Kunrath, Barbara: Schwestern bleiben wir immer


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
»Katja ist meine kleine Schwester, aber sie war immer schon die Selbstbewusstere von uns beiden. Sie ist es bis heute. Die Leute denken, ich sei die Stärkere, weil ich älter bin, größer und kräftiger. Aber das stimmt nicht.« Alexa hat sich immer gekümmert. Um ihre beiden Kinder, ihren Mann Martin, um den Haushalt und den Garten. Und nebenbei um das Grab ihrer Tochter Clara, die so früh sterben musste, und um das ihrer Mutter. Ihre Schwester Katja dagegen ist ganz anders: schön, selbstbewusst und unabhängig. Dann stellt sich heraus, dass die Mutter den Schwestern ihr Leben lang die Wahrheit über ihre Vergangenheit verschwiegen hat. Gemeinsam machen sich Alexa und Katja auf die Reise …

Meine Einschätzung:
Zwei Schwestern, die nach dem Tod der alleinerziehenden, kaltherzigen, schwierigen Mutter auf ihnen unverständliche Hinweise zur Familiengeschichte stoßen und sich auf die Suche nach Antworten machen. Die eine Schwester ist ebenfalls alleinerziehend und hat große Probleme mit dem pubertierenden Sohn, die andere Schwester, die sich ganz dem Ehemann und der Familie verschrieben hat, sieht sich plötzlich mit dem Ende der Ehe konfrontiert.
Die Autorin beschreibt das Leben der beiden Frauen sehr gut, ohne Übertreibungen und nachvollziehbar.
Das ist sicher ein gutes Buch, aber ohne den Lesekreis hätte ich es nicht gelesen, weil ich genau solche Geschichten lebensnah kenne. Das ist auch der Grund, warum ich zeitgenössische Romane/Frauenromane ungern lese. Die schreibt mein Leben bzw. die Leben meiner Umwelt schon selbst, täglich, zum Teil noch trauriger, noch dramatischer und warum soll ich dann fiktive Geschichten lesen???

Mein Fazit:
Frauenschicksale, wie das Leben schreibt. Gut geschrieben, aber nicht mein Fall.