Cobert, Harold: Ein Winter mit Baudelaire


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Ein poetisch-zärtlicher Roman um eine ganz besondere Freundschaft. Mit viel Einfühlungsvermögen und herzerwärmendem Charme erzählt Harold Cobert von der Zerbrechlichkeit des Glücks und vom unbezahlbaren Geschenk, in den schwersten Stunden nicht allein zu sein. Es wird Herbst in Paris, als Philippe den Boden unter den Füßen verliert. Nach der Trennung von seiner Frau zwingt sie ihn, die gemeinsame Wohnung zu verlassen, und verwehrt ihm den Kontakt zu seiner Tochter. Als wenig später sein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird, ist das der letzte Schritt, der ihn in den Abgrund stürzen lässt. Das Leben auf der Straße droht ihm den Rest seiner Würde zu nehmen. Doch dann begegnet er Baudelaire, der ihn mit beständigem Optimismus und treuem Hundeblick auf vier Pfoten zurück ins Leben führt. Dank ihm und mithilfe des einfallsreichen Kebabverkäufers Bébère und der weisen Toilettenfrau Sarah findet Philippe den Mut für einen Neuanfang. Und auf einmal scheint der Tag, an dem er seine Tochter wieder in die Arme schließen kann, gar nicht mehr so fern.

Meine Einschätzung:
Aufgrund des Covers und des Klappentextes hatte ich etwas ganz, ganz anderes erwartet, ein kitschig-rührselige Hundegeschichte nämlich. Nicht, dass ich sowas nicht gerne lesen würde – ab und an.
Aber der Autor erzählt eine ganz und gar nicht rührselige Geschichte, sonderns die Geschichte eines Absturzes, die mich sehr, sehr nachdenklich gemacht hat. Wie schnell kann in einem Leben alles Erdenkliche schief gehen?
Auf vermeintliche Freunde ist kein Verlaß, das Pech verfolgt Dich, Deine Kollegen sind mißgünstige, egoistische Fieslinge und Deine Familie ist weit weg. Puuuuhhhh.
Obdachlose und ihre Probleme sind auch in Frankfurt oft ein Thema und auch hier gibt es, ähnlich wie in Paris, Organisationen, die sich dieser Menschen annehmen. Jetzt bin ich richtig froh, dass ich dieses Jahr die Frankfurter Tafel schon mit Spenden unterstützt habe, denn „Ein Winter mit Baudelaire“ hat mich daran erinnert, wie hilfsbedürftig viele Menschen auch bei uns sind.
Besonders gut hat mir der Stil des Autoren gefallen, der die Geschichte aus Philippes Sicht schreibt. Die Zeiten, in denen er komplett abstürzt, kommentiert er nur mit Ein-Wort-Sätzen. Und wenn er sich wieder aufrappelt, ändert sich auch seine Sprache und seine Gedanken. Das hat der Autor richtig gut gemacht.

Mein Fazit:
Ein berührendes, nachdenklich stimmendes Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Martini, Caro: Beim nächsten Mann links abbiegen

Genre: Chick lit

Kurzbeschreibung:
Lucie Stein ist fleißig, hübsch und liebenswert; im Leben, in der Liebe und vor allem beim Autofahren allerdings etwas orientierungslos. Als sie auf dem Flohmarkt ein gebrauchtes Navi ersteht, begrüßt es sie gleich beim ersten Einsatz mit den Worten: »Hallo, Lucie, wo soll es denn hingehen?« Und führt sie dann freundlich, aber bestimmt, überallhin – nur nicht an das angegebene Ziel. In Lucies Leben geht es ab sofort drunter und drüber. Das geheimnisvolle Gerät mit der angenehmen George-Clooney-Stimme scheint jedoch ganz genau zu wissen, wo das Glück zu finden ist. Denn eines Tages heißt es tatsächlich: »Lucie, du hast dein Ziel erreicht!«

Meine Einschätzung:
Dieser kleine, niedliche Roman hat mich einen vierstündigen Flug lang prima unterhalten und vergessen lassen, wie unbequem der Sitz ist :-).
Und der Gedanke, dass mir die Synchronstimme von George Cloony demnächst den Weg durch den Großstadtdschungel erklärt, hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Geschichte ist natürlich vollkommen absurd, unrealistisch und durchschaubar – na und?

Mein Fazit:

Die Idee ist prima, die Umsetzung unterhaltsam, ein wunderbares Buch für den Strandkorb, Liegestuhl oder den Flieger …

Roberts, Nora: Spuren der Hoffnung

Gerne: zeitgenössischer Liro, paranormaler Liro

Reihenfolge der O’Dwyer Serie:
Teil 1: Spuren der Hoffnung
Teil 2: Pfade der Sehnsucht
Teil 3: Wege der Liebe

Kurzbeschreibung:
Iona verlässt Baltimore, um sich im sagenumwobenen County Mayo auf die Suche nach ihren Vorfahren zu machen. Als sie den attraktiven Boyle trifft, bietet er ihr an, auf seinem Gestüt zu arbeiten. Schnell spüren beide, dass sie mehr verbindet als die gemeinsame Leidenschaft für Pferde. Doch dann droht ein dunkles Familiengeheimnis das Glück der beiden zu zerstören.

Meine Einschätzung:
Nach der brutalen, traurigen, realitätsnahen Geschichte von „Lady Bag“, brauchte ich was Nettes für’s Herz und wer kann dieses Bedürfnis besser stillen, als Frau Roberts??? 🙂
Man nehme das saftig, grüne Irland, ein altes, romantisches Schloss, eine magiebegabte Familie, liebenswerte, wunderschöne, starke, charmante Protagonisten, jede Menge Tee und Kekse, ein wenig keltische Mythologie und fertig ist das Rezept für einen herzerwärmenden, romantischen Liro :-).
Hier und da ist das Ganze vielleicht ein wenig zu süßlich und einige Fragen hätte ich da auch noch, aber da kann ich locker drüber hinwegsehen.
Ich bin begeistert und die zwei Folgebände sind schon bestellt.

Mein Fazit:
Magische Liebesgeschichten im romantischen Irland kann es nie genug geben ;-).

Richter, Jutta: Ich bin hier nur der Hund

Genre: Kinderbuch, Hörbuch, Hundebuch

Kurzbeschreibung:
Er heißt eigentlich Brendon, was zu seiner vornehmen Herkunft auch viel besser passt aber sie nennen ihn Anton, weil sich das angeblich besser rufen lässt. Sie haben sich eine dieser schrecklichen Hundepfeifen zugelegt weil sie sich einbilden, dass er dann besser hört. Sogar in eine Hundeschule stecken sie ihn weil sie glauben, dass sie nur richtige Herrchen und Frauchen sind, wenn er auf Kommando jeden Unfug macht, den sie von ihm verlangen.
Die Krone der Schöpfung wollen die Menschen sein, dabei kapieren sie nichts. Nicht mal, dass Katzen nicht aufs Sofa gehören. Hunde ja! Katzen nicht! Warum die Hunde dann nicht weglaufen? Weil Menschen, wenn man sie sich mal erzogen hat, sehr zuverlässig mit dem Futter sind und weil sie zum Glück auch nicht verstehen, an welchem Ende der Leine sie eigentlich gehen.

Meine Einschätzung:
Vielleicht hätte ich dieses Buch lesen statt hören sollen? Jedenfalls ist es ein gutes Beispiel dafür, dass ein Hörbuch bei mir keine Chance hat, wenn ich den Sprecher oder die Sprecherin blöd finde. In diesem Fall liest die Autorin selbst und ihre Stimme und Intonation passen überhaupt nicht zum Hund. Furchtbar. Und aus irgendeinem Grund wurde die Lesung auch noch von volktümlicher, ungarischer Musik unterbrochen, die ich auch völlig unpassend fand. Ne.
Die Geschichte, die aus der Sicht eines ungarischen Hütehundes erzählt wird, ist eigentlich ganz unterhaltsam, aber hat bei Weitem nicht den Witz wie „Ich bin hier bloß die Katze“. Dieses Buch wurde auch von einer anderen Autorin geschrieben.

Mein Fazit:
Mir hat dieses Hörbuch nicht gefallen, was zum großen Teil an der Sprecherin lag.

Glattauer, Daniel: Der Weihnachtshund

Genre: Roman

Klappentext:
Max will vor Weihnachten flüchten udn auf die Malediven fliegen. Dabei ist ihm Kurt, sein hund, im Weg. Kurt war leider eine Fehlinvestition. Er schläft meistens. Und wenn er sich bewegt, dann höchstens irrtümlich. Katrin wird demnächst dreißig, und leidet unter Eltern, die darunter leiden, daß sie noch keinen Mann fürs Leben gefunden hat. Mit Weihnachten kommt der Höhepunkt des familiären Leidens auf sie zu. Da tritt plötzlich Kurt in Erscheinung. Katrin mag zwar keine Hunde, aber Kurt bringt sie auf eine Idee…

Mein Einschätzung:
Die Idee ist witzig, aber der Autor schafft es nicht, dieser Weihnachtsgeschichte Herz einzuhauchen. Es gibt zwar ganz lustige Szenen, aber mir war die Geschichte zu überzeichnet.

Fazit:
Ein weihnachtlicher Roman, der mich nicht überzeugen konnte.