Harrison, Thea: Im Bann des Drachen (1)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Im Bann des Drachen
Teil 2: Gebieter des Sturms
Teil 3: Der Kuss des Greifen
Teil 4: Das Feuer des Dämons
Teil 5: Das Versprechen des Blutes
Teil 6: Nachtschwingen
Teil 7: Das Lied der Harpyie

Kurzbeschreibung:
Pia Giovanni ist halb Mensch, halb Werwesen. Sie hat sich stets die größte Mühe gegeben, ein unauffälliges Leben zu führen und sich aus dem schwelenden Konflikt zwischen den Werdrachen und den Fae herauszuhalten. Doch das ist mit einem Schlag vorbei, als ein Erpresser sie dazu zwingt, eine Münze aus dem Hort von Dragos Cuelebre zu stehlen. Dragos ist der gefährlichste und mächtigste unter den Werdrachen. Als dieser der Diebin auf die Spur kommt, muss er zu seinem Leidwesen feststellen, dass Rache das Letzte ist, woran er denkt …

Meine Einschätzung:
Ach, was hatte ich mit diesen Werwesen einen Spaß :-).
Eigentlich müßte es mir peinlich sein, diese absolut absurde Geschichte zu mögen, aber das ist wie: zwei Tüten Schlümpfe verputzen, eine Packung Schokoladeneis essen und alle Texte von PUR auswendig mitsingen können. Das kann einem peinlich sein, muß es aber nicht :-).
Die Autorin bevölkert ihre Geschichte mit testosterongesteuerten Supermännern in Drachen-Greif- oder Donnervogelgestalt, läßt blutrünstige Dunkelelfen gegen ätherische Lichtelfen antreten und Hexen verkaufen die gemeinsten Flüche an den Meistbietenden. Herrlich. Die weibliche Hauptfigur Pia ist ein zerbrechliches Wesen mit ungeahnte Kräften und ihr coming-out ist so sensationell, dass mir die Tränen vor Lachen gelaufen sind. Aber ich verrate hier nix, versteht sich.
Die Serie gehört in die Reihe der romantischen Urban-Fantasy-Serien, die ihren Höhepunkt 2012/2013 hatten. Damals habe ich sie verpaßt, aber da das Genre gerade vom Aussterben bedroht ist, freue ich mich natürlich umso mehr, dass ich noch ein paar Bände vor mir habe.

Mein Fazit:
Brutal, albern, erotisch, spannend, überzogen, absolut verrückt treiben hier Werwesen, Elfen, Vampire und Hexen ihr Unwesen. Ich fand es sehr unterhaltsam :-).

Andrews, Ilona: Land der Schatten – Schicksalsrad (3)

Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Land der Schatten – Magische Begegnung
Teil 2: Land der Schatten – Spiegeljagd
Teil 3: Land der Schatten – Schicksalsrad
Teil 4: Land der Schatten – Seelenträume

Kurzbeschreibung:
Die ehemalige Hochstaplerin Audrey Callahan hat ihrem kriminellen Dasein abgeschworen. Doch als ihr Bruder in Schwierigkeiten gerät, erklärt sie sich bereit, einen letzten Diebstahl zu begehen. Dabei begegnet ihr der mit allen Wassern gewaschene Kaldar, der ihr Herz schon bald höher schlagen lässt.

Meine Einschätzung:
Auch dieser Teil der Serie hat mich wieder voll und ganz überzeugt. Land der Schatten ist eine actionreiche, wenig romantische Urban Fantasy Serie, wie ich sie mag.
Audrey, die sich von ihrer diebischen Familie endgültig losgesagt hat und ein beschauliches Leben in unserer Welt führen möchte, gerät schuldlos in die Auseinandersetzung zweier gegnerischer Staaten der parallelen Welt Weird. Deren beide Geheimdienste, der „Spiegel“ und die „Hand“ liefern sich ein blutiges Rennen um ein magisches Artefakt, das Audreys Familie mit Audreys Hilfe geklaut hat.
Das ist eine wirklich spannende Geschichte, deren guter Ausgang für Audrey und ihre Gefährten mehr als einmal am seidenen Faden hängt.
Es gibt ein Wiedersehen mit Figuren aus den ersten beiden Teilen, was mir großen Spaß gemacht hat. Audrey und Kaldar sind ein witziges, interessantes Paar und natürlich habe ich die beiden Jungen Jack und George ins Herz geschlossen.
Auch wenn das Cover ganz hübsch ist, gibt es nicht so recht die düstere Grundstimmung der Serie wieder. Das hat mich schon beim letzten Teil gestört.
Lustigerweise spielt ein Flugdrache in diesem Buch mit ;-), passend zu meinem unbewußt ausgerufenen „Drachenjahr“ :-).

Mein Fazit:
Ilona Andrews (bzw. das Ehepaar Andrews, das sich hinter diesem Psydonym verbirgt) schreibt großartige Urban Fantasy mit einer Vielzahl an magischen Wesen, interessanten, liebenswerten Protagonisten und spannenden Geschichten.

Schwartz, Gesa: Grim – Das Siegel des Feuers (1)

Gerne: Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Grim – Das Siegel des Feuers
Teil 2: Grim – Das Erbe des Lichts
Teil 3: Grim – Die Flamme der Nacht

Kurzbeschreibung:
Der Pariser Gargoyle Grim ist ein Schattenflügler, seine Aufgabe ist es, das steinerne Gesetz zu wahren, dass niemals ein Mensch von der Existenz seines Volkes erfahren darf. Eines Tages begegnet ihm die junge Sterbliche Mia, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie ist eine Seherin des Möglichen. Mia gerät in den Besitz eines rätselhaften Pergaments, das mit merkwürdigen Schriftzeichen bedeckt ist, die sie nicht entziffern kann. Kurz darauf wird sie von gefährlichen Anderwesen verfolgt. Gemeinsam mit Grim beschließt sie, dem Geheimnis des Pergaments auf die Spur zu kommen. Um dies zu tun, muss Mia ihre schlummernden Kräfte erwecken. Weder sie noch Grim ahnen, in welche Gefahr sie sich damit begeben. Das Schicksal der ganzen Welt steht auf dem Spiel…

Meine Einschätzung:
Hm, im Prinzip hat mir dieser Fantasy-Schmöker ganz gut gefallen. Ich wollte schon immer mal einen Roman über Gargoyles lesen …
Was hat mir gut gefallen: Die Sprache des Romans, die sehr bildhaft ist, viele Metaphern und Adjektive verwendet und sich für mich damit von anderen Büchern abhebt. Es gibt auch ein paar äußerst witzige Szenen und Dialoge, über die ich laut gelacht habe. Außerdem ist die Geschichte ganz spannend und actionreich, langatmige Sequenzen gibt es zwar auch, aber nicht allzu viele. Grim, sein Chef, der Kobold und der Drache sind coole Protagonisten, denen ich gerne zugehört und zugesehen habe ;-). Gut gefallen hat mir auch der wilde Mythen-Mix und die bizarren Nebenfiguren: verschiedene Versionen der Hölle, Zwischenwelten, griechische Götter, Feen und Elfen, Dämonen, Drachen, Mutanten-Gargoyles, Vampire, Werwölfe etc. baut die Autorin zu einer eigenen, komplexen Welt zusammen.

Aber: Wie oft muß ich denn noch von jungen Mädchen lesen, die geheimnisvolle, noch unerkannte Kräfte haben und dann die Welt retten. *kopfschüttel* Mia ist zwar eine ganz sympathische Person, aber ihre Entwicklung war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Von einem Tag auf den anderen stürzt sie sich in eine fremde Welt und läßt ihr altes Leben zurück, ohne jemals einen Gedanken daran zu verschwenden???? Außerdem lernt sie die komplexesten Zauber in einer fremden Sprach in zwei Tagen? Ehrlich!!! Und warum sie sich in Grim verliebt (und umgekehrt), hat sich mir auch nicht erschlossen. Es gibt keinerlei romantische Szenen und nur weil der jeweils andere immer mal wieder als Lebensretter auftritt, ist es gleich Liebe? Ne.
Was mich auch gestört hat, waren die vielen, unglaublich brutalen Szenen. Zweimal Hölle und zurück, da werden Menschen geschlachtet, ausgeblutet aufgehängt, etc. . *räusper* Das muß man erst mal aushalten.
Und dann habe ich mich gefragt, warum die Autorin nicht mal eine deutsche Stadt als Schauplatz gewählt hat. Paris spielt doch als Stadt überhaupt keine große Rolle. Berlin oder Köln hätten sicher auch funktioniert …

Mein Fazit:
Dieser erste Teil einer epischen, düsteren Fantasyreihe, in dem ein Gargoyle die Hauptrolle spielt, hat einige Schwächen, findet aber sicher Liebhaber :-). Mich (und meine Tochter) konnte dieses Buch nicht so recht überzeugen.

White, Kiersten: Dreams ’n‘ Whispers: Lebe lieber übersinnlich (2)

Genre: Jugendbuch, Mädchenbuch, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Flames ’n‘ Roses – Lebe lieber übersinnlich
Teil 2: Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich
Teil 3: ???

Kurzbeschreibung:
Sportstunden, Zickenkrieg auf der Mädchentoilette und ein eigener Spind! Evie ist glücklich, endlich das Leben eines gewöhnlichen Teenagers zu führen. Doch Normalsein kann auf die Dauer auch ziemlich langweilig sein. Als die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler Evies Hilfe braucht, zögert sie nicht lange und schon überschlagen sich die Ereignisse: Ihr Exfreund Reth konfrontiert sie mit niederschmetternden Enthüllungen über ihre Vergangenheit und im Feenreich bahnt sich ein Kampf an, bei dem es um niemand anders geht als Evie selbst.

Meine Einschätzung:

Der zweite Teil dieser paranormalen Mädchen-Serie ist wieder ganz niedlich. Ich habe mich darüber kaputt gelacht, wie schnell Evie merkt, dass ein „normales“ Teenagerleben nicht halb so interessant ist, wie ihr ihre Lieblings-Soap vorgaukelt. Aber ihren Spind findet sie immer noch toll ;-).
Herrlich finde ich immer noch, dass sämtliche Schimpf- und Fluchworte von Evie durch „Piep“ ersetzt werden, das passt so gut zu ihrem Charakter.
Da die Geschichte in der ICH-Form geschrieben ist, erfährt mal viel über Evies Gedanken- und Gefühlswelt (die wahrscheinlich nur ein Teenager wirklich versteht???), aber leider bleiben darum die anderen Figuren etwas blass.
Außerdem geht es nicht so wirklich weiter, viele Fragen bleiben offen, aber das liegt wohl in der Natur eines zweiten Teiles.
Als „erwachsene“ Leserin habe ich mich zwar gut unterhalten, aber es wäre doch schön, wenn im Genre mal wieder frische Ideen auf den Markt kämen. Da ich gleichzeitig noch „Göttlich verdammt“ höre, langweilen mich irgendwann die übersinnlich begabten, aber unwissenden Mädels, die auf den Jungen ihrer Träume mit ebenso übersinnlichen Fähigkeiten und großem Beschützerinstinkt treffen. Liebe Autoren und Autorinnen: Wo bleibt da die Kreativität????

Mein Fazit:

Auch den zweiten Teil dieser Serie werden Mädchen-Fans der Serie lieben.

Günak, Kristina: Engel lieben gefährlich

Genre: Paranormaler Liro

Reihenfolge der Elionore Brevent Serie:
Teil 1: Eine Hexe zum Verlieben
Teil 2: Engel lieben gefährlich

Kurzbeschreibung:
… Hexen aber auch.
Nach einem Jahr mit dem Werjaguar Vincent glaubt Hexe Elionore Brevent ihr Leben im Lot. Einzig Vampir Nicolas Deauville, der bei Eli im Garten beharrlich seine neu entdeckten Hexenkünste übt, stört die traute Zweisamkeit der Verliebten und sorgt nach einem schief gegangenen Zauber für erhebliche Aufregung.
Als Vincent dann noch plötzlich eine unerwartete Seite seiner Persönlichkeit enthüllt, ist es mit der Ruhe in Elis Leben wieder einmal vorbei. Ohne den Mann ihres Herzens muss sich die Hexe auf die Suche nach dem spurlos verschwundenen Nicolas machen, an ihrer Seite nur den beherzten Ex-Engel Florentine und den mysteriösen Pax.

Meine Einschätzung:
Ich mag ja sonst eher die düsteren Urban-Fantasy-Serien und habe mich deshalb von den „witzig-albernen“ Roman, z.B. von Lynsay Sands verabschiedet. Aber Kristina Günak trifft einfach genau meinen Humor und beschert mir fröhliche Kicherattacken mit Elionores flotten Sprüchen. Es gäbe sogar noch einen guten Grund, warum ich mit „Engel lieben gefährlich“ ein Problem hätte haben können: Ich kann Engel nicht leiden! Meine bisherigen Ausflüge in die angesagten Engel-Paras haben mich nicht überzeugt, aber auch hier hat die Autorin die Kurve gekriegt und mit Pax einen wunderbar unsympathischen gefallenen Engel geschaffen und das Schutzengel-Vampir-Hexer-Liebespaar ist so wunderbar schräg, das es schon wieder gut ist ;-).
Richtig gut gefällt mir auch das Cover des U-Books Verlags.

Mein Fazit:
Der zweite Teil einer witzigen paranormalen Liro-Serie einer deutschen Autorin, die durch ihren wundervollen Sprachwitz und den liebevoll gezeichneten Figuren besticht.

Hines, Jim C.: Drei Engel für Armand (1)

Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Drei Engel für Armand
Teil 2: Die fiese Meerjungfrau
Teil 3: Rotkäppchens Rache
Teil 4: Dämon, Dämon an der Wand

Klappentext:
Die Märchenwelt: Ein sonniges Land mit blauen Bächen, wo weiße Häschen über grüne Wiesen hoppeln. Oft enden solche Geschichten mit: „Und sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage …“ Wissen Sie was? Das ist alles gelogen! Danielle Whiteshore (alias Aschenputtel) lebt nicht in einer solchen Welt. Ihre Stiefschwester beherrscht plötzlich machtvolle Magie und entführt Danielles Gatten, Prinz Armand. Nun braucht Danielle die Hilfe des königlichen Geheimdienstes: Talia (alias Dornröschen), ihres Zeichens Meisterin des Kampfes, und Schnee (alias Schneewittchen), eine Expertin in Spiegelmagie und Extrem-Flirten. Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd. Drei engelsgleiche Gestalten, die alles kurz und klein hauen …

Meine Einschätzung:
Das ist endlich mal wieder ein richtig guter Klappentext, der den Inhalt und vor allem den witzig-ironischen Unterton dieser Märchenadaption widerspiegelt – soll heißen, wem der Klappentext gefällt, dem sollte auch das Buch gefallen (denke ich).
Ich fand es auf jeden großartig, denn der Roman bietet alles, was mir gefällt: Märchenbezug, starke weibliche Protas mit Ecken und Kanten, witzige Dialoge und jede Menge Anspielungen auf die Originalmärchen, scharenweise Kobolde, Hexen, Gnome, Elfen, Der schwarze Mann!!!!, spannende Action-Szenen, die ich förmlich vor mir gesehen habe und natürlich ein Happy-End 😉 (wobei ich mich natürlich schon frage, wie es mit der jungen Familie weitergehen wird, da steht ja noch eine fiese Prophezeiung aus???).
Besonders gut gefallen hat mir, wie der Autor die drei Prinzessinnen charakterisiert. Bei aller Action kommen doch auch die leisen Töne nicht zu kurz, die von den traurigen, dramatischen Ereignissen in der Vergangenheit der Mädchen erzählen.
Wie schon der Titel suggeriert, kann man durchaus Parallelen zu den „Drei Engel für Charlie“ ziehen, aber das hat nicht überhaupt nicht gestört.
Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächsten beiden Teile der Serie.

Mein Fazit:
Wer Spaß an einer actionreichen, witzigen Märchenadaption hat, wir „Drei Engel für Armand“ lieben.