Heiland, Julie: Bannwald


Genre: Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Bannwald
Teil 2: Blutwald
Teil 3: Sternenwald

Kurzbeschreibung:
Ich hasse den Wald. Ich hasse ihn aus tiefstem Herzen. Er tut so, als wäre er mein Zuhause. Aber das ist er nicht. Er ist mein Gefängnis.
Sie können nicht töten – als Anhänger der weißen Magie erschaffen sie nur. Seit Generationen lebt der friedliche Stamm der Leonen gefangen im Wald, gewaltsam unterdrückt vom Stamm der mörderischen Tauren.
Als die 17-jährige Robin auf den jungen Tauren Emilian trifft, ist sie sich sicher, dass er sie töten wird. Doch Robin gelingt es zu fliehen – scheinbar. Erst später wird ihr bewusst: er hat sie laufen lassen. Warum?
Als Robin dann ein Reh mit der bloßen Kraft ihrer Gedanken tötet, ist sie zutiefst erschüttert. Was ist mit ihr?
Robin trägt ein Geheimnis in sich, und es gibt nur einen, der davon weiß – ihr größter Feind.
Wie es dazu gekommen ist? Wie es immer zu so etwas kommt. Die Starken wittern die Macht und bezwingen die Schwachen. Wir, der Stamm der Leonen, sind Anhänger der weißen Magie. Die Magie der Natur. Wir heilen, wir erschaffen, wir tun Gutes.
Die anderen, der Stamm der Tauren, haben sich der schwarzen Magie verschworen. Sie herrschen kaltblütig, sie vernichten, sie töten. Auch uns. Aber das werde ich nicht länger zulassen.

Meine Einschätzung:
Schon recht lange steht diese Fantasy-Jugendbuchreihe auf meinem Zettel, weil die Geschichte grundsätzlich in mein Beuteschema fällt. Nun habe ich den ersten Band gelesen und bin froh, dass ich die beiden anderen Bände nicht gleich mitgekauft habe. Seufz.
Mir hat die Geschichte nämlich überhaupt nicht gefallen, denn ich fand schon den Weltenentwurf unlogisch und/oder furchtbar schlecht erklärt. Es gibt magiebegabte Völker, die sich an unseren Sternbildern orientieren und eines dieser Völker unterdrückt ein anderes Volk barbarisch, ohne dass die anderen Völker das bemerken??? Seltsam. Das unterdrückte Volk nimmt das alles hin, inklusive willkürlicher Morde und massiver Einschränkungen des Lebens. Einmal im Jahr findet ein Ball statt und auf dem treffen sich dann alle Völker, aber es findet überhaupt kein Austausch statt. Alle stehen nur herum, aber reden nicht miteinander??? Neben diesen Völkern, von denen übrigens nur einige annähernd menschlich aussehen, leben auch Menschen in dieser Welt, die von all dem nix mitbekommen und keinerlei Rolle in der Geschichte spielen, außer Deko in den Städten? Öh, ja, aber wofür braucht man die dann?
Ich suche in Fantasybüchern wirklich nicht die logischen Fehler, aber diese Welt habe ich nicht verstanden.
Und da ich die Welt schon nicht verstanden habe, konnte ich auch das Verhalten der Protagonisten nicht nachvollziehen. In meinen Augen hat besonders Robin (wieder einmal) die falschen Fragen gestellt und obendrein fand ich sie noch langweilig und unsympathisch . Dann dieses ausgelutschte Dreiecks-Motiv mit den zwei unterschiedlichen Jungs in Robins Leben…
Außerdem ist „Bannwald“ auch ein recht kurzes Buch. Für einen solch komplexen Weltenaufbau braucht man meiner Ansicht nach aber mehr Seiten …
Neeee, um einen „alten“ Fantasy-Hasen, wie mich zu begeistern, muß sich ein Autor oder eine Autorin schon mehr einfallen lassen.

Mein Fazit:
In meinen Augen ein unausgereiftes Fantasy-Jugendbuch mit zu vielen bekannten Motiven, das mir überhaupt nicht gefallen hat.

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