Adler-Olsen, Jussi: Selfies


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Erbarmen
Teil 2: Schändung
Teil 3: Erlösung
Teil 4: Verachtung
Teil 5: Erwartung
Teil 6: Verheißung
Teil 7: Selfies

Kurzbeschreibung:
Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case, aus dem sich schwerwiegende Konsequenzen für die aktuellen Ermittlungen ergeben. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Rose kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?

Meine Einschätzung:
Nachdem mir ja der letzte Band der Carl Morck Serie überhaupt nicht gefallen hat, habe ich „Selfies“ verschlungen. Der Autor hat eine wahnsinnig spannende, irrsinnige Geschichte geschrieben, in der – und damit verrate ich nicht zu viel 🙂 – mörderische Frauen die Hauptrolle spielen.
An einigen Stellen habe ich schockiert beim Lesen aufgekeucht, die Luft angehalten oder mich gegruselt.
Endlich, endich wird das tragische Geheimnis um Rose gelüftet und jetzt bin ich erst recht auf Assads Geschichte gespannt, die sicher auch spektakulär ausfallen dürft.
Mehr verrate ich nicht :-).

Mein Fazit:
Der siebte Fall für das Sonderdezernat Q ist eine absolute Leseempfehlung für Krimifans mit starken Nerven :-).

Adler-Olsen, Jussi: Verheissung

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Erbarmen
Teil 2: Schändung
Teil 3: Erlösung
Teil 4: Verachtung
Teil 5: Erwartung
Teil 6: Verheißung
Teil 7: Selfies

Kurzbeschreibung:
Siebzehn Jahre lang hat Polizeikommissar Christian Habersaat vergeblich versucht, den Tod einer jungen Frau aufzuklären, die kopfüber in einem Baum hängend aufgefunden wurde. Kurz nachdem er Carl Mørck um Hilfe gebeten hat, kommt er auf schockierende Weise ums Leben – und nur wenig später sein Sohn. Die Recherchen des Sonderdezernats Q führen nach Öland, zu einem obskuren »Zentrum zur Transzendentalen Vereinigung von Mensch und Natur«. Carl Mørck und seine Assistenten ahnen nicht, dass sie sich in tödliche Gefahr begeben …

Meine Einschätzung:
Ach, ich weiß auch nicht, was mit mir los ist??? Ich hatte mich sooooooooooo auf den neuen Adler-Olsen gefreut, aber ich habe mich mit diesem Teil fast ein wenig herumgequält.
Prinzipiell hätte mir die Geschichte, in der eine abgefahrene, esotorische Sekte mit einem weißgewandeten Sektenführer ein Rolle spielt, doch gefallen müssen, aber nein … Die Ermittlungen zu dem Fall zogen sich endlos in die Länge, während parallel dazu aus der Sicht des Mörders ein Teil der Geschichte erzählt wurde und ich mich nur ungläubig gefragt habe, warum der Täter so lange unentdeckt bleiben konnte.
Ich gehe natürlich hier nicht ins Detail, aber das fand ich mehr als unglaubwürdig.
Und dann diese Vorhersehbarkeit! In jedem Band begeben sich die Ermittler in eine vermeidbare Gefahrensituation, der sie leicht aus dem Weg gehen könnten. Das ist auch dieses Mal so und leider ist das so unrealistisch, dass ich nur mit dem Kopf geschüttelt habe.
Leider habe ich auch nichts Neues über Assad erfahren, die Geschichte endet mit einem Rose-Cliffhanger, zum „Naglerfall“ gibt es auch nur ein einziges neues Häppchen und ich bin unzufrieden.

Mein Fazit:
Falsches Buch zur falschen Zeit? Ich weiß es nicht. Mich hat der neue Adler-Olsen stellenweile arg gelangweilt …

Adler-Olsen, Jussi: Erwartung


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Erbarmen
Teil 2: Schändung
Teil 3: Erlösung
Teil 4: Verachtung
Teil 5: Erwartung
Teil 6: Verheißung
Teil 7: Selfies


Kurzbeschreibung:

Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan,dessen Mitglieder von ihrem gewalttätigen und zynischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als er sein Sklavendasein nicht mehr aushält und flieht, stößt er ganz in der Nähe von Zolas Wohnsitz auf eine Männerleiche … Die Suche nach dem Mörder führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt– und sie zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.

Meine Einschätzung:

Ein nachdenkliches hmmm von mir.
„Erwartung“ ist kein Krimi, der mich atemlos von Seite zu Seite hat hecheln lassen, wie das z.B. bei „Erbarmen“ der Fall war. Dieses Mal hat mich die Geschichte des jungen Marco, der natürlich ein wirklich trauriges Schicksal hat, auch nicht so berührt wie z.B. „Erlösung“. Hm.
Außerdem komme ich mit dem Ende, dass sich Herr Adler-Olsen ausgedacht hat, auch nicht recht klar. Für meinen Geschmack sind seine Lösungen ein wenig „märchenhaft“. Nach dem Motto „Was scheren mich Recht und Gesetz?“ verfährt er nach seinem ganz eigenen Gerechtigkeitsempfinden.
Das klingt jetzt so, als hätte mir „Erwartung“ nicht gefallen, aber trotz aller Kritik, die ich habe, habe ich den Krimi über weite Strecken mit großem Vergnügen gelesen, was an den überaus interessanten Protagonisten Assad, Rose, Carl, Lisbeth, Mika und wie sie alle heißen, liegt. Und genau aus diesem Grund freue ich mich auch schon auf die Fortsetzung und ein Wiederlesen mit diesen liebgewonnenen Figuren.

Mein Fazit:
„Erwartung“ ist ein klein wenig hinter meinen persönlichen Erwartungen zurück geblieben. Trotzdem ist auch dieser Krimi des dänischen Autors ein Lesespaß.

Adler-Olson, Jussi: Verachtung


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Erbarmen
Teil 2: Schändung
Teil 3: Erlösung
Teil 4: Verachtung
Teil 5: Erwartung
Teil 6: Verheißung
Teil 7: Selfies

Kurzbeschreibung:
Eine Reihe vermisster Personen aus dem Jahr 1987, die durch eine Person und deren entsetzliches Schicksal verbunden sind: Nete Hermansen. Eine junge Frau ohne jede Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, von Menschen grausam misshandelt, wird zwangssterilisiert durch einen fanatischen Arzt und verbannt nach Sprogø, der Insel für ausgestoßene Frauen. Sie nimmt grausam Rache …

Meine Einschätzung:
Da ich jetzt in den Ferien einige Bücher gelesen und nicht gleich rezensiert habe, gibt es hier nur ein paar ganz kurze, vielleicht etwas unsortierte Gedanken. Sorry.
Das Thema des Krimis, nämlich ein unrühmlicher Teil der dänischen Geschichte, war sehr informativ, spannend und berührend. Ich hatte das Vergnügen den Autor persönlich bei einer Lesung zu erleben und er hat sehr deutlich gemacht, wie wichtig es ihm ist, dass sich die Dänen mit diesem Thema „Zwangssterilisation von Frauen“ auseinandersetzen. Es bleibt zu hoffen, dass auch die veranwortlichen Politiker des Landes sich des Themas annehmen und den Betroffenen Entschädigungszahlungen zukommen lassen, denn das ist bisher wohl nicht geschehen.
Gut gefallen hat mir, wie Morck sein Scheidungsproblem gelöst hat und bei aller Kritik, die ich sonst habe, ist die Geschichte wirklich spannend und kein bisschen langatmig.
Was hat mir nicht gefallen? Die beiden Protagonisten Morck und Assad geraten beide in „fast“ tödliche Situationen, die wirklich zu vermeiden gewesen wären, wenn man sich im Team wenigstens SMS über geplante Aufenthaltsorte schicken würde.
Blöd finde ich auch, dass es in dem Fall „Druckluftnagler“ ständig neue Indizien gibt, aber die Handlung nicht wirklich voran geht und immer neue, ungeklärte Fragen auftauchen. Das nervt über 4 Bände langsam und ich habe auch den Verdacht, dass uns dieses Thema bis zum geplanten 10. Band begleiten wird. Lästig finde ich die Tatsache, dass man über Assad so garnix erfährt ….

Mein Fazit:
Es ist nicht der beste Teil dieser dänischen Krimiserie, aber ich habe mich nicht gelangweilt und harre natürlich der Fortsetzung. Ich würde empfehlen, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Adler-Olsen, Jussi: Erbarmen

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Erbarmen
Teil 2: Schändung
Teil 3: Erlösung
Teil 4: Verachtung
Teil 5: Erwartung
Teil 6: Verheißung
Teil 7: Selfies

Kommissar Carl Moerk geht mit seiner provokativen, mürrischen Art sämtlichen Kollegen auf die Nerven. Ein Rauswurf kommt nicht in Frage, da Carl vor Kurzem im Dienst angeschossen, ein Kollege getötet und einer schwerst verletzt wurde. Deshalb wird er in den Keller abgeschoben, in eine neu geschaffene Abteilung zur Untersuchung unaufgeklärter Kriminalfälle aus ganz Dänemark. Das ist Carl ganz recht, der sich mit Selbstvorwürfen quält und nur noch seine Ruhe haben will. Als „Mädchen für Alles“ wird ihm der Syrer Assad zur Seite gestellt, der sämtliche Tätigkeiten, sei es Büroputzen, Akten sortieren, den Chef chauffieren oder Kaffee kochen klaglos erledigt. Assad hat aber zweifellos noch viele weitere Talente, ein Gespür für Kriminalfälle und eine undurchsichtige Vergangenheit und wird schnell zum unentbehrlichen Partner für Carl, der sich das nie eingestehen würde.
Der erste Fall, den sich die beiden vornehmen, wirft bald Fragen auf. Eine junge, erfolgreiche Politikerin verschwindet spurlos von einer Fähre. Sämtliche Ermittlungen verlaufen im Sande. Jahre vergehen und die Frau wird für tot erklärt. Aber Carl und Assad stoßen auf massive Ermittlungsfehler und plötzlich wird aus dem lahmen Versuch, einen Jahre zurückliegenden Mord aufzuklären, ein Wettlauf der Zeit.
Ohne Frage, das ist ein superspannender Krimi und der Autor versteht es, die Spannung aufrecht zu erhalten.
Die Charaktere sind vielschichtig und symphatisch angelegt.
Obwohl Carl von Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen gequält wird und sich am liebsten im Bett verkriechen würde, drängen ihn seine Instinkte, Rätsel zu lösen und offenen Fragen in Zusammenhang mit Kriminalfällen zu klären. Dabei macht er sich nicht immer beliebt, denn er bevorzugt den geraden Weg und er hätte sicher keine Karriere als Diplomat gemacht.
Der Autor gelingt es auch gekonnt, das Leben des Opfers zu Beschreiben, die Beziehung zu ihrem behinderten Bruder und nicht zuletzt die entsetzlichen Qualen, die sie erleiden muß.
Sehr symphatisch, dabei aber auch geheimnisvoll, unberechenbar, gewitzt und ein klein wenig unheimlich ist mir Assad. Wer und was ist der Syrer? Auf die Klärung dieser Frage können wir hoffentlich im nächsten Band hoffen.

Fazit: Obwohl ich nicht gerade ein ausgewiesener Fan nordeuropäischen Krimis bin, da mir die Ermittler in den meisten Fällen einfach zu depressiv sind und die Geschichten zu düster, werde ich Jussi Adler-Olsen ganz sicher treu bleiben.