Brett, Peter, V.: Das Lied der Dunkelheit (1)


Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie „Demon-Zyklus“:
Teil 1: Lied der Dunkelheit
Teil 2: Das Flüstern der Nacht
Teil 3: Die Flammen der Dämmerung
Teil 4: Der Thron der Finsternis
Teil 5: Das Leuchten der Magie

Kurzbeschreibung:

„Weit ist die Welt – und dunkel …“
… und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben.

Meine Einschätzung:
Der erste Teil der Serie ist schon 2009 erschienen und ich frage mich, warum ich diese epische, düsterie Fantasy-Serie noch nicht im Auge hatte??? Gesehen habe ich das Buch definitv schon im Buchhandel, aber offenbar hat mir das Cover nicht zugesagt, so dass es nicht mal in der Hand hatte, um den Klappentext zu lesen und in den einschlägigen Fantasy-Blogs, die ich verfolge, ist es mir auch nicht begegnet. Seltsam. Nun gut …
Eine düstere Welt mit mittelalterlichen Strukturen ist die Heimat der 3 Protagonisten Arlen, Leesha und Rojer. Mit dem Untergang der Sonne tauchen blutrünstige Dämonen aus dem Boden auf, die nur mittels Bannzeichen an Haus, Stall und Scheune ferngehalten werden können. Wer nach Sonnenuntergang keinen sicheren Bannkreis erreicht hat, wird von den Dämonen getötet – ohne Ausnahme. Die Menschen sind verängstigt und mutlos und schon arg dezimiert und im Laufe der Geschichte verlieren auch einige Hauptfiguren ihr Leben.
Mir haben die 3 Protagonisten sehr gut gefallen, besonders Leesha, die Kräuterheilerin ist eine tolle, starke Frauenfigur, deren Entwicklung ich mit Spannung verfolgen werden. Arlen, der männliche Held, ist hingegen ein eher schwieriger Charakter, den ich nicht gleich ins Herz geschlossen habe, aber wer weiß, was noch kommt? Und der junge Rojen hat definitiv Potenzial, ein interessanter Mann zu werden.
Mir hat jedenfalls der Weltenentwurf recht gut gefallen, wenn er auch keine bahnbrechenden neuen Ideen vorzuweisen hat, aber er ist schlüssig und sehr gut beschrieben und ich bin gespannt, was der Autor noch so vor hat.
Lesen tut sich dieses epische Werk auch richtig gut, so dass ich mir drei Nächte gerne damit um die Ohren gehauen habe.
Mein einziger Kritikpunkt ist der Umstand, dass sich das Werk so richtig ernst nimmt. Von Selbstironie oder Humor findet sich keine Spur. Schade eigentlich …

Mein Fazit:
Ich habe eine neue, epische, düstere Fantasy-Serie entdeckt, die mir richtig gut gefallen hat und die ich mir im Laufe der Zeit mit Genuss zu Gemüte führen werde :-).

Andrews, Ilona: Land der Schatten – Seelenträume (4)

Genre: Fantasy, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Land der Schatten – Magische Begegnung
Teil 2: Land der Schatten – Spiegeljagd
Teil 3: Land der Schatten – Schicksalsrad
Teil 4: Land der Schatten – Seelenträume

Kurzbeschreibung:
Charlotte de Ney ist eine Heilerin, die schon viel Leid erfahren musste. Als der Schwertkämpfer Richard Mar verletzt zu ihr gebracht wird, wird ihr Leben erneut auf den Kopf gestellt. Richard will einem gefährlichen Menschenhändlerring das Handwerk legen, und Charlotte erklärt sich bereit, ihm zu helfen.

Meine Einschätzung:

Ich bewerte, anders als viele meiner Blogger-Kollegen und Kolleginnen, meine gelesenen Büchern nicht in einem Punktesystem. Zu Beginn meiner Blogarbeit habe ich das versucht, aber irgendwie tue ich mich schwer damit, Büchern Noten zu geben.
Aber nachdem ich jetzt nach einer Reihe von Büchern, die mir zwar gefallen, die mich aber auch nicht umgehauen haben, „Seelenträume“ gelesen habe, werde ich die Kategorie
SCHLAFRÄUBER einführen :-).
Schlafräuber sind Bücher, die mich so begeistern und mitreißen, dass ich auf meinen Schönheitsschlaf pfeife und bis spät in die Nacht lese, auch wenn ich am nächsten Morgen früh aufstehen muß.
Der leider, leider letzte Teil der Serie hat mich wieder total fasziniert. Richard, den man schon aus den Vorgängerbänden kennt, ist ein gepeinigter Held, wie er im Bilderbuch steht und seine Partnerin Charlotte ist das passende Pendant. Zusammen machen sie sich auf die Jagd nach brutalen, menschenverachtenden Sklavenhändlern, verbünden sich mit Verbrechern, begehen Morde, kapern ein Piratenschiff und zum guten Schluß gibt es noch eine superspannende Maskerade am königlichen Hof. Großartig! Es fließt Blut in Strömen, es rollen Gliedmaßen und Köpfe, ICH mag das :-).
Auch meine beiden Serienlieblinge George und Jack sind wieder dabei und wenn ich den Autoren einen Vorschlag machen dürfte: Neue Serie mit diesen beiden als Hauptpersonen, wenn sie erwachsen sind ;-).

Mein Fazit, das ich jetzt einfach mal von mir selbst klaue ;-):
Ilona Andrews (bzw. das Ehepaar Andrews, das sich hinter diesem Pseudonym verbirgt) schreibt großartige Urban Fantasy mit einer Vielzahl an magischen Wesen, interessanten, liebenswerten Protagonisten und spannenden Geschichten.