Crombie, Deborah: Beklage Deine Sünden


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Hotel im Moor
Teil 2: Alles wird gut
Teil 3: Und ruhe in Frieden
Teil 4: Kein Grund zur Trauer
Teil 5: Das verlorene Gedicht
Teil 6: Böses Erwachen
Teil 7: Von fremder Hand
Teil 8: Der Rache kaltes Schwert
Teil 9: Nur wenn du mir vertraust
Teil 10: Denn nie bist du allein
Teil 11: So will ich schweigen
Teil 12: Wen die Erinnerung trügt
Teil 13: Wenn die Wahrheit stirbt
Teil 14: Die stillen Wasser des Todes
Teil 15: Wer Blut vergießt
Teil 16: Wer im Dunklen bleibt
Teil 17: Beklage Deine Sünden


Kurzbeschreibung:

Notting Hill im Mai: In Cornwall Gardens, einem von exklusiven Stadthäusern gesäumten Park in bester Lage, wird die Leiche einer 24-jährigen Frau entdeckt. Wie sich herausstellt, hat Reagan Keating als Kindermädchen in einer der angrenzenden Villen gearbeitet. Und schon bald erfährt Inspector Gemma James von einem weiteren mysteriösen Todesfall in dem Park: Vor einigen Monaten starb der kleine Henry Su unter mysteriösen Umständen. Hinter den schönen Fassaden der noblen Wohnanlage scheint so manches abgründige Geheimnis zu lauern, und Gemma könnte bei den Ermittlungen die Hilfe ihres Mannes Superintendent Duncan Kincaid gebrauchen. Doch der muss sich derweil den Geistern seiner Vergangenheit stellen: Duncan befürchtet, dass er seine Frau und seine Kinder unüberlegt in große Gefahr gebracht hat. Eine Angst, die sich nur zu bald bewahrheiten könnte …

Meine Einschätzung:
Normalerweise sind die Krimis von Frau Crombie in sich abgeschlossen, aber in diesem Band ist es wichtig, den Vorgängerband zu kennen, denn Kincaids Probleme haben dort ihre Ursache. Dieser Teil der Geschichte, in dem es um polizeiinterne Verschwörungen geht, ist sehr komplex angelegt und die Autorin wird sicher in den nächsten Bänden weiter darauf eingehen.
Der andere Teil der Geschichte dreht sich um die Auflösung eines Mordfalles an einem Kindermädchen. Großartig, denn Gemma bekommt es mit ehrgeizigen, skrupellosen Müttern zu tun, die die Karriere ihrer Kinder schon im Kleinkindalter durchplanen.
Die (amerikanische) Autorin schafft es immer wieder, mich in kürzester Zeit nach London zu versetzen. Sie beschreibt die Handlungsorte so bildhaft, dass ich mit dem Gärtner (cooler Typ – der Gärtner ist immer der Mörder?) durch den Garten wandeln kann und auch die Protagonisten sind vielschichtig, liebenswert, menschlich und entwickeln sich weiter. Das gefällt mir richtig gut und Deborah Crombie hat damit schon lange Elisabeth George von meiner englischen Krimilieblingsliste verdrängt :-):

Mein Fazit:
Ein wunderbarer, klassischer Krimi, der mich bestens unterhalten hat. Deborah Crombies Krimis sind eine Leseempfehlung für alle, die gut durchdachte Krimis ohne Serienkillerfunktion und Psychopaten/Psychologen-Gedöns suchen. 😉

Vargas, Fred: Nacht des Zorns


Genre: Krimi

Mehrteilige Krimiserie:
Der Verbotene Ort

Kurzbeschreibung:
Glühend steht die Sonne über Paris, als eine verängstigte Dame Kommissar Adamsberg aufsucht: Ihre Tochter Lina hat das „Wütende Heer“ gesehen – der Legende nach kündigt dieser Geisterzug Todesfälle an. Vier Opfer sah Lina in dem Heer, und als der erste Mann spurlos verschwindet, zögert Adamsberg nicht lange. Er bricht in die kühlen Wälder der Normandie auf, wie immer geleitet allein von seiner Intuition. Bevor er die Fährte jedoch aufnehmen kann, wird ein Anschlag auf einen einflussreichen Pariser Geschäftsmann verübt, man ruft ihn zurück. Kaum aber hat der Kommissar dem Städtchen Ordebec den Rücken gekehrt, erfüllt sich Linas Vision erneut. Adamsberg ist sicher: Jemand bedient sich des mittelalterlichen Mythos, um ungestört zu morden. Für den Kommissar beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Meine Einschätzung:

Kommissar Adamsberg bearbeitet gleich 3 Fälle: Den Mord an einem bekannten französischen Industriellen, den Mord an einem grausamen Jäger und Tierquälerei an einer Taube. Neben dem Kater, der im Büro von Adamsberg von den Kollegen abwechselnd zum Freßnapf getragen wird, weil er nicht laufen mag, verhätscheln die Polizisten nun noch einen Täuberich, der Adamsberg überall hin begleitet und in seinem Schuh lebt. Schräg, oder? Ein junger Polizist leidet unter einer Schlafkrankheit und muß sich alle 4 Stunden hinlegen. Adamsberg Kollege Danglard ist Alkoholiker und eine weitere Kollegin muß ständig mit Lebensmitteln versorgt werden. Als eine Inspektion des Büros angesteht, haben die Herrschaften ganz schön zu tun, um die Hinweise auf die merkwürdigen Gewohnheiten der Mitarbeiter zu verbergen.
In dem Stil geht es weiter ;-). Ein Mann der rückwärts spricht, eine junge Frau, die Geisterzüge zieht, ein Polizeihauptmann, der seinen Faible für die napoleonische Zeit auslebt, ein Feuerteufel, der niemanden verletzen will, …
Die ersten Krimis von Fred Vargas, die ich vor mindestens 10 Jahren las, haben mir damals gut gefallen. Ich mochte ihre schrägen, einzigartigen Ermittler, ihre Beschreibungen von Paris, die Stimmung ihrer Geschichten, weil sie ungewöhnlich, witzig und schräg waren.
Die letzten beiden Krimis, die ich von ihr gelesen habe, sind aber so schräg (und ich kann ’ne hohe Dosis davon vertragen ;-)), bizarr, wirr und langatmig, dass ich wohl davon absehen werde, weitere Krimis von ihr zu lesen.


Mein Fazit:

Die Krimis von Fred Vargas treffen momentan nicht meinen Lesegeschmack, aber ich kann mir vorstellen, dass es jede Menge Leser gibt, die ihren Spaß an diesen ungewöhnlichen Geschichten finden.

Poznanski, Ursula: Stimmen


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Fünf
Teil 2: Blinde Vögel
Teil 3: Stimmen
Teil 4: Schatten

Kurzbeschreibung:
Er hatte die Zeichen gesehen. Er sah sie seit Jahren schon, und hatte immer wieder versucht, die Menschen zu warnen, doch nie wollte jemand ihm glauben.
Sie hatten ein Opfer dargebracht. Auf keinen Fall durften sie ihn hören. Sie wissen, wer du bist.
Menschen, die wirr vor sich hinmurmeln. Die sich entblößen, Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum gefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary versuchen, Informationen aus den Patienten herauszulocken. Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben. Und nach eigenen Regeln spielen…

Meine Einschätzung:
„Psycho-Kram“ ist ja eher nicht so mein Ding 🙂 und als ich las, dass die Morde und damit die gesamte Geschichte ihren Schwerpunkt in einer Psychatrie hat, bin ich förmlich zusammengezuckt.
Ähnlich wie der Klappentext verrate ich Euch hier nichts zum Inhalt, aber ich kann Euch sagen, dass ich die Geschichte sehr interessant und unglaublich spannend fand.
Der Leser darf auch wieder am Privatleben der Ermittler teilnehmen und da Beatrice und ihr Kollege so sympathische Figuren sind, bin ich schon gespannt, wie es weitergeht.

Mein Fazit:
Ich mag Ursula Poznanskis Schreibstil und die Geschichte hat mir richtig gut gefallen.

Klüpfel, Volker; Kobr, Michael: Grimmbart


Genre: Krimi, Regional-Krimi


Reihenfolge der Kluftinger-Serie:

Teil 1: Milchgeld
Teil 2: Erntedank
Teil 3: Seegrund
Teil 4: Laienspiel
Teil 5: Rauhnacht
Teil 6: Schutzpatron
Teil 7: Herzblut
Teil 8: Grimmbart
Teil 9: Himmelhorn

Kurzbeschreibung:
Kluftingers neuer Fall führt ihn ins Schloss in Bad Grönenbach, wo ihn allerlei Merkwürdiges erwartet: Die Frau des Barons wurde nicht nur ermordet, sondern auch noch wie auf einem uralten Familienporträt hergerichtet. Auf dem Gemälde ist ein Mann mit seltsam gelben Augen zu sehen. Und der Baron verschwindet immer wieder im schlosseigenen Märchenwald. Auch privat geht es bei Kluftinger märchenhaft zu: Sein Sohn heiratet, und zur Feier haben sich die Schwiegereltern aus Japan angesagt. Zum Glück lässt Kluftingers Intimfeind Langhammer nicht lange auf sich warten, um dem Kommissar bei dieser kulturellen Herausforderung zu helfen.

Meine Einschätzung:
Und auch mit dem neuen „Kluftinger“ habe ich mich allerbestens unterhalten. Während mir der letzte Band ja fast schon ein wenig zu albern und klamaukig war, fand ich diesen Band wieder richtig gut.
Kluftinger und seine Kollegen müssen sich mit einem bizarren Mord an einer Baronin herumschlagen und werden von der neuen Chefin kritisch beobachtet.
Außerdem steht die Hochzeit von Kluftingers Sohn kurz bevor und da prallt die urige Allgäuer Kultur auf die fremdartige japanische Kultur. Gut, dass die beiden jungen Leute so humorvoll und gelassen ;-).
Die Dialoge zwischen den beiden Vätern sind herrlich komisch und einige Szenen dieses Bandes werden sicher ähnlich kultig, wie der Schwimmbadbesuch oder das Skifahren mit Kluftis Lieblingsfein Langhammer.
Hoffentlich ruhen sich die beiden Allgäuer jetzt nicht zu lange auf ihren Lorbeeren aus und schreiben schon an einer neuen Folge :-).

Mein Fazit:
Kluftinger ist Allgäuer Krimi-Kult und dieser Band ist super! .-)

Neuhaus, Nele: Die Lebenden und die Toten

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Eine unbeliebte Frau
Teil 2: Mordsfreunde
Teil 3: Tiefe Wunden
Teil 4: Schneewittchen muß sterben
Teil 5: Wer Wind sät
Teil 6: Böser Wolf
Teil 7: Die Lebenden und die Toten
Teil 8: Im Wald


Klappentext:

Dezember 2012. Eigentlich will Pia Kirchhoff, die heimlich ihren Lebensgefährten Christoph Sander geheiratet hat, in die Flitterwochen fahren. Doch dann geschieht ein Mord. Eine ältere Frau wurde beim Hundespaziergang erschossen. Weder ihre schockierte Tochter noch jemand aus ihrem Bekanntenkreis hat eine Erklärung, die ermordete Ingeborg Rohfelder war eine Seele von Mensch und in der ganzen Stadt beliebt. War sie ein Zufallsopfer? Nur drei Tage später wird eine Frau beim Plätzchenbacken durch das Küchenfenster ihres Hauses erschossen – mit derselben Waffe. Und dann gibt es weitere Tote. In der Bevölkerung macht sich Angst breit. Fieberhaft versuchen Pia und Bodenstein, die Verbindung zwischen den Mordopfern zu finden. Denn sie ahnen bald, dass der Mörder, der sich ‚Der Richter‘ nennt, eine Mission hat. Und noch nicht am Ende ist.

Meine Einschätzung:
Boah! Was für ein spannender, blutiger Krimi. Eigentlich bin ich ja so gar nicht in Krimistimmung, aber Nele Neuhaus hat mich mit ihrem neuen Buch gefesselt. Ein Serienkiller, der das Rhein-Main-Gebiet in der Vorweihnachtszeit unsicher macht. Puuuhhh! Ich war total auf der falschen Fährte, genauso wie Pia und Bodenstein ;-).
Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings: Ich fand es etwas übertrieben, dass das öffentliche Leben im gesamten Rhein-Main-Gebiet wegen eines Serienkillers zum Erliegen kommt, zumal irgendwann klar war, dass der Täter nicht wahllos Menschen ermordet. Und außerdem läßt sie den unmöglichen Typen vom LKA einfach in der Versenkung verschwinden. Merkwürdig …

Mein Fazit:
Ein super spannender Krimi, den ich kaum aus der Hand legen konnte.

Kornbichler, Sabine: Die Stimme des Vergessens

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie Kristina Mahlo:
Teil 1: Das Verstummen der Krähe
Teil 2: Die Stimme des Vergessens

Kurzbeschreibung:
Als die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo das Haus des verstorbenen Albert Schettler betritt, sind die Zeichen seiner Paranoia unübersehbar. Die Türen sind mehrfach gesichert, alle Fenster vergittert. In einem Brief, den er hinterlassen hat, steht, jemand werde versuchen, an den brisanten Inhalt seines Bankschließfachs zu gelangen. Kristina hält das für Verfolgungswahn, doch dann werden die Unterlagen tatsächlich gestohlen. War Schettlers Angst begründet? Kristinas Recherchen bringen ungeahnte Wahrheiten ans Licht …

Meine Einschätzung:
Mit Kristina Mahlo hat die Autorin Sabine Kornbichler ein interessante Frau – ein Nachlassverwalterin – in den Mittelpunkt ihrer Krimi-Reihe gestellt. Diese Abwechslung von üblicherweise gestressten, getrennten oder in Trennung lebenden Kriminalkommissaren oder -innen gefällt mir wirklich gut. Außerdem ist die Hauptfigur eingebettet in eine liebevoll gezeichnete Gruppe von Freunden und Familie und das finde ich auch richtig schön.
Die Nachlassverwalterin ist eine ziemlich hartnäckige Person, die Rätseln gerne auf den Grund geht und die Elemente dieses Rätsels, das sich um den Todesfall eines Kunden von Kristina Mahlo dreht, werden von der Autorin sehr detailliert beschrieben.
Mir ganz persönlich war das in diesem Fall ein klein wenig zu …. langweilig oder langwierig. Ich hätte mir etwas mehr „action“ gewünscht, aber ich wurde trotzdem gut unterhalten und am Ende überrascht :-).

Mein Fazit:
Krimifreunde, die gerne miträtseln, die Freude am Detail haben und die genug von Serienkillern und Psychopaten haben, sei diese Reihe von Sabine Kornbichler ans Herz gelegt. Es muß nicht immer Blut in Strömen fließen, um es spannend zu machen ;-).