Musso, Guillaume: Das Mädchen aus Blooklyn


Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:
Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.

Mein Einschätzung:
Natürlich kann ich an dieser Stelle überhaupt nichts zum Inhalt sagen, denn Musso-typisch nimmt die Geschichte ein paar wichtige Wendungen …
Die letzten Male bin ich ja recht kritisch mit Musso umgesprungen und auch bei diesem Thriller habe ich manchmal gedacht: „Junger Mann, hau doch nicht so auf die Kacke!“ ;-), aber die Geschichte ist schon ganz schön spannend mit mitreißend. Überhaupt nicht überzeugt hat mich die Hauptfigur als allein-erziehender Vater. Einen zweijährigen in New-York einer wildfremden Babysitterin zu überlassen??? Wirklich? Und das tagelang. Na gut, sei es drum, spannend ist die Geschichte allemal und Musso-Fans werden begeistert sein.

Mein Fazit:
Ein spannender, wendungsreicher Thriller, typisch Musso eben, mit kleinen Schwächen.

Hinweis: An meinen Suchanfragen sehe ich, dass viele Leser „Reihenfolge Musso“ googlen. Die Romane hängen in keinster Weise zusammen. Man kann sie wild durcheinander lesen.

Romane von Guillaume Musso:
Ein Engel im Winter (2005)
Ein himmlische Begegnung (2007)
Weil ich Dich liebe (2009)
Wirst Du da sein (2009)
Lass mich niemals gehen (2010)
Nachricht von Dir (2012)
Sieben Jahre später (2013)
Vielleicht morgen (2014)
Nacht im Central Park (2015)
Vierundzwanzig Stunden

Donnelly, Jennifer: Straße der Schatten


Genre: historischer Roman

Kurzbeschreibung:
1890, New York City. Für Josephine Montfort, die aus einer wohlhabenden New Yorker Handelsfamilie stammt, scheint das Leben vorgezeichnet: Nach der Schule eine arrangierte Ehe, Kinder und ein ruhiges, häusliches Leben. Aber Josephine hat andere Pläne: Sie möchte als Journalistin auf das Leben der weniger Privilegierten aufmerksam machen. Doch eine Familientragödie reißt sie jäh aus ihren Träumen – ihr Vater stirbt zu Hause durch seine eigene Waffe. Josephine glaubt nicht an einen Unfall und der attraktive Journalist Eddie Gallagher bestärkt sie in ihrem Verdacht. Zu zweit beginnen sie eine Spurensuche, die sie in die zwielichtigsten und gefährlichsten New Yorker Viertel führt – und setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel …

Meine Einschätzung:
Es gibt Romane, von denen lese ich die ersten 2 Seiten und weiß sofort: das wird eine wundervolle Geschichte, die ich lieben werde. Sozusagen Lese-Liebe auf den ersten Blick :-).
„Straße der Schatten“ ist so ein Roman. Die Geschichte der naiven, behüteten Josephine, die leichtsinnig, aber auch mutig aus ihrem Leben ausbricht, um den geheimnisvollen Mord an ihrem Vater aufzuklären, ist mitreißend und spannend erzählt und kein bisschen rührselig. Die junge Frau aus reichem Hause wird mit Armut, Gewalt und anderen Themen, an die sie nicht mal zu denken gewagt hätte, konfrontiert, während sie andererseits ihre Hochzeit mit einem reichen Reederssohn vorbereiten soll. Das klingt kitschig, ist es aber nicht.
Mehr will ich gar nicht von der Geschichte verraten.
Die Autorin trifft mir ihrer Art, Geschichten zu erzählen, genau meinen Geschmack. Die Protagonisten sind spannend, vielschichtig und liebenswert/hassenswert, die Handlungsorte werden sehr anschaulich beschrieben und die Gesellschaft wird so geschildert, wie ich sie mir vorstellen könnte.
Ähnlich gut gefiel mir vor einigen Jahren die Rosen-Trilogie der Autorin, die ich auch sehr gerne noch einmal weiter empfehle:
Die Teerose (dazu gibt es leider keine Rezi von mir)
Die Winterrose
Die Wildrose


Mein Fazit:

Ein wundervoller, historischer Roman über eine junge, mutige Frau, die aus ihrem behüteten Leben ausbricht, mit allen Konsequenzen.

Archer, Jeffrey: Das Vermächtnis des Vaters (2)


Genre: Roman, historisch

Reihenfolge der Clifton-Saga:
Teil 1: Spiel der Zeit
Teil 2: Das Vermächtnis des Vaters
Teil 3: Erbe und Schicksal
Teil 4: Im Schatten unserer Wünsche
Teil 5: Die Wege der Macht
Teil 6: Möge die Stunde kommen

Kurzbeschreibung:
Harry Clifton, aufgewachsen bei den Hafendocks in Bristol, und Giles Barrington, Nachkömmling einer großen Schifffahrt-Dynastie, verbindet seit ihrer Jugend eine tiefe Freundschaft. Aus der Enge des Arbeitermilieus hat Harry es auf eine Eliteschule geschafft und steht als junger Mann jetzt an der Seite seiner großen Liebe Emma, der Schwester von Giles. Mit dem Eintritt Englands in den Zweiten Weltkrieg 1939 werden die Schicksale beider Familien erschüttert. Giles gerät in Kriegsgefangenschaft und Harry verschlägt es von Bristol nach New York, wo er eines Mordes angeklagt und verhaftet wird. Emma, macht sich auf, um den Mann zu retten, den sie liebt …

Meine Einschätzung:
Hachja, die Serie hat das Zeug zum Lieblingsschmöker. Die Geschichte wird aus der Sicht der verschiedenen Hauptfiguren erzählt, was ich ganz reizvoll finde, da man den Figuren so schön nahe kommt. Es gibt jede Menge romantische, witzige, gefühlvolle, tragische oder spannende Szenen und man mag das Buch kaum aus der Hand legen.
Vielleicht ist mir das gerade zu viel von alledem? Aber nein, ich habe den Schinken in zwei Tage verschlungen und der nächste Band liegt auch schon bereit.

Mein Fazit:
Historischer Schmöker mit Schmachtfaktor gesucht??? Na dann, rann an die Clifton-Saga ;-).

Preston, Douglas; Child, Lincoln: Labyrinth – Elixier des Todes


Genre: Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Relic – Museum der Angst (a)
Teil 2: Attic – Gefahr aus der Tiefe (b)
Teil 3: Formula – Tunnel des Grauens
Teil 4: Ritual – Höhle des Schreckens
Teil 5: Burn Case – Geruch des Teufels (aa)
Teil 6: Dark Secret – Mörderische Jagd (bb)
Teil 7: Maniac – Fluch der Vergangenheit (cc)
Teil 8: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
Teil 9: Cult – Spiel der Toten
Teil 10: Fever – Schatten der Vergangenheit (aaa)
Teil 11: Revenge – Eiskalte Täuschung (bbb)
Teil 12: Fear – Grab des Schreckens (ccc)
Teil 13: Attack – Unsichtbarer Feind
Teil 14: Labyrinth – Elixier des Todes
Teil 15: Demon – Sumpf der Toten
Teil 16: The Obsidian Chamber (noch nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:
Agent Pendergast erhält Besuch aus der Vergangenheit – in Form einer Leiche. Sein neuester Fall führt den Kult-Ermittler tief in die eigene Familiengeschichte. Alles beginnt Ende des 19. Jahrhunderts, als Hezekiah Pendergast, ebenso genial wie niederträchtig, ein Elixier entwickelt, das seine teuflische Wirkung über Generationen entfaltet, bis in die Gegenwart. Und das bekommt Agent Pendergast nun am eigenen Leib zu spüren. Preston & Child haben für „Labyrinth – Elixier des Todes“ alles aufgefahren, was ihre Fans weltweit begeistert: das Spiel mit den Möglichkeiten der Wissenschaft, atmosphärische Schauplätze, überraschende Wendungen, rasante Action – und natürlich das Mysterium Pendergast.

Meine Einschätzung:
Die beiden Herren lassen sich immer ganz schön Zeit mit dem Schreiben der Pendergast-Thriller…
Wir sind in diesem Band wieder zurück im Naturhistorischen Museum von New York, das mit seinen unendlichen, unterirdischen Weiten natürlich eine gruselige Atmosphäre für Verfolgungsjagden aller Art bietet. 🙂 Und natürlich dürfen wir uns wieder wundern, welche seltsame Gestalten – Wissenschaftler – dort unterwegs sind ;-).
Pendergasts Familie besteht im Grunde aus einem Haufen psychopatischer Gruselgestalten, deren Taten schwer auf Pendergasts Gewissen lasten. Mehr will ich gar nicht verraten. Es wird spannend, absolut gruselig, wie immer bizarr und an manchen Stellen übertreiben die Herren Autoren wahrhaftig, was aber meinen Lesespaß nicht schmälert.
Der Showdown ist sensationell und ist in meinem Kopf als Kinofilm abgelaufen. Ich habe nur keine Idee, mit wem man Costance besetzen könnte, die eindeutig meine Lieblingsfigur neben Corrie ist.

Mein Fazit:
Ein typischer Pendergast mit leichten Längen, aber wie immer spannend und unterhaltsam.

Musso, Guillaume: Nacht im Central Park

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Alice und Gabriel wachen aneinandergefesselt auf einer Parkbank auf und haben keine Ahnung, wie sie in diese Situation geraten sind. Zumal sie sich nicht einmal kennen. In der Nacht zuvor ist Alice mit Freundinnen auf den Champs-Elysées ausgegangen, Gabriel hat in einem Club in Dublin Klavier gespielt. Wie konnten sie in nur so kurzer Zeit nach Amerika gelangen? Wurden sie mit einem Privatjet entführt? Von wem stammen die Blutflecken auf Alice‘ T-Shirt? Warum trägt sie eine fremde Waffe, in der eine Kugel fehlt? Alice und Gabriel bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam herauszufinden, was passiert ist. Ihre Suche führt sie auf die Spur eines Serienmörders, der Alice schon einmal um ein Haar das Leben gekostet hätte und sie nun ein weiteres Mal bedroht. Doch auch Gabriel hat ein Geheimnis …

Meine Einschätzung:
Die letzten beiden Romane des Autoren konnten mich ja nicht so recht überzeugen („Vielleicht morgen„, „Sieben Jahre später„), aber mit diesem Roman war ich ganz zufrieden, was sicher auch daran lag, dass ich die Protagonisten mochte und die Geschichte eine spannende Ausgangssituation hat.
Allerdings bleibt er bei seinem bewährten „Strickmuster“ und das finde ich mittlerweile doch langweilig und durchschaubar. Und auch dieses Mal hatte ich den Eindruck, dass an manchen Stellen die Tiefe oder Detailtreue fehlt. Hm, vielleicht bin ich da zu kritisch?

Mein Fazit:
Ein typischer Musso: spannend, berührend, emotional und überraschend.

Romane von Guillaume Musso:
Ein Engel im Winter (2005)
Ein himmlische Begegnung (2007)
Weil ich Dich liebe (2009)
Wirst Du da sein (2009)
Lass mich niemals gehen (2010)
Nachricht von Dir (2012)
Sieben Jahre später (2013)
Vielleicht morgen (2014)
Nacht im Central Park (2015)
Vierundzwanzig Stunden

Musso, Guillaume: Lass mich niemals gehen


Genre: Roman

Kurzbeschreibung:
New York, 2007. Fünfzehn Jahre ist es her, dass Ethan Heimat und Freunde hinter sich ließ, um seinen Traum von einem glamourösen Leben zu verwirklichen. Tatsächlich gelingt ihm in Manhattan eine steile Karriere als Psychologe und umschwärmter Medienstar. Er schreibt Bestseller zum Thema Selbstvertrauen und Lebensglück – er selbst aber fühlt sich einsam und leer. Die Frauen liegen dem attraktiven Mittdreißiger zu Füßen, doch er kann seine große Liebe Céline nicht vergessen, die er Jahre zuvor auf dem Weg zum Erfolg verlassen hat. Unverhofft lädt Céline Ethan zu ihrer Hochzeit am Halloweenabend ein und Ethan hofft auf einen Weg zurück zu ihr. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Ethan sein Leben kosten könnte – oder gibt man ihm doch noch eine Chance? „Guillaume Musso erzählt eine wahrhaft existentielle Geschichte.

Meine Einschätzung:
Ich glaube, nun habe ich alle Musso-Romane, die auf deutsch erschienen sind, gelesen, bis auf den ganz neuen „Nacht im Central Park“. Ich kann mich noch genau an den ersten Roman erinnern (Nachricht von Dir), den ich von ihm gelesen habe und von dem ich begeistert war.
Mittlerweile hat sich meine Begeisterung etwas abgekühlt, weil es mir nicht gelingt, das Muster, das den meisten seiner Romane zugrunde liegt, zu übersehen und so fehlt mir der „Überraschungsfaktor“, den ich noch beim ersten gelesenen Roman so klasse fand.
Je nach Stimmungslage bin ich mehr oder weniger geneigt, seine klischeehaften Übertreibungen zu überlesen, aber im Fall von Ethan, dem wahnsinnig erfolgreichen Psychologen, war ich leicht genervt.
Trotzdem werde ich seine Romane weiterhin lesen, denn sein flüssiger, eleganter Stil gefällt mir, viele seiner Protas sind liebenswerte Figuren und seine Geschichten berühren mich und machen mich nachdenklich.
In diesem Roman treffen „Schiksal“ und „Karma“ aufeinander und die Idee hat mir schon gut gefallen ;-).

Mein Fazit:
Ein älterer Roman aus der Feder des Franzosen Guillaume Musso, der mir nicht bedingungslos gefallen hat, aber den ich doch gerne gelesen habe.

Ich liste hier mal zum Überblick die Romane, die von Herrn Musso auf deutsch erschienen sind, auf (nach Erscheinungsdatum). Es sind alles Einzelbände, die unabhängig voneinander gelesen werden können.

Romane von Guillaume Musso:
Ein Engel im Winter (2005)
Ein himmlische Begegnung (2007)
Weil ich Dich liebe (2009)
Wirst Du da sein (2009)
Lass mich niemals gehen (2010)
Nachricht von Dir (2012)
Sieben Jahre später (2013)
Vielleicht morgen (2014)
Nacht im Central Park (2015)
Vierundzwanzig Stunden

Musso, Guillaume: Vielleicht morgen

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Emma lebt in New York und hat ihre letzte Trennung noch immer nicht verwunden. Matthew kümmert sich in Boston allein um seine Tochter, seit seine Frau bei einem Autounfall ums Leben kam. Beiden hat das Schicksal übel mitgespielt. Doch dann macht Matthew auf einem Flohmarkt eine Entdeckung, die die Leben der beiden verbindet – und grundlegend verändert … Seine Philosophielesungen sind stets überfüllt, als Harvard-Professor hat er es geschafft – eigentlich müsste Matthew Shapiro glücklich sein. Er ist es aber nicht. Jedenfalls nicht mehr, seit der Tod seiner Frau ihn und ihren gemeinsame Tochter einsam zurückließ. Auch die junge Sommelière Emma Lovenstein hat sich mit ihrer Anstellung im Sterne-Restaurant »Imperator« beruflich ihren Traum erfüllt. Doch der Erfolg konnte sie nicht vor der tiefen Krise bewahren, die die Trennung von ihrem Liebhaber François in ihr auslöste. Zu tief sitzt der Schmerz über seine Entscheidung, nach Jahren des Hinhaltens doch bei seiner Frau und den Kindern zu bleiben. Seitdem ist das Lächeln aus Emmas Leben verschwunden. Bis zu dem Tag, als Matthew auf einem Flohmarkt etwas kauft, das ihr Leben für immer verändern wird: Einen gebrauchten Laptop mit der Signatur »Emma L.« …

Meine Einschätzung:
Pffffffffff. Es gab eine Stelle in diesem Buch, da war ich wirklich kurz davor, es abzubrechen. Herr Musso greift ganz gerne tief in die Klischeekiste und wenn seine Einfälle liebenswert sind, neige ich dazu, ihm das zu verzeihen.
Aber dieses Mal waren mir beide Protagonisten zutiefst unsympathisch und wenn ihre Gedanken und Handlungen auch menschlich sein mögen, manche Sachen gehen in meinen Leseraugen einfach gar nicht!! Z.B. Erpressung und Entführung (und sei es ein Hund!) und Lügen.
Mit der depressiven, selbstzerstörerischen Emma, der süßen, auch so niedlichen kleinen Tochter von Matthew, dem bösen, russischen Auftragskiller, dem intelligenten, naiven PC-Nerd und dem coolen, gutaussehenden Philosophie-Professor hat er für mich eine Grenze überschritten. Das ist zuviel des Guten.
Mittlerweile bin ich dem Autor natürlich auch auf die Schliche gekommen, dass nichts in seinen Geschichten so ist, wie es zu Beginn scheint und damit fällt ein großer Pluspunkt – nämlich der Überraschungsfaktor weg.
Vielleicht war ich auch einfach nicht in der Stimmung für einen typischen Musso???

Mein Fazit:
Auch dieser Roman von Musso wird viele begeisterte Leser finden, ganz sicher. Nur war ich offenbar gerade nicht der Stimmung für diesen Roman.

Musso, Guillaume: Eine himmlische Begegnung

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Juliette Beaumont hat es nicht geschafft, in New York als Schauspielerin zu reüssieren. Am Vorabend ihrer Abreise nach Paris wird sie auch noch fast von einem Auto überfahren. Doch der Fahrer, Sam Galloway, kümmert sich rührend um sie. Sie verlieben sich ineinander und erleben eine leidenschaftliche Nacht. Als Juliettes Flugzeug am nächsten Morgen startet, explodiert es in der Luft. Sam ist verzweifelt. Er ahnt nicht, dass das Schicksal ihrer Liebe einen Aufschub gewährt …

Meine Einschätzung:
„Eine himmlische Begegnung“ sollte mein weihnachtliches Buch sein, das mich durch die Adventszeit begleitet. Warum ich dachte, dass die Geschichte weihnachtlich sei, kann ich mir auch nicht mehr erklären??? Das winterliche Cover und die Positionierung im Buchhandel könnten mich da irre geführt haben.
Die Geschichte ist ein typischer Musso und der französische Autor schrammt mehr als einmal die Kitsch- und Tränendrüsengrenze. Aber aus irgendeinem Grund bin ich nicht so streng mit ihm, denn ich mag seinen Stil und er überrascht mich mit seinen Geschichten und das gefällt mir.

Mein Fazit:
Romantische Naturen und Musso-Fans werden sich mit diesem Buch teetrinkend auf dem Sofa einkuscheln und ihren Spaß haben.

Musso, Guillaume: Sieben Jahre später

Genre: Roman, zeitgenössisch

Weitere Romane von Guillaume Musso:
Nachricht von Dir
Wirst Du da sein?
Weil ich dich liebe
Engel im Winter

Kurzbeschreibung:
Nikki und Sebastian sind geschieden – und glücklich darüber. Doch als ihr Sohn Jeremy spurlos verschwindet, müssen sie sich zusammen auf die Suche nach ihm machen. Auf ihrer atemlosen Verfolgungsjagd stellen sie sich den schwierigsten Herausforderungen: rätselhaften Botschaften, skrupellosen Gegnern – und ihren eigenen Gefühlen. Die extrovertierte Nikki und der zurückhaltende Sebastian waren von Anfang an ein ungleiches Paar. Dennoch verliebten sie sich, heirateten und wurden Eltern der Zwillinge Camille und Jeremy. Doch die Harmonie war nicht von langer Dauer. Als es zur schmerzlichen Scheidung kam, übernahm Sebastian das Sorgerecht für Camille, Nikki das für Jeremy. Fortan lebte jeder sein Leben, weit voneinander entfernt. Bis eines Tages Jeremy auf mysteriöse Weise verschwindet. Ist er weggelaufen? Wurde er entführt? Um Jeremy zu finden, bleibt Nikki nichts anderes übrig, als Kontakt zu Sebastian aufzunehmen, den sie seit sieben Jahren nicht gesehen hat. In der Sorge um ihr gemeinsames Kind vereint, begeben sich die beiden auf die gefährliche Suche – auf der plötzlich nichts mehr ist, wie es vorher war …

Meine Einschätzung:
Hmpf! Bisher habe ich ja alle Romane des Autors, die ich gelesen habe, in den höchsten Tönen gelobt, aber „Sieben Jahre später“ habe ich dieses Mal missgestimmt und enttäuscht zugeklappt.
Auf mich machte der Roman den Eindruck, als sei der Autor unter Druck gesetzt worden, dieses Buch schnellstmöglichst zu Papier zu bringen. Besonders deutlich wird dies im letzten Kapitel. Das endet mit einem Knall. Die Handlung bricht ab und dann werde ich mit einem ganz blöden, kurzen Epilog abgespeist.
Ne, das geht überhaupt nicht!
Es gibt so viele offene Fragen, die nicht beantwortet werden, dass ich richtig sauer bin.
Aber auch vorher war mir schon aufgefallen, dass Musso sich nicht lange mit Details aufhält. Die Protagonisten sind auf der Flucht, haben alle persönlichen Gegenstände verloren, fliegen aber dann fröhlich um die halbe Welt. Kein Wort über die Klamottenfrage (ob Nicci in Brasilien immer noch den schwarzen Rolli trägt???) oder andere „lächerliche“ Detailfragen. Auch an anderen Stellen wirkt die Story unausgereift. Ein wirklich kontrollsüchtiger Vater kontrolliert nicht, ob seine Tochter bei der Oma angekommen ist? Glaub‘ ich nie und nimmer. Zwei 15jährige jetten vollkommen unbehelligt durch die Weltgeschichte? Klar doch!
Und deshalb lasse ihm dieses Mal auch die Wahl der Protas nicht durchgehen. Sebastian, der autistisch anmutende, einzigartige Geigenbauer und Nicci, die durchgeknallte Künstlerin. Joooo, eine Nummer kleiner geht ja auch nicht.

Mein Fazit:
Bisher habe ich alle Romane von Musso sehr gerne gelesen, aber „Sieben Jahre später“ hat er irgendwie hingehuddelt. Die Geschichte ist unausgereift und unglaubwürdig.

Musso, Guillaume: Engel im Winter

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Nathan Del Amico hat viel erreicht: Aus armen Verhältnissen stammend ist er mit 38 Jahren ein erfolgreicher Wirtschaftsanwalt. Doch glücklich ist er nicht. Seine Frau Mallory hat ihn verlassen, mit ihr auch seine Tochter, und als wäre das nicht genug, verspürt er in letzter Zeit merkwürdige Stiche in seiner Brust. Zwei Wochen vor Weihnachten taucht plötzlich ein geheimnisvoller Arzt bei ihm auf, der Nathan ein beunruhigendes Angebot macht – das Nathans Leben auf dramatische Weise verändern wird …

Meine Einschätzung:
Dieser Roman von Musso, der lange Zeit vergriffen war, erschien bereits 2004 und wurde jetzt neu aufgelegt, sicher auch, weil seine neueren Bücher so erfolgreich in Deutschland sind. „Nachricht von Dir“, „Wirst Du da sein?“, „Weil ich Dich liebe“
Der Ich-Erzähler Nathan ist ein äußerst erfolgreicher New Yorker Anwalt, wie man ihn sich vorstellt und der vor lauter Arbeit seine Familie vernachlässigte, was mit einer Scheidung endete. Er lebt sein Leben hastig, ohne Tiefgang und persönliche Kontakte und erst, als er dem geheimnisvollen Dr. Goodrich begegnet, der unter anderem auf einer Palliativstation eines Krankenhauses arbeitet, beginnt er, über sein Leben nachzudenken.
Mehr möchte ich vom Inhalt nicht erzählen, denn das würde Euch die überraschenden Momente des Buches verderben.
Herr Musso schrammt mit seinen Romanen meiner Meinung nach immer knapp am Kitsch vorbei und auch in „Engel im Winter“ bedient er einige Klischees, aber auch dieses Mal verzeihe ich ihm das (gnädig, gell? ;-)).
Ich habe „Engel im Winter“ als Weihnachtsbuch gelesen und in weihnachtlicher Stimmung bin ich durchaus bereit zu glauben, dass ein Mensch wie Nathan über sein Leben nachdenken und es ändern kann. Auch den übersinnliche Aspekt der Geschichte betrachte ich deshalb unkritisch :-).
Mich hat dieses Buch jedenfalls zum Nachdenken gebracht und was ich besonders an diesem Buch schätze, ist die Art und Weise wie der Autor mit dem Thema Sterben und Tod umgeht, nämlich überhaupt nicht sentimental, rührselig oder betroffen. Der Tod gehört zum Leben dazu und daran muß ich mich selbst manchmal erinnern, denn in unserer Gesellschaft wird die Tatsache weitestgehend verdrängt.
Ich mag Mussos Schreibstil und dieses Mal haben mir besonders die interessanten und passenden Zitate der verschiedensten Menschen zu Beginn jedes Kapitels gefallen.

Mein Fazit:
Mussos Romane sind immer eine (positive) Überraschung und „Engel im Winter“ ist ein wunderbarer Roman über die Liebe, den Sinn des Lebens und den Tod.

Preston, Douglas; Child, Lincoln: Fear – Grab des Schreckens

Genre: Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Relic – Museum der Angst (a)
Teil 2: Attic – Gefahr aus der Tiefe (b)
Teil 3: Formula – Tunnel des Grauens
Teil 4: Ritual – Höhle des Schreckens
Teil 5: Burn Case – Geruch des Teufels (aa)
Teil 6: Dark Secret – Mörderische Jagd (bb)
Teil 7: Maniac – Fluch der Vergangenheit (cc)
Teil 8: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
Teil 9: Cult – Spiel der Toten
Teil 10: Fever – Schatten der Vergangenheit (aaa)
Teil 11: Revenge – Eiskalte Täuschung (bbb)
Teil 12: Fear – Grab des Schreckens (ccc)
Teil 13: Attack – Unsichtbarer Feind
Teil 14: Labyrinth – Elixier des Todes

Kurzbeschreibung:

Sie versuchte zu lächeln. „Es tut mir leid, Aloysius. So wahnsinnig leid.“ „Helen“, flüsterte er. „Mein Gott, ich habe geglaubt, du bist tot.“ Nur wenige Minuten dauert das ersehnte Wiedersehen mit Helen, bevor sie vor den Augen von Pendergast entführt wird! Mit unerbittlicher Härte nimmt der FBI Agent die Verfolgung auf. Doch die Täter sind ihm immer einen entscheidenden Schritt voraus. Zur selben Zeit hinterlässt ein Serienkiller an seinen Tatorten persönliche Nachrichten für Pendergast. Trotz seiner persönlichen Tragödie greift Pendergast in die Ermittlungen ein und erkennt, dass sein Wiedersehen mit Helen nur der Auftakt zu einem perfiden Komplott war. Und das ihm das Schlimmste – die grausame Wahrheit – noch bevorsteht.

Meine Einschätzung:
Das ist nun der Abschlußband der in der Gesamtserie eingebauten Trilogie, die sich mit Pendergasts Ehefrau Helen beschäftigt. (Ich habe mal die Serien in der Serie mit Kleinbuchstaben kenntlich gemacht)
Ich darf hier wirklich nicht das kleinste Bisschen vom Inhalt verraten, sonst wäre die Spannung beim zukünftigen Leser raus. 🙂
Und wieder bieten die Autoren großes Kino! Es gibt Szenen, die habe ich gesehen, gefühlt und gerochen. Pendergasts Leben und seine „Fälle“ sind schräg, bizarr und schrammen manchmal die Grenze des phantastischen Blödsinns, aber darüber sehe ich gerne hinweg, weil ich sämtliche Protagonisten ins Herz geschlossen habe und mich an ihren aberwitzigen Abenteuern erfreue.
Ich freue mich sehr, dass der nächste Teil schon im Herbst dieses Jahres erscheinen wird. Corrie, die auch in diesem Band eine kleine Nebenrolle hat und sich im pendergastschen Sinne prächtig entwickelt ;-), wird dann die Hauptrolle spielen. Das kann nur skurril und spannend werden …

Mein Fazit:
Spannend, dramatisch, abgefahren, mystisch, rasant und schlafraubend ist diese Pendergastfolge. Ein MUSS für Fans!

Schreiber, Joe: Bye bye, crazy chick!

Genre: Jugendbuch

Kurzbeschreibung:
»Du hast auf mich geschossen!«, sagte ich. Ich lag auf dem Bauch und glaubte, jeden Augenblick bewusstlos zu werden. Fünf Meter entfernt stand sie und wischte sich das Blut aus den Augen. Sie kam zu mir, kniete sich neben mich, schlang ihre Arme um mich und drückte die Lippen an mein Ohr. »Perry«, flüsterte sie, »es war ein schöner Abend mit dir.« Eigentlich wollte Perry nur schnell den Abschlussball mit der litauischen Austauschschülerin Gobi hinter sich bringen, um dann pünktlich bei seinen Jungs zu sein. Wer kann ahnen, dass sich hinter dem Mädchen in den sackartigen Kleidern eine wunderschöne Killerin verbirgt, die eine arbeitsreiche Nacht mit fünf Opfern vor sich hat? Rabenschwarz, durchgeknallt, rasiermesserscharf.

Meine Einschätzung:

Da meine Tochter so begeistert von diesem Buch war, habe ich es mir an einem heißen Sommertag geschnappt.
Auf den ersten Seiten dachte ich noch stöhnend: „Oh, nicht schon wieder so ein Highschoolabschlußball-Gedöns!“. Dann allerdings begann ganz schnell und nahezu übergangslos eine Art Roadmovie im Blutrausch! Total durchgeknallt jagt der Autor mich arme, unvorbereitete mütterliche Leserin durch eine blutrünstige Rachetour in New York City. Ähem, ich kann nur hoffen, dass dieser Roman niemals verfilmt wird, denn einige Szenen möchte ich NIEMALS sehen müssen. Allerdings war mir Perry so sympathisch und die Story doch so spannend, dass ich sozusagen mitgerast bin (und mich vor den Blutspritzern geduckt habe).
Meine abgebrühte Tochter fand das übrigens alles nicht so wild. *kopfschüttel*

Mein Fazit:
Ein absolut durchgeknalltes Jugendbuch, für das man schon etwas abgebrüht sein sollte und das ganz bestimmt auch Jungs anspricht ;-).

Musso, Guillaume: Nachricht von Dir

Genre: Roman, zeitgenössich, Thriller

Kurzbeschreibung:
New York, John-F.-Kennedy-Flughafen. Ein Mann und eine Frau prallen im Schnellrestaurant aufeinander – und fluchen. Ein Sandwich fällt zu Boden, ein Glas Cola wird verschüttet, beide kehren sich den Rücken, um sich nie wiederzusehen. Doch zuhause angekommen – er in San Francisco, sie in Paris – , stellen sie fest, dass sie ihre Handys vertauscht haben. Handys, in denen intimste Informationen gespeichert sind. Sie beginnen, das Telefon des anderen zu durchstöbern, und was sie dort entdecken, erscheint ihnen wie ein Wink des Schicksals: Denn ihre Leben sind bereits seit langer Zeit miteinander verknüpft – durch ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das sie nun einzuholen droht. Es beginnt eine atemlose Jagd, bei der die beiden alles riskieren, an ihre Grenzen gehen und das Unmögliche möglich machen.

Meine Einschätzung:
Puuuuhhhh, dieses tolle Buch kommt natürlich auf meine Liste der Lesehighlights für dieses Jahr!
Großartig!!! Fesselnd, spannend, berührend, überraschend!
Auf gar keinen Fall werde ich an dieser Stelle etwas über den Inhalt verraten …
Nur eines sei gesagt: auch wenn das Cover und der Titel eine harmlose Liebesromanze im romantischen Paris suggerieren, sollte man sich von dieser Vorstellung besser verabschieden. *grins*

Mein Fazit:
Ein fabelhafter Roman/Thriller mit sympathischen Protas, einer großen Portion Spannung und wunderbar geschrieben.

Brett, Lily: Chuzpe

Genre: Roman

Kurzbeschreibung:
Ruth führt ein wohlgeordnetes und geregeltes Leben in New York. Bis ihr 87jähriger Vater unerwartet in ihrem Leben aufschlägt und der etwas verklemmten und neurotischen Tochter den Alltag durcheinanderwirbelt. Über Väter und Töchter, polnische Küche und New Yorker Neurosen; voll von ernsten Irrungen und komischen Wirrungen, erzählt mit einer unverwechselbaren Mischung aus Witz, Wärme und Verstand – und einer gehörigen Prise Chuzpe.

Meine Einschätzung:

„Chuzpe“ wäre wohl die ideale Vorlage für einen New York Film von Woddie Allan. Die neurotische Ruth wird aus der Bahn ihres vollkommenen, wohlgeordneten Lebens geworfen, als ihr 87jähriger Vater in ihre Nähe zieht und gleichzeitig ihr Ehemann für ein halbes Jahr beruflich nach Australien verschwindet.
Obwohl in der Geschichte nicht wirklich etwas passiert, habe ich mich ganz köstlich amüsiert. Ich mag New Yorker Geschichten und ich mag die Art, wie Lily Brett diese Geschichte erzählt.

Ich habe dieses Buch als Buchschenkerin der Aktion der Lesefreunde zum diesjährigen Welttag des Buches ergattert und mit großer Freude an 29 Bücherfreunde verteilt. Danke an die Initiatoren.

Mein Fazit:
Ein witziger, schräger New York Roman.