Austen, Jane: Lady Susan


Genre: Liro, historisch

Kurzbeschreibung:
Die attraktive Lady Susan sorgt für Aufregung in der Gesellschaft: Frisch verwitwet, weiß sie ihre Reize nur zu gut einzusetzen und kokettiert bereits wieder mit ihren Verehrern. Gerüchte über angebliche Affären machen die Runde. Um den Gerede zu entgehen zieht sie sich auf das Anwesen ihres Bruders zurück. Dort kann sie ihren Plan in Ruhe weiterverfolgen: einen neuen wohlhabenden Ehemann zu finden. Objekt ihrer Begierde ist der adrette Reginald DeCourcy, der jüngere Bruder ihrer Schwägerin. Es werden fleißig Intrigen gesponnen, um unliebsame Konkurrentinnen aus dem Feld zu schlagen. Doch als eines Tages ihre Tochter Frederica auftaucht, geraten Lady Susans Pläne in Gefahr. Hatte sie für die Tochter doch den reichen, recht einfältigen Sir James Martin auserwählt, was der allerdings überhaupt nicht passt …
Lady Susan war Jane Austens erster Roman; er wurde erst posthum veröffentlicht. Nicht minder amüsant, doch viel scharfzüngiger als in ihren großen Romanen erzählt die beliebte Autorin von amourösen und gesellschaftlichen Verwicklungen.

Meine Einschätzung:
Nach diesem düsteren, brutalen Horror-Zombie-Kram konnte mich nur Jane Austen aus einer beginnenden Leseflaute retten :-). Dieser witzige, spitzzüngige Briefroman mit einer biestigen Lady in der Hauptrolle ist wirklich herrlich unterhaltsam und ich freue mich schon auf den Film, wenn er endlich als DVD erscheint.

Mein Fazit:
Jane Austens Geschichten sind auch nach 200!!! Jahren noch unterhaltsam und lehrreich und ich mag Briefromane sehr.

Taylor, Kathryn: Daringham Hall – Das Erbe (1)


Genre: zeitgenössischer Liro

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Daringham Hall – Das Erbe
Teil 2: Daringham Hall – Die Entscheidung
Teil 3: Daringham Hall – Die Rückkehr

Kurzbeschreibung:
Eine schicksalshafte Begegnung, ein lang verborgenes Geheimnis, ein verlorenes Erbe. Die Familienverhältnisse auf Daringham Hall im malerischen East Anglia geraten durcheinander, als der IT-Unternehmer Ben Sterling auf dem Gut auftaucht. Denn Ben ist der eigentliche Erbe – und nun sinnt er auf Rache an der Familie, die seine Mutter so schlecht behandelte. Doch dann verliert er durch einen Überfall das Gedächtnis und gewinnt einen ganz anderen Blick auf Daringham Hall und seine Bewohner. Als er sich auch noch leidenschaftlich in die Tierärztin Kate verliebt, weiß Ben nicht mehr, was er tun soll …

Meine Einschätzung:
Mir stand der Sinn danach, mal wieder ein Genre auszuprobieren, von dem ich sonst eher die Finger lasse und die Daringham-Hall-Serie ist mir bei mehreren bloggenden Kolleginnen aufgefallen.
Ich will es kurz machen. Die Hauptfiguren sind mir einfach zu lieb und nett, die Geschichte ist sehr vorhersehbar und Märchen mag ich einfach lieber, wenn die Bösewichte echte Wölfe sind und Heldinnen echte Prinzessinnen, wenn ihr versteht, was ich meine ;-).

Mein Fazit:
Zeitgenössische Liros sind gerade kein passendes Lesefutter für mich, aber wer auf der Suche nach netter, unkomplizierter, gefühlvoller Lektüre ist, wird von Daringham Hall nicht enttäuscht werden.

James, Peter: Und morgen bist Du tot

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Stirb ewig
Teil 2: Stirb schön
Teil 3: Nicht tot genug
Teil 4: So gut wie tot
Teil 5: Und morgen bist Du tot
Teil 6: Du sollst nicht sterben

Kurzbeschreibung:
Der fünfte Fall für Detective Superintendent Roy Grace Während eine neue Liebe das Privatleben des sympathischen Ermittlers Roy Grace aufhellt, zwingt ihn sein neuester Fall zu einem Blick ins Herz der Finsternis. Am Strand von Brighton werden die Leichen zweier Jugendlicher angespült, denen lebenswichtige Organe fehlen. Roy Grace und sein Team kommen einer Bande von Organhändlern auf die Spur, die ein gewissenloses Geschäft mit der Angst betreiben. Gleichzeitig sucht die Mutter der 15-jährigen Caitleen verzweifelt nach einem Spenderorgan für ihre Tochter. Denn ohne eine neue Leber ist sie dem Tod geweiht. Wie weit geht eine Mutter, um ihr Kind zu retten? Und wie weit gehen skrupelose Verbrecher, die in Menschen bloße Ersatzteillager sehen?

Meine Einschätzung:
Ich weiß gar nicht, warum dieser James so lange auf meinem SuB rumgelegen hat, denn es ist eine unglaublich spannende, berührende, nachdenklich stimmende Geschichte.

Mein Fazit:
Peter James Krimis bieten niveauvolle, klassische, britische Krimiunterhaltung. Lest selbst ;-).

McEwan, Ian: Honig

Genre: Roman

Kurzbeschreibung:

Sex, Spionage, Fiktion und die Siebziger: Serena arbeitet beim britischen Geheimdienst MI5. Weil sie auch eine passionierte Leserin ist, wird die junge Frau auf eine literarische Mission geschickt. Ian McEwan lockt uns mit gewohnter Brillanz in eine Intrige um Verrat, Liebe und die Erfindung der eigenen Identität.

Meine Einschätzung:
Hm, „Honig“ ist ein Spionage-Roman, ein Liebesroman und ein Roman über Literatur.
Ich habe bisher noch kein Buch des Autors gelesen, so dass ich nicht sagen kann, ob das ein typischer „McEwan“ ist.
Wenn ich meine Einschätzung thematisch angehe, dann ist „Honig“ ein furchtbar langweiliger Spionageroman. Da passiert nichts. Die Idee, über eine Stiftung, die insgeheim vom MI5 finanziert wird, Autoren zu gewinnen, die mit ihren Veröffentlichungen Einfluß auf die öffentliche Meinung im Sinne der Regierung nehmen sollen, ist staubtrocken und absolut „actionfrei“. 😉
Die Liebesgeschichten der Protagonistin fand ich dagegen interessant und unterhaltsam. Der Autor beschreibt die heimliche Beziehung zwischen der Studentin Serena und ihrem Professor, Serenas spätere Verliebtheit in ihren Chef und dann die große Liebe zu dem jungen Autoren sehr schön, irgendwie mit ironischer Distanz und doch stimmungsvoll.
Die Ich-Erzählerin Serena liest viel, diskutiert mit ihren jeweiligen Partnern gerne über Bücher und Autoren (von denen ich zum großen Teil noch nie etwas gehört oder gelesen habe) und außerdem streut der Autor auch gerne das ein oder andere Zitat und germanistische Fremdworte in den Roman. Puuuuhhhh, das war mir deutlich zu theoretisch, langatmig, unverständlich und anspruchsvoll.
Auch die Sprache des Autors ist in meinen Augen anspruchsvoll und nicht immer leicht zu lesen, aber gerade sein Stil, seine Art zu schreiben, haben mich das Buch trotz seiner Längen zu Ende lesen lassen.
Unterhaltsam fand ich auch die Kurzgeschichten, die er dem jungen Autor in die Feder geschrieben hat. Sehr schräg und bizarr.
Mit einem witzigen, literarischen Trick beendet er den Roman und wenn ich nicht gerade vorher “Die Wahrheit über den Fall Harry Querbert” gelesen hätte, hätte ich das für einen genialen Einfall gehalten. So kam mir das schon irgendwie bekannt vor …

Mein Fazit:
Ich fand „Honig“ weder spannend noch übermäßig unterhaltsam, aber ich hatte Freude am Stil des Autors.

Granger, Ann: Stadt Land Mord

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Der eingefleischte Stadtmensch Lucas Burton vermag dem idyllischen Landleben rein gar nichts abzugewinnen. Und er soll auf makabre Weise Recht behalten. Normalerweise würden ihn keine zehn Pferde zu dem verlassenen Gutshof mitten im Nichts bringen, würde dort nicht ein lukratives Geschäft locken. Doch kaum angekommen, stolpert er über die Leiche eines jungen Mädchens. Als er fluchtartig den Tatort verlässt, macht er sich verdächtig. Kein Wunder, dass er bald unerwünschten Besuch bekommt: Inspector Jessica Campbell hat den Mordfall übernommen. Es gibt nur wenig verwertbare Spuren für sie, und ihr neuer Chef, Alan Markbys Nachfolger, sitzt ihr ständig im Nacken. Der Druck ist groß. Und er wird noch größer, als man eine zweite Leiche entdeckt –

Meine Einschätzung:
SuB-Reduzierung. Der Krimi wurde mir von einer lieben Freundin ausgeliehen… Es war leider nicht das richtige Buch zur richtigen Zeit, ich habe mich entsetzlich gelangweilt.

Mein Fazit:
Ein unaufgeregter, britischer Krimi von einer renommierten Krimi-Autorin, der mich allerdings gelangweilt hat.

Robotham, Michael: Todeswunsch

Genre: Psychothriller, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Adrenalin
Teil 2: Amnesie
Teil 3: Dein Wille geschehe
Teil 4: Todeswunsch
Teil 5: Todeskampf
Teil 6: Der Insider
Teil 7: Bis Du stirbst
Teil 8: Sag, es tut dir leid
Teil 9: Erlöse mich

Kurzbeschreibung:

Der Psychologe Joe O’Loughlin ist sich nicht sicher, ob er sich ausgerechnet Sienna Hegarty als beste Freundin für seine Tochter Charlie wünscht. Denn die frühreife Sienna ist nicht immer ein guter Umgang. Doch als sie eines Abends blutüberströmt bei den O’Loughlins auftaucht, nimmt Joe sich ihrer an. Denn im Haus der Hegartys ist etwas Schreckliches passiert: Siennas Vater liegt tot in ihrem Zimmer – jemand hat ihm die Halsschlagader durchtrennt. Sienna kann sich an nichts erinnern. Auf ihrer Kleidung klebt das Blut des Toten, und das Mädchen hat außerdem ein starkes Motiv für die Tat, wie Joe mit Hilfe seines Freundes, dem Ex-Polizisten Vincent Ruiz, herausfindet. Sienna wird des Mordes an ihrem Vater angeklagt, aber Joe ist von ihrer Unschuld überzeugt. Und er soll eine Wahrheit zu Tage fördern, die schwerer wiegt als alles, was er für möglich gehalten hätte …

Meine Einschätzung:
Die Story ist gut, richtig gut, manchmal hart an der Grenze des Erträglichen, aber das kenne ich ja schon von Robotham. Joe, der beweisen will, dass die beste Freundin seiner Tochter keinesfalls ihren Vater umgebracht haben kann, muß sich außerdem damit auseinandersetzen, dass sein eigenes Prinzesschen langsam erwachsen wird. Robotham formuliert dazu einige kluge Bemerkungen, die Eltern von Teenagern sehr gut nachvollziehen können. Joe verdächtigt einen narzisstischen Lehrer, der schon in der Vergangenheit Beziehungen zu viel zu jungen Schülerinnen eingegangen ist. Im Laufe der Ermittlungen überschreitet Joe eine Grenze und wird selbst „gewalttätig“, wofür ich durchaus Verständnis hatte. Mehrfach hilft ihm der knorrige Ruiz aus unmöglichen Situationen, der mit seiner kauzigen, wortkarten Art ein guter Gegenpart zum gefühlsbetonten Joe ist.
Zum Hörbuch:
Ich schätze Ulrich Noethen als Schauspieler, aber als Hörbuchsprecher ist er kaum auszuhalten. Er liest total eintönig und wenn er dann mal seine Stimme verstellt, z.B. wenn er im Dialog eines der jungen Mädchen spricht, dann klingt das grauenhaft! Die Lesung war wirklich in meinen Ohren grenzwertig und wenn mich die Story nicht so gefesselt hätte, hätte ich das Hörbuch nicht zu Ende gehört.

Mein Fazit:
Robothams Thriller sind klasse. Seine Protagonisten sind kantig und gleichzeitig sympathisch und die Geschichten sind nah am echten Leben.
Auf das Hörbuch kann man aber wirklich gut verzichten, besser lesen!

Hornby, Nick: About a Boy

Genre: zeitgenössischer Roman

Kurzbeschreibung:
Kinder sind so ungefähr das letzte, was sich Will Freeman, 36 Jahre alt und überzeugter Single, wünscht. Er lebt gut und faul von den Tantiemen eines Weihnachtslieds, das sein Vater 1938 komponiert hat. Seine Tage verbringt er mit Nichtstun, und an den Abenden bemüht er sich zur Zerstreuung um junge, alleinerziehende, gutaussehende Mütter. Marcus hat mit seinen zwölf Jahren ganz andere Probleme. Seine Eltern sind getrennt, und seine Mutter hat die beängstigende Neigung, ständig in Tränen auszubrechen. In der Schule ist Marcus nicht zuletzt wegen seiner Kleidung, seines Haarschnitts und seines Musikgeschmacks ein Außenseiter. Zum Glück bringt ihn das Schicksal mit Will zusammen. Und was das Schicksal einem schenkt, das lässt man so schnell nicht wieder los … Nick Hornbys erfolgreichster Roman wurde verfilmt mit Hugh Grant, Toni Colette und Rachel Weisz. Der Film wurde – wie das Buch – ein riesiger Erfolg.

Meine Einschätzung:
Diesen Roman hätte ich sicher nie gelesen, wenn er nicht durch die Aktion „Welttag des Buches – Lesefreunde“ zu mir gefunden hätte und er hat mir richtig gut gefallen.

Mein Fazit:
Ein witziger Roman über einen ewigen Junggesellen und seine zufällige Verstrickung in das Leben anderer. Herrlich.

Donnelly, Jennifer: Die Winterrose

Genre: Roman (historisch)

Teil 2: Die Winterrose
Teil 1: Die Teerose

Kurzbeschreibung:

»Eine großartige Geschichte über Menschen, die leiden, kämpfen und triumphieren«, schrieb Frank McCourt über Jennifer Donnellys »Die Teerose«. Voller Dramatik und Sinnlichkeit erzählt sie jetzt die Geschichte der jungen Ärztin India Selwyn-Jones aus dem London des frühen 20. Jahrhunderts: India kannte nur ein Ziel, sie wollte eine erfolgreiche Ärztin werden. Dann begegnete sie Sid Malone. Und plötzlich war es India gleich­gültig, daß sie Verbotenes tat. Daß sie ihre Verlobung mit dem ehrgeizigen Parlamentsabgeordneten Freddie Lytton aufs Spiel setzte, um sich endlich ihrer Liebe zu Sid hinzugeben. Doch es war ein Spiel mit dem Feuer, denn Sid war ein gejagter Gangsterboß aus dem berüchtigten Londoner Armenviertel Whitechapel – und zu seinen Todfeinden gehört Freddie Lytton …

Meine Einschätzung:
Es gibt Bücher, die liest man und jede Minute, in der man etwas anderes erledigen muss, ist furchtbar. Das nennt man wohl einen „Pageturner“ ;-).
Zwischen 1900 und 1906 entführt die Autorin den Leser auf knapp 800 Seiten nach London, Kenia und Amerika. India, eine junge Adlige verzichtet auf die Privilegien ihres Standes und studiert Medizin. Nach dem Abschluß ihres Studiums widmet sie sich leidenschaftlich ihrem Ziel, eine Klinik für Frauen und Kinder in einem der ärmsten Viertel Londons aufzubauen. Dabei begegnet sie dem berüchtigten Gangsterboss Sid Malone und verliebt sich in ihn. Der Versuch der Beiden, allen Konventionen zu trotzen und sich ein gemeinsames Leben aufzubauen, scheitert grandios. Schuld daran ist Indias Exverlobter, ein skrupelloser, herzloser, aufstrebender Politiker.
In der Winterrose tauchen auch wieder die beiden Hauptfiguren aus „Die Teerose“ auf, Fiona und Joe, deren Lebensweg hier weitergeführt wird.
Die Autorin malt ein lebendiges Gemälde einer Zeit, in der die britische Gesellschaft im Umbruch steckte und die Protagonisten mittendrin.
Während des Lesens habe ich abwechselnd gezeufzt, vor Empörung geschimpft und vor Schreck „Oh nein, oh nein!“ gemurmelt. Meine Umgebung war sehr irritiert….
„Die Winterrose“ erinnert mich ein wenig an die frühen Werke von Barbara Wood oder Charlotte Link, die ich früher geliebt habe. Warum habe ich dieses Genre nur aus den Augen verloren????

Mein Fazit:
Dieser Roman ist opulent, romantisch, wundervoll, spannend, dramatisch und absolut lesenswert. Wie schön, dass ein dritter Teil „Die Wildrose“ in diesem Jahr erscheinen wird.

Crombie, Deborah: Die stillen Wasser des Todes

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Hotel im Moor
Teil 2: Alles wird gut
Teil 3: Und ruhe in Frieden
Teil 4: Kein Grund zur Trauer
Teil 5: Das verlorene Gedicht
Teil 6: Böses Erwachen
Teil 7: Von fremder Hand
Teil 8: Der Rache kaltes Schwert
Teil 9: Nur wenn du mir vertraust
Teil 10: Denn nie bist du allein
Teil 11: So will ich schweigen
Teil 12: Wen die Erinnerung trügt
Teil 13: Wenn die Wahrheit stirbt
Teil 14: Die stillen Wasser des Todes
Teil 15: Wer Blut vergießt
Teil 16: Wer im Dunklen bleibt

Kurzbeschreibung:
Lügen, Korruption, Mord. Duncan Kincaid und Gemma James ermitteln wieder
Oktober in dem beschaulichen Städtchen Henley-on-Thames in der Nähe von London. Das Boot der Polizistin und Ruderin Rebecca Meredith wird ans Ufer der Themse gespült. Kurz darauf findet der Hundeführer Kieran Connolly Rebeccas Leiche unterhalb eines Wehrs. Der Rechtsmediziner Rashid Kaleem kommt zu dem Schluss, dass Rebecca in Folge eines Unfalls ertrunken ist. Doch dann wird Connolly Opfer eines Brandanschlags, den er nur knapp überlebt. Hatte er Beweise dafür, dass Rebeccas Tod kein Unfall war, und sollte nun zum Schweigen gebracht werden?
Superintendent Duncan Kincaid und seine Frau Inspector Gemma James sind gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrt, da beauftragt Chief Superintendent Childs Duncan mit der Ermittlung in beiden Fällen. Gemma ist noch in Elternzeit, aber sie verfolgt interessiert die Arbeit ihrer Untergebenen Constable Melody Talbot: Melody hat in Gemmas Abwesenheit eine Stelle bei einer Einheit der Londoner Polizei angetreten, die auf Sexualverbrechen spezialisiert ist. Schon bald wird deutlich, dass es einen Zusammenhang zwischen Melodys Nachforschungen zu Vergewaltigungen und Duncans Fällen gibt. Gemeinsam kommen Gemma und Duncan einem Korruptionsfall auf die Spur, der immer größere Ausmaße annimmt und in die höchsten Ränge der Londoner Polizei führt.

Meine Einschätzung:
In diesem Fall ermitteln Gemma und Duncan im ehrwürdigen Umfeld der Rudervereine von Oxfort und Cambridge. Legendäre Ruderregatten der konkurrierenden Mannschaften, Siege und Niederlagen, … Ich kann nur sagen: very british! (Und das, obwohl die Autorin eine Amerikanerin ist). Da die Ermordete aber Polizeibeamtin war, führt eine andere Spur Duncan in höhere Ränge der Polizeihierachie und er prallt auf eine Wand des Schweigens und der Angst.
Die Autorin strickt einen spannenden Kriminalfall mit überraschenden Wendungen, der mich richtig gut unterhalten hat.
Dieses Mal haben mir auch wieder die Nebenfiguren gut gefallen, besonders der traumatisierte Kriegsveteran Kieran und die Leiterin der Hundestaffel sind ein interessantes Paar. Aber auch die familiäre Entwicklung von Emma und Duncan und ihrem Pflegekind, ihre Heirat und die Familienbande sind sehr schön dargestellt.

Mein Fazit:
Ein toller Krimi, der sehr britisch daher kommt ;-).

James, Peter: So gut wie tot

Genre: Krimi

Teil 4 einer Serie
Teil 3: Nicht tot genug
Teil 2: Stirb schön
Teil 1: Stirb ewig

Kurzbeschreibung:
Wenn Ronnie Wilson geahnt hätte, dass er in wenigen Stunden tot sein würde, hätte er seinen Tagesablauf irgendwie anders geplant.
Zwei Frauenleichen die eine wird in einem Abwasserkanal in der Nähe von Brighton gefunden, die andere aus einem schlammigen Fluss in Australien gezogen. Und doch hatten beide Frauen etwas gemeinsam: Sie waren beide mit Ronnie Wilson verheiratet. Dieser Mann, ein Kleinkrimineller aus Brighton, angeblich kam er bei den Anschlägen im September 2001 in New York ums Leben. Und da ist noch eine andere Frau. Eine Frau, die auf der Flucht ist. Auch sie verbindet etwas mit Ronnie Wilson. Drei Frauen und alle Spuren deuten auf Ronnie Wilson. Für Detective Superintendent Roy Grace ist jedenfalls das lange geplante Wochenende mit Cleo verdorben, denn die Ermittlungen führen ihn und sein Team nach New York und schließlich nach Australien.

Mein Fazit:
Und noch ein spannender, britischer Krimi, in dem die bösen Buben ihr Schwarzgeld in Briefmarken anlegen. Na gut, warum nicht?????

James, Peter: Nicht tot genug

Genre: Krimi

Teil 3 einer Serie
Teil 2: Stirb schön
Teil 1: Stirb ewig

Kurzbeschreibung:
In der Nacht, als Katie Bishop vergewaltigt und ermordet wird, ist ihr Mann Brian über sechzig Meilen weit von ihr entfernt. Und doch finden die Polizisten am Tatort nur seine DNA. Zwei Tage später wird eine weitere junge Frau misshandelt und ermordet. Auch an diesem Tatort finden sich nur die Spuren von Brian Bishop. Doch der streitet alles ab, kann sogar für die Tatzeiten genaue Alibis liefern. Als schließlich eine dritte Frauenleiche aus dem Ärmelkanal gezogen wird, weiß Detective Superintendent Roy Grace, dass hier ein Monster am Werke ist. Und sagt das auch vor laufender Kamera. Das bringt den Mörder in Rage und auf eine Idee, die das private Glück von Roy Grace bedroht.

Meine Einschätzung:
Peter James ist ein Garant für superspannende britische Krimis. Kommissar Roy Grace hat viel zu tun, ein komplizierter Fall, ein Kollege, der seinen Job will, seine Vergangenheit, die sein Privatleben fast zerstört, ….

Mein Fazit:
Spannende Krimiunterhaltung. Lesen!

Goodhin, Jean. G.: Mord ist schlecht fürs Geschäft

Genre: Krimi
Teil 1 einer Serie

Klappentext:
Honey Driver, verwitwet und mit 18.-jähriger Tochter, leitet ihr eigenes kleines Hotel in Bath. Zudem ist sie die neue Verbindungsfrau des Hotelverbandes zur Polizei. Da verschwindet ein amerikanischer Tourist spurlos. Honey nimmt die Ermittlungen auf, die sie bald auf einen Adelssitz führen auf dem recht befremdliche Dinge vor sich gehen. Spannend, witzig und very British.

Meine Einschätzung:
Nicht wirklich spannend, nicht wirklich witzig, ein wenig britisch. Naja, die nächten Teile haben bei mir keine Chance.

Mein Fazit:
Unterdurchschnittlicher Krimi ohne Suchtpotential.

Morton, Kate: Das geheime Spiel

Genre: Roman

Klappentext:
Zwei Schwestern, ein geheimes Spiel und eine verbotene Liebe
Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommt Grace Bradley als Dienstbotin nach Riverton Manor. Selbst noch nicht erwachsen, bewundert sie die Hartford-Mädchen Hannah und Emmeline, die mit ihrer unbeschwerten Fröhlichkeit für Leben auf dem Anwesen sorgen. Doch die Begegnung mit dem jungen Dichter Lord Robert Hunter wird Hannah und Emmeline für immer verändern. Als einzige Vertraute versucht Grace die beiden Schwestern vor Unheil zu bewahren – vergeblich …
Mehr als 75 Jahre bewahrt Grace das Geheimnis, bis sie endlich die Wahrheit über jene Tage preisgibt.

Meine Einschätzung:
Mir hat diese Familiensaga einer englischen Familie des Hochadels, die in den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts angesiedelt ist, sehr gut gefallen. Irgendwie habe ich mich an „Das Haus am Eaton Place“ erinnert gefühlt. Schön erzählt, ausführlich, aber nie ausschweifend.

Mein Fazit:
Mal wieder ein richtig schöner Schmöker.

Crombie, Deborah: Wen die Erinnerung trügt

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Hotel im Moor
Teil 2: Alles wird gut
Teil 3: Und ruhe in Frieden
Teil 4: Kein Grund zur Trauer
Teil 5: Das verlorene Gedicht
Teil 6: Böses Erwachen
Teil 7: Von fremder Hand
Teil 8: Der Rache kaltes Schwert
Teil 9: Nur wenn du mir vertraust
Teil 10: Denn nie bist du allein
Teil 11: So will ich schweigen
Teil 12: Wen die Erinnerung trügt
Teil 13: Wenn die Wahrheit stirbt
Teil 14: Die stillen Wasser des Todes
Teil 15: Wer Blut vergießt
Teil 16: Wer im Dunklen bleibt

Kurzbeschreibung:
Als Erika Rosenthal 1939 aus Berlin floh, verlor sie eine wertvolle Brosche. Nun, fast 70 Jahre später, wird das Schmuckstück in einem bekannten Londoner Auktionshaus angeboten und von einer jungen Frau ersteigert. Erika bittet ihre Freundin Inspector Gemma James herauszufinden, wer die Frau ist. Doch kurz nachdem Gemma die Identität der Käuferin ausfindig gemacht hat, wird diese tot aufgefunden. Bei ihren Nachforschungen stoßen Gemma und ihr Mann und Kollege Superintendent Duncan Kincaid auf ein grausames Geheimnis in Erikas Familie …

Meine Einschätzung:
Wieder ein schöner, klassischer, britischer Krimi mit meinen Lieblingsermittlern Gemma und Duncan.

Stallwood: Der Tod kommt rasch in Oxford

Genre: Krimi
Teil einer Serie

Klappentext:
Hat sich der renommierte Oxford-Dozent Joseph Fechan wirklich an einer wehrlosen Studentin vergriffen? Kate Ivory ist wenig begeistert, als die Dekanin, eine alte Schulfreundin, sie in dieser Angelegenheit um Hilfe bittet. Denn schließlich muss sie dringend einen Roman fertigschreiben. Doch dann wird die Studentin brutal ermordet. Nun ist Kate fest entschlossen, den Mörder zu stellen ═ und muss nur zu bald erkennen, dass sich hinter manch idyllischer Fassade finstere Abgründe verbergen.

Meine Einschätzung:
Ach, Du meine Güte!
Dieses Buch hat sich irgendwie auf meinen SUB verirrt und ich hielt es, dank des Covers, für einen historischen Roman. Gut, hätte ich den Klappentext gelesen….
Nein, es ist ein zeitgenössischer Krimi, allerdings passiert der Mord erst im letzten Viertel des Buches, die ‚“Aufklärung“, wenn man es denn so nennen will, ist für mich vollkommen unverständlich und überhaupt ist dieses Buch soooooooooooooo langweilig. *kopfschüttel* Langwierig wird das Campuspersonal in Oxfort geschildert, ohne in irgendeiner Weise interessant oder tiefergehend zu werden, Kate, die Hauptfigur ist auch eine stinklangweilige Person, die ich sich mit der Aufklärung des Falles beschäftigt, aber ständig jammert, daß sie das überhaupt tut.
Ne, ein vollkommen überflüssiges Buch und tschüss.

Mein Fazit:
Ein Buch weniger auf meinem SUB, das ich nicht mal meiner ärgsten Feindin ausleihen würde!

James, Peter: Stirb schön

Genre: Thriller
Teil 2 einer Serie
Teil 1: Stirb ewig

Klappentext:

Eine junge Frau wartet auf ihren Geliebten. Ruhelos geht sie im Zimmer umher. In diesem Moment öffnet sich die Tür und ein Mann tritt ein. Er umarmt sie von hinten, dann plötzlich zieht er ein Messer und sticht zu. Wieder und wieder.
Als Tom Bryce diese gespenstische Szene auf seinem Computer sieht, glaubt er noch an einen besonders harten Erotikthriller. Doch als er am nächsten Morgen in der Zeitung das Foto der jungen Frau erkennt, weiß er plötzlich, warum die CD, die er durch Zufall im Pendlerzug von London nach Brighton einsteckte, so brisant ist. So brisant, dass er jetzt auch um sein Leben und das seiner Familie fürchten muss. Denn die Killer haben sich schon bei ihm gemeldet – per Mail, natürlich.

Meine Einschätzung:
Puh, kein leichter Stoff. Eine Verbrecherbande, die im Internet grausamste „Snuff“-Filme vertreibt, erpresst einen arglosen, aber (unter uns) dämlichen Familienvater, der aus „Versehen“ an einen Film gekommen ist. Während der Familienvater noch mit sich ringt, ob er zur Polizei gehen soll oder nicht, muß Inspektor Roy Grace den Mord an einer jungen Frau aufklären, deren Torso auf einer Wiese gefunden wird.
Mit einem superspannender Kriminalfall, der detailreichen Schilderung einer jungen Familie mit einem riesen Haufen Problemen und nicht zuletzt mit dem sympathischen, aber arg gebeutelten Inspektor Roy Grace habe ich wohl einen neuen Lieblingsthrillerautoren entdeckt.

Mein Fazit:

Superspannende, gute Thrillerunterhaltung, die mich wachgehalten hat.

James, Peter: Stirb ewig

Genre: Krimi
Teil 1 einer Serie

Klappentext:
Seit Tagen ist Michael spurlos verschwunden. Lebendig begraben. Auf irgendeinem gottverlassenen Acker. Ein kleiner Spaß seiner Freunde beim Junggesellenabschied. Die sich diesen Scherz erlaubt haben, sind tot. Seine Braut und sein bester Freund außer sich vor Verzweiflung: Sie wissen von nichts. Wirklich? Fragt sich Inspektor Roy Grace.

Meine Einschätzung:
Boah, wie fies sind diese Jungs denn drauf? Sperren einen Kumpel mit einer Flasche Whisky, einem Pornoheft, einem Funkgerät und einer Taschenlampe in einen Sarg und verduften. Leider verunglücken sie kurz darauf alle tödlich und niemand weiß, wo sich der Bräutigam aufhält. Die Polizei sieht erst mal kein Problem, denn schließlich verschwinden häufiger Menschen kurz vor ihrer Hochzeit, aber irgendwann wird Inspektor Roy Grace doch stutzig.
Erst dachte ich, äh, wie langweilig, die finden den doch im Nullkommanix, aber Pustekuchen, da gibt es noch ein paar sehr, sehr überraschende Wendungen, die mir den Schlaf geraubt haben, weil ich unbedingt wissen mußte, wie es weitergeht. Großartig!
Besonders gern mag ich den scharfsichtigen Roy Grace, der selbst das ungeklärte Verschwinden seiner geliebten Ehefrau vor zehn Jahren noch nicht verarbeitet hat.

Fazit:
Ein super Thriller mit einem interessanten Ermittler, der den Leser in Atem hält.