Simon, Lars: Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen(1)


Genre: Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Der Beginn einer fantastischen Reise … Göteborg. Im Leben des erfolgreichen jungen Unternehmensberaters Lennart Malmkvist geschehen sonderbare Dinge. Ein Leierkastenmann in rotem Frack und zerbeultem Zylinder verfolgt ihn nicht nur am helllichten Tag, sondern bis in seine Träume, er verliert kurzzeitig die Sprache, was ihm die fristlose Kündigung einbringt, und schließlich vermacht ihm sein skurriler Nachbar, der alte Buri Bolmen, auch noch seinen Zauber- und Scherzartikel laden – inklusive übellaunigem Mops. Alles ziemlich seltsam, bis es noch seltsamer wird. Mops Bölthorn beginnt während eines Gewitters zu sprechen: Lennart sei der Auserwählte. Er müsse sein magisches Erbe annehmen und außerdem den Mord an Buri aufklären. Mord? Magisches Erbe? Ein Hund, der spricht? Lennart sieht sich bereits auf der Couch eines Therapeuten … Doch am Ende behält Bölthorn recht, und es geht um weitaus mehr als schlichte Magie.

Meine Einschätzung:
Ich mag solche schrägen Urban-Fantasy-Geschichten wirklich gerne. Normalo, in diesem Fall Lennart Malmkvist, wird ohne eigenes Verschulden plötzlich mit unheimlichen Wesen konfrontiert und muß sich der Tatsache stellen, dass es Magie und Zauberwesen gibt und dass „natürlich“ die Weltordnung in Gefahr ist.
Die Geschichte ist witzig, nicht ungebührlich brutal und blutig ;-), sie hält einige Überraschungen bereit, nette Charaktere bevölkern die Geschichte und obendrauf gibt es noch ein wenig schwedische Lässigkeit. 🙂
Mir hat das gefallen.
Leider muß ich an dieser Stelle wieder feststellen, dass ich gekürzte Hörbücher nicht leiden mag. Irgendwie habe ich ja gehofft, ich würde die Kürzungen gar nicht bemerken, aber doch!!! Immer wieder bin ich über die Kürzungen gestolpert und dachte: Hä??? Da fehlt doch irgendwas. Notiz an mich: KEINE GEKÜRZTEN HÖRBÜCHER KAUFEN!!!
Aber Dietmar Wunder darf mir den nächsten Teil sehr gerne in der gesamten Länge vorlesen :-), denn das macht Mr. Bond wirklich zu gut 😉

Mein Fazit:
Witzig-schräge Urban-Fantasy-Geschichte aus Schweden.

Backman, Fredrick: Ein Mann namens Ove

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, das richtige Werkzeug und was sonst noch wirklich zählt im Leben – witzig, rührend, grummelig, großartig.
Haben Sie auch einen Nachbarn wie Ove? Jeden Morgen macht er seine Kontrollrunde und schreibt Falschparker auf. Aber hinter seinem Gegrummel verbergen sich ein großes Herz und eine berührende Geschichte. Seit Oves geliebte Frau Sonja gestorben ist und man ihn vorzeitig in Rente geschickt hat, sieht er keinen Sinn mehr im Leben und trifft praktische Vorbereitungen zum Sterben. Doch dann zieht im Reihenhaus nebenan eine junge Familie ein, die als Erstes mal Oves Briefkasten umnietet …

Meine Einschätzung:
Das ist so ein Buch, das man unbedenklich (andere meiner Lieblingsbücher eignen sich da eher nicht ;-)) seiner Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Freundin schenken kann, denn alle werden es rührend und komisch finden.
Ich natürlich auch :-).

Mit Fazit:
Ein berührendes, humorvolles Buch, das zwar mit einigen Klischees aufwartet, aber trotzdem nicht platt ist.

Hjorth, Michael; Rosenfeldt, Hans: Der Mann, der kein Mörder war (1)

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:

Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe. Hochintelligent. Unausstehlich. In einem Waldstück bei Västerås entdecken Kinder die Leiche eines Jungen –brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Der Tote ist schnell identifiziert: Roger war Schüler eines Elitegymnasiums und seit Tagen vermisst. Die Polizei vor Ort ist überfordert, und so reist der Stockholmer Kommissar Höglund mit seinem Team in die Provinz. Dort trifft er überraschend einen alten Bekannten: Sebastian Bergman, ein brillanter Kriminalpsychologe und berüchtigter Kotzbrocken. Seit Bergman Frau und Tochter bei einem Unglück verlor, hat man kaum noch von ihm gehört. Nun bietet er Höglund seine Hilfe an. Das Team zeigt sich wenig begeistert. Doch schon bald ist der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn in dem kleinen Städtchen Västerås gibt es mehr als eine zerstörte Seele …

Meine Einschätzung:
Freiwillig greife ich ja eher nicht zu Schweden-Krimis, da sie mir in der Regel zu depressiv sind und ich genug von deprimierten, frustrierten, trinkenden, einsamen Kriminalkommissaren habe, die durch die schwedische Einöde traben.
„Der Mann, der kein Mörder war“ ist irgendwie anders. Die Protagonisten, nämlich das ermittelnde Team, sind allesamt interessante, sehr gut ausgearbeitete Persönlichkeiten, die mich gefesselt haben. Bergman, der Psychologe, ist ein Antiheld, der so richtig schön fies, gemein und egoistisch ist und bei dem ich mich ständig gefragt habe, was ihm denn nun als nächstes einfällt, um seinen Mitmenschen vor den Kopf zu stoßen. Der Kriminalfall ist komplex, voller Überraschungen und dankenswerter Weise ist dieses Mal kein Serienmörder in Sichtweite ;-).

Mein Fazit:
Ein abgefahrerener Schweden-Krimi, der mich überraschend gut unterhalten hat.

Jonasson, Jonas: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Genre: Roman

Kurzbeschreibung:
Allan Karlsson hat keine Lust auf seine Geburtstagsfeier im Altenheim. Obwohl der Bürgermeister und die Presse auf den 100jährigen Jubilar warten, steigt Allan kurzerhand aus dem Fenster und verduftet. Bald schon sucht ganz Schweden nach dem kauzigen Alten, doch der ist es gewohnt, das Weltgeschehen durcheinander zu bringen und sich immer wieder aus dem Staub zu machen.

Meine Einschätzung:
Großartig! Rezis zu diesem Roman gibt es sicher schon wie Sand am Meer … (ich hatte doch tatsächlich „mehr“ geschrieben! *kopfschüttel*)
Die Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts erzählt aus der Sicht eines unpolitischen Sprengstoffexperten und eine Art „Road Movie“ ala „Thelma and Louise“ mit einem Elefanten und mehreren Leichen im Schlepptau. Skurril und witzig und schräg.

Mein Fazit:
Absolut lesenswerter Schelmenroman.

Grebe, Camilla & Träff, Asa: Die Therapeutin

Gerne: Krimi

Klappentext:
Siri Bergman, Psychotherapeutin in Stockholm, ist den Umgang mit seelischen Abgründen und schmerzhaften Geheimnissen gewöhnt. Doch seit ihr Mann tödlich verunglückt ist, kämpft sie vor allem mit sich selbst. Trotz ihrer panischen Angst vor der Dunkelheit lebt sie abgeschieden am Meer. Als sie eines Morgens auf die Leiche einer Patientin stößt, nimmt ihr Alptraum Gestalt an: Hat Siri versagt – oder will jemand ihr Leben zerstören?

Meine Einschätzung:
Gut, bei dem Titel war mir schon vorher klar, daß Menschen mit psychischen Probleme eine große Rolle spielen werden. Aber dieser Themenbereich strengt mich immer etwas an beim Lesen und so auch dieser Krimi. Patientengespräche nehmen einen großen Teil des Krimis ein und außerdem hat auch die Therapeutin selbst sehr, sehr große Probleme. Nicht nur ihre panische Angst vor der Dunkelheit, sondern auch der Umgang mit dem Tod ihres Mannes und der Alpträume, die sie von ihm hat, waren bedrückend und für mich absolut unverständlich, warum sie niemanden hatte, der sie selbst zu einer Therapie „gezwungen“ hat. Die Polizei tappt bei der Suche nach dem Täter komplett im Dunkeln, ebenso wie ich, trotzdem ist das Ende nicht wirklich überraschend gewesen. Überraschend war für mich nur die gewaltige (unnötige) Brutalität des Showdowns und das abprubte Ende. Hier hätte ich mir eine ausführlichere Analyse des Geschehens gewünscht.

Mein Fazit:

Wieder ein schwedischer Krimi mit jeder Menge psychisch kranker Leute, der mich nicht so recht angesprochen hat.

Tursten, Helene: Der erste Verdacht

Genre: Krimi

Teil einer Serie

Klappentext:

Ein Fall für Irene Huss
der 50-jährige Hotel- und Restaurantbesitzer Kjell B. Ceder wird in seiner luxuriösen Villa in den Schären bei Göteborg erschossen aufgefunden. Niedergesstreckt mit zwei Schüssen. Handelt es sich um ein Ehedrama oder war es Mord unter Geschäftspartnern? Die Spur führt Kriminalinspektorin Irene Huss bis nach Paris ….

Meine Einschätzung:

Das ist mein erster Krimi dieser Autorin. Das schwedische Ermittlerteam ist ganz sympathisch und mir gefällt, daß man auch etwas über das Leben der Polizisten außerhalb ihres Berufes erfährt. Der Kriminalfall ist allerdings sehr komplex, mit vielen Verdächtigen/Mordopfern und war für mich kaum zu durchschauen. Das liegt sicher auch am Thema „Wirtschaftskriminalität“, mit dem ich mich nicht so recht auskenne. Es gibt aber einige spannende Szenen, die mich bei Laune gehalten haben.

Mein Fazit:
Solider schwedischer Krimi.