Poznanski, Ursula: Aquila


Genre: Thriller, Jugendbuch

Kurzbeschreibung:
Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.
Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …
Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?

Meine Einschätzung:
Machen wir’s kurz. Ich mag Frau Poznanskis Erzählweise, ich liebe Siena und ich mag spannende Geschichten. All das habe ich in diesem Jugendbuch gefunden. Wunderbar, oder?
Über den Inhalt verrate ich bewußt nichts, denn jedes Wort zuviel würde die Spannung rausnehmen. Wirklich :-).

Mein Fazit:
Spannendes Buch für junge Leute ab 16, vielleicht auch schon etwas früher und natürlich Erwachsene ;-).

Taylor, Kathryn: Daringham Hall – Das Erbe (1)


Genre: zeitgenössischer Liro

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Daringham Hall – Das Erbe
Teil 2: Daringham Hall – Die Entscheidung
Teil 3: Daringham Hall – Die Rückkehr

Kurzbeschreibung:
Eine schicksalshafte Begegnung, ein lang verborgenes Geheimnis, ein verlorenes Erbe. Die Familienverhältnisse auf Daringham Hall im malerischen East Anglia geraten durcheinander, als der IT-Unternehmer Ben Sterling auf dem Gut auftaucht. Denn Ben ist der eigentliche Erbe – und nun sinnt er auf Rache an der Familie, die seine Mutter so schlecht behandelte. Doch dann verliert er durch einen Überfall das Gedächtnis und gewinnt einen ganz anderen Blick auf Daringham Hall und seine Bewohner. Als er sich auch noch leidenschaftlich in die Tierärztin Kate verliebt, weiß Ben nicht mehr, was er tun soll …

Meine Einschätzung:
Mir stand der Sinn danach, mal wieder ein Genre auszuprobieren, von dem ich sonst eher die Finger lasse und die Daringham-Hall-Serie ist mir bei mehreren bloggenden Kolleginnen aufgefallen.
Ich will es kurz machen. Die Hauptfiguren sind mir einfach zu lieb und nett, die Geschichte ist sehr vorhersehbar und Märchen mag ich einfach lieber, wenn die Bösewichte echte Wölfe sind und Heldinnen echte Prinzessinnen, wenn ihr versteht, was ich meine ;-).

Mein Fazit:
Zeitgenössische Liros sind gerade kein passendes Lesefutter für mich, aber wer auf der Suche nach netter, unkomplizierter, gefühlvoller Lektüre ist, wird von Daringham Hall nicht enttäuscht werden.

Keller, Ivonne: Lügentanz


Genre: Psychothriller

Kurzbeschreibung:
„Liebst du mich noch?“ Als Michaela Michalsen ihrem Mann David diese Frage stellt, rechnet sie nicht mit einem „Nein“. Oder gar damit, dass er sich von ihr trennen will. Liegt es am Schock über seine Antwort, dass ihr die Erinnerung an ein wichtiges Telefonat fehlt, bei dem es um ihre eigene Tochter ging? Oder kehren die Aussetzer zurück, die sie schon vor zwölf Jahren im Griff hatten? Spielt ihr Mann ein falsches Spiel? Will er sie loswerden? In den Wahnsinn treiben?

Meine Einschätzung:
Puuuuhhhh. Psychothriller sind nicht mein bevorzugtes Lesefutter, aber das Buch der hessischen Autorin gehört zur Lesekreisauswahl.
Die Geschichte ist auch ganz spannend und gut geschrieben, die psychologischen Traumata sind wahrscheinlich gut recherchiert, die Hauptfiguren sind gut charakterisiert, aber in Summe trifft das Buch einfach nicht meinen derzeitigen Lesegeschmack.

Mein Fazit:
Ein hessischer Psychothriller, den Genrefreunde sicher spannend finden werden.

Robotham, Michael: Amnesie

Genre: Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Adrenalin
Teil 2: Amnesie
Teil 3: Dein Wille geschehe
Teil 4: Todeswunsch
Teil 5: Todeskampf
Teil 6: Der Insider
Teil 7: Bis Du stirbst
Teil 8: Sag, es tut dir leid
Teil 9: Erlöse mich

Kurzbeschreibung:
Halb ertrunken wird Detective Inspector Vincent Ruiz aus der Themse geborgen und liegt tagelang im Koma. Wieder bei Bewusstsein fängt sein Alptraum allerdings erst an, denn er kann sich an die letzten Wochen nicht erinnern. Sein einziger Anhaltspunkt ist das Foto eines Mädchens: Die kleine Mickey Carlyle war drei Jahre zuvor entführt worden und gilt seither als tot. Mit Hilfe des Psychologen Joe O‘Loughlin gelingt es Vincent, Teile seiner Erinnerung zurückzugewinnen. In ihm wächst der Verdacht, dass Mickey noch lebt und in großer Gefahr schwebt …

Meine Einschätzung:
Sehr spannend. Ich mag Robothams Stil, die Figuren und seine Geschichte.

Mein Fazit:
Solider britischer Thriller mit interessanten Charakteren.

Moriarty, Liane: Vergiss ihn nicht

Genre: (Frauen) Roman

Klappentext:
»1998?« Die Ärztin sah sie besorgt an. »Sind Sie da ganz sicher?« »Ja, natürlich«, antwortete Alice. »Ich weiß das, weil mein Kind am 8. November 1998 zur Welt kommen soll.« »Die Sache ist nur die«, sagte die Ärztin langsam, »wir haben schon das Jahr 2008.« Durch einen Sturz hat Alice kurzzeitig das Bewusstsein verloren und offenbar jegliche Erinnerung an die letzten zehn Jahre ihres Lebens. Ist sie etwa nicht 29, wahnsinnig glücklich mit ihrem Ehemann Nick und schwanger mit ihrem ersten Kind? Nein, sie ist natürlich schon 39, hat bereits drei Kinder und ihre Ehe – naja! Doch Alice ist entschlossen, die Zeit zurückzudrehen. Ein umwerfender Roman: anrührend, echt, liebenswert!

Meine Einschätzung:
Wie beruhigend! Es gibt sie auch in Australien: die schrecklich ehrgeizigen Supermütter, die ihren Körper stählen und quälen, die lieben Kinderlein fördern, den Terminkalender des Papstes in den Schatten stellen können, auf eine absolut gesunde Ernährung achten und sich auf allerlei Gebieten ehrenamtlich engagieren.
So eine Supermutter ist auch Alice, die Hauptperson. Als sie ihr Gedächtnis verliert, muß sie sich und ihre Kinder erst wieder neu kennenlernen. Durch diesen Gedächtsnisverlust sieht sie sich und ihr Leben mit ganz anderen Augen. Es ist sehr bewegend zu lesen, wie sie ungläubig erfährt, daß sie sich von ihrer Schwester entfremdet hat und mitten in einer Scheidung steckt. Während sie versucht, sich in einem Leben mit drei quirligen Kindern und jeder Menge Verpflichtungen, die ihr fremd sind, zurechtzufinden, erfährt sie immer mehr traurige und beängstigende Details aus der Vergangenheit.
Neben dieser Geschichte, erzählt uns die Autorin auch die Lebens- und Leidensgeschichte von Alices Schwester Elisabeth in Form von Tagebucheinträge, die Elisabeth für ihren Psychiater/Therapeuten schreibt. Mit ausgeprägtem Sarkasmus beschreibt sie ihre Gefühlswelt, die geprägt ist von ihrem Wunsch nach einem Baby, den Torturen künstlicher Befruchtungen und der Bewältigung von zahlreichen Fehlgeburten.
Durch Alice Unfall kommen sich die beiden wieder näher, was das Leserherz natürlich freut.
Mein persönliches Highlight in diesem Buch sind allerdings die Blogartikel von Frannie, der Großmutter der beiden. Ich habe sehr über ihre Beiträge, die sich um ihr Seniorenheim und ihre Familie drehen und die dazugehörigen Kommentare ihrer Leser gelacht. Herrlich.
Wenn ich nun in Betracht ziehe, daß ich normalerweise zeitgenössische Frauenromane nicht mag und sie weitestgehend meide, dann kann man diese Rezi durchaus begeistert nennen. 😉

Mein Fazit:
Alles in allem ist das ein herzerwärmender, nachdenklich stimmender Roman für Mütter oder solche, die es werden wollen.