Baker, Jo: Im Hause Longbourn


Genre: Roman, historisch

Kurzbeschreibung:
Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens Stolz und Vorurteil. Doch keiner weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah mit Wäsche und Töpfen ab, immer noch hoffend, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Butlers James ein Zeichen? Während Elizabeth und Mr. Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt in Longbourn noch ein anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein großes Geheimnis.

Meine Einschätzung:
Was für ein netter historische Roman mit Jane Austen Bezug :-). Ich habe mit großem Vergnügen gelesen, wie die Autorin das Leben einfacher Hausangestellter schildert, denn das kommt doch in den meisten historischen Romanen viel zu kurz. Was Köchinnen, Dienstmädchen, Butler und Hausdiener leisten mußten ohne dafür großen Dank zu ernten, ist schon eindrucksvoll. Verdoppelt hat sich das Lesevergnügen dadurch, dass die Autorin nicht irgendeinen Haushalt schildert, sondern den Haushalt der Familie Benett aus „Stolz und Voruteil“.
Die Hauptfigur Sarah war mir zwar nicht zu 100 % sympathisch, weil sie so voller Vorurteile steckt, aber sie nimmt eine interessante Entwicklung und auch alle anderen Figuren sind interessant und liebenswert.
Der Roman liest sich ganz flüssig, wenn ihm auch die Eleganz einer Jane Austen fehlt :-).

Mein Fazit:

Netter historischer Roman.

Bogdan, Isabel: Der Pfau


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Ein verrückter Pfau auf einem schottischen Landgut, eine Gruppe gestresster Manager beim Teambuilding, eine junge Psychologin mit viel Ambition und wenig Erfahrung und Lord und Lady McIntosh, die das alles unter einen Hut bringen müssen …
Isabel Bogdan erzählt in ihrem ersten Roman auf feine englische Art von einem Wochenende, das ganz anders läuft als geplant: Chefbankerin Liz und ihre Abteilung wollen in der ländlichen Abgeschiedenheit ihre Zusammenarbeit verbessern, werden aber durch das spartanische Ambiente und einen verrückt gewordenen Pfau aus dem Konzept gebracht. Die pragmatische Problemlösung durch Lord McIntosh setzt ein urkomisches Geschehen in Gang, welches am Ende keiner der Beteiligten mehr durchschaut, das aber alle an ihre Grenzen führt.
Christoph Maria Herbst ist der wohl erfolgreichste deutschen Hörbuchsprecher überhaupt. Wer schon mal mit ihm am Ohr gelacht, geheult und gestaunt hat, weiß warum. Er ist eine Traumbesetzung für diesen herrlich unterhaltsamen Roman.


Meine Einschätzung:

Ja, in Bezug auf den Sprecher kann ich der Kurzbeschreibung aus vollem Herzen zustimmen! Herr Herbst liest diese Geschichte absolut genial vor. Ganz, ganz großartig.
Aber auch die Geschichte ist witzig, herrlich unaufgeregt, die Figuren so schön normal und ihr Verhalten so menschlich. Vielleicht findet der ein oder andere deshalb den Roman langweilig, aber mir hat das richtig gut gefallen und ich werde nie wieder einen Pfau sehen können, ohne herzlich loszulachen.
Der Humor der Autorin trifft genau meinen Geschmack und außerdem war sie mir eh schon sympathisch mit ihren Vorschlägen „Sachen machen“.

Mein Fazit:
Dieser Hörbuchtipp, den ich von einer lieben Freundin bekam, war ein absoluter Volltreffer und wird sicher auf der Hitliste 2017 landen.

Barreau, Nicolas: Das Lächeln der Frauen

Genre: zeitgenössicher Liro

Kurzbeschreibung:
Die junge Restaurantbesitzerin Aurélie hat Liebeskummer: Von einem Tag auf den anderen wurde sie von ihrem Freund verlassen. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer kleinen Buchhandlung auf einen Roman, der gleich in den ersten Sätzen nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Begeistert von der Lektüre, möchte Aurélie den Autor des Buchs kennenlernen, doch der ist leider sehr menschenscheu, erfährt sie vom Lektor des französischen Verlags. Aber Aurélie gibt nicht auf …

Meine Einschätzung:
Unglaublich, obwohl ich wohl eher das Gegenteil von frankophil bin ;-), finde ich Gefallen an französischen Autoren! Erst hat mir Musso und nun auch Barreau wundervolle Lesestunden beschert.
„Das Lächeln der Frauen“ ist ein ganz, ganz süßer Liebesroman am Ende gekrönt mit den Rezepten für ein französisches Liebesmenü.

Mein Fazit:

Ein zuckersüßer Liebesroman für alle Paris-Fans.