Montero, Carla: Das Mädchen mit den Smaragdaugen


Genre: historischer Roman

Kurzbeschreibung:
Als der Kunsthistorikerin Ana García Brest ein alter Brief in die Hände fällt, ahnt sie nicht, dass er sie auf die Spur eines sensationellen Kunstfundes führen wird – und der Geschichte einer unglaublichen Liebe. Frankreich, 1942. Die junge Sarah Bauer entkommt als Einzige der Deportation ihrer Familie. Auf ihrer Flucht trägt sie einen Mantel, unter dem sie ein geheimnisvolles Bild verbirgt. Doch SS-Sturmbannführer Georg von Bergheim soll das Gemälde in seinen Besitz bringen und wird nicht ruhen, bis er es gefunden hat. Er ist Sarahs größter Feind – und bald ihre einzige Rettung …

Meine Einschätzung:
Schade, dass dieser Roman so wenige Leser gefunden hat, denn mir hat er sehr gut gefallen. Ich mag Romane, die in unterschiedlichen Zeitebenen spielen und die Thematik „Kunstraub der Nazis“ hat mich wirklich gefesselt. Immer noch unglaublich für mich, mit welcher Skrupellosigkeit in dieser Zeit vorgegangen wurde.
Die Figuren sind sehr gut charakterisiert, nur der Liebhaber von Ana ist ein wenig überzogen dargestellt und ich hätte mir Ana etwas selbstbewußter gewünscht. Aber ein Roman ist schließlich kein Wunschkonzert ;-).

Mein Fazit:
Ein historischer Roman, der mich einerseits gut unterhalten hat, aber mir auch weitere Informationen zur Geschichte des zweiten Weltkrieges vermittelt hat.

Bronw, Dan: Inferno

Genre: Roman, zeitgenössisch

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Illuminati
Teil 2: Sakrileg
Teil 3: Das verlorene Symbol
Teil 4: Inferno

Kurzbeschreibung:
Mein Geschenk ist die Zukunft. Mein Geschenk ist die Erlösung. Mein Geschenk ist – Inferno. Robert Langdon ist zurück – und der Held aus Dan Browns Weltbestsellern ILLUMINATI, SAKRILEG und DAS VERLORENE SYMBOL hat sein wohl größtes Abenteuer zu bestehen. Dante Alighieris »Inferno«, Teil seiner »Göttlichen Komödie«, gehört zu den geheimnisvollsten Schriften der Weltliteratur. Ein Text, der vielen Lesern noch heute Rätsel aufgibt. Um dieses Mysterium weiß auch Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard. Doch niemals hätte er geahnt, was in diesem siebenhundert Jahre alten Text schlummert. Gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks macht sich Robert Langdon daran, das geheimnisvolle »Inferno« zu entschlüsseln. Aber schon bald muss er feststellen, dass die junge Frau ebenso viele Rätsel birgt wie Dantes Meisterwerk. Und erst auf seiner Jagd durch halb Europa, verfolgt von finsteren Mächten und skrupellosen Gegnern, wird ihm klar: Dantes Werk ist keine Fiktion. Es ist eine Prophezeiung. Eine Prophezeiung, die uns alle betrifft. Die alles verändern kann. Die Leben bringt. Oder den Tod.

Meine Einschätzung:
Aber Hallo! Dieses Buch wird die Leserschaft ganz bestimmt spalten 🙂 und es wird jede Menge Rezis dazu geben …
Ich habe einen Dan Brown gekauft und einen original Dan Brown bekommen. (nebenbei möchte ich hier mal erwähnen, dass „Inferno“ der teuerste Roman ist, den ich je gekauft habe!!! Nur „Winter der Welt“ von Ken Follet ist teurer und dicker, aber den habe ich geschenkt bekommen …)
Und hat sich diese Investition für mich gelohnt??? Die Antwort ist ein uneingeschränktes JA!
Ich mag einfach Robert Langdon, eine Art James-Bond-Kunsthistoriker, der auch noch wenig mit Indiana Jones verwandt ist ;-).
Außerdem liebe ich Florenz und Venedig (Istanbul kenne ich noch nicht) und fand die Beschreibung der diversen Bauwerke und Kunstwerke überhaupt nicht langweilig (neben mir lag mein Baedeker-Reiseführer ;-)). Für mein löchriges Gedächtnis hat Dan Brown auch noch für die notwenigen Wiederholungen gesorgt. 😉 Na gut, da hat er wirklich ein wenig übertrieben. Wie viele Male mußten wir die Beschreibung des Videos über uns ergehen lassen??? Viermal??? Ja und den IQ von Sienna habe ich auch nicht vergessen …
Atemlos bin ich Langdon also durch diesen ereignisreichen Tag gefolgt (dem Autor sei Dank, bekam der auch irgendwann mal was zu essen) und wurde von diversen Wendungen ganz schön überrascht. Nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, mußte ich dann einige Passagen noch einmal lesen, um die Sachlage zu überprüfen und zu verstehen, aber das schadet ja nichts.
Über den Ausgang der Geschichte kann man auch diskutieren, will ich aber nicht. Mich hat nur gestört, dass der Autor zum Schluß etwas hastig wird. Da werden Feindinnen auf zwei Seiten plötzlich zu dicken Freundinnen und eine sich anbahnende Beziehung wird wirklich ganz kurz abgehandelt. Herr Brown, das könnten Sie aber besser!!!!

Mein Fazit:

Mir hat „Inferno“ wieder richtig gut gefallen, was sicher auch an den Schauplätzen gelegen hat und mit einem Augenzwinkern konnte ich auch leicht über kleinere Macken hinweglesen. Ein perfekter Schmöker für ein verregnetes Pfingstwochendende!