Sullivan, Michael, J.: Die verborgene Stadt Percepliquiz – Ryria 6


Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Thron von Melengar – Riyria 1
Teil 2: Der Turm von Avempartha – Riyria 2
Teil 3: Der Aufstieg Nyphrons – Riyria 3
Teil 4: An Bord der Smaragdsturm- Riyria 4
Teil 5: Das Fest von Aquesta – Riyria 5
Teil 6: Die verborgene Stadt Percepliquiz – Ryria 6

Kurzbeschreibung:
Die aufziehende Gefahr – der Vormarsch der Elben. Die einzige Hilfe in höchster Not – aus einer versunkenen Stadt. Der wahre Herrscher – ein alter Bekannter. Zum letzten Mal liegt alles an Hadrian und Royce, das Schicksal auf die richtige Seite zu zwingen.
Die Elben haben Nidwalden durchquert und die Nordlande mit beängstigender Leichtigkeit erobert. Jetzt bedrohen sie ganz Elan. Die Zeit und die Umstände drängen. Zusammen mit einigen Freiwilligen um die Prinzessin Arista müssen Hadrian und Royce erst die versunkene Stadt Percepliquis finden, in der eine letzte Waffe gegen die von den Elben ausgehende Gefahr liegt. Der scheinbar aussichtslose Weg führt sie tief hinab unter die Erde.

Meine Einschätzung:
Die Ryria-Saga wird auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Fantasy-Bücher-Regal unter den Allzeit-Lieblingsserien bekommen und sich in guter Gesellschaft mit David Eddings, Marion Zimmer Bradley, Richard Schwartz und Tad Williams wiederfinden :-).
Der letzte Band kommt deutlich düsterer daher, als die Vorgängerbände. Das Reich der Imperatorin steht kurz vor dem kompletten Untergang, denn dem Elbenheer hat sie nichts entgegenzusetzen und das Rettungsvorhaben hat kaum eine Chance auf Erfolg. 😉 Kein nagelneues Motiv, aber ich habe jede Seite verschlungen und mich dabei glänzend unterhalten. Der Autor baut auch noch ein paar hübsche Überraschungen ein, auf die ich nie und nimmer gekommen wäre und am Ende hätte ich mir nur gewünscht, ein wenig mehr über das Volk der Elben zu erfahren. Die bleiben doch etwas nebulös …

Mein Fazit:
Eine zeitlose, epische, unterhaltsame, spannende, ganz klassische Fantasy-Serie, die mir ans Herz gewachsen ist und die noch viel, viel mehr Leser braucht :-).

Pala, Ivo: Die Hüterin Midgards (1)

Genre: Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Hüterin Midgards
Teil 2: Der schwarze Prinz
Teil 3: ???

Kurzbeschreibung:
In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenjas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenja dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt Burg Elbenthal. Ihre Bewohner leben in tödlicher Bedrohung, denn der Schwarze Prinz der Dunkelelben rückt unaufhaltsam näher. Svenja ist die letzte Hoffnung denn sie ist die Auserwählte, die Hüterin Midgards …

Meine Einschätzung:
Obwohl der Autor keine wirklich neuen Ideen, Figuren und Gestalten entwickelt, sondern sich an altbewährtes Fantasypersonal wie Licht- und Dunkelelben, Gestaltwandler, Magier, Sirenen, Drachen, Gargoyle hält, dazu noch eine große Portion nordischer Mythologie hinzugibt und mit der Nibelungen-Saga mixt, habe ich mich doch ganz gut unterhalten.
Zum einen mag ich es, wenn mir bekannte Schauplätze (in diesem Fall Dresden) verwendet werden und außerdem haben mir die vielschichtigen, lebendigen Protagonisten richtig gut gefallen. Auch wenn Svenja wieder ein Mädchen ist, dass urplötzlich seine Superkräfte entdeckt und eine Bestimmung zu erfüllen hat, habe ich mit Spannung verfolgt, welche ungewöhnlichen Entscheidungen sie trifft. Außerdem hat mir ihre schnodderige Teenager-Art, die so gar nicht zu dem vornehmen Elbengehabe ihres neuen Volkes passen will, gut gefallen.
Manchmal hat mir der Autor allerdings ein wenig zu tief in die typische Fantasy-Klischee-Kiste gegriffen, z.B. die ausgedehnten Schwertkampfszenen, Flugreittiere, die prachtvolle Elbenfestung inklusive der Elbenmode (siehe Titelbild). Irgendwie hätte es aus meiner Sicht besser gepasst, wenn sich die Elben neben der Verwendung von Schnellfeuergewehren auch modetechnisch der Jetztzeit angepaßt hätten ;-).
Alles in allem erzählt der Autor aber eine richtig spannende Fantasy-Geschichte, die Lust auf mehr macht.

Mein Fazit:
Ein erfreulich gelungener Auftakt einer Fantasy-Serie aus deutscher Autorenhand.

Tolkien, J.R.R.: Der Hobbit

Genre: Fantasy, Hörbuch

Meine Einschätzung:
Dieses monumentale Hörspiel habe ich nach langer Zeit mal wieder hervorgekramt, weil ich mich schon so auf den Film, der im Dezember rauskommt, freue. Dieses Hörspiel hat der WDR zusammen mit allen drei Teilen „Herr der Ringe“ für das Radio inszeniert und ich war und bin immer noch begeistert davon, denn so stelle ich mir ein Hörspiel vor. Opulent, mit passenden tollen Geräuschen untermalt, Stimmen, die mir unter die Haut gehen, …
Sicher, auch für dieses Hörspiel wurde das Original verkürzt, aber das ist an keiner Stelle so, dass man den Faden der Geschichte verliert.
Ganz besonders gut gefallen und belustigt hat mich der Sprachstil von Tolkien, der so richtig schön altmodisch ist. Wenn Bilbo mit den Zwergen spricht, bleibt er immer so wunderbar höflich, selbst während der größten Katastrophen.

Mein Fazit:
Ein grandioses Hörspiel!

Clare, Cassandra: City of Bones (1)

Genre: young adult urban fantasy*

Reihenfolge der Serie:
Clare, Cassandra: City of Bones
Clare, Cassandra: City of Ashes
Clare, Cassandra: City of Glass

Klappentext:
Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese entführt wird, lüftet Clary das Familiengeheimnis: Ihre Mutter gehörte einst der Bruderschaft der Schattenjäger an, einer Gruppe, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Nach und nach beginnt auch Clary in diese Welt einzudringen. Doch die Welt der Dämonenjäger ist zerrissen. Werden Clary und ihre Freunde es schaffen, ihre Mutter zu retten?

Mein Einschätzung:
Das ist sicher eine Fantasy-Reihe, die viele, junge Fans finden wird oder schon hat.
Clary und Simon sind zwei typische, amerikanische Teenager mit Problemen, die jeder Teeny nachvollziehen kann. Sie werden unversehens mit einer düsteren, brutalen Welt konfrontiert, als Clarys Mutter verschwindet und sie 3 junge Schättenjäger kennenlernen, die ihnen mehr oder weniger freiwillig bei der Suche helfen.
Vampire, Werwölfe, Dämonen, Feen, Elben, Hexenmeister, die Autorin fährt alle mythischen Wesen auf, die es so gibt und bastelt daraus eine neue, spannende Geschichte, die den Leser mit einigen überraschenden Wendungen förmlich mitreißt.
Auch wenn es zeitweise ganz schön blutig und kämpferisch zugeht, ist es doch ein Roman für Jugendliche und bleibt harmlos. Für leseerfahrende Kinder ab 12-13 geeignet.