Musso, Guillaume: Das Mädchen aus Blooklyn


Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:
Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.

Mein Einschätzung:
Natürlich kann ich an dieser Stelle überhaupt nichts zum Inhalt sagen, denn Musso-typisch nimmt die Geschichte ein paar wichtige Wendungen …
Die letzten Male bin ich ja recht kritisch mit Musso umgesprungen und auch bei diesem Thriller habe ich manchmal gedacht: „Junger Mann, hau doch nicht so auf die Kacke!“ ;-), aber die Geschichte ist schon ganz schön spannend mit mitreißend. Überhaupt nicht überzeugt hat mich die Hauptfigur als allein-erziehender Vater. Einen zweijährigen in New-York einer wildfremden Babysitterin zu überlassen??? Wirklich? Und das tagelang. Na gut, sei es drum, spannend ist die Geschichte allemal und Musso-Fans werden begeistert sein.

Mein Fazit:
Ein spannender, wendungsreicher Thriller, typisch Musso eben, mit kleinen Schwächen.

Hinweis: An meinen Suchanfragen sehe ich, dass viele Leser „Reihenfolge Musso“ googlen. Die Romane hängen in keinster Weise zusammen. Man kann sie wild durcheinander lesen.

Romane von Guillaume Musso:
Ein Engel im Winter (2005)
Ein himmlische Begegnung (2007)
Weil ich Dich liebe (2009)
Wirst Du da sein (2009)
Lass mich niemals gehen (2010)
Nachricht von Dir (2012)
Sieben Jahre später (2013)
Vielleicht morgen (2014)
Nacht im Central Park (2015)
Vierundzwanzig Stunden

Robb, J.D.: In den Armen der Nacht (20)


Gerne: Krimi, Thriller, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Mitten in der Nacht trifft bei der New Yorker Polizei der ängstliche Notruf eines kleinen Mädchens ein. Eve Dallas macht sich sofort auf den Weg, doch sie kommt zu spät: Die ganze Familie Swisher ist tot, und anscheinend waren hochprofessionelle Killer am Werk, die keine Spuren hinterlassen haben. Nur ein Familienmitglied – die neunjährige Nixie – entging dem Blutbad. Als Eve das zitternde Mädchen erblickt, ist es um sie geschehen. Um jeden Preis will sie das Kind schützen, denn Nixie schwebt als einzige Augenzeugin in höchster Gefahr …

Meine Einschätzung:
Weil ich gerade so schön in Schwung bin, habe ich mir gleich noch Band 20 dieser Serie geschnappt, die hier für eventuelle Leseflauten immer in mehreren Exemplaren herumliegen ;-).
Dieser Fall, nämlich der brutale Mord an einer ganzen Familie, hat mich und Dallas ganz schön mitgenommen. Die Brutalität der Mörder und das Leid des kleinen Mädchens mußte ich wirklich auf Abstand halten und das geht in diesem Sci-Fi-Setting ganz gut. Eve und ihr Team ermitteln gewohnt effizient und clever, Eve schrottet fast ihren nagelneuen Dienstwagen und die Täter sind nahezu unsichtbar. Sehr spannend!
Nachdem ich jetzt auch alle 20 Rezi neu verlinkt habe, ist mir aufgefallen, dass Blanvalet es tatsächlich geschafft hat, über 16 Jahre lang das Design der Cover für diese Serie beizubehalten. Das finde ich richtig gut und ich frage mich, warum das bei anderen Serie nicht so durchgezogen werden kann.

Mein Fazit:
Theoretisch kann man die Krimis auch einzeln lesen, aber es bereitet mehr Vergnügen, wenn man die Entwicklungen der einzelnen Figuren mitverfolgen kann.

Robb, J.D.: Tanz mit dem Tod (19)


Genre: Thriller, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Eine junge Frau wird im Central Park ermordet. Ein schockierender Anblick – auch für die erfahrene Polizistin Eve Dallas. Denn der Mörder hat seinem Opfer die Augen entfernt. Und es werden noch mehr Leichen mit diesem makabren Zeichen entdeckt. Eve Dallas steht vor einem Rätsel, bis ausgerechnet eine Hellseherin Hinweise liefert. Mithilfe ihres Ehemanns Roarke kommt Eve dem Psychopathen auf die Spur und entdeckt dabei ein schreckliches Geheimnis aus ihrer Vergangenheit …

Meine Einschätzung:
Es gibt Zeiten in meinem Leseleben, da habe ich auf kein Buch so richtig Lust. Manche schiebe ich vor mir her, andere mag ich gerade nicht lesen und dann hat wieder mal Lieutenant Dallas ihren ruppigen Auftritt :-).
Ich mag sämtliche Hauptfiguren der Serie richtig gerne, Rourke macht Jamie Konkurrenz und hat eindeutig das Potential zum perfekten Helden, Peabody und Nash sind supersüß und Summersets Zusammenstöße mit Eve Dallas sind kultig.
Der Einstieg in die Serie fällt mir auch jedes Mal leicht, denn die Kriminalfälle sind in der Regel abgeschlossen und nach 18 Bänden kenne ich mich in Robbs zukünftigem New York auch hinreichend gut aus.
In dieser Folge jagt Dallas einen Frauen-Serien-Psycho-Killer, aber die Autorin macht das wie immer spannend, routiniert, mit kleinen Überraschungen und hält mich damit bei Leselaune.

Mein Fazit:
Obwohl Psycho-Serien-Killer-Krimis nicht gerade meine Lieblingslesekost darstellen, hat mich dieser Eve Dallas Krimi gut unterhalten.

Pflüger, Andreas: Endgültig


Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:
In ihrem ersten Leben war Jenny Aaron Mitglied einer international operierenden Elitetruppe der Polizei – hochintelligent, kampferprobt, effektiv. In ihrem zweiten ist sie Verhörspezialistin und Fallanalytikerin beim BKA. Sie spürt das Verborgene und versteht es, zwischen den Worten zu tasten – denn seit einem misslungenen Einsatz in Barcelona ist Aaron blind. Die damaligen Ereignisse haben sie traumatisiert. Doch es war nicht der schlimmste Tag ihres Lebens. Der schlimmste Tag ihres Lebens ist heute.
Fünf Jahre nach Barcelona erhält Aaron einen Anruf: Die früheren Berliner Kollegen bitten sie um ihre Mithilfe. Reinhold Boenisch, ein zu lebenslänglich verurteilter Frauenmörder, gegen den Aaron als junge Polizistin ermittelte, hat im Gefängnis eine Psychologin getötet. Sie entschließt sich, den Fall anzunehmen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch Boenisch ist nur der Anfang, eine Schachfigur in einem Komplott. Aaron wird erkennen, dass ihr bisheriges Leben eine einzige Vorbereitung auf die folgenden sechsunddreißig Stunden war. Um dieses Leben wird sie kämpfen müssen wie nie zuvor.
Andreas Pflüger stellt nicht nur die Wahrnehmung auf den Kopf, indem er die Welt konsequent und mit großer atmosphärischer Dichte aus der Perspektive einer Blinden beschreibt. Er dreht auch virtuos an der Spannungsschraube, spielt mit den Erwartungen des Lesers, zieht ihn in einen Sog. Unentrinnbar, sprachmächtig, adrenalingeladen.

Meine Einschätzung:
Oh ja! Autoren, die gleichzeitig auch als Drehbuchautoren für Film und Fernsehen tätig sind, schreiben irgendwie rasanter. Auch diese Geschichte ist filmreif vor meinem inneren Auge vorbeigerast. Actionreich, brutal, rasant, waffenstarrend – kinoreif.
Allerdings ist die ganze Geschichte für meinen Geschmack ein klein wenig zu „heroisch“. Dieses ganze „Wir lassen nie einen Kameraden zurück“ oder dass Feigheit ein schrecklicher Makel ist, puuuuhhhhh, na gut, lass ich in diesem Rahmen gelten, aber ich kann nur für alle jungen Polizistinnen und Polizisten da draußen hoffen, dass das nicht der Wirklichkeit entspricht????
Es gibt noch ein paar andere kritische Fragen, die mich während und nach dem Lesen beschäftigten, aber ich wurde auch bestens unterhalten.
Sprachlich ist dieses Buch durchaus eine Herausforderung. So mancher Leser mag sich an dem knappen, telegrammartigen Stil stören, aber andererseits sind die Vergleiche des Autoren manchmal so treffend und ungewöhnlich, dass ich wirklich begeistert war.

Mein Fazit:
„Endgültig“ ist kein 0-8-15 Thriller, sondern ein äußerst spannender Thriller mit interessanten Protagonisten und modern geschrieben. Lesen!

Pala, Ivo: Gift – Der Tod kommt lautlos


Genre: Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: H2O – Das Sterben beginnt
Teil 2: Gift – Der Tod kommt lautlos

Kurzbeschreibung:
Ein NATO-Stützpunkt an der deutschpolnischen Grenze wird Ziel eines Giftanschlags. Patrizia Hardt und Gernot Löw von der nationalen Terrorabwehr machen Jagd auf die Terroristen und stoßen auf einen furchtbaren Skandal: Aus der Zeit des kalten Krieges schlummern auf ostdeutschem Boden versteckte Depots mit Kampfgiften und biologischen Waffen – darunter eine tödliche Seuche. Hardt und Löw folgen der Spur der Terroristen bis nach Leipzig. Da wird der erste Todesfall bekannt. Diagnose: PEST!

Meine Einschätzung:
Oha! Was das Thema Grausamkeit angeht, hat der Autor noch eins drauf gesetzt zum Vorgängerband. Ich gestehe, über diese Szenen habe ich schnell hinweggelesen. Das Szenario ist ein anderes, aber denkbar und wieder rast der Autor mit uns in einem atemberaubenden Tempo durch die Geschichte, kinoreif. In diesem Band haben mir die Figuren einen Ticken besser gefallen, aber ich kann nicht sagen, woran ich das im Detail festmache. Der Autor bedient sich auch dieses Mal gängiger Klischees und haut ordentlich auf den Putz. Russische Oligarchen, der russische Geheimdienst, der mörderische Bukarester Untergrund, gesichtslose Söldnertruppen und ein allwissender CIA, …

Mein Fazit:
Deutsche Thriller dieser Klasse gibt es meiner Meinung nach nicht genug, deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung für Fans des Genres, die genug von den US-Importen haben ;-). Ängstliche Naturen seien allerdings gewarnt. Das Szenario könnte einem dem Schlaf rauben …

Keller, Ivonne: Lügentanz


Genre: Psychothriller

Kurzbeschreibung:
„Liebst du mich noch?“ Als Michaela Michalsen ihrem Mann David diese Frage stellt, rechnet sie nicht mit einem „Nein“. Oder gar damit, dass er sich von ihr trennen will. Liegt es am Schock über seine Antwort, dass ihr die Erinnerung an ein wichtiges Telefonat fehlt, bei dem es um ihre eigene Tochter ging? Oder kehren die Aussetzer zurück, die sie schon vor zwölf Jahren im Griff hatten? Spielt ihr Mann ein falsches Spiel? Will er sie loswerden? In den Wahnsinn treiben?

Meine Einschätzung:
Puuuuhhhh. Psychothriller sind nicht mein bevorzugtes Lesefutter, aber das Buch der hessischen Autorin gehört zur Lesekreisauswahl.
Die Geschichte ist auch ganz spannend und gut geschrieben, die psychologischen Traumata sind wahrscheinlich gut recherchiert, die Hauptfiguren sind gut charakterisiert, aber in Summe trifft das Buch einfach nicht meinen derzeitigen Lesegeschmack.

Mein Fazit:
Ein hessischer Psychothriller, den Genrefreunde sicher spannend finden werden.

Rickman, Phil: Der Turm der Seelen

Genre: Thriller, Mystery-Thriller

Reihenfolge der Serie „Merrily-Watkins“:
Teil 1: Frucht der Sünde
Teil 2: Mittwinternacht
Teil 3: Die fünfte Kirche
Teil 4: Der Turm der Seelen
Teil 5: Der Himmel über dem Bösen
Teil 6: Die Nacht der Jägerin
Teil 7: Das Lächeln der Toten
Teil 8: Dunkler Gesang
Teil 9: Das Gespinst des Bösen
Teil 10: Sündenflut
Teil 11: Das Geheimnis des Schmerzes

Kurzbeschreibung:
Wenn die Toten nicht ruhen wollen… Ein einsames Gehöft, dessen letzter Besitzer ermordet wurde. Im Hopfenturm soll es spuken – ein Fall für Merrily Watkins. Zugleich ist die «Beraterin in spirituellen Grenzfragen» des Bistums Herefordshire mit einem angeblich besessenen Mädchen befasst. Beiden Fällen steht Merrily eher skeptisch gegenüber. Doch nach und nach verstrickt sie sich immer tiefer in einem Netz von Betrug, Korruption und sexueller Gewalt. Nachdem ein exorzistisches Ritual fürchterlich misslingt, sieht es aus, als wäre Merrilys Karriere am Ende. Doch dann findet sich eine Spur zu dem Mord. Sie führt zurück in die Zeit, in der noch abergläubische Roma-Sippen zur Hopfenernte kamen…

Meine Einschätzung:
Ich habe mir diesen Mysterie-Thriller im Rahmen meines SuB-Abbau-Vorhabens geschnappt, aber leider habe ich mich furchtbar gelangweilt.
Wahrscheinlich bin ich einfach nicht in Stimmung für eine Pfarrerin, die sich mit seltsamen Phänomenen beschäftigen soll und dabei wahlweise belächelt oder angefeindet wird.

Mein Fazit:
Diesen Band fand ich langweilig und langatmig. Mal gucken, ob ich der Reihe noch eine Chance gebe, irgendwann …

Fitzek, Sebastian: Passagier 23

Gerne: Thriller, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Jedes Jahr verschwinden durchschnittlich 23 Passagiere spurlos auf Kreuzfahrtschiffen. Noch nie ist jemand zurückgekommen… bis jetzt!
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es passierte während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff Sultan of the Seas – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der Sultan kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der Sultan verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm…

Meine Einschätzung:
Der Kurzbeschreibung will ich nix hinzufügen, dann verrate ich auch nix ;-).
Nach der ersten gehörten Stunde habe ich ernsthaft erwogen, das Hörbuch abzubrechen. Überraschend ist das nicht, denn ich würde mich auch nicht als Fitzek-Fan bezeichnen und ich weiß, dass seine Geschichten grausam und brutal sind.
Wahrscheinlich trifft mich eine Geschichte auch intensiver, wenn ich sie höre und Simon Jäger liest auch dieses Mal wieder mal fabelhaft.
Letztendlich habe ich „Passagier 23“ fertig gehört, aber nicht besonders gerne, auch wenn ich zugeben muß, dass es spannende Momente gibt.
Es wird aber trotzdem mein letzter Fitzek für die nächsten beiden Jahre sein (wer weiß, vielleicht entwickelt sich mein Lesegeschmack mit zunehmendem Alter in andere Richtungen – blutrünstiger????), denn ich will einfach nicht wissen, welche Grausamkeiten sich Menschen einfallen lassen, ich will nicht von gequälten Kinderseelen lesen oder vergewaltigten Frauen verpackt in einen Thriller. Punkt!

Mein Fazit:
Mir sind Fitzeks Thriller zu brutal, grausam und realitätsnah und detailliert.

Herrmann, Elisabeth: Seefeuer

Genre: Jugendbuch, Thriller

Kurzbeschreibung:

Marie Vosskamp kann nicht fassen, welchen Freund sich ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters zugelegt hat! Kein Stück traut sie Magnus, der in Windeseile das Kommando über das Vosskamp´sche Familienunternehmen übernimmt – und ihre Mutter auch noch heiraten will! Marie haut ab, um endlich ihre Träume zu verwirklichen, nach Friedrichskoog an die Nordsee, wo sie mit einem begehrten Praktikum ihrem Wunsch, Meeresbiologin zu werden, ein bisschen näher kommt. Dort lernt sie auch den attraktiven Vince kennen, der sich als Schatzsucher für das alte Schiffswrack der Trinity interessiert, das vor der Küste aufgetaucht ist. Mit der Trinity, die in den 50er Jahren in einem schrecklichen Unglück gesunken ist, heben sich dunkle Geheimnisse, die viel mehr mit Marie zu tun haben, als sie sich je hätte vorstellen können. Geheimnisse, die manche lüften und andere um jeden Preis verbergen wollen …

Meine Einschätzung:
Ist eigentlich schon irgendjemandem außer mir aufgefallen, dass Jugendbücher über eine angenehme Schriftgröße mit einem sehr übersichtlichen Zeilenabstand verfügen? Ich bin ja nun langsam in dem Alter, wo das Thema Lesebrille durchaus Bedeutung erlangt (ich brauche noch keine laut meines Augenarztes) und da fällt mir das natürlich sofort auf. 😉 Warum (Klufti würde sagen: Priml nochamal) nutzen das Verlage nicht für Bücher, die meine Altersklasse bwz. Lesebrillenträger als Zielgruppe haben???
Ich habe diesen Thriller bestellt, ohne zu wissen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Elisabeth Herrmann ist mir wohlbekannt (guckst du hier) und ich habe auch diesen Thriller gerne gelesen, zumal ich ein großer Nordsee-Fan bin und auch schon auf einer Seehundaufzuchtstation war.
Ich habe mich immer gefragt, was wohl der Unterschied zwischen einem Erwachsenen-Thriller und einem Jugendthriller sein wird und anhand von „Seefeuer“ ist mir das jetzt auch klar geworden. (Ist sicher einen schönes Thema für einen Deutsch-Leistungskurs oder Germanistik-Studenten?). Aus Sicht einer Erwachsenen, abgebrühten Leserin ist die Geschichte doch recht harmlos und durchschaubar. Was aber nicht heißen soll, dass ich die Geschichte langweilig fand. Die Protagonisten sind natürlich Jugendliche, in die ich mich als Mutter von Teenagern aber ganz gut hineinversetzen konnte.

Mein Fazit:

Ich fand diese Geschichte stimmig und spannend, aber auch liebevoll harmlos und nett. Mal gucken, ob meine Töchter Interesse daran finden.

Rose, Karen: Nie wirst du entkommen


Genre: Thriller, Psychothriller, Lady-Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Eiskalt ist die Zärtlichkeit
Teil 2: Das Lächeln deines Mörders
Teil 3: Des Todes liebste Beute
Teil 4: Der Rache süßer Klang
Teil 5: Nie wirst Du entkommen
Teil 6: Heiß glüht mein Hass
Teil 7: Todesschrei
Teil 8: Todesbräute
Teil 9: Todesspiele
Teil 10: Todesstoß
Teil 11: Feuer
Teil 12: Todesherz
Teil 13: Todeskleid
Teil 14: Todeskind
Teil 15: Todesschuß

Kurzbeschreibung:
»Komm zu mir!«, lockt die Stimme, die Cynthia seit Wochen verfolgt. Gequält von entsetzlichen Erinnerungen, tut die junge Frau schließlich, wie ihr geheißen, und stürzt sich vom Balkon ihrer Wohnung. Sie ist nur die Erste in einer ganzen Serie von Toten. Allen ist eines gemeinsam: Es sind Patientinnen von Tess Ciccotelli. Detective Reagan, der die Ermittlungen leitet, hält die bildschöne Psychiaterin zunächst für eine äußerst gefährliche Frau. Bis er endlich erkennt, dass Tess Opfer einer bösen Intrige zu werden droht, ist es beinahe zu spät …

Meine Einschätzung:
Und gleich hinterher habe ich noch diesen Band gelesen, den ich noch spannender und fieser fand.
Auch hier gilt bewährtes Muster: Serienkiller mordet zahlreich (13!!! Morde), liebenswertes Opfer gerät unter Verdacht, bärenstarker, hübscher Ermittler verliert sein Herz, zahlreiche Familienmitglieder und Freunde bereichern die Szenerie …

Mein Fazit:
Thriller-Junkfood!

Rose, Karen: Das Lächeln deines Mörders


Genre: Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Eiskalt ist die Zärtlichkeit
Teil 2: Das Lächeln deines Mörders
Teil 3: Des Todes liebste Beute
Teil 4: Der Rache süßer Klang
Teil 5: Nie wirst Du entkommen
Teil 6: Heiß glüht mein Hass
Teil 7: Todesschrei
Teil 8: Todesbräute
Teil 9: Todesspiele
Teil 10: Todesstoß
Teil 11: Feuer
Teil 12: Todesherz
Teil 13: Todeskleid
Teil 14: Todeskind
Teil 15: Todesschuß

Kurzbeschreibung:
Sie alle verschwinden in der Nacht, sie alle sind hübsch, haben lange dunkle Haare, und sie alle werden wenig später tot aufgefunden. Special Agent Steven Thatcher hat sich geschworen, den Serienmörder zu stellen, der die jungen Frauen auf dem Gewissen hat. Die Zeit drängt …
Wie soll Steven in dieser Situation die Zeit finden, sich um seinen schwierigen Sohn zu kümmern? Bei dessen höchst attraktiver Lehrerin Jenna Marshall findet er Verständnis – und mehr. Was die beiden nicht ahnen: Der Mörder hat sein nächstes Opfer gewählt. Er hat seine Fallen ausgelegt. Er wartet bereits – auf Jenna.

Meine Einschätzung:
Ich liste meine gelesenen Bücher in chronologischer Reihenfolge in diesem Blog auf und muß manchmal selbst über mich grinsen, welchen wilden Mix ich da zusammenlesen. Falls es jemanden interessiert ;-). Ich habe in meinem SuB rumgeräumt und dieser Mix kommt eben dabei raus *grins*.

Dieser alte Thriller von Karen Rose lungerte nämlich schon eine ganze Weile im SuB herum, weil ich mich an diesen sogenannten „Lady-Thrillern“ satt gelesen hatte und ich muß gestehen, dass mich dieser Teil auch stellenweise etwas genervt hat. Ne, langweilig sind Thriller der Autorin nie und die Showdowns sind alle spektakulär und dann kann ich die Bücher nicht aus der Hand legen, aber auch in diesem Fall sind die Muster, nach denen die Geschichten laufen für eine Vielleserin wie mich (und für andere sicher auch) zu augenfällig.
Bei diesem Ermittlungen habe ich mich außerdem gewundert, wie spät den Ermittlern die Haarfarbe der Opfer aufgefallen ist. Ein kleiner Schnitzer, oder?
Aber da die Protas zum Teil wieder zuckersüß sind und ich (wie immer) auf der vollkommen falschen Fährte war, habe ich „Das Lächeln deines Mörders“ ruckizucki verschlungen.

Mein Fazit:
Optimale Ferienlektüre nach bewährtem Muster :-).

Meyer, Deon: Weisser Schatten

Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:

Er heißt Lemmer, sein Job ist es, Bodyguard zu sein. Als Emma, eine weiße Südafrikanerin, ihn anheuert, hofft Lemmer auf einen harmlosen Job. Sie meint, ihren Jahre verschwundenen Bruder in den Nachrichten gesehen zu haben. Angeblich hat er skrupellos vier Wilderer getötet. Kaum sind sie im Kruger-Park angekommen, muss Lemmer den ersten Anschlag auf Emma vereiteln. Er beginnt zu begreifen, dass er einer Sache auf der Spur ist, die etliche Nummern zu groß und zu gefährlich für ihn ist.

Meine Einschätzung:

Deon Meyer wurde mir von zwei verschiedenen Seiten ans Herz gelegt und ich muß sagen, dass ich sehr angetan von diesem Thriller bin. Südafrika ist ein spannendes, gefährliches Land, immer noch tief gespalten, große kulturelle und wirtschaftliche Unterschiede zwischen den ländlichen und städtischen Regionen und eine großartige Naturlandschaft. Der Autor schildert das alles sehr eindringlich, ohne dabei belehrend zu sein und schickt die beiden ungewöhnlichen Protagonisten auf eine Reise durch dieses imposante Land.
Der Bodyguard Lemmer ist nicht gerade ein Sympathieträger, den ich manchmal am liebsten durchgeschüttelt hätte ob seiner Teilnahmslosigkeit, aber er kriegt die Kurve gerade noch so, wenn auch die Kosten fast zu hoch gewesen wären.
Die Geschichte ist spannend, glaubwürdig, brutal, ungewöhnlich und gut geschrieben.
Das war sicher nicht mein letzter Thriller dieses Autors.

Mein Fazit:
„Weißer Schatten“ ist ein packender Südafrika-Thriller, den ich nur weiterempfehlen kann.

Strobel, Arno: Rachespiel

Genre: Psychothriller

Kurzbeschreibung:
»Erfüllst du deine Aufgabe, kommt er frei. Erfüllst du sie nicht, wird er sterben.«
Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert.
Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten …

Meine Einschätzung:
Wer meinem Blog schon eine Weile verfolgt weiß vielleicht, dass ich in der Regel Psychothrillern nicht besonders viel abgewinnen kann. Das neue Buch von Arno Strobel habe ich mir aber nun vorgenommen, weil ich im Juni Karten für eine Lesung mit ihm habe.
Mich konnte dieser Psychothriller leider nicht überzeugen und ich kann nicht mal richtig fassen, woran das liegt. Ich habe diese Geschichte sehr distanziert gelesen, so dass mich nicht mal die Rattenszenen geekelt haben und auch der Spannungsbogen hat mich nicht erreicht.
Jetzt bin ich mal gespannt, wie der Autor persönlich auf mich wirkt und ob er mich überzeugen kann, ein weiteres Buch von ihm zu lesen. „Das Skript“ liegt schon auf meinem SuB, aber dort darf es auch noch ein Weilchen liegen bleiben ;-).

Mein Fazit:

Ein Psychothriller aus deutscher Autorenhand, der mich nicht überzeugen konnte.

Schätzing, Frank: Breaking News

Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:
Tom Hagen, gefeierter Star unter den Krisenberichterstattern, ist nicht zimperlich, wenn es um eine gute Story geht. Die Länder des Nahen Ostens sind sein Spezialgebiet, seine Reportagen Berichte aus der Hölle. Doch in Afghanistan verlässt ihn sein Glück. Hagens Ruf ist ruiniert, verzweifelt kämpft er um sein Comeback. Drei Jahre später bietet sich die Gelegenheit in Tel Aviv, als ihm Daten des israelischen Inlandsgeheimdienstes zugespielt werden. Hagen ergreift die Chance – und setzt ungewollt eine tödliche Kettenreaktion in Gang … »Breaking News« ist ein mitreißender Thriller vor dem Hintergrund einer epischen Saga. Zwei Familien wandern Ende der Zwanzigerjahre nach Palästina ein – in eine von Legenden, Kämpfen und Hoffnungen beherrschte neue Welt, wo Juden, Araber und britische Kolonialherren erbittert um die Vorherrschaft ringen. Bis in die Gegenwart, über Generationen hinweg, spiegeln und prägen beide Familien Israels atemlose Entwicklung. Als Hagen in der jungen Ärztin Yael Kahn eine unerwartete Verbündete findet, erkennt er, dass auch sein Schicksal eng mit der Geschichte des Landes verbunden ist. Doch mit Yael an seiner Seite gehen die Probleme erst richtig los.

Meine Einschätzung:
Herr Schätzing!!!!
Was sollte das denn werden?
DER Israel-Roman des 21. Jahrhunderts?
Arial Sharons Biographie?
Ein jüdischer Familienroman?
Ein rasanter Thriller mit einem investigativen Journalisten in der Hauptrolle?
Auch wenn man 961 Seiten zur Verfügung hat, DAS kann nicht funktionieren!!!!!

In seinem Roman begleitet er zwei jüdische Familien von ihrer Einwanderung in den 30iger Jahren bis in die heutige Zeit. Allein diese Geschichten hätten doch locker ausgereicht, um ein wunderbares Buch zu schreiben! Leider bleibt der Autor aber nicht bei den beiden Familien. Ihre durchaus berührenden, tragischen Geschichten werden nur in kurzen Kapiteln, immer wieder unterbrochen durch den „Thriller-Teil“ und „Sharon-Teil“, erzählt und aus diesem Grund bekommt auch keine Figur die notwenige Tiefe. Manchmal vergehen Jahre und der Tod einer ehemaligen Hauptfigur wird nur im Nebensatz erwähnt. Das ist lieblos und sehr schade, denn alle Charaktere hätten es verdient, hinreichend beschrieben und gewürdigt zu werden!

Einen großen Teil des Buches hat er Ariel Sharon gewidmet, seiner Jugend, seinen militärischen Strategien und seiner wechselvollen Karriere als Politiker. Ich fand diesen Teil hochinteressant, weil sich mein Wissen über diesen Mann auf die kurzen Meldungen in den Nachrichten beschränkt hat. Meiner Empfindung nach nimmt dieser Teil etwa die Hälfte des Romans ein (= 450 Seiten) und wäre doch eine prima Biographie geworden, oder nicht? So aber mußte ich mich ganz schön anstrengen, damit ich halbwegs die komplexen politischen und strategischen Entscheidungen des Mannes nachvollziehen konnte und um gleichzeitig an der Geschichte dran zu bleiben.

Der Thriller-Teil beginnt in Afghanistan und hier zeigt Herr Schätzing, was er kann (und ich dachte: Boah, wie toll! Wenn das soooo weitergeht …). Er schildert das Leben der deutschen Soldaten, die Stimmung, die Ängste sehr anschaulich, transportiert durchaus seine eigene politische Meinung zu diesem Thema und natürlich wird es auch spannend! Mir war zwar die Hauptfigur Hagen von Beginn an total unsympathisch, aber ich hätte mir ja ein jüdischen Familienmitglied als Identifikationsfigur aussuchen können, wenn der Autor sie denn dazu ausgebaut hätte. *grummel*
Dann aber verliert sich der Thriller-Aspekt zwischen Ariel Sharon, der israelischen Siedlungspolitik und den beiden jüdischen Familiengeschichten. Wenn ich jetzt mal alle anderen Teile ausblende, dann hätte Schätzing einen klassischen, spannenden Thriller schreiben können. Es gibt rivalisierende Geheimdienste, Maulwürfe, Geheimnisverräter, Folter, Mord, Lüge, zwielichtige Journalisten etc.
So aber verliert sich der Thriller-Anteil zwischen den anderen Teilen und wird seiner Spannung beraubt.

Ich fand es ungeheuer anstrengend, mich immer wieder in diesem Epos zurechtfinden zu müssen. Es gibt eine riesige Anzahl von Protagonisten, die europäische, hebräische und arabische Namen tragen und es war für mich schwer, den Überblick über das ganze Personal zu behalten. Hinzu kommt, dass er kapitelweise in den Zeiten springt. Zu Beginn konnte ich die Abschnitte noch ganz gut auseinanderhalten, aber je mehr sich die Zeiten annähern, desto schwieriger wird das und außerdem streut er noch Rückblicke einzelner Personen ein. Uff.
Der Schreibstil des Autors hat auch nicht gerade zur Entspannung beigetragen, da er zum Teil nur kurze, abgehackte Sätze im Telegrammstil verwendet. Das hat zwar oft zur Situation gepaßt, wenn z.B. Agenten in unbekanntes Gelände stürmten, ist aber mühsam zu lesen.

Andererseits gibt es aber auch ganze Passagen in diesem Werk, die ich unglaublich interessant fand, z.B. wenn es um Israels Landwirtschaft, das Bewässerungsmanagement, die Siedlungspolitik und Urils Zeit in der Armee geht.
Ich habe auch jede Menge über Israels Geschichte gelernt, über Ereignisse, wie den Jom-Kippur-Krieg, von denen ich natürlich schon gehört, die ich aber nicht unbedingt richtig einordnen konnte, über die unrühmlich Rolle der Briten, …
Der Autor hat es außerdem geschafft, mir ins Bewußtsein zu rufen, daß es nicht DEN Israeli gibt, sondern dass es sich um ein Volk mit den unterschiedlichsten religiösen und politischen Meinungen und Identitäten handelt, das zutiefst zerstritten und kaum regierbar ist. Und das gilt ja eigentlich auch für die gesamte arabische Nachbarschaft. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie dort jemals Frieden einkehren soll.

Mich läßt „Breaking News“ jedenfalls unzufrieden und erschöpft zurück. Der große Wurf ist dem Autor meiner Meinung nach nicht gelungen, weil er versucht, zu viel in dieses Buch hineinzupacken. Manchmal ist eben doch weniger mehr…

Mein Fazit:

„Breaking News“ ist ein anstrengendes, langatmiges, aber auch informationsreiches Epos über Israel. Man braucht auf jeden Fall Interesse am Thema, Zeit und Geduld.

Brockmann, Suzanne: Mindhunter – Tödliche Gabe

Genre: (Mystery)Thriller, paranormal

Kurzbeschreibung:

Der ehemalige Navy SEAL Shane Laughlin lässt sich von einem geheimnisvollen Institut, wo Menschen mit besonderen mentalen Fähigkeiten ausgebildet werden, als Testsubjekt engagieren. Am Institut begegnet Shane der hübschen Michelle Mackenzie wieder, die ihm nach einem One-Night-Stand nicht mehr aus dem Kopf will. Doch Michelle besitzt eine ebenso faszinierende wie gefährliche Gabe.

Meine Einschätzung:
Ein junges Mädchen wird auf der Straße entführt und von ihrer älteren Schwester als vermißt gemeldet, was allerdings niemanden so recht interessiert.
Ein Ex-Seal reißt mit seinen letzten Dollars eine junge Frau auf, um sich ein warmes Schlaf-Plätzchen zu sichern, wird aber gleichzeit von ihr „aufgerissen“, weil sie seine Hilfe braucht.
Eine absolut verhängnisvolle, neue Designerdroge erobert den amerikanischen Markt, deren Abhängige ohne Ausnahme dem Tode geweiht sind.
Und was verbindet diese drei Elemente miteinander? Eine geheime Forschungsstation, in der Menschen mit merkwürdigen, starken mentalen Kräften untersucht und ausgebildet werden.
Das ganze Szenario hat mich sofort an die X-Men-Geschichte erinnert.
Die Hauptfiguren von „Mindhunter“ sind allerdings nicht so comic-mäßig überzeichnet (- naja, vielleicht doch ein klein wenig – von wegen überirdisch gut aussehend 😉 ).
Der Thriller-Anteil der Geschichte, nämlich die Entführung und die Suche nach dem jungen Mädchen, deren grauenvolle Gefangenschaft und der Rettungsversuch sind richtig spannend und zum Teil ganz schön grausam, hätte aber auch ganz ohne den „übersinnlichen“ Aspekt sicher gut funktioniert.
Der übersinnliche Aspekt der Geschichte hat mich nicht so ganz überzeugt. Es gibt Menschen, mit unterschiedlich stark ausgeprägten telepathische und telekinetischen Fähigkeiten und es gibt Menschen ohne diese Fähigkeiten. Die Fähigkeiten werden in einer Skala von 1 bis 100 gemessen, sind aber bei den Betroffenen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Der eine kann Gedanken lesen, aber nicht übertragen, der andere kann präzise Gegenstände von A nach B bewegen und der nächste ganze Häuser in die Luft sprengen. Aber diese Fähigkeiten sind zum Teil unvorhersagbar und die Wissenschaftler in dieser Forschungsstation haben meiner Meinung nach dilettantisch nach dem Prinzip Versuch und Irrtum gearbeitet und das über Jahre und deshalb erfolglos. Und dann – O Wunder – finden sie heraus, dass diese Fähigkeiten sogar noch gesteigert werden können, durch Sex! Und da wird es dann wirklich etwas albern *kopfschüttel*.
Dann gibt es natürlich, wie bei Lyx nicht anders zu erwarten :-), den Liro-Faktor. Ein ganz süßes, schwules Paar findet zueinander, was die Autorin wirklich sehr nett und glaubhaft beschreibt und dann braucht natürlich unser Ex-Seal eine Partnerin, die allerdings einiges an Problemen mit sich herumschleppt und obendrein eigensinnig, stur und bockig ist. Diese sehr sexlastige, problembehaftete Beziehung konnte mich nicht wirklich überzeugen. Und die dritte Liebesgeschichte hat mich verwirrt. (Falls jemand von Euch die Geschichte von Joseph und Anna verstanden hat, bitte ein pn an mich ;-)). Ich glaube ja, dass das Problem von Joseph und Anna durchaus mit einer vernünftigen Versuchsanordnung 😉 zu klären wäre, aber daran scheitert eben die Glaubwürdigkeit der Geschichte, wie ich finde. (Klingt jetzt total kryptisch, aber ich weiß auch nicht, wie ich das erklären soll, ohne zu viel zu verraten)
Trotz dieser zahlreichen Kritikpunkte meinerseits bin ich doch durch diesen seitenstarken Mystery-Thriller durchgehechelt, denn die Autorin schreibt flüssig, rasant, flapsig und stellenweise auch witzig.

Mein Fazit:
Wenn man die Story nicht zu sehr hinterfragt und Lust auf einen actionreichen Mystery-Thriller mit X-Men- und Liro-Faktor hat, dann kann man mit den Mindhuntern ein paar unterhaltsame Lesestunden verbringen :-).

PS: Es scheint noch einen zweiten Teil zu geben, der ist aber noch nicht übersetzt. Hm, ich würde schon gerne wissen, ob Joseph und Anna noch zusammenfinden ;-).

Robotham, Michael: Sag, es tut dir leid

Genre: Krimi, Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Adrenalin
Teil 2: Amnesie
Teil 3: Dein Wille geschehe
Teil 4: Todeswunsch
Teil 5: Todeskampf
Teil 6: Der Insider
Teil 7: Bis Du stirbst
Teil 8: Sag, es tut dir leid
Teil 9: Erlöse mich

Kurzbeschreibung:
Als Piper Hadley und ihre Freundin Tash McBain spurlos aus dem kleinen Ort Bingam bei Oxford verschwinden, erschüttert es das ganze Land. Trotz aller Bemühungen können sie nie gefunden werden. Isoliert von der Außenwelt werden sie von ihrem Entführer gefangen gehalten, bis Tash nach drei Jahren die Flucht gelingt. Kurz darauf entdeckt man ein brutal ermordetes Ehepaar in seinem Haus in Oxford. Der Psychologe Joe O’Loughlin, der einen Verdächtigen befragen soll, vermutet, dass dieses Verbrechen mit der Entführung der beiden Mädchen in Zusammenhang steht. Währenddessen hofft Piper verzweifelt auf Rettung durch ihre Freundin. Doch mit jeder Stunde, die sie ausbleibt, wächst ihre Angst. Denn der Mann, der sie in seiner Gewalt hat, ist in seinem Wahn zu allem fähig.

Meine Einschätzung:
Puuuhhhh, als Mutter von zwei Teenagern war die Story für mich nur schwer auszuhalten.
Robotham schreibt extrem spannende, realistische Thriller, an denen ich absolut nichts auszusetzen habe.
Ich würde empfehlen, beim Lesen die Reihenfolge einzuhalten, da die Vorgeschichte von Joe immer mal wieder erwähnt wird.

Mein Fazit:
Wer Thriller/Psychothriller mag, kommt an Robotham nicht vorbei.

Lee, Patrick: Die Pforte

Genre: Mystery-Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Pforte
Teil 2: Dystopia
Teil 3: Das Labyrinth der Zeit

Kurzbeschreibung:
Countdown zum Weltuntergang. Ein Forschungszentrum in der Einöde Wyomings Mitte der siebziger Jahre. In einem Laboratorium tief unter der Prärie beginnt ein Experiment. Doch das geht anders aus als geplant. Und unerwartet öffnet sich die Tür zu einer anderen Welt. Es wird das bestgehütete Geheimnis des Planeten. Und auch das gefährlichste. Über dreißig Jahre später stößt Expolizist Travis Chase mitten in der eisigen Gebirgslandschaft Alaskas auf ein riesiges Flugzeugwrack. Es ist voller Leichen. Todesursache: Kopfschuss. Unter den Opfern: die First Lady der USA. Unvermittelt sieht sich Travis als wichtigste Figur in einem apokalyptischen Spiel. Der Einsatz: die Zukunft der Erde. «Mutig und furchterregend – und unheimlich glaubwürdig.» LEE CHILD

Meine Einschätzung:

Ich mag ja solche wilden Mystery-Thriller mit hohen Action-Faktor und jeder Menge Rätseln und all das bietet „Die Pforte“. Allerdings bin ich noch nicht komplett begeistert, was zum einen an den Protas liegen mag, die mir eine Spur zu abgebrüht waren und außerdem hat mich die Geschichte emotional nicht mitgenommen. Woran das liegt, kann ich nicht mal sagen …
Trotzdem werde ich mir Teil 2 demnächst noch zulegen, die Fortsetzung klingt nämlich spannend …

Mein Fazit:
Ein routinierter Action-Mysterie-Thriller, der keine Langweile aufkommen läßt.

Heitz, Markus: Oneiros

Genre: Thriller, Mystery-Thriller

Kurzbeschreibung:
In Leipzig hütet ein Bestatter ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin tödliche Experimente durch, in Paris rast ein Airbus ungebremst in ein Flughafenterminal … Die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug auf das Gebäude traf. Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich. Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht …

Meine Einschätzung:
Hmpf. Das ist ja nicht so einfach, über diese Geschichte zu sprechen ohne zu spoilern und das will ich auf keinen Fall.
„Oneiros“ ist nämlich spannend – puuuhhhh – und es gibt jede Menge überraschender Wendungen, die mich ganz schön in Atem gehalten haben.
Die Geschichte beginnt mit einem rasanten Prolog *peng* und als nächsten darf der Leser sich en Detail über die Arbeit eines Thanatologen informieren. Großartig, mich hatte er vom ersten Satz an an der Angel. Die Hauptfigur Konstantin ist aber auch ein cooler Charakter mit ein/zwei „schönen“ Geheimnissen und einem interessanten Beruf :-).
Aber auch die anderen Mitwirkenden der Geschichte sind spannend, skurril, mutig, gemein, schön oder skrupellos und manchmal alles zusammen. Besonders gut haben mir die Frauenfiguren gefallen, denn der Autor scheint ein Herz für gestandene Frauen zu haben, deren reife Schönheit er lobt! und denen er wirklich sehr schöne Rollen in der Geschichte gibt. Eine Auftragskillerin, die mit einer Haarnadel eine ganze Agententruppe umbringt, eine furchtlose Edelsteinhändlerin, deren Fahrkünste mit Michael Schumacher konkurrieren könnten und eine Ärztin, die den Tod nicht fürchtet. Grandios!
Sehr gut hat mir auch der „Mystery“-Faktor der Geschichte gefallen, den der Autor mit verschiedenen historischen Quellen hinterlegt. Mich alte „Märchentante“ hat das natürlich sehr angesprochen.
Nicht erwähnt habe ich bisher die zahlreichen Toten, die der Herr Autor fabriziert. Das ist natürlich nix für zartbesaitete Gemüter und vielleicht manchmal ein klitzekleines Bisschen überzogen …

Wer bisher Markus Heitz als Autor gemieden hat, weil er mit Elben, Trollen, Vampiren, Werwölfen oder Aliens nichts anfangen kann, der könnte es mit „Oneiros“ mal probieren oder mit dem Thriller „Totenblick“, der gerade herausgekommen ist und der ganz und gar frei von allem Über/Außerirdischen sein soll. Ich werde „Totenblick“ ganz sicher lesen…


Mein Fazit:

„Oneiros“ ist ein rasanter, spannender Mystery-Thriller, der ohne Umwege in den Lesehighlight 2013 landen wird.

Calsow, Martin: Der Lilith Code

Genre: Thriller, Poliththriller, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Mystik, Macht und Terror Jan, ein deutscher Arzt, möchte eigentlich nur den Tod seines Sohnes vergessen, deshalb reist er nach Damaskus. Doch kaum hat er eine alte Kreuzfahrerburg besichtigt, gerät er in eine Schießerei. Und als er einem jungen Araber hilft und ein Tagebuch an sich nimmt, steckt er mitten in einer Verschwörung. Gewisse Mächte wollen den ganzen Nahen Osten erschüttern – im Namen der Dämonin Lilith, einer sagenumwobenen, todbringenden Gestalt. Packend und überaus szenisch erzählt – die Jagd nach einer geheimen Schrift.

Meine Einschätzung:
Aus einem mir unbekannten Grund, kann ich die Cover der Hörbucher, die exklusiv über audible vertrieben werden, nicht verlinken? Ich habe mir übrigens über audible entschieden, weil es dort viele ungekürzte Hörbücher gibt, was ich sehr schätze.
Ich hatte mal wieder Lust auf einen Mystery-Thriller ala Dan Brown, aber mit seinen Büchern kann man den „Lilith Code“ nicht wirklich vergleichen.
Ich muß ehrlicherweise gestehen, dass ich die Fakten rund um das Artefakt, um das es in der Geschichte geht, nicht so ganz verstanden habe, denn dazu werden ganz schön viele biblische und geschichtliche Fakten vermittelt, bei denen ich manchmal nicht so genau zugehört habe. Vielleicht hätte ich in der Buchform eher Zugang dazu gefunden? Es handelt sich um ein antikes Schriftstück, das angeblich beweist, dass es den Propheten Mohammed nicht gegeben hat. Die Veröffentlichung dieses Artefaktes führt natürlich zu Unruhen in der arabischen Welt. Ein geheimer, weltweit agierender Bund von Menschen, die sich als Anhänger von Lilith, der ersten, verstoßenen Frau von Adam, bezeichnen, steuert diese Veröffentlichung mit dem Ziel, die gesamte Welt ins Chaos zu führen. Geleitet wird die Organisation von einem steinalten Nazi, der in Syrien nach dem zweiten Weltkrieg eine neue Heimat gefunden hat und dort Geheimdienstmitarbeiter und Spezialeinheiten ausbildetet und geheimer Berater der regierenden Familie ist. Meiner ganz persönlichen Meinung hat der Autor da ein wenig zu tief in die Klischee-Kiste gegriffen, mir gehen diese Alt-Nazi-Verschwörer jedenfalls auf die Nerven.
Vielleicht hätte ich die 17 Stunden Hörbuch auch nicht durchgehalten, wenn mich nicht die Sicht des Autors auf die arabische Welt und Israel interessiert hätte. Die täglichen Medienberichte aus diesem Teil der Erde tragen nicht unbedingt dazu bei, das Leben dieser Völker, ihre Politik, ihre Weltsicht uns Mitteleuropäern näher zu bringen und deshalb habe ich den fiktiven Figuren, wie dem Imam, dem syrischen Geheimdienstmitarbeiter, den Regierungsmitarbeitern, den israelischen Geheimdienstmitarbeitern gerne zugehört.
„Der Lilith Code“ ist aber auch ein Action-Thriller, der die Protagonisten in rasanten Tempo durch die Gegend schickt, von Killern jagen, in Bombenanschlägen verletzen, aus Flugzeugen springen und in scheinbar aussichtlose Situationen geraten läßt.
Aber manchmal war es mir einfach zu viel des Guten. Regina, die österreichische Ex-Polizistin, kennt sich mit Waffen aller Art aus, hat Nahkampferfahrung und beherrscht auch sonst alle möglichen Disziplinen und Jan, der Arzt aus München, rettet in jeder Lebenslage Leben, dass es eine wahre Freude ist …

Mein Fazit:
„Der Lilith Code“ war ein anstrengender, teilweise aber auch spannender Thriller, der mich nicht ganz überzeugen konnte.

PS: Es gibt schon einen zweiten Teil:

Parry, Brownwyn: Schwarze Dornen

Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:
Brandheiß: In der flirrenden Hitze des Outbacks lauert das Böse
Die Erinnerung an ein totes Kind und an einen Lynchmord, den sie nicht verhindern konnte, nagt noch immer an Isabelle O’Connell. Doch als der smarte Polizist Alec Goddard mit der Nachricht vor der Tür steht, dass in Dungirri erneut ein Mädchen verschwunden ist, hat sie keine andere Wahl, als an den Ermittlungen teilzunehmen – sie kennt die traumatisierte Stadt, ihre Bewohner und die Wildnis, die sie umgibt. Für Isabelle ist es ein persönlicher Fall, und auch Alec berührt er direkter, als er sich je gedacht hätte. Denn ihre gegenseitige Anziehung macht sie verletzlich für den Killer …

Meine Einschätzung:
Zwei sehr sympathische Protagonisten, ein mieses, kleines Kaff am Rande des australischen Outbacks, ein perfider Serienkiller, der die Polizei an der Nase herumführt – daraus macht die Autorin einen spannenden Thriller mit einer bewegenden Liebesgeschichte.
Dieser Thriller hat mir wirklich supergut gefallen, besonders weil er in Australien spielt und mich daran erinnert hat, wie faszinierend ich diesen Kontinent finde. (Ich habe mir gleich vorgenommen, nach weiteren Australien-Thriller/Romanen zu recherchieren.) Das Dorf und seine Bewohner und natürlich die Hauptprotagonisten sind sehr gut charakterisiert, so dass ich sofort in der Geschichte „drin“ war.
Es scheint noch einen weiteren Thriller von Frau Parry zu geben, aber bisher ist er nur als ebook erschienen. So ein Mist!!!

Mein Fazit:
„Schwarze Dornen“ ist ein toller, spannender „Lady“-Thriller, der den Vergleich mit den Thrillern von Karen Rose nicht zu scheuen braucht.

Winter, Hanna: Seelenriss

Genre: Thriller, Psychothriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Opfertod
Teil 2: Seelenriss

Kurzbeschreibung:
Ein brutaler Killer treibt sein Unwesen in Berlins Straßen. Er genießt es, zu töten. Er muss es wieder tun. Wann? Wer? Und warum? Nur Profilerin Lena Peters kann sein blutiges Geschäft beenden. Denn sie hat die Hölle am eigenen Leib erlebt und weiß: Wo Gedanken endlos kreisen, findet das Böse keine Ruhe!

Meine Einschätzung:
Was für ein seltsame, ausssagefreie Kurzbeschreibung, oder?
Konnte mich Hanna Winter mit „Seelenriss“ überzeugen? Nein, leider nicht.
Sicher, die Geschichte ist psychothrillergemäß spannend, brutal und bedrohlich, aber mich konnte sie nicht mitreißen. An so mancher Stelle waren mir die Zusammenhänge eindeutig zu konstruiert und unglaubwürdig (kann jetzt natürlich nicht verraten, an welcher Stelle…) und Lena, die Hauptfigur, die durchaus das Potential zur Identifikationsfigur hätte, ging mir irgendwann auf die Nerven. Superwomanmäßig ermittelt sie, rast hinter dem Täter her, unternimmt blödsinnige Alleingänge und immer wieder wird betont, sie sei Deutschlands beste Profilerin. Aber dafür gibt es keine Beispiele aus Lenas Vergangenheit und auch in diesem Buch erstellt sie kein vernünftiges, aussagekräftiges Profil des Täters. Grmpf.
Und dann kommt natürlich am Ende noch der große Knall (diejenigen, die das Buch gelesen haben, werden wissen, was ich meine) und da habe ich nur noch mit dem Kopf geschüttelt. Ich will es mal so ausdrücken: ich bin grundsätzlich nicht besonders glücklich, wenn Hauptfiguren ohne für mich ersichtliche Not schreckliches Leid erfahren, wie z.B. der Tod von Lynleys Frau Helen (Elisabeth George). Danach hatte ich einfach keine Lust mehr, die Folgebände zu lesen und sollte es weitere Bände dieser Serie geben – nicht für mich.
Ganz gut gefällt mir Hanna Winters Schreibstil. Meistens wird die Geschichte aus Lenas Sicht erzählt, aber andere Handlungsstränge dann aus der Sicht anderer Personen und das bringt Spannung.

Mein Fazit:
Hanna Winter schreibt spannende, brutale Psychothriller, aber für mich sind die nix.

Winter, Hanna: Opfertod

Genre: Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Opfertod
Teil 2: Seelenriss

Kurzbeschreibung:
Er muss sie töten. Alle. Zusehen, wie ihre Augen brechen. Sie zerstören… Gleich bei ihrem ersten Fall gerät Kriminalpsychologin Lena Peters an einen Killer, der eine tödliche Mission verfolgt. Eine Mission, in der Lena eine entscheidende Rolle spielt. Doch davon ahnt sie nichts. Lena weiß, wie Mörder ticken, was Obsession ist: Denn sie hat ihre eigenen Abgründe. Und dennoch sitzt sie bald in der Falle.

Meine Einschätzung:

Da die Mordkommision im Falle eines Serienmörders, dessen Taten an Grausamkeit kaum zu überbieten sind, im Dunklen tappt, wird Lena als Expertin hinzugezogen. Mit der Teamfähigkeit der neuen Kollegen ist es allerdings nicht weit her, Lena wird mit Neid und Mißtrauen empfangen und auch ihr neuer Chef spielt nicht mit offenen Karten. So ist sie ihren neuen Job schneller los, als sie die Umzugskartons in der neuen Wohnung auspacken kann.
Aber die Zufallsbekanntschaft mit einem Expolizisten und verwirrende Bezüge zu Lenas Vergangenheit führen dazu, daß Lena auf eigene Faust weiter ermittelt.
Ich habe Hanna Winter vor Kurzem bei einer Lesung erlebt, vorher hatte ich noch nichts von ihr gehört und natürlich habe ich mir ein Buch von ihr gekauft ;-).
Im Moment gehören Thriller und insbesondere Psychothriller nicht gerade zu meinem Lieblingsgenre und daher mag es kommen, dass mich das Buch nicht so recht mitgerissen hat.
Die Protagonistin Lena und auch der Expolizist Belling sind zwar interessante Figuren, aber viele Nebenfiguren bleiben blass. Außerdem war mir der Thriller schlichtweg zu kurz. Die 315 Seiten haben aus meiner Sicht nicht ausgereicht, um der Geschichte die notwendige Tiefe zu verleihen und außerdem bleiben einige Fragen offen oder wurden viel zu kurz geklärt.
Ich würde Hanna Winters Schreibstil mit schnörkellos und präzise beschreiben und damit läßt sich das Buch wirklich flott lesen.
Weil ich die Bücher demnächst in meinem Lesekreis weitergeben muß, lese ich den zweiten Teil der Serie gleich hinterher ;-). Jetzt bin ich ja sozusagen schon in Thriller-Stimmung …

Mein Fazit:
Mit Hanna Winter habe ich eine junge, deutsche Autorin kennengelernt, die spannende, blutige Thriller schreibt und die sicher viele Fans finden wird.

Robb, J.D.: Tödliche Unschuld


Genre: Sci-Fi, Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Drückende Sommerglut liegt über New York, die Stadt ist mit Gewalt aufgeheizt. Ist dies der Grund, dass ein bislang unauffälliger kleiner Dealer plötzlich ausrastet, bis ihn die Kugel eines Polizisten stoppt? Was bedeutet die mysteriöse Botschaft „Absolute Reinheit erreicht“ auf dem Bildschirm seines Computers? Eve Dallas gerät unter Druck, als der Computerspezialist der Polizei unter ähnlichen Umständen Amok läuft. In Eve keimt ein furchtbarer Verdacht auf: Der Tod kommt online …

Meine Einschätzung:
Ich würde ja ganz sicher nicht den 15. Teil dieser Serie lesen, wenn ich mir nicht sicher wäre, dass ich wieder gut unterhalten werde, oder?
Dieses Mal muß Eve nach einer terroristischen Gruppierung suchen, die Verbrecher ins Visier nimmt, die durch Verfahrensfehler ihrer gerechten Strafe entkommen sind. Dabei nehmen sie in Kauf, dass auch Unschuldige zu Schaden kommen. Unter anderen wird McNab, der elektronische Ermittler und Freund von Eve und Peabody schwerst verletzt.
Ich liebe das Sci-Fi-Setting dieser Serie, das die Autorin schon vor ca. 15 Jahren entwickelt hat und das deshalb manchmal so wunderbar von der Wirklichkeit überholt wurde. Aber abgesehen davon schreibt Nora Roberts alias J.D. Robb sehr spannende und gute Krimis/Thriller mit zeitlosen Motiven und hat zudem eine Gruppe von Protagonisten erdacht, die mir richtig ans Herz gewachsen sind und die sich im Laufe der Serie weiterentwickeln.

Mein Fazit:

Die Bücher der Eve Dallas Serie haben einen festen Platz in meinem Krimi-Leseherzen eingenommen und auch diese Folge hat mich überzeugt.

Rose, Karen: Der Rache süßer Klang

Genre: Thriller, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Eiskalt ist die Zärtlichkeit
Teil 2: Das Lächeln deines Mörders
Teil 3: Des Todes liebste Beute
Teil 4: Der Rache süßer Klang
Teil 5: Nie wirst Du entkommen
Teil 6: Heiß glüht mein Hass
Teil 7: Todesschrei
Teil 8: Todesbräute
Teil 9: Todesspiele
Teil 10: Todesstoß
Teil 11: Feuer
Teil 12: Todesherz
Teil 13: Todeskleid
Teil 14: Todeskind
Teil 15: Todesschuß

Klappentext:
Als die zurückhaltende Sue mit ihrem verschüchterten Sohn Zuflucht im Frauenhaus sucht, hat dessen Leiterin Dana Dubinski keinen Grund, an ihrer Geschichte vom gewalttätigen Ehemann zu zweifeln. Wie sollte sie auch ahnen, dass sie damit dem Tod die Tür öffnet? Denn Sue ist eine psychopathische Killerin, die vor nichts zurückschreckt, um ihre Rachegelüste zu befriedigen …

Meine Einschätzung:

Auf diesem Thriller steht Karen Rose drauf und da ist auch Karen Rose drin ;-).
Eine vor kurzen aus dem Gefängnis entlassene Drogendealerin und Mörderin will sich an allen Menschen rächen, die daran beteiligt waren, dass sie ins Gefängnis mußte. Sie schmiedet einen grausamen Plan, den sie Punkt für Punkt abhakt. Ich sage nur: Leichen pflastern ihren Weg …
Aber Karen Rose setzt ihr natürlich mutige, liebenswerte Menschen entgegen, die alles daran setzen, die Psychopatin aufzuhalten. Wie gewohnt, bahnt sich auch eine nette Liebesgeschichte an. Dana und Ethan haben beide ihr eigenes Päckchen zu tragen. Dana blickt auf eine traurige Kindheit und eine fürchterliche Ehe zurück, während Ethan über den Tod seines besten Freundes hinwegkommen muß, an dem er Schuld zu sein glaubt. Aber auch die anderen Protagonisten, z.B. Evie und Mia sind interessante Figuren.
Es ist ein spannender Thriller, der mich ganz schön in Atem gehalten hat.
Zur Hörbuchversion möchte ich nur anmerken, dass ich wieder gemerkt habe, dass diese gekürzten Versionen für mich sehr nervig sind. Mir fällt sofort auf, wenn da irgendwo etwas übersprungen wird. Gelesen wird sie aber super von Julia Fischer.

Evie und Mia haben übrigens „eigene Bücher“, in denen ihre Geschichte erzählt wird.
Das ist auch eine Besonderheit von Karen Rose. Viele Figuren ihrer Thriller tauchen in anderen Bänden wieder auf, bzw. spielen die Hauptrolle. In ihrem neuesten Buch „Todeskleid“ gibt es dazu eine super Übersicht. Mal sehen, vielleicht habe ich mal Zeit und Lust und liste sie in diesem Blog auf. Trotzdem kann man die Bücher auch ohne eine Reihenfolge einzuhalten sehr gut lesen.

Mein Fazit:
Und noch ein packender Thriller von Karen Rose mit den Zutaten: psychopatische Serienkillerin, perfider Racheplan, kompetente Polizisten und süßes Liebespaar.

Fitzek, Sebastian; Tsokos, Michael: Abgeschnitten

Gerne: Thriller, Psychothriller

Kurzbeschreibung:

Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …

Meine Einschätzung:
Über die Geschichte darf ich ja nun überhaupt nichts schreiben, viel zu gefährlich, dass ich irgendein ein wichtiges Detail verrate.
Fitzeks Co-Autor ist Rechtsmediziner und das merkt man nahezu auf jeder Seite. Da sparen die beiden wirklich nicht mit blutigen Details und einer fast schon mikroskopischen Sicht auf die Opfer. Mir persönlich war das einen „Ticken“ zu viel …
Außerdem war mir die ganze Geschichte zu arg konstruiert und dadurch etwas unglaubwürdig.
Herzfeld, die Hauptfigur war mir zudem nicht wirklich sympathisch und damit steht und fällt ja meistens die Begeisterung für ein Buch bei mir.
Trotzdem: dieser Thriller ist sehr spannend, ekelig und gruselig und hält den Leser ganz schön in Atem.

Mein Fazit:
Wer extrem spannende, blutige, gruselige Psychothriller mag, der wird von „Abgeschnitten“ begeistert sein.

Clark, Janet: Schweig still süßer Mund

Genre: Thriller, Jugendbuch

Klappentext:
Janas beste Freundin Ella ist verschwunden. Auch wenn die Polizei nicht an ein Verbrechen glaubt, steht für Jana fest: Ella würde niemald einfach so abhauen. Sie beschließt, auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei kommen Dinge ans Tageslicht, die Jana an ihrer Freundschaft zu Ella zweifeln lassen. Und die sie in große Gefahr bringen, denn ihre Suche hat sie dem Täter nahegebracht. Zu nah.

Meine Einschätzung:
Beste Freundinnen für immer! Als Mutter zweier Töchter im Teenageralter kenne ich das Thema zur Genüge. Die Mädels hängen täglich zusammen, vertrauen sich alles an und glauben, dass es immer so weitergehen wird. Deshalb konnte ich mich auch ganz gut in Jana hineinversetzen, die aus allen Wolken fällt, als sie feststellen muß, dass ihre beste Freundin Ella jede Menge Geheimnisse vor ihr hatte. Die Autorin beschreibt auch Janas Gefühle, ihre Familiensituation, die Beziehung zu ihrer älteren Schwester, zu ihrer Mutter und dem getrennt lebenden Vater sehr realitätsnah. Das hat mir wirklich gut gefallen.
Der „spannende“ Teil der Geschichte, nämlich die Suche nach Jana hat mich hingegen gelangweilt und da hat die Handlung aus meiner Sicht auch einige Schwächen.
An dieser Stelle will ich nicht auf die Details eingehen, die zukünftigen Lesern die Spannung nehmen würden, aber bei mir geht der Roman nicht wirklich als Thriller durch. Ich finde, es ist eher eine tragische Geschichte über Freundschaft und die erste Liebe – für Teenager.
Mal sehen, was meine Töchter zu diesem Buch sagen werden.

Mein Fazit:
„Schweig still süßer Mund“ ist ein harmloser, unblutiger Jugendthriller mit einer sympathischen Heldin, den ich Mädchen ab 13 Jahren empfehlen würde.

Elsberg, Marc: Blackout – Morgen ist es zu spät

Genre: Thriller

Kurzbeschreibung:
An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.

Meine Einschätzung:
*brrrrr* Mich schüttelt es immer noch. Das (durchaus realistische) Szenario, das der Autor entwirft, nämlich einen flächendeckenden, mehrtägigen Stromausfall in ganz Europa und seine Folgen für uns Bürger ist gruselig, grauenvoll, dramatisch und wahrscheinlich nicht mal übertrieben.
Elsberg spart nicht mit technischen Details. Der Leser erfährt viel über die Erzeugung und Verteilung von Strom, ein komplexes, internationales, undurchschaubares System. Neben den verschiedenen Schauplätzen in Kraftwerken und Energieerzeugenden Unternehmen, wirft der Leser auch einen Blick in die Behörden europaweit, die im Falle einer Katastrophe, die Koordinierung und Organisation der Hilfsmaßnahmen übernehmen. Daneben gibt es auch einige wenige private Szenen, z.B. wie die Familie eines Europolbeamten die Katastrophe erlebt.
Die Hauptfigur Manzano, ein IT-Entwickler, der nur zufällig zu Hause entdeckt, dass die italienischen Stromzähler manipuliert wurden, wird so in das Geschehen hineingezogen, das eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Er wird kreuz und quer durch Europa gejagt, von der Polizei verfolgt, von Straßenräubern bedroht, angeschossen und bleibt dabei trotzdem glaubwürdig, wie ich finde, denn er ist (und will es auch nicht sein) kein Superheld.
Die anderen Hauptprotagonisten bleiben dageben blass und ich hätte mir gewünscht, dass der Autor sich etwas mehr Zeit für die Personen, ihre Gefühle und Probleme genommen hätte und dafür an Details der IT-Ermittlungen gespart hätte. Die waren nämlich manchmal ganz schön langatmig und für Uneingeweihte unverständlich.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich diesen Thriller in einem Zug fasziniert durchgelesen und mehrfach mit der Familie darüber diskutiert.

Mein Fazit:
Blackout ist ein realistischer Katastrophenthriller, der zeigt, wie schnell unsere Zivilisation am Abgrund stehen kann.

Rose, Karen: Todeskleid

Genre: Thriller, Ladythriller
Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Eiskalt ist die Zärtlichkeit
Teil 2: Das Lächeln deines Mörders
Teil 3: Des Todes liebste Beute
Teil 4: Der Rache süßer Klang
Teil 5: Nie wirst Du entkommen
Teil 6: Heiß glüht mein Hass
Teil 7: Todesschrei
Teil 8: Todesbräute
Teil 9: Todesspiele
Teil 10: Todesstoß
Teil 11: Feuer
Teil 12: Todesherz
Teil 13: Todeskleid
Teil 14: Todeskind
Teil 15: Todesschuß

Kurzbeschreibung:
Privatdetektivin Paige Holden vertritt einen Klienten, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Unschuldig, behauptet er. Wer aber hat den brutalen Mord an dem 12-jährigen Mädchen im blauen Kleid verübt? Die attraktive Privatdetektivin findet heraus, dass es eine ganze Serie toter Mädchen gibt. Alle blondgelockt, alle blau gekleidet. Durch ihre Ermittlungen bringt sich Paige selbst in größte Gefahr. Ein Scharfschütze verfehlt sie nur um Millimeter. Höchste Zeit, den charismatischen Staatsanwalt Grayson Smith um Hilfe zu bitten …

Meine Einschätzung:
Wunderbar! Das ist wieder ein Thriller von Karen Rose, der mir sehr gut gefallen hat. Paige ist eine durch und durch sympathische Person und auch Grayson ist ein cooler Typ und die Beziehung, die sich zwischen den beiden anbahnt, hat mir richtig gut gefallen. Was ich an den Geschichten von Karen Rose sehr mag, war auch dieses Mal wieder ein wichtiger Bestandteil der Story, nämlich eine große, tolle Familie, die die beiden Protagonisten unterstützt. Mein Favorit ist natürlich Josef, der wortkarge, dunkle FBI-Agent, dem die Autorin hoffentlich auch ein Buch widmen wird?
Selbstverständlich greift die Autorin wieder tief in die Klischee-Kiste, Leichen pflastern die Seiten ;-), es wird entführt, intrigiert, bestochen, in die Luft gejagt, geschossen, gelogen und geliebt und bei mir kam keine Sekunde Langweile auf.

Mein Fazit:
Ein gelungener (Lady-)Thriller von Karen Rose, der Lust auf die folgenden Bände macht.

PS: Besonders schön für Fans, auf der Innenseite des Umschlags sind alle bisher auf deutsch erschienenen Thriller aufgelistet, in der richtigen Reihenfolge und mit den Hauptprotagonisten.

Pinborough, Sarah: Die Farben der Finsternis

Genre: Mystery Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Bürde des Blutes
Teil 2: Die Farben der Finsternis

Kurzbeschreibung:
Cass Jones hat wieder alle Hände voll zu tun: Eine Selbstmordwelle unter Studenten gibt der Polizei Rätsel auf. Die Toten hinterlassen nur einen einzigen Satz: Chaos im Dunkel. Ein Satz, den sich niemand in ihrem Umfeld erklären kann. Cass erkennt bald eine Verbindung zum schattenhaften Netzwerk um den geheimnisvollen Castor Bright. Doch es zeigt Zerfallserscheinungen: unterschiedliche Parteien haben sich gebildet, die sich feindlich gegenüberstehen. Als Terroranschläge London erschüttern ist klar: Die Welt gerät langsam aber sicher aus den Fugen und ist zum Schlachtfeld unberechenbarer Mächte geworden. Und Cass spielt in deren undurchsichtigen Plänen offenbar eine immer wichtigere Rolle.

Meine Einschätzung:
In Unwissenheit, dass es sich um den zweiten Teil einer Serie handelt, bin ich in diesen Mysterie-Thriller sozusagen hineingestolpert. Da es eine Reihe von Anspielungen und Erklärungen zur vorherigen Handlung gibt, konnte ich mir einiges zusammenreimen, aber besser wäre es sicher gewesen, Teil 1 zuerst zu lesen. Na gut.
Die Serie spielt in einer nahen, düsteren Zukunft in London. Die Weltwirtschaft ist zusammengebrochen und die Menschen kommen mit diesen veränderten Bedingungen nicht besonders gut klar.
Cass, ein Inspektor der Londoner Polizei ist ein ganz schön kantiger Charakter. Nach einigen Schicksalsschlägen ist er privat isoliert und nachdem er in Teil 1 eine großangelegte Korruptionsaffäre bei der Polizei aufgedeckt hat, ist er bei den Kollegen verhaßt. Um seinen Albräumen und Ängsten zu entfliehen, genehmigt er sich auch mal einen Drogenrausch und sein Umgang mit den Mitmenschen ist ruppig.
Während er die Ermittlungen um die mysteriösen Todesfälle unter Studenten leitet, versucht er gleichzeitig seinen todgeglaubten Neffen zu finden und muß feststellen, dass in beiden Fällen das geheimnisvolle Netzwerk um Mr. Bright seine Finger im Spiel hat.
Die Autorin läßt mich absolut im Dunklen tappen, was es mit diesem Netzwerk auf sich hat. Sind das Außerirdische? Überirdische? Gestaltwandler? Keine Ahnung. Ich kam mir vor, wie in „Akte X“, denn die große Verschwörung habe ich auch nie durchblickt ;-).
Der Vergleich mit Akte X ist durchaus passend und das ist sicher auch der Grund, warum ich durchaus an der Fortsetzung dieser Serie interessiert bin.

Mein Fazit:
„Die Farben der Finsternis“ ist ein düsterer, teilweise bizarrer Mystery Thriller, der viele Fragen und vor allem das Ende offen läßt.

Robb, J.D.: Das Lächeln des Killers


Genre: Thriller, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Gefährlich, rasant romantisch! – Der 13. Fall für Lieutenant Eve Dallas
Die Verführung war perfekt – sanftes Kerzenlicht, romantische Musik, Rosenblüten auf dem Bett. Doch warum hat sich die junge Frau nach dem Rendezvous mit dem unbekannten aus dem 12. Stock des Apartmenthauses gestürzt? Eve Dallas zweifelt stark an der Selbstmord-Theorie, denn im Blut des Opfers wird eine gefährliche Substanz festgestellt. Eine Droge, die Frauen willig macht. Das Verbrechen bereitet Eve schlaflose Nächte, denn jeden Moment könnte der Täter wieder zuschlagen. Und die grausame Tat des Killers reißt alte Wunden wieder auf, die Eve seit ihrer Kindheit um jeden Preis vergessen möchte …

Meine Einschätzung:
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole ;-)… Wenn mir der Sinn nach einem guten Thriller in futuristischer Umgebung, mit einer toughen Ermittlerin steht, dann hole ich eine weitere Folge von Eve Dallas vom SuB und werde nur selten enttäuscht.
Obwohl die Autorin die Mörder recht früh ins Spiel bringt, tut das der Spannung aus meiner Sicht keinen Abbruch. Es gibt herrlich witzige Szenen, aber auch rührende und traurige.
Neulich wurde ich in einem TAG nach meinem Lieblingshelden gefragt. Da hätte ich natürlich auch Rourke nennen können, der einfach unglaublich toll, klasse, süß, witzig, stürmisch, intelligent, fürsorglich, beschützend, frech, niedlich, …. ist. *grins*

Mein Fazit:
Auch der 13. Band der Eve Dallas Serie ist spannend, unterhaltsam und lesenswert.