Aiken, G.A.: Dragon Night


Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Dragon Kiss
Teil 2: Dragon Dream
Teil 3: Dragon Touch
Teil 4: Dragon Fire
Teil 5: Dragon Sin
Teil 6: Dragon Fever
Teil 7: Dragon Flame
Teil 8: Dragon Night

Kurzbeschreibung:

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt. So heißt es zumindest. Gaius Domitus der Einäugige hat jedoch die Erfahrung gemacht, dass es genau andersherum ist. Erst recht, wenn man als Drachenkönig über die Provinzen herrscht. Um Recht und Ordnung zu wahren und sich seine blutrünstige Verwandtschaft vom Hals zu halten, muss er sich mit einer waschechten Barbarin zusammentun. Die will jedoch nichts von ihm wissen. Kachka ist nicht nur wild, sondern auch gnadenlos – und genau so stellt sie sich ihren Partner vor. Mit einem verzogenen Drachen wie Gaius kann eine stolze Tochter der Steppen wie sie nichts anfangen. Zugegebenermaßen ist dessen Augenklappe irgendwie verwegen. Fragt sich nur, ob auch Gaius selbst verwegen genug ist, um Kachkas Leidenschaft zu entfachen.

Mein Fazit:
*gelächter*, herrlich witzig, schräg, blutrünstig, abgefahren. Ich liebe diese Drachenserie einfach :-).

Gablè, Rebecca: Robin – Die Wende (2)

Reihenfolge der Serie „Die Waringham-Saga“
Teil 1: Robin – Die Flucht
Teil 2: Robin – Die Wende
Teil 3: Robin – Die Rückkehr

Kurzbeschreibung:

Nachdem Robin notgedrungen für König Edward in den Krieg gegen Frankreich und Spanien gezogen ist, treffen wir ihn wieder im Lager der Soldaten nach der Schlacht von Najera. Dort bringen sein Gerechtigkeitssinn und seine Ehrlichkeit den Schwarzen Prinzen gegen ihn auf – ein gefährlicher Feind. Nur mithilfe des Dukes of Lancaster, dem Bruder des Prinzen in dessen Dienst Robin getreten ist, kann er seinen Kopf aus der Schlinge ziehen und schließlich wieder nach England zurückkehren. Die Verbindung zu Lancaster wird weitreichende Folgen für Robin haben. Sein Weg ist weiterhin voller Gefahren, aber sein Schicksal hat sich gewendet.

Meine Einschätzung:

Hachja! Im Leben von Robin geht es wieder rund und manchmal hatte ich Mitleid mit ihm. Da brennt das Gut ab, die Tochter wird ins Kloster verfrachtet, der beste Freund gefoltert, der König stirbt, Feinde lauern an jeder Ecke …
Naja, wie so ein mittelalterliches Ritterleben eben so spielt :-).
Hörspieltechnisch ist diese Geschichte auch wieder sehr, sehr gut umgesetzt und wirklich Kino für die Ohren.

Mein Fazit:
Dieses Hörspiel läßt die Herzen von Freunden der mittelalterlichen Rittergeschichten höher schlagen, mir war es allerdings manchmal zuviel des Guten ;-).

Gablé, Rebecca: Robin – Die Flucht (1)


Genre: historischer Roman, Hörspiel

Reihenfolge der Serie „Die Waringham-Saga“
Teil 1: Robin – Die Flucht
Teil 2: Robin – Die Wende
Teil 3: Robin – Die Rückkehr

Kurzbeschreibung:

England im 14. Jahrhundert: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, hat der junge Robin alles verloren – auch den Anspruch auf sein Erbe und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft, die sie bis ins Erwachsenenalter begleiten wird.
Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt des Hofes von Edward III, von Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe – und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Wird es ihm gelingen, sich in dieser Welt zu etablieren?

Meine Einschätzung:
Oh ha. „Robin – Die Flucht“ ist definitiv auch „Kino für die Ohren“! Diese Hörspielfassung eines historischen Romans, die es exklusiv bei audible gibt, hat mir ausnehmend gut gefallen! Da stimmt einfach alles: die Sprecher sind durch die Bank großartig besetzt, die Geräusche sind absolut überzeugend gemacht, die eingespielte Musik passt zur Zeit und zur Geschichte und die Balance zwischen Erzähler und Dialogen ist wunderbar gelungen.
In meinen Ohren/Augen (Achtung: Wortspiel ;-)) kann man ein Hörspiel nicht besser produzieren!
Aber auch die Geschichte des jungen Mannes, dessen Vater angeblich Selbstmord begangen hat und der deshalb seiner adligen Privilegien beraubt wurde und sich als Stalljunge verdingt, konnte mich begeistern.
Die Autorin hat einen wunderbar atmosphärischen, im Mittelalter angesiedelten, spannenden Roman verfaßt, der Lesern des Genres alles bietet, was man sich wünscht: edle Ritter, rauflustige Trunkenbolde, ausbeuterische Adlige, heilkundige Hebammen, arme Bauersleute, Pestepidemien, Rittertuniere, wunderschöne Burgfräuleins ;-), …

Mein Fazit:
Absolut großartiges Hörspiel, das das Mittelalter in England wieder lebendig werden läßt.

Feuerbach, Sam: Der Verräter (6)


Genre: Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:

Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 4: Die Myrnengötting
Teil 5: Der Seelenspeer
Teil 6: Der Verräter

Kurzbeschreibung:
Ihre Vergangenheit – ein einziger Albtraum. Ein Blick in ihre Zukunft zeigt: Es geht noch schlimmer. Sie setzt alles dran, um diese zu verändern. Der Prinz hat seinen Vater, seine Heimatburg, sein Land verloren. Reich ist er nur an Feinden. König Schohtars Übermacht stürmt die letzte Mauer. Dagegen helfen diesmal kein Artefakt und keine Magie. Bolkan Katerron findet sich dort wieder, von wo er einst geflohen ist: mitten im Spiel von Mord, Macht und Verrat.

Meine Einschätzung:
Uiuiuiuiu, zwischendurch war ich sehr beunruhigt und dachte: Na hoffentlich hat der Autor sich nichts bei Mr. Martin abgeguckt und bringt jetzt ala „Game of Thrones“ Hauptfiguren um die Ecke ;-). Ob er es getan hat??? Verrat ich nicht, aber es geht ganz schön blutig zu. Das bleibt ja auch bei den vielen Konflikten und Schlachten nicht aus.
Jetzt mit dem letzten Teil der 6-teiligen Serie blicke ich nochmal voller Begeisterung zurück. Der Autor hat einen interessanten Weltenentwurf auf einer mittelalterlichen Basis ersonnen, mit kleinen Ausflügen in die Naturvölker, Magie und Zeitreisen. Die Protagonisten sind interessante Persönlichkeiten, denen man als Leser sehr nahe kommt, denn der Autor erzählt Teile der Geschichte aus der Sicht einzelner Protagonisten. Diese Erzählweise hat mir außerordentlich gut gefallen und sorgt auch für diverse Überraschungseffekte, da es keinen allwissenden Erzähler gibt.
Ein paar kleinere Kritikpunkte habe ich, was das Ende angeht, aber so eine Geschichte ist ja kein Wunschkonzert. ;-).
Die Hörbuchfassung mit Robert Frank als Sprecher hat mich zu 100 % überzeugt und ich würde gerne weitere Hörbücher von ihm eingelesen hören.
Und natürlich würde ich gerne weitere Geschichten von Herrn Feuerbach hören/lesen.

Mein Fazit:

Für mich eine großartige Entdeckung: ein deutscher Indie-Fantasy-Autor, der eine wunderbare sechsteilige Fantasy-Serie herausgebracht hat, die zu meinen Highlights 2016 gehören wird!

Sam Feuerbach: Der Seelenspeer (5)


Genre: Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:

Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 4: Die Myrnengötting
Teil 5: Der Seelenspeer
Teil 6: Der Verräter

Kurzbeschreibung:

Wer Ruhe sucht, muss die Unruhe töten. Logisch. Sie macht sich auf den Weg zu ihrer Kindheit. Denn auch die Auftragsmörderin war mal ein kleines Mädchen. Doch dann passiert ausgerechnet ihr dieser verhängnisvolle Fehler.
Die Hand des Schwertmeisters ballt sich zur Faust. Bevor sie in den Krieg zieht, sucht sie den magischen Speer. Ohne Vorwarnung stehen der Kleine und der Unscheinbare vor schier unlösbaren Aufgaben.

Meine Einschätzung:

Oh, oh! Dachte ich, als ich diese Folge hörte. Herr Feuerbach geht wirklich nicht zimperlich mit seinen Figuren um. Eine große Seeschlacht endet tragisch und auch für Karek und seine Freunde sieht es mehr als schlecht aus.

Mein Fazit:
Meine Fantasy-Entdeckung des Jahres! Tolle, vielschichtige Geschichte mit vielen interessanten Charakteren.

Hobb, Robin: Der Weitseher (1)


Genre: High-Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Weitseher
Teil 2: Der Schattenbote
Teil 3: Der Nachtbote

Kurzbeschreibung:

Die Abenteuer von Fitz dem Weitseher Es gibt Fantasy-Helden, die man nie vergisst. Helden, deren magische Gabe Kontinente bewegt, deren Mut den Lauf des Schicksals verändert. Wie J. R. R. Tolkiens Ringträger Frodo oder Sonea, Trudi Canavans mutige Magier-Schülerin. Einer darf hier nicht fehlen: Fitz, Bastard eines Prinzen, und auserwählt, das Erbe der legendären Weitseher anzutreten.

Meine Einschätzung:

Grmpf. Einen blöderen, nichtssagenderen Klappentext habe ich lange nicht mehr gelesen.
Hach, was ein bisschen Recherche doch zutage fördert :-). Mir ist Robin Hobb schon vor 21 Jahren von einer New Yorker Buchhändlerin empfohlen worden, als ich dort nach spannender Fantasy fragte und ich glaube, dass ich den ersten Band „Der Weitseher“ im Original „Assassin’s Apprentice“ noch irgendwo hier rumstehen habe. Allerdings habe ich ihn nie im Original fertig gelesen, weil es für mich unglaublich anstrengend war, die Geschichte zu lesen. Nachdem ich die Geschichte jetzt auf Deutsch gehört habe, ist mir auch klar warum. Dieses Vokabular lernt man nicht in der Schule ;-).
Erschienen ist die Trilogie also in den 90igern und wurde jetzt schon zweimal unter verschiedenen Titeln aufgelegt. Das finde ich ein wenig mühsam, oder? Denn als Leser muß man da ganz schön gut informiert sein, sonst hat man -schwupp die wupp- zweimal die gleiche Geschichte gekauft.
Nun aber zurück zu Geschichte. „Der Weitseher“ ist eine ganz klassische High-Fantasy-Geschichte epischen Ausmaßes, die in der frühen Jugend der Hauptfigur Fitz als Ich-Erzähler beginnt. Fitz kommt als unehelicher Sohn des Kronprinzen an den Hof seines Großvater und wird denkbar schlecht behandelt. Ich habe sehr mit dem kleinen Bub mitgelitten, der eine besondere Gabe hat, die es ihm möglich macht, mit Tieren eine feste, innige Beziehung aufzubauen, die soweit geht, dass er mit ihnen in Gedanken sprechen kann. Sein Vater erkennt ihn nie offiziell an und verstirbt dann plötzlich, so dass er keinen Beschützer außer dem Stallmeister des Hofes hat, der ihn aber eher wie einen jungen Hund behandelt als einen kleinen Jungen. Seine beiden intriganten Onkel mißhandeln oder ignorieren ihn wahlweise und schließlich wird er zum Assassinnen ausgebildet, der im Auftrag seines herrschenden Großvaters geheime Morde auszuführen hat. Das Königreich wird von einem seefahrenden, grausamen Volk bedroht, dass seine Gefangenen als bösartige Zombies zurückkehren läßt.
Die sehr komplexe Geschichte mit den vielen verschiedenen Handlungssträngen weiter zusammenzufassen, spare ich mir hier. Den Vergleich mit Trudi Canavans Serie finde ich übrigens sehr passend :-).
Hat mir die Geschichte gefallen? Immerhin habe ich mir damit 18 Stunden um die Ohren geschlagen??? Jein.
Die Geschichte selbst ist mir einen Ticken zu langatmig und ganz viele Erzählstränge bleiben irgendwie offen oder werfen ständig neue Fragen auf und das ist mitunter anstrengend zu verfolgen und zu sortieren.
Außerdem sind die Figuren allesamt in meinen Augen schwierige Charaktere und weil sie nur aus der Sicht von Fitz beschrieben werden, kommt man ihnen auch nicht wirklich nahe. Und eigentlich behandeln ihn alle schlecht, sind bösartig, ungerecht und gemein zu ihm. Im besten Fall wird er ignoriert. Das fand ich schwer auszuhalten. Einige, wichtige Figuren, wie der Stallmeister, der Assassinen-Ausbilder und der thronfolgende Onkel von Fitz hätten durchaus das Zeug gehabt, um der Geschichte eine positive Wendung zu geben, aber sie verhalten sich so seltsam und abweisend, dass es mich genervt hat.
Fitz, die Hauptfigur, ist auch nicht unbedingt ein Charakter, den ich in Herz schließe. Er ist natürlich eine starke Figur, die sich nicht unterkriegen läßt, obwohl er soviel zu ertragen hat, aber ich habe ihn immer mit Prinz Karek aus Sam Feuerbach Krosann-Saga verglichen und da kommt Fitz einfach schlechter weg. Erst im letzten Teil der Geschichte, als Fitz mit dem prinzlichen Hochzeitszug in ein fremdes Königreich geschickt wird, entwickelt er sich positiv weiter.
Das Ende des ersten Bandes ist natürlich so gestrickt, dass man dem nächsten Teil gespannt entgegensieht, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mich weiter auf die Welt der Weitseher von Robin Hobb einlassen möchte, die von der Grundstimmung schon sehr, sehr düster ist.
Vielleicht liegt das auch am Sprecher Matthias Lühn, dessen Stimme mir aus irgendeinem mysteriösen Grund nicht behagt. Eben habe ich festgestellt, dass ich ein anderes Hörbuch, das von ihm eingelesen wird, abgebrochen habe (Die Lügen des Locke Lomora). Anscheinend passen wir nicht zusammen????

Mein Fazit:
„Die Weitseher-Trilogie“ von Robin Hobb ist ein klassisches, episches, spannendes Fantasy-Werk, dessen Protagonisten mir leider nicht besonders gut gefallen haben.

Feuerbach, Sam: Die Sanduhr (Die Krosann-Saga – Lehrjahre 3)


Genre: Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:

Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 1: Die Myrnengötting
Teil 2: Der Seelenspeer
Teil 3: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Wie ist es dazu gekommen? Fünf Milchbärte kleben ihr an den Hacken wie Pferdemist. Auf einem Schiff mit einem Kapitän, dem nicht zu trauen ist. Auf einer Reise mitten ins Feindesland, in dem es von Halsabschneidern nur so wimmelt. Auf der Suche nach einer verlorenen Legende, die sich jeden Augenblick in Luft auflösen kann, wie ein Kamelfurz.

Meine Einschätzung:
Gut, dass der Göga heute den ganzen Tag unterwegs gewesen ist, denn ich hätte keine Zeit für ihn gehabt ;-). Ich hatte den ganzen Tag Kopfhörer auf den Ohren. Oh, Mann! Die Abenteuer von Prinz Karek, seinen Kameraden und der Namenlosen nehmen kein Ende und sie geraten immer wieder in fast aussichtslose Situationen auf der Suche nach dem magischen Artefakt, das auf keinen Fall in die Hände der Feinde fallen darf.
Auch der dritte Teil schließt nahtlos an den Vorgänger an und ich habe nichts, absolut nichts zu meckern!
Wem könnte diese Saga gefallen? Ich denke, dass Fans von Richard Schwartz auch diese Reihe mögen werden und da es sich bei den Protagonisten zum Teil um junge Leute handelt, ist das sicher auch eine Reihe für jüngere Leser, die mit einer ordentlichen Portion Gewalt, Blut und Tod umgehen können.
Zusammenfassend möchte ich feststellen: Die Reihe überzeugt mit einem gelungenen Weltenentwurf, sehr gut charakterisierten Protagonisten, einer spannenden, wendungsreichen Handlung, mit einer schönen Sprache und unterhaltsamen Wortwitz.

Zwei Bände der nachfolgenden Trilogie sind schon erschienen und der Kölner Autor schreibt bereits an Folge 3. Ich bin schon voller Vorfreude, werde mich aber bis zum Erscheinen der Hörbücher gedulden müssen …

Mir war übrigens nicht klar, dass die Bücher bisher (nur) im Selbstverlag erschienen sind. Unglaublich, oder? Ob der Autor versucht hat, seine Reihe bei einem renommierten Verlag unterzubringen und ist abgeblitzt? Mal sehen, ob ich das noch rausfinde :-).

Mein Fazit:
Meine Neuentdeckung in der deutschen High-Fantasy-Welt ist Sam Feuerbach – ein Indie-Autor, der hoffentlich noch viele begeisterte Leser finden wird.

Feuerbach, Sam: Der Schwertmeister (Die Krosann-Saga – Lehrjahre 2)


Genre: High Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 1: Die Myrnengötting
Teil 2: Der Seelenspeer
Teil 3: noch nicht erschienen


Kurzbeschreibung:

Sie ist von allen bösen Geistern verlassen. Anstatt dem Prinzen die Kehle durchzuschneiden, ließ sie ihn einfach laufen. Und nun soll sie auch noch im Thronsaal vor König Tedore das Knie beugen. Nicht mit ihr. Niemals. Lieber stehend töten, als kniend leben.
Im Spätherbst seines Lebens, weit weg von der Heimat, geflohen vor seiner Schuld. Ein verstorbener Sohn, eine verlorene Tochter, ein verwirkter Titel. Was blieb war am Strand zu sitzen und die Wellen zu zählen. Doch dann erhebt sich der alte Schwertmeister und macht sich auf seine letzte große Reise…

Meine Einschätzung:
Der zweite Teil der Reihe schließt nahtlos an den ersten Teil an und ich will an dieser Stelle nur so viel verraten: Der Autor hat kein Problem damit, Hauptfiguren aus dem Spiel zu nehmen (vielleicht hat er sich ein Beispiel an Herrn George R. R. Martin genommen???).
Auch die Spannungsbogen, die der Autor aufbaut, sind nicht von schlechten Eltern ;-). Gerne wechselt er an einer dramatischen Stelle kurzerhand die Szene, so dass ich mehrfach die Luft anhalten mußte :-).
Über den Inhalt will ich nichts verraten, aber die Geschichte entwickelt sich rasant und spannend und unterhält mich fantastisch. Ständig habe ich die Kopfhörer auf den Ohren, so dass meine Familie schon ganz irritiert ist.

Mein Fazit:
Großartige Fantasy-Serie aus deutscher Autorenhand.

Feuerbach, Sam: Die Auftragsmörderin (Die Krosann-Saga – Lehrjahre 1)


Genre: High-Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Erste Trilogie – Lehrjahre
Teil 1: Die Auftragsmörderin
Teil 2: Der Schwertmeister
Teil 3: Die Sanduhr

Zweite Trilogie – Königsweg
Teil 1: Die Myrnengötting
Teil 2: Der Seelenspeer
Teil 3: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Wie viel Hass passt in ein Leben?
Sie ist ohne Namen, ohne Kindheit, ohne Skrupel. Während andere zaudern, noch überlegen, was gut, was schlecht oder was richtig, was falsch ist, handelt sie bereits. Meistens schlecht und falsch. Eine verlorene Herkunft, tief in ihr brodelnd, sucht sich seinen Weg an die Oberfläche.
Im Königreich Toladar greifen viele Hände begierig nach der Krone. Den jugendlichen Thronfolger, Prinz Karek, kümmern die Intrigen wenig, bis er über das Erbe längst verlorener Götter stolpert. Unverhofft muss er sich in einer Welt beweisen, in welcher sein Talent die richtigen Fragen zu stellen, lebensgefährliche Antworten liefert.

Meine Einschätzung:

Nachdem ich tatsächlich das Hörbuch „Die Lügen des Locke Lomara“ schweren Herzens abgebrochen hatte, war mir nach 15 Minuten mit der „Auftragsmörderin“ klar, dass ich da eine richtig tolle Geschichte auf den Ohren hatte.
In einer mittelalterlichen, feudalen Welt treffen wir auf einen königlichen Prinzen, der nicht ganz dem Wunschbild seines Vaters und seines Volkes entspricht. Seine Schwertkampfkunst ist bescheiden, seinen Frust und seine Langweile bekämpft er mit Futtern und sein Wissendurst wird von einem langweiligen Lehrer gebremst. Durch eine höfische Intrige, die unter anderem seinen Tod beinhalten soll, wird er inkognito als Offiziersanwärter in eine abgelegene Burg verfrachtet. Seiner höfischen Privilegien beraubt, ist er den Hänseleien seiner Kameraden und der Offiziere ausgeliefert, aber da er das Herz am rechten Fleck hat, mutig für seine Kameraden eintritt und eine hilfreiche, aber auch mysteriöse Gabe hat, findet er seinen Platz in der Gruppe. Der Autor gewährt uns durch Selbstgespräche, die der Prinz stumm mit sich führt, einen sehr schönen, aufschlußreichen Einblick in seine Persönlichkeit.
Mit dem gleichen Stilmittel, nämlich den ausführlichen Gedanken der namenslosen Auftragsmörderin, bringt der Autor dem geneigten Leser eine spannende, geheimnisvolle Frau näher. Absolut tödlich, skrupel- und emotionslos mordet sich die Frau durch die Geschichte, aber sie nimmt eine coole Entwicklung, die ich hier natürlich auf keinen Fall verrate. Nur so viel: Soooooo können weibliche Heldinnen also auch daher kommen ;-).
Der Weltenentwurf von Krosann, die unterschiedlichen politischen Parteien und die komplizierten Intrigen sind sehr gut beschrieben. Die Geschichte kommt ohne Elfen, Gnome oder Einhörner aus, aber Magie spielt eine Rolle.
Sprachlich finde ich dieses Fantasy-Buch herausragend gut. Es gibt wundervolle Beschreibungen, der Autor bleibt durchgängig seiner angelegten Zeit treu, die Dialoge sind glaubhaft und oft habe ich gedacht: Wow, hat er das gut geschrieben!
Einen großen Anteil an meiner Begeisterung hat auch der Sprecher Robert Frank, den ich bisher nicht kannte. Er verleiht den Figuren einzigartige Stimmen, ohne sie zu arg zu verstellen.

Mein Fazit:
Es gibt sie, die Schätzchen der deutschen Fantasy und mit der Krosann-Saga habe ich eine tolle Serie entdeckt, die sicher noch viele Fans finden wird.

Maas, Sarah, J.: Throne of Glass – Kriegerin im Schatten (2)


Genre: High Fantasy

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Throne of Glass – Die Erwählte
Teil 2: Throne of Glass – Kriegerin im Schatten
Teil 3: Throne of Glass – Erbin des Feuers
Teil 4: Queen of Shadows (noch nicht übersetzt)
Teil 5: ?
Teil 6: ?

Kurzbeschreibung:
Celaena hat sich in einem unerbittlichen Wettkampf gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt und ist nun Champion des Königs. Nach seinen Vorgaben soll sie unliebsame Gegner beseitigen, die dessen grausame Herrschaft beenden wollen. Doch statt sie aus dem Weg zu räumen, warnt Celaena seine Feinde und ermöglicht ihnen so die Flucht. Dieses Geheimnis verbirgt sie zunächst selbst vor Chaol, zu dem sie sich gegen ihren Willen immer mehr hingezogen fühlt. Wie sehr kann sie ihm vertrauen? Schließlich ist Chaol der Captain der königlichen Leibgarde. Soll sie auf ihr Herz oder ihren Verstand hören?

Meine Einschätzung:
Mir hat auch der zweite Teil der Serie sehr, sehr gut gefallen. Allerdings ist er ganz schön düster und tragisch-traurig, aber natürlich auch spannend und kampfbetont :-). Mein Tochter, die jetzt auch eingestiegen ist, ist allerdings deutlich kritischer und stört sich an der gängigen, für sie schon abgenutzten Dreieckskonstellation und sie hadert mit dem Stil der Autorin. „Mama, irgendwie paßt die Sprache nicht zur Geschichte.“ Nun, ich wiederum finde gerade die ungewöhnliche sprachliche Gestaltung reizvoll und ich mag die Charaktere alle sehr gerne und die Bösewichte sind so richtig schön böse und deshalb wird Band 3 schon sehr bald trotz SuB-Abbauvorhaben hier aufschlagen.

Mein Fazit:
Ich mag diese High-Fantasy-Serie sehr, sehr gerne, auch wenn sie sich gängiger Motive bedient.

Maas, Sarah, J.: Throne of Glass – Die Erwählte (1)


Genre: High Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Throne of Glass – Die Erwählte
Teil 2: Throne of Glass – Kriegerin im Schatten
Teil 3: Throne of Glass – Erbin des Feuers
Teil 4: Queen of Shadows (noch nicht übersetzt)
Teil 5: ?
Teil 6: ?

Kurzbeschreibung:
Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten.

Meine Einschätzung:
Schon seit Erscheinen dieser Reihe schleiche ich darum herum, wollte aber gemäß meines Vorhabens Reihen in einem Rutsch zu lesen, abwarten. Nun hatte aber meine Geduld ein Ende und ich hatte einfach Lust auf einen neuen Fantasy-Roman :-).
Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Von der ersten Seite an dachte ich: ja, ja, ja. Diese Geschichte liebe ich.
Dabei ist es jetzt nicht mal eine brennend neue Idee und wenn man, wie ich, viel in dieser Richtung liest, dann sieht man Parallelen zu „Selection“, „Tribute von Panem“ und vielen anderen Geschichten. Auch das Motiv: junge Frau zwischen zwei ganz unterschiedlichen Männern ist ja nun nicht neu und trotzdem ist die Geschichte cool.
Das liegt an den tollen, charismatischen Protagonisten und allen voran Celaena. Ich mag solche Heldinnen sehr, die zwar unglaublich stark sind, aber auch Schwächen haben und auch mal als heulendes Elend mit Regelschmerzen im Bett liegen. Die Geschichte spielt in einer feudalistisch geprägten Welt mit gläsernen Schlössern, bösen Königen, edlen Rittern, fiesen Hofdamen, Maskenbällen, Fechtkämpfen, etc. Herrlich!
Mehr will ich gar nicht verraten.
Herausheben möchte ich an dieser Stelle gerne noch, dass sich dieser Roman sprachlich äußerst positiv von anderen Romanen dieses Genres abhebt. Während die Dialoge pointiert und witzig sind, beschreibt die Autorin Gefühle und Eindrücke sehr schön. Den Begriff „poetisch“ mag ich nicht verwenden, weil das so abgehoben klingt, aber vielleicht paßt er doch am besten :-). Ob das an der guten Übersetzung liegt oder ob das schon im Original so ist, weiß ich leider nicht.

Mein Fazit:

Meinen Geschmack hat der Auftakt dieser Jugendbuch-Fantasy-Serie voll und ganz getroffen. Band 2 liegt schon hier rum :-).

Carson, Rae: Der Feuerstein – Eine magische Reise beginnt

Genre: Jugendbuch, High-Fantasy

Kurzbeschreibung:
Alle hundert Jahre wird ein Mensch auserwählt, den göttlichen Feuerstein zu tragen. Prinzessin Elisa von Orovalle ist so eine Steinträgerin. Aber Elisa ist auch dick und außerdem nur die Zweitgeborene. Diejenige, die noch nie etwas Herausragendes vollbracht hat – und die auch nicht glaubt, das jemals tun zu können. Doch dann wird sie an ihrem sechzehnten Geburtstag die geheime Ehefrau eines schönen und mächtigen Königs – eines Königs, dessen Reich im Innern von Intrigen und von außen von grausamen Invasoren bedroht wird und der eine Heldin und keine Versagerin an seiner Seite braucht. Er ist jedoch nicht der Einzige, der Elisa für seine Zwecke einspannen will. Als die Prinzessin von mysteriösen Rebellen entführt wird, nimmt sie ihr Schicksal erstmals selbst in die Hand: Mit all ihrem Mut, ihrer Entschlossenheit und Klugheit schließt sie sich den Aufständischen an und kämpft gegen die feindliche Armee. Denn Elisa weiß, der Feuerstein, der in ihrem Nabel schlummert, könnte ihr unglaubliche Macht verleihen. Falls es ihr gelingt, seine Magie zu entfesseln. Falls sie nicht zu früh stirbt. Denn das ist das Schicksal der meisten Auserwählten …

Meine Einschätzung:
Sehr schön! Endlich mal wieder ein richtig gutes Fantasy-Buch ohne die üblichen Verdächtigen (Vampire, Werwölfe, Elfen, Trolle oder Zwerge) ;-). Elisa ist eine Heldin, die ich gleich ins Herz geschlossen habe. Eine unperfekte Prinzessin, die Kopfschmerzen bekommt, wenn sie zu wenig Süßigkeiten futtert, die sich auf langen Reisen die Beine wund reibt und sich peinlicherweise vom Feind schnappen läßt, weil sie auf’s Klo muß. Was für eine schöne Abwechslung zu all den durchtrainierten, wunderhübschen Kriegerprinzessinen :-).
Die Geschichte, die Rae Carson erzählt, ist superspannend, dramatisch und stellenweise auch traurig, aber genau diese Mischung hat mir sehr gut gefallen.
An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin etwas tiefer geht, wenn es um die Geschichte dieser Welt geht oder die politische Entwicklung. Manche Figuren bleiben auch blass und viele Themen, die ich interessant gefunden hätte, werden nicht vertieft (z.B. warum treten Elisas Vater und Schwester überhaupt nicht in Erscheinung?), aber das mag der Tatsache geschuldet sein, dass es sich um ein Jugendbuch handelt.
Da das Buch auch meiner Tochter sehr gut gefallen hat, würden wir die folgenden Teile sicher auch gerne lesen, allerdings konnte ich keinen Hinweis auf deren Erscheinen auf deutsch finden.

Mein Fazit:
„Der Feuerstein – Eine magische Reise beginnt“ erzählt eine richtig tolle Fantasy-Geschichte mit einer sympathischen Heldin für junge Leser ab 13 Jahren.