Naam, Ramez: Nexus (1)


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Trilogie:

Teil 1: Nexus
Teil 2: Crux
Teil 3: Apex

Kurzbeschreibung:
Die Nano-Droge ermöglicht es einem, sich mental mit anderen Menschen und mit den Datenströmen des Internets zu verbinden. Der US-Behörde ERD ist Nexus jedoch ein Dorn im Auge.Sie zwingen den jungen Programmierer Kaden Lane, einen der Miterfinder von Nexus, sich bei einer skrupellosen chinesischen Wissenschaftlerin einzuschleusen. Sie plant, die gesamte Menschheit zu unterwerfen. Doch auch die Behörden gehen für Nexus über Leichen.

Meine Einschätzung:
Diesen Wissenschafts-Sci-Fi habe ich mit großer Begeisterung gehört. Wissenschaftlern ist es gelungen, das menschliche Gehirn mittels einer Droge direkt mit dem Internet bzw. auch direkt mit anderen Menschen zu verbinden. Der Roman schildert, welche Möglichkeiten und Gefahren diese Technik birgt und wie Menschen damit umgehen. Die Fragen, die aufgeworfen werden, sind absolut aktuell und auf unsere derzeitige technische Entwicklung übertragbar und das fand ich sehr interessant. Diese, teilweise philosophischen Fragestellungen sollten in der Gesellschaft, Politik und Wissenschaft schon jetzt diskutiert werden :-).
Aber keine Bange, „Nexus“ ist auch ein unglaublich spannender, rasanter Thriller mit Supersoldaten, Undercover-Agenten, Terroristen, skrupellosen Politikern, künstlichen Intelligenzen und buddistischen Mönchen. Großartig.
Bei mir kam keine Minute Langweile auf, ich hatte jede Menge Stoff zum Nachdenken und die nächsten Teile werde ich gerne und bald hören.
Uve Teschner liest dieses Hörbuch wieder großartig, ein Genuss für meine Ohren :-).#

Mein Fazit:
Großartige Sci-Fi-Geschichte: spannend, philosophisch und actionreich.

Clark, Arthur C.; Baxter, Stephen: Die Zeit-Odyssee


Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Trilogie:

Teil 1: Die Zeit-Odyssee
Teil 2: Sonnensturm
Teil 3: Wächster

Kurzbeschreibung:
Es ist das Jahr 2037, als das Raum-Zeit-Kontinuum plötzlich auseinanderbricht. Die Erde zerfällt dabei in unterschiedliche Zonen: Während es in einem Landstrich noch 2037 ist, ist es im benachbarten 1885 und im nächsten Tausende von Jahren in der Vergangenheit. Welche Macht ist imstande, eine solch gewaltige Veränderung zu bewirken? Die Odyssee beginnt …

Meine Einschätzung:
Hm, nach kurzer Recherche fand ich gerade heraus, dass es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt. Na gut, aber ich weiß jetzt schon, dass ich die Folgebände nicht lesen werden.
Dabei ist die Idee der Geschichte super. Mit einem Schlag wird die Erde in unterschiedliche, zeitliche Abschnitte zerteilt. Das überlebt die Hubschrauber-Besatzung einer Uno-Friedenstruppe in Afganistan gerade so und stürzt in der Nähe eines britische Forts im 19. Jahrhunderts ab. Den Besatzungsmitgliedern einer Sojus-Kapsel ergeht es ähnlich, sie landen nicht wie geplant im hier und jetzt, sondern in der mongolischen Steppe zu Zeiten von Dschingis-Khan. Schräg, oder?
Während sich die Hubschrauber-Besatzung dank übereinstimmender militärischer Kultur ganz gut mit dem Briten arrangieren und obendrein noch diplomatische Kontakte mit Alexander dem Großen knüpfen, ergeht es den Sojus-Besatzungsmitgliedern nicht ganz so gut ;-). Diese verschiedenen Parteien treffen sich dann zur großen Schlacht vor dem historischen Babylon, das als einzige nennenswerte Siedlung von Menschen das Zeitphänomen überdauert hat. Bizarr.
Ich habe leider nicht die Geduld für die ausschweifenden Beschreibungen der militärischen Routinen und Vorbereitungen einer Schlacht gehabt und außerdem habe ich den Autoren nicht so recht abgenommen, wie sie die historischen Personen geschildert haben. Das ging mir alles einen Ticken zu glatt mit der Akzeptanz der Zeitkatastrophe und der Menschen aus der Zukunft und um diese historischen Gegebenheiten unterschiedlichster Zeitepochen zu beschreiben, muß man sich meiner Meinung nach, ganz schön viel Mühe geben …
Leider bleiben auch die Hauptprotagonisten farblos und ohne Tiefe. Von keinem der 6 Überlebenden aus der Zukunft konnte ich mir ein Bild machen und so werden sie schnell aus meinem Gedächtnis verschwinden.

Mein Fazit:
Irrwitzige, interessante, schräge Idee, aber das Gesamtkunstwerk konnte mich nicht überzeugen.

Thiemeyer, Thomas: Evolution – Der Turm der Gefangenen (2)


Genre: Sci-Fi, Jugendbuch, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – (noch nicht erschienen)


Kurzbeschreibung:

Mit letzten Kräften erreichen Lucie und ihre Freunde die Stadt der Überlebenden. Während Jem vor den Toren gegen angreifende Tiere kämpft, hofft Lucie im Inneren endlich Antworten zu finden. Doch im Schatten der Türme scheint das Mittelalter wieder auf gelebt zu sein: Wissenschaft gilt als schwarze Magie, Fragenstellen ist streng verboten. Als die Jugendlichen aus verbotenen Büchern erfahren, dass sie nicht die ersten Zeitreisenden sind, entlädt sich der Zorn des Burgherrn. Den Freunden bleibt nur die Flucht. Ihr Ziel: der einzige Ort, der noch Hoffnung verspricht die Oase der Zeitspringer. Aber der Weg dorthin führt sie durch gefährliche Sümpfe, mitten ins Land der Squids.

Meine Einschätzung:
Auch der zweite Teil dieser dystopischen Jugendbuchserie hat mir sehr gut gefallen und für ihn gilt meine Einschätzung des ersten Bandes genauso :-), ich wiederhole mich also nicht.

Mein Fazit:
Thiemeyers dystopische Jugendbuchserie ist keine Neuerfindung des Genre, aber unterhaltsam und spannend.

Shepherd, Mike: Kris Longnife – Die Rebellin (1)


Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Rebellin
Teil 2: Unter Quarantäne
Teil 3: Die Invasion
Teil 4: Das Kommando

Kurzbeschreibung:
Kris Longknife ist in die Navy eingetreten, um aus dem Schatten ihrer mächtigen Familie zu treten. Ihre ersten Missionen sind nicht besonders aufregend. Obwohl sie alles tut, um einen guten Ensign abzugeben, hält eine Eigenschaft sie davon ab: ihre Neigung, vorzupreschen und Fakten zu schaffen, ganz gleich, wie gefährlich das sein mag. Eines Tages findet sie heraus, dass die ranghöchsten Offiziere ihres Schiffs in eine Verschwörung verstrickt sind. Ihr bleibt nur eine Möglichkeit: Sie muss die Besatzung auf ihre Seite ziehen und eine Meuterei anzetteln …

Meine Einschätzung:

Ne, ne, ne. Prinzipiell hätte diese Serie um eine junge Offizierin in der Raumflotte ihres Heimatplaneten mir gefallen können, aber ich habe zu viele Kritikpunkte, um der Serie eine weitere Chance zu geben.
1. Obwohl die Geschichte ja eindeutig in der Zukunft spielt, muten die Gesellschaftsordnung und auch die militärischen Strukturen antiquiert an. Schottische Highland-Regimente, die uralte Traditionen plus Dudelsäcke auf andere Planeten mitschleppen? Seltsam altmodische Frauenbilder – siehe die Präsidentengattin? etc. Ne, da erwarte ich von einem Sci-Fi-Autoren aber mehr!
2. Ich habe ja gegen starke Frauenfiguren nichts einzuwenden, aber hier übertreibt der Autor dann doch. Ein junges Mädels ohne jegliche Erfahrung führt die Truppe mehrmals erfolgreich in die Schlacht und wenn mal alles nix hilft, dann gründet sie eine Hilfsorganisation mit ihrem Geld??? *kopfschüttel* Unglaubwürdig.
3. Ich habe von Physik nahezu keine Ahnung und wenn man mir seine Ideen halbwegs glaubhaft erklärt, dann rechne ich sicher nicht nach, ob das wirklich funktionieren kann, aber der Autor macht in diesem Buch seltsame Sachen mit Raumschiffen und Geschwindigkeit und Menschen und bei mir entstand der Eindruck, dass das alles so nicht hinhauen kann. Und von innovativer neuartiger Technik, die sowieso keiner nachrechnen könnte, ist hier nix zu lesen …
4. Thema Militär: auch vom Militär und dessen Strukturen habe ich keinerlei Ahnung, weil in unserer Familie noch nie jemand damit zu tun hatte, aber ich kann mich auch auf Details einlassen, wenn mich die Geschichte und die Charaktere ansonsten fesseln, aber in dieser Geschichte nimmt das Militär und seine Regeln und Strukturen einen zu großen Teil der Gesamtgeschichte ein und andere Teile, die mich viel mehr interessiert hätten, werden vom Autor nur angeschnitten.

Mein Fazit:
Dieser seltsam antiquiert erscheinende military-Sci-Fi-Roman-Serienauftakt hat mich nicht überzeugt und darf das Haus der Frau Leseratte gerne wieder verlassen.

Robb, J.D.: In den Armen der Nacht (20)


Gerne: Krimi, Thriller, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Mitten in der Nacht trifft bei der New Yorker Polizei der ängstliche Notruf eines kleinen Mädchens ein. Eve Dallas macht sich sofort auf den Weg, doch sie kommt zu spät: Die ganze Familie Swisher ist tot, und anscheinend waren hochprofessionelle Killer am Werk, die keine Spuren hinterlassen haben. Nur ein Familienmitglied – die neunjährige Nixie – entging dem Blutbad. Als Eve das zitternde Mädchen erblickt, ist es um sie geschehen. Um jeden Preis will sie das Kind schützen, denn Nixie schwebt als einzige Augenzeugin in höchster Gefahr …

Meine Einschätzung:
Weil ich gerade so schön in Schwung bin, habe ich mir gleich noch Band 20 dieser Serie geschnappt, die hier für eventuelle Leseflauten immer in mehreren Exemplaren herumliegen ;-).
Dieser Fall, nämlich der brutale Mord an einer ganzen Familie, hat mich und Dallas ganz schön mitgenommen. Die Brutalität der Mörder und das Leid des kleinen Mädchens mußte ich wirklich auf Abstand halten und das geht in diesem Sci-Fi-Setting ganz gut. Eve und ihr Team ermitteln gewohnt effizient und clever, Eve schrottet fast ihren nagelneuen Dienstwagen und die Täter sind nahezu unsichtbar. Sehr spannend!
Nachdem ich jetzt auch alle 20 Rezi neu verlinkt habe, ist mir aufgefallen, dass Blanvalet es tatsächlich geschafft hat, über 16 Jahre lang das Design der Cover für diese Serie beizubehalten. Das finde ich richtig gut und ich frage mich, warum das bei anderen Serie nicht so durchgezogen werden kann.

Mein Fazit:
Theoretisch kann man die Krimis auch einzeln lesen, aber es bereitet mehr Vergnügen, wenn man die Entwicklungen der einzelnen Figuren mitverfolgen kann.

Robb, J.D.: Tanz mit dem Tod (19)


Genre: Thriller, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Eine junge Frau wird im Central Park ermordet. Ein schockierender Anblick – auch für die erfahrene Polizistin Eve Dallas. Denn der Mörder hat seinem Opfer die Augen entfernt. Und es werden noch mehr Leichen mit diesem makabren Zeichen entdeckt. Eve Dallas steht vor einem Rätsel, bis ausgerechnet eine Hellseherin Hinweise liefert. Mithilfe ihres Ehemanns Roarke kommt Eve dem Psychopathen auf die Spur und entdeckt dabei ein schreckliches Geheimnis aus ihrer Vergangenheit …

Meine Einschätzung:
Es gibt Zeiten in meinem Leseleben, da habe ich auf kein Buch so richtig Lust. Manche schiebe ich vor mir her, andere mag ich gerade nicht lesen und dann hat wieder mal Lieutenant Dallas ihren ruppigen Auftritt :-).
Ich mag sämtliche Hauptfiguren der Serie richtig gerne, Rourke macht Jamie Konkurrenz und hat eindeutig das Potential zum perfekten Helden, Peabody und Nash sind supersüß und Summersets Zusammenstöße mit Eve Dallas sind kultig.
Der Einstieg in die Serie fällt mir auch jedes Mal leicht, denn die Kriminalfälle sind in der Regel abgeschlossen und nach 18 Bänden kenne ich mich in Robbs zukünftigem New York auch hinreichend gut aus.
In dieser Folge jagt Dallas einen Frauen-Serien-Psycho-Killer, aber die Autorin macht das wie immer spannend, routiniert, mit kleinen Überraschungen und hält mich damit bei Leselaune.

Mein Fazit:
Obwohl Psycho-Serien-Killer-Krimis nicht gerade meine Lieblingslesekost darstellen, hat mich dieser Eve Dallas Krimi gut unterhalten.

Hamilton, Peter, F.: Der Stern der Pandora – Die Commonwealth-Saga (1)


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Stern der Pandora
Teil 2: Die Boten des Unheils
Teil 3: Der entfesselte Judas
Teil 4: Die dunkle Festung


Kurzbeschreibung:

Wir schreiben das Jahr 2380. Das intersolare Commonwealth, ein etwa 400 Lichtjahre durchmessendes Raumgebiet, birgt über 600 Welten. Sternenschiffe sind überflüssig geworden, denn die Planeten sind durch ein Netz aus Wurmlöchern miteinander verbunden.
Am äußeren Rand des Commonwealth beobachtet ein Astronom das Unmögliche: Ein Stern verschwindet einfach – vom einen Moment auf den anderen. Da er zu weit vom nächsten Wurmloch entfernt liegt, wird eigens ein überlichtschnelles Schiff gebaut. Seine Mission: herauszufinden, ob das Phänomen eine Bedrohung darstellt. Bald stellt sich heraus, dass es nie eine größere Bedrohung für die Menschheit gab…

Meine Einschätzung:

Öhm ja, über 23 Stunden hatte ich dieses epische Sci-Fi-Werk auf den Ohren. Das war ganz schön anstrengend, wenn auch nicht wirklich langweilig (sonst hätte ich eh aufgehört). Allerdings braucht man schon Geduld, denn der Autor verzweigt seine Geschichte ganz schön weit und führt unglaublich viele Personen ein. Ich bin torztdem dran geblieben, weil mir sein Weltenentwurf gefallen hat und ich seinen Beschreibungen ganz gut folgen konnte. Ob das wissenschaftlich haltbar ist, ist mir, ehrlich gesagt, wurscht :-).
Jetzt brauche ich zwar erst mal ’ne kleine Pause, aber irgendwann will ich sicher wissen, wie es mit der Menschheit weiter geht, denn mir schwant schon, dass sich da ein mächtiger Feind im Anmarsch befindet ;-).
Gelesen wird das Hörbuch von Oliver Siebeck, der das sehr routiniert und für meine Ohren sehr angenehm macht.

Mein Fazit:
Wer Zeit, Geduld und Lust auf epische Sci-Fi hat, der hat mit der Commonwealth-Saga bestimmt Spaß.

Brandhorst, Andreas: Omni


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Der abtrünnige Agent Forrester erhält den Auftrag, Aurelius ausfindig zu machen, einen zehntausendjährigen Menschen. Dieser ist einer von insgesamt sechs, die die Anfänge der Menschheitsgeschichte kennen und wissen, wo sich die Erde befindet, auf der alles begann. Nur diese Zehntausendjährigen haben Zugang zum Omni, einem Zusammenschluss von Superzivilisationen, die zwar die Macht in der Milchstraße ausüben, für das Gros der Menschheit und ähnlich „unterentwickelte“ Zivilisationen jedoch im Verborgenen bleiben.
Forresters Reise führt ihn zunächst zu einem havarierten Schiff, in dessen Innern sich eine geheimnisvolle, mächtige Maschine befindet. Von einem Propheten erfährt er, wo der Zehntausendjährige sich aufhält. Doch schnell wird klar, dass viele verschiedene Interessen in den Fall verwickelt sind. Und Forresters Auftrag wird nicht nur für ihn selbst, sondern für alle Menschen zur größten Gefahr…

Meine Einschätzung:
Oh ja! Da stand Sci-Fi drauf und da war 100 % Sci-Fi drin. Eine Geschichte aus einer fernen Zukunft mit unvorstellbar weit entwickelter Technik, vielen äußerst fremdartigen Spezien, aber sehr menschlichen Gefühlen und Problemen: Habgier, Machtgier, Liebe, Freundschaft, Verrat, Vertrauen …
Die Geschichte ist sehr schön ausgebaut, sehr detailreich, so dass ich mir alles supergut vorstellen konnte. Es gibt auch einige sehr spannende Action-Szenen, aber auch viele langsame Passagen, aber das wurde mir nicht langweilig.
Nicht so 100 prozentig konnten mich die beiden Hauptfiguren Forrester und seine Tochter überzeugen, aber ich kann gar nicht sagen, woran das genau lag. Dafür gefiel mit die künstliche Intelligenz des Schiffes und der Zehntausendjährige als Figuren sehr gut.
Den Sprecher Richard Barenberg hatte ich bis dahin noch nicht gehört und fand seine Stimme und Interpretation sehr, sehr angenehm zu hören.

Mein Fazit:
Mein erster Sci-Fi-Roman von Andreas Brandhorst hat mir äußerst gut gefallen und „Das Schiff“ steht schon auf meiner Wunschliste.

Nuevel, Sylvain: Giants


Genre: Sci-Fi

Kurzbeschreibung:

Als die kleine Rose eines Abends beim Spielen in einer Höhle eine gewaltige Metallhand entdeckt, ahnt sie noch nicht, dass dieser Fund ihr ganzes Leben verändern wird. Siebzehn Jahre später will sie, inzwischen eine herausragende Physikerin, das noch immer ungelöste Rätsel aufklären. Gemeinsam mit einem Expertenteam aus Wissenschaftlern und Militärs findet Rose heraus, dass die Hand zu einem riesigen Roboter gehört, dessen Körperteile über den ganzen Globus verteilt sind. Doch wer hat den Roboter gebaut? Wann wurde er in der Erde vergraben? Und was bedeuten die seltsamen Zeichen auf dem Metall?

Meine Einschätzung:
Meine Tochter hatte sich dieses Buch für die Ferien ausgesucht und dann nach 5 Seiten weggelegt, weil sie mit der Erzählform nicht klar kam.
Das kann ich sogar nachvollziehen, denn die gesamte Geschichte wird als Interview erzählt. Verschiedene beteiligte Personen werden in einer Art Verhör von immer dem gleichen, unbekannten Fragesteller zum Stand der Untersuchungen befragt.
Und das ist erst mal sehr gewöhnungsbedürftig und an mancher Stelle habe ich wirklich einen übergeordneten Erzähler vermißt, der die Geschichte als Ganzes erzählt. Aber ich mag ja grundsätzlich solche Experimente und war so relativ schnell gefangen von diesem Sci-Fi-Roman.
Amerikanische Wissenschaftler entdecken ein uraltes Artefakt, Teil eines riesigen Roboters und begeben sich auf die Suche nach weiteren Teilen und dabei gehen sie ganz schön skrupellos vor und lösen fast den dritten Weltkrieg aus, denn nicht alle Teile finden sich auf amerikanischem Boden. Ich sehe das förmlich schon verfilmt vor mir.
Ein klein wenig vorhersehbar ist die Story schon, denn wie immer hat das Militär großes Interesse an dem riesigen Ding, das doch sicher eine ausgezeichnete Waffe wäre??
Aber der Autor überraschte mich tatsächlich mit ein paar interessanten, überraschenden Wendungen und das offene Ende läßt hoffen, dass er noch an einer Fortsetzung arbeitet, denn ich habe es ja eh schon immer gewußt: Wir sind nicht alleine im Universum ;-).

Mein Fazit:
Ein cooler Sci-Fi-Roman mit einer ungewöhnlichen Erzählperspektive und interessanten Ideen. Hat mir gut gefallen.

Thiemeyer, Thomas: Evolution – Die Stadt der Überlebenden (1)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – (noch nicht erschienen)

Kurzbeschreibung:
Eine Austauschgruppe auf dem Weg in die USA, eine Notlandung auf dem Denver Airport. Als Jem und Lucie das Flugzeug verlassen, ist die Welt plötzlich nicht mehr, wie sie war: Der Asphalt ist überwuchert, das Terminal menschenverlassen und überall lauern Gefahren. Vor allem Tiere haben es auf die Neuankömmlinge abgesehen. Was ist geschehen? Auf der Suche nach Antworten erfahren sie von ein paar letzten Überlebende in einer verschollenen Stadt. Doch wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat?

Meine Einschätzung:
Ich habe Thiemeyer schon länger im Auge, denn sein, zugegebenermaßen etwas abgefahrener Thriller Korona, gefiel mir ja ganz gut und als mir nun dieses neue Buch mit dem Stichwort Zeitreise ins Auge fiel, konnte ich nicht „nein“ sagen.
Nun bin ich zwar gerade der dystopischen Jugendbücher nach dem Muster „Gruppe-schwieriger-Teenies-wird-mit-lebensbedrohlicher-apokalyptischer-Situation-konfrontiert“ müde, aber mich „kriegt“ man ja schnell als Geschichtenerzähler, wenn mir die Protagonisten sympathisch sind und die Geschichte halbwegs spannend ist. Und gut, ich gebe es zu: einer Reise in eine mögliche Zukunft, in diesem Falle hat die Natur die Oberhand gewonnen und überwuchert die Reste der menschlichen Zivilisation, fasziniert mich immer wieder. So habe ich einige Lieblingsszenen, wenn die Gruppe beispielsweise auf noch funktionierende Droiden oder sprechende Hologramme stößt.
Trotzdem bleibt es ein Jugendbuch mit den typischen Teenie-Problemen „Mag er/sie mich?“, „Bin ich schön genug?“ „Ich bin so schüchtern..“ oder auch „Große Klappe – nix dahinter“, aber das war erträglich. Die Erwachsenen in der Geschichte ereilt übrigens ziemlich schnell ein blutiges Ende ;-).
Die Welt, durch die sich die Protagonisten kämpfen müssen, ist gefährlich, blutrünstig und fremd und nach der letzten Seite habe ich erst mal geguckt, für wann Band 2 angekündigt ist 🙂 (Januar 2017).
Den Sprecher des Hörbuches Max Bremer kannte ich bisher nicht, aber ich habe seiner Stimme richtig gerne zugehört und er hat die Geschichte für meinen Geschmack genau richtig interpretiert.

Mein Fazit:

Thiemeyers dystopischer Auftakt einer Jugendbuchserie ist keine Neuerfindung des Genre, aber durchaus unterhaltsam und spannend.

Corey, James: Leviathan erwacht (1)


Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Expanse-Serie:
Teil 1: Leviathan erwacht
Teil 2: Calibans Krieg
Teil 3: Abaddons Tor
Teil 4: Cibola brennt
Teil 5: Nemesis Spiele (erscheint im Juni)

Kurzbeschreibung:
Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Auf dem Mond, dem Mars, im Asteroidengürtel und noch darüber hinaus gibt es Stationen und werden Rohstoffe abgebaut. Doch die Sterne sind den Menschen bisher verwehrt geblieben. Als der Kapitän eines kleinen Minenschiffs ein havariertes Schiff aufbringt, ahnt er nicht, welch gefährliches Geheimnis er in Händen hält – ein Geheimnis, das die Zukunft der ganzen menschlichen Zivilisation für immer verändern wird.

Meine Einschätzung:
Boah! Eine richtig breit angelegte, komplexe Space-Opera, die mir richtig gut gefällt, habe ich schon ewig nicht mehr gelesen. Dafür muß auch die Zeit reif sein und man muß auch die Geduld und die Zeit aufbringen, um sich kopfüber in die Schwerelosigkeit zu stürzen ;-).
Wir befinden uns in einer Zukunft, in der die Menschheit den Mond, den Mars und verschiedene Asteroiden besiedelt hat und das schon so lange, dass sich die nicht erdgeborenen Menschen auch äußerlich von den Erdbewohner unterscheiden.
Die Technik ist weit entwickelt, aber die Raumfahrt ist immer noch ein mühsames, ungemütliches, gefährliches Geschäft, weit entfernt von den komfortablen Weltraum-Schiffen der Star trek-Serie oder den Schlachtschiffen aus Starwars.
Mir hat das gut gefallen, obwohl die Beschreibungen der Technik recht detailliert sind und im Gegensatz zu anderen Sci-Fi-Fans ist es mir auch wurscht, ob der Autor sich an existierende physikalische Gesetze hält oder sie sich schlichtweg selbst ausdenkt oder zurechtbiegt.
Die 4-köpfige Besatzung eines kleinen, streng genommen gekaperten Raumschiffes, spielt die Hauptrolle in der komplexen Geschichte. Holden, der charismatische, ehrenhafte, aber auch naive Captain trifft einige, für die Menschheit offenbar schwerwiegende Entscheidungen, läßt sich aber unbeirrbar von seinen moralischen Vorstellungen leiten. Ein klitzekleines bisschen hat er mich manchmal genervt, ich sag nur – zu gut für diese Welt – , aber verkörpert nun mal den klassischen Helden. Sein Mitspieler, ein abgehalfteter, ehemaliger Polizist von einem Bergbau-Asteroiden hat keinerlei Skrupel im Sinne seines Auftragen Menschen umzubringen und auch sein eigenes Leben ist ihm nicht mehr viel Wert. Erst sein Auftrag, eine junge Frau zu finden, die mit ihrem Raumschiff im Weltall spurlos verschwunden ist und die augenscheinlich in eine größere, politische Verschwörung involviert ist, reißt ihn aus seiner Lethargie.
Ich kann die Komplexität der Geschichte nicht in ein paar Sätzen wiedergeben. Es gibt mindestens 3 verschiedene politische Lager, die jeweils die Macht über die bewohnten Planeten/Astroiden erlangen wollen, es gibt große Konzerne, die ebenfalls nach Macht und Einfluß streben und die Menschen skrupellos ausbeuten und es gibt eine geheimnisvolle Organisation, die diese Lager gegeneinander ausspielt und einen Krieg auslöst.
Es gibt schöne Weltraumschlachten mit Verfolgungsjagden, es werden Raumstationen erobert und/oder in die Luft gejagt, es wird gelitten, gestorben, getrauert und die Aussichten, dass sich die Menschheit (mal wieder) selbst auslöscht, sind gut.
Das ganze wird in meinen Augen sehr, sehr spannend, fast schon filmreif erzählt. Mit Liebe zum Detail und sehr stimmungsvoll erschaffen die Autoren eine düstere Zukunft mit interessanten Charakteren, deren Abenteuer ich gerne miterlebt habe.
Ich fand den Schreibstil flüssig und gut zu lesen und bin schon gespannt auf die nächsten Teile.

Mein Fazit:

600 Seiten prall gefüllt mit Sci-Fi – großartig!

Bradbury, Ray: Die Mars-Chroniken (abgebrochen)


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Im Januar 1999 beginnt die Kolonisation des Planeten Mars. Dort wachsen goldene Früchte an kristallenen Wänden, doch das Leben auf dem Mars ist demjenigen auf der Erde gar nicht so unähnlich…

Meine Einschätzung:
Hmpf. Vielleicht hätte ich den Zusatz hinter dem Titel, nämlich „Roman in Erzählungen“ beim Kauf wahrnehmen sollen. Mir war nämlich nicht klar, dass es sich um lauter einzelne Episoden handelt, die vom Autor nicht unbedingt inhaltlich miteinander verknüpft werden. Immer wieder tauchen neue Protagonisten auf und verschwinden am Ende der Episode.
Aber auch sonst war dieser Sience-Fiction-Klassiker überhaupt nicht meins. In nahezu philosophischen Exkursen führt der Autor dem Leser die Unzulänglichkeiten der menschlichen Gesellschaft und besonders der amerikanischen Gesellschaft vor Augen. Da landet eine Rakete von der Erde auf dem Mars und wird von den Ur-Einwohner regelrecht ignoriert, was die amerikanischen Astronauten wörtlich in den Wahnsinn treibt. In einer anderen Folge wollen Priester die Marsianer missionieren, etc.
Obwohl der Autor das ganz sicher super geschrieben hat, hat mich seine Idee nicht interessiert und ich merke, wie ich nicht ordentlich zuhöre. Und dabei habe ich sicher mal behauptet, dass Rufus Beck mir das Telefonbuch vorlesen könnte und ich fände es toll ;-). Toll lesen tut er wirklich, aber als Hintergrundgemurmel ist er nun wirklich zu schade.

Mein Fazit:
Die Mars-Chroniken von Ray Bradbury haben meine Erwartungen nicht erfüllt und meinen Geschmack überhaupt nicht getroffen, aber wer Freude an anspruchsvoller, gesellschaftskritischer Sci-Fi ohne Weltraumgedöns hat, wird vielleicht Spaß daran finden.

Andrews, Wes: Höllenflug nach Heaven’s Gate – Frontiersmen 1


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Höllenflug nach Heaven’s Gate
Teil 2: Blutfehde auf Alvarado

Kurzbeschreibung:

Manche bezeichnen sie als Verbrecher, andere als Helden der Randplaneten. Sie selbst nennen sich Frontiersmen: Furchtlose Männer und Frauen, die Fracht und Flüchtlinge dorthin schmuggeln, wo der Weltraum noch frei und wild ist. John Donovan ist einer von ihnen und chronisch knapp bei Kasse, sodass er auch riskante Jobs übernimmt. Etwa einen Passagiertransport zur rauen Koloniewelt Heaven’s Gate. Der Weg dorthin führt mitten durch das Raumterritorium der Peko – eine Rasse, die jeden menschlichen Eindringling erbarmungslos zur Strecke bringt.

Meine Einschätzung:

Äh ja! Ich habe in meiner Jugend auch Jerry Cotton gelesen und fand es unterhaltsam 🙂 und so einen schönen, alten Western gucke ich mir auch gerne an und deshalb hatte ich auch Spaß mit diesem Weltraum-Western ;-). Man nehme eine raue, loyale Raumschiffbesatzung, einen kampferprobten, leichtsinnigen Capitan mit dem Herz am rechten Fleck, ein solides Raumschiff mit Charakter, ein paar undurchsichtige Passagiere und eine Route durch gefährliches Terrain und fertig ist eine spannende Weltraum-Soap mit viel Geballer :-). Ich fand es lustig und unterhaltsam.

Mein Fazit:

Lust auf einen Weltraum-Western??? Dann gebt Euch die Frontiersmen auf die Ohren 🙂

Campell, Jack: Die verschollene Flotte – Furchtlos (1)

Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die verschollene Flotte – Furchtlos
Teil 2: Die verschollene Flotte – Black Jack
Teil 3: Die verschollene Flotte – Fluchtpunkt Ixion
Teil 4: Die verschollene Flotte – Gearys Ehre
Teil 5: Die verschollene Flotte – Der Hinterhalt
Teil 6: Die verschollene Flotte – Ein teurer Sieg
Teil 7: Die verschollene Flotte – Jenseits der Grenzen
Teil 8: Die verschollene Flotte – Ein halber Sieg
Teil 9: Die verschollene Flotte – Die Wächter
Teil 10: Die verschollene Flotte – Standhaft
Teil 11: Die verschollene Flotte – Leviathan

Kurzbeschreibung:
Seit hundert Jahren kämpft die Allianz gegen die Syndics – und verliert auf ganzer Linie. Die zusammengeschossene Flotte ist im Feindesgebiet gestrandet. Ihre einzige Hoffnung ist ein Mann, der seit fast einem Jahrhundert für tot gilt. Jedes Schulkind kennt Captain John „Black Jack“ Gearys legendäre Taten. Nach seinem heldenhaften „letzten Gefecht“ zu Anfang des Krieges ist er vermisst und gilt als gefallen, doch hat Geary wie durch ein Wunder im Überlebenskälteschlaf überlebt und übernimmt widerstrebend den Befehl über die Flotte der Allianz, die sich der Vernichtung durch die Syndics gegenübersieht. Die einzige Chance, den Krieg noch zu gewinnen, besteht darin, den erbeuteten Hypernet-Schlüssel der Syndics zur Heimatwelt zu schaffen. Dazu aber muss Geary allen Erwartungen entsprechen, die aufgrund der heldenhaften Legenden um „Black Jack“ in ihn gesetzt werden …

Meine Einschätzung:
Hmpf! 11 Stunden lang bin ich nun mit Captain Geary durchs All geflogen und habe mir seine Geschichte angehört (ICH-Erzähler). Er selbst wurde von 100 Jahren nach einer Schlacht in einer Rettungskapsel tiefgefroren und nachdem seine Kapsel gefunden wurde, findet er sich mitten in einem bereits 100 Jahre andauernden Krieg wieder. Zu seiner großen Überraschung wurde er in den letzten 100 Jahren zum legendären Kriegshelden, mit allem drum und dran und dieser verehrte, gottesähnliche Kriegsheld hat eigentlich nicht viel mit ihm gemeinsam.
Interessanter Ansatz der Geschichte, der mich zugegebenermaßen fasziniert hat. Seine Selbstzweifel, seine Empörung und seine Überraschung machen ihn sympathisch und interessant.
ABER andererseit bleiben die anderen Figuren der Geschichte recht blass, ihnen fehlt Tiefe und das ist wirklich schade.
Außerdem hat mich die detaillierte Beschreibung sämtlicher strategischer Raummanöver furchtbar gelangweilt. *gähn*
Auch spielt der militärische Aspekt der Geschichte eine große Rolle. Wer hat welchen Rang, wer hat die Befehlsgewalt, wie und warum werden Befehle befolgt, etc. Jooo, das muß den Zuhörer/Leser schon interessieren, sonst wird es auch langweilig.
Ich bin ja durchaus eine Freundin ausgedehnter Weltraumschlachten, etc., aber in diesem Roman passiert nicht viel anderes und das läßt mich zögern, der Geschichte weiter zu folgen (11 Bände???).
Matthias Lühn, der die Geschichte liest, hat eine sehr angenehme Stimme und seine Interpretation hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass ich 11 Stunden lang „dran“ geblieben bin.

Mein Fazit:
Freunde von Military-Sci-Fi werden sicher von dieser Serie begeistert sein. Ich bin ein wenig zwiegespalten, ob ich Lust auf mehr habe.

Weir, Andy: Der Marsianer


Genre: Sci-Fi

Kurzbeschreibung:
Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes …

Meine Einschätzung:

Rezis gibt es eh wie Sand am Meer, deshalb fasse ich mich kurz: GROSSARTIG. Genau mein Geschmack!!!

Mein Fazit:
Spannend, witzig, unterhaltsam. Eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr.

Brandis, Mark: Der Pandora-Zwischenfall

Genre: Sci-Fi, Hörspiel

Reihenfolge der Serie „Mark Brandis“:
Teil 28 + 29: Die Zeitspule 1 + 2
Teil 30: Planet-Aktion Z
Teil 31: Geheimsache Wetterhahn
Teil 32: Der Pandora-Zwischenfall (Abschluß der Serie)

Kurzbeschreibung:

2137: Auf dem Jupitermond Kallisto haben Republiken und Union gemeinsam einen langlebigen und hochintelligenten Kunstmenschentyp entwickelt. Zwei Dutzend dieser »Astraliden« bereiten sich auf eine Expedition hinaus aus unserem Sonnensystem zu fernen Planeten vor. Als es zu Todesfällen in der Station Pandora auf Kallisto kommt, droht das Projekt zu scheitern. Mark Brandis soll nun die Leiterin der Station ablösen. Er überredet seine Frau Ruth O’Hara, Dr. Levy und seinen alten Gefährten Iwan Stroganow, ihn zu begleiten. Doch dann wird Pandora angegriffen …

Meine Einschätzung:
Auch die allerletzte Folge dieser Sci-Fi-Serie läßt keine Langweile aufkommen. Die Idee, Kunstmenschen zu entwickeln und sie als Botschafter der Menschheit ins Weltall zu entsenden, hat mir sehr gut gefallen und dass Mark Brandis der Richtige ist, um diese Ausgewählten zu lehren, was es heißt, Menschen zu sein, ist ja wohl klar ;-). Mark Brandis ist eben ein waschechter, integrer, mutiger Bilderbuchheld!
Aber nicht nur der Held begeistert mich, sondern auch die Umsetzung dieser Hörspielserie finde ich grandios. Mit Liebe zum Detail, großartiger Technik, tollen Stimmen und cooler Musik inszeniert das Team von Interplanar spannende Geschichten aus der Zukunft.
Da ich ja spät in die Serie eingestiegen bin, werde ich mich nach und nach durch die restlichen 27 Folgen hören und ich darf mich auch auf die Abenteuer des „Raumkadetten Mark Brandis“ freuen, die noch erscheinen werden.

Mein Fazit:
Ich kenne keinen einzigen privaten Blog, der sich mit Hörspielen beschäftigt. Warum eigentlich? Sind Hörspiele uncool? Old-fashioned? Langweilig da ohne Bild??? Ich verstehe das nicht. Für mich sind Hörspiele Kino für die Ohren und ich werde weitersuchen …

Es gibt eine Webseite zur Serie: hier und hier geht’s zu Folgenreich, die auch noch andere Hörspiel-Serien produzieren.

Connor, Ellen: Die letzte Dämmerung (1)

Genre: Sci-Fi, Liro

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die letzte Dämmerung
Teil 2: Die letzte Zuflucht
Teil 3: ? noch nicht auf deutsch erschienen

Kurzbeschreibung:
Der Beginn einer packenden neuen Future-Romance-Trilogie
Im ganzen Land bricht die Zivilisation zusammen, doch Jenna Barkley glaubt nicht an einen Weltuntergang. Bis eines Tages John Mason vor ihrer Tür steht und sie in die Wildnis von Oregon verschleppt. Der wortkarge Ex-Marine hat ihrem Vater versprochen, sie zu retten, wenn das Ende naht. Im Wald treffen sie auf eine kleine Gruppe Überlebender, die von blutdurstigen Dämonenhunden gejagt werden – die Natur hat sich gegen den Menschen gewendet, und ein erbitterter Kampf ums Überleben beginnt …

Meine Einschätzung:
Furchtbar. Wirklich.
Dabei hat die Geschichte viele Elemente, die mir gefallen könnten. Eine, dem Untergang geweihte Zivilisation; Gestaltwandler, Magie, eine starke Heldin, etc., das ein oder andere blutige Gemetzel ;-), …
Ne, ich runzle immer noch die Stirn und das sollte ich wohl auch begründen. Mir hat der Ansatz der Geschichte schon nicht gefallen. Durch den Ausbruch von Magie wird sämtliche Technik zerstört und fiese magische Wesen machen Jagd auf Menschen. Nicht gerade eine neue Idee, oder? Würde ich ja noch gelten lassen, aber während die eine Hälfte der USA im Chaos versinkt, macht die andere, noch nicht betroffene Hälfte, einfach weiter wie bisher und steckt den Kopf in den Sand?????
Die beiden Protagonisten Jenna und Mason werden auch nicht in die Geschichte der Liebespaare eingehen, die durch wundervolle Wortduelle und liebevollen Umgang miteinander die Herzen der Leser erobern.
Die ganze Geschichte ist irgendwie ruppig, brutal, sexlastig und einfach nicht interessant genug, um die Serie weiterzulesen. Offenbar war sie auch nicht besonders erfolgreich, denn den zweiten Teil gibt es nur noch als Ebook.

Mein Fazit:
Futur-Romance-Trilogie??? Futur – ja, aber die Romantik in der Geschichte habe ich nirgendwo gefunden.

Brandis, Mark: Planet-Aktion Z (30)

Genre: Sci-fi,

Reihenfolge der Serie „Mark Brandis“:
Teil 28 + 29: Die Zeitspule 1 + 2
Teil 30: Planet-Aktion Z
Teil 31: Geheimsache Wetterhahn

Kurzbeschreibung:
Die Zukunft – trotz aller Errungenschaften so ungewiss wie nie zuvor. Im 22. Jahrhundert hat die Menschheit Raumstationen in der Unendlichkeit errichtet und erforscht das Sonnensystem – bemüht, im Weltall das zerbrechliche Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, das auf der Erde zwischen den zwei Machtblöcken existiert: der „Union“ und den „Republiken“ …

2136: Ein Notruf hat den Raumnotrettungskreuzer »Florence Nightingale« zur »Barrakuda« geführt. Im leeren Luxuskreuzer entdeckt Vormann Grischa Romen Spuren eines Verbrechens, das er sich nicht erklären kann. Als er zur Erde zurückkehrt, stellt er fest, dass sich das politische Klima der Union inzwischen verändert hat. Bereits ausgerottet geglaubte Fremdenfeindlichkeit ist wieder aufgeflackert, und bald muss der stolze Tzigan um sein Leben fürchten …

Meine Einschätzung:
Kann eine Geschichte, in der es um Meinungsmanipulation durch Massenmedien, politische Intrigen zur Machterhaltung und willkürlichen Rassismus geht, aktueller sein?
Die mögliche Zukunft, die von Mark Brandis erzählt wird, hat jedenfalls keine Ähnlichkeit mit der utopischen Friede-Freude-Eierkuchen-AlleVölkerHabenSichLieb-Vision von Gene Roddenberrys „Star Treck Universum“, sondern spiegelt mit erschreckender Deutlichkeit die Entwicklung der Menschheit wieder, wie sie realistischer nicht sein könnte.
Auch wenn die Geschichte eine dramatischen Verlauf nimmt, ist sie hörspieltechnisch ein Genuss. Da stimmt wirklich alles, die Sprecher, die Sounds, die Musik und die Story.

Es gibt eine Webseite zur Serie: hier und hier geht’s zu Folgenreich, die auch noch andere Hörspiel-Serien produzieren. Da werde ich mich wohl noch weiter umgucken :-).

Mein Fazit:
Teil 30 einer Sci-Fi-Hörspielserie – auch wieder perfekt inszeniert!

Westerfeld, Scott: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht (1)

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht
Teil 2: Pretty – Erkenne dein Gesicht
Teil 3: Special – Zeig dein wahres Gesicht
Teil 4: Extra – Wer kennt dein Gesicht


Kurzbeschreibung:

Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl …

Meine Einschätzung:
Als mir meine Tochter „Ugly“ hinlegte, war mir nicht klar, dass es sich wieder mal um einen Jugendbuch-Dystopie-Serie handelt, denn sonst hätte ich noch etwas mit dem Lesen gewartet. An dieser Stelle sei aber erwähnt, dass das Buch schon 2007 erschienen ist. Es handelt sich also um einen Vorreiter der dystophischen Jugendbücher.
Im Gegensatz zu den Maze-Runner-Bänden konnte mich diese Geschichte allerdings nicht wirklich fesseln, obwohl ich die Welt, die der Autor für die Zeit nach der großen Katastrophe entwickelt hat, ganz interessant fand.
Für meinen Geschmack hatten die Figuren nicht genug Tiefe und Persönlichkeit und die Handlung war doch arg vorhersehbar. Außerdem wedelt der Autor ganz schön deutlich mit der Moralfahne und das war mir zu platt, besonders an der Stelle, als es um Essstörungen bei jungen Mädchen geht.
Ich bin aber auch hier wieder nicht die Zielgruppe und meine 14jährige Tochter verlangt schon nach den Folgebänden.

Mein Fazit:
Ugly reiht sich in die dystopische Jugendbücher-Szene ein, wird mir aber nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Hillenbrand, Tom: Drohnenland

Genre: Thriller, Sci-Fi

Kurzbeschreibung:
Alles wird überwacht. Alles ist sicher. Doch dann geschieht ein Mord, der alles infrage stellt. Wozu Zeugen vernehmen, wenn all ihre Bewegungen und Gespräche bereits auf einer Festplatte archiviert sind? Warum Tatorte begehen, wenn fliegende Polizeidrohnen bereits alles abfotografiert haben? Als ein Brüsseler Parlamentarier auf einem Feld nahe der Hauptstadt ermordet aufgefunden wird, glaubt Kommissar Aart van der Westerhuizen zunächst, den Fall mithilfe des beinahe allwissenden Europol-Fahndungscomputers und der brillanten Forensikerin Ava Bittmann rasch lösen zu können. Und tatsächlich gibt es verblüffend schnell einen Verdächtigen. Doch dann entdeckt er immer mehr Hinweise darauf, dass die digitale Datenspur manipuliert wurde – und gerät in eine Verschwörung, die ganz Europa in seinen Grundfesten zu erschüttern droht.

Meine Einschätzung:

Was für ein cooler, spannender, ideenreicher Sci-Fi-Thriller, der mich bedeutend besser unterhalten hat, als „Der Circle“. Dieses zukünftige Europa, das der Autor da zeichnet, läßt mich erschauern, weil es genau so kommen könnte. Für mich hätte der Autor gerne noch 200 Seiten dazu packen können, damit Platz und Zeit geschaffen wird, um die Randbedingungen dieses Europas etwas näher zu erläutern. Was passierte in den „Solarkriegen“, was hat den Nahen Osten verwüstet? Warum sind die Niederlande im Meer versunken und wie?
Schade, dass der Autor nicht weitere Bücher in dieser Richtung geschrieben hat. Er scheint sich eher auf kulinarische Krimis spezialisiert zu haben.

Mein Fazit:

Genauso mag ich Sci-Fi. Visionär, spannend, immer im Bereich des Möglichen mit interessanten Hauptfiguren und coolen technischen Ideen.

Heliosphere 2265: Das dunkle Fragment (1)


Genre: Hörspiel, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Heliosphere 2265 – Das dunkle Fragment
Teil 2: Heliosphere 2265 – Zwischen den Welten
Teil 3: Heliosphere 2265 – Enthüllungen
Teil 4: Heliosphere 2265 – Das Gesicht des Verrats
Teil 5: Heliosphere 2265 – Im Zentrum der Gewalt
Teil 6: Heliosphere 2265 – Die Bürde des Captains

Klappentext:
Im November 2265 übernimmt Captain Jayden Cross das Kommando über den Interlink-Kreuzer HYPERION. Da es sich um das neueste – und damit schnellste und am besten bewaffnete – Schiff handelt, soll es an Brennpunkten der Solaren Union eingesetzt werden. Bereits der erste Auftrag führt Captain Cross und seine Crew in ein gefährliches Abenteuer. Eine Bergungsmission nahe des Raumsektors eines alten Freindes droht zur Katastrophe zu werden, als die HYPERION auf ein geheimnisvolles Artefakt stößt – mit unabsehbaren Folgen…

Meine Einschätzung:

Großartig! Kino für die Ohren! Perfekte Drehbücher mit ausgezeichneten Dialogen, tolle Geräuscheffekte, super Sprecher, die passende Musik, eine eingängige Titelmusik – genauso mag ich Hörspiele!
Und dann noch diese richtig schöne Sci-Fi-Story: ein neuartiges Raumschiff, eine zusammengewürfelte, clevere, smarte Crew und ein charismatischer Captain, eine fremdartige Spezies, die nicht gerade friedfertig daher kommt, politische Intrigen und eine geheimnisvolle Macht mit undurchsichtigen Plänen.
Die Interplanar-Produzenten Redeker und v. Weymarn verstehen ihren Job.
Ich will sofort mehr davon hören!!! SOFORT!!!

Mein Fazit:
Kino für die Ohren! Nehmt Euch Zeit dafür, es lohnt sich unbedingt!!!!

Brandis, Mark: Raumkadett – Tatort Astronautenschule (3)


Genre: Hörspiel, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie Mark Brandis – Raumkadett:
Teil 1: Aufbruch zu den Sternen
Teil 2: Verloren im All
Teil 3: Tatort Astronautenschule
Teil 4: Hinter den Linien
Teil 5: Der Aladin-Schachzug
Teil 6: Woran Du glaubst
Teil 7: Laurin
Teil 8: Mondschatten
Teil 9: Endstation Pallas

www.markbrandis.de

Klappentext:
Der Direktor der VEGA-Astronautenschule ist tot aufgefunden worden – und die Aufregung unter den Kadetten ist gorß. Während Ermittler nach dem Täter suchen und der geplante Besuch des Außenministers Samuel Hirschmann offiziell abgesagt wird, werden Mark, Alec, Annika und Rob Zeugen eines konspirativen Treffens: Sollte der Schuldirektor vor seinem Tod auf eine Verschwörung gestoßen sein?

Mein Einschätzung:
Die Abenteuer des jungen Mark Brandis, die er zusammen mit seinen Freunden in der Astronautenschule erlebt, sind spannend und unterhaltsam. Die jungen Leute sind mutig und einfallsreich und die Bösewichte sind gemein und skrupellos. Mir gefallen die Sci-Fi-Elemente der Geschichte besonders gut, aber im Grunde ist die Geschichte zeitlos gut und könnte in einem britischen Internat im 18. Jahrhundert oder an eine deutschen Privatschule der Gegenwart spielen.
Die Hörspielfassung ist detailreich und liebevoll ausgestattet und die Sprecher/innen geben jeder Figur eine einzigartige unverwechselbare Stimme.

Mein Fazit:
Wunderbare Hörspielunterhaltung für junge und „alte“ Sci-Fi- und Hörspielfans.

Brandis, Mark: Raumkadett – Hinter den Linien (4)


Genre: Hörspiel, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie Mark Brandis – Raumkadett:
Teil 1: Aufbruch zu den Sternen
Teil 2: Verloren im All
Teil 3: Tatort Astronautenschule
Teil 4: Hinter den Linien
Teil 5: Der Aladin-Schachzug
Teil 6: Woran Du glaubst
Teil 7: Laurin
Teil 8: Mondschatten
Teil 9: Endstation Pallas

www.markbrandis.de


Klappentext:

Zwischen der neugegründeten Union und den asiatischen Republiken herrscht Kalter Krieg. Der junge Mark Brandis bekommt die Gelegenheit, bei einem Grenzpatrouillenflug dabei zu sein. Alba Bravo, die Pilotin des Zweimannjägers, ist schnell und furchtlos. Als sie verfolgt werden, glaubt Mark noch, alles sei unter Kontrolle. Doch plötzlich versagen die Systeme, und die beiden müssen abspringen – 50 Kilometer hinter der Grenze …

Meine Einschätzung:
Auch diese Folge ist eine spannendes Abenteuer. Wann geht es nur weiter mit dem jungen Mark? 🙂

Mein Fazit:
Klassisches Sci-Fi-Abenteuer als Hörspiel umgesetzt! Macht süchtig ;-).

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Sterne so golden (3)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Wie Sterne so golden
Teil 4: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat?

Meine Einschätzung:
Cress, eine Art Rapunzel, die von der bösen Luna-Königin in einem Satelitten gefangen gehalten wird, entkommt mit Hilfe von Cinder und ihren Gefährten. Aber die Gefährten werden in klassischer Weise voneinander getrennt und müssen die unterschiedlichsten Abenteuer bestehen, bis sie wieder aufeinander treffen.
In meinen Ohren hatte die Geschichte dieses Mal zwar einige Längen, aber trotzdem bin ich begeistert von den Ideen der Autorin, dem Setting und den Charakteren.
Ich wünschte, die Übersetzung ließe nicht so lange auf sich warten :-).

Mein Fazit:
Mit dieser großartigen Mischung von klassischen Märchenelement und spannenden Charakteren in einer futuristischen Welt hat die Autorin genau meinen Lese/Hörgeschmack getroffen.

Brandis, Mark: Die Zeitspule 1 und 2

Genre: Sci-Fi, Hörspiel

Reihenfolge der Serie „Mark Brandis“:
Teil 28 + 29: Die Zeitspule 1 + 2
Teil 30: Planet-Aktion Z
Teil 31: Geheimsache Wetterhahn
Teil 32: Der Pandora-Zwischenfall (Abschluß der Serie)

Kurzbeschreibung:
Willkommen in der Welt von Morgen.
Die Zukunft – trotz aller Errungenschaften so ungewiss wie nie zuvor. Im 22. Jahrhundert hat die Menschheit Raumstationen in der Unendlichkeit errichtet und erforscht das Sonnensystem – bemüht, im Weltall das zerbrechliche Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, das auf der Erde zwischen den zwei Machtblöcken existiert: der „Union“ und den „Republiken“ …
FOLGE 28: Die Zeitspule (Teil 1 von 2)
2136: Die Hungersnot ist noch nicht gebannt. Mit strengen Rationierungen versucht Zentralregierung der Union, die Situation unter Kontrolle zu behalten. Die Raumnotretter sind mangels Ressourcen handlungsunfähig. Mark Brandis ist seinem ehemaligen Vorgesetzten John Harris auf die Venuskolonie gefolgt. Doch dann bringt ein skrupelloser Entführer Brandis in seine Gewalt und schickt ihn auf die Jagd nach einem Schatten aus der Vergangenheit …

Meine Einschätzung:
Oha! Mark Brandis-Hörspiele gehören zur Gattung „Epische Geschichten“ und mir schwant schon, dass ich das nicht bei diesen beiden Folgen lassen kann, zumal es jede Menge Anspielungen auf vergangene Ereignisse gibt.
So mag ich Hörspiele!!!!
(Ich muß hier doch noch eine Extra-Hörspiel-Seite einbauen. Das Thema hat Potential und macht mir Freude, wenn es auch ein etwas ungewöhnliches „Randthema“ zu sein scheint :-). Ich gehöre eben noch zur Kassetten-Generation …).
Es gibt eine Webseite zur Serie: hier und hier geht’s zu Folgenreich, die auch noch andere Hörspiel-Serien produzieren. Da werde ich mich wohl noch weiter umgucken :-).

Mein Fazit:
Sci-Fi-Hörspiel – perfekt inszeniert!

Brandis, Mark: Raumkadett – Verloren im All


Genre: Sci-Fi, Hörspiel

Reihenfolge der Serie Mark Brandis – Raumkadett:
Teil 1: Aufbruch zu den Sternen
Teil 2: Verloren im All
Teil 3: Tatort Astronautenschule
Teil 4: Hinter den Linien
Teil 5: Der Aladin-Schachzug
Teil 6: Woran Du glaubst
Teil 7: Laurin
Teil 8: Mondschatten
Teil 9: Endstation Pallas

www.markbrandis.de

Kurzbeschreibung:
Die mehrfach ausgezeichnete Serie Mark Brandis steuert 2015 auf ihren Höhepunkt und Abschluss zu. Die auf Romanvorlagen basierenden Abenteuer des Weltraumpartisanen werden dann erzählt sein. Zeit für neue Geschichten & eine neue Serie! Die Serie Jede Reise, über die es sich lohnt zu erzählen, beginnt mit dem ersten Schritt ins Unbekannte.Wir wissen nicht, was uns bevorsteht, alles ist neu, und jede Entscheidung führt zu einem neuen Abenteuer. Mein Name ist Mark Brandis. Zum ersten Mal erzähle ich von der Zeit, als ich noch nicht Commander eines Schiffes unter den Sternen war, sondern nur ein junger Mann voller Hoffnung, Neugier und Verzweiflung auf dem Weg zur Erfüllung seines größten Traums. Folge 02: Verloren im All Endlich ist es soweit: Der junge Mark Brandis ist in den ersten Jahrgang der neuen Astronautenschule aufgenommen worden! Er freut sich darauf, neue Freunde zu finden und Abenteuer zu erleben. Doch für die neuen Kadetten wird alles anders, als sie es sich vorgestellt hatten: statt erst einmal monatelang zu büffeln, sollen sie schon am ersten Tag in den Weltraum! Und das Abenteuer kommt schneller, als sie gedacht haben …

Meine Einschätzung:
Nachdem ich von „Enders Game“ in der Hörspielversion so begeistert war, wurde ich irgendwo auf die Mark-Brandis-Serie aufmerksam, die anscheinend schon Kult-Status erreicht hat?
Mir hat diese Folge jedenfalls außerordentlich gut gefallen. Die Geräuschkulisse, die Stimmen und die Musik passen wunderbar zur Geschichte, die mir auch richtig gut gefallen hat.
Dann werde ich wohl mal auf die Jagd nach den anderen Teilen gehen :-).

Mein Fazit:
Und wieder ein cooles Sci-Fi-Hörspiel, an dem sicher auch junge Hörer ihren Spaß hätten, wenn Hörspiele nicht so oldfashioned wären. Wieso eigentlich???

Robb, J.D.: Im Tod vereint


Genre: Sci-Fi, Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Der 18. Fall für Lieutenant Eve Dallas
Erst entdeckt Reva Ewing ein Foto, auf dem ihr Mann mit ihrer besten Freundin in inniger Umarmung zu sehen ist. Dann findet sie das Liebespaar ermordet im Bett. Verzweifelt wendet Reva sich an ihre Mutter, eine Mitarbeiterin von Roarke. Auf seine Bitte hin übernimmt Eve Dallas den undurchsichtigen Fall. Alles spricht für ein simples Eifersuchtsdrama, und Reva wird festgenommen. Eve jedoch ermittelt weiter und sticht in ein giftiges Wespennest aus Verrat, Intrigen und tödlichen Geheimnissen …

Meine Einschätzung:
*kopfschüttel* Die Klappentexte sind ja wirklich furchtbar nichtssagend, oder?
Nun habe ich tatsächlich schon den 18. Band dieser Serie gelesen und dieses Mal war der Kriminalfall wieder spannend und gut konstruiert, wohingegen die Probleme des Ehepaars Roarke/Eve für mich dieses Mal nicht ganz nachvollziehbar waren.
Auch wenn dieser Band kein absolutes Highlight der Serie ist, so lese ich trotzdem immer noch sehr gerne und entspannt weiter mit.

Mein Fazit (geklaut von mir selbst ;-):

Die Bücher aus der Eve-Dallas-Reihe sind für mich eine regelrechte Institution bei meiner Leserei geworden. Wenn ich nicht so genau weiß, nach was mir der Sinn steht, dann ist ein Eve-Dallas-Krimi immer eine gute Wahl!

Haig, Matt: Ich und die Menschen

Genre: Roman, Sci-Fi

Kurzbeschreibung:
In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?

Meine Einschätzung:
Wenn mich mein Göga (Göttergatte) mit Taten oder Worten überrascht (und das ist nach 25 Jahren nicht so einfach), frage ich ihn schon mal: „Wer bist Du? Und was hast Du mit meinem Mann gemacht?“
Nach der Lektüre dieser Geschichte, werde ich in solchen Fällen genauer hingucken und vor allem die Reaktionen unserer Katze beobachten :-).
Ihr merkt schon, ich habe beschlossen, dieses Buch mit einem Augenblinzeln zu lesen und zu bewerten.
Die Idee, einen Menschen durch eine außerirdische Lebensform zu ersetzen, ist für uns Sci-Fi-Leser ja nichts Neues, denn es finden sich in der entsprechenden Literatur zahlreiche Vorbilder.
Der Autor hat mit diesem Motiv gespielt und erzählt die berührende, schräge, witzige und auch traurige Geschichte einer Familie, die kurz davor steht, sich aufzulösen.
Die Sichtweise des Vonnadorianers auf unser Leben, unsere Welt und unsere Eigenarten sind wunderbar unterhaltsam und ein klein wenig philosophisch und ganz großartig finde ich die 97 Ratschläge für einen Menschen! Die sollte der Verlag als Poster veröffentlichen ;-).
Auch das Cover finde ich übrigens richtig schön.

Mein Fazit:
Eine überraschende, witzige, schräge, tragische, berührende und hoffnungsvolle Geschichte, die bestimmt noch viele Fans finden wird.

Card, Orson Scott: Ender’s Game – Das große Spiel

Genre: Sci-Fi, Jugendbuch, Hörspiel

Kurzbeschreibung:
Der Science-Fiction-Klassiker als ungekürztes Hörspiel. Von Orson Scott Card selbst bearbeitet und von Oliver Rohrbecks Lauscherlounge-Team im Hörspielstudio Xberg mit einem fast 100köpfigen Figurenensemble produziert. Das Hörspiel besticht durch außergewöhnliche Charaktere, aufwendige Geräuschkulissen und eine beeindruckende Geschichte.
In der nahen Zukunft wird die Erde von einer feindlichen Alien-Rasse attackiert. In Vorbereitung auf den nächsten Angriff trainieren der hochangesehene Colonel Graff (Udo Schenk) und das Militär die besten Kinder, um den zukünftigen Flotten-Kommandanten unter ihnen zu finden. Ein schüchterner, aber strategisch brillanter Junge namens Ender Wiggin (Arne Kapfer) wird aus der Schule genommen, um der Elite beizutreten. Auf der Kampfschule meistert er unglaublich schwierige Kriegsspiele und gewinnt so den Respekt seiner Mitstreiter. Ender wird von Graff als die neue große Hoffnung des Militärs erkoren. Auf der Kommandanten-Schule wird er ausgebildet, um seine Soldaten in eine epische Schlacht zu führen, die das Schicksal der Erde und der menschlichen Rasse bestimmen wird.
Regie: Balthasar von Weymarn
In weiteren Rollen: Vera Teltz, Erich Räuker, Wanja Gerick, Uve Teschner, Tanja Fornaro, Friedel Morgenstern, Timmo Niesner, Michael Baral, Nana Spier, Helmut Krauss, Reinhard Scheunemann, Michael Hansonis und viele andere…

Meine Einschätzung:

Ich werde meine „Einschätzung“ dieses Mal in zwei Teile aufsplitten.
Der Sci-Fi-Roman von Mr. Card wurde bereits 1985 veröffentlicht und ist wieder ein Beweis, wie zeitlos dieses Genre ist, oder?
Die überbevölkerte Erde ist in kriegerische Konflikte verwickelt, aber nach zwei, fast vernichtenden Angriffen durch eine außerirdische Rasse auf die Erde, wird zwischen den Völkern eine gemeinsame, militärische Allianz gebildet. Aus allen Völkern der Erde werden die brilliantesten Kinder ausgewählt, um an einer militärischen Ausbildung teilzunehmen, um als Erwachsene den Kampf mit den Aliens aufzunehmen.
Zu Beginn jedes Kapitels erfährt der Leser/Hörer durch den Dialog zwischen den Ausbildern, in welcher Art und Weise die Kinder kontrolliert und manipuliert werden. Den Rest des Kapitels begleitet man Ender Wiggin, einen klugen, liebenswürdigen Jungen, der aus seiner Familie gerissen wird und in der isolierten, künstlichen Umgebung der „Kampfschule“ zum Offizier ausgebildet werden soll. Die Jungs und Mädchen der Schule werden in Kampfgruppen eingeteilt, bekommen verschiedene, zum Teil unlösbare Aufgaben gestellt, immer mit dem Ziel den Kampf gegen die gegnerische Mannschaft zu gewinnen. Ein erbarmungsloser Wettkampf.
Ich fand das hochinteressant, wie der Autor die Gruppendynamik in der Kampfschule schildert. Es bilden sich immer Gruppen von Gleichgesinnten, Feindschaften und Allianzen, es gibt Einzelgänger und Mitläufer. Vollkommen realistisch und auf jede Gruppe von Menschen auch heute anwendbar.
Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen und ich bin mir sicher, dass sie trotz ihres Alters kein bisschen an Aktualität eigebüßt hat. Ich denke da auch an die beiden Geschwister von Ender, die mittels eines politischen Blogs die Meinungsbildung in der Bevölkerung manipulieren. Noch aktueller geht es wohl kaum, oder?

Das Hörspiel ist bisher leider nur bei audible als download erschienen und deshalb kann ich es hier nicht gescheit verlinken. Obwohl ich natürlich die günstigen download-Bedingungen zu schätzen weiß, gehört „Ender’s game“ zu den Hörspielen, die ich am liebsten als „Hardcover“ besitzen würde, mit CDs, einer ordentlichen Hülle, einem Cover, einer Beschreibung, etc.. Der virtuelle Besitz allein macht mich einfach nicht glücklich, deshalb bin ich wohl auch keine ebook-Besitzerin.
Die vielen, vielen Sprecher sind richtig klasse und die Rollen ausgezeichnet besetzt. Es gibt bei diesem Hörspiel keinen Erzähler, sondern alles wird in Dialogen erzählt. Cool. Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie aufwendig die Regie gewesen sein muß.
Ein wenig enttäuscht war ich von der Begleitmusik und der Geräuschkulisse. Musik kann in einem Hörspiel eine herausragende Rolle haben und maßgeblich dazu beitragen, Stimmungen zu erzeugen. In diesem Fall wird sie nur sehr spärlich eingesetzt, obendrein hat sie mir überhaupt nicht gefallen und sie war auch nicht eingängig genug. Auch die Begleitgeräusche konnten mich nicht ganz überzeugen. Manchmal, besonders wenn ich mit Kopfhörern gehört habe, habe ich mich irritiert umgeguckt, weil ich nach einem merkwürdigen Summton gesucht habe, der im Hintergrund lief, aber nix mit der Geschichte zu tun hatte und mich gestört hat. Dafür habe ich andere Geräuscheffekte vermißt, die ebenfalls zur Vermittlung der Grundstimmung in einer Raumstation hätten beitragen können.

Alles in allem ist es aber ein Hörerlebnis der besonderen Art und ich hoffe, dass ich noch weitere Hörschätze entdecken werde.

Mein Fazit:
„Ender’s Game“ ist ein faszinierender Sci-Fi-Jugendroman und als Hörspiel grandios umgesetzt.

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Blut so rot (2)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Luna-Chroniken:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Chess (noch nicht übersetzt)
Teil 4: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

Meine Einschätzung:
Die große Frage: Kann Teil 2 halten, was Teil 1 versprochen hat? kann ich mit einem eindeutigen: JA!!!! beantworten.
Scarlet ist ein großartiges, mutiges „Rotkäppchen“, das sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Großmutter macht. Dem Mann, der ihr dabei helfen will und der nicht nur den Namen Wolf trägt …, traut sie anfangs nicht über den Weg. Wie berechtigt ihre Skepsis gewesen ist, muß sie leider nur zu bald erfahren. Hach, ich darf hier gar keinen Fall zu viel verraten…
Und es gibt auch ein Wiedersehen mit Cinder, deren Flucht und ihre Suche nach Antworten den zweiten Strang der Geschichte bilden.
Mir hat richtig gut gefallen, wie die Autorin die beiden Erzählstränge zusammenführt und die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, läßt mich hibbelig auf den nächsten Teil warten. (Das kommt davon, wenn man die eigene Devise: Kaufe Serien erst, wenn sie komplett erschienen sind! ignoriert. Grmpf!)
Es kommen ein paar coole, neue Charaktere hinzu und mein absoluter Liebling ist und bleibt die niedliche Droidin Iko, deren Persönlichkeit nun in einem Raumschiff Platz findet, da Cinders Stiefmutter ihren Droidenkörper verschrottete. Großartig!!!
Vanida Karun, die ich bisher noch nie in einem Hörbuch gehört habe, liest engagiert, absolut passend und angenehm.

Mein Fazit:
Mit dieser großartigen Mischung von klassischen Märchenelement und spannenden Charakteren in einer futuristischen Welt hat die Autorin genau meinen Lesegeschmack getroffen.

PS: Ich verlinke hier mal die Webseite der Autorin. Dort könnt Ihr die Cover der Originalausgaben bewundern, die ich sehr hübsch finde.
www.marissameyer.com