Hülsmann, Petra: Glück ist, wenn man trotzdem liebt


Genre: Liro, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Es gibt Dinge, die Isabelle absolut heilig sind: ihre Daily Soap. Ihre Arbeit in einem schönen Blumenladen. Und das tägliche Mittagessen im Restaurant gegenüber. Überraschungen in ihrem geregelten Leben kann sie gar nicht leiden. Doch dann wird „ihr“ Restaurant von dem ambitionierten Koch Jens übernommen – und der weigert sich nicht nur, ihr Lieblingsgericht zuzubereiten, sondern sorgt auch sonst für Chaos in Isabelles wohlgeordneter Welt. Während sie alles wieder in ruhige Bahnen zu lenken versucht, ahnt sie aber schon bald, dass es vielleicht gerade die Überraschungen sind, die ihr Leben reicher machen …

Meine Einschätzung:
Die Frau Leseratteffm weiß es ja eigentlich, zeitgenössische Liros langweilen mich in aller Regel, aber da mir der Roman überall über den Weg gelaufen ist und die Besprechungen alle sooo positiv waren und weil ich ja auch mal was anderes ausprobieren möchte, habe ich Isabelle, die Floristin und Jens, den Koch durch eine durch und durch durchsichtige (ganz schön viele durchs ;-)) Geschichte begleitet.
Die Geschichte ist ganz nett geschrieben, die Hauptfiguren bieten Identifikationspotential, ein paar schrullige Nebenfiguren bereichern das Roman-Personal, ein wenig Hamburger Flair, ein sehr hübsches Cover und natürlich ein Happy-End. Nette Unterhaltung, aber nicht für mich.

Mein Fazit:

Es liegt an mir und meinen seltsamen Vorlieben für abgefahrene Settings im All oder auf fantastischen Welten, aber zeitgenössische Liros langweilen mich einfach …

Gricksch, Gernot: Die Bank der kleinen Wunder

Genre: zeitgenössischer Roman

Kurzbeschreibung:
Gernot Gricksch ist einer der meistverfilmten deutschen Autoren und fängt in seinen Geschichten die kleine Augenblicke ein, die alles verändern können. Die Summe dieser vermeintlich kleinen Augenblicke macht uns und das Leben aus. Manchmal braucht es Mut, sein Leben zu überdenken. Manchmal aber auch nur fünf Minuten auf der Bank der kleinen Wunder:
In „Die Bank der kleinen Wunder“ erzählt Gernot Gricksch von einem Mann, der partout nicht aufhören will zu arbeiten. Von einem Model, das furchtbaren Hunger hat. Von einem Mädchen und einem Jungen, die nicht zueinander passen und deshalb zusammengehören. Von einem alten Mann, dessen Liebe seit Jahrzehnten ein Geheimnis ist. Und einem Hundehasser, der beim Gassigehen einen ganz neuen Weg einschlägt. Sie alle erleben, wie eine gewöhnliche Parkbank ihr Leben auf den Kopf stellt.

Meine Einschätzung:
Obwohl das Buch schon 2003 erschien und der Autor offenbar sehr bekannt ist, sind mir beide noch nie begegnet. Erstaunlich.
Da zeitgenössische Romane nicht gerade mein Lieblingslesestoff sind, bin ich wahrscheinlich ein wenig zu streng :-(, aber mir waren die Geschichten teilweise zu süßlich, nett und lieb. (Wie sagte eine liebe Freundin zu mir: Wieder ein Buch, das Deinen ganzen Aliens, Vampiren und Monstern zum Opfer gefallen ist! und da hat sie Recht ;-))
Man könnte aber auch sagen, dass es ganz niedliche, lebensbejahende Geschichten sind, die das Herz erfreuen :-).

Mein Fazit:
„Die Bank der kleinen Wunder“ fährt heute mit mir zu einer Patientin ins Krankenhaus und wird sie sicher erfreuen.

Magnusson, Kristof: Das war ich nicht

Genre: Roman

Klappentext:
»Bestimmt gibt es auch eine Zeit für das Privatleben. Frau. Kind. Später. Ich war erst 31. Zwischen dreißig und vierzig muss man brennen.« Ein junger Banker, auf dem Sprung zur großen Karriere. Eine Literaturübersetzerin, auf der Flucht vor dem schön eingerichteten Leben mit Weinklimaschrank und Salzmühle mit Peugeotmahlwerk. Ein international gefeierter Schriftsteller mit Schreibblockade und Altersangst. Drei Menschen, die sich unversehens in abenteuerlicher Abhängigkeit befinden. Wie konnte es dazu kommen? Eine Bank, ein Leben ist schnell ruiniert. Das ist das Erschreckende, aber auch das Komische an diesem Roman, der mit großer Leichtigkeit von unheimlichen Zeiten erzählt.

Mein Einschätzung:
Rezis gibt es schon genug…
Unterhaltsam, skurril, witzig, traurig, schräg und sehr, sehr aktuell. Großartig!