Brook, Meljean: Die Eiserne See – Flammendes Herz (2)


Genre: Steampunk

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Eiserne See – Wilde Sehnsucht
Teil 2: Die Eiserne See – Flammendes Herz
Teil 3: Riveted (nicht übersetzt)
Teil 4: The Kraken King (nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:
Als Luftschiffkapitänin gilt Yasmeens ganze Loyalität ihrer Mannschaft. Da kehrt ein Mann, der einst ihr Luftschiff stehlen wollte, überraschend von den Toten zurück. Schatzjäger Archimedes Fox hat es darauf abgesehen, die hübsche Kapitänin zu verführen, denn sie besitzt eine wertvolle Skizze von Da Vinci, die einst ihm gehörte. Doch Fox ist nicht der Einzige, der an der Skizze interessiert ist. Als der Schatzjäger und die Kapitänin nach Marokko reisen, laufen sie ihren Feinden direkt in die Arme. Doch allen Abenteuern zum Trotz muss Yasmeen feststellen, dass die wahre Gefahr von dem Mann ausgeht, der sich geschworen hat, ihr eisiges Herz zum Schmelzen zu bringen …

Meine Einschätzung:
Obwohl es einige Jahre her ist, dass ich den ersten Teil dieser Serie gelesen habe, habe ich mich doch ganz gut in diese abgefahren Steampunk-Welt hineingefunden. Und von den Steampunk-Elementen bin ich jedes Mal auf’s Neue begeistert :-). Die beiden Hauptfiguren, Yasmeen und Fox sind auch genau nach meinem Geschmack, loyale Draufgänger, mutig, tapfer, ganz schön gewalttätig, aber auch witzig und verantwortungsbewußt. Ihre Liebesgeschichte hat mir auch deutlich besser gefallen, als die aus dem ersten Band.
Die beiden finden ein wertvolles Artefakt, das ihnen bald wieder geklaut wird und machen sich dann auf eine rasante Jagd nach den Dieben. Sie müssen sich Zombie-Horden stellen, Verräter entlarven und sich mit meuternden Seeleuten herumschlagen. Herrlich :-).
Da meine Steampunk-Funde so rar geworden sind, habe ich dieses Mal auch nicht soviel am Schreibstil auszusetzen. Ich habe einfach drüber weggelesen ;-).
Schade, dass es so wenige Steampunk-Fans in Deutschland gibt. Jedenfalls wurden die beiden Folgebände schon nicht mehr übersetzt.

Mein Fazit:
Steampunkt ist ein Genre, das ein Nischendasein führt. Schade eigentlich, denn diese wilde Abenteuer-Geschichte macht wirklich Spaß :-).

Heitz, Markus: Aera – Die Rückkehr der Götter

Genre: Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Es geschah. Von einem Tag auf den nächsten waren sie wieder da: Götter. Und zwar die alten Götter. Jene, welche die Bibel mit »Du sollst neben mir keine anderen Götter haben« meinte – und deren Existenz sie niemals leugnete. Sie ritten aus den Himmeln. Sie stiegen aus Pyramiden, aus Tempeln und Schreinen, aus Wäldern und Sümpfen. Einzig nicht dabei waren Gott, Allah und Jahwe. Und auch der Teufel zeigte sich nicht. Wie wird die Präsenz der alten Götter die Weltordnung, wie wir sie kennen, verändern?

Meine Einschätzung:

Was für eine irre Idee! Alle, jemals angebeteten Götter kehren auf die Erde zurück und wollen wieder verehrt werden. Nur die Christen, Juden und Moslems warten vergeblich und sind zu einer Minderheit zusammengeschmolzen. Großartige Idee.
In dieser Welt, die knapp in unserer Zukunft liegt und einen blutigen Krieg mit diesen Gottheiten hinter sich hat, erzählt Heitz die Geschichte des Interpol-Ermittlers und Privatdetektives Malleus Bourreau, den er ganz im Stil klassischer Detektive angelegt hat.
Bourreau hat sehr ausgeprägte Macken, er trägt nur maßgefertige Klamotten im indischen Stil, streicht sich ständig über seinen „was-auch-immer-Bart“, raucht Spezialzigarren mit eigenartigen Nebenwirkungen und hat seine ganz eigene Theorien, was die Herkunft der Götter angeht. Dazu ist er noch mutig, unerschrocken und loyal. Ich habe bei seiner Beschreibung mehrfach gelacht und gedacht: Ja, so würde sich sicher so mancher Mann gerne sehen. 😉
Bourreau nimmt mehrere, ganz verschiedene Ermittlungsaufträge an, bei denen göttliche Einmischung vermutet wird und so reist er kreuz und quer durch die Welt und deren religiöse Geschichte, vom Vatikan bis Sodom und Gomorrha, von bizarren Monstern bis wunderschönen Göttinnen ist da alles dabei. Die Suche nach einer Reihe von religiösen Artefakten, die von einem Unbekannten gestohlen wurden, verbindet diese Geschichten mehr oder weniger, ebenso wie ein psychopathischer Serienkiller, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Malleus Bourreau zu beschützen/verfolgen.
Ich habe zufällig gelesen, dass sich einige Leser an dieser Episodenhaftigkeit der Geschichte stören, die wohl daher rührt, dass die einzelnen Teile schon mal separat veröffentlicht wurden. Ich habe das nicht gewußt und mich hat das auch nicht sonderlich gestört.
Sicherlich bleiben auch einige Fragen ungeklärt, aber das ruft geradezu nach eine Fortsetzung ;-).
Für die Nicht-Heitz-Kenner möchte ich hier auch noch anmerken: In „Aera“ geht es blutig zu, richtig blutig und brutal. Da werden Waffen aller Art verwendet, Monster reißen Köpfe ab und das alles wird im Detail beschrieben. Da darf man als Leser nicht zimperlich sein.
Gelesen wird das Hörbuch von Uve Teschner und das macht er ganz großartig. Ich höre ihm sehr, sehr gerne zu und ganz sicher hat er mich auch über ein paar vorhandene Längen hinweggeführt. In einer Episode zeigt er außerdem, dass er durchaus auch eine komödiantische Ader hat. Herrlich.

Mein Fazit:
Eine irre gute Idee, ein toller Sprecher, ein spannender Thriller und jede Menge Mord und Totschlag. Ich fand es super.

Huff, Tanya: Der Hexenladen


Genre: Urban Fantasy

Kurzbeschreibung
Die Gales aus Süd-Ontario verändern die Welt mit der Macht ihrer Zaubersprüche und bevorzugen es, wenn ihre Fähigkeiten in der Familie bleiben. Die Gale-Tanten haben den Clan fest im Griff oder glauben es zumindest. Alysha fühlt sich, ähnlich wie der Großteil ihrer Vettern und Basen, von ihren Tantchen gegängelt. Also ergreift sie, als ein Brief mit dem letzten Willen ihrer vermissten Großmutter eintrifft, die Gelegenheit, deren Trödelladen in Calgary weiterzuführen, um der Gemeinschaft zu dienen. Ihre Tanten jedoch haben andere Pläne und verlangen von Alysha, den tatsächlichen Verbleib ihrer Großmutter aufzuklären und nach getaner Arbeit wieder zurückzukehren, wo man bereits Pläne für ihre Zukunft hat. Doch als Alysha in Calgary eintrifft, stellt sie fest, dass sie im Hexenladen ihrer Oma der Feengesellschaft dienen soll – und dass oftmals des einen Trödel, des anderen magischer Schatz ist. Herauszufinden, was mit ihrer Großmutter geschehen ist, dürfte also keine leichte Aufgabe sein, insbesondere nicht, da Alysha erfährt, wie viel außerweltlicher Ärger ihrer in Calgary harrt und sogar familiärer Beistand oft nicht ausreicht, um den Tag zu retten.

Meine Einschätzung:
Das ist tatsächlich ein Einzelband! Wie selten und was für ein seltenes Schätzchen ist dieser kanadische Urban-Fantasy-Roman überhaupt :-).

Diese interessante und spannende Geschichte dreht sich um einen Hexenclan, in dem die Frauen der Familie, mit zunehmenden Alter auch mit zunehmender Hexenkraft ausgestattet, das Sagen haben. Diese Frauen werden liebevoll „Tantchen“ genannt und wenn sie nur verhexte Kuchen backen würden, dann könnten sie tatsächlich harmlos sein. Auch die Herren der Familie haben spezielle Fähigkeiten, die ein klein wenig nebulös bleiben. Das ist auch wirklich der einzige Kritikpunkt, den ich habe: Die Autorin deutet einige Dinge nur an und erklärt sie nicht ausschweifend. Das ist sicher auch der Erzählperspektive (Ich-Erzähler) geschuldet, aber ich hätte mir an mancher Stelle tiefergehende Erkenntnisse gewünscht. Außerdem ist es hilfreich, wenn man sich ein etwas mit Hexengedöns auskennt ;-).
Mich haben diese starken Frauenfiguren begeistert, ich mag die witzigen Familienszenen und ich mag auch die kanadische Szenerie. Endlich mal was anderes! Danke!
Ich habe mich jedenfalls bestens unterhalten und werde mich ganz sicher nach weiteren Büchern der Autorin umsehen.

Mein Fazit:
Tanya Huff ist meine Neuentdeckung im Urban Fantasy Bereich.

Heliosphere 2265: Das dunkle Fragment (1)


Genre: Hörspiel, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Heliosphere 2265 – Das dunkle Fragment
Teil 2: Heliosphere 2265 – Zwischen den Welten
Teil 3: Heliosphere 2265 – Enthüllungen
Teil 4: Heliosphere 2265 – Das Gesicht des Verrats
Teil 5: Heliosphere 2265 – Im Zentrum der Gewalt
Teil 6: Heliosphere 2265 – Die Bürde des Captains

Klappentext:
Im November 2265 übernimmt Captain Jayden Cross das Kommando über den Interlink-Kreuzer HYPERION. Da es sich um das neueste – und damit schnellste und am besten bewaffnete – Schiff handelt, soll es an Brennpunkten der Solaren Union eingesetzt werden. Bereits der erste Auftrag führt Captain Cross und seine Crew in ein gefährliches Abenteuer. Eine Bergungsmission nahe des Raumsektors eines alten Freindes droht zur Katastrophe zu werden, als die HYPERION auf ein geheimnisvolles Artefakt stößt – mit unabsehbaren Folgen…

Meine Einschätzung:

Großartig! Kino für die Ohren! Perfekte Drehbücher mit ausgezeichneten Dialogen, tolle Geräuscheffekte, super Sprecher, die passende Musik, eine eingängige Titelmusik – genauso mag ich Hörspiele!
Und dann noch diese richtig schöne Sci-Fi-Story: ein neuartiges Raumschiff, eine zusammengewürfelte, clevere, smarte Crew und ein charismatischer Captain, eine fremdartige Spezies, die nicht gerade friedfertig daher kommt, politische Intrigen und eine geheimnisvolle Macht mit undurchsichtigen Plänen.
Die Interplanar-Produzenten Redeker und v. Weymarn verstehen ihren Job.
Ich will sofort mehr davon hören!!! SOFORT!!!

Mein Fazit:
Kino für die Ohren! Nehmt Euch Zeit dafür, es lohnt sich unbedingt!!!!