Landy, Derek: Skulduggery Pleasant – Die Saga 1 – 9


Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand
Teil 2: Skulduggery Pleasant – Das Groteskerium kehrt zurück
Teil 3: Skulduggery Pleasant – Die Diablerie bittet zum Sterben
Teil 4: Skulduggery Pleasant – Sabotage im Sanktuarium
Teil 5: Skulduggery Pleasant – Rebellion der Restanten
Teil 6: Skulduggery Pleasant – Passage der Totenbeschwörer
Teil 7: Skulduggery Pleasant – Duell der Dimensionen
Teil 8: Skulduggery Pleasant – Die Rückkehr der Toten Männer
Teil 9: Skulduggery Pleasant – Das Sterben des Lichts

Meine Einschätzung:
Ich erinnere mich noch ziemlich genau, als ich vor einigen Jahren auf der Frankfurter Buchmesse am Stand von Loewe der Figur von Skulduggery Pleasant begegnete und sie ganz schrecklich fand … bis meine wilde Tochter der Serie verfiel und ich mir jedes Jahr auf’s Neue auf der Buchmesse die Lesung mit Rainer Strecker anhören mußte :-). Meine Tochter wurde ein ausgewiesener Fan und da wir in vielen Fällen den gleichen Geschmack haben, nahm ich mir vor, irgendwann mal alle Bände hintereinander zu hören. Und diesen Sommer war es jetzt soweit.
Walküre Unruh und Skulduggery haben mich durch den gesamten Sommer begleitet, sie haben gekämpft, gelitten, Quatsch gemacht, waren traurig, mußten um gute Freunde trauern und sich aus aussichtslosen Situationen befreien. Immer drohend das Ende der Welt vor Augen, geben sie ihr bestes.
Was mir richtig gut gefallen hat, beide Hauptfiguren haben ihre dunkle Seite, machen üble Fehler, sind nachdenklich und selbstkritisch, aber immer loyal bis zur Selbstaufgabe – sehr vielschichtig und glaubwürdig.
Der schräge, irische Humor des Autoren trägt den Leser/Hörer durch diese wilde Geschichte voller Schlachten und ultrabösen Bösewichten. Allerdings sollte man sein Herz nicht zu sehr an bestimmte Figuren hängen, denn der Autor opfert eine ganze Reihe von Hauptfiguren, was ich ihm Zwischendurch wirklich verübelt habe!
Eine derart lange Saga hat natürlich auch hier und da ihre Längen oder entwickelt sich stellenweise in Richtungen, die mir nicht so gut gefallen haben, aber in Summe ist es eine spannende, unterhaltsame, düstere, kampfbetonte Urban-Fantasy-Geschichte, die einen Vergleich mit „Harry Potter“ nicht scheuen muß, aber an keiner Stelle niedlich ist ;-).

Eine Klasse für sich ist die Lesung von Rainer Strecker!!! Grandios, fantastisch, sensationell, wie er den Figuren mit seiner Stimme Leben einhaucht. Er muß selbst großen Spaß an der Geschichte gehabt haben, sonst hätte er das nicht dermaßen überzeugend über alle 9 Bände lesen können.
Wenn es einen Oscar für Hörbücher gäbe, bekäme er ihn von mir für die Interpretation von Skulduggery Pleasant!!!!

Mein Fazit:
Spannend, schräg, voller irischem Humor, voller Magie, blutrünstig, abgefahren, vollkommen verrückt und genial gelesen von Rainer Strecker! So war mein Sommer ;-).

Roberts, Nora: Wege der Liebe

Genre: Liro, Urban Fantasy

Reihenfolge der O’Dwyer Serie:
Teil 1: Spuren der Hoffnung
Teil 2: Pfade der Sehnsucht
Teil 3: Wege der Liebe

Kurzbeschreibung:
Im Mittelpunkt des dritten Romans stehen Branna und Fin, die bereits mit 17 Jahren eine Liebesbeziehung hatten, die jedoch zerbrochen ist. Branna liebt Fin noch immer, misstraut ihm aber seither. Welche Rolle spielt Fin eigentlich im Kampf gegen Cabhan? Ist er in die Machtspiele Cabhans verwickelt, oder steht er auf Seiten von Iona, Connor und Branna?

Meine Einschätzung:
Die Wahrscheinlichkeit, dass mir der 3. Band nun nicht gefällt, war ja eher gering :-). Fin und Branna sind mein Lieblingspaar. Fin ist einfach ein toller Charakter, ein wenig düster, aber auch warmherzig und in Brannas Lädchen für hübsche Dinge und selbstgemachte Kosmetika wäre ich sicher Stammkundin :-).
Ein klein wenig gewundert habe ich mich darüber, dass das Ende so kurz/seitenarm war. Da hätte ich mir einen etwas ausführlicheren Epilog oder ähnliches gewünscht. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass der Verlag die genaue Seitenzahl vorgegeben hat, denn wie soll es sonst möglich sein, dass alle 3 Bände exakt 400 Seiten haben???
Falls hier mal ein Verlagsvertreter vorschaut: Ich habe es lieber, dass eine Geschichte ganz zu Ende erzählt wird, als 3 Bände, die gleich dick sind…

Mein Fazit:
Wer warmherzige Geschichten voller echter Magie mag, mit einem Happy End einverstanden ist, dem sei diese Trilogie von Nora Roberts ans Herz gelegt (und gleich hintereinander weglesen, dann ist es wie ein Kurzurlaub in Irland).

Roberts, Nora: Pfade der Sehnsucht


Genre: Liro, Urban Fantasy

Reihenfolge der O’Dwyer Serie:
Teil 1: Spuren der Hoffnung
Teil 2: Pfade der Sehnsucht
Teil 3: Wege der Liebe

Kurzbeschreibung:
Als Iona nach Irland kam, wurde sie vom magischen Zirkel um den O’Dwyer-Clan herzlich aufgenommen und fand in Boyle ihre große Liebe. Ihr Cousin Connor O’Dwyer hat die Frau fürs Leben noch nicht gefunden, doch auf wundersame Weise fühlt er sich plötzlich zur leidenschaftlichen Meara hingezogen. Das Glück wird getrübt, als Cabhan, der blutrünstige Feind des Clans, Meara benutzt um sie alle zu vernichten. Hält der Kreis der Freunde dieser Herausforderung stand?

Meine Einschätzung:

Dieses Mal stehen Connor und Meara im Vordergrund der Geschichte und sicher könnte man Connor, den Falkner, als „Sahneschnittchen“ in dieser Geschichte bezeichnen. Wie schon in Band 1 haben die 6 Freunde eine Menge zu tun, um einen Plan gegen den bösen Zauberer Caban zu schmieden, der dieses Mal Meara angreift, die sich aber selbstverständlich zu wehren weiß ;-). Ähm, der ein oder andere könnte es vielleicht etwas übertrieben finden, dass Meara (selbstverständliche) eine sehr gute Fechterin ist (gehört in Irland vielleicht zur Allgemeinbildung ;-)), aber ich finde, dass es zur Geschichte passt, die man auf jeden Fall mit einem Augenzwinkern lesen sollte.
Ich mag einfach die warmherzigen Charaktere, die natürlich vollkommen unrealistisch sind, ich mag die Beschreibungen der Falkenerei, der Koch- und Essorgien der Freunde, die literweise Wein oder Tee trinken und kann dabei wunderbar abschalten.

Mein Fazit:
Ein gelungener zweiter Band der O’Dwyer Serie.

Roberts, Nora: Spuren der Hoffnung

Gerne: zeitgenössischer Liro, paranormaler Liro

Reihenfolge der O’Dwyer Serie:
Teil 1: Spuren der Hoffnung
Teil 2: Pfade der Sehnsucht
Teil 3: Wege der Liebe

Kurzbeschreibung:
Iona verlässt Baltimore, um sich im sagenumwobenen County Mayo auf die Suche nach ihren Vorfahren zu machen. Als sie den attraktiven Boyle trifft, bietet er ihr an, auf seinem Gestüt zu arbeiten. Schnell spüren beide, dass sie mehr verbindet als die gemeinsame Leidenschaft für Pferde. Doch dann droht ein dunkles Familiengeheimnis das Glück der beiden zu zerstören.

Meine Einschätzung:
Nach der brutalen, traurigen, realitätsnahen Geschichte von „Lady Bag“, brauchte ich was Nettes für’s Herz und wer kann dieses Bedürfnis besser stillen, als Frau Roberts??? 🙂
Man nehme das saftig, grüne Irland, ein altes, romantisches Schloss, eine magiebegabte Familie, liebenswerte, wunderschöne, starke, charmante Protagonisten, jede Menge Tee und Kekse, ein wenig keltische Mythologie und fertig ist das Rezept für einen herzerwärmenden, romantischen Liro :-).
Hier und da ist das Ganze vielleicht ein wenig zu süßlich und einige Fragen hätte ich da auch noch, aber da kann ich locker drüber hinwegsehen.
Ich bin begeistert und die zwei Folgebände sind schon bestellt.

Mein Fazit:
Magische Liebesgeschichten im romantischen Irland kann es nie genug geben ;-).

Riley, Lucinda: Das Mädchen auf den Klippen

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Ein Haus an den Klippen. Eine schicksalhafte Liebe. Ein Mädchen auf der Suche nach seiner Mutter
Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht sie das Kind an. – Ohne es zu ahnen, stößt Grania durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte.

Meine Einschätzung:
Zeitgenössische romantische Romane gehören im Moment nicht wirklich zu meinen Favoriten, aber da mir „Das Orchideenhaus“ von der gleichen Autorin ganz gut gefallen hat, habe ich diesen Roman nach einem Jahr aus dem SuB befreit.
Da die Autorin einen sehr schönen Schreibstil hat und es einige, sehr schöne Rückblenden in die 1920iger Jahre gibt, habe ich diese traurig/tragische Geschichte zweier Familien ganz gerne gelesen.

Mein Fazit:
Ein schöner Familienroman mit Happy-End :-).

Enright, Anne: Das Familientreffen

Genre: Roman

Klappentext:
Der Hegarty-Clan versammelt sich in Dublin, um Liam, das schwarze Schaf der Familie, zu Grabe zu tragen – doch nur Veronica wagt es, nach den Umständen zu fragen, die ihren Lieblingsbruder in den Tod getrieben haben …

Meine Einschätzung:
Ne, dieses als „Familienroman“ angepriesene Werk, konnte mich nicht überzeugen. Die Ich-Erzählerin ist mir viel zu depressiv und außerdem ist ihre vulgäre Ausdrucksweise schrecklich.

Mein Fazit:
Nicht mein Fall, aber sicher ein gutes Buch.

Moning, Karen Marie: Im Schatten dunkler Mächte

Genre: Urban Fantasy
Teil 1: Im Bann des Vampirs
Teil 2: Im Reich des Vampirs
Teil 3: Im Schatten dunkler Mächte

Oh Mann, ich habe es gerade fertig gelesen und bin echt am Ende!
Wie fies kann eine Autorin eigentlich sein???? Das ist einer der grausamsten Cliffhanger, die ich je lesen mußte! Aber gut, Spannung muß sein!
Karen Monings Fever-Serie gehört zu meinen Lieblingsserien (wie viele Lieblingsserien darf man eigentlich haben ;D) der Urban Fantasy.

Kurz zur Geschichte: Mac, ein ganz typisches, unbedarftes Südstaaten-Mädel wird aus ihrem idyllischen Leben gerissen, als ihre Schwester in Dublin ermordet wird und nur einen mysteriösen Anruf auf Macs AB hinterläßt. Mac reist nach Irland um nach dem Mörder zu suchen und muß feststellen, daß nichts wieder so sein wird, wie es war. Mac und ihre Schwestern sind Sidhe-Seherinnen, die gegen Feenmagie immun sind und deshalb diese fremdartigen, grauenvollen Wesen, die in Dublin unerkannt unter den Menschen leben, sehen können. In Dublin tobt der uralte Kampf Gut gegen Böse (Seelie gegen Unseelie = Licht- gegen Dunkelfeen) und Mac besitzt eine einzigartige Fähigkeit, die diesen Kampf entscheiden könnte. Ein äußerst geheimnisvoller Mann bietet ihr seine Hilfe und einen sicheren Unterschlupf an, aber weder Mac noch der Leser sind sich wirklich je sicher, daß er zu den Guten gehört.
Was gefällt mir an dieser Serie so gut?
Mac ist wirklich ein toller Charakter, sie ist mutig, einfallsreich, frech, loyal und manchmal auch skupellos. Besonders im ersten Band habe ich mich köstlich über ihre Versuche amüsiert, ein hübsches, gepflegtes Barbie-Girl zu bleiben und ihrer Erziehung zur Dame treu zu bleiben.
Meine Lieblingslacher: Südstaaten-Mädchen fluchen blumig
Arsch = Petunie
Scheiße = Gänseblümchen
:))Diese Flüche kommen doch richtig gut, wenn man einem ekeligen Supermonster gegenübersteht?
Und der mysteriöse, gut aussehende Jericho Barrons trägt natürlich auch dazu bei, daß ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht.
Auch wenn in diesem Buch eigentlich nicht wirklich viel passiert (abgesehen von den letzten 20 Seiten), ist es wirklich fantastisch. Fragen werden beantwortet, viele neue Fragen werden aufgeworfen und Mac wird immer tougher! Von der rosaroten Südstaatenschönheit bleibt nicht mehr viel übrig. Sie hat nur einen kleinen Rückfall (ich sage nur „rosa Fahrradhelm“).
Endlich nimmt sie ihr Leben in die Hand, bringt den ewig mißtrauischen Kommissar auf ihre Seite (mit ’ner echt fiesen Methode), geht einen nützlichen Pakt mit dem Feenprinzen ein und unübertroffen sind ihre Dialoge mit dem undurchsichtigen Barrons. Genau wie Mac bin ich ständig hin- und hergerissen. Was ist das für ein Kerl???????? Die Szene mit der Geburtstagstorte – Wahnsinn. Aber stopp, nix verraten, selbst lesen.

Fazit: Vergeßt die süßen Flower-Fairies oder niedlichen Kobolde aus den Kindergeschichten, die Wahrheit sieht ganz, ganz anders aus.
Diese Serie wird Lesern gefallen, die Irland und die irische Mythologie, die Kampfszenen und fiese Monster mögen und sich nicht im Dunkeln gruseln.
(Die beiden ersten Teile sind zwingend vorher zu lesen).