Laurain, Antoine: Der Hut des Präsidenten


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Ein zauberhafter Sinnsucher-Roman, wie er nur in Frankreich erfunden werden kann, und eine Parabel auf das Glück voller französischem Charme – nicht nur über einen Präsidenten. Ein Glückssucher-Roman über die Suche nach Veränderung
Es ist nicht einfach irgendein Hut, der dem schüchternen Buchhalter Daniel endlich das Selbstvertrauen gibt zu zeigen, was er wirklich kann: Die Kopfbedeckung aus schwarzem Filz hat zuvor das Haupt von François Mitterrand geziert. Und nicht nur auf Daniels Kopf entfaltet der Hut des Präsidenten seine ganz besondere Wirkung – er verleiht einer jungen Frau den Mut, ihren verheirateten Geliebten zu verlassen, und inspiriert einen blockierten Parfumeur zu einer einzigartigen Kreation. Ganz ohne Zauberkraft und mit typisch französischer Leichtigkeit erzählt, verändert der Hut das Leben seiner Träger. Und ein bisschen auch das der Leser …

Meine Einschätzung:
Eigentlich ist es eher ein modernes Märchen, oder? Und deshalb hat mir das Buch auch so gut gefallen :-). Es ist ein klein wenig kitschig, voller Happy Ends, voller absurder Zufälle, die Protagonisten sind alle liebenswert, sogar der französischen Präsident.
An den Stellen, an denen es um Frankreichs Politiker ging, habe ich mich gefragt, wie der Roman in Frankreich angekommen ist?

Mein Fazit:
Dieses Buch ist ein wunderbares Geschenk für frankophile Leser, die sich gut unterhalten möchten und keine Lust auf tiefschürfende, philosophische Romane haben.

Izquierdo, Andreas: Das Glücksbüro

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Albert Glück ist ein seltsamer Kauz. Er ist knapp über fünfzig, ein wenig trocken, penibel, und er arbeitet im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Formulare, Stempel, Dienstvorschriften sind seine Welt, in der er sich gut eingerichtet hat. Ganz wörtlich, denn Albert arbeitet nicht nur in dem Amt, er wohnt auch dort. Von allen unbemerkt hat er im Keller einen kleinen Raum bezogen und verbringt zufrieden seine Tage im immer gleichen Rhythmus. Doch eines Tages wird Alberts sorgsam eingehaltene Ordnung durcheinandergebracht. Auf seinem Schreibtisch landet ein Antrag, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, denn er beantragt nichts! Albert tut alles, um diesen unseligen Antrag loszuwerden, doch vergeblich: Immer wieder kehrt er auf seinen Schreibtisch zurück. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zum Antragsteller zu machen. So trifft Albert auf Anna Sugus, eine ziemlich wilde Künstlerin, die Alberts Welt ganz schön auf den Kopf stellt.

Meine Einschätzung:
Meine Lesekreis hat mir dieses Büchlein beschert und ja, es war ganz nett, warmherzig und rührend. Aber das war es dann auch schon. Da die Sprache ganz einfach ist, läßt es sich schnell lesen. Ich denke aber nicht, dass es lange in meiner Erinnerung bleiben wird …
Am ehesten kann man das Buch vielleicht mit der Hektor-Reihe von Francios Lelord vergleichen.
Hervorheben möchte ich nur das wirklich außergewöhnliche Cover, das sich optisch doch sehr von den gängigen Titeln unterscheidet. Mir gefällt es, ich finde es sehr creativ und ansprechend und schön.

Mein Fazit:
Ein netter, kleiner, warmherziger Roman, den ich aber wahrscheinlich schnell vergessen haben werde.