Löhnig, Inge: Schuld währt ewig

Genre: Krimi


Reihenfolge der Serie: Kommissar Dühnfort

Teil 8: ?
Teil 7: Nun ruhet sanft
Teil 6: Deiner Seele Grab
Teil 5: Verflucht seist Du
Teil 4: Schuld währt ewig
Teil 3: So unselig schön
Teil 2: In weißer Stille
Teil 1: Der Sünde Sold

Kurzbeschreibung:
Eine einzige Sekunde hat Susannes Leben für immer verändert. Ein Kind ist tot. Für die junge Frau ein Alptraum, der nie endet, eine Suche nach Sühne, die vergebens ist. Dann sterben zwei Menschen. Sie wurden ermordet. Auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein düsteres Geheimnis, eine Schuld, die für immer bleibt. Kommissar Dühnfort verfolgt einen Täter, der auf grausame Weise für seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorgt. Ein Rächer, der Gleiches mit Gleichem vergilt und keine Gnade kennt.

Meine Einschätzung:
Ich bin begeistert. Frau Löhnig hat mich nicht enttäuscht und einen spannenden, atmosphärisch dichten Krimi geschrieben. Zu meiner großen Freude entwickelt sich Dühnforts Privatleben durchaus positiv (mehr wird nicht verraten) und dieses Mal entwickelt die Autorin auch den Kollegen Alois weiter, der zwar bisher nicht gerade mein Liebling war, aber wir werden sehen, was sie aus ihm macht ;-).
Etwas ratlos steht das Ermittlerteam dem Tod dreier Menschen gegenüber, zwischen denen es keine Verbindung zu geben scheint. Aber durch akribische Detektivarbeit und Dühnforts Bauchgefühl gelingt es der Polizei, den Zusammenhang zu finden. Doch die Zeit ist knapp, denn der Täter hat wahrscheinlich weitere Menschen auf seiner Liste. Frau Löhnig führt den Leser geschickt und unterhaltsam mit verschiedenen Handlungssträngen durch die Geschichte und hat mich ein paar Mal auf die falsche Fährte gelockt.
Wie auch in den Vorgängerbänden stellt sie auf der Opferseite eine junge Frau, Susanne, in den Vordergrund, deren Schicksal mich sehr berührt hat und deren Charakter wirklich ganz einfühlsam und authentisch dargestellt wird. Klasse.
Zur Krönung wird es auch noch dramatisch, richtig dramatisch und es gibt einige überraschende Wendungen – einfach gut.
Tja, und dann habe ich mich tatsächlich in eine fiktive!!! Figur verliebt. Susannes „schottischer“ Nachbar“ ist ein großartiger Typ. Seine Gedanken zum Schicksal haben mich wirklich beeindruckt:
„Wie soll man weiterleben mit dem Wissen, das unser Leben der Willkür einer Macht unterworfen ist, auf die wir keinen Einfluss haben und die jederzeit zuschlagen kann? Man kann sie nicht besänftigen, nicht bändigen, nicht friedlich stimmen. Weder durch Glauben noch Opfergaben noch Wohlverhalten. Sie macht uns ohnmächtig, und dagegen kämpfen wir an, indem wir nicht an das Schicksal glauben wollen. Wir suchen Erklärungen.“

„Doch wenn man glücklich werden will oder wenigstens einigermaßen zufrieden, dann darf man nicht gegen sich leben. Seit ich das nicht mehr mache, geht es mir gut. Beim nächsten Treffen mit dem Schicksal bin ich mir nichts schuldig.“

Zitat aus: Inge Löhnig: Schuld währt ewig

Mein Fazit:
Zusammen mit Felicitas Mayall erkläre ich Inge Löhnig hiermit zu meinen deutschen Lieblingskrimiautorinnen.
Um die Entwicklung der Protagonisten genießen zu können, empfiehlt es sich, die Krimis in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

2 thoughts on “Löhnig, Inge: Schuld währt ewig

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