Schacht, Andrea: Weihnachtskatz und Mausespeck


Genre: zeitgenössischer Roman, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Kris ist 33 Jahre alt, Besitzer eines Fitness-Studios und hat eine recht bewegte, recht gewalttätige Vergangenheit. Raufer ist vier Jahre alt, ein Straßenkater mit Revierhoheit und hat ebenfalls eine bewegte, recht gewalttätige Vergangenheit. Als Kris den verletzten Kater auf dem Hof findet, zeigt sich, was für ein weiches Herz er hat. Fortan scheut er keinen Aufwand, um den kleinen Raufer auf die Beine zu bringen. Was vielleicht auch mit Anja, der hübschen Tierheimhelferin zu tun hat. Raufer leckt inzwischen seine Wunden, träumt von der schönen Wanderkatze Nimoue und wundert sich über seinen Gastgeber. Der versucht ihm zu gefallen, auch wenn er es nicht zugibt. Doch ein Kater wie Raufer bleibt ein Streuner, oder?

Meine Einschätzung:
Ja, ja, ich gebe es zu. In der Adventszeit lese und höre ich gerne sentimentale, kitschige Weihnachtsgeschichten :-). Die stimmen mit friedlich und weihnachtlich und da bin ich auch nicht so streng mit der Bewertung ;-).
Ich mochte diese Katzengeschichte um einen wilden Kater, der auch immer wieder selbst zu Wort kommt und nach einer Attacke durch menschliche Bösewichte/Idioten schwer verletzt wird und Pflege braucht. Aufgenommen wird er eher widerwillig von einem Mann und ich fand es rührend, wie sich die beiden aneinander gewöhnt haben. Auch die anderen Protagonisten sind nett besetzt und der Sprecher Stephan Schad trifft genau den richtigen Ton :-).

Mein Fazit:
Wer Katzengeschichten mit einer Prise Weihnachtskitsch mag, dem gefällt wahrscheinlich auch Raufers Geschichte.

Backman, Fredrick: Ein Mann namens Ove

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, das richtige Werkzeug und was sonst noch wirklich zählt im Leben – witzig, rührend, grummelig, großartig.
Haben Sie auch einen Nachbarn wie Ove? Jeden Morgen macht er seine Kontrollrunde und schreibt Falschparker auf. Aber hinter seinem Gegrummel verbergen sich ein großes Herz und eine berührende Geschichte. Seit Oves geliebte Frau Sonja gestorben ist und man ihn vorzeitig in Rente geschickt hat, sieht er keinen Sinn mehr im Leben und trifft praktische Vorbereitungen zum Sterben. Doch dann zieht im Reihenhaus nebenan eine junge Familie ein, die als Erstes mal Oves Briefkasten umnietet …

Meine Einschätzung:
Das ist so ein Buch, das man unbedenklich (andere meiner Lieblingsbücher eignen sich da eher nicht ;-)) seiner Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Freundin schenken kann, denn alle werden es rührend und komisch finden.
Ich natürlich auch :-).

Mit Fazit:
Ein berührendes, humorvolles Buch, das zwar mit einigen Klischees aufwartet, aber trotzdem nicht platt ist.

Scheunemann, Frauke: Winston – Ein Kater in geheimer Mission

Genre: Kinderbuch ab 10 Jahre

Kurzbeschreibung:
„Fassen wir mal zusammen: Ich kann sprechen. Ich kann lesen. Und ich kann auch schreiben haben wir gerade getestet. Ich kann Englisch, das große und das kleine Einmaleins. Und, jetzt kommt der Knaller: Ich kann sogar Russisch. Zumindest verstehe ich es. Um es kurz zu machen. Ich bin Super-Winston! Ich bin die schlauste Katze des Universums! Ich bin Weltklasse!“
So ein Katerleben ist herrlich!, findet Winston. Man kann den ganzen Tag gemütlich auf dem Sofa herumliegen und Geflügelleber mit Petersilie futtern. Lecker!
Doch als Winstons Herrchen eine neue Haushälterin einstellt, die mit ihrer Tochter in die Wohnung einzieht, ist es aus mit der Ruhe: Kira und ihre Mutter haben nämlich jede Menge Probleme im Gepäck, und bevor sich Winston versieht, steckt er mitten in einem echten Kriminalfall und kurz darauf ach du heilige Ölsardine auch noch im Körper eines Mädchens! Hilfe!!!

Meine Einschätzung:
Ich habe ja eine Schwäche für Katzenbücher 😉 und Frauke Scheunemann hat mit Winston ein ganz goldiges Kerlchen erdacht, das mit seiner neuen Freundin Kira große Abenteuer erlebt. Am besten hat mir der Schulbesuch aus Katersicht gefallen:-).
Aus meiner Sicht wird allerdings der Identitätentausch Kater – Teenager nicht überzeugend dargestellt. Bei aller Fantasie und Magie, aber das kann nicht funktionieren. Als Mutter von zwei Teenagern muß ich das doch wissen ;-), oder?
Das Buch läßt sich leicht und flott lesen und kaputt gelacht habe ich mich über die katermäßigen Flüche: heilige Ölsardine :-).

Mein Fazit:
Ein witziges, spannendes Buch für Mädchen und Jungs, die Katzen mögen.