Handel, Christian: Rosen und Knochen – Die Hexenwaldchroniken


Genre: Fantasy

Klappentext:
Unter den Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot ziehen die Dämonenjägerinnen Muirean und Rose durch die Lande. Sie bekämpfen Trolle, retten Jungfrauen vor Wassermännern und vertreiben Kobolde aus Mühlen und Bauernhäusern.
Als sie von den Bewohnern eines kleinen Dorfs angeheuert werden, den spukenden Geist einer Hexe unschädlich u machen, geraten sie allerdings in ein albtraumhaftes Abenteuer, das sie an ihre Grenzen führt. Und das ein gut gehütetes Geheimnis ans Licht bringt, das eine von ihnen vor der anderen gern für immer verborgen hätte …

Meine Einschätzung:
„Rosen und Knochen“ passt natürlich absolut in mein Beutschema. Düstere Märchenadaptionen mag ich grundsätzlich gerne und auch von dieser „Hänsel und Gretel“-Adaption bin ich fasziniert. Der Autor erzählt die Geschichte so richtig schön gruselig, Geisterkinder, die den Dämonenjägerinnen den Weg weisen, ein verwunschenes Hexenhaus, das seine Besucher gefangen hält und eine richtig böse, böse Hexe. Cool. Der Autor schafft es auch, die Geschichte filmreif in meinem Kopf abzuspielen. Ich hatte viele Szenen sehr lebendig vor Augen.
Auch die Aufmachung dieses Buches mit dem Titelbild und den illustrierten Seiten, die auch am Buchschnitt zu sehen sind, gefällt mir sehr gut.
Aber so 100 % glücklich war ich mit diesem Märchen nicht und ich kann nicht mal genau sagen, woran das liegt. Lag es an den beiden Heldinnen? War mir die Geschichte zur kurz oder nicht weit genug ausgeschmückt? Lag es an der sprachlichen Gestaltung? Vielleicht von allem ein bisschen.
Ich werde dem Folgeband deshalb auf jeden Fall noch eine Chance geben. Vielleicht überzeugt mich der Autor ja damit vollkommen.

Mein Fazit:
Eine sehr schöne, düstere Märchenadaption von Hänsel und Gretel für erwachsene Märchenfreunde.

Hohlbein, Wolfgang & Heike: Die Schneekönigin

Genre: Märchenbuch

Kurzbeschreibung:
Hans Christian Andersens schönstes Märchen neu interpretiert von Wolfgang und Heike Hohlbein. Als dem Teufel ein Zauberspiegel zerschellt, bricht bei den Menschen das Chaos aus. Wer von einem Splitter getroffen wird, dem gefriert das Herz und er sieht nur noch das Schlechte in der Welt. So ergeht es auch dem Jungen Kay. Und weil sein Herz so kalt geworden ist, verfällt er der eisigen Schönheit der Schneekönigin, die ihn in einer prächtigen Kutsche mit in ihr frostiges Schloss nimmt. Kays Freundin Gerda will das nicht hinnehmen. Sie macht sich auf, Kay zu suchen und zurückzubringen. Ihre abenteuerliche Reise führt sie zu Feen, Prinzessinnen, Räubern und schließlich zum Schloss der Schneekönigin. Wird es ihr gelingen, ihren Freund zu befreien oder verfällt auch sie der dunklen Macht der eisigen Herrscherin?

Meine Einschätzung:
Ich bin eine begeisterte Märchentante und schon im letzten Jahr hat mich die Interpretation des Ehepaar Hohlbeins von „Die wilden Schwäne“ begeistert.
Und auch „Die Schneekönigin“ ist wundervoll. Auch wieder nah am Original, aber ganz im Stile Hohlbeins phatasievoll ausgeschmückt, durchaus gruselig und kampfbetont. Die winterliche, eisige Stimmung, die die Schneekönigin über das Land bringt ist ganz, ganz toll beschrieben und bei den österlichen Temperaturen hier im Dezember, war mir richtig winterlich zumute ;-).
Ich mag auch wieder das Cover, das wunderbar zu dem ersten Band der Reihe paßt und wenn ich Herrn Hohlbein auf der Buchmesse richtig verstanden habe, planen sie schon eine weitere Märchenadaption in dieser Reihe.

Mein Fazit:
Ein winterlich-eisiges Märchenvergnügen für Kinder ab 10 Jahre und Märchenfreunde jeden Alters.