Williams, Tad: Die dunklen Gassen des Himmels (1)

Genre: Urban Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die dunklen Gassen des Himmels
Teil 2: Happy Hour in der Hölle
Teil 3: Sleeping Late on Judgment Day (noch nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:
Bobby Dollar ist ein Engel. Als Anwalt kehrt er hin und wieder zur Erde zurück, um die Sterbenden gegen die Mächte der Hölle zu verteidigen und in den Himmel zu geleiten. Dieser Krieg zwischen Himmel und Hölle verschärft sich, als plötzlich eine dritte, unbekannte Macht auf den Plan tritt …
Simon Jäger führt mit seiner unverwechselbaren Stimme Bobby Dollar, seine Mitspieler und Gegenspieler ein und bringt augenzwinkernd die vergrabenen Sünden des Engels zum Vorschein.

Meine Einschätzung:
Ich bin wirklich ein großer Tad Williams Fan, Osten Ard und die Otherland-Saga gehören zu meinen Allzeit-Lieblings-Serien, aber mit Bobby Dollar konnte ich nicht so recht etwas anfangen. Meine Ausflüge in die mit Engeln besetzte (Urban)Fantasy waren bisher nicht sonderlich erfolgreich und leider hat es Tad Williams auch nicht geschafft, mich mitzureißen. Prinzipiell mag ich ironisch-sarkastische, schnoddrige Hauptfiguren, aber Bobby, der Ich-Erzähler, hat mich genervt. Grundsätzlich hat mir auch die Idee der Geschichte gefallen, dass Himmel und Hölle um verstorbene Seelen in einer Art Gerichtsverfahren kämpfen und der ketzerische Gedanke, dass es auch einen dritten Weg geben könnte, finde ich nicht schlecht.
Vielleicht gehöre ich einfach nicht zur Zielgruppe für diese rauflustigen Underdog-Engel und deren dämonischen Rivalen.
So wurden die 17 Stunden ungekürzte Hörbuchlesung von Simon Jäger, der das wirklich gut macht, ganz schön lang.

Mein Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Serie werde ich nicht weiter verfolgen, weil sie nicht meinen Geschmack trifft. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie ihre Fans finden wird ;-).

Ward, J.R.: Fallen Angels – Der Rebell (3)


Genre: Urban Fantasy, paranormaler Thriller

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Ankunft
Teil 2: Der Dämon
Teil 3: Der Rebell
Teil 4: Die Begierde
Teil 5: Die Versuchung
Teil 6: Die letzte Schlacht

Kurzbeschreibung:
Seit Anbeginn der Zeit herrscht Krieg zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis. Nun wurde ein Gefallener Engel dazu auserwählt, den Kampf ein für alle Mal zu entscheiden. Sein Auftrag: Er soll die Seelen von sieben Menschen erlösen. Sein Problem: Ein weiblicher Dämon macht ihm dabei die Hölle heiß …
Man könnte sagen, dass Detective Thomas »Veck« DelVecchio zu den Guten gehört – würde er nicht mit einer dunklen Vergangenheit kämpfen. Denn sein Vater, dem er wie aus dem Gesicht geschnitten ist, erlangte als Serienkiller traurige Berühmtheit. Als ob das noch nicht genug wäre, wird auch noch die interne Ermittlerin Sophia Reilly damit beauftragt, Veck im Auge zu behalten. Und was sie sieht, gefällt ihr gut. So gut, dass die sonst so korrekte Polizistin all ihre Prinzipien vergisst und sich in eine leidenschaftliche Affäre mit Veck stürzt. Doch Vecks Seele ist im ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle eine begehrte Trophäe, und plötzlich hat es das Liebespaar mit Mächten zu tun, denen sie nichts entgegenzusetzen haben. Der Einzige, der Sophia und Veck jetzt noch retten kann, ist der Gefallene Engel Jim Heron …

Meine Einschätzung:

Diese paranormalen Thriller von Frau Ward sind wirklich nichts für zartbesaitete Gemüter!
Unvorstellbar grausame Serienkiller (ja! Es gibt gleich 2 davon), abgrundtief böse Dämonen, gefallene Biker-Engel und blutige Kampfszenen, dazu eine äußerst deftige Sprache und jede Menge expliziter Sexszenen. Das muß man mögen! 🙂
Für mich wird das aber der letzte Band aus dieser Serie sein. Ich tue mich einfach schwer mit den Engeln, die in diesem Band einige längere Passagen ausfüllen. Sind das nun höhere Wesen oder nicht? Warum „vermenschelt“ die Autorin diese Figuren so? Und auch die Grundidee der Serie, der „Wettkampf“ um sieben Seelen, der nach undurchsichtigen Regeln geführt wird, gefällt mir nicht.
Macht nix.

Mein Fazit:
Obwohl ich durchaus für dieses Genre zu haben bin, gefällt mir diese action- und engellastige Serie nicht mehr.

Günak, Kristina: Verhext – Weihnachten bei Eli

Genre: Paranormaler Liro, Kurzgeschichte, ebook

Reihenfolge der Elionore Brevent Serie:

Teil 1: Eine Hexe zum Verlieben
Teil 2: Engel lieben gefährlich (2)
Teil 3: Eine Hexe zum Verlieben – Jaguare küsst man nicht (3)

Meine Einschätzung:
Kristina Günak hat ihren Fans ein ganz süßes Nikolausgeschenk gemacht und eine weihnachtliche Kurzgeschichte aus der Elionor Brevent-Serie veröffentlicht. (hier der Link)
Da ich diese Serie liebe, konnte ich mir die Geschichte natürlich nicht entgehen lassen und habe sie mangels ebook-Reader einfach ausgedruckt und heute nachmittag glucksend und kichernd bei Kerzenschein und Weihnachtsplätzchen gelesen.
Irgendwie scheinen magische Familientreffen zu Weihnachten auch nicht anders zu sein, als die Weihnachtszusammenkünfte normaler Familien ;-).
Die Mutter macht Streß mit dem Weihnachtsbraten, das Zusammentreffen von Vätern und Stiefvätern steht unter schlechten Vorzeichen, einzelne Mitglieder tauchen schon betrunken auf und zum Schluß klingeln noch die nervigen Nachbarn.
Oh, Du fröhliche!
Dank der unterhaltsamen Fußnoten mit Erklärungen zu den einzelnen Personen ist die Geschichte auch gut für Serien-Einsteiger geeignet. Aber Achtung, Eli macht süchtig, genau wie Vanillekipferl ;-).

Mein Fazit:
Liebe Kristina Günak, danke für diese herrlich unterhaltsame Lesestunde im Advent.

Spencer, Kristy; Spencer, Tabita Lee: Dark Angels‘ Summer: Das Versprechen (1)

Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Es ist der Sommer, in dem Dawna und Indie beide 17 Jahre alt sind – vertraute, verrückte, beunruhigende 33 Tage lang. Gemeinsam mit ihrer Mutter kehren sie zur Oase ihrer Kindheit zurück: Whistling Wing, voll mit Erinnerungen an die geliebte Granny. Aber diese ist seit einem Jahr tot und Whistling Wing hat sich verändert. Nicht jeder hier spielt mit offenen Karten, Freund und Feind lassen sich immer schwerer voneinander unterscheiden und ein Schwarm unheimlicher Vögel sorgt für Unruhe und Angst unter den Einwohnern. Fast ist es zu spät, als Indie und Dawna beginnen, zu verstehen, was geschieht. Und erkennen, welches unglaubliche Opfer sie bringen müssen, um das aufzuhalten, was sich über ihnen zusammenbraut.

Meine Einschätzung:
Was gibt es Gutes über dieses Hörbuch/Buch zu sagen? Mir hat die Erzählperspektive gefallen, die Geschichte wird nämlich abwechseln aus Sicht von Dawna und Indie erzählt und das kommt besonders durch die beiden guten Sprecherinnen zur Geltung. Auch die Grundstimmung des Buches wird von den beiden Autorinnen sehr schön vermittelt: ein heißer Sommer, von der Mutter genervte Teenager, unheimliche Nachbarinnen, gruselige Vögel, verrückte New-Age-Anhänger, …
ABER:
Mir hat es viel zu lange gedauert, bis wenigstens ein (kleiner) Teil der aufkommenden Fragen im Show-Down beantwortet wurde. In meinen Augen zog sich die Geschichte dadurch wie Kaugummi in die Länge und läßt mich obendrein unbefriedigt zurück, weil ich natürlich den 2. Teil lesen/hören müßte, um weitere Erklärungen zu erhalten. Grmpf.
Natürlich hätte mir bei diesem Titel klar sein müssen, dass es in irgendeiner Form um Engel gehen wird – Ich weiß, aber ich habe da einfach nicht geschaltet und auch dieses Mal konnte mich die Engel-Thematik nicht überzeugen. Ich mag einfach keine Engel-Bücher. Punkt.

Was aber in meinen Augen ganz, ganz furchtbar war und mich ganz sicher davon abhalten wird, die Serie weiter zu verfolgen, ist der Umgang mit Schußwaffen, den die Autorinnen beschreiben.
Ich weiß auch nicht, die Amerikaner haben da doch wirklich einen Knall!
Da wird kleinen Mädchen beigebracht, mit Gewehren auf Kaninchen zu schießen, damit sie später mal eine unheimliche Bedrohung vom Himmel schießen können??? Äääähhh, die beiden haben übersinnliche Fähigkeiten, die hätte man ja eventuell auch benutzen können?????
Denkt sich denn da niemand etwas dabei, wenn zwei 17jährige die Pumpgun einer Nachbarin (ebenfalls minderjährig und beim Schießtraining mit dem Vater nicht besonders erfolgreich) klauen und sie auch benutzen????? Da kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Ich stelle mir meine Töchter vor, wie sie unseren Nachbarn drohen, wenn deren Hund nochmal die Nase auf unser Grundstück steckt, erschießen sie ihn.
HALLO!!!! Gehen so zivilisierte Menschen miteinander um???
Natürlich werden auch in anderen Urban-Fantasy-Jugendbüchern Waffen eingesetzt, um den Bösewichten den Garaus zu machen und natürlich sind Schwerter, Dolche etc. auch gefährlich Waffen.
Aber mir geht es darum, wie die beiden Spencer-Damen das in diesem Fall beschrieben haben. Die Geschichte spielt ja in einer hundsnormalen amerikanischen Kleinstadt und der paranormale Aspekt ist ja anfangs kaum erkennbar. Schon die bewaffnete Nachbarin ist mir übel aufgestoßen, schließlich laufen in den USA ja keine gefährlichen Tiger auf dem Land herum, oder????
*räusper* Darüber rege ich mich wirklich auf und damit sind die beiden Autorinnen und deren gesammelte Werke auf alle Zeit aus unserem Haus verbannt.

Mein Fazit:
Amerikaner halten es für ihr verbrieftes Grundrecht, großkalibrige Waffen zu besitzen. Ich kann darüber nur den Kopf schütteln und wenn diese Auffassung in Jugendbüchern vertreten wird, finde ich das doch sehr bedenklich!

PS: Hach, da habe ich ja einen schönen Klops gebracht. Die beiden Autorinnen sind überhaupt keine Amerikanerinnen, sondern Deutsche. Aber so ganz schlau bin ich beim Surfen nicht geworden, denn es wird nirgendwo erwähnt, wo sie leben und wo sie aufgewachsen sind. Da hätte ich wahrscheinlich mehr Zeit in die Recherche investieren müssen.
Jetzt habe ich kurz gezuckt, ob ich die Rezi mit dieser neuen Erkenntnis relativieren soll/muß. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Autorinnen keineswegs die Waffenlobby in den USA unterstützen, sondern dass die Waffenwahl der Geschichte geschuldet ist (Schwerter wäre sicher albern?). Mir hat die Geschichte trotzdem nicht gefallen.

Günak, Kristina: Eine Hexe zum Verlieben – Jaguare küsst man nicht (3)

Genre: Paranormaler Liro

Reihenfolge der Elionore Brevent Serie:

Teil 1: Eine Hexe zum Verlieben
Teil 2: Engel lieben gefährlich (2)
Teil 3: Eine Hexe zum Verlieben – Jaguare küsst man nicht (3)

Kurzbeschreibung:
Eigentlich wünscht sich Eli, die liebenswerte Hexe mit Hang zu Kaffee und Chaos, nichts sehnlicher, als endlich mal ausschlafen zu können und vielleicht davor noch ein wenig zu kuscheln. Oder auch etwas mehr. Doch das scheint ihr nicht vergönnt. Die hinterhältigen Vampire träumen von der Weltherrschaft und wieder einmal ist es an Eli, die Welt vor dem Zugriff des Bösen zu bewahren. Und zu allem Überfluss mischen auch die Elfen wieder mit, was auch den mysteriösen Pax wieder auf die Bildfläche bringt. Und da ja nichts ohne die manchmal etwas planlose Hexe mit viel Herz funktioniert, dreht sich mal wieder alles um sie und ihren Kaffeevollautomaten.
Wie Eli es schafft, die Welt vor dem sicheren Untergang zu bewahren, was es mit Pax wirklich auf sich hat und ob sie endlich mal dazu kommt auszuschlafen, dass erfahren Sie, werter Leser in diesem Buch!

Meine Einschätzung:
Grundsätzlich bin ich ja eher eine Freundin düsterer Urban Fantasy und einige heitere Serien dieses Genres haben mir nicht so recht zugesagt.
Aber in diesem Fall lese die ersten Sätze von Eli und muß schon grinsen. Die Ich-Erzählerin Eli hat einfach genau meinen Humor und wir ähneln uns auch in Bezug auf den Kaffeekonsum, der fast schon Suchtcharakter hat ;-).
Tja, die Hauptprotagonistin könnte meine beste Freundin sein, Geschichten mit Gestaltwandlern mag ich sowieso, ein Hexenrat mit lauter extravaganten Mitgliedern, ein geheimnisvoller Ex-Engel, betrunkene Blinkeelfen und ein bevorstehender Weltuntergang – da gehört dieses Buch doch automatisch in die Kategorie Lieblingsbuch *breites Grinsen*.
Zwei kleine Kritikpunkte hätte ich aber doch. Die Lösung des Weltuntergangproblems geschieht etwas hastig, da haben mir einige erklärende Details gefehlt. Außerdem habe ich auffallend viele Rechtschreibfehler im vorliegenden Band gefunden. Das finde ich schade, aber vielleicht liest ja ein Verlagsvertreter diesen Hinweis irgendwann mal ;-).
Dafür kann ich nur das sußersüße Cover loben, das ich sehr gelungen finde und das sich wohltuend von anderen Romanen dieses Genres unterscheidet.

Mein Fazit:
Die „Elionore Brevent Serie“ von Kristina Günak besticht durch ihren Charme und Witz und gehört zu meinen Lieblingsserien im Bereich der paranormalen Liros. Da paranormale Liros aus deutscher Autorenhand unterrepräsentiert sind, wünsche ich der Autorin ganz, ganz viele begeisterte Leser und Leserinnen!

Minden, Inka Loreen: Herzen aus Stein – Wächterschwingen (1)

Genre: paranormaler Liro

Kurzbeschreibung:
Eine Hexe auf der Flucht vor grausamen Dämonen – Ein Gargoyle, ihr heimlicher Beschützer. Niemals darf er sich ihr zeigen, niemals darf er sich in sie verlieben, die Konsequenzen wären verheerend. Doch das Schicksal hat andere Pläne. Noir LeMar, die letzte Überlebende eines Hexenklans, ist auf der Flucht vor Dämonen, die einst ihre Familie auslöschten. Sie weiß nicht, dass sie in dem Gargoyle Vincent einen heimlichen Beschützer hat, der sie Tag und Nacht bewacht, während sie versucht, die Mörder ihrer Eltern zu finden. Um Noirs Leben zu retten, muss Vincent seine Deckung aufgeben. Auch wenn zwischen den beiden sofort eine unwiderstehliche Anziehungskraft herrscht, dürfen sie niemals ihrer Leidenschaft freien Lauf lassen. Denn Vincent wurde mit einem Fluch belegt. Alles, was er in seiner menschlichen Gestalt berührt, wird zu Stein.

Meine Einschätzung:
Was weder aus dem Klappentext oder dem Cover hervorgeht, in diesem Liro spielen auch Engel eine Rolle und irgendwie hat sich bei mir eine kleine „Engelphobie“ entwickelt, denn ich meide ihre „Romanform“ ganz bewußt. So war ich etwas skeptisch, als mir Kara, ein weiblicher Wächterengel in dieser Geschichte begegnete. Sie verliebt sich dann auch in einen gefallenen Engel und die beiden spielen neben Vincent und Noir die Hauptrollen in diesem Liro.
Der Plot ist nicht gerade supereinfallsreich: böser Dämon sucht magisches Artefakt (im Besitz der Hexe), um sich damit die Menschheit Untertan zu machen. Auf der Gegenseite kümmern sich die undurchsichtigen Erzengel um die Einhaltung der Weltordnung und zahlreiche magische Gestalten leben unerkannt mitten unter uns Menschen.
Aber die Autorin erschafft durchaus liebenswerte Figuren mit Ecken und Kanten, nach Einführung aller Personen nimmt die Geschichte auch Fahrt auf und nicht zuletzt finden alle Paare zusammen und die Autorin spart nicht mit heißen Liebesszenen :-).
Da es einige verheißungsvolle Hinweise auf den Fortgang der Geschichte gibt und ich schon wissen möchte, was hinter einigen geheimnisvollen Figuren steckt, werde ich die Serie wohl weiterlesen – Engel hin oder her. *grins*

Mein Fazit:
Der Auftakt dieser paranormalen Liro-Serie hat mich mit interessanten Figuren, einer spannenden Geschichte trotz hoher Engeldichte gut unterhalten.

Günak, Kristina: Engel lieben gefährlich

Genre: Paranormaler Liro

Reihenfolge der Elionore Brevent Serie:
Teil 1: Eine Hexe zum Verlieben
Teil 2: Engel lieben gefährlich

Kurzbeschreibung:
… Hexen aber auch.
Nach einem Jahr mit dem Werjaguar Vincent glaubt Hexe Elionore Brevent ihr Leben im Lot. Einzig Vampir Nicolas Deauville, der bei Eli im Garten beharrlich seine neu entdeckten Hexenkünste übt, stört die traute Zweisamkeit der Verliebten und sorgt nach einem schief gegangenen Zauber für erhebliche Aufregung.
Als Vincent dann noch plötzlich eine unerwartete Seite seiner Persönlichkeit enthüllt, ist es mit der Ruhe in Elis Leben wieder einmal vorbei. Ohne den Mann ihres Herzens muss sich die Hexe auf die Suche nach dem spurlos verschwundenen Nicolas machen, an ihrer Seite nur den beherzten Ex-Engel Florentine und den mysteriösen Pax.

Meine Einschätzung:
Ich mag ja sonst eher die düsteren Urban-Fantasy-Serien und habe mich deshalb von den „witzig-albernen“ Roman, z.B. von Lynsay Sands verabschiedet. Aber Kristina Günak trifft einfach genau meinen Humor und beschert mir fröhliche Kicherattacken mit Elionores flotten Sprüchen. Es gäbe sogar noch einen guten Grund, warum ich mit „Engel lieben gefährlich“ ein Problem hätte haben können: Ich kann Engel nicht leiden! Meine bisherigen Ausflüge in die angesagten Engel-Paras haben mich nicht überzeugt, aber auch hier hat die Autorin die Kurve gekriegt und mit Pax einen wunderbar unsympathischen gefallenen Engel geschaffen und das Schutzengel-Vampir-Hexer-Liebespaar ist so wunderbar schräg, das es schon wieder gut ist ;-).
Richtig gut gefällt mir auch das Cover des U-Books Verlags.

Mein Fazit:
Der zweite Teil einer witzigen paranormalen Liro-Serie einer deutschen Autorin, die durch ihren wundervollen Sprachwitz und den liebevoll gezeichneten Figuren besticht.

Krock, Jeanine: Himmelsschwingen

Genre: Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Ein Routineauftrag führt Samjiel, den General der himmlischen Heerscharen, nach Sankt Petersburg. Dort lernt er die lebensfrohe Iris kennen und ehe er sichs versieht, steht seine Welt Kopf: Gegen alle Regeln verlieben sich die beiden ineinander und Samjiel ist zum ersten Mal in seinem Leben glücklich — doch dadurch ist er auch zum ersten Mal verwundbar …

Meine Einschätzung:

Ich mag den Stil der Autorin sehr. Sie beschreibt Sankt Petersburg wunderschön, ich möchte es fast schon poetisch nennen, ebenso wie die Charaktere.
Leider habe ich, ganz persönlich, ein Problem mit Engeln. Keine Ahnung, ich bin eigentlich gar nicht so kirchlich geprägt, aber mit Geschichten rund um Engel kann ich mich einfach nicht anfreunden. Vampire, Zombies, Geister, Walküren, Bestien, alles kein Problem für mich, aber Engel gehen bei mir überhaupt nicht. Gut, frau kann nicht alles mögen und ich mag offensichtlich keine Engel-Geschichten…

Mein Fazit:

Wer abseits des Mainstream Freude an einer wunderschön geschriebenen Novelle mit himmlischen Personal hat, sollte mal in „Himmelsschwingen“ reinlesen.

Ward, J.R.: Fallen Angels – Der Dämon (2)


Genre: paranormaler Thriller, Urban-Fantasy


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Ankunft
Teil 2: Der Dämon
Teil 3: Der Rebell
Teil 4: Die Begierde
Teil 5: Die Versuchung
Teil 6: Die letzte Schlacht

Kurzbeschreibung
Seit Anbeginn der Zeit herrscht Krieg zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis. Nun wurde ein gefallener Engel dafür auserwählt, den Kampf ein für alle Mal zu entscheiden. Sein Auftrag: Er soll die Seelen von sieben Menschen erlösen. Sein Problem: Ein weiblicher Dämon macht ihm dabei die Hölle heiß .

Der Ex-Biker Jim Heron ist wahrhaftig kein Unschuldslämmchen. Doch er ist der auserwählte Gefallene Engel, und sein neuester Auftrag hat es in sich. Jim soll einem Exsoldaten helfen, wieder auf die Beine zu kommen – denn Isaac Rothe, ehemals Elitekrieger und nun ein gefürchteter Boxer in illegalen Kämpfen, steckt tief in der Klemme. Nach einem beinahe tödlichen Kampf wird Isaac verhaftet, und sein Leben liegt nun endgültig in Scherben. Der einzige Lichtblick in Isaacs Leben ist seine hinreißende Verteidigerin, die sich für ihren Klienten geradezu aufopfert, und auch Isaac ist nicht unempfänglich für ihre Reize. Als sich jedoch ein finsterer Dämon einmischt und Jagd auf Isaacs Seele macht, muss Jim Heron in dem Kampf zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis selbst in den Ring steigen. Schließlich soll der Gefallene Engel nicht nur Isaacs Seele, sondern auch die Hoffnung auf eine neue Liebe retten . . .

Meine Einschätzung:
Diese Serie ist absolut nichts für zartbesaitete Leser. Dieses Mal geht es um eine Spezialeinheit der Amerikaner, die Auftragsmorde begehen. Aussteigen kann man aus dieser Truppe nicht … Wer für diese Thematik nicht übrig hat, sollte am besten die Finger von dem Buch lassen.
Die Sprache ist auch eher rauh und schnodderig, es gibt ausführliche Sexszenen, Folterszenen und andere Grausamkeiten. In diesem Band ist der paranormale Anteil etwas höher, neben den abgefahrenen Engeln und Dämonen, treibt sich auch noch ein Geist in der Szenerie herum.
Ich würde mich nicht trauen, diese Serie irgendjemandem zu empfehlen, aber ich habe den Band in 2 Tagen verschlungen und bin richtig traurig, daß der nächste Band noch nicht in Sicht ist.

Mein Fazit:
Abgefahren, aber gut.

Singh, Nalini: Engelszorn (2)

Genre: Urban Fantasy
Teil 2 einer Serie
Teil 1: Engelskuss

Klappentext:
Nachdem die Vampirjägerin Elena Deveraux ein Jahr lang im Koma lag, muss sie bei ihrem Erwachen feststellen, dass sie in einen Engel verwandelt wurde. Noch sind ihre Wunden nicht ganz verheilt und ihr Körper muss sich von der Umwandlung erholen. Da wird ihr Geliebter, der atemberaubend gut aussehende Erzengel Raphael, von der Unsterblichen Lijuan zu einem Ball geladen. Die Einladung abzulehnen wäre ein Zeichen von Schwäche. Deshalb müssen Raphael und Elena so schnell wie möglich nach Peking fliegen. Doch Lijuan empfängt die beiden keineswegs freundlich …

Meine Einschätzung:
Schon mit dem ersten Teil habe ich mich schwer getan, aber ich wollte der Serie noch eine Chance geben.
Ich komme einfach mit Raphael, dem Prota, nicht zurecht. Der Typ ist einfach gruselig, brutal, unmenschlich (okay, ich weiß, daß er ein Erzengel ist), rücksichtslos und absolut unsympatisch. Mir fällt einfach kein positiver Aspekt ein, der ihn beschreibt.
Auch der Rest der Geschichte, Erzengel, die die Erde unter sich aufgeteilt haben und Vampire erschaffen (wozu eigentlich???? inzwischen weiß ich es wieder, finde es aber abstrus), ab einem bestimmten Altern zum Wahnsinn neigen…
*kopfschüttel*
Diese Serie schließe ich für mich endgültig ab.

Singh, Nalini: Engelskuss (1)

Genre: Urban Fantasy
Teil 1 einer Serie

Klappentext:
Die Vampirjägerin Elena Deveraux wird von dem ebenso charismatischen wie gefährlichen Erzengel Raphael angeheuert. Diesmal ist es jedoch kein entflohener Vampir, den sie aufspüren soll, sondern ein abtrünniger Erzengel. Um den Auftrag erfüllen zu können, muss Elena bis an die Grenzen ihrer Fähigkeiten gehen und darüber hinaus! Zugleich weckt der übermenschliche Raphael eine ungeahnte Leidenschaft in ihr. Doch seine Berührung könnte für Elena den Tod bedeuten, denn im Spiel der Erzengel zahlen die Sterblichen den Preis!

Meine Einschätzung:
Ich weiß noch nicht so genau, ob mir dieses Buch gefällt oder nicht.
Die Geschichte ist spannend, sehr spannend sogar, Nalini Singhs Schreibstil ist sehr, sehr angenehm zu lesen und die Welt, die sie entwirft ist neuartig. (Wobei ich mich schon frage, ob Engel jetzt die Vampire ablösen und wie kommen gleich mehrere Autorinnen auf diese Idee?…)
Auch Elena ist eine Heldin, die mir durchweg sympatisch ist, also, warum bin ich nicht begeistert?
Hm, ich glaube, ich komme mit diesen Engeln nicht so recht klar. Raphael ist mir einfach zu unnahbar, zu kalt und an vielen Stellen grausam. Und wenn er noch so überirdisch schön ist, ein Mann zum Verlieben ist er für mich nicht.
Auch die anderen Erzengel sind undurchsichtig und absolut auf ihre Macht fixiert und kein bisschen vertrauenserweckend (erinnern sie nicht ein wenig an den Rat der Medialen?).
Nun, ich werde Band 2 abwarten, vielleicht kann mich die Autorin damit überzeugen

Fazit:
Ein spannender, aber auch gewaltsamer Auftakt zu einer Urban Fantasy-Serie in der Engel die Welt beherrschen.

Gunschera, Andrea: Engelsbrut

Genre: Urban Fantasy

Klappentext:
Eine Mordserie erschüttert Los Angeles. Jede Nacht sterben zwei Obdachlose in den Straßen von Downtown. Der Mörder geht mit außergewöhnlicher Brutalität zu Werk. Die Reporterin Eve Hess kreuzt bei ihren Ermittlungen die Fährte zweier Männer, die beide nicht menschlich zu sein scheinen. Da ist Kain, ein Killer, so schön wie skrupellos, getrieben vom brennenden Wunsch nach Rache. Und Alan, der mehr ist als der erfolgreiche Maler, der Szenen aus den Ghettos von L.A. auf seine Leinwände bannt. Der eine hat den Auftrag, sie zu töten, den anderen liebt sie gegen jede Vernunft. Bald muss sie sich fragen, wem sie noch trauen kann. Doch ganz gleich wie die Würfel fallen, dies können sie nicht aufhalten: Die Wiedergeburt eines gefallenen Engels.

Meine Einschätzung:
Andrea Gungscheras „Engelsbrut“ reiht sich nahezu nahtlos in die Reihe der Urban-Fantasy-Romane, die zur Zeit „in“ zu sein scheinen. Vampire, hier Schattenläufer genannt, leben unerkannt unter den Menschen. Der Mythos besagt, daß sie die Kinder (Nephilim) der Engel sind, die einst auf der Erde wachten. Soweit der Hintergrund.
Eve, die gerade eine unglückliche Beziehung mit einem Polizisten hinter sich hat, ist auf der Jagd nach Informationen zu ungewöhnlichen Morden in L.A.. Sie ist eine angesehene, freie Journalistin, die sich für eine gute Story schon mal am Rande der Legalität bewegt. Eines Nachts beobachtet sie, wie im Haus gegenüber ein Mann überfallen wird und eilt ihm kurz entschlossen zu Hilfe. Die Täter können fliehen, Alan ist schwer verletzt, weigert sich aber die Polizei oder einen Arzt zu holen und schmeißt sie aus der Wohnung. Während Eve noch über dieses merkwürdige Verhalten nachgrübelt, wird sie Zeugin weiterer Morde und kommt Kunstschmugglern auf die Spur, die ihr nach dem Leben trachten. Alan rettet sie aus einer lebensbedrohlichen Situation und ihr dämmert, daß seine Fähigkeiten nicht menschlich sein können.

Mir hat „Engelsbrut“ eigentlich sehr gut gefallen. Die Geschichte ist wirklich sehr, sehr spannend, ein echter Thriller eben. Nix für zart besaitete Gemüter, selbst mir war es manchmal ’ne Spur zu blutig und brutal.
Allerdings weiß ich immer noch nicht, ob ich Eve mag oder nicht. Das mag an meinem gespaltenen Verhältnis zu sensationsheischenden Journalisten liegen, die für eine Story über Leichen gehen würden. Das tut Eve nun nicht, aber wenn sie die Opfer mal schnell mit den Handy fotografiert, bin ich doch sauer??? Allerdings ist sie auch supermutig und verzagt auch nicht gleich, als ein Killer hinter ihr her ist.
Dagegen ist Alan ein Held nach meinem Geschmack. Er kämpft mit seinem Gewissen, mit seiner Familienloyalität und entschließt sich nur schweren Herzens wieder in den Kampf zu ziehen.
Die beiden sind ein interessantes Pärchen, das erst jede Menge Kämpfe und Attentate überleben muß, bis es zueinander finden kann.
Die Charaktere sind interessant, die Geschichte ist spannend (ohne den übersinnliches Aspekt wäre der Roman auch ein guter Thriller), allerdings geht es ganz schön blutig zu. Da werden Kehlen aufgerissen, mit Dolchen geworfen, mit Schwertern geschlitzt und Maschinengewehren geschossen und nach den Verletzungen durchlaufen die Schattenläufer eine schmerzvolle Heilungsphase. Da wäre meines Erachtens manchmal weniger mehr gewesen.

Fazit:
Ein solider Urban Fantasy Roman mit einer menschlichen Heldin und jeder Menge Kampfszenen.

7 von 10 Punkten
Abzug gibt es für das viele, viele Blut und die Tatsache, daß mir Eve nicht wirklich sympathisch ist

Ward, J.R.: Fallen Angels – Die Ankunft (1)

Genre: Urban Fantasy oder Thriller mit paranormalem Einschlag?


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Ankunft
Teil 2: Der Dämon
Teil 3: Der Rebell
Teil 4: Die Begierde
Teil 5: Die Versuchung
Teil 6: Die letzte Schlacht

Klappentext:
Seit Anbeginn der Zeit herrscht Krieg zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis. Nun wurde ein gefallener Engel dafür auserwählt, den Kampf ein für alle Mal zu entscheiden. Sein Auftrag: Er soll die Seelen von sieben Menschen erlösen. Sein Problem: Ein weiblicher Dämon macht ihm dabei die Hölle heiß … Nach dem Bestseller-Erfolg „Black Dagger“ kommen J. R. Wards „Fallen Angels“ – atemberaubend düster und erotisch!

Zugegeben, Jim Heron ist weit vom Idealbild eines himmlischen Kriegers entfernt. Sünde ist für ihn ein ziemlich dehnbarer Begriff, und Engel sind für ihn eine Biker-Gang oder Blondinen im Negligé. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er zu einem „Gefallenen Engel“ ernannt wird, der auf der Erde die letzte Schlacht gegen die Mächte der Finsternis schlagen muss. Dafür soll er sieben Menschen erlösen. Dass sein erster „Fall“, ein skrupelloser Geschäftsmann, nicht nur seine Seele an die dunkle Seite verkauft hat, sondern sich auch noch in eine turbulente Affäre verwickelt, macht es für den Engel nicht einfacher. Und dann wird auch noch ein Dämon ausgesandt, um Jims Pläne zu vereiteln – eine weibliche Furie in hautengem Lederdress, mit heißen Kurven und einem Blick wie aus Feuer. Ob Jim will oder nicht, der finale Kampf zwischen Finsternis und Licht ist eröffnet …

Meine Einschätzung:
Aber hallo!!! Was für ein düsterer, spannender, abgefahrener Serienauftakt!
Beim großen „bösen“ Buchversand werden die Romane von J.R. Ward unter „Romance“ eingeordnet. Darüber kann ich echt nur schmunzeln: die Liebes-Geschichte einer Edelhure und ehemaligen Mafiabraut mit einem millionenschweren Immobilienhai und Drogendealer finde ich zwar spannend, aber romantisch??? Naja, vielleicht ein klitzekleines Bisschen wie in „pretty woman“…
Ich persönlich würde diesen Roman eher als Thriller mit starkem paranormalem Einschlag einordnen wollen (wenn gefallene Engel = paranormal sind?).
Jim, der Hauptprota, stirbt an einem überraschenden Stark-Stromschlag und erwacht sozusagen vor der Himmelspforte. Fünf skurille Typen eröffnen ihm, daß er die Hauptspielfigur im ewigen Kampf „Gut gegen Böse“ sein wird. Ein Wahl hat er nicht! Geradeso wiederbelebt, soll er als erste Aufgabe Vin, einen skrupellosen Bauunternehmer, auf den rechten Weg führen. Doch was ist der rechte Weg? Jim hat keine Ahnung und spekuliert, daß er den zögernden Vin zur Hochzeit mit der atemberaubend schönen Devina überreden sollte. Doch, wie es der Teufel (hihi, doppeldeutig) will, verliebt sich Vin in eine Gogo-Tänzerin, die eine furchtbare Vergangenheit mit sich herumträgt und gibt Devina den Laufpass. Diese nimmt das gar nicht gut auf und rächt sich an Vin fürchterlich. Jim bekommt Hilfe von zwei undurchsichtigen, nicht Schatten werfenden Gestalten, mit deren Hilfe ihm klar wird, daß Devina zum Feind gehört und aufgehalten werden muß …
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten…

Fazit:
J.R. Ward hat eine komplett neue Welt jenseits der Black Dagger geschaffen. Die Protas sind alle äußerst glaubwürdig geschildert, sei es Marie Terese, die vor ihrem Mann und der Mafia auf der Flucht ist oder Jim, einem ausgewiesenen Einzelgänger und Killer. Auch Vin ist ein überzeugender, authentischer Charakter, mit all seinen Fehlern und Schwächen. Auch ohne den paranormalen Einschlag – sprich Engel und Dämonen, wäre das ein superspannender Thriller geworden. (Frau auf der Flucht vor Mafia-Ehemann wird von irrem Stalker verfolgt und von millionenschwerem Bauunternehmer gerettet….)
Diese Engel-gegen-Dämonen-Story hat mich etwas verwirrt. Warum schicken beide Parteien nur einen menschlichen Kämpfer auf’s Feld??? Und warum wird er nicht vor seinen Gegenspielern gewarnt. Naja, wer erwartet schon Logik bei solchen Geschichten???
Die Geschichte wird flüssig und sensationell spannend erzählt. Die Charaktere sind überzeugend und manche sympatisch, manche verrückt.
Ich bin gespannt auf die Fortsetzungen..-
von mir gibt es
10 von 10 Punkten

Mead, Richelle: Succubus on Top

Genre: Urban Fantansy
Teil 2 einer Serie

Eigentlich führt Georgina ein ganz normales Leben, sie arbeitet in einer Buchhandlung in Seattle, hat sich in ihren Lieblingsautor Seth verliebt, ist bei den Kollegen beliebt und hat einen netten Freundeskreis. Ja, so normal, wie ein ein unsterblicher Succubus, ein Dämonin, die ihre Energie aus der Lust der Männer zieht, mit denen sie Sex hat, sein kann.
Die Geschichte zusammenzufassen ist mir zu mühsam, könnt Ihr ja nachlesen (beim großen Buchversand…..). Es geht um unsterbliche Drogendealer, die Verführung einer Moralistin, eine chaotische Buchhandlung und eine ungewöhnliche Liebe.
Paranormale Romane haben ja gerade Hochkonjunktur und es wimmelt nur so vor Vampir-, Werwolf- und Hexengeschichten in den Buchhandlungen. Manche sind gut, manche sind blöd und diese Geschichte hier ist „anders“.
Georgina ist ein spannender Charakter, sie hasst ihren „Job“, nämlich Männer zu verführen, braucht ihn aber zum Überleben. Außerdem steht ihre Lebensweise ihrer großen Liebe zu Seth im Weg. Will sie ihn nicht verletzen, muß die Beziehung absolut platonisch bleiben. Sehr romantisch und sehr tragisch. Wenn Georgina sich nicht in ihrem Privatleben verheddert, muß sie eine dämonischen Auftrag erledigen, ihren besten Freund Doug aus seiner Drogenabhängigkeit befreien oder die Buchhandlung leiten. Dabei bleibt sie aber „menschlich“, ist egoistisch und begeht richtig schlimme Fehler, mit denen sie sich auseinandersetzen muß. Und das macht sie so sympatisch.
Die Autorin hat ein Händchen für skurrile, unterhaltsame Szenen und ziemlich wilde Einfälle. Es wimmelt nur so vor mythologischen Gestalten, Vampiren, Kobolden, Göttern, Erzdämonen und Engeln, die sich unter uns Normalos mischen. Dank Georginas Job gibt es auch einige erotische Szenen, die zwar deutlich, aber nicht peinlich oder vulgär sind.
All das zusammen ergibt einen ungewöhlichen Fantasy-Roman für Erwachsene abseits der üblichen All-Age-Romane, die es so gibt.
Von mir gibt es 7 von 10 Punkten

Abzug gibt es für diese merkwürdige Ambrosia-Story, die fand ich unlogisch.