Jeffries, Sabrina: Des Herzogs größter Begehr (1)


Genre: Liro, Hörbuch

Reihenfolge der Serie „Duke’s Men“:
Teil 1: Des Herzogs größter Begehr
Teil 2: Ein Schurke zum Verlieben
Teil 3: Ein verführerischer Unhold

Kurzbeschreibung:
Als Maximilian Cale, der Herzog von Lyons, in der Ermittlungsagentur Manton aufkreuzt, sieht Lisette Bonnaud ihre Chance gekommen, endlich echte Detektivarbeit statt nur Sekretärinnendienste zu leisten. Max behauptet, er habe von ihrem Bruder Tristan Nachricht erhalten, dass sein totgeglaubter Bruder Peter noch lebt.
Lisette, die seit Monaten nichts von Tristan gehört hat und sich schon Sorgen macht, besteht darauf, mit ihm nach Paris zu reisen, um Peter und Tristan zu suchen. Dabei ahnt sie nicht, dass Max bald mehr in ihr sieht als nur eine hübsche Reisebegleitung.

Meine Einschätzung:
So einen hübschen, klassischen Liro mit allem drum und dran habe ich ja schon eine ganze Weile nicht mehr in den Fingern gehabt. Vielleicht hat mir die Geschichte deshalb so gut gefallen? Ein Liro = Liebesroman verlangt nämlich nicht viel von mir, ich kann mich einfach in die Geschichte fallen lassen, mit den Figuren mitfibern, mitleiden, mich mitfreuen u.s.w.
Wenn dann noch die weibliche Hauptfigur, wie in diesem Fall, eine patente, liebenswerte, mutige Person ist und der männliche Protagonist mich nicht nervt, dann ist doch alles gut.
Allerdings habe ich diesen Liro von Elke Schützhold vorgelesen bekommen und ich bin mir nicht sicher, ob ich die nächsten Bände auch hören werde. Erstens mag ich grundsätzlich männlichen Stimmen lieber zuhören (Ob das an der tieferen Tonlage liegt?), wobei ich Frau Schützhold im Grunde ganz gut hören konnte. Zu lustigen Situationen kommt es auch, wenn die zahlreiche Liebesszenen laut gesprochen durch das Haus hallen und ich dafür irritierte Blicke meiner Familie ernte ;-).

Mein Fazit:

Der Auftakt dieser Serie hat mich wunderbar unterhalten. Es steht Liro drauf und es ist auch Liro drin. 🙂

Galbraith, Robert: Die Ernte des Bösen


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen

Kurzbeschreibung:
Nachdem Robin Ellacott ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Ihr Chef, der private Ermittler Cormoran Strike, ist ebenfalls beunruhigt, jedoch kaum überrascht. Gleich vier Menschen aus seiner eigenen Vergangenheit fallen ihm ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde – und Strike weiß, dass jeder von ihnen zu skrupelloser, unaussprechlicher Grausamkeit fähig ist.
Während die Polizei sich auf den einen Verdächtigen konzentriert, der für Strike immer weniger als Täter infrage kommt, nehmen er und Robin die Dinge selbst in die Hand und wagen sich vor in die düsteren und verstörenden Welten der drei anderen Männer. Doch als weitere erschreckende Vorfälle London erschüttern, gerät das Ermittlerduo selbst mehr und mehr in Bedrängnis …

Meine Einschätzung:

Mir gefällt die Art, wie Frau Rowlings -alias Robert Galbraith- Geschichten erzählt unglaublich gut. Ich sehe die Personen, die Orte wirklich vor mir und tauche komplett in die, in diesem Fall etwas bizarre und gruselige Geschichte ein. Die Themen sind keine leichte Kost: Kindesmißbrauch, Sadismus und die perverse Brutalität der Verdächtigen Gewalttäter muß die geneigte Leserin erst mal verdauen.
Aber mit Cormoran und Robin hat sie ein sehr interessantes Ermittlerteam erschaffen, das ich ins Herz geschlossen habe.
Mein zugegebenermaßen nicht besonders gut ausgeprägter detektivischer Spürsinn hat mich bei dieser Geschichte total im Stich gelassen, denn für mich kamen alle Verdächtigen als Täter in Frage ;-). Was wiederum bedeutet, dass es für mich bis zum Schluß sehr, sehr spannend geblieben ist.
Aber ganz kritiklos bleibt mein Leseeindruck dann doch nicht.
Das Buch hat im zweiten Drittel eine Länge, während Robin und Cormoran ihre langweiligen Oberservierungsaufträge erfüllen, die vermeidbar gewesen wäre.
Zudem kann sich die Autorin offenbar nicht entscheiden, ob sie ihren Hauptprotagonisten Cormoran nun attraktiv findet oder nicht. Sie verpaßt ihm Übergewicht, eine gewisse Neigung zum Ungepflegtsein und vergleicht sein krauses Haar mit Schamhaar, was ich ziemlich daneben finde. Andererseits verbandelt sie den Guten mit wohlhabenden Schönheiten. Ich habe mir natürlich mein eigenes, anziehendes Bild von ihm geschaffen und hoffe, dass die Autorin auch noch dahin kommt.
Wir erfahren auch etwas aus Robins Vergangenheit, was wirklich interessant ist und einen Teil ihrer Persönlichkeit erklärt, aber da hätte ich mir auch eine etwas kreativere Lösung gewünscht.
Trotzdem habe ich das Buch in zwei Tagen förmlich verschlungen :-).

Mein Fazit:
Auch der dritte Teil der Detektivserie von Frau Rowlings, alias Galbraith, hat mir ausnehmend gut gefallen und ich fiebere dem nächsten Teil förmlich entgegen.

Kerr, Philip: Das Janusprojekt


Genre: Krimi, historischer Roman

Reihenfolge der Serie: Ein Fall für Bernhard Gunther
Teil 1: Feuer in Berlin
Teil 2: Im Sog dunkler Mächte
Teil 3: Alte Freunde, neue Feinde
Teil 4: Das Janus-Projekt
Teil 5: Das letzte Experiment
Teil 6: Die Adlon-Verschwörung
Teil 7: Mission Walhalla
Teil 8: Böhmisches Blut
Teil 9: Wolfshunger

Kurzbeschreibung:
München 1949: Von der Doppelmoral der Nachkriegszeit desillusioniert versucht sich Privatdetektiv Bernie Gunther als Gastwirt. Doch dann bittet ihn eine schöne Fremde um Hilfe. Der Auftrag führt Bernie auf die Spur eines gesuchten Naziverbrechers. Viel zu spät erkennt er, dass die alten Machthaber noch immer aktiv sind – und gefährlicher denn je.

Meine Einschätzung:
Kerr bleibt seinem Helden treu, der von einer Katastrophe in die nächste schliddert, Betrügern, Mördern und Lügnern aufsitzt und nur knapp mit dem Leben davon kommt. Ich finde dieses Nachkriegsszenario ganz schön bedrückend, aber der Autor erzählt es so spannend, dass ich nicht aufhören kann, zu lesen. Wenn ich dann diese Woche in der Zeitung lese, dass ein über 90jähriger ehemaliger KZ-Aufseher „bestraft“ wurde, dann frage ich mich schon, was mit den ganzen Kerlen passiert ist, die unter falschem Namen untergetaucht sind oder sich nach Südamerika abgesetzt haben.

Mein Fazit:

Auch der vierte Teil der Serie ist spannend, wenn man sich mit dem sarkastischen und fatalistischen Protagonisten anfreunden kann.

Kerr, Philip: Alte Freunde, neue Feinde

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Ein Fall für Bernhard Gunther
Teil 1: Feuer in Berlin
Teil 2: Im Sog dunkler Mächte
Teil 3: Alte Freunde, neue Feinde
Teil 4: Das Janus-Projekt
Teil 5: Das letzte Experiment
Teil 6: Die Adlon-Verschwörung
Teil 7: Mission Walhalla
Teil 8: Böhmisches Blut
Teil 9: Wolfshunger

Kurzbeschreibung:

Im bitterkalten Winter 1947 blühen die Schwarzmarktgeschäfte. Gern verläßt Gunther die Stadt, um in Wien im Fall eines ermordeten Nazijägers zu recherchieren.

Meine Einschätzung:

Berhard Gunther hat es irgendwie geschafft, den zweiten Weltkrieg zu überleben. Was ihm während dieser Zeit zugestoßen ist und wie er überleben konnte, wird immer nur kurz angerissen, aber nie ausführlich erzählt. Dafür schildert der Autor das Leben des Protagonisten im zerstörten Berlin. Dann erhält er den Auftrag, die Unschuld eines ehemaligen Polizei-Kollegen, der inzwischen Schwarzmarktgeschäfte in Wien betreibt, zu beweisen und gerät zwischen die Fronten der alliierten Geheimdienste.
Obwohl ich die Geschichte sehr spannend und auch die Schilderungen der Aufklärung der Naziverbrechen sehr interessant fand, hat mich der „Fall“ an sich total verwirrt und etwas überfordert. Zuviele Geheimdienste, zuviele verschiedene Interessen, zuviele Lügen und zuviele Namen ;-).
Aber insgesamt finde ich die Art und Weise, wie Kerr die Geschichte aufbereitet, interessant und mittlerweile habe ich mich auch an den ruppigen Stil gewöhnt und lese einfach darüber hinweg, weil ich unbedingt wissen will, wie es weiter geht.

Mein Fazit:
Philip Kerr erzählt von zerbombten Städten, marodierenden Soldaten, rivalisierender Militärpolizei und Geheimdiensten, untergetauchten Nazi-Verbrechern, Schwarzmarkthändlern, Prostituierten im gewohnt rauen Stil. Etwas verwirrend, aber spannend.

Die ersten drei Bände der Serie gibt es übrigens auch als Sammelband: Die Berlin-Trilogie: Feuer in Berlin. Im Sog der dunklen Mächte. Alte Freunde – neue Feinde„>

Kerr, Philip: Im Sog dunkler Mächte


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Ein Fall für Bernhard Gunther
Teil 1: Feuer in Berlin
Teil 2: Im Sog dunkler Mächte
Teil 3: Alte Freunde, neue Feinde
Teil 4: Das Janus-Projekt
Teil 5: Das letzte Experiment
Teil 6: Die Adlon-Verschwörung
Teil 7: Mission Walhalla
Teil 8: Böhmisches Blut
Teil 9: Wolfshunger

Kurzbeschreibung:

Berlin, heißer Sommer 1938. Ein Wahnsinniger hat fünf junge Mädchen auf die gleiche bestialische Weise umgebracht. Von SS-Standartenführer Heydrich ins Prinz-Albrecht-Palais zitiert, hat Gunther keine andere Wahl: er geht auf Mördersuche.

Meine Einschätzung:

Eine Serie brutaler Mädchenmorde bringt die Verantwortlichen der Berliner Polizei dazu, den Privatermittler Gunther wieder in den Polizeidienst zu zwingen. Wie schon im ersten Band macht sich Gunther auf unkonventionelle Weise auf die Suche nach einem Serienkiller und gerät dabei immer wieder mit seiner schnodderigen Art in die Gefahr ermordert, eingesperrt oder schlimmeres zu werden …
Kerr bleibt seinem Stil und seinem Ermittler treu. Mir persönlich hat diese Geschichte besser gefallen, als der erste Teil. Obwohl relativ schnell klar wird, in welche Richtung die Ergebnisse der Ermittlungen zeigen, bleibt es spannend.
Diese mörderische Geschichte erzählt vom Wahnsinn der Nazi-Zeit, im übertragenen und wörtlichen Sinn und mir scheint, dass solche Geschichten noch immer nicht genug erzählt wurden!

Mein Fazit:
Brutale Mädchenmorde, der Wahnsinn der Nazi-Zeit, der aufziehende Schatten eines Weltkrieges, ein zynischer Ermittler, eine sehr ruppiger Erzählstil, das muß der Leser aushalten können.

Die ersten drei Bände der Serie gibt es übrigens auch als Sammelband: Die Berlin-Trilogie: Feuer in Berlin. Im Sog der dunklen Mächte. Alte Freunde – neue Feinde„>

Kerr, Philip: Feuer in Berlin

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Ein Fall für Bernhard Gunther
Teil 1: Feuer in Berlin
Teil 2: Im Sog dunkler Mächte
Teil 3: Alte Freunde, neue Feinde
Teil 4: Das Janus-Projekt
Teil 5: Das letzte Experiment
Teil 6: Die Adlon-Verschwörung
Teil 7: Mission Walhalla
Teil 8: Böhmisches Blut
Teil 9: Wolfshunger

Kurzbeschreibung:
n seiner Berlin-Trilogie um den Privatdetektiv Bernhard Gunther schafft es Philipp Kerr, in der Form des spannenden Kriminalromans die schmutzig-düstere Atmosphäre der Nazi- und Post-Nazi-Zeit in Berlin zu beschwören. Geschickt verwebt er die historischen Ereignisse und ihre Protagonisten mit seinen Kriminalgeschichten – eine atemberaubende Mischung.

Meine Einschätzung:

Naja, der Klappentext ist ja nicht gerade aussagekräftig. Hmpf. Dann muß ich mir wohl Mühe mit einer kurzen Beschreibung geben…

Der Berliner Ex-Polizist Berhard Gunther schlägt sich im Berlin der 30iger Jahre mit einer Privatdetektei mehr schlecht als recht durch. Der Autrag eines reichen Industriellen mit einer großzügigen Bezahlung kommt ihm ganz Recht. Dessen Tochter und Schwiegersohn wurden bei einem Raubmord getötet und ein kostbares Edelstein-Collier wurde entwendet und nun möchte der Vater das Collier zurück.
Gunther stößt auf einige Ungereimtheiten bei seinen Ermittlungen und gerät selbst in große Gefahr.

Philip Kerr ist für mich kein unbekannter Autor. In den 90igern habe ich einige seiner Thriller gelesen (z.B. Das Wittgensteinprogramm oder Game over) und kann mich dunkel daran erinnern, dass die Bücher sehr spannend waren und besonders der Göga* hat sie damals verschlungen.
„Die Feuer von Berlin“ sind eher zufällig auf meiner Leseliste gelandet und ich bin nahezu ohne Erwartungen gestartet, was wahrscheinlich ganz gut war …

Der Schreibstil des Autors in diesem Roman (und sicher auch in den folgenden Büchern der Serie) ist nicht gerade feinsinnig und geschliffen, sondern ganz schön deftig mit einigen irritierenden Vergleichen.
Die Geschichte wird in der ICH-Form von Gunther erzählt und diesem verleiht der Autor eine sehr zynische, derbe Stimme. Das muß man wirklich mögen und ich habe mich mehrfach beim Lesen geschüttelt. Vielleicht ist dieser Roman einfach ein „Männer“-Buch, denn mein Göga hat sich kein bisschen an diesem Stil gestört???
Außerdem geht es sehr brutal zu und die Schilderungen des KZ-Aufenthaltes des Protagonisten waren für mich nur schwer zu ertragen, aber ich glaube nicht, dass der Autor übertrieben hat.
Die Schilderung Berlins und seiner Bevölkerung in dieser turbulenten Zeit hat mir wiederum sehr gut gefallen, die Ermittlungen von Gunther sind unglaublich spannend, wenn mir seine Begegnungen mit einigen Nazi-Größen auch etwas übertrieben vorkamen und so habe ich Seite für Seite verschlungen.
Außerdem mochte ich diesen schnodderigen, zynischen Typen, der ständig eins auf die Nase bekommt.

Die ersten drei Bände der Serie gibt es übrigens auch als Sammelband: Die Berlin-Trilogie: Feuer in Berlin. Im Sog der dunklen Mächte. Alte Freunde – neue Feinde„>

Mein Fazit:
Die Berlin-Serie mit dem Privatermittler Berhand Gunther ist brutal, zynisch, spannend, aber ganz sicher nichts für zartbesaitete Leser, die Wert auf eine angenehme Sprache legen.

*Göga = Göttergatte 😉

Butcher, Jim: Die dunklen Fälle des Harry Dresden – Sturmnacht (1)

Genre: Hörbuch, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Sturmnacht
Teil 2: Wolfsjagd
Teil 3: Grabesruhe
Teil 4: Feenzorn
Teil 5: Silberlinge
Teil 6: Bluthunger
Teil 7: Erlkönig
Teil 8: Schuldig
Teil 9: Weiße Nächte
Teil 10: Kleine Gefallen
Teil 11: Verrat
Teil 12: Wandel
Teil 13: Geistergeschichten
Teil 14: Eiskalt
Teil 15: Blendwerk

Kurzbeschreibung:
Immer häufiger wird die Polizei von Chicago mit bizarren Morden konfrontiert. Wenn man mit modernsten Ermittlungsmethoden nicht weiter kommt, gibt es nur einen, der helfen kann: Harry Dresden, Profiler der besonderen Art. Er verfügt über einen ausgezeichneten Spürsinn und ungewöhnliche Fähigkeiten. Doch wer in der Lage ist, die Dunkelheit hinter unserer Realität zu sehen, lebt gefährlich! Harrys neuer Fall: Ein Liebespaar wird tot aufgefunden. Nackt. Im Bett. Buchstäblich zerrissen, als hätte ein Blitz zugeschlagen. Doch kann so etwas möglich sein? Harry beginnt zu ermitteln und hat es bald nicht nur mit der Polizei und einem skrupellosen Drogenboss zu tun, sondern auch mit blutdurstigen Dämonen …

Meine Einschätzung:
Die Geschichte wird aus Sicht des Magiers Harry Dresden erzählt, der seinen Lebensunterhalt unter anderem mit Beratungstätigkeiten in übersinnlich gelagerten Fällen der Chicagoer Polizei bestreitet. Harry ist in seinem Metier nicht gerade erfolgreich, wird vom offiziellen Rat der Magier ständig überwacht, weil er in der Vergangenheit einen schlimmen Fehler begangen hat und schliddert in eine schlimme Geschichte hinein.
Der Grundton der Geschichte ist eher düster und recht brutal. Es gibt ein paar witzige Szenen mit einem geisterhaften Helfer von Harry und auch Harrys selbstironischer Erzählstil ist ganz unterhaltsam.
Trotzdem bin ich weder mit dem Protagonisten, noch mit der Geschichte so recht warm geworden. Erinnert hat mich das nämlich sehr an „Die dunklen Gassen des Himmels“ von Tad Williams.
Vielleicht ist das eher eine Serie für die männliche Leserschaft??? Ich werde diese Serie nicht weiter verfolgen, obwohl ich die Cover der Bücher, die bei Feder & Schwert erschienen sind, sehr cool finde.
Gelesen wird dieses Hörbuch übrigens von David Nathan, dem ich wieder sehr gut zuhören konnte. Er verleiht Harry die passende Stimme, lakonisch, trocken, selbstironisch. Das hat mir wiederum gut gefallen ;-).

Mein Fazit:
Harry Dresden wird leider nicht mein Freund. Wär schön gewesen, denn es gibt schon soooo viele Bände von ihm.

Galbraith, Robert: Der Seidenspinner


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen

Kurzbeschreibung:
Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören – zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen.
Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken – eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist …
Absolut fesselnd und voller unerwarteter Wendungen: Der Seidenspinner ist der zweite Roman der hochgelobten Krimiserie um den Ermittler Cormoran Strike und seine entschlossene junge Assistentin Robin Ellacott.

Meine Einschätzung:
Ich hatte mich schon sehr auf den zweiten Teil dieser Detektivgeschichte, die Joan K. Rowling unter Pseudonym schreibt, gefreut und wurde nicht enttäuscht. Kennt Ihr das? Jedes Mal, wenn ich das Buch gezwungener Maßen aus der Hand legen mußte, war ich richtig traurig, weil ich dachte: „Mist, jetzt machen die beiden ohne mich weiter …“.
Gewohnt ideenreich und ausgefeilt, in einer Sprache, die ich soooooooo gerne lese (und auch gerne über die durchaus vorhandenen Längen 😉 hinweglese) beschreibt die Autorin die Ermittlungen von Cormoran Strike und seiner liebenswerten Assistentin Robin.
Der bizarre Mord im Verlagsmilieu ist spannend inszeniert und enthält sicher auch ein paar Anspielungen auf die britische Verlagsszene, die mir allerdings mangels Kenntnis entgangen sein dürften.
Auch die Privatleben der beiden Hauptprotagonisten kommen nicht zu kurz und die ganze Geschichte steuert zielsicher auf einen spannenden Showdown hin :-), der so einige Überraschungen enthält.
Ein wundervolles Buch für kalte Winterabende, denn Cormoran und Robin kämpfen sich ständig durch die Schneemassen in London. Ob sich die Geschichte im Sommer im Liegestuhl genauso gut liest?

Mein Fazit:
Ein klassischer, britischer Detektiv-Roman mit liebenswerten Hauptfiguren, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Schreiben Sie bitte schnell weiter, Frau Rowling.

Suter, Martin: Allmen und die verschwundene Maria

Genre: Krimi, Detektivroman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria

Kurzbeschreibung:

Eben noch hat sich Allmen International über die erfolgreiche Wiederbeschaffung des wertvollen Dahlienbildes gefreut, da verschwindet Carlos’ Lebensgefährtin María Moreno. Kein Liebesstreit, wie Allmens Faktotum erst vermutet hat, sondern die brutale Revanche derer, die sich ihrerseits beraubt fühlen. María gegen das Dahlienbild – so lautet die Forderung der Ganoven.Doch sie haben ihre Rechnung ohne die alte Dalia Gutbauer gemacht. Denn die ist nicht bereit, das Bild wieder herauszurücken, und hat ihre eigenen Vorstellungen, was mit ihm geschehen soll. Damit bringt sie Allmen und Carlos und natürlich María in eine äußerst prekäre Situation. Handeln tut not, und in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit gibt jeder sein Bestes.

Meine Einschätzung:

Während Teil 1 und Teil 2 auch unabhängig voneinander gelesen werden können, schließt Teil 4 unmittelbar inhaltlich an „Allmen und die Dahlien“ an. Deshalb sollten Teil 3 und Teil 4 in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.
Allmen und Carlos wirken in dieser Folge vollkommen hilflos und dilettantisch. Dafür schildert der Autor die Polizisten richtig sympathisch und kompetent, denn deren Hilfe brauchen unsere zwei Hobby-Detektive, um „Die verschwundene Maria“ wieder zu bekommen ;-).
Mich hat die Geschichte nicht wirklich gefesselt, aber ich verfolge die Serie ja auch nicht wegen ihrer spannenden, actionreichen Handlung. Vielmehr lebt die Serie von der geschildertern Atmosphäre und den interessanten, mitunter schrägen Charakteren und der wunderbaren Erzählweise des Autors.

Mein Fazit:
Vielleicht nicht der beste Teil der Serie, aber dennoch unterhaltsam, wenn er von einem tollen Sprecher wie Gerd Heidenreich gelesen wird.

Suter, Martin: Allmen und die Dahlien

Genre: Krimi, Detektivroman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria

Kurzbeschreibung:
Ein millionenschweres Dahlienbild von Henri Fantin-Latour wird entwendet und Allmen International Inquiries mit der Ermittlung beauftragt. In der Tat ein Fall für Allmen, Carlos und dessen reizende Lebensgefährtin María Moreno, die seit kurzem das Duo bereichert. Das Bild war bereits Diebesgut, bevor es die unrechtmäßige Besitzerin wechselte. Und die alte Dame, die es besaß – Dalia Gutbauer, steinreiche Erbin und Inhaberin eines in die Jahre gekommenen Luxushotels –, hat Geld genug, um einen neuen Fantin-Latour zu erwerben. Warum bloß hängt sie so an diesem Bild? Johann Friedrich von Allmen begreift recht spät, auf welch glattem Parkett er hier auch ermittelt. Unter halbseidenen Halbganoven sowie unter seinesgleichen: heimlichen Experten im Kein-Geld-Haben, mit mehr Ansprüchen als Mitteln. Doch eines ist noch gefährlicher: alternde Männer mit jungen Frauen.

Meine Einschätzung:
Die Kurzbeschreibung ist ja mal sehr treffend :-).
Dieser Fall von Allmen hat mir richtig gut gefallen. Ich konnte mir das verstaubte Schlosshotel, die uralte Millionärin, die alternde Diva, die Privatsekretärin und den Butler so gut vorstellen: Herrlich!
Überrascht hat mich der Autor mit dem Cliffhanger! Herr Suter, darauf waren weder Allmen noch ich gefaßt!
Und aus diesem Grund muß ich natürlich den nächsten Band gleich im Anschluß hören.

Mein Fazit:
Auch Teil 3 dieser ungewöhnlichen Schweizer Detektiv-Serie mit dem Lebemann Allmen und seinem gualtemaltekischen Mitarbeiter hat mich wunderbar unterhalten.

Suter, Martin: Allmen und der rosa Diamant

Genre: Krimi, Detektivroman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria

Kurzbeschreibung:
Ein sehr wertvoller rosa Diamant ist verschwunden, und ebenso ein mysteriöser Russe mit Wohnsitz in der Schweiz, der verdächtigt wird, ihn entwendet zu haben. Das Duo Allmen/Carlos soll ihn ausfindig machen, und die Spur führt von London über diverse schäbige Zürcher Außenquartiere zu einem Grandhotel im deutschen Ostseebad Heiligendamm, und zurück zum Gärtnerhaus der Villa Schwarzacker. Wo es bald sehr ungemütlich wird … Es wird also ernst: Der erste große Fall für »Allmen International Inquiries«.

Meine Einschätzung:
Großartig! Johann Friedrich von Allmen und sein gualtemaltekischer Partner sind ein einzigartiges Ermittler-Gespann. Von Allmen gehört einer aussterbenden Gattung Mann an. Ein Lebemann mit Prinzipien, gebildet, niveauvoll, großzügig, ein Gentleman und ein sensationeller Hochstapler :-). Suters Beschreibung, wie Allmen im Grandhotel in Heiligendamm residiert und das Personal um den Finger wickelt, ist klasse.
Und Carlos, der besonnene, bescheidene und gewitzte Partner/Butler von Allmen ist mein persönlicher Liebling. Er beharrt auf seiner Butlerrolle, obwohl er eigentlich Allmens gleichwertiger Partner ist.
Meine Lieblingsszene dieser Folge spielt in einer winzigen Sozialwohnung irgendwo in Zürich, wo sich Allmen und Carlos kurzzeitig zusammen mit mindestens 10 illegalen Einwanderern verstecken müssen. Das ist natürlich eine echte Herausforderung für Allmen ;-).
Ich muß zugeben, dass mir der Krimifall, nämlich die Suche nach einer Software für den Börsenhandel, ziemlich egal war. Die Geschichte lebt von der Atmosphäre und den Charakteren.
Gelesen wird das Hörbuch wieder von Gerd Heidenreich, zum Niederknien gut :-).

Mein Fazit:
Ich mag Suters Detektiv-Geschichten sehr. Sie sind schräg, witzig, lässig, unterhaltsam und niveauvoll.

Galbraith, Robert: Der Ruf des Kuckucks


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen

Kurzbeschreibung:
Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.
Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr …
Ein fesselnder, einzigartiger Kriminalroman, der die Atmosphäre Londons eindrucksvoll einfängt – von der gedämpften Ruhe in den Straßen Mayfairs zu den versteckten Pubs des East Ends und dem lebhaften Treiben Sohos. „Der Ruf des Kuckucks“ ist das hochgelobte Krimidebüt von J.K. Rowling, geschrieben unter dem Pseudonym Robert Galbraith, in dem sie mit Cormoran Strike einen ungewöhnlichen Ermittler präsentiert.

Meine Einschätzung:
Vergessen wir jetzt mal, wer „Der Ruf des Kuckucks“ geschrieben hat, ja?
Diese Geschichte ist eine wunderbare, ganz klassische Detektiv-Geschichte in der Tradition von Arthur Conan Doyle mit einem eigenbrödlerischen Ermittler, der seine Ermittlungsergebnisse vor dem Leser geheim hält und einer beherzten Assistentin, die auch „Watson“ heißen könnte ;-).
Ich habe mit großem Amüsement verfolgt, wie die beiden aus sämtlichen Zeugen auch noch die winzigste Information herausgekitzelt haben und sich das Ganze zum Schluß zu einem plausiblen Gesamtbild zusammenfügt. Ungeduldigen Lesern mag das langatmig und actionfrei erscheinen, aber ich konnte mich ganz gut darauf einlassen.
Ganz besonders gelungen sind die Beschreibungen Londons und der Protagonisten, auch wenn die Autorin ab und an etwas tief in die Klischee-Kiste greift. Dafür streut die Autorin witzige, bissige Kommentare ein, bei denen man genau weiß, auf wen sie gemünzt sind.
Wenn nicht ab und zu mal ein Handy hätte aufgeladen werden müssen, könnte die Geschichte auch ohne Weiteres in den 60igern, 80igern oder 90igern spielen, denn sie ist sozusagen zeitlos spannend :-).

Mein Fazit:
Eine tolle Detektiv-Geschichte im „Retro-Stil“. Mir hat sie gefallen und ich hoffe, dass es weitere Bände mit Cormoran und Robin geben wird.