Löhnig, Inge: Sieh nichts Böses


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Kommissar Dühnfort

Teil 8: Sieh nichts Böses
Teil 7: Nun ruhet sanft
Teil 6: Deiner Seele Grab
Teil 5: Verflucht seist Du
Teil 4: Schuld währt ewig
Teil 3: So unselig schön
Teil 2: In weißer Stille
Teil 1: Der Sünde Sold

Kurzbeschreibung:
Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind.
Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halb verwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur – ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses.
Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.

Meine Einschätzung:
Ich mag diese Krimiserie sehr und auch dieser Band hat mir gut gefallen, weil ich den Ermittler und seine Lebensgefährtin so gerne mag und die beiden so authentisch in ihrer Lebenskrise reagieren. Das hat die Autorin wirklich sehr einfühlsam beschrieben. Auch der Kriminalfall ist spannend und toll erzählt, wenn ich mich auch gefragt habe, ob es wirklich so skrupellose Vermieter gibt, die eine junge Geschäftsfrau – mir nichts dir nichts – aus der Wohnung werden und die obendrein noch an einen Mann gerät, der Schulden bei einem Kredithai hat und sie in die Prostitution zwingen will. Ähm ja, das war mir dann ein kleinig zu viel des „Schlechten“ ;-).

Mein Fazit:
Wer Lust auf unaufgeregte, deutsche, sehr gut recherchierte Krimis hat, der schnappe sich einen Dühnfort-Krimi :-).

Poznanski, Ursula: Schatten


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Fünf
Teil 2: Blinde Vögel
Teil 3: Stimmen
Teil 4: Schatten

Kurzbeschreibung:
Eine Entführung. Drei Morde. Und ein Täter aus der Vergangenheit…
Ein Mann, grausam zugerichtet in seiner Wohnung. Eine Hebamme, ertränkt in einem Bach – zwei Fälle, die Beatrice Kaspary als Ermittlerin im Dezernat Leib und Leben der Polizei Salzburg lösen muss. Schnell erkennt Beatrice, dass die beiden Morde zusammenhängen – und dass sie etwas mit ihr zu tun haben müssen. Denn sie kannte beide Toten. Sie konnte sie nicht leiden. Und sie weiß: Wenn sie nicht handelt, wird es weitere Opfer geben…

Meine Einschätzung:

Dass das jetzt schon der dritte Krimi in Folge ist, überrascht mich selbst, aber ich habe auch 3 richtig gute, spannende Krimis erwischt.
Beatrice wird mit dem Jahre zurückliegenden Mord an ihrer besten Freundin konfrontiert, hat Streß mit ihrem geschiedenen Mann und ein permanet schlechtes Gewissen gegenüber ihren Kindern. Ihr Freund und Kollege Florin hält ihr so lange wie möglich den Rücken frei, aber dann wird es dramatisch ;-).
Ich mag diese beiden Protagonisten sehr, sehr gerne, sicher auch, weil ich mich so gut in die Rolle von Beatrice einfühlen kann und Florin ist einfach ein netter, liebenswerter Mann.
Ich mag es sehr, wie die Autorin ihre Krimis strickt, wie sie falsche Fährten legt, wie sie die Geschichte voran treibt ohne das es zu hastig oder langatmig wird und ihr Stil gefällt mir auch sehr gut.

Mein Fazit:
Das ist wieder ein sehr, sehr spannender Krimi der Wiener Autorin, an dem ich absolut nichts auszusetzen habe.

Löhnig, Inge: Gedenke mein


Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:

Cold Cases – Verbrechen schlafen nicht
Gina Angelucci, die Partnerin des Münchner Kommissars Dühnfort, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases in München: Sie löst Mordfälle, die seit Jahren nicht geklärt werden konnten. Auf die Bitte einer Mutter nimmt sie die Ermittlungen zu einem tragischen Fall wieder auf. Vor zehn Jahren verschwand die kleine Marie. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Der Vater von Marie hat Selbstmord begangen. Hat er seiner Tochter etwas angetan? Gina ahnt, dass ihre Kollegen damals die falschen Fragen stellten. Warum sollte der Vater das Mädchen töten? Oder ist Marie noch am Leben? Gina folgt einer Spur, die zu unendlichem Leid führt …

Meine Einschätzung:
Offenbar machen sich Romanfiguren manchmal selbstständig und verlangen nach einer eigenen Geschichte ;-), denn Inge Löhnig-Leser kennen Gina aus der Dühnfort-Krimi-Serie. Ob aus diesem Roman auch eine eigene Reihe wird, habe ich noch nicht herausgefunden.
Die Autorin bleibt jedenfalls ihrem Stil treu und erzählt die traurige Geschichte einer Mutter, die nicht an den Tod ihrer seit 10 Jahren vermißten Tochter glauben will, sehr berührend.
Ich mag Frau Löhnigs Protagonisten, die durchweg sehr gut und glaubwürdig charakterisiert werden und ich mag ihre Geschichten, die gut durchdacht und spannend sind und ohne wilde Action-Einlagen und Blutbäder auskommen.

Mein Fazit:
Auch ohne den sympathischen Dühnfort als Hauptfigur, ist das ein toller Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe.

Fitzek, Sebastian: Passagier 23

Gerne: Thriller, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Jedes Jahr verschwinden durchschnittlich 23 Passagiere spurlos auf Kreuzfahrtschiffen. Noch nie ist jemand zurückgekommen… bis jetzt!
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es passierte während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff Sultan of the Seas – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der Sultan kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der Sultan verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm…

Meine Einschätzung:
Der Kurzbeschreibung will ich nix hinzufügen, dann verrate ich auch nix ;-).
Nach der ersten gehörten Stunde habe ich ernsthaft erwogen, das Hörbuch abzubrechen. Überraschend ist das nicht, denn ich würde mich auch nicht als Fitzek-Fan bezeichnen und ich weiß, dass seine Geschichten grausam und brutal sind.
Wahrscheinlich trifft mich eine Geschichte auch intensiver, wenn ich sie höre und Simon Jäger liest auch dieses Mal wieder mal fabelhaft.
Letztendlich habe ich „Passagier 23“ fertig gehört, aber nicht besonders gerne, auch wenn ich zugeben muß, dass es spannende Momente gibt.
Es wird aber trotzdem mein letzter Fitzek für die nächsten beiden Jahre sein (wer weiß, vielleicht entwickelt sich mein Lesegeschmack mit zunehmendem Alter in andere Richtungen – blutrünstiger????), denn ich will einfach nicht wissen, welche Grausamkeiten sich Menschen einfallen lassen, ich will nicht von gequälten Kinderseelen lesen oder vergewaltigten Frauen verpackt in einen Thriller. Punkt!

Mein Fazit:
Mir sind Fitzeks Thriller zu brutal, grausam und realitätsnah und detailliert.

Robotham, Michael: Erlöse mich


Genre: Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Adrenalin
Teil 2: Amnesie
Teil 3: Dein Wille geschehe
Teil 4: Todeswunsch
Teil 5: Todeskampf
Teil 6: Der Insider
Teil 7: Bis Du stirbst
Teil 8: Sag, es tut dir leid
Teil 9: Erlöse mich
Teil 10: Um Leben und Tod (erscheint im Juli 2015)

Kurzbeschreibung:
Ich habe mich verliebt, und ich bin ihr gefolgt. Sie sah mich nicht. Sie wusste nicht einmal von meiner Existenz. Jetzt bin ich die wichtigste Figur in Marnies Leben, doch sie weiß es noch nicht. Ich bin der, der aufpasst. Seit ihr Mann Daniel vor einem Jahr spurlos verschwand, liegt ein schwarzer Schatten über dem Leben von Marnie Logan. Aber sie leidet nicht nur unter der quälenden Ungewissheit über sein Schicksal – immer wieder übermannen sie plötzlich Ängste, immer wieder beschleicht sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Deshalb sucht sie auch Hilfe bei dem Psychologen Joe O’Loughlin, der aber schnell den Verdacht hat, dass Marnie ihm etwas verschweigt. Als eines Tages überraschend ein Album mit Fotos alter Freunde und Bekannter entdeckt wird, das Daniel seiner Frau zum Geburtstag schenken wollte, ist Marnie zunächst gerührt. Doch dann kommt die grausame Geschichte dahinter ans Tageslicht, die auch Joe zutiefst erschüttert.

Meine Einschätzung:
Dieser Psycho-Thriller des Australiers Robotham hat es wieder in sich. Obwohl die Geschichte nicht wirklich action-reich ist, fand ich sie sehr spannend, denn der Autor versteht es, den Leser auf falsche Fährten zu leiten und mit überraschenden Wendungen zu schockieren ;-).
Deshalb werde ich an dieser stelle keinesfalls auf den Inhalt eingehen …
Die beiden interessanten, unkonventionellen Ermittler Joe und Ruiz, die in unterschiedlichen Anteilen in allen Bänden der Reihe vorkommen, sind vielschichtige Charaktere, deren Geschichten ich gerne lesen mag.
Die weibliche Hauptfigur in diesem Band, Marnie, hat mich hingegen nicht so ganz überzeugt, dafür fand ich ihre Teenie-Tochter umso gelungener. Robotham hat selbst 3 Töchter und ich würde mal behaupten, dass er sich mit Mädels dieser Preisklasse auskennt ;-).

Mein Fazit:
Wer spannende Thriller mag und Robotham noch nicht kennt, hat wirklich was verpasst. Die Bücher sind zwar in sich abgeschlossen und auch einzeln verständlich, aber ich würde mit „Adrenalin“ beginnen:

Menschig, Diana: So finster, so kalt

Gerne: Roman, paranormal, Fantasy, Horror

Kurzbeschreibung:
Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes’ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Meine Einschätzung:
Von Märchenadaptionen, besonders wenn sie für Erwachsene geschrieben sind, kann ich nicht die Finger lassen :-). Die werden gekauft und gelesen, egal was der Kontostand oder die SuB-Höhe dazu sagen.
Die Autorin verwebt in ihren düsteren, streckenweisen gruseligen Roman geschickt verschiedene Märchen, eine Schwarzwälder Sagenfigur und keltische Mythen. Das hat mir richtig gut gefallen. Auch die Schilderungen des Vorfahren von Merle aus dem 16. Jahrhundert fand ich stimmungsvoll und bereichernd.
Aber insgesamt gesehen hat mich der Roman nicht überzeugen können. Das könnte zum einen am Schreibstil der Autorin liegen, der mir irgendwie hölzern vorkam und die Autorin schaffte es leider nicht, mich in die richtige gruselig-schaurige Stimmung zu versetzen. Zum anderen fand ich einige Figuren sehr überzeichnet oder mit Klischees überladen. Am wenigsten konnte ich aber die Hauptfigur Merle verstehen. Einer äußerst erfolgreichen Anwältin, die in Hamburg lebt, hätte ich doch ganz sicher zugetraut, ihre Träume rational zu betrachten und nach den Ursachen für ihre Albträume zu suchen. Und dass eine solche Frau klaglos in das stromlose, uralte Häuschen der Großmutter einzieht, kann ich auch nicht glauben. Aber am allermeisten habe ich mich über ihre selbstgemachten Beziehungsprobleme gewundert und geärgert.
Ich will hier nicht in die Details gehen, aber für mich war das einfach keine runde, überzeugende Geschichte, in der ich obendrein noch die richtige Stimmung vermißt habe.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich diesen Roman gerne gelesen, der für mich Märchenverrückte eine schöne Abwechslung bot und ich gebe zu, dass mich das Ende etwas versöhnt hat ;-).

Mein Fazit:
Wer Märchenadaptionen gerne mag, der wird sicher seine Freude an diesem Roman einer deutschen Autorin haben können.

Meyer, Deon: Weisser Schatten

Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:

Er heißt Lemmer, sein Job ist es, Bodyguard zu sein. Als Emma, eine weiße Südafrikanerin, ihn anheuert, hofft Lemmer auf einen harmlosen Job. Sie meint, ihren Jahre verschwundenen Bruder in den Nachrichten gesehen zu haben. Angeblich hat er skrupellos vier Wilderer getötet. Kaum sind sie im Kruger-Park angekommen, muss Lemmer den ersten Anschlag auf Emma vereiteln. Er beginnt zu begreifen, dass er einer Sache auf der Spur ist, die etliche Nummern zu groß und zu gefährlich für ihn ist.

Meine Einschätzung:

Deon Meyer wurde mir von zwei verschiedenen Seiten ans Herz gelegt und ich muß sagen, dass ich sehr angetan von diesem Thriller bin. Südafrika ist ein spannendes, gefährliches Land, immer noch tief gespalten, große kulturelle und wirtschaftliche Unterschiede zwischen den ländlichen und städtischen Regionen und eine großartige Naturlandschaft. Der Autor schildert das alles sehr eindringlich, ohne dabei belehrend zu sein und schickt die beiden ungewöhnlichen Protagonisten auf eine Reise durch dieses imposante Land.
Der Bodyguard Lemmer ist nicht gerade ein Sympathieträger, den ich manchmal am liebsten durchgeschüttelt hätte ob seiner Teilnahmslosigkeit, aber er kriegt die Kurve gerade noch so, wenn auch die Kosten fast zu hoch gewesen wären.
Die Geschichte ist spannend, glaubwürdig, brutal, ungewöhnlich und gut geschrieben.
Das war sicher nicht mein letzter Thriller dieses Autors.

Mein Fazit:
„Weißer Schatten“ ist ein packender Südafrika-Thriller, den ich nur weiterempfehlen kann.

Rose, Karen: Todeskind

Genre: Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Eiskalt ist die Zärtlichkeit
Teil 2: Das Lächeln deines Mörders
Teil 3: Des Todes liebste Beute
Teil 4: Der Rache süßer Klang
Teil 5: Nie wirst Du entkommen
Teil 6: Heiß glüht mein Hass
Teil 7: Todesschrei
Teil 8: Todesbräute
Teil 9: Todesspiele
Teil 10: Todesstoß
Teil 11: Feuer
Teil 12: Todesherz
Teil 13: Todeskleid
Teil 14: Todeskind
Teil 15: Todesschuß

Kurzbeschreibung:
»Habe ich dir gefehlt?«, stammelt der 20-jährige Ford wieder und wieder. Er liegt verwirrt im Krankenhaus. Tagelang irrte er durch verschneite Wälder, auf der Flucht vor seinen Entführern. Doch er kann sich an nichts mehr erinnern. Seine Mutter, Daphne Montgomery, ist schockiert, als sie hört, was ihr Sohn wie ein Mantra vor sich hin murmelt. Seit Jahren wird sie von quälenden Erinnerungen gepeinigt. Ausgerechnet diese Worte flüsterten die Männer, die sie selbst als Kind gefangen gehalten und missbraucht haben. Sie vertraut sich FBI-Agent Carter an, der alle Hebel in Bewegung setzt, um der attraktiven Anwältin und ihrem Sohn zu helfen. Die Wahrheit muss endlich ans Licht …

Meine Einschätzung:
Wenn ich einen Thriller von Karen Rose in die Hand nehme, dann weiß ich, was mich erwartet:
eine starke Frauenfigur, gerne mit einem traumatischen Erlebnis in der Vergangenheit;
eine interessante Männerfigur, gerne dominant, tödlich ;-);
ein große, liebenswerte Familie, in die die Protagonisten eingebettet sind;
ein bis zwei ganz, ganz miese Killer, gerne mit Serienkillerfunktion;
drei bis zehn grauenvolle Morde,
Entführungen
und Spannung!
Aus diesen bewährten Zutaten hat sie auch dieses Mal wieder eine spannende Geschichte gemacht, die mich ein paar Stunden Schlaf gekostet hat.
Ich mag ihre Art zu schreiben und ich mag die Protagonisten gerne, die ja in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder in den Büchern auftauchen.
Jetzt freue ich mich schon auf die kommende Geschichte „Todesschuss“, die nahezu nahtlos an dieses Buch anschließt.
Blöd finde ich nur den Titel des Buches (Original: Did you miss me?), der absolut nix mit dem Inhalt zu tun hat. Da reitet der Verlag mal wieder auf der bewährten Masche – ohne Rücksicht auf Verluste …

Mein Fazit:
Ein spannender amerikanischer Thriller nach bewährtem Rezept.

Suter, Martin: Allmen und die verschwundene Maria

Genre: Krimi, Detektivroman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria

Kurzbeschreibung:

Eben noch hat sich Allmen International über die erfolgreiche Wiederbeschaffung des wertvollen Dahlienbildes gefreut, da verschwindet Carlos’ Lebensgefährtin María Moreno. Kein Liebesstreit, wie Allmens Faktotum erst vermutet hat, sondern die brutale Revanche derer, die sich ihrerseits beraubt fühlen. María gegen das Dahlienbild – so lautet die Forderung der Ganoven.Doch sie haben ihre Rechnung ohne die alte Dalia Gutbauer gemacht. Denn die ist nicht bereit, das Bild wieder herauszurücken, und hat ihre eigenen Vorstellungen, was mit ihm geschehen soll. Damit bringt sie Allmen und Carlos und natürlich María in eine äußerst prekäre Situation. Handeln tut not, und in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit gibt jeder sein Bestes.

Meine Einschätzung:

Während Teil 1 und Teil 2 auch unabhängig voneinander gelesen werden können, schließt Teil 4 unmittelbar inhaltlich an „Allmen und die Dahlien“ an. Deshalb sollten Teil 3 und Teil 4 in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.
Allmen und Carlos wirken in dieser Folge vollkommen hilflos und dilettantisch. Dafür schildert der Autor die Polizisten richtig sympathisch und kompetent, denn deren Hilfe brauchen unsere zwei Hobby-Detektive, um „Die verschwundene Maria“ wieder zu bekommen ;-).
Mich hat die Geschichte nicht wirklich gefesselt, aber ich verfolge die Serie ja auch nicht wegen ihrer spannenden, actionreichen Handlung. Vielmehr lebt die Serie von der geschildertern Atmosphäre und den interessanten, mitunter schrägen Charakteren und der wunderbaren Erzählweise des Autors.

Mein Fazit:
Vielleicht nicht der beste Teil der Serie, aber dennoch unterhaltsam, wenn er von einem tollen Sprecher wie Gerd Heidenreich gelesen wird.

Musso, Guillaume: Sieben Jahre später

Genre: Roman, zeitgenössisch

Weitere Romane von Guillaume Musso:
Nachricht von Dir
Wirst Du da sein?
Weil ich dich liebe
Engel im Winter

Kurzbeschreibung:
Nikki und Sebastian sind geschieden – und glücklich darüber. Doch als ihr Sohn Jeremy spurlos verschwindet, müssen sie sich zusammen auf die Suche nach ihm machen. Auf ihrer atemlosen Verfolgungsjagd stellen sie sich den schwierigsten Herausforderungen: rätselhaften Botschaften, skrupellosen Gegnern – und ihren eigenen Gefühlen. Die extrovertierte Nikki und der zurückhaltende Sebastian waren von Anfang an ein ungleiches Paar. Dennoch verliebten sie sich, heirateten und wurden Eltern der Zwillinge Camille und Jeremy. Doch die Harmonie war nicht von langer Dauer. Als es zur schmerzlichen Scheidung kam, übernahm Sebastian das Sorgerecht für Camille, Nikki das für Jeremy. Fortan lebte jeder sein Leben, weit voneinander entfernt. Bis eines Tages Jeremy auf mysteriöse Weise verschwindet. Ist er weggelaufen? Wurde er entführt? Um Jeremy zu finden, bleibt Nikki nichts anderes übrig, als Kontakt zu Sebastian aufzunehmen, den sie seit sieben Jahren nicht gesehen hat. In der Sorge um ihr gemeinsames Kind vereint, begeben sich die beiden auf die gefährliche Suche – auf der plötzlich nichts mehr ist, wie es vorher war …

Meine Einschätzung:
Hmpf! Bisher habe ich ja alle Romane des Autors, die ich gelesen habe, in den höchsten Tönen gelobt, aber „Sieben Jahre später“ habe ich dieses Mal missgestimmt und enttäuscht zugeklappt.
Auf mich machte der Roman den Eindruck, als sei der Autor unter Druck gesetzt worden, dieses Buch schnellstmöglichst zu Papier zu bringen. Besonders deutlich wird dies im letzten Kapitel. Das endet mit einem Knall. Die Handlung bricht ab und dann werde ich mit einem ganz blöden, kurzen Epilog abgespeist.
Ne, das geht überhaupt nicht!
Es gibt so viele offene Fragen, die nicht beantwortet werden, dass ich richtig sauer bin.
Aber auch vorher war mir schon aufgefallen, dass Musso sich nicht lange mit Details aufhält. Die Protagonisten sind auf der Flucht, haben alle persönlichen Gegenstände verloren, fliegen aber dann fröhlich um die halbe Welt. Kein Wort über die Klamottenfrage (ob Nicci in Brasilien immer noch den schwarzen Rolli trägt???) oder andere „lächerliche“ Detailfragen. Auch an anderen Stellen wirkt die Story unausgereift. Ein wirklich kontrollsüchtiger Vater kontrolliert nicht, ob seine Tochter bei der Oma angekommen ist? Glaub‘ ich nie und nimmer. Zwei 15jährige jetten vollkommen unbehelligt durch die Weltgeschichte? Klar doch!
Und deshalb lasse ihm dieses Mal auch die Wahl der Protas nicht durchgehen. Sebastian, der autistisch anmutende, einzigartige Geigenbauer und Nicci, die durchgeknallte Künstlerin. Joooo, eine Nummer kleiner geht ja auch nicht.

Mein Fazit:
Bisher habe ich alle Romane von Musso sehr gerne gelesen, aber „Sieben Jahre später“ hat er irgendwie hingehuddelt. Die Geschichte ist unausgereift und unglaubwürdig.

Gracie, Anne: Gefährliche Maskerade einer Lady

Genre: Liro

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Herzen im Sturm
Teil 2: Zarte Küsse der Sehnsucht
Teil 3: Gefährliche Maskerade einer Lady
Teil 4: ?
Teil 5: ?

Klappentext:
Dem lebenslustigen Lord Rafe droht eine Vernunft-Verlobung. Um zuvor ein letztes Abenteuer zu wagen, reist er nach Ägypten. Seine Missionn: die verschollene Enkelin einer Bekannten auszuspüren. In den Gassen Kairos trifft er auf die berückende Ayisha, ohne Zweifel die vermisste Lady! Doch die eigenwillige junge Dame ist alles andere als erfreut über die Entdeckung – und erweist sich als äußerst talentiert im Verschwinden. Rafe spürt, dass ihre wahre Identität nicht das Einzige ist, das sie vor ihm verbirgt. Und bald merkt er: Auch andere sind auf der Jagd nach der geheimnisvollen Lady … (Quelle: Cora)

Meine Einschätzung:
Hach, auch wenn ich manchmal den Kopf über die unrealistischen Szenen geschüttelt habe, habe ich mich doch prächtig mit diesem Liro amüsiert. Die beiden Protas sind so niedlich, die Dialoge der beiden witzig und dann werden sie auch noch von Piraten überfallen…
Herrlich! Absolut kitschig, romantisch, witzig und unsinnig.

Mein Fazit:
Achtung! Liebesroman! Hirn aus – Herz an! 🙂

Robotham, Michael: Sag, es tut dir leid

Genre: Krimi, Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Adrenalin
Teil 2: Amnesie
Teil 3: Dein Wille geschehe
Teil 4: Todeswunsch
Teil 5: Todeskampf
Teil 6: Der Insider
Teil 7: Bis Du stirbst
Teil 8: Sag, es tut dir leid
Teil 9: Erlöse mich

Kurzbeschreibung:
Als Piper Hadley und ihre Freundin Tash McBain spurlos aus dem kleinen Ort Bingam bei Oxford verschwinden, erschüttert es das ganze Land. Trotz aller Bemühungen können sie nie gefunden werden. Isoliert von der Außenwelt werden sie von ihrem Entführer gefangen gehalten, bis Tash nach drei Jahren die Flucht gelingt. Kurz darauf entdeckt man ein brutal ermordetes Ehepaar in seinem Haus in Oxford. Der Psychologe Joe O’Loughlin, der einen Verdächtigen befragen soll, vermutet, dass dieses Verbrechen mit der Entführung der beiden Mädchen in Zusammenhang steht. Währenddessen hofft Piper verzweifelt auf Rettung durch ihre Freundin. Doch mit jeder Stunde, die sie ausbleibt, wächst ihre Angst. Denn der Mann, der sie in seiner Gewalt hat, ist in seinem Wahn zu allem fähig.

Meine Einschätzung:
Puuuhhhh, als Mutter von zwei Teenagern war die Story für mich nur schwer auszuhalten.
Robotham schreibt extrem spannende, realistische Thriller, an denen ich absolut nichts auszusetzen habe.
Ich würde empfehlen, beim Lesen die Reihenfolge einzuhalten, da die Vorgeschichte von Joe immer mal wieder erwähnt wird.

Mein Fazit:
Wer Thriller/Psychothriller mag, kommt an Robotham nicht vorbei.

Clark, Janet: Schweig still süßer Mund

Genre: Thriller, Jugendbuch

Klappentext:
Janas beste Freundin Ella ist verschwunden. Auch wenn die Polizei nicht an ein Verbrechen glaubt, steht für Jana fest: Ella würde niemald einfach so abhauen. Sie beschließt, auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei kommen Dinge ans Tageslicht, die Jana an ihrer Freundschaft zu Ella zweifeln lassen. Und die sie in große Gefahr bringen, denn ihre Suche hat sie dem Täter nahegebracht. Zu nah.

Meine Einschätzung:
Beste Freundinnen für immer! Als Mutter zweier Töchter im Teenageralter kenne ich das Thema zur Genüge. Die Mädels hängen täglich zusammen, vertrauen sich alles an und glauben, dass es immer so weitergehen wird. Deshalb konnte ich mich auch ganz gut in Jana hineinversetzen, die aus allen Wolken fällt, als sie feststellen muß, dass ihre beste Freundin Ella jede Menge Geheimnisse vor ihr hatte. Die Autorin beschreibt auch Janas Gefühle, ihre Familiensituation, die Beziehung zu ihrer älteren Schwester, zu ihrer Mutter und dem getrennt lebenden Vater sehr realitätsnah. Das hat mir wirklich gut gefallen.
Der „spannende“ Teil der Geschichte, nämlich die Suche nach Jana hat mich hingegen gelangweilt und da hat die Handlung aus meiner Sicht auch einige Schwächen.
An dieser Stelle will ich nicht auf die Details eingehen, die zukünftigen Lesern die Spannung nehmen würden, aber bei mir geht der Roman nicht wirklich als Thriller durch. Ich finde, es ist eher eine tragische Geschichte über Freundschaft und die erste Liebe – für Teenager.
Mal sehen, was meine Töchter zu diesem Buch sagen werden.

Mein Fazit:
„Schweig still süßer Mund“ ist ein harmloser, unblutiger Jugendthriller mit einer sympathischen Heldin, den ich Mädchen ab 13 Jahren empfehlen würde.