Montero, Carla: Das Mädchen mit den Smaragdaugen


Genre: historischer Roman

Kurzbeschreibung:
Als der Kunsthistorikerin Ana García Brest ein alter Brief in die Hände fällt, ahnt sie nicht, dass er sie auf die Spur eines sensationellen Kunstfundes führen wird – und der Geschichte einer unglaublichen Liebe. Frankreich, 1942. Die junge Sarah Bauer entkommt als Einzige der Deportation ihrer Familie. Auf ihrer Flucht trägt sie einen Mantel, unter dem sie ein geheimnisvolles Bild verbirgt. Doch SS-Sturmbannführer Georg von Bergheim soll das Gemälde in seinen Besitz bringen und wird nicht ruhen, bis er es gefunden hat. Er ist Sarahs größter Feind – und bald ihre einzige Rettung …

Meine Einschätzung:
Schade, dass dieser Roman so wenige Leser gefunden hat, denn mir hat er sehr gut gefallen. Ich mag Romane, die in unterschiedlichen Zeitebenen spielen und die Thematik „Kunstraub der Nazis“ hat mich wirklich gefesselt. Immer noch unglaublich für mich, mit welcher Skrupellosigkeit in dieser Zeit vorgegangen wurde.
Die Figuren sind sehr gut charakterisiert, nur der Liebhaber von Ana ist ein wenig überzogen dargestellt und ich hätte mir Ana etwas selbstbewußter gewünscht. Aber ein Roman ist schließlich kein Wunschkonzert ;-).

Mein Fazit:
Ein historischer Roman, der mich einerseits gut unterhalten hat, aber mir auch weitere Informationen zur Geschichte des zweiten Weltkrieges vermittelt hat.

Suter, Martin: Allmen und die verschwundene Maria

Genre: Krimi, Detektivroman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria

Kurzbeschreibung:

Eben noch hat sich Allmen International über die erfolgreiche Wiederbeschaffung des wertvollen Dahlienbildes gefreut, da verschwindet Carlos’ Lebensgefährtin María Moreno. Kein Liebesstreit, wie Allmens Faktotum erst vermutet hat, sondern die brutale Revanche derer, die sich ihrerseits beraubt fühlen. María gegen das Dahlienbild – so lautet die Forderung der Ganoven.Doch sie haben ihre Rechnung ohne die alte Dalia Gutbauer gemacht. Denn die ist nicht bereit, das Bild wieder herauszurücken, und hat ihre eigenen Vorstellungen, was mit ihm geschehen soll. Damit bringt sie Allmen und Carlos und natürlich María in eine äußerst prekäre Situation. Handeln tut not, und in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit gibt jeder sein Bestes.

Meine Einschätzung:

Während Teil 1 und Teil 2 auch unabhängig voneinander gelesen werden können, schließt Teil 4 unmittelbar inhaltlich an „Allmen und die Dahlien“ an. Deshalb sollten Teil 3 und Teil 4 in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.
Allmen und Carlos wirken in dieser Folge vollkommen hilflos und dilettantisch. Dafür schildert der Autor die Polizisten richtig sympathisch und kompetent, denn deren Hilfe brauchen unsere zwei Hobby-Detektive, um „Die verschwundene Maria“ wieder zu bekommen ;-).
Mich hat die Geschichte nicht wirklich gefesselt, aber ich verfolge die Serie ja auch nicht wegen ihrer spannenden, actionreichen Handlung. Vielmehr lebt die Serie von der geschildertern Atmosphäre und den interessanten, mitunter schrägen Charakteren und der wunderbaren Erzählweise des Autors.

Mein Fazit:
Vielleicht nicht der beste Teil der Serie, aber dennoch unterhaltsam, wenn er von einem tollen Sprecher wie Gerd Heidenreich gelesen wird.

Suter, Martin: Allmen und die Dahlien

Genre: Krimi, Detektivroman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria

Kurzbeschreibung:
Ein millionenschweres Dahlienbild von Henri Fantin-Latour wird entwendet und Allmen International Inquiries mit der Ermittlung beauftragt. In der Tat ein Fall für Allmen, Carlos und dessen reizende Lebensgefährtin María Moreno, die seit kurzem das Duo bereichert. Das Bild war bereits Diebesgut, bevor es die unrechtmäßige Besitzerin wechselte. Und die alte Dame, die es besaß – Dalia Gutbauer, steinreiche Erbin und Inhaberin eines in die Jahre gekommenen Luxushotels –, hat Geld genug, um einen neuen Fantin-Latour zu erwerben. Warum bloß hängt sie so an diesem Bild? Johann Friedrich von Allmen begreift recht spät, auf welch glattem Parkett er hier auch ermittelt. Unter halbseidenen Halbganoven sowie unter seinesgleichen: heimlichen Experten im Kein-Geld-Haben, mit mehr Ansprüchen als Mitteln. Doch eines ist noch gefährlicher: alternde Männer mit jungen Frauen.

Meine Einschätzung:
Die Kurzbeschreibung ist ja mal sehr treffend :-).
Dieser Fall von Allmen hat mir richtig gut gefallen. Ich konnte mir das verstaubte Schlosshotel, die uralte Millionärin, die alternde Diva, die Privatsekretärin und den Butler so gut vorstellen: Herrlich!
Überrascht hat mich der Autor mit dem Cliffhanger! Herr Suter, darauf waren weder Allmen noch ich gefaßt!
Und aus diesem Grund muß ich natürlich den nächsten Band gleich im Anschluß hören.

Mein Fazit:
Auch Teil 3 dieser ungewöhnlichen Schweizer Detektiv-Serie mit dem Lebemann Allmen und seinem gualtemaltekischen Mitarbeiter hat mich wunderbar unterhalten.

Suter, Martin: Allmen und die Libellen

Genre: Roman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien

Kurzbeschreibung:
Allmen, eleganter Gentleman, Lebemann, Kunstsammler und charmanter Hochstapler, hat das Millionenerbe seines Vaters durchgebracht. Das Anwesen musste er verkaufen, er hat sich mit seinem lebenserfahrenen Faktotum Carlos aus Guatemala ins bescheidene Gewächshaus zurückgezogen. So schlecht er mit Geld umgehen kann, so virtuos beherrscht er den Umgang mit Schulden und Gläubigern. Insbesondere die diskrete Geschäftsbeziehung zu einem Antiquitätenhändler hilft ihm immer wieder aus der Bredouille. Anfangs war Allmen guter Kunde, mittlerweile ist er guter Lieferant, erst mit Stücken aus der eigenen Sammlung, dann mit Objekten, über deren Herkunft ein Kavalier besser schweigt. Bis ihn nach einem alkoholseligen Abend Jojo, eine heißhungrige junge Frau, in die Seevilla ihres Vaters abschleppt und er dort eine Sammlung von fünf traumhaft schönen Jugendstil-Schalen entdeckt.

Meine Einschätzung:

Die Kurzbeschreibung fasst die Geschichte sehr gut zusammen. 🙂
Ich glaube, die Allmen-Reihe von Marin Suter wird unter der Kategorie „Krimi“ geführt, was aus meiner Sicht nicht so ganz passend ist. Gut, es gibt ein Verbrechen (Kunstraub), aber für mich ist „Allmen und die Libellen“ eher ein „Schelmenroman“.
Ich kann auch nicht sagen, dass mir die Hauptfigur besonders sympathisch ist, ich finde Allmen eher unverschämt, faul und lebensuntüchtig, aber mich hat Martin Suters Sprache begeistert. Gelesen vom genialen Gerd Heidereich klingt die Geschichte sehr elegant und gleichzeitig witzig.

Mein Fazit:
Ein tolles Hörbuch, gelesen von einem wunderbaren Sprecher.