Green, Simon R.: Der Träumende Turm – Der Dämonenkrieg (3)


Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1
Teil 2: Unter dem blauen Mond – Der Dämonenkrieg 2
Teil 3: Der träumende Turm – Der Dämonenkrieg 3
Teil 4: Einst unter blauem Mond – Der Dämonenkrieg 4


Kurzbeschreibung:

Während das Heldenpaar Prinz Rupert und Prinzessin Julia unter den Decknamen Falk und Fischer durch die Lande ziehen, reißt andernorts der Kontakt zu einer der wichtigsten Grenzfestungen des Waldkönigreichs ab.
In Ermangelung einer Heldentruppe entsendet man Duncan MacNeil mit einer Gruppe Waldläufer zu der Zitadelle. Bei ihrer Ankunft finden sie die Festung jedoch verlassen vor, alles weist auf ein grauenhaftes Verbrechen hin.
Als Duncan und seine Getreuen tiefer in die Zitadelle vordringen, wird ihnen bald klar, dass ein uraltes Übel unter der Festung erwacht ist – und über all dem erhebt sich ein blauer Mond.

Meine Einschätzung:
„Der träumende Turm“ könnte eigentlich auch als Einzelband durchgehen, denn Falk und Fischer, die Hauptfiguren der Serie kommen überhaupt nicht vor. Mich hat das aber nicht gestört, denn die Geschichte der Waldläufer, die ausgeschickt werden, einen Außenposten zu überprüfen, der sich nicht mehr meldet, ist richtig, richtig spannend. Die Figuren sind interessant, die Geschichte ist schräg, bizarr, witzig, die Gegenspieler sind fies und die Feinde mächtig.
In Greenscher Manier wird mit dem Schwert gemetzelt, gezaubert, bis alle Magie aufgebraucht ist und auch noch in der aussichtslosesten Situation haben die Helden einen flotten Spruch auf der Lippe.
Ich mag den ironischen, witzigen Erzählton der Geschichte sehr.

Mein Fazit:
Spannend, kurzweilig, witzig, schräg und unterhaltsam. So mag ich Fantasy am liebsten.

Maas, Sarah, J.: Throne of Glass – Königin der Finsternis (4)


Genre: Fantasy


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Throne of Glass – Die Erwählte
Teil 2: Throne of Glass – Kriegerin im Schatten
Teil 3: Throne of Glass – Erbin des Feuers
Teil 4: Königin der Finsternis
Teil 5: Empire of Storms
Teil 6: ?

Kurzbeschreibung:
Celaena hat tödliche Wettkämpfe überlebt, ihr wurde das Herz gebrochen, sie hat sich den Schatten ihrer Vergangenheit gestellt und es überstanden. Jetzt kehrt sie zurück nach Adarlan. Aber nicht mehr als Celaena Sardothien, sondern als Aelin Galathynius, Königin von Terrasen. Doch bevor sie ihren Thron besteigen kann, muss sie noch offene Rechnungen begleichen. Da ist zum einen ihr alter Meister, der sie verraten und dem Tod überlassen hat. Und der König von Adarlan, der in seinem grenzenlosen Machthunger die Magie verbannt, ihre Eltern getötet und den ganzen Kontinent unterworfen hat. Eine Aufgabe, würdig einer Kämpferin, würdig einer dunklen Königin …

Meine Einschätzung:
Und noch ein starke Heldin, die sich in mein Herz gekämpft hat :-), im wahrsten Sinne des Wortes. Während des Lesens mußte ich mehrfach das Buch beseite legen, weil ich dachte, diese ausweglose Situation überstehen die niemals ohne Verluste … Meine Tochter lacht sich darüber kaputt, macht es aber tatsächlich auch so. Ich hole mir dann was zu trinken und springe wieder in die Szene. Blutige Gemetzel, so kann man das ruhig beschreiben. Aelin/Celaena und ihre Freunde bleiben nie sauber und unverletzt… Das muß man mögen bzw. aushalten können.
Die weitverzweigte, ausgefeilte Geschichte wartet mit zahlreichen interessanten Figuren auf und besonders mit starken Frauenfiguren, die die Herren der Schöpfung manchmal recht blass aussehen lassen. Ich mag das wirklich! Starke Frauen braucht auch das Fantasy-Genre, findet Ihr nicht?
Ich finde jedenfalls, dass „Throne of Glass“ eine großartige Fantasy-Serie ist, die sich nicht hinter „Game of Thrones“ verstecken muß!

Mein Fazit:
Fans of Game of Thrones! Eröffnet Euch eine neue Welt und lest Sarah Maas! 🙂

Briggs, Patricia: Gefährtin der Dunkelheit (8)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Ruf des Mondes
Teil 2: Bann des Blutes
Teil 3: Ruf des Mondes
Teil 4: Zeit der Jäger
Teil 5: Zeichen des Silbers
Teil 6: Siegel der Nacht
Teil 7: Tanz der Wölfe
Teil 8: Gefährtin der Dunkelheit
Teil 9: Spur des Feuers
Teil 10: Silence Fallen

Kurzbeschreibung:
Als Christy, die Exfrau ihres Gefährten Adam, plötzlich in ihrem Leben auftaucht, schrillen bei Mercy sämtliche Alarmglocken – und das zu Recht, denn Christy führt nichts Gutes im Schilde: Sie will Adam zurück und ist sogar bereit, Mercys eigenes Rudel gegen sie aufzustacheln. Doch eine Mercy Thompson gibt niemals kampflos auf – schon gar nicht in der Liebe! Noch ahnt Mercy nicht, dass Christy ihr geringstes Problem ist: Ihr droht weitaus größere Gefahr von einem Gegner, der die ganze Welt zerstören kann …

Meine Einschätzung:
Das war ja nun wieder eine lange Pause nach dem 7. Band, aber ich las die ersten drei Seiten und Zack war ich wieder eingetaucht in Mercys Welt. Ich war förmlich hin und weg und konnte das Buch nicht aus der Hand legen und jetzt klau ich mal bei mir selbst …
Patricia Briggs hat einfach einen umwerfenden Weltenentwurf geschaffen, komplex, durchdacht, abgefahren und anders. Sicher, es kommen Feen, Elfen, Hexen, Vampire und Gestaltwandler vor, aber sie verleiht ihnen interessante Eigenschaften und eine eigene Historie. Ich finde das gelungen und cool.
Mercy ist eine tolle, absolut liebenswerte, draufgängerische, verrückte, leidensfähige, mutige, loyale Hauptfigur. Ihr Partner Adam ist der gelungene Gegenpart und auch sonst wimmelt es in der Geschichte vor interessanten Charakteren, gut, böse, irgendwas dazwischen, schauerig, mörderisch, liebenswert, ….
Wenn ich an dieser Stelle Euer Interesse wecken konnte, dann beginnt unbedingt mit Teil 1, denn für Quereinsteiger eignet sich auch dieser Band nicht.

Mein Fazit:
Die Mercy-Thompson-Reihe ist eine meiner Lieblings-, wenn nicht sogar meine Lieblings-Urban-Fantasy-Serie und ich bin glücklich, dass der Heyne-Verlag sie endlich, endlich weiterführt! Lesen!!!

Pala, Ivo: Schwarzer Horizont


Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Dark-world-Saga:

Teil 1: Schwarzer Horizont
Teil 2:
Teil 3:

Kurzbeschreibung:
Seit dem Weltendonner herrscht überall ewige Nacht. Asche verdunkelt den Himmel, die Welt wird zunehmend eisiger. Äcker und Felder sind tot; nichts wächst mehr. Menschen verhungern auf den Straßen. Andere verschwinden spurlos auf mysteriöse Weise. Zwei Hochkulturen, Twyddyn und Milara, bekämpfen einander zu Land und See um die letzten Ressourcen und die Macht auf dem neu entdeckten, geheimnisvollen Kontinent Kutera. In einem Sturm aus Schlachten und Intrigen trotzen der Krieger Raymo, die Sklavin Lizia und der Mönch Ash ebenso der feindseligen Natur wie ihrem unbarmherzigen Schicksal.

Meine Einschätzung:
Uiuiuiuiuiui. Geniale Grundidee :-). Wir betreten die Welt ungefähr zwei Jahre nach einer Katastrophe, die die Sonne verdunkelt hat. Es geht den Menschen schlecht, sie hungern, denn ohne Licht gedeihen keinerlei Pflanzen mehr und die Vorräte sind nahezu aufgebraucht.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht dreier, ganz unterschiedlicher Menschen. Ich fand diese wechselnden Erzählperspektiven sehr reizvoll, denn sie bringt einem die Protagonisten ganz nahe.
Die drei Hauptfiguren könnten nicht unterschiedlicher sein und sie sind ganz schön kantig und nicht unbedingt Herzensbrecher, aber das passt zu Welt, zur Grundstimmung der Geschichte und sicher auch zum Autor ;-).
Die Geschichte ist natürlich recht düster, stellenweise grausam. Es gibt einige, fiese Monster neben den schon bösen Jungs, die die Welt in Scharen bevölkern. Es wird gemordet, geschändet und gefoltert :-). Ist also nix für zartbesaitete Leser.
Als ich das Buch zuschlug, rannte ich sofort zum Rechner um zu recherchieren, wann der zweite Teil erscheint, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit Lizia, Raymo und Ash weitergeht :-). Leider konnte ich das Erscheinungsdatum nicht herausfinden. Hmpf.

Mein Fazit:
Der Auftakt der Fantasy-Saga aus deutscher Autorenhand ist grandios gelungen. Düster, brutal, spannend und überraschend. Ich freue mich auf die kommenden Teile.

Estep, Jennifer: Spinnenkuss (1)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Elemental Assasin-Serie:
Teil 1: Spinnenkuss
Teil 2: Spinnentanz
Teil 3: Spinnenjagd
Teil 4: Spinnenfieber
Teil 5: Spinnenbeute
Teil 6: Spinnenfeuer
Teil 7: Spinnengift

Kurzbeschreibung:
Gin Blanco ist eine Auftragsmörderin, bekannt unter dem Namen „Die Spinne“. Geduldig liegt sie auf der Lauer, nähert sich ihren ahnungslosen Opfern und schlägt im richtigen Augenblick zu. Gnadenlos. Doch als sich ihr neuester Auftrag als Falle entpuppt, stürzt Gins Welt ins Chaos. Welcher ihrer unzähligen Feinde kennt ihre wahre Identität? Um ihren Gegner zu enttarnen, muss die Spinne ihr Netz verlassen und die Seite wechseln. Doch das Letzte, was man im Kampf gegen übermächtige Elementarmagie braucht, ist Ablenkung – besonders in Form des sexy Detectivs Donovan Caine…

Meine Einschätzung:

Hmpf. Diese Serie steht schon soooo lange auf meinem Wunschzettel, weil sie natürlich genau meinem Beuteschema entspricht. Urban Fantasy mit starker Frauenfigur – mehrteilig :-).
Nun habe ich sie mir aber ausgerechnet als Hörbuch geschnappt und jetzt bin ich nicht ganz sicher, ob mir die Story überhaupt gefallen hat.
Ganz sicher bin ich allerdings, dass ich die Erzählerin Tanja Fornano für die falsche Besetzung halte. Gin ist ja eine Auftragsmörderin, die ihre Geschichte selbst erzählt und zu dieser Figur passt meiner Meinung nach die mädchenhafte, sanfte Stimme der Sprecherin überhaupt nicht. Ich finde einfach, dass sie nicht den richtigen Ton trifft für eine Frau, die ein brutales Leben führt und täglich um ihr Leben kämpft. Das kann man nicht so vorlesen, als sei es ein netter Frauenroman, in dem auch mal eben ein paar Vampire, Riesen und Zwerge umgebracht werden.
Neeeee.
Die Story an sich hat mir eigentlich ganz gut gefallen, aber von weiblichen Auftragsmörderinnen habe ich ja nun schon einiges gelesen und Gin sticht aus dieser Gruppe nicht besonders hervor. Ich gebe der Reihe aber noch eine Chance – als Buch …

Mein Fazit:
Dieses Hörbuch ist der Beweis, wie wichtig eine Stimme für mich sein kann. Leider trifft die Sprecherin überhaupt nicht den Ton, den ich mir gewünscht hätte und deshalb kann ich die Geschichte auch nur schlecht bewerten, die wahrscheinlich so schlechter wegkommt, als wenn ich sie gelesen hätte.

Clare, Cassandra; Black, Holly: Der Weg ins Labyrinth – Magisterium 1


Genre: Urban Fantasy, Jugendbuch, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Weg ins Labyrinth
Teil 2: Der kupferne Handschuh
Teil 3: Der Schlüssel aus Bronze

Kurzbeschreibung:
Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum Hunt nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium, der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen…

Meine Einschätzung:
Hm. Ich bin ohne großartige Erwartungen an dieses Jugendbuch herangegangen, das mir wegen seines schönen Covers schon auf der Buchmesse aufgefallen war und die Geschichte paßt ja auch grundsätzlich in mein Beuteschema. Außerdem kenne ich die Autorin schon von der City of Bones-Reihe, die mir eigentlich ganz gut gefallen hatte.
„Der Weg ins Labyrinth“ hat mich leider gelangweilt und zwar furchtbar gelangweilt, nicht nur ein wenig. Die Protagonisten haben in meinem Kopf einfach keine Gestalt angenommen, ebenso wenig wie das unterirdische Magisterium oder Elementarier. Die Geschichte schleppte sich so dahin und nur ganz zum Schluß wurde ich hellhörig, als Callums Herkunft offenbart wurde. Allerdings bleiben hier so viele Fragen offen, dass ich das sehr unbefriedigend fand. Dann muß ich leider auch feststellen, dass mir die Parallelen zu Joan K. Rowlings Harry-Potter-Universum doch zu aufdringlich waren.
Und mit der Interpretation von Oliver Rohrbeck, dessen Stimme ich eigentlich mag, kam ich auch nicht klar. Wenn er Erwachsene spricht, verstellt er die Stimme so blöd und salbungsvoll, dass ich jedes Mal zusammengezuckt bin vor Entsetzen ;-).

Mein Fazit:

Leider konnte mich der erste Teil dieser Jugendbuchserie überhaupt nicht überzeugen. Fade, blasse Charaktere, eine uninspirierte Geschichte und ein nerviger Sprecher – da lasse ich lieber die Ohren von den beiden anderen Teilen.

Sullivan, Michael, J.: Die verborgene Stadt Percepliquiz – Ryria 6


Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Thron von Melengar – Riyria 1
Teil 2: Der Turm von Avempartha – Riyria 2
Teil 3: Der Aufstieg Nyphrons – Riyria 3
Teil 4: An Bord der Smaragdsturm- Riyria 4
Teil 5: Das Fest von Aquesta – Riyria 5
Teil 6: Die verborgene Stadt Percepliquiz – Ryria 6

Kurzbeschreibung:
Die aufziehende Gefahr – der Vormarsch der Elben. Die einzige Hilfe in höchster Not – aus einer versunkenen Stadt. Der wahre Herrscher – ein alter Bekannter. Zum letzten Mal liegt alles an Hadrian und Royce, das Schicksal auf die richtige Seite zu zwingen.
Die Elben haben Nidwalden durchquert und die Nordlande mit beängstigender Leichtigkeit erobert. Jetzt bedrohen sie ganz Elan. Die Zeit und die Umstände drängen. Zusammen mit einigen Freiwilligen um die Prinzessin Arista müssen Hadrian und Royce erst die versunkene Stadt Percepliquis finden, in der eine letzte Waffe gegen die von den Elben ausgehende Gefahr liegt. Der scheinbar aussichtslose Weg führt sie tief hinab unter die Erde.

Meine Einschätzung:
Die Ryria-Saga wird auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Fantasy-Bücher-Regal unter den Allzeit-Lieblingsserien bekommen und sich in guter Gesellschaft mit David Eddings, Marion Zimmer Bradley, Richard Schwartz und Tad Williams wiederfinden :-).
Der letzte Band kommt deutlich düsterer daher, als die Vorgängerbände. Das Reich der Imperatorin steht kurz vor dem kompletten Untergang, denn dem Elbenheer hat sie nichts entgegenzusetzen und das Rettungsvorhaben hat kaum eine Chance auf Erfolg. 😉 Kein nagelneues Motiv, aber ich habe jede Seite verschlungen und mich dabei glänzend unterhalten. Der Autor baut auch noch ein paar hübsche Überraschungen ein, auf die ich nie und nimmer gekommen wäre und am Ende hätte ich mir nur gewünscht, ein wenig mehr über das Volk der Elben zu erfahren. Die bleiben doch etwas nebulös …

Mein Fazit:
Eine zeitlose, epische, unterhaltsame, spannende, ganz klassische Fantasy-Serie, die mir ans Herz gewachsen ist und die noch viel, viel mehr Leser braucht :-).

Hearne, Kevin: Erwischt – Die Chroniken des Eisernen Druiden (5)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Gehetzt
Teil 2: Verhext
Teil 3: Gehämmert
Teil 4: Getrickst
Teil 5: Erwischt
Teil 6: Erschüttert
Teil 7: Shattered (noch nicht übersetzt)
Teil 8: Staked (noch nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:
Nach zwölf Jahren geheimer Druidenausbildung ist es endlich soweit. Atticus O’Sullivan kann seine Auszubildende Granuile an die Erde binden. Auf diese Weise würde die Anzahl der Druiden auf der Welt auf einen Schlag verdoppelt werden. Unglücklicherweise fliegt auf dem Höhepunkt des Rituals Atticus‘ Tarnung auf.
Nachdem er sich nicht länger verstecken kann, bleibt Atticus keine andere Wahl, als mit seinem treuen Wolfshund Oberon und Granuile an den Fuß des Olymps zu reisen. Dort hat allerdings der römische Gott Bacchus geschworen, Rache an ihm zu nehmen. Damit ist er aber nicht der Einzige. Er muss sich hinter einem alten Vampir und einer Horde dunkler Elben anstellen, bei denen die Ermordung von Atticus ganz oben auf der Prioritätenliste steht.

Meine Einschätzung:
Die Kurzbeschreibung gibt die Story sehr gut wieder :-). Wenn ich nicht gewußt hätte, dass es schon weitere Bände mit einem lebendigen Atticus und einer lebendigen Granuile gibt, wäre ich wirklich in Sorge gewesen, ob die beiden diese Abenteuer überleben können. Atticus bringt es aber auch fertig, sämtliche mächtigen Wesen gegen sich aufzubringen, aber wer auf die Idee kommt, Baumnymphen zu entführen, der hat es auch nicht besser verdient. So werden sie von allen möglichen Feinden verfolgt und gejagt und nur wenige Verbündete halten ihnen die Treue.
Großartige, spannende Fantasy-Unterhaltung 🙂

Mein Fazit:
Ich kann den nächsten Band kaum erwarten.

Heitz, Markus: Wédora


Genre: Fantasy, Hörbuch

Kurzbeschreibung:

Im Zentrum einer gigantischen, tödlichen Wüste aus Stein, Sand und Staub liegt die schwer befestigte Stadt Wédora. Sie ist der einzige Punkt für alle Handelskarawanen, Kaufleute und Reisende, um Wasser und Schutz zu erhalten. Sämtliche Wege aus Nord, Süd, Ost und West laufen auf die Stadt zu, die über der Grotte des Smaragdnen Wassers errichtet ist. Das Reservoir versiegt nie und ist der Garant für das Leben, das sonst nirgends an diesem Ort möglich ist. Und nur Wédora stellt sicher, dass Handel und Reise unter den verschiedensten Ländern rings um die Wüste geschehen kann. Ohne sie sind die Verbindungen unterbrochen.

Meine Einschätzung:

Ich mag die herrlich phantastischen, epischen Geschichten von Markus Heitz sehr und bewundere seinen enormen Ideenreichtum.
Zwei Freunde verschlägt es in eine ihnen vollkommen fremde Welt, deren Gesetze und gesellschaftlichen Regeln sie nicht kennen und Verstöße gegen diese Regeln werden leider immer gleich mit drakonischen Strafen belegt.
Wédora ist eine riesige Stadt, die in einer erbarmungslosen Wüste liegt, die neben unwirtlichen Lebensbedingungen auch noch mit jede Menge räuberischer Völker und hübsche blutrünstige Monster beherbergt. Herrlich.
Die beiden Hauptfiguren werden durch eine Zauber in die Wüstenstadt befördert und gleich nach ihrer Ankunft getrennt. Die Wiedervereinigung der beiden Gefährten und ihre Suche nach einem Zauberer, der sie wieder nach Hause zurückbringen kann und die abenteuerlichen Geschichte, die sie dabei erleben, die Allianzen, die sie eingehen müssen und die Gefahren für Leib und Leben, denen sie im Verlaufe der Geschichte ausgesetzt werden, sind keine Minute langweilig.
In gewohnter Heitz-Manier geht es in Wédora auch nicht zimperlich zu. Da wird gestohlen, verraten, vergiftet, erstochen, gemetzelt, eingekerkert, dass es eine Freude 😉 ist und bei dem Autor kann man sich auch nie hundertprozent sicher sein, dass er nicht doch eine Hauptfigur opfert, so dass es für mich ausreichend viele spannende Momente gibt :-).
Ich mochte die Schilderungen der Wüstenstadt, die einer afrikanischen Oase ganz entfernt ähnelt, sehr. Auch die Beschreibung der Stadtgesellschaft, der verfeindeten Völker und Bestien fand ich gelungen. Es gibt auch viele interessante Charaktere, so richtig schöne, böse Jungs oder fiese Verräter oder dreiste Diebinnen oder undurchschaubare Herrscher.
Mir ist allerdings nicht so ganz klar, ob es sich tatsächlich um einen Einzelband handelt oder ob es eine Fortsetzung geben wird. Es gibt einige Handlungsstränge, die könnten auch noch weitergeführt werden … Mal gucken. Ich würde mir die Fortsetzung auch sehr gerne anhören.
Uve Teschner liest die Geschichte wieder grandios gut.

Mein Fazit:
Wer die Muße hat, sich 16 Stunden lang auf eine Reise in eine fremde Welt zu begeben und wilde Abenteuer mit ungewissem Ausgang erleben möchte, der sollte sich Wédora auf die Ohren geben. Ich fand es großartig!

Rowling, J.K.; Tiffany, John; Thorne, Jack: Harry Potter und das verwunschene Kind


Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später. Das Skript zum Theaterstück! Harry Potter und das verwunschene Kind, basierend auf einer neuen Geschichte von J.K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne, ist ein neues Theaterstück von Jack Thorne. Es erzählt die achte Geschichte in der Harry-Potter-Serie und ist gleichzeitig die erste offizielle Harry-Potter-Geschichte, die auf der Bühne präsentiert wird. Das Stück feiert am 30. Juli 2016 im Londoner West End Premiere. Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet. Das Special Rehearsal Edition Script wird bis zum Erscheinen der erweiterten Ausgabe 2017 erhältlich sein.

Meine Einschätzung:
Hachja, es gibt schon 617 Rezis auf Amazon ;-). Ich mache es kurz. Frau Rowlings ist eine Ausnahmeschriftstellerin, die wunderbar schreiben kann, aber warum sie nach etlichen Beteuerungen, die HP-Serie sei zu Ende, nun mit diesem Theaterstück herauskommt, verstehe ich nicht.
Das Stück ist nicht schlecht zu lesen, überhaupt nicht, aber was hätte ich für einen Spaß gehabt, einen „richtigen“ Roman von ihr zu lesen! Nun gut.
Allerdings bin ich mit der Geschichte nicht zufrieden. Zeitreisen sind ein schwieriges Thema, bei dem selbst ich, die ich auch mal unlogische Sachen hinnehmen kann, nachvollziehen will, ob das Beschriebene so funktionieren kann. Und da hatte ich meine Zweifel. Zudem ist mir die Vater-Sohn-Beziehung auf die Nerven gegangen, zu abgedroschen und vorhersehbar.

Mein Fazit:
Ja, muß man als Harry Potter Fan gelesen haben, aber glücklich hat es mich nicht gemacht!

Feuerbach, Sam: Der Verräter (6)


Genre: Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:

Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 4: Die Myrnengötting
Teil 5: Der Seelenspeer
Teil 6: Der Verräter

Kurzbeschreibung:
Ihre Vergangenheit – ein einziger Albtraum. Ein Blick in ihre Zukunft zeigt: Es geht noch schlimmer. Sie setzt alles dran, um diese zu verändern. Der Prinz hat seinen Vater, seine Heimatburg, sein Land verloren. Reich ist er nur an Feinden. König Schohtars Übermacht stürmt die letzte Mauer. Dagegen helfen diesmal kein Artefakt und keine Magie. Bolkan Katerron findet sich dort wieder, von wo er einst geflohen ist: mitten im Spiel von Mord, Macht und Verrat.

Meine Einschätzung:
Uiuiuiuiu, zwischendurch war ich sehr beunruhigt und dachte: Na hoffentlich hat der Autor sich nichts bei Mr. Martin abgeguckt und bringt jetzt ala „Game of Thrones“ Hauptfiguren um die Ecke ;-). Ob er es getan hat??? Verrat ich nicht, aber es geht ganz schön blutig zu. Das bleibt ja auch bei den vielen Konflikten und Schlachten nicht aus.
Jetzt mit dem letzten Teil der 6-teiligen Serie blicke ich nochmal voller Begeisterung zurück. Der Autor hat einen interessanten Weltenentwurf auf einer mittelalterlichen Basis ersonnen, mit kleinen Ausflügen in die Naturvölker, Magie und Zeitreisen. Die Protagonisten sind interessante Persönlichkeiten, denen man als Leser sehr nahe kommt, denn der Autor erzählt Teile der Geschichte aus der Sicht einzelner Protagonisten. Diese Erzählweise hat mir außerordentlich gut gefallen und sorgt auch für diverse Überraschungseffekte, da es keinen allwissenden Erzähler gibt.
Ein paar kleinere Kritikpunkte habe ich, was das Ende angeht, aber so eine Geschichte ist ja kein Wunschkonzert. ;-).
Die Hörbuchfassung mit Robert Frank als Sprecher hat mich zu 100 % überzeugt und ich würde gerne weitere Hörbücher von ihm eingelesen hören.
Und natürlich würde ich gerne weitere Geschichten von Herrn Feuerbach hören/lesen.

Mein Fazit:

Für mich eine großartige Entdeckung: ein deutscher Indie-Fantasy-Autor, der eine wunderbare sechsteilige Fantasy-Serie herausgebracht hat, die zu meinen Highlights 2016 gehören wird!

Sam Feuerbach: Der Seelenspeer (5)


Genre: Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:

Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 4: Die Myrnengötting
Teil 5: Der Seelenspeer
Teil 6: Der Verräter

Kurzbeschreibung:

Wer Ruhe sucht, muss die Unruhe töten. Logisch. Sie macht sich auf den Weg zu ihrer Kindheit. Denn auch die Auftragsmörderin war mal ein kleines Mädchen. Doch dann passiert ausgerechnet ihr dieser verhängnisvolle Fehler.
Die Hand des Schwertmeisters ballt sich zur Faust. Bevor sie in den Krieg zieht, sucht sie den magischen Speer. Ohne Vorwarnung stehen der Kleine und der Unscheinbare vor schier unlösbaren Aufgaben.

Meine Einschätzung:

Oh, oh! Dachte ich, als ich diese Folge hörte. Herr Feuerbach geht wirklich nicht zimperlich mit seinen Figuren um. Eine große Seeschlacht endet tragisch und auch für Karek und seine Freunde sieht es mehr als schlecht aus.

Mein Fazit:
Meine Fantasy-Entdeckung des Jahres! Tolle, vielschichtige Geschichte mit vielen interessanten Charakteren.

Briggs, Patricia: Im Bann der Wölfe (4)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie Alpha & Omega:
Teil 1: Schatten der Wölfe
Teil 2: Spiel der Wölfe
Teil 3: Fluch des Wolfes
Teil 4: Im Bann der Wölfe

Kurzbeschreibung:
Ihr neuestes Abenteuer führt Anna und Charles, das gefährlichste Werwolfpärchen der USA, nach Arizona. Eigentlich wollen die beiden dort nur einen Freund besuchen, doch was als harmloser Urlaubstrip beginnt, wird schon bald zu Annas und Charles’ nächstem Spezialauftrag: Eine Fae, ein tückisches und kaltblütiges Geschöpf, stiehlt Menschenkinder und ersetzt sie durch Trugbilder. Wenn es Anna und Charles nicht gelingt, die Entführerin aufzuhalten, ist ein Krieg zwischen Fae und Menschen unausweichlich. Ein Krieg, der auch für die Werwölfe fatale Folgen hätte.

Meine Einschätzung:
Mein Leseherz schlägt eindeutig für Urban Fantasy, auch wenn dieses Genre nahezu gänzlich aus den Programmen der Verlage verschwunden zu sein scheint. Umso mehr freue ich mich, wenn eine geliebte Reihe wider Erwarten doch noch fortgesetzt wird (auch wenn ich laaaaaaaange darauf warten mußte) und so hat mir der 4. Band der Alpha & Omega-Reihe wieder einige Stunden Schlaf geraubt.
Der Krimifall, nämlich von einem Feenwesen geraubte Kinder, ist sehr, sehr spannend und ich mochte auch die Geschichte rund um das Pferdezuchtgestüt, auch wenn ich sonst mit Pferden nix am Hut habe. Ich meine gelesen zu haben, dass die Autorin selbst eine passionierte Reiterin ist und ich finde, das merkt man ihren Beobachtungen und Beschreibung an, die authentisch wirken.
Einzig der liebe Charles strengt mich manchmal etwas an, da er doch sehr mit seinem „Job“ hadert, andere Werwölfe zu eliminieren, die außer Rand und Band geraten oder gegen Gesetze verstoßen.
Aber sonst hatte ich große Freude mit diesem Band und freue mich schon unbändig, wenn endlich auch die Mercy-Thompson-Reihe fortgesetzt wird.


Mein Fazit:

Diese Serie ist überhaupt nicht für Quereinsteiger geeignet. Unbedingt mit Teil 1 und noch besser hiermit (Ruf des Mondes) beginnen :-).

Schwartz, Richard: Die Götterkriege – Die weiße Flamme (2)


Genre: Fantasy


Reihenfolge des Zyklus: Das Geheimnis von Asir

Teil 1: Das erste Horn
Teil 2: Die zweite Legion
Teil 3: Das Auge der Wüste
Teil 4: Der Herr der Puppen
Teil 5: Die Feuerinseln
Teil 6: Der Kronrat

Reihenfolge des Zyklus: Die Götterkriege
Teil 1: Die Rose von Illian
Teil 2: Die Weiße Flamme
Teil 3: Das Blutige Land
Teil 4: Die Festung der Titanen
Teil 5: Die Macht der Alten (erscheint im April 2015)
Teil 6: Der Wanderer (erscheint im Juli 2015)

Einzelbände:
Die Eule von Askir
Der Inquisitor von Askir

Kurzbeschreibung:
Der zweite Band der »Götterkriege« steht im Zeichen einer uralten Verschwörung: Nach einer abenteuerlichen Reise erreicht die Halbelfe Leandra in Begleitung von Schwertmajor Blix die Kronstadt von Illian. Dort soll sie den Thron über die drei Reiche besteigen und den Menschen der seit Monaten belagerten Stadt neue Hoffnung geben. Doch Kriegsfürst Corvulus hat das Heer des Feindes vor Illian versammelt und ein schreckliches Ultimatum ausgesprochen. Schon lodern in der Kronstadt die Scheiterhaufen der Weißen Flamme, und auch Schurke Wiesel gerät zwischen die Fronten der religiösen Fanatiker. Leandra bleibt nur wenig Zeit, um das Schicksal Illians zu wenden, bevor sie der Ketzerei überführt und hingerichtet werden soll …

Meine Einschätzung:
Wenn man die Bände so hintereinander wegliest, dann verschwimmen mir manchmal die Grenzen. Der zweite Band knüpft nahtlos an Band 1 an und dieses Mal erhält Wiesel, der Ziehbruder von Desina, eine tragende Rolle. Ich mag diesen Kerl sehr, der sich gezwungen sieht, auf einem albtraumhaften Pferd durch die Träume fremder Menschen zu reiten. Großartige Idee!
Bin schon gespannt auf die anderen Teile, die ich auch zügig lesen werde …

Mein Fazit:
Eine, der besten deutschen, epischen Fantasy-Serien, die ich kenne.

Schwartz, Richard: Die Götterkriege – Die Rose von Illian (1)


Genre: High Fantasy


Reihenfolge des Zyklus: Das Geheimnis von Asir

Teil 1: Das erste Horn
Teil 2: Die zweite Legion
Teil 3: Das Auge der Wüste
Teil 4: Der Herr der Puppen
Teil 5: Die Feuerinseln
Teil 6: Der Kronrat

Reihenfolge des Zyklus: Die Götterkriege
Teil 1: Die Rose von Illian
Teil 2: Die Weiße Flamme
Teil 3: Das Blutige Land
Teil 4: Die Festung der Titanen
Teil 5: Die Macht der Alten (erscheint im April 2015)
Teil 6: Der Wanderer (erscheint im Juli 2015)

Einzelbände:
Die Eule von Askir
Der Inquisitor von Askir

Kurzbeschreibung:
Die kaiserliche Fahne weht wieder über Askir. Desina, Enkelin des ewigen Herrschers Askannon, hat den Thron bestiegen, doch dieses Ereignis wird von einem schrecklichen Mord überschattet: Havald, der Mann, der nicht sterben kann, wurde getötet und sein Bannschwert Seelenreißer gestohlen – nur wenn es zurückerobert wird, kann der Held Askirs aus seinem ewigen Schlaf erwachen. Nun brechen Leandra und ihre Freunde auf, um Havalds Mörder nach Illian zu folgen. Doch die Götter führen ihren eigenen, furchtbaren Krieg …

Meine Einschätzung:

Es hat etwas gedauert, bis ich mich wieder in die Welt von Askir eingelesen hatte, zumal jetzt nicht mehr Havald der Erzähler ist – räusper: aus gutem Grund …
Aber als ich sozusagen wieder drin war, hat mich die Geschichte gepackt und ich konnte auch die Protagonisten wieder alle zuordnen. Herrlich. Es werden wieder Schlachten geschlagen – aussichtlose Schlachten, Intrigen gesponnen, es wir gefoltert und gemordet, es werden Götter angebetet, Bestien erweckt, Seelen geraubt, schwarze Magie betrieben, auf Greifen geritten und gegen die Dunkelheit gekämpft.
Das ist satte Fantasy, die mir gefällt, für die man Zeit braucht, die nicht durch die Geschichte hechelt, sondern auch mal das Polieren einer Rüstung ausgiebig beschreibt. Ich mag das.

Mein Fazit:
Eine, der besten deutschen, epischen Fantasy-Serien, die ich kenne.

North, Claire: Die vielen Leben des Harry August


Genre: Hörbuch, Mystery-Thriller

Kurzbeschreibung:

Harry August stirbt. Mal wieder. Es ist das elfte Mal, dass sein Leben ein Ende findet. Und er weiß auch genau, wie es weitergeht: Er wird erneut im Jahr 1919 geboren werden ― mit all dem Wissen seiner vorigen Leben. Harry hat akzeptiert, dass er in einer Zeitschleife lebt, auch wenn er nicht weiß, wieso. Doch dann steht kurz vor seinem Tod ein junges Mädchen an seinem Bett und überbringt ihm eine erschütternde Botschaft: Der Untergang der Welt steht bevor! Und nur Harry, der bald wieder im Jahr 1919 sein wird, kann das verhindern …

Meine Einschätzung:
Was für ein grandioses Gedankenspiel. Harry August gehört zu einer Gruppe von Menschen, die nach ihrem Tod im gleichen Leben wiedergeboren werden und sich an ihre vorherigen Leben erinnern können. Die Erinnerungen erlangen die Kinder ungefähr mit 4 Jahre wieder, was natürlich bei der ersten Wiedergeburt furchtbar für die Kinder ist, die sich das nicht erklären können. Deshalb schließen sich diese besonderen „Unsterblichen“ zu Clubs zusammen und helfen Neulingen, aber auch alten Wiedergeborenen durch die anstrengenden Kinderjahre. Abgefahren, oder?
Die Autorin erzählt anhand einiger ausgewählter Figuren, was einen Menschen antreibt, der sein Leben immer wieder neu gestalten kann. Harry erlernt in seinen vielen Leben alle mögliche Berufe, vom Geheimagent bis zum Förster ist alles dabei, studiert alle möglichen Fachgebiete, bereist die gesamte Welt und lernt viele, verschiedene Sprachen und begibt sich schließlich auf die Suche nach dem Verursacher des von anderen Clubmitgliedern aus der Zukunft angekündigten Weltuntergangs. Andere Unsterbliche hingegen leben ein Luxusleben, probieren jede Droge, die es gibt und sind schließlich sogar der Unsterblichkeit überdrüssig. Mir haben diese Gedankenspiel sehr gut gefallen, wenn ich mir auch gewünscht hätte, die Autorin hätte sie weiter ausgeführt, statt Harry auf die Jagd nach einem verrückten Dr. No zu schicken, der sich in den Kopf gesetzt hat, göttliche Weisheit mithilfe der Wissenschaft zu erlangen.
Faszinierend fand ich auch Harrys Schilderungen des Zweiten Weltkrieges, wie er in einem Leben zum Helden wurde und in anderen Leben alles Mögliche unternahm, um dem Krieg zu entgehen. Auch der Umgang der Clubmitglieder mit dem Tod war schräg, aber interessant.
Die 15 Stunden Hörbuch, wunderbar gelesen von Stefan Kaminski, sind jedenfalls sehr unterhaltsam und bis auf kleine Schwächen in der Geschichte und einem Ende, das mich nicht komplett überzeugen konnte, bin ich begeistert.

Mein Fazit:
Ich bin begeistert von dieser ungewöhnlichen Geschichte ala „Und täglich grüßt das Murmeltier“, die sicher noch länger in meinem Hirn herumspuken wird.

Thiemeyer, Thomas: Evolution – Die Stadt der Überlebenden (1)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – (noch nicht erschienen)

Kurzbeschreibung:
Eine Austauschgruppe auf dem Weg in die USA, eine Notlandung auf dem Denver Airport. Als Jem und Lucie das Flugzeug verlassen, ist die Welt plötzlich nicht mehr, wie sie war: Der Asphalt ist überwuchert, das Terminal menschenverlassen und überall lauern Gefahren. Vor allem Tiere haben es auf die Neuankömmlinge abgesehen. Was ist geschehen? Auf der Suche nach Antworten erfahren sie von ein paar letzten Überlebende in einer verschollenen Stadt. Doch wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat?

Meine Einschätzung:
Ich habe Thiemeyer schon länger im Auge, denn sein, zugegebenermaßen etwas abgefahrener Thriller Korona, gefiel mir ja ganz gut und als mir nun dieses neue Buch mit dem Stichwort Zeitreise ins Auge fiel, konnte ich nicht „nein“ sagen.
Nun bin ich zwar gerade der dystopischen Jugendbücher nach dem Muster „Gruppe-schwieriger-Teenies-wird-mit-lebensbedrohlicher-apokalyptischer-Situation-konfrontiert“ müde, aber mich „kriegt“ man ja schnell als Geschichtenerzähler, wenn mir die Protagonisten sympathisch sind und die Geschichte halbwegs spannend ist. Und gut, ich gebe es zu: einer Reise in eine mögliche Zukunft, in diesem Falle hat die Natur die Oberhand gewonnen und überwuchert die Reste der menschlichen Zivilisation, fasziniert mich immer wieder. So habe ich einige Lieblingsszenen, wenn die Gruppe beispielsweise auf noch funktionierende Droiden oder sprechende Hologramme stößt.
Trotzdem bleibt es ein Jugendbuch mit den typischen Teenie-Problemen „Mag er/sie mich?“, „Bin ich schön genug?“ „Ich bin so schüchtern..“ oder auch „Große Klappe – nix dahinter“, aber das war erträglich. Die Erwachsenen in der Geschichte ereilt übrigens ziemlich schnell ein blutiges Ende ;-).
Die Welt, durch die sich die Protagonisten kämpfen müssen, ist gefährlich, blutrünstig und fremd und nach der letzten Seite habe ich erst mal geguckt, für wann Band 2 angekündigt ist 🙂 (Januar 2017).
Den Sprecher des Hörbuches Max Bremer kannte ich bisher nicht, aber ich habe seiner Stimme richtig gerne zugehört und er hat die Geschichte für meinen Geschmack genau richtig interpretiert.

Mein Fazit:

Thiemeyers dystopischer Auftakt einer Jugendbuchserie ist keine Neuerfindung des Genre, aber durchaus unterhaltsam und spannend.

Feuerbach, Sam: Die Myrnengöttin (4)


Genre: Fantasy, Hörbuch


Reihenfolge der Serie:

Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 1: Die Myrnengötting
Teil 2: Der Seelenspeer
Teil 3: Der Verräter

Kurzbeschreibung:

Die Auftragsmörderin sehnt sich zurück nach Freiheit und Unabhängigkeit. Doch die Schatten der Vergangenheit, die Begegnungen der Gegenwart und die Aufgaben der Zukunft sind tödlicher denn je. Nicht nur ein alter Feind, ein kleines Mädchen und ein ganzes Volk zehren an ihren Kräften…
Auf Burg Felsbach findet Karek keine Ruhe. Der König kämpft gegen eine tödliche Krankheit, der schwelende Bürgerkrieg und die Unruhe am Hof sind kaum noch beherrschbar und dann machen seine Kameraden auch noch eine fürchterliche Entdeckung.

Meine Einschätzung:
Klassische Fantasy aus deutscher Autorenfeder, die mir richtig gut gefällt, finde ich ja nicht an jeder Ecke, aber Sam Feuerbach hat eine Serie geschaffen, die ich einfach sehr, sehr mag. Wenn ich etwas herumkriteln wollte, dann würde ich bemängeln, dass etwas zerrupft wirkte und ich die beiden Naturvölker der Insel blöd fand. Aber das tue ich nicht, denn alleine das Wiederhören von Nikas Gedanken, dieser absolut tödlichen, herzlosen Auftragsmörderin (wie sie sich selbst sieht) und die Geschichten des „untapferen“ Prinzen Karek und die „wilden“ Piraten und ihr Kapitän lassen mein Fantasy-Herzchen schneller schlagen!
Das Ganze wird gelesen von Robert Frank, der das einfach großartig meistert und „Der Seelenspeer“ ist schon runtergeladen.

Mein Fazit:
Eine runde Fantasy-Sache: tolle Charaktere, eine spannende Geschichte, ein solider Erzählstil und ein wunderbarer Sprecher! Hören/Lesen!

Andrews, Ilona: Stadt der Finsternis – Ein neuer Morgen


Genre: Urban Fantasy, High Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Stadt der Finsternis – Die Nacht der Magie
Teil 2: Stadt der Finsternis – Die dunkle Flut
Teil 3: Stadt der Finsternis – Duell der Schatten
Teil 4: Stadt der Finsternis – Magisches Blut
Teil 5: Stadt der Finsternis – Ruf der Toten
Teil 6: Stadt der Finsternis – Geheime Macht
Teil 7: Stadt der Finsternis – Tödliches Bündnis
Teil 8: Stadt der Finsternis – Ein Feind aus alter Zeit
Teil 9: Stadt der Finsternis – Ein neuer Morgen
Teil 10: Stadt der Finsternis – Unheiliger Bund
Teil 11: Magic Bins (noch nicht übersetzt)
Teil 12: ??? (noch nicht im Original erschienen)

Kurzbeschreibung:
Seit die ehemalige Söldnerin Kate Daniels und ihr Gefährte, der Gestaltwandler Curran Lennart, ihr Rudel verlassen haben, verläuft ihr Leben in ruhigeren Bahnen. Doch dann erfahren sie, dass ihr Freund Eduardo verschwunden ist. Eduardo war ein Mitglied der Söldnergilde, und als Kate und Curran seiner Spur folgen, decken sie eine geheime Verschwörung innerhalb der Gilde auf. Ein alter Feind will die Stadt Atlanta ins Chaos stürzen – und Kate und Curran sind die Einzigen, die ihm noch Einhalt gebieten können.

Meine Einschätzung:

Großartige und von mir langersehnte Fortsetzung der Serie. Ich klaue jetzt einfach mal bei mir selbst, weil es auch so gut auf diese Folge paßt:
Da die Geschichte komplex ist und schon 9 Teile umfaßt, spare ich mir hier eine inhaltliche Zusammenfassung, die auch viel zu viel verraten würde.
Diese Urban-Fantasyserie, die von einem Ehepaar gemeinsam geschrieben wird, erfreut mich mit einem düsteren dystopischen Weltenentwurf, spart nicht mit heftigen, blutigen Kampfszenen, viele Frauenfiguren sind stark, mutig, frech und großartig, es gibt politisch motivierte Intrigen, Verrat und Verluste, Spannung, die kaum auszuhalten ist und auch ein wenig hintergründigen Witz ;-).
Während ich aus vielen anderen Urban-Fantasy-Langzeit-Serien irgendwann ausgestiegen bin, weil sie mich gelangweilt haben oder sich in Richtungen entwickelten, die mir nicht gefielen, warte ich schon gespannt auf die Fortsetzung dieser Serie. Allerdings frage ich mich, ob Lyx die Serie überhaupt weiterführen wird. Ob der Verkauf von Lyx an Bastei Lübbe eine Auswirkung auf das Programm haben wird? Nun, wir werden sehen …

Nach diesen 3 wunderbar unterhaltsamen Urban-Fantasy-Schinken sitze ich etwas auf dem Trockenen. Schrecklich! Hat jemand einen Tipp für mich, was ich in dieser Richtung unbedingt mal lesen sollte????

Mein Fazit:
Wer Spaß an spannender, durchaus bluttriefender Fantasy mit starken Frauenfiguren hat, der beginne mit Teil 1 dieser Serie. Quereinsteigen geht nicht.

Hearne, Kevin: Getrickst – Die Chroniken des Eisernen Druiden (4)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Gehetzt
Teil 2: Verhext
Teil 3: Gehämmert
Teil 4: Getrickst
Teil 5: Erwischt
Teil 6: Erschüttert
Teil 7: Shattered (noch nicht übersetzt)
Teil 8: Staked (noch nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:
Atticus O’Sullivan steht auf der Abschussliste sämtlicher Donnergötter. Um ihrer Rache zu entkommen, lässt sich der Druide auf einen Deal mit Coyote ein, dem Trickstergott der Navajo. Als Gegenleistung erwartet dieser auch bloß einen klitzekleinen Gefallen – Ehrenwort.
Coyote hilft Atticus, den eigenen Tod vorzutäuschen und danach unter zutauchen. Es dauert nicht lange, bis Atticus begreift, dass der trickreiche Gott ihn übers Ohr gehauen hat. Statt mit seiner Auszubildenden Granuaile und seinem Hund Oberon die neugewonnene Freiheit genießen zu können, ist er nun dazu verdammt, blutrünstige Gestaltwandler in Colorado zu bekämpfen. Falls Atticus je wieder lebend aus dieser Sache herauskommt, schwört er, sich nie wieder austricksen zu lassen. Aber von überall droht Verrat – auch aus den eigenen Reihen.

Meine Einschätzung:

Hach! Kevin Hearne ist einfach ein cooler Autor. Auch der 4. Teil dieser aberwitzigen Druiden-Serie hat ich bestens unterhalten. Hier treffen mal so eben indianische Rituale auf keltische Druiden, die von nordischen Göttern gejagt werden und manchmal von Jesus gute Ratschläge bekommen. Noch Fragen???
Großartig und genau mein Geschmack.

Mein Fazit:
Urban Fantasy kann viele Gesichter haben. Die Chronik des Eisernen Druiden ist schräg, witzig, brutal, blutig, frech, spannend und unterhält mich bestens :-).

Kenyon, Sherrilyn: Prinz der Ewigkeit (15)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Dark-Hunter-Serie:
Teil 1: Magie der Sehnsucht
Teil 2: Nächtliche Versuchung
Teil 3: Im Herzen der Nacht
Teil 4: Prinz der Nacht
Teil 5: Geliebte der Finsternis
Teil 6: Herrin der Finsternis
Teil 7: Geliebte des Schattens
Teil 8: Wächterin der Dunkelheit
Teil 9: Dunkle Verführung
Teil 10: In den Fängen der Nacht
Teil 11: Gebieter der Träume
Teil 12: Lockruf der Finsternis
Teil 13: Göttin der Nacht
Teil 14: Süße Verdammnis
Teil 15: Prinz der Ewigkeit

Kurzbeschreibung:
Vor elftausend Jahren wurde Acheron, der erste aller Dark Hunter, geboren. Laut Prophezeiung soll er das Ende der Götterwelt herbeiführen, weshalb seine Mutter ihn unerkannt als Menschenprinzen aufwachsen lässt. Doch seine silbrigen Augen verraten seine Herkunft. Von seinem Vater verstoßen, von seinem Onkel misshandelt, muss Acheron ein Leben lang Hass über sich ergehen lassen. Lediglich seine Schwester und seine Mutter bringen ihm Liebe entgegen – und eine weitere Frau: die griechische Göttin Artemis. Doch kann ihre vermeintliche Liebe ihn vor seinem Schicksal bewahren?


Meine Einschätzung:

Hmpf! Dass die Autorin die Geschichte von Acheron erst mit dem 15. Teil erzählt, nehme ich ihr übel, denn mit diesen Informationen hätte frau die bisherigen Teile der Serie viel besser verstanden. Nun bin ich fast schon froh, dass mir noch Teil 11 bis 13 fehlt, denn die kann ich jetzt mit den nötigen Hintergrundwissen lesen. Hmpf.
Was Archeron im Detail erdulden mußte ist unfassbar grausam und ich kann nur hoffen, dass keine Leserin aus Versehen über diesen Band gestolpert ist, ohne zu wissen, was sie erwartet. Vergewaltigungen, unvorstellbare Folterungen und seelische Grausamkeiten, die einen eigentlich nur den Kopf schütteln lassen. Wer die Serie allerdings kennt, ist zumindest halbwegs darauf vorbereitet.
Frau Kenyons Urban-Fantasy-Universum ist düster und grausam, lüstern und sexlastig, aber auch spannend, stellenweise witzig und unterhaltsam. Das muß man mögen oder auch nicht :-).

Mein Fazit:
Erhellende Folge der Serie, die ob der Grausamkeiten aber fast nicht zu ertragen war. Unbedingt mit Teil 1 beginnen. Dieser Band eignet sich nicht zum Quereinsteigen.

Salvatore, R. A. : Drizzt – Die Saga vom Dunkelelf – Der dritte Sohn (1)


Genre: Fantasy, Hörspiel

Reihenfolge der Serie:
Folge 1: Der dritte Sohn
Folge 2: Im Reich der Spinne
Folge 3: Der Wächter im Dunkel
Folge 4: Im Zeichen des Panthers
Folge 5: In Acht und Bann
Folge 6: Der Hüter des Waldes
Folge 7: Der gesprungene Kristall
Folge 8: Die verschlungenen Pfade
Folge 9: Die silbernen Ströme
Folge 10: Das Tal der Dunkelheit
Folge 11: Der magische Stein
Folge 12: Der ewige Traum
Folge 13: Das Vermächtnis
Folge 14: Gefährliche Begegnung

Produktbeschreibungen:
Das Unterreich.
Die geheimnisvolle Welt unter der Oberfläche der Vergessenen Reiche. Hier herrschen die Drow, die Dunkelelfen, in ihrer prunkvollen Stadt Menzoberranzan über das Unbeherrschbare.
In der Nacht, als das Haus Do’Urden gegen das sechste Haus von Menzoberranzan marschiert, soll Drizzt, der dritte Sohn des Hauses Do’Urden der grausamen Spinnenkönigin geopfert werden. Der Tod seines Bruders rettet ihm das Leben, doch ist es ein Glück, in der glücklosen Welt der Drow zu überleben?

Meine Einschätzung:
Ääähhhh ja. Nach den ersten 5 Minuten wollte ich diesen ersten Teil dieses Fantasy-Hörspiels schnell von den Ohren nehmen, aber weil der Bügelwäscheberg so arg hoch war, habe ich mir den Rest auch noch angehört und muß zugeben, nachdem ich mich eingehört hatte, kam ich halbwegs klar.
Ja, ich weiß, begeistert klingt anders. Vielleicht bin ich ja auch verwöhnt durch die supertoll umgesetzten Hörspiele, die ich bisher so gehört habe und die technisch gesehen einfach umwerfend gut waren (Mark Brandis, Francis Durbrigde, Heliosphere 2265, Herr der Ringe – WDR-Fassung, Enders Game, B. Hennes Elfen, …). Drizzt hingegen ist anstrengend zu hören, weil die Stimmen und Geräusche schlecht ausbalanciert sind und ich manchmal die Dialoge kaum verstanden habe. Die Musik??? Pffft. Grenzwertig. Die Stimmen??? Auch nicht bemerkenswert toll oder angenehm, so dass für mich das Hörspiel eher untere Mittelklasse zu sein scheint.
Nun fand ich aber die wilde Story dieser Dunkelelfen mit ihren Clans, die sich bis aufs Blut bekämpfen, doch ganz interessant, so dass ich bereit bin, mir demnächst auch mal Teil 2 und Teil 3 anzuhören und dann werde ich entscheiden, ob auch die anderen Folgen etwas für mich sind.

Mein Fazit:
Hörspiel ist nicht gleich Hörspiel. Dieses war eher Streß für meine Ohren, aber nach einer Eingewöhnungsphase war ich durchaus fasziniert.

Jacuba, Tom: Die Herren der Wälder – Kalypto 1 (abgebrochen)


Genre: Fantasy, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Die Magier des untergegangenen Reichs Kalypto erwachen aus ihrem Schlaf. Jahrtausende lang haben sie in einem Berg ausgeharrt, nun wollen sie ihr Reich neu errichten lassen. Vier Magier werden deshalb in alle Himmelsrichtungen entsandt mit der Aufgabe, ein Volk zu finden, das sie unterwerfen können. Ein Wettstreit, bei dem die Magier ohne Skrupel vorgehen, entbrennt! Und weder das Waldvolk, noch die Menschen des Bergreichs Garona, noch die Insulaner ahnen, in welche blutige Auseinandersetzung sie bald hineingezogen werden…

Meine Einschätzung:
Seltsam. In diese ausladende Fantasy-Saga kam ich irgendwie nicht rein. Sehr viele verschiedene Völker, die beschrieben werden, viele Protagonisten, von denen mich kein einziger angesprochen hat, dann Zeitsprünge von 20 Jahren. Das hat mich beim Hören überfordert bzw. hat mir offenbar die nötige Geduld gefehlt.
Und leider ist beim Hörbuch hören die Stimme für meine Ohren von entscheidender Bedeutung und mir gefiel weder die Stimme noch die Interpretation von Herrn Kluckert.
Ich habe es zwar noch nicht komplett gelöscht, aber ich jemals weiter hören werde???

Mein Fazit:
Story, Protagonisten und Sprecher treffen überhaupt nicht meinen Geschmack, deshalb habe ich dieses Fantasy-Hörbuch abgebrochen.

Colfer, Eoin: Der Quantenzauberer (1)


Genre: Jugenbuch, Fantasy

Reihenfolge der WARP-Serie:
Teil 1: Der Quantenzauberer
Teil 2: Der Klunkerfischer
Teil 3: Die Katzenhexe

Kurzbeschreibung:

Was soll es anderes sein als eine Strafversetzung? FBI-Junior-Agentin Chevie Savano wurde nach London geschickt, um im Auftrag von WARP eine merkwürdige alte Metallkapsel zu bewachen. Das war vor neun Monaten. Und seitdem sitzt sie vor dem Ding und wartet darauf, dass irgendjemand oder etwas da rauskommt.
Als ein Wandspiegel mit einem Knall zerplatzt, die Deckenleuchten anfangen zu flackern und draußen eine Straßenlaterne nach der anderen explodiert, ist Chevie sofort klar, dass die Kapsel im Keller aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist. Mit vorgehaltener Waffe stürmt sie die Treppe herunter und findet. einen 14-jährigen Jungen, der aussieht, als wäre er soeben aus einem Buch von Charles Dickens gefallen.

Meine Einschätzung:
Das scheint die Woche der starken Mädchen zu sein :-), denn auch Chevie ist eine tolle Mädchenfigur, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie absolut unerschrocken, mutig, intelligent, loyal und cool.
Ich bin ja ein großer Fan von Colfers „Artemis Fowl“-Serie, die so gar nicht mainstream ist und auch diese WARP-Serie trifft genau meinen Geschmack. Der Autor erschafft einen sensationell fiesen Bösewicht, der seines Gleichen sucht, er ermöglicht Zeitreisen in ein viktorianisches London mit Steampunk-Elementen, ausweglose Situationen löst er mit schrägen Ideen einfach wieder auf, an jeder Ecke lungern bizarre, schräge Gestalten herum, die der Geschichte eine unerwartete Wendung verpassen und das Ganze präsentiert er mit einer großen Prise schwarzem, irischen Humor. Herrlich. Wirklich herrlich.
Gut, das muß man wirklich mögen und auch die Gestaltung des Covers entspricht vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich finde es richtig, richtig cool und freue mich schon sehr auf die Folgebände.
Bin allerdings hin- und hergerissen, ob ich mir nicht die Hörbuchfassungen, von Rainer Strecker gelesen, gönnen soll. Das wird auch richtig, richtig gut sein …

Mein Fazit:
Schräg, bizarr, skurril, viele Rs um diese spannende Zeitreisegeschichte mit Steampunk-Elementen und einer starken Mädchenfigur zu beschreiben, die mich unglaublich gut unterhalten hat.

Böker, Asa: Im Glanz der Welten – In den Nordlanden 1


Genre: Jugendbuch, Fantasy

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Im Glanz der Welten
Teil 2: noch nicht übersetzt
Teil 3: noch nicht erschienen 😉

Kurzbeschreibung:

Die sechzehnjährige Silke aus dem schwedischen Silvbro flüchtet nach einer Mobbingattacke in die Anderswelt »Nordland«. Nach dem Übergang begegnet sie zwei gleichaltrigen Mädchen, die sich bereits im Leben behaupten mussten: Yrsas Mutter wurde als Hexe verbrannt und Unna ist gezwungen, als riesenhafte Missgeburt in der Schmiede ihres Vaters zu schuften. Zusammen machen sich die Mädchen auf, dem Jahrhundertereignis Nordlands zu folgen: Leit. Unter Bewachung von grimmigen Soldaten ziehen eintausend zwangsrekrutierte Pflückerinnen aus, um die heiligen Diamantblumen zu ernten, die im unwegsamen Moor Fenmarken wachsen. Den Befehl über alle hat der ehrgeizige Anführer Crispin Silberschwert, der die Ehre seiner Familie wiederherstellen muss. Doch die Arbeit im Moor ist gefährlich und nicht alle Mädchen werden Leit überleben.

Meine Einschätzung:

Ich gestehe an dieser Stelle mal meine Schwäche für Büchergewinnspiele :-). Wie schon mehrfach erwähnt, fordere ich grundsätzlich keine Rezi-Exemplare bei Verlagen an bzw. angebotene Exemplare lehne ich zu 99 % ab, weil mein SuB eh schon Wolkenkratzer-Niveau hat und meine WZ bis zum Mond reicht und meine Lesezeit ja leider in jeder Beziehung endlich ist. Aber wenn es irgendwo Bücher zu gewinnen gibt, dann macht die Frau leseratteffm mit und dabei ist mir vollkommen wurscht, was es zu gewinnen gibt. Hauptsache ein Buch. Ich weiß, dass ist total inkonsequent, aber ich freue mich wie ein kleines Mädchen, wenn hier ein überraschender Buchgewinn vom Postboten abgegeben wird (was so ungefähr zweimal im Jahr passiert ;-)).
„Im Glanz der Welten“ ist auch so ein Buchgewinn und natürlich weiß ich, dass die Verlage damit Werbung für ihre Bücher machen und in diesem Fall unterstütze ich doch gerne diesen kleinen, neuen Verlag, ein Zwei-Frauen-Betrieb, der sich der nordischen und östlichen Fantastik widmen möchte: Valkyren Verlag. Ich finde das Projekt sehr mutig und werde gespannt beobachten, ob der Verlag sich behaupten können wird.
Nun zum Buch: Silke ist eine typische Außenseiterin. Von der unkonventionellen Mutter und deren esoterischer Weltsicht beeinflußt, ordnet sie sich nicht den Cliquen und deren Anführerinnen in ihrer Schule unter und wird gedemütigt und verletzt. Diese Situation geschreibt die Autorin sehr gut und mit viel Einfühlungsvermögen. Auch die Beweggründe der anderen Teenager und ihr Verhalten werden nachvollziehbar geschildert und ich bin fast sicher, dass sich ähnliche Szenen täglich so oder ähnlich in Schulen ereignen.
Das fantastische Element, nämlich Silkes Fähigkeit in eine andere, vormittelalterliche Parallel-Welt zu wechseln zu können, führt die Autorin behutsam ein. Da habe ich schon ganz andere Sachen gelesen ;-).Silke paßt sich zwar erstaunlich schnell dieser neuen Welt an und jammert überhaupt nicht wegen der diversen Unannehmlichkeiten rum, die eine Welt ohne Strom, fließendes Wasser, Telefon, etc. mit sich bringt, was ein klitzekleines bisschen unglaubwürdig ist :-).
Ich mochte diese Anderswelt „Nordland“ sehr gerne und die verschiedenen mythischen Figuren und Geschichten, die die Autorin einfließen läßt, waren zum Teil komplett neu und deshalb interessant für mich. Auf Dauer langweilen mich nämlich die hinreichend bekannten Motive und Figuren …
Die Erlebnisse von Silke in der Anderwelt fand ich richtig spannend und ihre neuen Gefährtinnen sind interessante Charaktere mit Ecken und Kanten und keineswegs uniform und ich bin schon sehr gespannt, welche Entwicklung alle zusammen in den nächsten beiden Bänden nehmen werden. Es macht nämlich richtig Freude mal wieder von starken Mädchen zu lesen, die sich intelligent, mutig und stark in einer von Männern dominierten Welt schlagen. Starke Mädchen braucht die Literatur!
Eine Liebesgeschichte in bewährter Dreieckskonstellation gibt es natürlich auch, aber die ist denkbar harmlos. Ist ja auch ein Jugendbuch …
Der Schreibstil der Autorin läßt sich gut und fließend lesen. Da gibt es nichts zu meckern. Sie erzeugt eine wunderbare Atmosphäre, die mich sofort in das düstere, gefährliche Moor mit all seiner Schönheit katapultiert hat.
Cover sind ja immer Geschmacksache. Ich mag es nicht so gerne, wenn die Hauptfiguren so explizit auf dem Cover sind. Meine Silke sieht nämlich ganz anders aus ;-).

Mein Fazit:

Die nordische Mythologie hat für einen Fantasy-Fan, wie mich, viel zu bieten und ich lese auch gerne Geschichte mit starken Frauen/Mädchenfiguren. Lesern mit einem ähnlichen Lesegeschmack kann ich diesen ersten Teil der Serie guten Gewissens ans Herz legen: Euch erwartet eine frische, unverbrauchte, spannende Geschichte mit vielen starken Mädchen :-).

Hobb, Robin: Der Weitseher (1)


Genre: High-Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Weitseher
Teil 2: Der Schattenbote
Teil 3: Der Nachtbote

Kurzbeschreibung:

Die Abenteuer von Fitz dem Weitseher Es gibt Fantasy-Helden, die man nie vergisst. Helden, deren magische Gabe Kontinente bewegt, deren Mut den Lauf des Schicksals verändert. Wie J. R. R. Tolkiens Ringträger Frodo oder Sonea, Trudi Canavans mutige Magier-Schülerin. Einer darf hier nicht fehlen: Fitz, Bastard eines Prinzen, und auserwählt, das Erbe der legendären Weitseher anzutreten.

Meine Einschätzung:

Grmpf. Einen blöderen, nichtssagenderen Klappentext habe ich lange nicht mehr gelesen.
Hach, was ein bisschen Recherche doch zutage fördert :-). Mir ist Robin Hobb schon vor 21 Jahren von einer New Yorker Buchhändlerin empfohlen worden, als ich dort nach spannender Fantasy fragte und ich glaube, dass ich den ersten Band „Der Weitseher“ im Original „Assassin’s Apprentice“ noch irgendwo hier rumstehen habe. Allerdings habe ich ihn nie im Original fertig gelesen, weil es für mich unglaublich anstrengend war, die Geschichte zu lesen. Nachdem ich die Geschichte jetzt auf Deutsch gehört habe, ist mir auch klar warum. Dieses Vokabular lernt man nicht in der Schule ;-).
Erschienen ist die Trilogie also in den 90igern und wurde jetzt schon zweimal unter verschiedenen Titeln aufgelegt. Das finde ich ein wenig mühsam, oder? Denn als Leser muß man da ganz schön gut informiert sein, sonst hat man -schwupp die wupp- zweimal die gleiche Geschichte gekauft.
Nun aber zurück zu Geschichte. „Der Weitseher“ ist eine ganz klassische High-Fantasy-Geschichte epischen Ausmaßes, die in der frühen Jugend der Hauptfigur Fitz als Ich-Erzähler beginnt. Fitz kommt als unehelicher Sohn des Kronprinzen an den Hof seines Großvater und wird denkbar schlecht behandelt. Ich habe sehr mit dem kleinen Bub mitgelitten, der eine besondere Gabe hat, die es ihm möglich macht, mit Tieren eine feste, innige Beziehung aufzubauen, die soweit geht, dass er mit ihnen in Gedanken sprechen kann. Sein Vater erkennt ihn nie offiziell an und verstirbt dann plötzlich, so dass er keinen Beschützer außer dem Stallmeister des Hofes hat, der ihn aber eher wie einen jungen Hund behandelt als einen kleinen Jungen. Seine beiden intriganten Onkel mißhandeln oder ignorieren ihn wahlweise und schließlich wird er zum Assassinnen ausgebildet, der im Auftrag seines herrschenden Großvaters geheime Morde auszuführen hat. Das Königreich wird von einem seefahrenden, grausamen Volk bedroht, dass seine Gefangenen als bösartige Zombies zurückkehren läßt.
Die sehr komplexe Geschichte mit den vielen verschiedenen Handlungssträngen weiter zusammenzufassen, spare ich mir hier. Den Vergleich mit Trudi Canavans Serie finde ich übrigens sehr passend :-).
Hat mir die Geschichte gefallen? Immerhin habe ich mir damit 18 Stunden um die Ohren geschlagen??? Jein.
Die Geschichte selbst ist mir einen Ticken zu langatmig und ganz viele Erzählstränge bleiben irgendwie offen oder werfen ständig neue Fragen auf und das ist mitunter anstrengend zu verfolgen und zu sortieren.
Außerdem sind die Figuren allesamt in meinen Augen schwierige Charaktere und weil sie nur aus der Sicht von Fitz beschrieben werden, kommt man ihnen auch nicht wirklich nahe. Und eigentlich behandeln ihn alle schlecht, sind bösartig, ungerecht und gemein zu ihm. Im besten Fall wird er ignoriert. Das fand ich schwer auszuhalten. Einige, wichtige Figuren, wie der Stallmeister, der Assassinen-Ausbilder und der thronfolgende Onkel von Fitz hätten durchaus das Zeug gehabt, um der Geschichte eine positive Wendung zu geben, aber sie verhalten sich so seltsam und abweisend, dass es mich genervt hat.
Fitz, die Hauptfigur, ist auch nicht unbedingt ein Charakter, den ich in Herz schließe. Er ist natürlich eine starke Figur, die sich nicht unterkriegen läßt, obwohl er soviel zu ertragen hat, aber ich habe ihn immer mit Prinz Karek aus Sam Feuerbach Krosann-Saga verglichen und da kommt Fitz einfach schlechter weg. Erst im letzten Teil der Geschichte, als Fitz mit dem prinzlichen Hochzeitszug in ein fremdes Königreich geschickt wird, entwickelt er sich positiv weiter.
Das Ende des ersten Bandes ist natürlich so gestrickt, dass man dem nächsten Teil gespannt entgegensieht, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mich weiter auf die Welt der Weitseher von Robin Hobb einlassen möchte, die von der Grundstimmung schon sehr, sehr düster ist.
Vielleicht liegt das auch am Sprecher Matthias Lühn, dessen Stimme mir aus irgendeinem mysteriösen Grund nicht behagt. Eben habe ich festgestellt, dass ich ein anderes Hörbuch, das von ihm eingelesen wird, abgebrochen habe (Die Lügen des Locke Lomora). Anscheinend passen wir nicht zusammen????

Mein Fazit:
„Die Weitseher-Trilogie“ von Robin Hobb ist ein klassisches, episches, spannendes Fantasy-Werk, dessen Protagonisten mir leider nicht besonders gut gefallen haben.

Habel, Lia: Dark love


Genre: Jugendbuch, Steampunk, Dystopie

Kurzbeschreibung:
Ein Wettlauf mit der Zeit und eine große Liebe, die keine Grenzen kennt: Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und digitale Tagebücher – das ist die Welt der Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-jährige Vollwaise lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird. Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt. Und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, aber die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras längst tot geglaubter Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt dem Untergang geweiht?

Meine Einschätzung:

Was für ein schönes Buch-Cover, oder? Ich finde das Design mit den verspielten Steampunk-Elementen in silber außergewöhlich hübsch, wenn auch diese Optik die Buchkäuferin etwas in die Irre führt. Meine Tochter jedenfalls sah das Cover und meinte: Mama, auf so eine blöde Liebesgeschichte habe ich aber keine Lust.
Naja, eine Liebesgeschichte (wenn man sie überhaupt so nennen kann) kommt auch vor…
Die Geschichte hat verschiedene Aspekte und ich versuche mal, diese auszudröseln ;-).
Steampunk – deshalb hatte ich das Buch überhaupt gekauft – und ja, es kommen jede Menge Steampunk-Elemente vor. Die technischen Geräte sind auch interessant beschrieben, wobei die Autorin nicht besonders ins Details geht, was die Funktion und Wirkung betrifft. Sie legt viel mehr Wert auf die Kleidung der Progatogisten und die Architektur der Bauwerke und die Innenausstattung. Ein Stil, den sie „neuviktorianisch“ nennt und das paßt meines Erachtens perfekt zur Geschichte.
„Dark Love“ ist aber nicht nur ein Steampunk-Roman, sondern auch eine Dystopie. Nach einer nicht näher erläuterten Katastrophe ziehen die überlebenden Menschen nach Mittelamerika, das die besten Überlebensaussichten bietet. Nach Jahrzehnten des Chaos und des Bürgerkrieges einigt man sich auf eine Gesellschaftsform mit Regeln und Gesetzen, wie man sie aus dem viktorianischen England kennt. Das beinhaltet auch eine streng reglementierte Klassengesellschaft mit einer Ober- und Unterschicht und Frauen werden wieder in die Rolle der hübschen, Korsett tragenden Kleiderständer gedrängt, wobei die Autorin nicht auf das Thema Emanzipation eingeht. Das läßt sie außen vor, was ich sehr schade finde. Würde sich eine menschliche Gesellschaft wirklich in diese Richtung entwickeln wollen??? Keine Ahnung, eher nicht, aber dafür sind dystopische Romane da, um mit möglichen Wirklichkeiten zu spielen. Die Autorin bastelt sich jedenfalls eine solche Welt zurecht und das macht sie nicht schlecht.
Dann ist das Buch auch noch ein Zombie-Roman! Herrschaftszeiten!!! Das habe ich natürlich nicht geahnt (Klappentexte ordentlich lesen, Frau Leseratteffm und nicht nur die Cover anschmachten!), denn ich finde Zombies blöd. Richtig blöd. Und das hat mir auch ein wenig die Geschichte verleidet. Ich mache grundsätzlich einen Bogen um Zombie-Gedöns. Von „The walking dead“ habe ich eine Folge gesehen und fand es bescheuert (sorry, liebe Fans) und auch andere Zombie-Geschichten vermeide ich tunlichst. Die Faszination, die dahinter steckt und so viele Fans findet, kann ich mir nicht mal ansatzweise erklären.
Ich will hier nicht zu viel verraten, aber ehrlich gesagt, finde ich den Gedanken, mit Zombies zusammenzuleben, äußerst ekelig *schüttel*. Die Autorin beschönigt das Thema auch nicht und die Tragik dahinter wird schon klar, aber trotzdem. Hätte sie nicht irgendeine Krankheit ersinnen können, die reversibel ist????
Und die Liebesgeschichte??? Nun, das ist ein Jugendbuch und bleibt deshalb mehr als harmlos ;-).
Apropos harmlos! Auf Gemetzel jeglicher Art verzichtet die Autorin keineswegs. Sehr bildhaft, fast schon kinogeeignet, erzählt sie von Zombie-Überfällen etc. Gruselig. Ekelig. *schüttel*
Wahrscheinlich hätte ich das Buch beim Anblick des Wortes Zombie sofort in die Ecke geknallt, wenn mich die Protagonisten nicht interessiert hätten. Die Geschichte wird aus Sicht verschiedener Personen/Zombies erzählt und ich fand diese Erzählperspektive reizvoll und spannend. Ich könnte hier auch einige Kritik anbringen, dass z.B. die beiden Mädels aus dem Mädchen-Pensionat so beherzt zu den Waffen greifen im Angesicht einer Bedrohung ist mehr als unglaubwürdig, aber weil sie dabei doch irgendwie liebenswert sind und ich wissen wollte, ob und wie sie sich in diesem irren Setting schlagen, habe ich weiter gelesen. Außerdem ist die Geschichte spannend und gut geschrieben und ich mußte einfach wissen, wie sie ausgeht.
Wundert mich übrigens, dass das kein Mehrteiler geworden ist …

Mein Fazit:
„Dark Love“ ist eine irrwitzige, schräge Steampunk-Dystopie-Zombie-Jugendbuchliebesgeschichte über die man eigentlich nur den Kopf schütteln und diskutieren könnte, aber ich war fasziniert von den Ideen der Autorin.

Bray, Libba: Diviners – Aller Anfang ist böse


Genre: Jugendbuch, Mystery, Horror???

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: The Diviners – Aller Anfang ist böse
Teil 2: The Diviners – Die dunklen Schatten der Träume
Teil 3: The Diviners – ??? noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
New York, 1926: Wegen eines kleinen „Zwischenfalls“ wurde Evie O‘Neill aus ihrer langweiligen Kleinstadt ins aufregende New York verbannt. Dort genießt sie das wilde Partyleben, bis ein seltsamer Ritualmord die Stadt erschüttert – und Evie über ihren Onkel, den Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes plötzlich mitten in den Mordermittlungen steckt. Schon bald weiß sie mehr als die Polizei. Denn Evie hat eine geheime Gabe, von der niemand wissen darf: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Doch sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt …

Meine Einschätzung:
Hm, ich bin hin- und hergerissen. Grundsätzlich hat mir die Idee, eine solche Geschichte in den goldenen 20igern in New York spielen zu lassen, gut gefallen und die Idee spiegelt sich auch in dem ungewöhnlichen und meiner Meinung nach hübschen Cover wieder.
Allerdings schafft es die Autorin in meinen Augen nicht wirklich, mir die damalige Zeit und die Atmosphäre der „wilden“ Zwanziger zu vermitteln und das ist auch das Problem, das ich mit dem gesamten Roman hatte. Er ist mir zu oberflächlich und hat mich nicht wirklich mitgerissen. Die gruseligen Szenen, die man durchaus dem Horror-Genre zuordnen könnte, haben mich absolut kalt gelassen und auch die Hauptfiguren bleiben irgendwie blass und/oder sind nervig. Evie ist in meinen Augen ein verwöhntes, selbstsüchtiges Gör und ihr Onkel ein Trottel. Sorry. Die jungen, männlichen Hauptdarsteller hingegen sind ganz interessant gezeichnet, aber ob das ausreicht, dass ich auch den zweiten Band lese??? Eher nicht, dafür habe ich mich über weite Strecken zu sehr gelangweilt.

Mein Fazit:
Eine vielversprechende Idee für eine Geschichte mit paranormalen Elementen, die mich aber nicht überzeugen konnte.

Morgenstern, Erin: Der Nachtzirkus


Genre: Fantasy

Kurzbeschreibung:
Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.

Meine Einschätzung:
Verwunschen, magisch, geheimnisvoll, ein klein wenig tragisch, etwas gruselig, altmodisch. Dieser Roman lebt von der Atmosphäre, die die Autorin mit ihrer schönen Sprache erzeugt. Liebevoll und sehr charmant erzählt die Autorin die Geschichte zweier bösartiger Zauberer, die ihre Zöglinge in einen Magie-Wettkampf zwingen, dessen Regeln die Beteiligten nicht kennen. Auch der geneigte Leser wird im Ungewissen gelassen und leidet mit den beiden jungen Leute mit.
Wer nach einer spannenden Geschichte mit einer rasanten Handlung sucht, der wird im Nachtzirkus nicht fündig. Es gibt auch keine Blitz begleiteten Zauberwettkämpfe mit Zauberstäben. Die beiden Wettkämpfer erschaffen dafür eine zauberhafte Welt mit klirrenden Eiswäldern, lebendigen Karusseltieren und man kann sich einfach durch diese magische Welt treiben lassen. Ich habe das sehr genossen, allerdings muß ich auch zugeben, dass ich einige Aspekte der Geschichte nicht so ganz verstanden habe. Gut, dass ich mich darüber mit meinen Lesekreisdamen austauschen kann.

Mein Fazit:
Bin offenbar in einer geduldigen Lesephase und konnte mich in dieser magischen, wunderschönen Geschichte verlieren.

Harrison, Thea: Gebieter des Sturms (2)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Im Bann des Drachen
Teil 2: Gebieter des Sturms
Teil 3: Der Kuss des Greifen
Teil 4: Das Feuer des Dämons
Teil 5: Das Versprechen des Blutes
Teil 6: Nachtschwingen
Teil 7: Das Lied der Harpyie

Kurzbeschreibung:

Der Wyr-Krieger Tiago Black Eagle gebietet über die Stürme und ist einer der Mächtigsten seines Volkes. Er soll die hübsche Thistle Periwinkle beschützen, die Erbin des Thrones der Dunklen Fae, nachdem ein Attentat auf ihr Leben verübt wurde. Ihre ätherische Schönheit weckt schon bald ungeahnte Gefühle in dem abgebrühten Krieger Tiago.

Meine Einschätzung:
OMG! Ja, ich habe gewußt, dass es in der Serie vor testosteron-muskelstrotzenden Gestaltwandlern und Sexszenen nur so wimmelt, aber für meinen Geschmack ist die Autorin in diesem Band über ’s Ziel hinausgeschossen.
Tiago, der Feldherr der Wyr, ist ein gestaltwandelnder Donnervogel, der wirklich toll donnern kann (Blitze werfen geht auch), der grimmig gucken kann (da ist er auch perfekt drin), der in seinen Lederklamotten gut aussieht (wenn man darauf steht), aber mehr als drei sinnvolle Sätze hintereinander hat er im gesamten Buch nicht gesprochen. Dann wird er auch noch ständig von seinen Paarungshormonen übermannt und „verliert“ mehrmals seine Geliebte. *kopfschüttel* Man sollte doch meinen, dass ein Typ, der Jahrtausende gelebt hat, ein klein wenig eloquent ist, oder? Der Kerl war mir soooo peinlich, dass ich manchmal schnell weiterblättern mußte.
Von seiner Partnerin Trix, der verfolgten und bedrohten Feenprinzessin, hatte ich mir auch mehr versprochen, aber da ich sie ganz süß fand, hatte ich Geduld mit ihr.
Im Prinzip war ich in der Mitte des Buches kurz davor, es in die Ecke zu werfen, weil auch die Geschichte nicht zu Potte kam, aber dann tauchten ein paar coole bekannte Figuren auf und die Handlung nahm wieder Fahrt auf und weil ich doch wissen möchte, wie es weitergeht, werde ich den nächsten Teil auch noch lesen. Hoffentlich enttäuscht die Autorin mich nicht, sonst war es das dann nämlich auch.

Mein Fazit:
Ich mag es, wenn die Helden etwas zu sagen haben. Nur schön und stark und brummig reicht nicht! 🙂