Meyer, Kai: Die Seiten der Welt – Blutbuch (3)


Genre: Urban Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Seiten der Welt
Teil 2: Die Seiten der Welt – Nachtland
Teil 3: Die Seiten der Welt – Blutbuch

Kurzbeschreibung:
Das Sanktuarium ist untergegangen, aber schon wird die bibliomantische Welt von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Vernichtung der Welt aufhalten kann und dass sie dafür einen sehr hohen Preis zahlen muss. Doch ist sie dazu bereit?

Meine Einschätzung:
Ganz ehrlich??? Ich habe die Sache mit den Ideen und Furias Rolle nicht ganz verstanden und der letzte Band ist mir persönlich auch zu düster geraten.
In Erinnerung werden mir aber auf jeden Fall einige grandiose Ideen des Autors bleiben, wie die Origamis in den Bibliotheken oder Ypsilonzett, das Schnabelbuch oder der sprechende Sessel nebst sprechender Leselampe.

Mein Fazit:
Kai Meyer ist ein fantastischer, deutscher Fantasy-Autor mit opulenten Ideen und spannenden, unvorhersehbaren Geschichten, der seinesgleichen sucht.

Meyer, Kai: Die Seiten der Welt – Nachtland (2)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Seiten der Welt
Teil 2: Die Seiten der Welt – Nachtland
Teil 3: Die Seiten der Welt – Blutbuch

Meine Einschätzung:
Mit Teil 2 der Serie habe ich mich anfangs etwas schwer getan, was sicher auch daran lag, dass ich Teil 1 vor 2 Jahren gelesen habe und erst mal wieder den Einstieg in diese komplexe Welt der Bibliomantik finden mußte.
Aber als das geschafft war, habe ich mich Kai Meyer und seinen abgefahrenen Ideen hingegeben :-).
Bücher, die süchtig machen, wenn man nur eine Zeile gelesen hat.
Wesen, die tagsüber zu Bäumen werden und sich des Nachts in Menschen verwandeln – nicht zu verwechseln mit Dryaden 😉
Ein Südstaatenliebesromanheld als Leibwächter.

Allerdings ist die Geschichte dermaßen komplex angelegt, dass ich ein wenig den Überblick verloren habe, denn die bibliomantische Welt ist in großer Gefahr und es gibt mehrere mögliche Verursacher – sehr undurchsichtig.
Man kann sich als Leser auch nicht gemütlich zurücklehnen und seine Lieblingsfiguren entspannt durch Abenteuer begleiten, denn ehe man sichs versieht, sind sie tot. Endgültig …
Ich brauche jetzt erst mal eine ganz kurze Erholungspause, aber dann schnappe ich mir den Abschlußband sofort.

Mein Fazit:
Kai Meyer ist ein fantastischer, deutscher Fantasy-Autor mit opulenten Ideen und spannenden, unvorhersehbaren Geschichten, der seinesgleichen sucht.

Green, Simon R.: Einst unter blauem Mond – Der Dämonenkrieg (4)


Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1
Teil 2: Unter dem blauen Mond – Der Dämonenkrieg 2
Teil 3: Der träumende Turm – Der Dämonenkrieg 3
Teil 4: Einst unter blauem Mond – Der Dämonenkrieg 4

Kurzbeschreibung:

Bereits zweimal haben Prinz Rupert und Prinzessin Julia das Waldkönigreich gerettet und sich so das Recht erworben, glücklich bis ans Ende ihrer Tage zu leben.
Doch ein Blauer Mond zieht auf. Schon wieder.
Falk und Fischer, berühmt für ihre jahrelangen Dienste als Bewahrer des Friedens in der Stadt Haven, sind mehr als zufrieden damit, Legenden zu sein. Nachdem sie beschlossen hatten, zu alt für den ganzen Scheiß zu sein, gaben sie ihr bisheriges Leben auf und gründeten die Helden-Akademie, um hoffnungsvolle Nachwuchsheroen auszubilden.
Legenden sterben nie, doch scheint es, als dürften sie sich auch nicht auf ihr Altenteil zurückziehen. Kein Geringerer als ihr alter Erzfeind, der Dämonenprinz, hat Jack und Gillian, Falks und Fischers erwachsene Kinder, entführt, um sie zu einem finalen Kampf auf Leben und Tod zu zwingen. Doch die beiden Helden wähnen noch ein anderes Motiv hinter der Entführung, eines, das mit einem viele Jahre zurückliegenden Fall zusammenhängt – einem, über den sie nie reden wollten.
Es bleibt ihnen also nichts anderes übrig, als ins Waldkönigreich zurückzukehren, – ein letztes Mal …

Meine Einschätzung:
Zugegebenermaßen hat der letzte Teil der Serie ein paar Längen, denn der Autor holt ganz schön lange aus, um umfassend und detailreich in die Geschichte einzusteigen, aber im Grunde hat mir das gut gefallen, denn so lernte ich alle neuen Figuren sehr gut kennen.
In seinem gewohnt witzig-ironischen Stil, fast schon etwas schnodderig erzählt er von einer unbändigen Prinzessin, die zwangsverheiratet werden soll, von einem schwulen, hinterlisten Thronfolger, von zwei alternden Königen, die nochmal mächtig sein wollen, von intriganten Politikern und Doppelagenten, von zwei unsterblichen Helden, die eigentlich keine mehr sein wollen, von drei Schwertern mit unheimlicher Macht und einer großen entscheidenden Schlacht, deren Ausgang gewiß scheint.
Herrlich! Besonders angetan haben es mir die wirklich abgefahrenen Figuren, wie der kopflose Roland, der Finstere Ritter oder der sprechende Dämonenhund und nicht zuletzt das Einhorn „Brise“ 🙂

Mein Fazit:

Mit der Serie „Der Dämonenkrieg“ von Simon R. Green hatte ich großen Lesespaß. Schräg, witzig, brutal, politisch vollkommen unkorrekt ;-), selbstironisch und unterhaltsam. Das mag ich :-).

Greiff, E.L.: Zwölf Wasser – Zu den Anfängen (1)


Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Zwölf Wasser – Zu den Anfängen
Teil 2: Zwölf Wasser – In die Abgründe
Teil 3: Zwölf Wasser – Nach den Fluten

Kurzbeschreibung:
Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur Wasser …Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?

Meine Einschätzung:
Aufmerksam auf diese Fantasy-Serie bin ich durch die Ankündigung einer Blogtour geworden. Obwohl ich die Tour letztendlich nicht verfolgt habe, war meine Interesse an der Serie geweckt, was beweißt, welch interessantes Marketing-Instrument so eine Blogtour doch sein kann, oder?

Das nächste, was mir bei dieser Serie sofort aufgefallen ist: wer ist denn eigentlich der Autor???? Die Initialen verraten nicht mal, welches Geschlecht der Autor/die Autorin hat und auch im Klappentext und auf der Verlagsseite ist dazu nix zu finden. Ich wäre nicht die leseratteffm, wenn ich dieser Frage nicht auf den Grund gehen würde und meine Recherche hat ergeben, dass es sich um eine Autorin handelt. Hm, wer glaubt denn eigentlich heute noch, dass Frauen keine gute Fantasy schreiben können oder was könnte sonst der Grund sein, diese Tatsache zu verstecken????

Aber nun zur Geschichte:
Der Weltenaufbau ist ganz klassisch und komlex. In einer mittelalterlichen Welt existieren verschiedene menschliche Völker, die sich in Händler, Hirten und Magier teilen. Elfen, Zwerge, etc. sucht man übrigens vergeblich ;-).
Sehr hilfreich, um sich in dieser Welt zurecht zu finden, ist das Glossar und die Karte am Ende des Buches.
Auch das Motiv der Geschichte ist in meinen Augen ein ganz klassischen Fantasy-Motiv: Eine Welt befindet sich im Wandel, ein nahezu untergangenes Volk gewinnt an Stärke. Weise Frauen und/oder Priesterinnen bemerken Veränderungen im Weltengefüge und suchen sich Gefährten für eine lange, gefahrvolle Reise, …
Hat mir die Geschichte nun gefallen??? Hm, ich bin sehr angetan von dieser Welt, die detailreich und interessant geschildert wird. Allerdings ist es schon recht anstrengend bei dieser Vielzahl von Völkern und deren Geschichte, den Überblick zu behalten.
Anstrengend will ich jetzt auch mal die Hauptfiguren nennen.
Die geheimnisvollen Undae sind wirklich interessante Charaktere, aber ihre wenigen Aussagen sind kryptisch, sie verfallen ganz gerne unvermittelt in tatenlose Starre und das fand ich mühsam.
Auch die männlichen Hauptfiguren sind interessante, aber auch sperrige Charaktere, die es mir schwer gemacht haben, sie zu mögen und das ist letztlich auch der Grund, warum ich nicht restlos begeistert von diesem Buch bin.
Mir fehlt eine Lieblingsfigur.
In dieser Geschichte wird auch sehr viel gelitten, an Hunger, an Verzweiflung, an Schmerz, zahlreiche Haupt- und Nebenfiguren sterben und alle Zeichen stehen auf „diese Welt wird untergehen und jede Hilfe kommt zu spät“. Darauf muß man sich einlassen können.
Andererseits ist die Geschichte gut geschrieben, mir gefällt die Idee von Quellhütern und der Bedeutung von Gewässern und nach einer kleinen Pause werde ich sicher wissen wollen, wie es weiter geht.

Mein Fazit:
„Zwölf Wasser – Zu den Anfängen“ ist der Start einer anspruchsvollen, düsteren Fantasy-Serie, die mich zwar etwas angestrengt, aber auch fasziniert hat.