Callihan, Kristen: The darkest London – Im Bann des Mondes (2)


Genre: Liro, paranormal, historisch

Reihenfolge der Serie „The darkest London“:
Teil 1: Kuss des Feuers
Teil 2: Im Bann des Mondes
Teil 3: Winterflammen
Teil 4: Shadowdance (nicht übersetzt und ob die Reihenfolge stimmt, habe ich auch noch nicht rausgefunden …)
Teil 5: Evernight (nicht übersetzt und ob die Reihenfolge stimmt, habe ich auch noch nicht rausgefunden …)
Teil 6: Soulbound (nicht übersetzt und ob die Reihenfolge stimmt, habe ich auch noch nicht rausgefunden …)

Kurzbeschreibung:
Nach dem Tod ihres herrschsüchtigen Ehemanns ist die junge Witwe Daisy Ellis Craigmore entschlossen, endlich das Leben in vollen Zügen zu genießen. Doch dann wird Daisy von einem Werwolf angegriffen und kommt nur knapp mit dem Leben davon. Zum Glück kann sie auf die Hilfe des attraktiven Marquis of Northrup zählen, der jedoch selbst ein dunkles Geheimnis hütet.

Meine Einschätzung:
Ich gebe es gerne zu, ich habe ein Herz für Gestaltwandler 🙂 und Ian ist ein Prachtexemplar seiner Gattung. Auch Daisy ist eine Heldin, ganz nach meinem Geschmack, nicht zimperlich, mutig, selbstbewußt, auch wenn sie Schreckliches erleben mußte. Natürlich mag ich auch ihre Schwestern, die genau wie Daisy eine magische Begabung haben. Auch die Nebenfiguren, wie Ians Butler Talent und Billy Finger sind äußerst unterhaltsame Charaktere.
Wie in jedem ordentlichen Liro gibt es explizite Liebesszenen und natürlich ein Happy End :-).
Wer diese, leicht verrückte Mischung mag, dem sei die Serie ans Herz gelegt.

Mein Fazit:
Diese paranormale, historische Liro-Serie gehört leider zu einer ausgesterbenden Art. Schade, ich mag diese Mischung sehr.

Crombie, Deborah: Beklage Deine Sünden


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Hotel im Moor
Teil 2: Alles wird gut
Teil 3: Und ruhe in Frieden
Teil 4: Kein Grund zur Trauer
Teil 5: Das verlorene Gedicht
Teil 6: Böses Erwachen
Teil 7: Von fremder Hand
Teil 8: Der Rache kaltes Schwert
Teil 9: Nur wenn du mir vertraust
Teil 10: Denn nie bist du allein
Teil 11: So will ich schweigen
Teil 12: Wen die Erinnerung trügt
Teil 13: Wenn die Wahrheit stirbt
Teil 14: Die stillen Wasser des Todes
Teil 15: Wer Blut vergießt
Teil 16: Wer im Dunklen bleibt
Teil 17: Beklage Deine Sünden


Kurzbeschreibung:

Notting Hill im Mai: In Cornwall Gardens, einem von exklusiven Stadthäusern gesäumten Park in bester Lage, wird die Leiche einer 24-jährigen Frau entdeckt. Wie sich herausstellt, hat Reagan Keating als Kindermädchen in einer der angrenzenden Villen gearbeitet. Und schon bald erfährt Inspector Gemma James von einem weiteren mysteriösen Todesfall in dem Park: Vor einigen Monaten starb der kleine Henry Su unter mysteriösen Umständen. Hinter den schönen Fassaden der noblen Wohnanlage scheint so manches abgründige Geheimnis zu lauern, und Gemma könnte bei den Ermittlungen die Hilfe ihres Mannes Superintendent Duncan Kincaid gebrauchen. Doch der muss sich derweil den Geistern seiner Vergangenheit stellen: Duncan befürchtet, dass er seine Frau und seine Kinder unüberlegt in große Gefahr gebracht hat. Eine Angst, die sich nur zu bald bewahrheiten könnte …

Meine Einschätzung:
Normalerweise sind die Krimis von Frau Crombie in sich abgeschlossen, aber in diesem Band ist es wichtig, den Vorgängerband zu kennen, denn Kincaids Probleme haben dort ihre Ursache. Dieser Teil der Geschichte, in dem es um polizeiinterne Verschwörungen geht, ist sehr komplex angelegt und die Autorin wird sicher in den nächsten Bänden weiter darauf eingehen.
Der andere Teil der Geschichte dreht sich um die Auflösung eines Mordfalles an einem Kindermädchen. Großartig, denn Gemma bekommt es mit ehrgeizigen, skrupellosen Müttern zu tun, die die Karriere ihrer Kinder schon im Kleinkindalter durchplanen.
Die (amerikanische) Autorin schafft es immer wieder, mich in kürzester Zeit nach London zu versetzen. Sie beschreibt die Handlungsorte so bildhaft, dass ich mit dem Gärtner (cooler Typ – der Gärtner ist immer der Mörder?) durch den Garten wandeln kann und auch die Protagonisten sind vielschichtig, liebenswert, menschlich und entwickeln sich weiter. Das gefällt mir richtig gut und Deborah Crombie hat damit schon lange Elisabeth George von meiner englischen Krimilieblingsliste verdrängt :-):

Mein Fazit:
Ein wunderbarer, klassischer Krimi, der mich bestens unterhalten hat. Deborah Crombies Krimis sind eine Leseempfehlung für alle, die gut durchdachte Krimis ohne Serienkillerfunktion und Psychopaten/Psychologen-Gedöns suchen. 😉

Aaronovitch, Ben: Der Galgen von Tyburn (6)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Flüsse von London
Teil 2: Schwarzer Mond über Soho
Teil 3: Das Wispern unter Baker Street
Teil 4: Der böse Ort
Teil 5: Fingerhutsommer
Teil 6: Der Galgen von Tyburn
Teil 7: ?

Kurzbeschreibung:
In seinem sechsten Fall muss der fabelhafte Peter Grant
– ein verschollenes altes Buch wiederfinden
– einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären
– versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben
– vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden
– sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

Meine Einschätzung:
Auch dieser Band der Serie hat mich wieder bestens mit jeder Menge verrückter Ideen, schrägen Typen und gruseligen Gestalten unterhalten. Herrlich witzig und genau mein Geschmack. Schade nur, dass zwischen den Bänden so viel Zeit vergeht …

Mein Fazit:
Wer schwarzen, britischen Humor, Urban Fantasy ohne sensationell gutaussehende Alpha-Helden ;-), London, spannende, ungewöhnliche und absurde Kriminalfälle mag, der wird diese Serie lieben!
Für Quereinsteiger nicht geeignet. Besser mit Band 1 beginnen.

Colfer, Eoin: Der Quantenzauberer (1)


Genre: Jugenbuch, Fantasy

Reihenfolge der WARP-Serie:
Teil 1: Der Quantenzauberer
Teil 2: Der Klunkerfischer
Teil 3: Die Katzenhexe

Kurzbeschreibung:

Was soll es anderes sein als eine Strafversetzung? FBI-Junior-Agentin Chevie Savano wurde nach London geschickt, um im Auftrag von WARP eine merkwürdige alte Metallkapsel zu bewachen. Das war vor neun Monaten. Und seitdem sitzt sie vor dem Ding und wartet darauf, dass irgendjemand oder etwas da rauskommt.
Als ein Wandspiegel mit einem Knall zerplatzt, die Deckenleuchten anfangen zu flackern und draußen eine Straßenlaterne nach der anderen explodiert, ist Chevie sofort klar, dass die Kapsel im Keller aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist. Mit vorgehaltener Waffe stürmt sie die Treppe herunter und findet. einen 14-jährigen Jungen, der aussieht, als wäre er soeben aus einem Buch von Charles Dickens gefallen.

Meine Einschätzung:
Das scheint die Woche der starken Mädchen zu sein :-), denn auch Chevie ist eine tolle Mädchenfigur, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie absolut unerschrocken, mutig, intelligent, loyal und cool.
Ich bin ja ein großer Fan von Colfers „Artemis Fowl“-Serie, die so gar nicht mainstream ist und auch diese WARP-Serie trifft genau meinen Geschmack. Der Autor erschafft einen sensationell fiesen Bösewicht, der seines Gleichen sucht, er ermöglicht Zeitreisen in ein viktorianisches London mit Steampunk-Elementen, ausweglose Situationen löst er mit schrägen Ideen einfach wieder auf, an jeder Ecke lungern bizarre, schräge Gestalten herum, die der Geschichte eine unerwartete Wendung verpassen und das Ganze präsentiert er mit einer großen Prise schwarzem, irischen Humor. Herrlich. Wirklich herrlich.
Gut, das muß man wirklich mögen und auch die Gestaltung des Covers entspricht vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich finde es richtig, richtig cool und freue mich schon sehr auf die Folgebände.
Bin allerdings hin- und hergerissen, ob ich mir nicht die Hörbuchfassungen, von Rainer Strecker gelesen, gönnen soll. Das wird auch richtig, richtig gut sein …

Mein Fazit:
Schräg, bizarr, skurril, viele Rs um diese spannende Zeitreisegeschichte mit Steampunk-Elementen und einer starken Mädchenfigur zu beschreiben, die mich unglaublich gut unterhalten hat.

Galbraith, Robert: Die Ernte des Bösen


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen

Kurzbeschreibung:
Nachdem Robin Ellacott ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Ihr Chef, der private Ermittler Cormoran Strike, ist ebenfalls beunruhigt, jedoch kaum überrascht. Gleich vier Menschen aus seiner eigenen Vergangenheit fallen ihm ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde – und Strike weiß, dass jeder von ihnen zu skrupelloser, unaussprechlicher Grausamkeit fähig ist.
Während die Polizei sich auf den einen Verdächtigen konzentriert, der für Strike immer weniger als Täter infrage kommt, nehmen er und Robin die Dinge selbst in die Hand und wagen sich vor in die düsteren und verstörenden Welten der drei anderen Männer. Doch als weitere erschreckende Vorfälle London erschüttern, gerät das Ermittlerduo selbst mehr und mehr in Bedrängnis …

Meine Einschätzung:

Mir gefällt die Art, wie Frau Rowlings -alias Robert Galbraith- Geschichten erzählt unglaublich gut. Ich sehe die Personen, die Orte wirklich vor mir und tauche komplett in die, in diesem Fall etwas bizarre und gruselige Geschichte ein. Die Themen sind keine leichte Kost: Kindesmißbrauch, Sadismus und die perverse Brutalität der Verdächtigen Gewalttäter muß die geneigte Leserin erst mal verdauen.
Aber mit Cormoran und Robin hat sie ein sehr interessantes Ermittlerteam erschaffen, das ich ins Herz geschlossen habe.
Mein zugegebenermaßen nicht besonders gut ausgeprägter detektivischer Spürsinn hat mich bei dieser Geschichte total im Stich gelassen, denn für mich kamen alle Verdächtigen als Täter in Frage ;-). Was wiederum bedeutet, dass es für mich bis zum Schluß sehr, sehr spannend geblieben ist.
Aber ganz kritiklos bleibt mein Leseeindruck dann doch nicht.
Das Buch hat im zweiten Drittel eine Länge, während Robin und Cormoran ihre langweiligen Oberservierungsaufträge erfüllen, die vermeidbar gewesen wäre.
Zudem kann sich die Autorin offenbar nicht entscheiden, ob sie ihren Hauptprotagonisten Cormoran nun attraktiv findet oder nicht. Sie verpaßt ihm Übergewicht, eine gewisse Neigung zum Ungepflegtsein und vergleicht sein krauses Haar mit Schamhaar, was ich ziemlich daneben finde. Andererseits verbandelt sie den Guten mit wohlhabenden Schönheiten. Ich habe mir natürlich mein eigenes, anziehendes Bild von ihm geschaffen und hoffe, dass die Autorin auch noch dahin kommt.
Wir erfahren auch etwas aus Robins Vergangenheit, was wirklich interessant ist und einen Teil ihrer Persönlichkeit erklärt, aber da hätte ich mir auch eine etwas kreativere Lösung gewünscht.
Trotzdem habe ich das Buch in zwei Tagen förmlich verschlungen :-).

Mein Fazit:
Auch der dritte Teil der Detektivserie von Frau Rowlings, alias Galbraith, hat mir ausnehmend gut gefallen und ich fiebere dem nächsten Teil förmlich entgegen.

Harrison, Kate: Soul Beach – Frostiges Paradies (1)

Genre: Jugendbuch, Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Soul Beach – Frostiges Paradies (1)
Teil 2: Soul Beach – Schwarzer Sand (2)
Teil 3: Soul Beach – Salziger Tod (3)

Kurzbeschreibung:
Meine Schwester ist tot.
Seit vier Monaten und fünf Tagen.
Ermordet.
Heute habe ich eine E-Mail erhalten.
Von ihr.

Als Alice eine E-Mail von ihrer toten Schwester bekommt, hält sie das zunächst für einen schlechten Scherz. Dann folgt jedoch eine Einladung in die virtuelle Welt von Soul Beach, einem idyllischen Strandparadies, wo ihre Schwester Megan seit ihrer Ermordung festsitzt.
Unter www.soulbeach.org entdeckt Alice eine völlig neue Welt abseits der Realität, die sie mehr und mehr in ihren Bann zieht.
Doch wer steckt hinter Soul Beach und warum herrschen hier solch strenge Regeln?
Warum wird der Strand nur von Jungen und Schönen bewohnt?
Und warum sind sie alle tot?
Wer hat Megan umgebracht?

Meine Einschätzung:
Der Auftakt dieser Jugendbuchtrilogie lungerte schon eine ganze Weile auf meinem SuB, unter anderem weil meine Tochter nicht besonders begeistert von diesem Buch gewesen ist und nicht nach den Fortsetzungen verlangt hat. Wir haben zwar nicht den gleichen, aber einen ähnlichen Lesegeschmack. Außerdem ist „Soul Beach“ ein gutes Beispiel von: wurde in vielen Blogs wie gehypt und ich hatte dann keine Lust mehr ;-).
Hm, warum hat mich dieser Mystery-Thriller nun nicht besonders begeistert?
Am meisten hat mich gestört, dass es ein typisches Teenie-Buch ist und Alice ist ein typisches Exemplar von egozentrischem, sämtlichen Weltschmerz in sich tragenden Mädels mit allen Komplexen, die man als Mädels so haben kann. Damit ist sie mir gehörig auf die Nerven gegangen. Hach und die tote Schwester war außerdem ein absolutes Prachtexemplar: Star einer Fernsehsendung, hübsch, singend und tanzend und beliebt und vereehrt. Die Mutter der Familie verehrt dafür ihren Therapeuten, während der Vater sich zurückzieht und allen Konflikten aus dem Weg geht. Langweilig und vorhersehbar.
Die Idee, nämlich dass es eine Art Warte-Paradies für ermorderte Teenies gibt, ist zwar ganz interessant, aber ich hatte immer den Eindruck, dass Alice die falschen Fragen stellt, die sie sowieso nicht beantwortet bekommt. In diesem Teil bleibt im Prinzip alles offen und ungeklärt.
Interesserieren würde mich nur, ob der junge IT-Crack Alice bei der Klärung dieser vielen Fragen und letztlich der Morde helfen kann. Er war für mich der einzige Lichtblick ;-).
Die Aufmachung der Trilogie finde ich ganz gelungen, schön düster mit dem schwarzen Buchschnitt und dem matten, auf alt gemachten Cover. Sprachlich ist mir das Buch weder positiv noch negativ aufgefallen. Es läßt sich ganz flott lesen.

Mein Fazit:
Ich werde diese Jugendbuch-Trilogie nicht weiter lesen, weil mir die Protagonisten ein wenig auf die Nerven gehen, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich junge Leser für diese Reihe begeistern können.

Kraft, Helen B.: Victorian Secrets – Verbotene Sünden (1)


Genre: Fantasy, Steampunk

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Victorian Secrets – Verbotene Sünden
Teil 2: Victorian Secrets – Verbotene Träume
Teil 3: Victorian Secrets – Verbotenes Vertrauen

Kurzbeschreibung:

Träume lügen nicht
Niemand weiß das besser, als die Traumgängerin und Scotland Visional Yard-Agentin Emma St.Claire. Während einer Mordserie in London wird sie auf Sir Ian Connery angesetzt, der in den Fokus der Ermittlungen gerückt ist. Um dessen Schuld zu beweisen, muss sie seine Träume analysieren, und schon bald wird klar, dass der Lord etwas zu verbergen hat. Etwas, das schwerer wiegt, als die Gefühle, die seine Berührungen in ihr wachrufen. Kann Liebe über Vernunft siegen?

Meine Einschätzung:
Hm.Ich liebe Steampunk wirklich sehr und hatte mich nach den ausschließlich positiven Rezis auf diesen Roman gefreut.
Aber leider konnte mich der Roman nicht überzeugen.
Das prägende Steampunk-Element, nämlich die verrückten technischen Erfindungen, die ein Steampunk-Setting in der Regel ausmachen, war leider kaum zu finden. Die Autorin erwähnt z.B. Luftdroschken, aber sie beschreibt sie mit keinem Wort, so dass ich auch nach Ende des Buches nicht weiß, ob die Dinger schwebten oder flogen oder auf Rädern fuhren. Andere Gerätschaften, wie den Traumextraktor beschreibt sie detaillierter, aber irgendwie gelang es mir nicht, mir das dann bildlich vorzustellen.
Ein großes Problem habe ich auch mit dem Grundgedanken der Geschichte. Die Hauptfigur Emma kann sich in die Träume anderer Menschen einklinken und man geht in der Geschichte davon aus, dass Träume immer die Wahrheit verraten und Verbrecher in ihren Träumen nichts verschleiern können. Ähm ja. Ich bin eine Frau mit sehr bewegten Träumen. Mein Unterbewußtsein erfindet die wildesten Geschichten und Zusammenhänge und eine Analyse nach Freud mag ja interessante Einsichten in meine Persönlichkeit gewähren, aber Träume als Grundlage für die Verbrechensbekämpfung einsetzen ist mir einfach zu weit hergeholt und unglaubwürdig. Schade.
Außerdem sind mir einige Ungereimtheiten aufgefallen und normalerweise bin ich da nicht sonderlich kritisch, wenn mich eine Geschichte mitreißt.
Wenn ich das Buch als historischen Krimi bewerte, kommt es schon deutlich besser weg, denn die Geschichte hat einen perfiden Serienmörder und jede Menge Spannung zu bieten.
Die beteiligten Hauptfiguren sind ganz gut gezeichnet, aber so richtig ins Herz geschlossen habe ich sie nicht, was sicher auch daran liegt, dass ich innerlich bei den Traumszenen zu sehr gegrummelt habe.
Sehr hübsch finde ich übrigens das Cover, aber ob das reicht, dass ich die anderen beiden Bände lesen werde???

Mein Fazit:
Dieser Steampunk-Roman hat leider meine Erwartungen mit einer unstimmigen Grundgeschichte und fehlenden Steampunkelementen enttäuscht.

Horowitz, Anthony: Der Fall Moriaty (1)

Genre: Krimi, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Die Londoner Unterwelt ist in Aufruhr, die Gerüchteküche brodelt: Der gefürchtete amerikanische Gangster Clarence Devereux will seine Geschäfte nach England ausdehnen. Auch Professor Moriarty, einst der große Gegenspieler Sherlock Holmes‘, soll seine Hände im Spiel haben – aber ist er nicht tragisch ums Leben gekommen? Und welche Rolle spielt der undurchsichtige Detektiv Chase? Als in London eine grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, macht sich Inspector Jones von Scotland Yard daran, die Machenschaften des Amerikaners Devereux aufzudecken. Eine blutige Spur führt von den Docks bis in die Katakomben des Smithfield Meat Market. Kann es sein, dass Moriarty doch noch lebt? Ganz in der Tradition seines Sherlock-Holmes-Romans „“Das Geheimnis des weißen Bandes“ schickt Anthony Horowitz erneut die Ermittler von Scotland Yard auf Verbrecherjagd. Sherlock Holmes findet in Athelney Jones einen würdigen Nachfolger.

Meine Einschätzung:
Hm. Dieses Hörbuch war gleich mehrfach in meine Bücherkladde gehüpft, d.h. sie wurde mehrfach empfohlen.
Mir hat die Geschichte aber leider nicht so gut gefallen. Sicher, es mag eine Hommage an den urbritischen Kriminalroman und „Sherlock Holmes“ sein, aber mich konnten die Figuren und die Geschichte nicht wirklich fesseln. Vielleicht war ich aber auch einfach zu unaufmerksam um die kleinen, feinen Hinweise zu entdecken und mich darüber zu amüsieren???? Kann auch sein.
Eventuell hätte mich die Geschichte mit einer großen Prise Selbstironie und/oder gewürzt mit schwarzem, britischem Humor besser unterhalten. Dieser Krimi kam so ernsthaft daher …

Mein Fazit:
Bin gerade nicht in Stimmung für einen langatmigen, britischen, historischen, klassischen Krimi mit Überraschungseffekt ;-).

Aaronovitch, Ben: Fingerhutsommer (5)

Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Flüsse von London
Teil 2: Schwarzer Mond über Soho
Teil 3: Das Wispern unter Baker Street
Teil 4: Der böse Ort
Teil 5: Fingerhutsommer
Teil 6: Der Galgen von Tyburn

Kurzbeschreibung:
Obwohl sich Police Constable Peter Grant schon unwohl fühlt, wenn er Londons Skyline auch nur ein paar Kilometer weit hinter sich lässt, wird er jetzt in die tiefste Provinz geschickt: in einen kleinen Ort in Herefordshire – wo sich Fuchs, Hase und der Dorfpolizist Gute Nacht sagen. Aber es werden zwei Kinder vermisst, und ihr Verschwinden erfolgte womöglich unter magischen Umständen. Also muss Peter notgedrungen sein angestammtes Biotop verlassen. Mit der Flusstochter Beverley Brook begibt er sich mutig nach Westen, hinein ins ländliche England …

Meine Einschätzung:
Peter, der Farbige Polizist mit der Zusatzausbildung in Zauberei, ist ein echter Stadtmensch und ich habe mich köstlich darüber amüsiert, wie er die Landidylle wahrnimmt. Herrlich. Der Kriminalfall, nämlich das Verschwinden zweier kleiner Mädchen und die damit verbundenen Ermittlungen fand ich richtig spannend. In dieser Serie wimmelt es nur so vor übersinnlichen Wesen, Göttern und Magie, was ich natürlich sehr cool finde und wer sich hinter dem unsichtbaren, wurstfressenden Pony verbirgt, das die Mädchen gesehen haben wollen, soll eine Überraschung bleiben ;-).
Ich habe mich jedenfalls bestens mit der Geschichte amüsiert, die nicht an allen Stellen jugendfrei ist und die mit schwarzem britischen Humor besticht und einer überbordenden Fantasie des Autors.

Mein Fazit:
Ich liebe die Geschichten dieses Autors und freue mich schon auf den nächsten Teil. Die Folge ist nicht für Quereinsteiger geeignet. Besser mit Teil 1 beginnen.

Durbrigde, Francis: Paul Temple und der Fall Gregory


Genre: Hörspiel, Krimi

Kurzbeschreibung:
Francis Durbridge schrieb in der Frühzeit des Fernsehens die besten Radio-Krimiserien und Paul Temples zahlreiche Fälle genießen immer noch Kultstatus. Hierzulande sind einige Temple-Serien aus den Jahren 1951 bis 1967 erhalten geblieben. Doch der erste Fall, „Paul Temple und die Affäre Gregory“, ist nach seiner deutschen Ursendung im Jahre 1949 aus den Rundfunkarchiven verschwunden und tauchte als Textfragment erst kürzlich wieder auf. Anlass für Bastian Pastewka, vier Schauspielkollegen zusammenzuholen, um gemeinsam mit ihnen diesen Durbridge-Krimi wiederaufzuführen: Ein launiger Schlagabtausch beginnt … Ein Hörspiel aus der Zeit, als sich die Schurken mit einer gefälschten Visitenkarte vorstellten, bevor sie ihre Opfer mit einem Halstuch oder einem vergifteten Dry Martini ins Jenseits beförderten. Eine liebevolle Hommage von Regisseur Leonhard Koppelmann, mit Bastian Pastewka als Paul Temple sowie Inga Busch, Janina Sachau, Alexis Kara und Kai Magnus Sting. Der berühmte Fall Gregory: verschollen, wiederentdeckt, und nun neu inszeniert mit viel Witz, der Originalmusik von Hans Jönsson, schmissigen neuen Arrangements von Mike Herting und vielen weiteren Überraschungen.

Meine Einschätzung:

Was hatte ich einen Spaß mit dieser witzigen Hörspielversion! Ich habe schallend gelacht und mich köstlich amüsiert:
über die wunderbaren Stimminterpretationen, die ein klein wenig überzogen, aber dafür umso besser waren,
über die großartige Original-Musik,
über die beiden sensationellen Gesangseinlagen der Sprecher (absolut phantastisch!!!!)
Über einen Pastewka, dem man anhört, wie sehr er Hörspiele liebt und verehrt 🙂
über die herrlich altmodische Geschichte
und
über die ungewöhnliche Regieführung mit einer zweiten Hörspielebene.
Als ich mir eben die Rezis angeschaut habe, war ich doch verwundert, wie sehr dieses Hörspiel die Meinungen auseinander klaffen läßt.
Gut, es ist kein klassisches Paul-Temple-Hörspiel – eher eine liebevolle Parodie. Ich fand das großartig!

Mein Fazit:
Euer Herz schlägt für Hörspiele? Dann gönnt Euch diesen speziellen Paul Temple Fall. Ihr habt noch nie ein Hörspiel gehört? Dann gönnt Euch diesen speziellen Paul Temple Fall. 🙂 🙂 🙂

Cody, Liza: Lady Bag

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Sie ist die Frau ohne Gesicht. Manche beleidigen sie, manche ignorieren sie. Manche geben etwas. Manche nur wegen des Hundes an ihrer Seite. Sie ist die Frau ohne Gesicht, die genau weiß, wie die Straßen von London riechen. Eines Abends läuft ihr in der Innenstadt der Teufel persönlich über den Weg. Statt sich zu verstecken, beschließt sie ihn zu beschatten: Sie will wissen, wo er wohnt. Eine Entscheidung, die schwerwiegende Folgen hat. Sie erwacht mit zertretenem Kopf in einem Kranken­hausbett und wird mit einem fremden Namen angesprochen. Anscheinend hält man sie für eine gewisse Natalie Munrow, deren Handtasche sie bei sich hat. Bei erster Gelegenheit nimmt sie Reißaus und taucht ab. Was allerdings gar nicht so leicht ist, wenn man auf der Straße lebt und einem aus allen Zeitungen das eigene lädierte Gesicht entgegenblickt! Dann stellt sich heraus, dass die wahre Natalie Munrow ermordet wurde …

Meine Einschätzung:
Obdachlose, die in Frankfurt auf der Straße leben, gehören zum Stadtbild. Ich kann nicht sagen, dass ich mich an diese Menschen gewöhnt habe, aber ich nehme sie nicht immer bewußt wahr. Immer wieder, besonders in der kalten Jahreszeit, verfolge ich auch die Berichterstattung, wenn es darum geht, wohnsitzlosen Menschen zu helfen. In Frankfurt gibt es dazu verschiedene Ansätze, aber es wird auch immer wieder berichtet, dass nicht alle Betroffenen sie annehmen wollen und wenn man die Geschichte von „Lady Bag“ gelesen hat, hat man vielleicht den Hauch einer Idee, warum das so ist.
Die Geschichte wird aus Sicht einer Frau erzählt, die beruflich erfolgreich, aber einsam, sich in den falschen Mann verliebt, der sie gnadenlos ausnutzt. Sie landet im Gefängnis und nach ihrer Entlassung schließlich mittellos auf der Straße, begleitet von einer treuen, ängstlichen Hündin.
Mit schonungsloser Deutlichkeit, im Straßenjargon ohne jede Rührseligkeit erzählt die Autorin von einer Frau, die alles verloren hat, aber an ihrer Freiheit hängt.

Mein Fazit:
„Lady Bag“ ist ein bewegender, brutaler, schonungsloser Krimi, der den Leser betroffen und ratlos zurückläßt.

Galbraith, Robert: Der Seidenspinner


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen

Kurzbeschreibung:
Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören – zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen.
Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken – eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist …
Absolut fesselnd und voller unerwarteter Wendungen: Der Seidenspinner ist der zweite Roman der hochgelobten Krimiserie um den Ermittler Cormoran Strike und seine entschlossene junge Assistentin Robin Ellacott.

Meine Einschätzung:
Ich hatte mich schon sehr auf den zweiten Teil dieser Detektivgeschichte, die Joan K. Rowling unter Pseudonym schreibt, gefreut und wurde nicht enttäuscht. Kennt Ihr das? Jedes Mal, wenn ich das Buch gezwungener Maßen aus der Hand legen mußte, war ich richtig traurig, weil ich dachte: „Mist, jetzt machen die beiden ohne mich weiter …“.
Gewohnt ideenreich und ausgefeilt, in einer Sprache, die ich soooooooo gerne lese (und auch gerne über die durchaus vorhandenen Längen 😉 hinweglese) beschreibt die Autorin die Ermittlungen von Cormoran Strike und seiner liebenswerten Assistentin Robin.
Der bizarre Mord im Verlagsmilieu ist spannend inszeniert und enthält sicher auch ein paar Anspielungen auf die britische Verlagsszene, die mir allerdings mangels Kenntnis entgangen sein dürften.
Auch die Privatleben der beiden Hauptprotagonisten kommen nicht zu kurz und die ganze Geschichte steuert zielsicher auf einen spannenden Showdown hin :-), der so einige Überraschungen enthält.
Ein wundervolles Buch für kalte Winterabende, denn Cormoran und Robin kämpfen sich ständig durch die Schneemassen in London. Ob sich die Geschichte im Sommer im Liegestuhl genauso gut liest?

Mein Fazit:
Ein klassischer, britischer Detektiv-Roman mit liebenswerten Hauptfiguren, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Schreiben Sie bitte schnell weiter, Frau Rowling.

Aaronovitch, Ben: Der böse Ort (4)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Flüsse von London
Teil 2: Schwarzer Mond über Soho
Teil 3: Das Wispern unter Baker Street
Teil 4: Der böse Ort
Teil 5: Fingerhutsommer
Teil 6: Der Galgen von Tyburn
Teil 7: ?

Kurzbeschreibung:
Seltsame Dinge geschehen im Skygarden Tower, einem berüchtigten Sozialwohnblock in Südlondon. Dinge, die eine magische Anziehungskraft auf Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant ausüben. Zunächst geht es nur um ein gestohlenes altes Buch über Magie, das aus der Weißen Bibliothek zu Weimar stammt. Doch dann weitet sich der Fall rasant aus. Denn der Erbauer des Tower, Erik Stromberg, ein brillanter, wenngleich leicht gestörter Architekt, hatte sich einst in seiner Zeit am Bauhaus offenbar nicht nur mit modernem Design, sondern auch mit Magie befasst. Was erklären könnte, warum der Skygarden Tower einen unablässigen Strom von begabten Künstlern, Politikern, Drogendealern, Serienmördern und Irren hervorgebracht hat. Und warum der unheimliche gesichtslose Magier, den Peter noch in schlechtester Erinnerung hat, ein so eingehendes Interesse daran an den Tag legt …

Meine Einschätzung:
Es ist einfach wundervoll, wenn man 3 Teile einer Serie ganz in Ruhe einfach hintereinander weglesen kann. Herrlich!!!!
Meiner Rezi zu Teil 1 gibt es eigentlich gar nichts hinzuzufügen, außer dass ich es bedaure, dass ich mich so gar nicht in London auskenne bzw. noch nie dort war.
Super witzig finde ich übrigens die Anspielungen des Autoren auf viele Klassiker der Fantasy-Literatur und die Vergleiche mit Harry Potter, die die Figuren selbst ziehen. Selbstironisch und cool. Und irgendwann muß ich mir auch mal die Fernsehserie „Dr. Who“, zu der Aaronowitch das Drehbuch geschrieben hat angucken. Die ist bestimmt auch witzig und schräg.

Mein Fazit:
Wer schwarzen, britischen Humor, Urban Fantasy ohne begnadet gutaussehende Alpha-Helden ;-), London, spannende, ungewöhnliche, absurde Kriminalfälle mag, der wird diese Serie lieben!

Kleypas, Lisa: Kuss im Morgenrot

Genre: Liro

Reihenfolge der Hathaway-Serie:
Teil 5: Herzschlag der Nacht
Teil 4: Kuss im Morgenrot
Teil 3: Zärtlicher Nachtwind
Teil 2: Glut der Verheißung
Teil 1: Pfand der Leidenschaft

Kurzbeschreibung:
Catherine Marks verdient sich ihren Lebensunterhalt damit, den Hathaway-Schwestern die komplizierten Regeln der High Society beizubringen. Ein lukrativer und höchst angenehmer Job, wäre da nicht Leo Hathaway, dessen ungehörige Bemerkungen Catherine immer wieder aus dem Konzept bringen. Eigentlich ist sie der Meinung, dass Leo sie nicht ausstehen kann – bis er sie plötzlich küsst. Catherine verliert völlig ihren Kopf. Und bald auch ihr Herz …

Meine Einschätzung:

Es ist schon mindestens ein halbes Jahr her, seit ich einen richtig netten Regency-Liro gelesen habe und ich frage mich ernsthaft: WARUM??? *grübel*
Die Hathaways sind so ein liebenswert chaotischer Haufen mit interessanten Frauenfiguren und charismatischen Herren und deshalb war es eine große Freude für mich, mal wieder von ihnen zu lesen.
Zugegebenermaßen ist diese Geschichte von Cat und Leo nicht meine Lieblingsfolge, denn Leo hat mich erst gegen Ende (höchst dramatisch) überzeugen können, der perfekte Ehemann für Cat zu sein, aber in Summe habe ich mich auch mit diesem Teil wunderbar unterhalten, gelacht, gestöhnt und um die Heldin gezittert. Mehr brauche ich gar nicht :-).

Mein Fazit:
Ein schöner Liro aus einer ganz bezaubernden Liro-Reihe.

PS: Bei der Covergestaltung könnte der Heyne-Verlag allerdings mal bei der Konkurrenz gucken. Das geht auch schöner …

Aaronovitch, Ben: Die Flüsse von London (1)

Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Flüsse von London
Teil 2: Schwarzer Mond über Soho
Teil 3: Das Wispern unter Baker Street
Teil 4: Der böse Ort
Teil 5: Fingerhutsommer
Teil 6:?

Kurzbeschreibung:
Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.

»Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen – und der Papierkram!«

Meine Einschätzung:
Obwohl ich dieses Buch schon seit langem in den Buchläden habe rumliegen sehen, habe ich bisher noch nicht eine einzige Rezi dazu gelesen und aus irgendeinem Grund hatte ich es für ein Jugendbuch mit historischem London-Setting gehalten???
Ja, so kann man sich vom Cover und Klappentext täuschen lassen :-).
Aber ich bin keineswegs enttäuscht, sondern positiv überrascht von diesem Urban-Fantasy-Krimi mit typisch britischem, schwarzen Humor.
Der Ich-Erzähler Peter ist ein schräger Typ, der bei seinen Ermittlungen immer etwas abgelenkt wirkt, aber sich dafür auch nicht über die verrücktesten Gestalten wundert, die ihm plötzlich begegnen, denn bei ihm zeigt sich überraschend (wie auch sonst) eine Begabung für’s Geistersehen und Zaubern. Sein neuer Chef, der in meinen Augen übrigens ein furchtbarer Lehrer der Zauberei ist, bindet Peter in polizeiliche Ermittlungen ein, die einen übersinnlichen Aspekt haben. Da prügeln sich junge Flußgötter und Flußgöttinnen miteinander, unerkannt (un)lebende Vampire müssen ausgeräuchert werden und die spektakulären Serien-Morde, die London erschüttern, sollten natürlich auch zügig aufgeklärt werden.
Das Ganze wird in einem witzig-ironischen Tonfall erzählt, der mir sehr gut gefallen hat. Obendrein fand ich die Geschichte auch noch richtig spannend und „Die Flüsse von London“ sind wirklich starke Frauen ;-).
Vergleiche mit „Harry Potter“, wie sie auf dem Klappentext zu lesen sind, kann man meines Erachtens nicht ziehen.

Mein Fazit:
Ein schräger, witziger, britischer Urban-Fantasy-Krimi, der mir richtig gut gefallen hat.

Kim Lenox: Shadow Guard – Wenn die Nacht beginnt (1)

Genre: paranormaler Liro, historisch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Shadow Guard – Wenn die Nacht beginnt
Teil 2: Shadow Guard – So still die Nacht

Kurzbeschreibung:
Eine düster-romantische Geschichte mit magischer Note in der Viktorianischen Ära! London im 19. Jahrhundert. Die Stadt lebt in Angst und Schrecken angesichts der Taten des Serienmörders Jack the Ripper. Nach einem Unfall hat Elena Whitney ihr Gedächtnis verloren. Als ihr mysteriöser Gönner – der düstere und faszinierende Lord Black – nach London zurückkehrt, hofft sie, von ihm Antworten zu erhalten. Doch Black gehört in Wahrheit zu einem geheimen Orden unsterblicher Krieger, die Jagd auf Dämonen machen. Da gerät Elena ins Visier des Mörders …

Meine Einschätzung:
So ein Zufall, fast das gleiche Jahr (1887), aber dieses Mal in London.
Ich mache es kurz.
Ich mag ja eher düstere, gruselige Geschichten, aber ich hatte schon mit Christine Feehans Karpathianern Probleme, weil mir Jahrtausende alte Männer doch ein wenig übertrieben scheinen und auch Frau Lenox Schattenjäger Black ist so eine Figur. Außerdem war ich etwas enttäuscht, dass schon wieder die Jagd auf Jack the Ripper eröffnet wird, das habe ich auch schon x-Mal gelesen, ebenso wie „Adliger verliebt sich in sein Mündel“ … Das Buch ist aber atmosphärisch ganz gelungen und auch nicht unspannend, so dass ich es fertig gelesen habe. Ob Band 2 aber sein muß, weiß ich nicht.

Mein Fazit:
Wer in der historischen-paranormalen Liro-Richtung noch nicht so viel gelesen hat, wird sicher Gefallen an dieser Liebesgeschichte finden. Ich hätte mir irgendeine neue Idee gewünscht …

Galbraith, Robert: Der Ruf des Kuckucks


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen

Kurzbeschreibung:
Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.
Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr …
Ein fesselnder, einzigartiger Kriminalroman, der die Atmosphäre Londons eindrucksvoll einfängt – von der gedämpften Ruhe in den Straßen Mayfairs zu den versteckten Pubs des East Ends und dem lebhaften Treiben Sohos. „Der Ruf des Kuckucks“ ist das hochgelobte Krimidebüt von J.K. Rowling, geschrieben unter dem Pseudonym Robert Galbraith, in dem sie mit Cormoran Strike einen ungewöhnlichen Ermittler präsentiert.

Meine Einschätzung:
Vergessen wir jetzt mal, wer „Der Ruf des Kuckucks“ geschrieben hat, ja?
Diese Geschichte ist eine wunderbare, ganz klassische Detektiv-Geschichte in der Tradition von Arthur Conan Doyle mit einem eigenbrödlerischen Ermittler, der seine Ermittlungsergebnisse vor dem Leser geheim hält und einer beherzten Assistentin, die auch „Watson“ heißen könnte ;-).
Ich habe mit großem Amüsement verfolgt, wie die beiden aus sämtlichen Zeugen auch noch die winzigste Information herausgekitzelt haben und sich das Ganze zum Schluß zu einem plausiblen Gesamtbild zusammenfügt. Ungeduldigen Lesern mag das langatmig und actionfrei erscheinen, aber ich konnte mich ganz gut darauf einlassen.
Ganz besonders gelungen sind die Beschreibungen Londons und der Protagonisten, auch wenn die Autorin ab und an etwas tief in die Klischee-Kiste greift. Dafür streut die Autorin witzige, bissige Kommentare ein, bei denen man genau weiß, auf wen sie gemünzt sind.
Wenn nicht ab und zu mal ein Handy hätte aufgeladen werden müssen, könnte die Geschichte auch ohne Weiteres in den 60igern, 80igern oder 90igern spielen, denn sie ist sozusagen zeitlos spannend :-).

Mein Fazit:
Eine tolle Detektiv-Geschichte im „Retro-Stil“. Mir hat sie gefallen und ich hoffe, dass es weitere Bände mit Cormoran und Robin geben wird.

Callihan, Kristen: The darkest London – Kuss des Feuers (1)


Genre: Liro, paranormal, historisch

Reihenfolge der Serie „The darkest London“:
Teil 1: Kuss des Feuers
Teil 2: Im Bann des Mondes
Teil 3: Winterflammen
Teil 4: Shadowdance (nicht übersetzt und ob die Reihenfolge stimmt, habe ich auch noch nicht rausgefunden …)
Teil 5: Evernight (nicht übersetzt und ob die Reihenfolge stimmt, habe ich auch noch nicht rausgefunden …)
Teil 6: Soulbound (nicht übersetzt und ob die Reihenfolge stimmt, habe ich auch noch nicht rausgefunden …)

Kurzbeschreibung:
London, 1881: Seit ihrer Geburt besitzt Miranda Ellis die außergewöhnliche Gabe, das Feuer zu beherrschen. Da ihre Familie ihr gesamtes Vermögen verloren hat und vor dem Ruin steht, sieht Miranda sich gezwungen, den geheimnisvollen Lord Benjamin Archer zu heiraten, der sein Gesicht stets hinter einer Maske verbirgt.

Meine Einschätzung:
Hach, ich mag ja sämtliche Variationen von „Die Schöne und das Biest“ und wenn die Schöne, wie in diesem Fall, neben Schönheit noch eine große Portion Mut, Frechheit, Tatkraft und eine gescheite übersinnliche Fähigkeit hat, um so besser.
Das Biest ist ein Gentleman alter Schule, der mir ein wenig zu zögerlich war (sind die Biester das nicht alle ;-)), aber im Grunde hat er das Herz auf dem rechten Fleck.
Über die Geschichte möchte ich nicht allzuviel verraten, zu Beginn ist sie etwas zäh, nimmt aber ab der Mitte an Fahrt auf. Im Ganzen gesehen hat die Geschichte auch ein paar Macken, die man durchaus kritisieren kann, aber für mich überwiegen die positiven Aspekte.
Aufgefallen ist mir, dass die sprachliche Gestaltung des Romans = Übersetzung??? nicht durchgängig passend ist, moderne Ausdrücke wechseln sich mit „dünken“ oder ähnlichen ab.
Vergleichen würde ich die Serie am ehesten mit der Lady Alexia von Gail Carriger, wobei Lady Alexia doch deutlich witziger und rasanter ist.

Mein Fazit:
Ein schöner Auftakt einer historischen-paranormalen Liro-Serie, die aber noch Luft nach oben hat.

Riley, Lucinda: Das Mädchen auf den Klippen

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Ein Haus an den Klippen. Eine schicksalhafte Liebe. Ein Mädchen auf der Suche nach seiner Mutter
Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht sie das Kind an. – Ohne es zu ahnen, stößt Grania durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte.

Meine Einschätzung:
Zeitgenössische romantische Romane gehören im Moment nicht wirklich zu meinen Favoriten, aber da mir „Das Orchideenhaus“ von der gleichen Autorin ganz gut gefallen hat, habe ich diesen Roman nach einem Jahr aus dem SuB befreit.
Da die Autorin einen sehr schönen Schreibstil hat und es einige, sehr schöne Rückblenden in die 1920iger Jahre gibt, habe ich diese traurig/tragische Geschichte zweier Familien ganz gerne gelesen.

Mein Fazit:
Ein schöner Familienroman mit Happy-End :-).

Robotham, Michael: Bis du stirbst

Genre: Krimi, Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Adrenalin
Teil 2: Amnesie
Teil 3: Dein Wille geschehe
Teil 4: Todeswunsch
Teil 5: Todeskampf
Teil 6: Der Insider
Teil 7: Bis Du stirbst
Teil 8: Sag, es tut dir leid
Teil 9: Erlöse mich

Kurzbeschreibung:
Er war zur falschen Zeit am falschen Ort, und jetzt lässt ihn der Alptraum nicht mehr los …
Sami Macbeth hat das Leben übel mitgespielt. Gerade erst musste er eine dreijährige Gefängnisstrafe absitzen für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Frisch entlassen will er ein neues Leben beginnen. Doch dann muss er feststellen, dass seine Schwester verschwunden ist, und kurze Zeit später wird er in einen Anschlag auf die Londoner U-Bahn verwickelt. Er braucht dringend Hilfe, die er bei dem ehemaligen Polizisten Vincent Ruiz sucht. Und Ruiz macht schon bald einige interessante Entdeckungen …

Meine Einschätzung:
Aber Hallo! Es gibt einfach unglaubliche Pechvögel und Sami Macbeth (großartiger Name für einen kleinen Ganoven, oder?) ist der Vorsitzende dieses Vereins :-).
Auch mit diesem Thriller von Robotham habe ich mich glänzend unterhalten. In einer Art roadmovie dürfen wir Leser Sami folgen, der sich in die furchtbarsten Situationen hineinmanövriert und sich manchmal spektakulär wieder daraus befreien kann, aber nicht immer … ;-).
Ruiz, der frühpensionierte Ex-Polizist, wird von seiner Exfrau, die Samis Bewährungshelferin ist, gebeten, dem jungen Kerl zu helfen. Dank seines untrüglichen Spürsinns, seiner Hartnäckigkeit und alter Kontakte findet er schnell heraus, dass die Polizei komplett auf dem Holzweg ist.

Mein Fazit:

Solider, spannender Thriller mit einem sympathischen Ermittler, einem unschuldigen „Terroristen“ und richtig gemeinen Gangstern. Der Band kann auch einzeln gelesen werden, da er in sich abgeschlossen ist und Vorkenntnisse nicht erforderlich sind.

Crombie, Deborah: Wer Blut vergießt

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Hotel im Moor
Teil 2: Alles wird gut
Teil 3: Und ruhe in Frieden
Teil 4: Kein Grund zur Trauer
Teil 5: Das verlorene Gedicht
Teil 6: Böses Erwachen
Teil 7: Von fremder Hand
Teil 8: Der Rache kaltes Schwert
Teil 9: Nur wenn du mir vertraust
Teil 10: Denn nie bist du allein
Teil 11: So will ich schweigen
Teil 12: Wen die Erinnerung trügt
Teil 13: Wenn die Wahrheit stirbt
Teil 14: Die stillen Wasser des Todes
Teil 15: Wer Blut vergießt
Teil 16: Wer im Dunklen bleibt
Teil 17: Beklage Deine Sünden

Kurzbeschreibung:
London an einem eiskalten Tag im Januar: Detective Inspector Gemma James und ihre Assistentin Detective Sergeant Melody Talbot werden zu einem Tatort gerufen: Rechtsanwalt Vincent Arnott liegt tot in einem Hotelbett – nackt und mit gefesselten Händen und Füßen. Ein Sexspiel mit tödlichem Ausgang oder ein Verbrechen? Als jedoch kurz darauf ein weiterer Anwalt auf dieselbe Weise zu Tode kommt, ist klar, dass es sich um Mord handelt. Haben es Gemma und Melody mit einem Serienmörder zu tun?

Meine Einschätzung:
Ich bin Deborah Crombies Krimis schon seit vielen, vielen Jahren treu und auch dieser Band hat mich sehr gut unterhalten. Zwei Morde, deren Opfer scheinbar in keinerlei Beziehung zueinander stehen, eine verliebte Assistentin, die nicht ganz bei der Sache ist, ein Scotland Yard Inspector in Elternzeit, ein ungemütliches, eisiges London und eine lange zurückliegende Tragödie verwebt die Autorin zu einem richtig guten, detailverliebten Krimi.
Die Hauptfiguren leben in einer wohltuend normalen Familie, neigen nicht zu Depressionen oder Alkoholismus, pflegen soziale Kontakte, streiten und lieben sich und heben sich so von anderen Ermittlern ab :-). Ich mag das.
Da jeder Fall in sich abgeschlossen ist und die Autorin ausreichend Erklärungen einfügt, kann man dieses Buch durchaus verstehen und mögen, wenn man die Vorgänger noch nicht gelesen hat.

Mein Fazit:
Deborah Crombies Krimis sind eine Leseempfehlung für alle, die gut durchdachte Krimis ohne Serienkillerfunktion und Psychopaten/Psychologen-Gedöns suchen. 😉

PS: Ich kaufe Deborah Crombie, weil ich ihre Bücher kenne. Wenn ich sie nicht kennen würde und würde z.B. dieses Buch wegen des Covers kaufen, dann wäre ich doch sehr irritiert, da die gesamte Handlung in London stattfindet. Kann mir mal jemand verraten, warum der Verlag eine Küstenlandschaft samt Leuchtturm auf das Cover druckt? Tatsächlich wäre doch ein historisches Foto des Chrystal Palace sehr passend gewesen. Zudem fließt mordtechnisch gesehen auch kein einziger Tropfen Blut, was der Titel aber ankündigt. Sehr irritierend, oder nicht? Ich denke, ich werde mal beim Verlag nachfragen. Manchmal bekommt man ja nette, plausible Antworten???

Quinn, Julia: Mit List und Küssen

Genre: Liro

Klappentext:
„Wie, bitteschön, soll ich heiraten, wenn kein Gentleman um mich anhält?“ Tatendurstig beschließt Honoria Smythe-Smith, dem Eheglück etwas nachzuhelfen. Doch in die Falle, die sie stellt, tappt ausgerechnet Marcus Holroyd, Earl of Chatteris. Dass ihr Freund aus Kindertagen mehr aus einen verstauchten Knöchel davonträgt, erweist sich als schicksalshaft. Denn Honoria muss Marcus pflegen – und liegt plötzlich in seinen Armen. Ist er derjenige, mit dem sie lachen, den sie heiraten und aufrichtig lieben kann? Zu spät erfährt Honoria, was Marcus einst ihrem Bruder geschworen hat …
Quelle: Cora

Meine Einschätzung:
Ja! Genau! Es gibt ihn noch. Den perfekten, charmanten, amüsanten Liebesroman. (Diese Gattung ist ja leider vom Aussterben bedroht, weil Liros das Image „hoffnungslos altmodisch“, „peinlich“ und „niveaulos“ nicht los werden.)
Julia Quinn ist natürlich eine Meisterin ihres Fachs und ich schätze ihren wunderbaren Humor, der dazu geführt hat, dass ich kichernd oder laut lachend im Liegestuhl gelegen und dafür schräge Blicke meiner Familie geerntet habe. Die Protagonisten des Romans sind allesamt überaus liebenswert, die Liebesgeschichte ist entzückend und ich bin wirklich froh, dass es mindestens noch eine Fortsetzung geben wird.

Mein Fazit:
Ein wunderbarer, humorvoller, charmanter Liebesroman ganz nach meinem Herzen.

Minden, Inka Loreen: Herzen aus Stein – Wächterschwingen (1)

Genre: paranormaler Liro

Kurzbeschreibung:
Eine Hexe auf der Flucht vor grausamen Dämonen – Ein Gargoyle, ihr heimlicher Beschützer. Niemals darf er sich ihr zeigen, niemals darf er sich in sie verlieben, die Konsequenzen wären verheerend. Doch das Schicksal hat andere Pläne. Noir LeMar, die letzte Überlebende eines Hexenklans, ist auf der Flucht vor Dämonen, die einst ihre Familie auslöschten. Sie weiß nicht, dass sie in dem Gargoyle Vincent einen heimlichen Beschützer hat, der sie Tag und Nacht bewacht, während sie versucht, die Mörder ihrer Eltern zu finden. Um Noirs Leben zu retten, muss Vincent seine Deckung aufgeben. Auch wenn zwischen den beiden sofort eine unwiderstehliche Anziehungskraft herrscht, dürfen sie niemals ihrer Leidenschaft freien Lauf lassen. Denn Vincent wurde mit einem Fluch belegt. Alles, was er in seiner menschlichen Gestalt berührt, wird zu Stein.

Meine Einschätzung:
Was weder aus dem Klappentext oder dem Cover hervorgeht, in diesem Liro spielen auch Engel eine Rolle und irgendwie hat sich bei mir eine kleine „Engelphobie“ entwickelt, denn ich meide ihre „Romanform“ ganz bewußt. So war ich etwas skeptisch, als mir Kara, ein weiblicher Wächterengel in dieser Geschichte begegnete. Sie verliebt sich dann auch in einen gefallenen Engel und die beiden spielen neben Vincent und Noir die Hauptrollen in diesem Liro.
Der Plot ist nicht gerade supereinfallsreich: böser Dämon sucht magisches Artefakt (im Besitz der Hexe), um sich damit die Menschheit Untertan zu machen. Auf der Gegenseite kümmern sich die undurchsichtigen Erzengel um die Einhaltung der Weltordnung und zahlreiche magische Gestalten leben unerkannt mitten unter uns Menschen.
Aber die Autorin erschafft durchaus liebenswerte Figuren mit Ecken und Kanten, nach Einführung aller Personen nimmt die Geschichte auch Fahrt auf und nicht zuletzt finden alle Paare zusammen und die Autorin spart nicht mit heißen Liebesszenen :-).
Da es einige verheißungsvolle Hinweise auf den Fortgang der Geschichte gibt und ich schon wissen möchte, was hinter einigen geheimnisvollen Figuren steckt, werde ich die Serie wohl weiterlesen – Engel hin oder her. *grins*

Mein Fazit:
Der Auftakt dieser paranormalen Liro-Serie hat mich mit interessanten Figuren, einer spannenden Geschichte trotz hoher Engeldichte gut unterhalten.

Pinborough, Sarah: Die Farben der Finsternis

Genre: Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Bürde des Blutes
Teil 2: Die Farben der Finsternis

Kurzbeschreibung:
Cass Jones hat wieder alle Hände voll zu tun: Eine Selbstmordwelle unter Studenten gibt der Polizei Rätsel auf. Die Toten hinterlassen nur einen einzigen Satz: Chaos im Dunkel. Ein Satz, den sich niemand in ihrem Umfeld erklären kann. Cass erkennt bald eine Verbindung zum schattenhaften Netzwerk um den geheimnisvollen Castor Bright. Doch es zeigt Zerfallserscheinungen: unterschiedliche Parteien haben sich gebildet, die sich feindlich gegenüberstehen. Als Terroranschläge London erschüttern ist klar: Die Welt gerät langsam aber sicher aus den Fugen und ist zum Schlachtfeld unberechenbarer Mächte geworden. Und Cass spielt in deren undurchsichtigen Plänen offenbar eine immer wichtigere Rolle.

Meine Einschätzung:
In Unwissenheit, dass es sich um den zweiten Teil einer Serie handelt, bin ich in diesen Mysterie-Thriller sozusagen hineingestolpert. Da es eine Reihe von Anspielungen und Erklärungen zur vorherigen Handlung gibt, konnte ich mir einiges zusammenreimen, aber besser wäre es sicher gewesen, Teil 1 zuerst zu lesen. Na gut.
Die Serie spielt in einer nahen, düsteren Zukunft in London. Die Weltwirtschaft ist zusammengebrochen und die Menschen kommen mit diesen veränderten Bedingungen nicht besonders gut klar.
Cass, ein Inspektor der Londoner Polizei ist ein ganz schön kantiger Charakter. Nach einigen Schicksalsschlägen ist er privat isoliert und nachdem er in Teil 1 eine großangelegte Korruptionsaffäre bei der Polizei aufgedeckt hat, ist er bei den Kollegen verhaßt. Um seinen Albräumen und Ängsten zu entfliehen, genehmigt er sich auch mal einen Drogenrausch und sein Umgang mit den Mitmenschen ist ruppig.
Während er die Ermittlungen um die mysteriösen Todesfälle unter Studenten leitet, versucht er gleichzeitig seinen todgeglaubten Neffen zu finden und muß feststellen, dass in beiden Fällen das geheimnisvolle Netzwerk um Mr. Bright seine Finger im Spiel hat.
Die Autorin läßt mich absolut im Dunklen tappen, was es mit diesem Netzwerk auf sich hat. Sind das Außerirdische? Überirdische? Gestaltwandler? Keine Ahnung. Ich kam mir vor, wie in „Akte X“, denn die große Verschwörung habe ich auch nie durchblickt ;-).
Der Vergleich mit Akte X ist durchaus passend und das ist sicher auch der Grund, warum ich durchaus an der Fortsetzung dieser Serie interessiert bin.

Mein Fazit:
„Die Farben der Finsternis“ ist ein düsterer, teilweise bizarrer Mystery Thriller, der viele Fragen und vor allem das Ende offen läßt.

Robotham, Michael: Amnesie

Genre: Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Adrenalin
Teil 2: Amnesie
Teil 3: Dein Wille geschehe
Teil 4: Todeswunsch
Teil 5: Todeskampf
Teil 6: Der Insider
Teil 7: Bis Du stirbst
Teil 8: Sag, es tut dir leid
Teil 9: Erlöse mich

Kurzbeschreibung:
Halb ertrunken wird Detective Inspector Vincent Ruiz aus der Themse geborgen und liegt tagelang im Koma. Wieder bei Bewusstsein fängt sein Alptraum allerdings erst an, denn er kann sich an die letzten Wochen nicht erinnern. Sein einziger Anhaltspunkt ist das Foto eines Mädchens: Die kleine Mickey Carlyle war drei Jahre zuvor entführt worden und gilt seither als tot. Mit Hilfe des Psychologen Joe O‘Loughlin gelingt es Vincent, Teile seiner Erinnerung zurückzugewinnen. In ihm wächst der Verdacht, dass Mickey noch lebt und in großer Gefahr schwebt …

Meine Einschätzung:
Sehr spannend. Ich mag Robothams Stil, die Figuren und seine Geschichte.

Mein Fazit:
Solider britischer Thriller mit interessanten Charakteren.

Ward, Rachel: Numbers – Den Tod vor Augen (2)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Numbers – Den Tod im Blick
Teil 2: Numbers – Den Tod vor Augen
Teil 3: Numbers – Den Tod im Griff

Kurzbeschreibung:
01.01.2028 – An diesem Tag werden sie sterben. Hunderte, Tausende von Menschen. Adam weiß es. Denn wenn er in fremde Augen schaut, sieht er das Todesdatum seines Gegenübers. Diese Gabe, diesen Fluch, hat er von seiner verstorbenen Mutter geerbt. Und offenbar hat auch sie irgendetwas über die bevorstehende Katastrophe gewusst. Adam trifft eine Entscheidung. Er wird versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Er wird das Schicksal herausfordern.

Meine Einschätzung:

Auch der zweite Teil dieser Serie ist spannend, berührend und beklemmend. Dieses Mal erzählt die Autorin die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Adam (Sohn von Jem aus Teil 1) und Sarah, einem Mädchen, das unter furchtbaren Albträumen leidet. Diese Erzählweise bringt dem Leser die Charaktere unglaublich nahe und verleiht der Geschichte eine große Intensität.

Mein Fazit:
Auch der zweite Teil dieser dystopischen Jugendbuchserie konnte mich mit der eindringlichen Erzählweise der Autorin überzeugen.

Ward, Rachel: Numbers – Den Tod im Blick (1)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Numbers – Den Tod im Blick
Teil 2: Numbers – Den Tod vor Augen
Teil 3: Numbers – Den Tod im Griff

Kurzbeschreibung:
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt – und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es – um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher …

Meine Einschätzung:

Meine 13jährige Tochter hat sich dieses Buch ausgesucht und dann auch verschlungen und auch mich hat die Geschichte gefesselt. Rezis gibt es ja schon wieder wie Sand am Meer, deshalb möchte ich hier nur kurz festhalten, dass mich das Buch besonders an den Stellen berührt hat, an denen sich die Protagonisten mit dem Tod und dem Sterben auseinandersetzen. Diese Szenen sind der Autorin sehr gut gelungen, feinfühlig und ehrlich ohne rührselig zu werden.

Mein Fazit:
Ein berührendes, spannendes, trauriges Jugendbuch für Jungs und Mädels ab 14 Jahren.

Gier, Kerstin: Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten (1)

Genre: Fantasy, ab 12 Jahre
Teil 1 einer Serie

Meine Einschätzung:
Rezis gibt es ja wohl genug zu „Rubinrot“. Ich habe es verschlungen, fand es großartig, unterhaltsam und sehr witzig! Hoffentlich kommt der Postbote bald mit „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“. Ich kann es kaum erwarten.

Mein Fazit:
Ein romantischer, witziger Zeitreise-Roman für Mädels ab 12, der das Zeug zum Lieblingsbuch hat 😉

Niffenegger, Audrey: Die Zwillinge von Highgate

Genre: zeitgenössischer Roman

Klappentext:
Verlieren wir die große Liebe, bleibt uns für immer die Erinnerung – denn sie ist stärker als der tod. So kehr die verstorbene Elspeth zurück zu ihrer Liebe Robert, aber auch zu all den anderen, denen sie nahestand: Ihrer Zwillingsschwester Edie und den Nichten Valentina und Julia. Auf dem romantisch verwilderten Friedhof Highgate und um ihn herum entspinnt sich ihr aller Leben. Wie in ihrem Roman „Die Frau des Zeitreisenden“ erzählt Niffenegger bewegend und sehr einfühlsam von der unstillbaren Sehnsucht, dem anderen nahe zu sein, vom Schmerz des Verlustes und dem unheimlichen Gefühl, im anderen sein zweites Ich zu haben.
„Atmosphärisch, bezaubernd, betörend.“ New York Times

Meine Einschätzung:
So, ich neige eigentlich nicht dazu, Bücher, die ich gelesen habe, zu verreißen. Dazu habe ich viel zu viel Respekt vor den Autoren. Ich habe bisher auch noch keine einzige Rezi zu diesem Buch gelesen, d.h. ich beschreibe jetzt meine Gedanken halbwegs unvoreingenommen, geradeso, wie ich es empfunden habe.

Elsbeth, eine britische Antiquarin, vererbt ihren Nichten Julia und Valentina eine Wohnung in London. Allerdings ist das Erbe mit einigen Auflagen verbunden. Die jungen, orientierungs- und ziellosen Frauen sollen ein Jahr in London leben, bevor sie die Wohnung verkaufen dürfen. Während sie die touristischen Attraktionen von London erkunden, erstarkt Elsbeths Geist, der in ihrer alten Wohnung gefangen ist und sie versucht Kontakt mit den Mädchen auszunehmen, was ihr auch gelingt. Valentina, die sich aus der einengenden Beziehung zur ihrer Zwillingsschwester befreien will, bittet Elsbeth um Hilfe, die in der Lage zu sein scheint, Seelen in ihren toten Körper zurückzubringen.

Fangen wir mit den positiven Aspekten an:
Niffeneggers Schreibstil und Ihre Sprache gefällt mir außerordentlich gut, Dialoge und Beschreibungen lassen sich schön flüssig lesen und sind ausgewogen. Manchmal beschreibt sie direkt die Gedanken der Personen zu einem Dialog, indem sie diese kursiv dahinter setzt. Schönes Stilmittel, das mir gefallen hat. Wie oft sagt man etwas und denkt gleichzeitig etwas ganz anderes?
Die Beschreibung des Londoner Highgate Friedhofes war sehr – wie steht es im Klappentext? – atmosphärisch. Obwohl ich noch nie dort war, habe ich ein (sehr morbides) Bild dieses Ortes vor mir. Auch das Haus am Friedhof, in dem Elspeth, Robert und Martin leben, wird so ausführlich geschildert, daß ich es zeichnen könnte (wenn ich diese Technik beherrschen würde 😉 ).
Das Universum des Romans dreht sich um diese beiden Orte, der Rest von London bleibt schemenhaft und gleicht einer Reisebeschreibung für hastige Amerikaner nach dem Motto „London in three days“.

Nun zur Geschichte selbst:
Ich mag Bücher, wenn ich einzelne oder mehrere Protas sympathisch finde und mich in ihre Situation hineindenken kann. Das ist mir mit der personellen Ausstattung dieses Romans nicht gelungen. Überhaupt nicht!!!!

Beginnen wir mit Martin und seiner Frau Marijke. Martin wird von Zwangsvorstellungen gequält und da er sich weigert, einen Arzt aufzusuchen, wird sein Leben und das seiner Frau immer unerträglicher. Die ausführliche Beschreibung seiner Psychose (heißt das so in der Fachsprache) und seines Verhaltens waren mir viel zu langatmig und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht besonders, da ich weder Psychologin oder Psychaterin bin. (Vielleicht bin ich da gerade etwas sensibel, aber schon im hochgelobten „Angerichtet“ spielten psychisch kranke Menschen die Hauptrolle *stirnrunzel* und da fehlt mir einfach das Verständnis…) Zugegebener Weise hat es mich gerührt zu beobachten, wie er dank der Medikamente, die er von Julia untergejubelt bekommt, sich aus seinen Zwängen befreit. Aber die Wiedervereinigung mit Marijke war dann doch höchst unglaubwürdig! Seine Frau hat sich in zwei Jahren immer seltener bei ihm gemeldet und schließt ihn dann einfach so wieder in die Arme? *kopfschüttel*.

Das Ehepaar Edie und Jack leben auch in einer sehr merkwürdigen Beziehung, die geprägt ist von Geheimnissen und Lügen und man möchte beide unentwegt schütteln in ihrer wortlosen Beziehung.

Robert, Elsbeths Lebensgefährte, muß auch irgendeine psychische Erkrankung haben, die ich nicht benennen kann. Wie sonst kann man das Verhalten eines erwachsenen Mannes erklären, der zwei jungen Frauen wochenlang hinterherschleicht, statt sich ihnen vorzustellen oder dessen Lebensinhalt Führungen auf einem Friedhof sind? Seine Trauer um seine Lebensgefährtin Elsbeth ist ja nachvollziehbar, aber dann beginnt er diese Beziehung zu Julia, während er gleichzeitig mit Elsbeths Geist innige Unterhaltungen führt und trägt zum Schluß die Hauptverantwortung für den schrecklichen Tod von Julia???? Was für ein gruseliger Typ!

Die Zwillinge Julia und Valentina: Ich kenne mich mit eineiigen Zwillingen nicht besonders gut aus, aber die beiden haben doch eindeutig auch keine normale Beziehung, oder? Sie leben in einer symbiotischen Beziehung, in der Julia die Bestimmende zu sein scheint. In der Erziehung der Mädchen muß einiges schief gegangen sein, was sicher auch mit der problematischen Beziehung der Zwillinge Mutter und Tante zu tun hat. Valentina will sich aus der symbiotischen Beziehung zu ihrer Schwester befreien und wählt den Tod (inklusive geplanter Auferstehung) als Ausweg.
Und an dieser Stelle habe ich nur noch den Kopf geschüttel. Wie schräg ist das denn?

Und jetzt kommen wir zu Elsbeth: Was für eine furchtbare, egoistische Person! Schon das Testament ist eine Zumutung für alle Beteiligten. Aber sie geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Sie hängt so sehr an ihrem körperlichen Leben, daß sie ihre Nichte/Tochter opfert. Das ist so unglaublich grausam, daß mir es mir die Fußnägel hochrollt.

Das Buch endet für mich absolut unerträglich. Elbeths Geist fährt in den toten Körper von Valentina (der bestimmt schon ein wenig angegammelt war), schnappt sich Robert und haut ab. Das wäre ja schon schlimm genug, aber daß sie dann noch schwanger wird. AAAAAAAAAAAAAhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh.
Ich mußte immer an einen Zombie denken. *schüttel*

Finde nur ich das gruselig und ekelig? Ich bin gespannt, wie mein Lesekreis auf diesen Roman reagiert und gleich werde ich mir auch die Rezis im Internet mal zu Gemüte führen.

Obwohl ich ja sehr gerne fantastische Geschichte mit paranormalen Elementen lese und dieser Roman ein wenig an die Schauerromane der viktorianischen Zeit erinnert, die ich auch sehr gerne mag, driftet die Autorin für meinen Geschmack ins Horrorgenre ab und die zahlreichen psychischen Krankheiten der Protas überfordern mich. (Außerdem frage ich mich, warum gerade Menschen mit psychischen Problemen für Autoren so interessant sind.)

Wahrscheinlich bin ich einfach mit vollkommen falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, das soll ja vorkommen.

Mein Fazit:
Ein Roman, der zur Diskussion anregt, aber in meinen Augen eher verstörend als betörend und bezaubernd zu nennen ist.

Nachtrag:
Das Buch und die Autorin lassen mir keine Ruhe. Wenn ich die Bilder und die Zeichnungen der Autorin vor dem Lesen gesehen hätte, wäre ich sicher nicht überrascht von diesem morbiden, düsteren, merkwürdigen Roman gewesen.
http://audreyniffenegger.com/prints

Nicholls, David: Zwei an einem Tag

Genre: Roman

Die Inhaltsangabe spare ich mir mal, kann jeder beim großen, bösen Buchversand nachlesen … :>>

Hmpf, die Pressestimmen und Rezis, die ich bisher gelesen haben, waren geradezu euphorisch und meine Erwartungen waren dementsprechend hoch. Sprachlich hat mir der Roman auch sehr gut gefallen, aber die Charaktere und die Story haben mich recht kalt gelassen. Dexter war mir von Anfang an total unsympatisch, seine durch nichts zu erklärende Überheblichkeit und später dann sein Selbstmitleid waren für mich kaum erträglich. Seine Freundin Emma ist zwar ein klein wenig interessanter, aber ihr Leben zwischen Improvisationstheatergruppe, Restaurant-Leiterin, Lehrerin und schließlich Kinderbuchautorin ist mir einfach zu wirr und unverständlich. Auch mit dem Schauplatz London kann ich nicht viel anfangen….
Und am schrecklichsten war das Ende, aber ich will’s nicht verraten.
Nun gut, ich kann jetzt wenigstens mitreden |-|