Vargas, Fred: Nacht des Zorns


Genre: Krimi

Mehrteilige Krimiserie:
Der Verbotene Ort

Kurzbeschreibung:
Glühend steht die Sonne über Paris, als eine verängstigte Dame Kommissar Adamsberg aufsucht: Ihre Tochter Lina hat das „Wütende Heer“ gesehen – der Legende nach kündigt dieser Geisterzug Todesfälle an. Vier Opfer sah Lina in dem Heer, und als der erste Mann spurlos verschwindet, zögert Adamsberg nicht lange. Er bricht in die kühlen Wälder der Normandie auf, wie immer geleitet allein von seiner Intuition. Bevor er die Fährte jedoch aufnehmen kann, wird ein Anschlag auf einen einflussreichen Pariser Geschäftsmann verübt, man ruft ihn zurück. Kaum aber hat der Kommissar dem Städtchen Ordebec den Rücken gekehrt, erfüllt sich Linas Vision erneut. Adamsberg ist sicher: Jemand bedient sich des mittelalterlichen Mythos, um ungestört zu morden. Für den Kommissar beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Meine Einschätzung:

Kommissar Adamsberg bearbeitet gleich 3 Fälle: Den Mord an einem bekannten französischen Industriellen, den Mord an einem grausamen Jäger und Tierquälerei an einer Taube. Neben dem Kater, der im Büro von Adamsberg von den Kollegen abwechselnd zum Freßnapf getragen wird, weil er nicht laufen mag, verhätscheln die Polizisten nun noch einen Täuberich, der Adamsberg überall hin begleitet und in seinem Schuh lebt. Schräg, oder? Ein junger Polizist leidet unter einer Schlafkrankheit und muß sich alle 4 Stunden hinlegen. Adamsberg Kollege Danglard ist Alkoholiker und eine weitere Kollegin muß ständig mit Lebensmitteln versorgt werden. Als eine Inspektion des Büros angesteht, haben die Herrschaften ganz schön zu tun, um die Hinweise auf die merkwürdigen Gewohnheiten der Mitarbeiter zu verbergen.
In dem Stil geht es weiter ;-). Ein Mann der rückwärts spricht, eine junge Frau, die Geisterzüge zieht, ein Polizeihauptmann, der seinen Faible für die napoleonische Zeit auslebt, ein Feuerteufel, der niemanden verletzen will, …
Die ersten Krimis von Fred Vargas, die ich vor mindestens 10 Jahren las, haben mir damals gut gefallen. Ich mochte ihre schrägen, einzigartigen Ermittler, ihre Beschreibungen von Paris, die Stimmung ihrer Geschichten, weil sie ungewöhnlich, witzig und schräg waren.
Die letzten beiden Krimis, die ich von ihr gelesen habe, sind aber so schräg (und ich kann ’ne hohe Dosis davon vertragen ;-)), bizarr, wirr und langatmig, dass ich wohl davon absehen werde, weitere Krimis von ihr zu lesen.


Mein Fazit:

Die Krimis von Fred Vargas treffen momentan nicht meinen Lesegeschmack, aber ich kann mir vorstellen, dass es jede Menge Leser gibt, die ihren Spaß an diesen ungewöhnlichen Geschichten finden.

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