrerin Merrily und ihre Tochter Jane sind ganz sympathisch und vom Schicksal ganz schön gebeutelt.
Die Story ist ziemlich schräg und verwirrend, die Dorfbewohner skurril, die Ereignisse haarsträubend und die ganze Stimmung ist schon recht düster. An einigen Stellen merkt man deutlich, daß der Autor auch Horror-Romane schreibt und diese „Effekte“ fand ich überflüssig. Ich habe die beiden Folgebände schon hier liegen, brauche aber erst mal ’ne Pause.

Preston, Child: Cult

Genre: Mystery-Thriller
Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Relic – Museum der Angst (a)
Teil 2: Attic – Gefahr aus der Tiefe (b)
Teil 3: Formula – Tunnel des Grauens
Teil 4: Ritual – Höhle des Schreckens
Teil 5: Burn Case – Geruch des Teufels (aa)
Teil 6: Dark Secret – Mörderische Jagd (bb)
Teil 7: Maniac – Fluch der Vergangenheit (cc)
Teil 8: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
Teil 9: Cult – Spiel der Toten
Teil 10: Fever – Schatten der Vergangenheit (aaa)
Teil 11: Revenge – Eiskalte Täuschung (bbb)
Teil 12: Fear – Grab des Schreckens (ccc)
Teil 13: Attack – Unsichtbarer Feind
Teil 14: Labyrinth – Elixier des Todes


Klappentext:

Schock für Special Agent Pendergast: Einer seiner Freunde wird brutal ermordet – von einem Mann, der bereits vor einer Woche Selbstmord begangen hat. ZOMBIES IN NEW YORK – diese Schlagzeile sorgt in kürzester Zeit für Angst und Schrecken. Aber ist es wirklich möglich, dass die Toten sich aus ihren Gräbern erheben? Pendergast findet eine Spur, die ihn in die Katakomben unter einer alten Kirche führt – den Sitz einer Sekte, die dunkle Ziele verfolgt …

Meine Einschätzung:
Spannend, ekelig und gruselig, das sind sicher die passenden Adjektive für diesen Pendergast. Die Morde am Journalisten Smithback, einer weiteren Journalistin und einem städtischen Beamten stehen offenbar in Zusammenhang mit einer mysteriösen, religiösen Gruppe, die abgeschieden in einem vergessenen Park Manhattans haust. D’Agosta hält sich lieber an menschliche Verdächtige, während Pendergast ihn in einen Vodou-Laden schleppt und Amulette bastelt. Gibt es tatsächlich Zombies in New York? Aber irgendjemand treibt sein Unwesen und muß geschnappt werden.
Pendergast ermittelt wieder mal in seiner herrlich skurrilen Art und Weise, es gibt verblüffende Irrungen und Wendungen und jede Menge Action. Nach dem letzten wirren Pendergast, habe ich mich wieder gut unterhalten. Wenn ich irgendwann mal wieder in New York lande, werde sicher nicht ohne Gänsehaut durch das naturhistorische Museum wandeln können ;-). Allerdings bin ich etwas unzufrieden mit den Autoren, daß sie eine liebgewonnen Figur aus der Reihe sterben lassen. Wirklich, das hätte auch irgendein anderer Journalist sein können und nicht der fröhliche, frisch verheiratete Smithback.

Von mir gibt es 8 von 10 Thrillerpunkten