Löhnig, Inge: Sieh nichts Böses


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Kommissar Dühnfort

Teil 8: Sieh nichts Böses
Teil 7: Nun ruhet sanft
Teil 6: Deiner Seele Grab
Teil 5: Verflucht seist Du
Teil 4: Schuld währt ewig
Teil 3: So unselig schön
Teil 2: In weißer Stille
Teil 1: Der Sünde Sold

Kurzbeschreibung:
Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind.
Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halb verwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur – ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses.
Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.

Meine Einschätzung:
Ich mag diese Krimiserie sehr und auch dieser Band hat mir gut gefallen, weil ich den Ermittler und seine Lebensgefährtin so gerne mag und die beiden so authentisch in ihrer Lebenskrise reagieren. Das hat die Autorin wirklich sehr einfühlsam beschrieben. Auch der Kriminalfall ist spannend und toll erzählt, wenn ich mich auch gefragt habe, ob es wirklich so skrupellose Vermieter gibt, die eine junge Geschäftsfrau – mir nichts dir nichts – aus der Wohnung werden und die obendrein noch an einen Mann gerät, der Schulden bei einem Kredithai hat und sie in die Prostitution zwingen will. Ähm ja, das war mir dann ein kleinig zu viel des „Schlechten“ ;-).

Mein Fazit:
Wer Lust auf unaufgeregte, deutsche, sehr gut recherchierte Krimis hat, der schnappe sich einen Dühnfort-Krimi :-).

Löhnig, Inge: Gedenke mein


Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:

Cold Cases – Verbrechen schlafen nicht
Gina Angelucci, die Partnerin des Münchner Kommissars Dühnfort, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases in München: Sie löst Mordfälle, die seit Jahren nicht geklärt werden konnten. Auf die Bitte einer Mutter nimmt sie die Ermittlungen zu einem tragischen Fall wieder auf. Vor zehn Jahren verschwand die kleine Marie. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Der Vater von Marie hat Selbstmord begangen. Hat er seiner Tochter etwas angetan? Gina ahnt, dass ihre Kollegen damals die falschen Fragen stellten. Warum sollte der Vater das Mädchen töten? Oder ist Marie noch am Leben? Gina folgt einer Spur, die zu unendlichem Leid führt …

Meine Einschätzung:
Offenbar machen sich Romanfiguren manchmal selbstständig und verlangen nach einer eigenen Geschichte ;-), denn Inge Löhnig-Leser kennen Gina aus der Dühnfort-Krimi-Serie. Ob aus diesem Roman auch eine eigene Reihe wird, habe ich noch nicht herausgefunden.
Die Autorin bleibt jedenfalls ihrem Stil treu und erzählt die traurige Geschichte einer Mutter, die nicht an den Tod ihrer seit 10 Jahren vermißten Tochter glauben will, sehr berührend.
Ich mag Frau Löhnigs Protagonisten, die durchweg sehr gut und glaubwürdig charakterisiert werden und ich mag ihre Geschichten, die gut durchdacht und spannend sind und ohne wilde Action-Einlagen und Blutbäder auskommen.

Mein Fazit:
Auch ohne den sympathischen Dühnfort als Hauptfigur, ist das ein toller Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe.

Löhnig, Inge: Nun ruhet sanft

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Kommissar Dühnfort

Teil 8: Sieh nichts Böses
Teil 7: Nun ruhet sanft
Teil 6: Deiner Seele Grab
Teil 5: Verflucht seist Du
Teil 4: Schuld währt ewig
Teil 3: So unselig schön
Teil 2: In weißer Stille
Teil 1: Der Sünde Sold


Kurzbeschreibung:

Ein Mann tötet seine Frau und seine Kinder. Kommissar Konstantin Dühnfort ist erschüttert. Wie kann ein Vater zu einer solch grausamen Tat fähig sein? Der Fall trifft Dühnfort persönlich, gerade hat Gina ihm offenbart, dass sie schwanger ist. Es fällt ihm daher schwer, mit kühlem Kopf an diesen Fall heranzugehen. Kurz nach dem Mord taucht der Familienvater plötzlich am Tatort auf. Mit einem Strauß roter Rosen für seine Frau. Steht er tatsächlich unter Schock, oder ist er ein guter Schauspieler? Ist der Vater wirklich der Schuldige?

Meine Einschätzung:
Nach den blutrünstigen Fantasy-Schinken brauchte die leseratteffm unbedingt was Bodenständiges.
Obwohl natürlich jedem Krimi ein Verbrechen zugrunde liegt und in diesem Fall eine Mutter und ihre beiden Kinder zu Tode kommen, mag ich Frau Löhnig Krimis, weil sie eben nicht blutrünstig und brutal daher kommen. Tragisch, das schon, aber Frau Löhnig verzichtet auf blutige Spezial-Effekte und das ist genau das, was mein Leserherz jetzt gerade braucht.
Dühnfort ist zudem ein sehr sympathischer Ermittler, nicht drogen- oder alkoholabhängig, nicht depressiv, lebt in einer funktionierendem Beziehung und macht auch schon mal Fehler während der Ermittlungen, zu denen er auch stehen kann. Menschlich eben und das mag ich.
Die Dühnfort-Krimis spielen übrigens in München bwz. im Umkreis, sind dabei aber sehr unbayrisch.

Mein Fazit:
Ob sich Frau Löhnig und Frau Mayall kennen? Die Krimis der beiden Damen lese ich auf jeden Fall sehr gerne und auch dieser Dühnfort-Krimi hält, was er verspricht.

Mayall, Felicitas: Schwarze Katzen


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 9: Schwarze Katzen
Teil 8: Zeit der Skorpione
Teil 7: Nachtgefieder
Teil 6: Die Stunde der Zikade
Teil 5: Hundszeiten
Teil 4: Wolfstod
Teil 3: Die Löwin aus Cinque Terre
Teil 2: Wie Krähen im Neben
Teil 1: Nacht der Stachelschweine

Kurzbeschreibung:
Mafiamethoden an der Isar
Laura Gottberg auf den Spuren des organisierten Verbrechens
Mitten auf der Prinzregentenstraße steht eines Morgens ein schwerer Kasten, der kaum zu öffnen ist. Darin befindet sich eine einbetonierte Leiche, die in mühevoller Meißelei von den Gerichtsmedizinern frei gelegt werden muss. Die Methoden der Mafia? Oder will jemand eine falsche Spur legen?
Laura Gottberg bleibt zunächst nur eins zu tun: Sie muss warten. Darauf, dass derjenige, an den sich die Botschaft richtet, die Nerven verliert. Unterdessen wäre es allerdings gut, sie behielte selbst die Nerven – aber das ist angesichts misstrauischer Vorgesetzter, pubertierender Kinder und eines weit entfernten Angelo nicht immer leicht …

Meine Einschätzung:
Diesen wunderbaren Krimi ohne Psychopaten und Serienkiller habe ich in kürzester Zeit verschlungen und ich werde wahrscheinlich nie wieder in ein italienisches Restaurant gehen können, ohne an diese Geschichte zu denken :-). Der schicke Besitzer eines italienischen Edelrestaurants und aktives Mitglied einer Mafia-Familie hadert mit seinem Schicksal, sieht überall Spione und würde am liebsten aussteigen. Aber seine Verwandschaft, Fisch- und Weinhändler, lassen das natürlich nicht zu. Ich habe richtig mit dem Mann gelitten, der ein ganz schöner Jammerlappen ist und sich vor schwarzen Katzen fürchtet ;-).
Auch in Laura konnte ich mich wunderbar hineinversetzen, deren Kinder langsam erwachsen werden und die ihr Leben erst mal wieder neu ordnen muß. Die Fernbeziehung mit dem italienischen Kommissar Angelo läuft zwar prima und beide lieben sich sehr, aber ewig wird das so nicht weitergehen können. Hach, die beiden sind wie gute Freunde für mich und ich bin schon sehr gespannt, wie die Autorin das Leben der beiden weiterführt.
Felicitas Mayalls Krimis kommen ohne große Effekte, SEK-Einsätze und Geballer aus, die Ermittler sind interessante, liebenswerte, menschliche Charaktere und das mag ich sehr. Außerdem bekomme ich sofort Lust, italienisch zu kochen, wenn ich einen Mayall-Krimi lese …

Mein Fazit:

Eine absolute Leseempfehlung von mir. Ein klassischer Krimi mit Mafiabeteiligung.

Löhnig, Inge: Deiner Seele Grab

Genre: Krimi


Reihenfolge der Serie: Kommissar Dühnfort

Teil 8: ?
Teil 7: Nun ruhet sanft
Teil 6: Deiner Seele Grab
Teil 5: Verflucht seist Du
Teil 4: Schuld währt ewig
Teil 3: So unselig schön
Teil 2: In weißer Stille
Teil 1: Der Sünde Sold


Kurzbeschreibung:

»Der Dämon in dir wird siegen. Deine dunkle Seite. Das Böse. Das Teuflische. Alle Demütigungen, Verletzungen, Ungerechtigkeiten, die du erleiden musstest, formen dich. Zu dem, was du sein wirst. Sie machen dich dazu.« Wer ist der Samariter, der in München alte Menschen von ihren Leiden erlöst? Ein verblendeter Erlöser, der glaubt, Gutes zu tun? Oder ein eiskalter Killer? Was hat es mit der geheimnisvollen Elena auf sich, die nur ein Ziel kennt: Rache! Sind der Samariter und sie ein Team? Plötzlich ist sie verschwunden. Als Kommissar Konstantin Dühnfort schließlich begreift, worum es wirklich geht, ist es beinahe zu spät …

Meine Einschätzung:
Während ich den letzten Band der Dühnfort-Serie nicht so gelungen fand, hat mich der neue Krimi von Frau Löhnig wieder vollkommen überzeugt. Dühnfort, der ein klein wenig zur Melancholie neigt ;-), wird beschuldigt, eine Verdächtige während des Verhörs geschlagen zu haben. Diese Beschuldigung aus dem Weg zu räumen, macht ihm großes Kopfzerbrechen und der Mordfall, in dem er ermittelt, wird dank einer sensationslüsternden Journalistin zu einem Serienmord an betagten Menschen hochstilisiert.
Die Autorin versteht es perfekt, die Krimihandlung und alle beteiligten Personen zu einem spannenden Rätsel zu verhäkeln und beleuchtet dabei die verschiedensten menschlichen Dramen.
Sehr berührt hat mich das Thema „Leben im Alter“, das die Autorin sehr treffend und unsentimental angeht. Der Umgang mit dementen Familienmitgliedern, die Notwendigkeit von geschultem, liebevollen Pflegepersonal, die dazu notwendigen finanziellen Mittel, findet Eingang in diese vielschichtige Geschichte.
Frau Löhnig schreibt wunderbar stimmungsvoll und liest sich einfach toll.

Mein Fazit:

Ein spannender, komplexer, stimmungsvoller Krimi mit sympathischen Ermittlern.

Kornbichler, Sabine: Das Verstummen der Krähe

Genre: Krimi, Roman

Reihenfolge der Kristina Mahlo-Serie:

Teil 1: Das Verstummen der Krähe
Teil 2: Die Stimme des Vergessens (August 2014)

Kurzbeschreibung:
Kristina Mahlos Auftrag als Nachlassverwalterin hat es in sich. Eine Verstorbene vererbt ihr beträchtliches Vermögen ihren fünf besten Freunden, jedoch unter der Bedingung, dass es gelingt, den Mord aufzuklären, für den ihr Mann einst verurteilt worden war. Kris will den Fall ablehnen, doch dann entdeckt sie in der Wohnung der Toten einen Hinweis auf ihren eigenen Bruder Ben, der vor Jahren spurlos verschwand …

Meine Einschätzung:
Deutsche Krimiautorinnen haben es „in sich“ 🙂 und mit Sabine Kornbichler habe ich eine weitere Autorin entdeckt, auf deren Krimis ich mich wirklich freuen kann.
Schon die Idee, eine Nachlassverwalterin als Ermittlerin in den Vordergrund zu stellen, hat mich sehr angesprochen, denn literarische Kriminalbeamte gibt es ja schon reichlich. Außerdem wird noch ein Privatdetektiv vorgestellt, dem die Autorin hoffentlich in den Folgebänden weiteren Raum gibt, denn die beiden wären sicher ein spannendes Team und seit Matula in Pension gegangen ist, fehlt ein ordentlicher Detektiv in deutschen Landen, oder nicht?
Gut hat mir auch gefallen, dass Kristinas Privatleben eine große Rolle spielt und das nicht nur, weil das Verschwinden ihres Bruders Teil dieser Geschichte ist. Die Autorin beschreibt ihr Zuhause, ihre Eltern, ihre Freunde, das Büro und ihre reizende Mitarbeiterin so detailreich und farbig, dass ich mir alle und alles ganz genau vorstellen konnte.
Was die beiden Kriminalfälle, über die ich natürlich nichts verraten werde, angeht, bin ich an der ein oder anderen Stelle ungeduldig geworden, weil mir persönlich diese Futzelei im Detail etwas zu anstrengend war. Die beteiligten Figuren, wohlhabende Ärzte, Unternehmensberater und Software-Genies waren mir auch eine Spur zu überzeichnet, aber ihre Motive waren durchaus nachvollziehbar und die Auflösung plausibel.
Das Buch läßt sich flüssig und sehr angenehm lesen und ist an einigen Stellen von der Stimmung her richtig gruselig und auch spannend.
Auf die Idee, eine Krähe zu zähmen, bin ich übrigens noch nie gekommen und dabei tummeln sich zeitweise ganz Schwärme (nennt man das so bei Krähen?) in unserem Garten. Ein Eichhörnchen, Igel, Specht oder Hase wären mir eindeutig lieber ;-).

Mein Fazit:
Sabine Kornbichler ist eine deutsche Kriminalautorin, die ich im lesenden Auge behalten werde.

Mayall, Felicitas: Zeit der Skorpione

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 9: Schwarze Katzen
Teil 8: Zeit der Skorpione
Teil 7: Nachtgefieder
Teil 6: Die Stunde der Zikade
Teil 5: Hundszeiten
Teil 4: Wolfstod
Teil 3: Die Löwin aus Cinque Terre
Teil 2: Wie Krähen im Neben
Teil 1: Nacht der Stachelschweine

Kurzbeschreibung:
Um abseits vom Alltagsgeschäft einmal in Ruhe über seine Unternehmensstrategie nachzudenken, ist Paolo Massimo allein in sein Landhaus gefahren. Die Bank, die er leitet, steht kurz vor der Übernahme einer deutschen Konkurrentin. Ein Gefühl vager Bedrohung wird er auf seinem Waldspaziergang zwischen Steineichen und Edelkastanien dennoch nicht los. Als er zu seinem Haus zurückkehrt, wird er bereits von Polizisten erwartet. Auf eine anonyme Anzeige hin lässt ein gewisser Commissario Guerrini sein Anwesen durchsuchen, auf dem angeblich eine Leiche verscharrt liegen soll. Zu Massimos Entsetzen finden die Beamten in seinem Garten die sterblichen Überreste seines deutschen Kollegen Hardenberg … Um Genaueres über die Hardenberg Bank zu erfahren, bittet die italienische Staatsanwaltschaft bei Laura in München um Ermittlungshilfe. Die hat gerade sehr mit der Tatsache zu kämpfen, dass sich ihre Kinder zunehmend von ihr abnabeln. Und auch mit Angelo läuft es nicht rund. Einerseits kommt es ihr also gelegen, dass sie einen deutsch-italienischen Fall auf den Tisch bekommt, andererseits ist Laura wenig begeistert, sich mit Banken beschäftigen zu müssen – dem internationalen Panik-Thema Nummer eins.

Meine Einschätzung:

Ich muß zugegeben, dass mich die Krimihandlung im Bankengeschäft nicht sonderlich interessiert bzw. mitgerissen hat. Vielmehr war ich daran interessiert, wie es mit der Beziehung von Laura und Angelo weitergeht und da wurde ich von der Autorin nicht enttäuscht.
Alles, was ich an den leisen Krimis von Felicitas Mayall mag, nämlich Protagonisten mit einem Leben außerhalb des Berufes, die wunderschönen Beschreibungen der toskanischen Landschaft oder die treffenden Beschreibungen Münchens, die italienischen Gerichte, die sie vorstellt, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft, finde ich wieder.
Sicher wird der nächste Krimifall wieder spannender werden, denn das kann die Autorin auch ;-).

Mein Fazit:
Ein leiser Krimi, in dem der Gefühlswelt der ermittlenden Kriminalkommissare viel Raum eingeräumt wird. Ich würde sie immer in der richtigen Reihenfolge lesen wollen.

Löhnig, Inge: Schuld währt ewig

Genre: Krimi


Reihenfolge der Serie: Kommissar Dühnfort

Teil 8: ?
Teil 7: Nun ruhet sanft
Teil 6: Deiner Seele Grab
Teil 5: Verflucht seist Du
Teil 4: Schuld währt ewig
Teil 3: So unselig schön
Teil 2: In weißer Stille
Teil 1: Der Sünde Sold

Kurzbeschreibung:
Eine einzige Sekunde hat Susannes Leben für immer verändert. Ein Kind ist tot. Für die junge Frau ein Alptraum, der nie endet, eine Suche nach Sühne, die vergebens ist. Dann sterben zwei Menschen. Sie wurden ermordet. Auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein düsteres Geheimnis, eine Schuld, die für immer bleibt. Kommissar Dühnfort verfolgt einen Täter, der auf grausame Weise für seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorgt. Ein Rächer, der Gleiches mit Gleichem vergilt und keine Gnade kennt.

Meine Einschätzung:
Ich bin begeistert. Frau Löhnig hat mich nicht enttäuscht und einen spannenden, atmosphärisch dichten Krimi geschrieben. Zu meiner großen Freude entwickelt sich Dühnforts Privatleben durchaus positiv (mehr wird nicht verraten) und dieses Mal entwickelt die Autorin auch den Kollegen Alois weiter, der zwar bisher nicht gerade mein Liebling war, aber wir werden sehen, was sie aus ihm macht ;-).
Etwas ratlos steht das Ermittlerteam dem Tod dreier Menschen gegenüber, zwischen denen es keine Verbindung zu geben scheint. Aber durch akribische Detektivarbeit und Dühnforts Bauchgefühl gelingt es der Polizei, den Zusammenhang zu finden. Doch die Zeit ist knapp, denn der Täter hat wahrscheinlich weitere Menschen auf seiner Liste. Frau Löhnig führt den Leser geschickt und unterhaltsam mit verschiedenen Handlungssträngen durch die Geschichte und hat mich ein paar Mal auf die falsche Fährte gelockt.
Wie auch in den Vorgängerbänden stellt sie auf der Opferseite eine junge Frau, Susanne, in den Vordergrund, deren Schicksal mich sehr berührt hat und deren Charakter wirklich ganz einfühlsam und authentisch dargestellt wird. Klasse.
Zur Krönung wird es auch noch dramatisch, richtig dramatisch und es gibt einige überraschende Wendungen – einfach gut.
Tja, und dann habe ich mich tatsächlich in eine fiktive!!! Figur verliebt. Susannes „schottischer“ Nachbar“ ist ein großartiger Typ. Seine Gedanken zum Schicksal haben mich wirklich beeindruckt:
„Wie soll man weiterleben mit dem Wissen, das unser Leben der Willkür einer Macht unterworfen ist, auf die wir keinen Einfluss haben und die jederzeit zuschlagen kann? Man kann sie nicht besänftigen, nicht bändigen, nicht friedlich stimmen. Weder durch Glauben noch Opfergaben noch Wohlverhalten. Sie macht uns ohnmächtig, und dagegen kämpfen wir an, indem wir nicht an das Schicksal glauben wollen. Wir suchen Erklärungen.“

„Doch wenn man glücklich werden will oder wenigstens einigermaßen zufrieden, dann darf man nicht gegen sich leben. Seit ich das nicht mehr mache, geht es mir gut. Beim nächsten Treffen mit dem Schicksal bin ich mir nichts schuldig.“

Zitat aus: Inge Löhnig: Schuld währt ewig

Mein Fazit:
Zusammen mit Felicitas Mayall erkläre ich Inge Löhnig hiermit zu meinen deutschen Lieblingskrimiautorinnen.
Um die Entwicklung der Protagonisten genießen zu können, empfiehlt es sich, die Krimis in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Mayall, Felicitas: Nachtgefieder

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 9: Schwarze Katzen
Teil 8: Zeit der Skorpione
Teil 7: Nachtgefieder
Teil 6: Die Stunde der Zikade
Teil 5: Hundszeiten
Teil 4: Wolfstod
Teil 3: Die Löwin aus Cinque Terre
Teil 2: Wie Krähen im Neben
Teil 1: Nacht der Stachelschweine

Kurzbeschreibung:
Eines Nachts taucht eine elegante Signora verzweifelt im Münchner Polizeipräsidium auf. Donatella Cipriani ist mit einem mächtigen Mailänder Industriellen verheiratet und hat eine Affäre mit einem englischen Adeligen. Nun wird sie mit intimen Fotos erpresst, auf denen sie und ihr Geliebter zu sehen sind. Kommissarin Laura Gottberg lässt sich nur widerwillig auf den verworrenen Fall ein, für den sie eigentlich nicht zuständig ist. Als aber in einem Münchner Luxushotel ein Toter gefunden wird, beginnen bizarre Ermittlungen, die Laura Gottberg und ihren Freund Commissario Guerrini in wilde Turbulenzen stürzen. Während Guerrini in Siena verbrecherischen Geldverleihern auf der Spur ist, taucht seine Exfrau Carlotta auf … Eine Bewährungsprobe für Laura und Angelo, ein knallharter Kriminalfall, dessen Fäden in der Toskana zusammenlaufen.

Meine Einschätzung:
Das ist wieder ein ganz, ganz toller Krimi von Felicitas Mayall. Spannend, dramatisch, gefühlvoll, stimmungsvoll, italienisch, …
Ich frage mich, warum die Autorin nicht bekannter ist. Sie braucht den Vergleich mit Nele Neuhaus oder Inge Löhnig nicht zu scheuen!

Mein Fazit:
Sehr spannender Krimi von meiner Lieblings-Krimiautorin!!

Löhnig, Inge: So unselig schön

Genre: Krimi


Reihenfolge der Serie: Kommissar Dühnfort

Teil 8: ?
Teil 7: Nun ruhet sanft
Teil 6: Deiner Seele Grab
Teil 5: Verflucht seist Du
Teil 4: Schuld währt ewig
Teil 3: So unselig schön
Teil 2: In weißer Stille
Teil 1: Der Sünde Sold

Kurzbeschreibung:
In einer leerstehenden Brauerei im Süden Münchens wird eine enthauptete Frauenleiche gefunden. Kommissar Dühnfort wird bald klar, dass er einen Serientäter jagt, der von Bildern besessen sein muss. Die junge Fotografin Vicki hingegen, die die Leiche gefunden hat, ermittelt auf eigene Faust. Sie kommt dem Mörder schließlich gefährlich nahe …

Meine Einschätzung:
Wow, auch der dritte Fall von Kommissar Dühnfort hat mich wieder mitgerissen. Ein Serienmörder, der seinen morbiden Vorstellungen eines perfekten Gemäldes folgt und Frauen grausam ermordet. Auch wenn mir relativ schnell klar war, wer der Täter sein muss, habe ich doch mit großer Spannung verfolgt, wie sich Dühnfort und sein Team in dem Fall zurechtfinden. Wie schon in den beiden vorherigen Krimis baut Frau Löhnig eine interessante Frauenfigur ein. Vicki, die die erste Leiche zufällig findet, hat nach einer überaus traurigen Kindheit und dem Verlust ihrer Großmutter, einen weiteren schlimmen Schicksalschlag erlitten und ist gerade dabei, ihr Leben, das vollkommen aus den Fugen zu geraten droht, zu richten. Aber durch ihre eigenen, neugierigen Nachforschungen gerät sie nicht nur ins Visier eines Stalkers, sondern kommt auch dem Täter eine Spur zu nahe.
Dühnfort, der sich noch nicht ganz von seinem Unfall am Starnberger See erholt hat, kämpft mit seinen widerstreitenden Gefühlen für Agnes und seine engste Mitarbeiterin. Man leidet wirklich mit ihm, wenn er mal wieder seinen wirklichen Gefühlen nicht angemessen ausdrücken kann und beide Frauen verletzt.

Mein Fazit:
Ein weiterer toller Krimi von Inge Löhnig.

Landorff, Max: Der Regler

Genre: Thriller

Klappentext:
Er ist der Regler. Für die Reichen und Mächtigen regelt er alles – Liebe, Karriere, Geld, Sex. Bis die bestialischen Morde geschehen. Und er erkennen muss: Du kannst alles regeln. Nur nicht deine Vergangenheit.

Meine Einschätzung:
Ne, über die Geschichte verrate ich nichts, das ist zu kompliziert. Was zeichnet diesen deutschen Thriller aus? Die präzise, schnörkellose Sprache, der ungewöhnliche Plot und die interessanten Charaktere. Unbedingt lesen.

Mein Fazit:
Sehr gute Thrillerunterhaltung aus Deutschland. Bitte mehr davon!!!!!

Scholder, Christoph: Oktoberfest

Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:
Das Gas wirkte in Sekunden. Plötzlich war es in dem riesigen Bierzelt still. Totenstill. Der zweite Wiesn-Sonntag. Weiß-blau erstreckt sich der Himmel über München, Tausende strömen auf das größte Volksfest der Welt. Partystimmung, so weit das Auge reicht, ausgelassen tanzen die Leute in den riesigen Zelten. Niemand ahnt, dass dieser Nachmittag um exakt vier Minuten vor sechs in einem Höllenszenario enden wird. Denn genau zu diesem Zeitpunkt gibt Oleg Blochin, der skrupellose Kommandeur einer russischen Elite-Soldateska, seinen Männern den Befehl, das Betäubungsgas im ersten Bierzelt freizusetzen. Und das ist erst der Anfang: Schlag auf Schlag geht es weiter, 70 000 Menschen werden zu Geiseln in einem hochriskanten Spiel auf Leben und Tod …

Meine Einschätzung:
Ich habe es in einem Rutsch gelesen, denn ich hätte es einfach nicht ausgehalten, im Unklaren über den Ausgang dieses Horrorszenarios zu bleiben. Na gut, es war schon klar, daß der deutsche „James Bond“ es irgendwie schafft, die (meisten) Geiseln zu befreien, aber zwischendurch sah es wirklich, wirklich schlecht aus. Die GSG 9, modernste Waffentechnik, bescheuerte Politiker, bayrische Spezlwirtschaft, Computerspezialisten, eine junge, ambitionierte Journalistin, brutale Söldner, es kommt alles vor, was das Thrillerleserherz begehrt. Wer dann noch München mag, vielleicht das Oktoberfest mal besucht hat und schon mal auf Sylt war und sich die Schauplätze vorstellen kann, der sieht dieses Buch wie einen Actionfilm vor sich ablaufen. Es geht allerdings ganz schön „militärisch“ zu und „Oktoberfest“ ist sicher nicht für pazifistische, zartbesaitete Naturen geeignet.

Mein Fazit:
Ein richtig spannender Thriller aus deutscher Autorenhand. Den muß man gelesen haben!

Mayall, Felicitas: Hundszeiten

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 9: Schwarze Katzen
Teil 8: Zeit der Skorpione
Teil 7: Nachtgefieder
Teil 6: Die Stunde der Zikade
Teil 5: Hundszeiten
Teil 4: Wolfstod
Teil 3: Die Löwin aus Cinque Terre
Teil 2: Wie Krähen im Neben
Teil 1: Nacht der Stachelschweine

Kurzbeschreibung:
Heiße Nächte in den Isar-Auen Es ist Sommer in München. Kommissarin Laura Gottberg nutzt die Kühle der frühen Morgenstunden für lange Spaziergänge an der Isar. Dort lernt sie eines Morgens den jungen Obdachlosen Ralf kennen, der im Fußgängertunnel unter dem Friedensengel sein Lager aufgeschlagen hat. Ralf erweist sich bald als ein skurriler, aber durchaus sympathischer Gesprächspartner. Und so ist Laura starr vor Schreck, als sie zu einem Tatort an der Isar gerufen wird: Ein Obdachloser wurde brutal zu Tode geprügelt…

Meine Einschätzung:

Ich mag Laura Gottberg, ich mag München und ich finde den Comissario aus Siena hinreißend.

Mein Fazit:
Solider Krimi mit einer sympathischen Kommissarin.