Schwartz, Gesa: Grim – Das Siegel des Feuers (1)

Gerne: Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Grim – Das Siegel des Feuers
Teil 2: Grim – Das Erbe des Lichts
Teil 3: Grim – Die Flamme der Nacht

Kurzbeschreibung:
Der Pariser Gargoyle Grim ist ein Schattenflügler, seine Aufgabe ist es, das steinerne Gesetz zu wahren, dass niemals ein Mensch von der Existenz seines Volkes erfahren darf. Eines Tages begegnet ihm die junge Sterbliche Mia, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie ist eine Seherin des Möglichen. Mia gerät in den Besitz eines rätselhaften Pergaments, das mit merkwürdigen Schriftzeichen bedeckt ist, die sie nicht entziffern kann. Kurz darauf wird sie von gefährlichen Anderwesen verfolgt. Gemeinsam mit Grim beschließt sie, dem Geheimnis des Pergaments auf die Spur zu kommen. Um dies zu tun, muss Mia ihre schlummernden Kräfte erwecken. Weder sie noch Grim ahnen, in welche Gefahr sie sich damit begeben. Das Schicksal der ganzen Welt steht auf dem Spiel…

Meine Einschätzung:
Hm, im Prinzip hat mir dieser Fantasy-Schmöker ganz gut gefallen. Ich wollte schon immer mal einen Roman über Gargoyles lesen …
Was hat mir gut gefallen: Die Sprache des Romans, die sehr bildhaft ist, viele Metaphern und Adjektive verwendet und sich für mich damit von anderen Büchern abhebt. Es gibt auch ein paar äußerst witzige Szenen und Dialoge, über die ich laut gelacht habe. Außerdem ist die Geschichte ganz spannend und actionreich, langatmige Sequenzen gibt es zwar auch, aber nicht allzu viele. Grim, sein Chef, der Kobold und der Drache sind coole Protagonisten, denen ich gerne zugehört und zugesehen habe ;-). Gut gefallen hat mir auch der wilde Mythen-Mix und die bizarren Nebenfiguren: verschiedene Versionen der Hölle, Zwischenwelten, griechische Götter, Feen und Elfen, Dämonen, Drachen, Mutanten-Gargoyles, Vampire, Werwölfe etc. baut die Autorin zu einer eigenen, komplexen Welt zusammen.

Aber: Wie oft muß ich denn noch von jungen Mädchen lesen, die geheimnisvolle, noch unerkannte Kräfte haben und dann die Welt retten. *kopfschüttel* Mia ist zwar eine ganz sympathische Person, aber ihre Entwicklung war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Von einem Tag auf den anderen stürzt sie sich in eine fremde Welt und läßt ihr altes Leben zurück, ohne jemals einen Gedanken daran zu verschwenden???? Außerdem lernt sie die komplexesten Zauber in einer fremden Sprach in zwei Tagen? Ehrlich!!! Und warum sie sich in Grim verliebt (und umgekehrt), hat sich mir auch nicht erschlossen. Es gibt keinerlei romantische Szenen und nur weil der jeweils andere immer mal wieder als Lebensretter auftritt, ist es gleich Liebe? Ne.
Was mich auch gestört hat, waren die vielen, unglaublich brutalen Szenen. Zweimal Hölle und zurück, da werden Menschen geschlachtet, ausgeblutet aufgehängt, etc. . *räusper* Das muß man erst mal aushalten.
Und dann habe ich mich gefragt, warum die Autorin nicht mal eine deutsche Stadt als Schauplatz gewählt hat. Paris spielt doch als Stadt überhaupt keine große Rolle. Berlin oder Köln hätten sicher auch funktioniert …

Mein Fazit:
Dieser erste Teil einer epischen, düsteren Fantasyreihe, in dem ein Gargoyle die Hauptrolle spielt, hat einige Schwächen, findet aber sicher Liebhaber :-). Mich (und meine Tochter) konnte dieses Buch nicht so recht überzeugen.

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