Rice, Lisa Marie: Midnight Man – Gefährliche Mission (2)

Genre: Liro, zeitgenössisch, Lady-Thriller, erotischer Roman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Midnight Angel – Dunkle Bedrohung
Teil 2: Midnight Man – Gefährliche Mission

Kurzbeschreibung:
Der neue Untermieter von Innendekorateurin Suzanne Barron könnte gefährlicher nicht sein – und auch nicht anziehender. Ex-Navy SEAL John Huntington – der Midnight Man – weckt nie gekannte Leidenschaften in Suzanne. Doch die junge Frau hat Angst vor ihren eigenen Gefühlen und versucht jeden Kontakt zu ihm zu vermeiden. Doch als Killer auf sie angesetzt werden, bleibt Suzanne nur noch eine Möglichkeit, ihr Leben zu retten: John! Band 1 der romantisch-spannenden Midnight-Serie von Lisa Marie Rice.

Meine Einschätzung:
Ähem!
Bisher hat mich der Lyx-Verlag ja selten enttäuscht, aber dieses Mal bin ich ganz und gar nicht zufrieden:
Ganz offensichtlich hat es beim „Midnight Man“ von Lisa Marie Rice nicht zum Roman gelangt. Mit seinen 228 Seiten ist das in meinen Augen eine längere Kurzgeschichte und um auf die notwenige Seitenzahl zu kommen, wird einfach noch eine weitere Kurzgeschichte hinten drauf gepackt. Und zur Krönung wird der geneigten Leserin das Ganz noch auf dem Klappentext als eine „Bonusstory“ verkauft (ca. 110 Seiten), die aber nix mit der Serie an sich zu tun hat.
Da fühle ich mich wirklich veräppelt! Grmpf.
So und nachdem ich das bemerkt hatte, bin ich natürlich etwas kritischer ans Lesen gegangen

Nach meinem persönlichen Empfinden handelt es sich hier um einen erotischen Roman, denn die erotischen Szenen überwiegen definitiv, die Thrillerkomponente ist eher zu vernachlässigen. Darüber war ich etwas enttäuscht, aber das kann ich ja schwerlich dem Verlag anlasten oder doch??? Grübel.
Allerdings erwarte ich auch bei erotischen Romanen (ach ne, war ja ’ne Kurzgeschichte…) eine einigermaßen plausible Handlung und Charaktere mit einem gewissen Hintergrund und auch die Nebenfiguren sollten irgendwie gescheit beschrieben sein. Und das war hier schwach, sehr schwach. Der beste Freund der Hauptfigur wird ermordet und sie erfährt es nie???? Ihre beste Freundin ist in Lebensgefahr, aber die beiden telefonieren nicht mal???? Aber immerhin hat das ganze eine weihnachtliche Note, denn auch knapp dem Tod entronnen, vor der Polizei abgehauen, in einer einsamen Hütte versteckt, kauft Madam Weihnachtsdeko, um die Hütte zu verschönern. Klar, oder? Ne. Und warum sie die männliche Hauptfigur „Midnight Man“ nennen, weiß ich auch nicht.
Die „Bonusstory“ ist noch dämlicher …
Die erotischen Szenen sind sehr explizit, die Herren natürlich sensationell bestückt, während die weiblichen Wesen so zart und zerbrechlich sind, dass sie der „Aufgabe“ kaum gewachsen sind. *kopfschüttel*

Mein Fazit:
Ich wollte einen Thriller mit Liro-Faktor lesen und bekam eine erotische Kurzgeschichte serviert. Das hat mir ganz und gar nicht geschmeckt!

PS: Und außerdem stimmt irgendetwas mit der Reihenfolge der Serie, die auf dem Klappentext abgedruckt ist nicht, aber da ich kein weiteres Buch davon lesen werde, habe ich keine Lust der Sache auf den Grund zu gehen.

Day, Sylvia: Crossfire – Versuchung

Genre: Erotischer Roman, zeitgenössisch, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Crossfire – Versuchung
Teil 2: Crossfire – Offenbarung
Teil 3: Crossfire – Erfüllung

Kurzbeschreibung:

Die Uniabsolventin Eva Tramell tritt ihren ersten Job in einer New Yorker Werbeagentur an. An ihrem ersten Arbeitstag stößt sie in der Lobby des imposanten Crossfire-Buildings mit Gideon Cross zusammen – dem Inhaber. Er ist mächtig, attraktiv und sehr dominant. Eva fühlt sich wie magisch von ihm angezogen, spürt aber instinktiv, dass sie von Gideon besser die Finger lassen sollte. Aber er will sie – ganz und gar und zu seinen Bedingungen. Eva kann nicht anders, als ihrem Verlangen nachzugeben. Sie lässt sich auf ein Spiel ein, das immer ernster wird, und entdeckt ihre dunkelsten Sehnsüchte und geheimsten Fantasien.

Meine Einschätzung:
STOPP!
Alle Fans von „Shades of Grey“, „50 Days“ oder „Crossfire“ lesen hier nicht weiter. Ich habe eigentlich schon vorher gewußt, dass mir das Hörbuch nicht gefallen wird…

Uff, selten war ich soooooooooooooo erleichtert, dass 10 Hörbuch/Bügelstunden überstanden sind. Wenn es ein Buch gewesen wäre, hätte ich es sicher schon weggelegt, aber bei Hörbüchern bin ich etwas langmütiger (sind ja auch ganz schön teuer). Warum habe ich es überhaupt gekauft, ich dusselige Kuh? Weil ich irgendwie nicht glauben wollte, dass ich auch diesen erotischen Roman, der zu 1000den verkauft und geliebt wird, unmöglich finde.
Warum hat mir „Crossfire – Versuchung“ nicht gefallen?
1. Es passiert mir zu wenig. Sie lernen sich kennen, sie haben eine „Beziehung“, sie haben Sex, jede Menge Sex und das war’s. Mir fehlt hier einfach eine spannende Geschichte.
2. Die Protagonisten. Oje, *kopfschüttel*. Beiden sind sexuell traumatisiert und leiden unter schweren Selbstzweifeln. Es kommt zu Missverständnissen zwischen den beiden, die nur darauf beruhen, dass Eva denkt, er hätte sie verlassen, er würde eine andere lieben, fände sie unattraktiv … Ehrlich, dafür hat mir nach dem zweiten Mal das Verständnis gefehlt, denn das Muster war immer das Gleiche. Gideon ist als besitzergreifender Obermacho angelegt, aber sein Verhalten billige ich allerhöchstens einem mittelalterlichen Highlander oder einem Alpha-Werwolf zu ;-). Und sämtliche Beziehungsprobleme werden durch Sex gelöst – im Auto, im Aufzug, in der Abstellkammer, …..
3. Ich mag erotische Szenen in Büchern, aber in dieser Detailverliebtheit, Ausführlichkeit und sprachlichen Vulgarität fand ich es gruselig. Vielleicht wäre ich tolleranter gewesen, wenn es weniger Sexszenen und mehr Handlung gegeben hätte.
4. Wiederholungen, ständige Wiederholungen. Boah, ich habe zum Schluß nur noch verzweifelt gestöhnt, wenn Eva wieder seinen „Schw…“, seinen göttlichen Körper, sein wunderschönes Gesicht angebetet hat.
5. Außerdem liebt die Autorin Adjektive und Adverben (oder liegt das an der Übersetzung?). Das ist mir wirklich aufgefallen und es war mir zu viel. Irgendwie hat mich das an die Deutschlehrer meiner Kinder erinnert, die immer ermuntert und gelobt werden, wenn sie Tätigkeiten und Dinge ausführlich beschreiben. Beispiele? Jetzt bräuchte ich das Buch … :-).
6. Die Lesung von Frau Wascher war mir zu farblos und eintönig.

Mein Fazit:
Eigentlich habe es ja schon vorher gewußt. Das Genre „Zeitgenössische erotische Romane“ und seien sie noch so hoch in den Bestsellerlisten ist nichts für mich. Punkt.

Jackson, Vina: 80 days – Die Farben der Lust

Genre: Erotischer Roman

Kurzbeschreibung:
Frustriert von einer unbefriedigenden Beziehung findet die leidenschaftliche Violinistin Summer Erfüllung in der Musik. Sie spielt nachmittags in der Londoner U-Bahn auf ihrer ramponierten Violine Vivaldi. Als ihre Geige sich nicht mehr reparieren lässt, bekommt sie von Dominik, einem Uniprofessor mit ausschweifenden Fantasien, ein erstaunliches Angebot: Er möchte ihr eine wertvolle Violine schenken, wenn sie ihm ein privates Konzert gibt. Also spielt sie für ihn in der Krypta einer Kirche – doch muss sie dabei nackt sein, während Dominik den anderen Musikern die Augen verbunden hat. Summer spürt, wie sehr Dominik sie anzieht und in ihr bisher unbekannte Saiten zum Schwingen bringt: Sie beginnt eine intensive erotische Liaison mit ihm, in der sie ihre lange verleugnete dunkle Seite ausleben kann. Doch hat eine alles verschlingende Beziehung ohne Tabus Bestand?

Meine Einschätzung:
Jetzt bin ich mal gespannt, ob dieser Titel in den Suchanfragen „Shades of Grey“ toppen wird?
Ich will es kurz machen. Ich mochte diesen erotischen Roman nicht.
Die Protas Summer und Dominik waren mir kein bisschen sympathisch und zudem ich bin kein großer Fan von Geige und klassischer Musik ;-). Die erotischen Szenen waren mir zu emotionslos und mit dem Fetisch-Zeugs und Sklaven-Dom-Kram kann ich mich auch überhaupt nicht anfreunden.
Im Grunde meines Herzens bin ich eben eine Romantikerin und von Romantik ist in diesem Roman nicht die kleinste Spur zu finden. Vergeblich habe ich auch nach einem spannenden Element gesucht???
Geschrieben ist dieses Buch um einiges ansprechender und nicht so holprig, wie „Shades of Grey“, aber mir persönlich ist die Sprache stellenweise zu ordinär.
Was mich wirklich auf die Palme bringt, ist der dämliche Titel und das blöde Cover, die beide soooooooo offensichtlich ein Abklatsch von „Shades of Grey“ sind. Frechheit! Allein schon deshalb hätte ich mir das Buch nicht gekauft (ist nur geliehen und gehört zur Lesekreispflichtlektüre *grusel*).

Mein Fazit:
Erotische Romane dieser Kategorie sprechen mich nicht besonders an und werden deshalb von mir demnächst ignoriert ;-).

James, E. L.: Shades of Grey – Geheimes Verlangen (1)

Genre: Erotischer Roman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Shades of Grey – Geheimes Verlangen
Teil 2: Shades of Grey – Gefährliche Liebe
Teil 3: Shades of Grey – Befreite Lust

Kurzbeschreibung:

Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht …

Meine Einschätzung:
Hm, ich fasse jetzt mal meine Leseeindrücke und Gedanken zusammen, bevor ich mir die allgemeinen Meinungen im Netz angucke, die mich wahrscheinlich beflussen würden.
Was habe ich von diesem Roman bisher gehört? Dass er in den USA erst in einem Forum als Ebook erschienen sei, als Geheimtipp gehandelt wurde und unglaubliche Leserzahlen erreicht habe. Es sei ein Sex-Roman, der Tabus bricht und es auf die Bestseller-Listen in den USA und auch bei uns gebracht habe.
Nochmal „Hm“.
Ja, „Shades of Grey“ ist ein erotischer Roman mit vielen expliziten Sex-Szenen, aber (wenn ich das jetzt mal so formulieren darf) vergleichsweise harmlos. In meinem betagten Alter *grins* habe ich dann doch schon den ein oder anderen erotischen Roman gelesen und da sind welche dabei gewesen, die Praktiken und Verhalten beschrieben haben, die deutlich über das hinausgehen, was Frau James sich ausgedacht hat.
Die Geschichte – junge, unschuldige Studentin verliebt sich in geheimnisvollen, machtbesessenen, neurotischen Milliardär – strotzt nur so vor Klischees, über die ich manchmal nur den Kopf schütteln konnte. Da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. (Muß der Kerl auch noch Klavierspielen können? *kopfschüttel*)
Aber ich muß zugeben, dass die Geschichte schon ihren Reiz hat, denn wer von uns Frauen kann schon behaupten, dass sie sich nicht gerne in einen göttlich aussehenden, stinkreichen, charmanten Kerl vergucken würde – zumindest in der Fantasie? Und ich glaube, dass ist das Geheimnis der Erfolges dieses Romans.
Der leicht holprige, sich häufig wiederholende Schreibstil der Autorin ist stellenweise jedenfalls kein Lesegenuss. Die erotischen Szenen wiederum hat sie ganz ansprechend erzählt. Witzig fand ich die Email-Dialoge, die den Roman etwas aufgelockert und auch bereichert haben.
Auch wenn mir Ana manchmal auf die Nerven gegangen ist, konnte ich mich doch ganz gut in sie hineinversetzen und ich war zugegebenermaßen beeindruckt, wie sich mit Erfolg dagegen wehrt, von Grey in allen Belangen dominiert zu werden. Natürlich würde jede halbwegs selbstbewußte Frau in meinem Alter diesem Typen vor’s Schienbein treten und ihn in den Wind schießen, aber mit 21???

Den Hype um dieses Buch kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Es gibt jede Menge erotischer Romane, gute und schlechte und „Shades of Grey“ ist nur einer davon und keiner, der in besonderer Weise herausragt. Es gibt Leute, die dieses Buch komplett verreißen – okay, das geht, aber warum? Es gibt doch jede Menge Bücher, die der Aufregung viel eher lohnen …


Mein Fazit:

„Shades of Grey – Geheimes Verlangen“ ist ein relativ harmloser, erotischer Roman voller Klischees und ganz sicher kein großer literarischer Genuss, erzählt aber eine Geschichte, die mich nicht gelangweilt hat.

PS: Mittlerweile habe ich mich entschieden, die beiden Folgebände nicht zu lesen. Es interessiert mich einfach nicht genug, wie die Geschichte weitergehen wird.

PPS: Und außerdem ärgere ich mich darüber, wie diese Serie gepusht wird. Überall stößt man auf ganze Bücherberge dieser Serie und ich warte nur darauf, dass es sie auch im Supermarkt gibt. Grmpf. Es gibt doch so viele tolle, lesenswerte, spannende, meinetwegen auch erotische Bücher, aber ausgerechnet diese Schinken sind soooooo präsent. Grummel!!!!

Ione, Larissa: Demonica

Genre: Urban Fantasy, erotischer Roman?

Klappentext:
Die Dämonenjägerin Tayla Mancuso wird verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, das von Dämonen geleitet wird. Obwohl sie Erzfeinde sind, rettet Eidolon, der attraktive Chefarzt der Klinik, Tayla das Leben. Der Dämon weckt eine nie gekannte Leidenschaft in ihr, und auch Eidolon fühlt sich zu der heißblütigen Jägerin hingezogen. Doch die Kluft ihrer Feinschaft erscheint unüberwindlich. Denn Tayla hat gute Gründe, alle Dämonen abgrund tief zu hassen …

Meine Einschätzung:
Ich habe das Buch ausnahmsweise mal nach Klappentext und (hübschem) Cover gekauft. Tayla gehört einem Orden an, deren Mitglieder erbarmungslos alle Dämonen jagen, die sie in der Kanalisation oder in anderen dunklen Ecken auftreiben können. Dämonen sind keine Lebenwesen, sondern gefühllose Monster, häßlich, brutal, gruselig und gefrässig, die keine Existenzberechtigung haben. Hm, so einfach könnte die Welt sein, aber Tayla muß feststellen, dass ihr ein paar entscheidende Informationen fehlen. Sie wacht in einem geheimen, dämonischen Krankenhaus auf, das von drei Brüdern geleitet wird. Jeder, der drei Brüder ist ein typischer, gequälter Held und sicher werden Shade und Wraith ihre eigenen Bücher bekommen. Eidolon, der Chefarzt will sich auf keinen Fall seiner dämonischen Natur, die jeden erwachsenen Dämon in einem bestimmten Alter übernehmen will, nachgeben. Mit Hilfe seiner medizinischen Kenntnisse kämpft er dagegen an, aber nur seine wahre Gefährtin kann ihn retten. Gähn, das haben wir nun auch schon oft gehört oder gelesen, oder?
Näher will ich auf die Geschichte nicht eingehen, die nicht wirklich neue Ideen bringt. Das Volk der Dämonen ist ein komplizierter Haufen mit jeder Menge Rassen und Arten und Unterarten, was mir etwas zu kompliziert und anstrengend war. Außerdem ist die Story sehr, sehr sexlastig (oder kommt mir das nur so vor???), weshalb ich den Roman auch glatt in die Kategorie erotischer Roman stecken werde.
Nein, mich konnte der erste Band dieser Serie nicht recht überzeugen, die Sprache hat mir nicht recht gefallen, die Charaktere sind mir nicht wirklich sympathisch. Aber, wer weiß? Vielleicht gefallen mir die nächsten Bände besser?

Mein Fazit:
Raue, düstere Urban Fantasy mit hohen Erotik-Faktor.

Amber, Elizabeth: Die Braut des Satyrs

Genre: Fantasy-Erotik-Roman
Teil 3 einer Serie
Teil 2: Die Nacht des Satyrs
Teil 1: Der Kuss des Satyrs

Klappentext:
Juliet Rabelais ist in ganz Paris als kunstfertig Kurtisane bekannt. Niemand ahnt, dass die schöne Frau magische Fähigkeiten hat, mit deren Hilfe sie ihren Freiern nur vorgibt, leidenschaftliche Nächte mit ihnen zu verbringen. Doch als Lord Lyon Satyr die Gunst der geheimnisvollen Juliet erringen will und sie ihren Zauber auch auf ihn anwendet, hat das ungeahnte Konsequenzen. Denn Lyon ist selbst ein magisches Wesen …

Meine Einschätzung:
Nachdem mir Band 2 überhaupt nicht gefallen hat, bin ich etwas skeptisch an diesen Teil herangegangen. Die Geschichte von Juliet hat mir eindeutig besser gefallen und war deutlich detailreicher ausgearbeitet. Juliet, die glaubt, Schuld am Tod ihrer Schwester zu tragen (wobei mir nicht ganz klar ist, warum sie sich für die Mörderin hält???), kämpft mit vielfältigen Ängsten, die sie quasi ans Haus fesseln. Sie wird von einem Mann mit grausamen Gelüsten mit ihrer Vergangenheit erpresst und arbeitet deshalb in seinem Bordell.
Lyon wird auf der Suche nach der ihm bestimmten Tochter des Feenkönigs in die Irre geleitet, da es zwei Frauen gibt, die ihn anziehen, die aber unterschiedlicher nicht sein könnten. Die sexbesessene Nereide (Seefee und Seeteufelin) Sibela verführt ihn, um sich den Status als seine Gefährtin zu sichern, bevor ihm klar wird, daß es eine Schwester gibt, die ihn viel mehr anzieht.
Mehr will ich von der Story nicht verraten, aber es wird dramatisch..
Es gibt wieder jede Menge erotischer Szenen, wobei die Protagonisten dieses Mal harten, teilweise brutalen Sex und Analverkehr bevorzugen. Allerdings bleiben dem Leser dieses Mal Vergewaltigungen erspart. Danke. Einzig bei der Szene, in der Valmont, der Bordellbesitzer, die Jungfräulichkeit von Juliet untersucht, hat es mich echt gegruselt. Die Autorin scheint gynäkoligische Untersuchungen als adäquates Stilmittel in ihren erotischen Romanen einzusetzen. *kopfschüttel*

Mein Fazit:
Ein rauher, erotischer Roman mit Fantasy-Elementen, der sich nur für Liebhaber des Genres eignet, die wissen, worauf sie sich einlassen.

PS: Ich würde mir ja wünschen, daß es im Klappentext einen Hinweise auf die erotischen Inhalte gäbe. Immerhin lag dieser Band in der Buchhandlung in Gesellschaft eindeutig erotischer Romane…

Amber, Elizabeth: Der Kuss des Satyrs

Genre: erotischer Roman
Teil 1 einer Serie

Klappentext:
Die Toskana im 19. Jahrhundert. Für Jane sollte ein Traum in Erfüllung gehen, als der attraktive Nicolas sie heiratet. Doch Jane ist eine unkonventionelle Frau, die nicht bereit ist, sich ihrem Gemahl brav unterzuordnen. Sie ahnt nicht, dass Nicolas ein Geheimnis hat: Einmal im Monat, bei Vollmond verwandelt er sich in einen Satyr, jenen mythischen Naturgeist, der nur für die Leidenschaft lebt …

Meine Einschätzung:
;D Was für ein harmloser Klappentext!!!!!!!!!! Ich hatte mir den Roman als Fantasy-Buch gekauft und war – ähem – etwas überrascht, einen erotischen Roman zu lesen. Es gibt viele erotische Szenen, die ich durchaus ansprechend, wenn auch manchmal ungewöhnlich fand. (Dazu gibt es ganz sicher auch andere Meinungen – ist einfach Geschmacksache?)
Die Geschichte an sich hat mir auch gefallen: eine junge Frau, die besondere Fähigkeiten hat, aber nicht weiß, daß sie eine halbe Fee ist, drei Brüder, Satyre, die das Tor zu Anderwelt in der Toskana bewachen, böse Mänaden, die die Weltherrschaft anstreben, ein Faun als Butler…. Nicolas war mir zwar ’ne Spur zu kalt und herrisch, aber er hat gerade nochmal die Kurve bekommen.

Fazit:
Als erotischer Roman mit Fantasy-Elementen hat mir „Der Kuss des Satyrs gut gefallen, für romantische Liro-Leserinnen ist es eher nicht geeignet.