Herrmann, Elisabeth: Seefeuer

Genre: Jugendbuch, Thriller

Kurzbeschreibung:

Marie Vosskamp kann nicht fassen, welchen Freund sich ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters zugelegt hat! Kein Stück traut sie Magnus, der in Windeseile das Kommando über das Vosskamp´sche Familienunternehmen übernimmt – und ihre Mutter auch noch heiraten will! Marie haut ab, um endlich ihre Träume zu verwirklichen, nach Friedrichskoog an die Nordsee, wo sie mit einem begehrten Praktikum ihrem Wunsch, Meeresbiologin zu werden, ein bisschen näher kommt. Dort lernt sie auch den attraktiven Vince kennen, der sich als Schatzsucher für das alte Schiffswrack der Trinity interessiert, das vor der Küste aufgetaucht ist. Mit der Trinity, die in den 50er Jahren in einem schrecklichen Unglück gesunken ist, heben sich dunkle Geheimnisse, die viel mehr mit Marie zu tun haben, als sie sich je hätte vorstellen können. Geheimnisse, die manche lüften und andere um jeden Preis verbergen wollen …

Meine Einschätzung:
Ist eigentlich schon irgendjemandem außer mir aufgefallen, dass Jugendbücher über eine angenehme Schriftgröße mit einem sehr übersichtlichen Zeilenabstand verfügen? Ich bin ja nun langsam in dem Alter, wo das Thema Lesebrille durchaus Bedeutung erlangt (ich brauche noch keine laut meines Augenarztes) und da fällt mir das natürlich sofort auf. 😉 Warum (Klufti würde sagen: Priml nochamal) nutzen das Verlage nicht für Bücher, die meine Altersklasse bwz. Lesebrillenträger als Zielgruppe haben???
Ich habe diesen Thriller bestellt, ohne zu wissen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Elisabeth Herrmann ist mir wohlbekannt (guckst du hier) und ich habe auch diesen Thriller gerne gelesen, zumal ich ein großer Nordsee-Fan bin und auch schon auf einer Seehundaufzuchtstation war.
Ich habe mich immer gefragt, was wohl der Unterschied zwischen einem Erwachsenen-Thriller und einem Jugendthriller sein wird und anhand von „Seefeuer“ ist mir das jetzt auch klar geworden. (Ist sicher einen schönes Thema für einen Deutsch-Leistungskurs oder Germanistik-Studenten?). Aus Sicht einer Erwachsenen, abgebrühten Leserin ist die Geschichte doch recht harmlos und durchschaubar. Was aber nicht heißen soll, dass ich die Geschichte langweilig fand. Die Protagonisten sind natürlich Jugendliche, in die ich mich als Mutter von Teenagern aber ganz gut hineinversetzen konnte.

Mein Fazit:

Ich fand diese Geschichte stimmig und spannend, aber auch liebevoll harmlos und nett. Mal gucken, ob meine Töchter Interesse daran finden.

Lüpkes, Sandra: Nordseesommer

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Niemand ist eine Insel. Was für ein Urlaubsstart: Das Piratennest am Deich wurde doppelt vermietet! Dabei wollte Frauke eine halbwegs entspannte Zeit mit ihrem pubertierenden Sohn verbringen. Auch Henning mit seiner quirligen Tochter steht dumm da. Was tun? Kurzerhand teilen sich die Vier das Ferienhaus. Doch der Ärger ist vorprogrammiert, denn jeder will die Tage anders gestalten. Und schon bald gehen sie sich ganz schön auf die Nerven. Eine gemeinsame Familie spielen ist gar nicht so einfach – eine gemeinsame Familie bilden erst recht nicht …

Meine Einschätzung:
Weil ich natürlich auch im Urlaub die Bücherwelt im Auge behalte ;-), habe ich am Urlaubsort eine Lesung entdeckt. In einem wunderschönen Ambiente mit direkten Blick auf die Nordsee, Kite-Surfer und Dünenlandschaft habe ich der äußerst sympathischen Sandra Lüpkes gelauscht, die aus „Nordseesommer“ gelesen hat. Sie ist übrigens eine ausgezeichnete Vorleserin (was man nicht von allen Autoren sagen kann) und zudem noch eine ausgebildete Sängerin, die uns im Anschluß an die Lesung mit einem witzigen, schwarzhumorigen, umgedichteten Lied vom Kuckuck unterhalten hat. Ein wirklich schönes Lese-Event und ich würde Sandra Lüpkes SOFORT in meinem Wohnzimmer willkommen heißen, wenn es sich machen ließe. Sie schreibt übrigens auch Krimis.
Nun zum Buch: Die Geschichte zweier alleinerziehender Menschen, die sich unfreiwillig ein Ferienhaus teilen müssen, ist ganz niedlich und kurzweilig (und kurz: 77 Seiten). Außerdem ist das Buch ganz wundervoll von Ole West illustriert und ich habe natürlich eine sehr nette Widmung bekommen :-).

Mein Fazit:
Ich habe eine sehr sympathische Autorin kennengelernt, deren Krimis ich im Auge behalten werde :-).