Harrison, Kate: Soul Beach – Frostiges Paradies (1)

Genre: Jugendbuch, Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Soul Beach – Frostiges Paradies (1)
Teil 2: Soul Beach – Schwarzer Sand (2)
Teil 3: Soul Beach – Salziger Tod (3)

Kurzbeschreibung:
Meine Schwester ist tot.
Seit vier Monaten und fünf Tagen.
Ermordet.
Heute habe ich eine E-Mail erhalten.
Von ihr.

Als Alice eine E-Mail von ihrer toten Schwester bekommt, hält sie das zunächst für einen schlechten Scherz. Dann folgt jedoch eine Einladung in die virtuelle Welt von Soul Beach, einem idyllischen Strandparadies, wo ihre Schwester Megan seit ihrer Ermordung festsitzt.
Unter www.soulbeach.org entdeckt Alice eine völlig neue Welt abseits der Realität, die sie mehr und mehr in ihren Bann zieht.
Doch wer steckt hinter Soul Beach und warum herrschen hier solch strenge Regeln?
Warum wird der Strand nur von Jungen und Schönen bewohnt?
Und warum sind sie alle tot?
Wer hat Megan umgebracht?

Meine Einschätzung:
Der Auftakt dieser Jugendbuchtrilogie lungerte schon eine ganze Weile auf meinem SuB, unter anderem weil meine Tochter nicht besonders begeistert von diesem Buch gewesen ist und nicht nach den Fortsetzungen verlangt hat. Wir haben zwar nicht den gleichen, aber einen ähnlichen Lesegeschmack. Außerdem ist „Soul Beach“ ein gutes Beispiel von: wurde in vielen Blogs wie gehypt und ich hatte dann keine Lust mehr ;-).
Hm, warum hat mich dieser Mystery-Thriller nun nicht besonders begeistert?
Am meisten hat mich gestört, dass es ein typisches Teenie-Buch ist und Alice ist ein typisches Exemplar von egozentrischem, sämtlichen Weltschmerz in sich tragenden Mädels mit allen Komplexen, die man als Mädels so haben kann. Damit ist sie mir gehörig auf die Nerven gegangen. Hach und die tote Schwester war außerdem ein absolutes Prachtexemplar: Star einer Fernsehsendung, hübsch, singend und tanzend und beliebt und vereehrt. Die Mutter der Familie verehrt dafür ihren Therapeuten, während der Vater sich zurückzieht und allen Konflikten aus dem Weg geht. Langweilig und vorhersehbar.
Die Idee, nämlich dass es eine Art Warte-Paradies für ermorderte Teenies gibt, ist zwar ganz interessant, aber ich hatte immer den Eindruck, dass Alice die falschen Fragen stellt, die sie sowieso nicht beantwortet bekommt. In diesem Teil bleibt im Prinzip alles offen und ungeklärt.
Interesserieren würde mich nur, ob der junge IT-Crack Alice bei der Klärung dieser vielen Fragen und letztlich der Morde helfen kann. Er war für mich der einzige Lichtblick ;-).
Die Aufmachung der Trilogie finde ich ganz gelungen, schön düster mit dem schwarzen Buchschnitt und dem matten, auf alt gemachten Cover. Sprachlich ist mir das Buch weder positiv noch negativ aufgefallen. Es läßt sich ganz flott lesen.

Mein Fazit:
Ich werde diese Jugendbuch-Trilogie nicht weiter lesen, weil mir die Protagonisten ein wenig auf die Nerven gehen, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich junge Leser für diese Reihe begeistern können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.