Pearson, Mary E.: Der Kuss der Lüge – Chroniken der Verbliebenen (2)


Genre: Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Herz des Verräters
Teil 2: Der Kuss der Lüge
Teil 3: Die Gabe der Auserwählten (noch nicht erschienen)

Kurzbeschreibung:
Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod – und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit – doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen …


Mein Fazit:

Trotz einiger Längen habe ich gerne mit Rafe und Lia gelitten :-).

Pearson, Mary E.: Das Herz des Verräters – Chroniken der Verbliebenen (1)


Genre: Fantasy, Jugendbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Herz des Verräters
Teil 2: Der Kuss der Lüge
Teil 3: Die Gabe der Auserwählten (noch nicht erschienen)

Kurzbeschreibung:
Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen …

Mein Fazit:
Obwohl in vieler Hinsicht ein harmloser Mainstream-Jugend-Fantasy-Schinken, konnte mich die Geschichte, die Protagonisten, der Weltenaufbau und der Stil der Autorin voll und ganz überzeugen. Spannend, tiefgründig, tragisch, interessant

Pala, Ivo: H2O – Das Sterben beginnt


Genre: Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: H2O – Das Sterben beginnt
Teil 2: Gift – Der Tod kommt lautlos

Kurzbeschreibung:

Eine bislang unbekannte Terrorgruppe verseucht ein Trinkwasserreservoir im Bayerischen Wald mit hoch radioaktivem Atommüll. Erste Opfer sterben an den Vergiftungen und die Bevölkerung gerät in Panik, denn weitere Anschläge sind bereits angekündigt, und niemand ist in der Lage, sämtliche Wasservorräte der Republik zu bewachen. Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz versuchen, den Ursprung des Giftmülls zu finden und so die Terroristen aufzuspüren. Da stellen diese eine aberwitzige Forderung.

Meine Einschätzung:

Amerikanische/britische Thriller dieser Richtung gibt es ja nun wirklich genug, aber auch Deutschland hat einen Geheimdienst und Agenten, eine Abteilung für die Abwehr terroristischer Angrifft, etc., wenn man dem Autor glauben möchte. 🙂
Apropos Autor, Ivo Pala schreibt auch Drehbücher und das merkt man diesem Thriller auch an, der in meinem Kopf wie ein (brutaler) Film abgelaufen ist. Puuuuhhh, da ist keine ruhige Minute eingeplant und da wird auch nicht mit Waffen und anderem Kampfzubehör, Toten, Blut und Grausamkeiten gespart. Die Handlung ist extrem spannend und jagte mir permanent Schauder des Entsetzens über den Rücken, weil das Szenario so denkbar nahe ist. *schüttel*
Ein Problem hatte ich leider mit den Hauptfiguren, die mich nicht so recht überzeugen konnten. Mir waren sie ein wenig zu zweidimensional und besonders die beteiligten Politiker versammelten so viele Klischees in ihren Charakteren, dass ich die Stirn runzeln mußte.
Trotzdem liest sich das Ganze richtig gut, macht Spaß (wenn man Freude an der Zerstörung ganzer Landstriche findet ;-)) und unterstützt leider meinen Hang dazu, Weltuntergangsszenarien in die nahe Zukunft zu malen und damit Familie und Freunde zu nerven.

Mein Fazit:

Ich weiß gar nicht, was James Bond da gerade so treibt, aber die wahre Bedrohung geht nicht von irgendwelche Gentleman-Bösewichten aus, sondern von Terroristen, die vor nicht zurückschrecken und Ivo Pala hat da seine ganz eigenen Ideen ;-). Nur lesen, wer ohnehin gut schläft.

Greiff, E.L.: Zwölf Wasser – Zu den Anfängen (1)


Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Zwölf Wasser – Zu den Anfängen
Teil 2: Zwölf Wasser – In die Abgründe
Teil 3: Zwölf Wasser – Nach den Fluten

Kurzbeschreibung:
Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur Wasser …Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?

Meine Einschätzung:
Aufmerksam auf diese Fantasy-Serie bin ich durch die Ankündigung einer Blogtour geworden. Obwohl ich die Tour letztendlich nicht verfolgt habe, war meine Interesse an der Serie geweckt, was beweißt, welch interessantes Marketing-Instrument so eine Blogtour doch sein kann, oder?

Das nächste, was mir bei dieser Serie sofort aufgefallen ist: wer ist denn eigentlich der Autor???? Die Initialen verraten nicht mal, welches Geschlecht der Autor/die Autorin hat und auch im Klappentext und auf der Verlagsseite ist dazu nix zu finden. Ich wäre nicht die leseratteffm, wenn ich dieser Frage nicht auf den Grund gehen würde und meine Recherche hat ergeben, dass es sich um eine Autorin handelt. Hm, wer glaubt denn eigentlich heute noch, dass Frauen keine gute Fantasy schreiben können oder was könnte sonst der Grund sein, diese Tatsache zu verstecken????

Aber nun zur Geschichte:
Der Weltenaufbau ist ganz klassisch und komlex. In einer mittelalterlichen Welt existieren verschiedene menschliche Völker, die sich in Händler, Hirten und Magier teilen. Elfen, Zwerge, etc. sucht man übrigens vergeblich ;-).
Sehr hilfreich, um sich in dieser Welt zurecht zu finden, ist das Glossar und die Karte am Ende des Buches.
Auch das Motiv der Geschichte ist in meinen Augen ein ganz klassischen Fantasy-Motiv: Eine Welt befindet sich im Wandel, ein nahezu untergangenes Volk gewinnt an Stärke. Weise Frauen und/oder Priesterinnen bemerken Veränderungen im Weltengefüge und suchen sich Gefährten für eine lange, gefahrvolle Reise, …
Hat mir die Geschichte nun gefallen??? Hm, ich bin sehr angetan von dieser Welt, die detailreich und interessant geschildert wird. Allerdings ist es schon recht anstrengend bei dieser Vielzahl von Völkern und deren Geschichte, den Überblick zu behalten.
Anstrengend will ich jetzt auch mal die Hauptfiguren nennen.
Die geheimnisvollen Undae sind wirklich interessante Charaktere, aber ihre wenigen Aussagen sind kryptisch, sie verfallen ganz gerne unvermittelt in tatenlose Starre und das fand ich mühsam.
Auch die männlichen Hauptfiguren sind interessante, aber auch sperrige Charaktere, die es mir schwer gemacht haben, sie zu mögen und das ist letztlich auch der Grund, warum ich nicht restlos begeistert von diesem Buch bin.
Mir fehlt eine Lieblingsfigur.
In dieser Geschichte wird auch sehr viel gelitten, an Hunger, an Verzweiflung, an Schmerz, zahlreiche Haupt- und Nebenfiguren sterben und alle Zeichen stehen auf „diese Welt wird untergehen und jede Hilfe kommt zu spät“. Darauf muß man sich einlassen können.
Andererseits ist die Geschichte gut geschrieben, mir gefällt die Idee von Quellhütern und der Bedeutung von Gewässern und nach einer kleinen Pause werde ich sicher wissen wollen, wie es weiter geht.

Mein Fazit:
„Zwölf Wasser – Zu den Anfängen“ ist der Start einer anspruchsvollen, düsteren Fantasy-Serie, die mich zwar etwas angestrengt, aber auch fasziniert hat.

Gracie, Anne: Herz im Sturm

Genre: Liro

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Herz im Sturm
Teil 2: die weiteren Teile sind bisher noch nicht übersetzt/erschienen
Teil 3:
Teil 4:
Teil 5:

Klappentext:
Eine dunkle, stürmische Nacht auf den Klippen Englands: Prinzessin Caroline von Zindaria ist nach einem Anschlag auf ihr Leben auf der Flucht, als ein wilder Reiter direkt auf sie zu galoppiert. Im letzten Moment zügelt der verwegene Fremde sein Pferd – und bietet galant seine Hilfe an. Aber kann Caroline dem gut aussehenden Ex-Offizier Gabriel Renfrew vertrauen? In ihrer Not hat sie keine Wahl: Sie muss sich in seinem Haus vor ihren Verfolgern verstecken, auch wenn ihr Herz dadurch in ungeahnte Gefahr gerät. Denn Gabriels unwiderstehliche Küsse wecken bald nie gekannte Gefühle der Leidenschaft in ihr …

Meine Einschätzung:
Wenn ich mir einen Historical vom Cora-Verlag gönne, dann weiß ich meistens, worauf ich mich freuen kann: auf eine hinreißende Liebesgeschichte, ein Märchen für mein romantisches Leseherzchen mit garantiertem Happy-End. Und genau das ist „Herz im Sturm“. Eine Prinzessin aus einem fiktiven, europäischen Minikönigreich flieht mit ihrem Sohn, dem Thronfolger in ihre Heimat England vor dem bösen, machtgierigen Onkel, der selbst nach der Krone trachtet. Gerettet wird sie von einem englische Lord, einem Soldaten, der nach Ende des Krieges gegen Napoleon nicht so recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Da kommt ihm eine Prinzessin gerade recht. Unterstützt wird er durch eine Truppe verwegener Haudegen/Kriegsgefährten, die in den folgenden Bänden ihre Hauptrollen bekommen.
Man könnte sicher das ein oder andere an diesem Liro kritisieren, aber ich fand ihn einfach niedlich und freue mich schon auf die Fortsetzungen.

Mein Fazit:
Ein märchenhafter Liro, der auf weitere, noch bessere Folgen hoffen läßt.