Greiff, E.L.: Zwölf Wasser – Zu den Anfängen (1)


Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Zwölf Wasser – Zu den Anfängen
Teil 2: Zwölf Wasser – In die Abgründe
Teil 3: Zwölf Wasser – Nach den Fluten

Kurzbeschreibung:
Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur Wasser …Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?

Meine Einschätzung:
Aufmerksam auf diese Fantasy-Serie bin ich durch die Ankündigung einer Blogtour geworden. Obwohl ich die Tour letztendlich nicht verfolgt habe, war meine Interesse an der Serie geweckt, was beweißt, welch interessantes Marketing-Instrument so eine Blogtour doch sein kann, oder?

Das nächste, was mir bei dieser Serie sofort aufgefallen ist: wer ist denn eigentlich der Autor???? Die Initialen verraten nicht mal, welches Geschlecht der Autor/die Autorin hat und auch im Klappentext und auf der Verlagsseite ist dazu nix zu finden. Ich wäre nicht die leseratteffm, wenn ich dieser Frage nicht auf den Grund gehen würde und meine Recherche hat ergeben, dass es sich um eine Autorin handelt. Hm, wer glaubt denn eigentlich heute noch, dass Frauen keine gute Fantasy schreiben können oder was könnte sonst der Grund sein, diese Tatsache zu verstecken????

Aber nun zur Geschichte:
Der Weltenaufbau ist ganz klassisch und komlex. In einer mittelalterlichen Welt existieren verschiedene menschliche Völker, die sich in Händler, Hirten und Magier teilen. Elfen, Zwerge, etc. sucht man übrigens vergeblich ;-).
Sehr hilfreich, um sich in dieser Welt zurecht zu finden, ist das Glossar und die Karte am Ende des Buches.
Auch das Motiv der Geschichte ist in meinen Augen ein ganz klassischen Fantasy-Motiv: Eine Welt befindet sich im Wandel, ein nahezu untergangenes Volk gewinnt an Stärke. Weise Frauen und/oder Priesterinnen bemerken Veränderungen im Weltengefüge und suchen sich Gefährten für eine lange, gefahrvolle Reise, …
Hat mir die Geschichte nun gefallen??? Hm, ich bin sehr angetan von dieser Welt, die detailreich und interessant geschildert wird. Allerdings ist es schon recht anstrengend bei dieser Vielzahl von Völkern und deren Geschichte, den Überblick zu behalten.
Anstrengend will ich jetzt auch mal die Hauptfiguren nennen.
Die geheimnisvollen Undae sind wirklich interessante Charaktere, aber ihre wenigen Aussagen sind kryptisch, sie verfallen ganz gerne unvermittelt in tatenlose Starre und das fand ich mühsam.
Auch die männlichen Hauptfiguren sind interessante, aber auch sperrige Charaktere, die es mir schwer gemacht haben, sie zu mögen und das ist letztlich auch der Grund, warum ich nicht restlos begeistert von diesem Buch bin.
Mir fehlt eine Lieblingsfigur.
In dieser Geschichte wird auch sehr viel gelitten, an Hunger, an Verzweiflung, an Schmerz, zahlreiche Haupt- und Nebenfiguren sterben und alle Zeichen stehen auf „diese Welt wird untergehen und jede Hilfe kommt zu spät“. Darauf muß man sich einlassen können.
Andererseits ist die Geschichte gut geschrieben, mir gefällt die Idee von Quellhütern und der Bedeutung von Gewässern und nach einer kleinen Pause werde ich sicher wissen wollen, wie es weiter geht.

Mein Fazit:
„Zwölf Wasser – Zu den Anfängen“ ist der Start einer anspruchsvollen, düsteren Fantasy-Serie, die mich zwar etwas angestrengt, aber auch fasziniert hat.

Roberts, Nora: Spuren der Hoffnung

Gerne: zeitgenössischer Liro, paranormaler Liro

Reihenfolge der O’Dwyer Serie:
Teil 1: Spuren der Hoffnung
Teil 2: Pfade der Sehnsucht
Teil 3: Wege der Liebe

Kurzbeschreibung:
Iona verlässt Baltimore, um sich im sagenumwobenen County Mayo auf die Suche nach ihren Vorfahren zu machen. Als sie den attraktiven Boyle trifft, bietet er ihr an, auf seinem Gestüt zu arbeiten. Schnell spüren beide, dass sie mehr verbindet als die gemeinsame Leidenschaft für Pferde. Doch dann droht ein dunkles Familiengeheimnis das Glück der beiden zu zerstören.

Meine Einschätzung:
Nach der brutalen, traurigen, realitätsnahen Geschichte von „Lady Bag“, brauchte ich was Nettes für’s Herz und wer kann dieses Bedürfnis besser stillen, als Frau Roberts??? 🙂
Man nehme das saftig, grüne Irland, ein altes, romantisches Schloss, eine magiebegabte Familie, liebenswerte, wunderschöne, starke, charmante Protagonisten, jede Menge Tee und Kekse, ein wenig keltische Mythologie und fertig ist das Rezept für einen herzerwärmenden, romantischen Liro :-).
Hier und da ist das Ganze vielleicht ein wenig zu süßlich und einige Fragen hätte ich da auch noch, aber da kann ich locker drüber hinwegsehen.
Ich bin begeistert und die zwei Folgebände sind schon bestellt.

Mein Fazit:
Magische Liebesgeschichten im romantischen Irland kann es nie genug geben ;-).

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Sterne so golden (3)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Wie Sterne so golden
Teil 4: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat?

Meine Einschätzung:
Cress, eine Art Rapunzel, die von der bösen Luna-Königin in einem Satelitten gefangen gehalten wird, entkommt mit Hilfe von Cinder und ihren Gefährten. Aber die Gefährten werden in klassischer Weise voneinander getrennt und müssen die unterschiedlichsten Abenteuer bestehen, bis sie wieder aufeinander treffen.
In meinen Ohren hatte die Geschichte dieses Mal zwar einige Längen, aber trotzdem bin ich begeistert von den Ideen der Autorin, dem Setting und den Charakteren.
Ich wünschte, die Übersetzung ließe nicht so lange auf sich warten :-).

Mein Fazit:
Mit dieser großartigen Mischung von klassischen Märchenelement und spannenden Charakteren in einer futuristischen Welt hat die Autorin genau meinen Lese/Hörgeschmack getroffen.

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Blut so rot (2)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Luna-Chroniken:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Chess (noch nicht übersetzt)
Teil 4: noch nicht erschienen

Kurzbeschreibung:
Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

Meine Einschätzung:
Die große Frage: Kann Teil 2 halten, was Teil 1 versprochen hat? kann ich mit einem eindeutigen: JA!!!! beantworten.
Scarlet ist ein großartiges, mutiges „Rotkäppchen“, das sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Großmutter macht. Dem Mann, der ihr dabei helfen will und der nicht nur den Namen Wolf trägt …, traut sie anfangs nicht über den Weg. Wie berechtigt ihre Skepsis gewesen ist, muß sie leider nur zu bald erfahren. Hach, ich darf hier gar keinen Fall zu viel verraten…
Und es gibt auch ein Wiedersehen mit Cinder, deren Flucht und ihre Suche nach Antworten den zweiten Strang der Geschichte bilden.
Mir hat richtig gut gefallen, wie die Autorin die beiden Erzählstränge zusammenführt und die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, läßt mich hibbelig auf den nächsten Teil warten. (Das kommt davon, wenn man die eigene Devise: Kaufe Serien erst, wenn sie komplett erschienen sind! ignoriert. Grmpf!)
Es kommen ein paar coole, neue Charaktere hinzu und mein absoluter Liebling ist und bleibt die niedliche Droidin Iko, deren Persönlichkeit nun in einem Raumschiff Platz findet, da Cinders Stiefmutter ihren Droidenkörper verschrottete. Großartig!!!
Vanida Karun, die ich bisher noch nie in einem Hörbuch gehört habe, liest engagiert, absolut passend und angenehm.

Mein Fazit:
Mit dieser großartigen Mischung von klassischen Märchenelement und spannenden Charakteren in einer futuristischen Welt hat die Autorin genau meinen Lesegeschmack getroffen.

PS: Ich verlinke hier mal die Webseite der Autorin. Dort könnt Ihr die Cover der Originalausgaben bewundern, die ich sehr hübsch finde.
www.marissameyer.com

Wilks, Eileen: Wolf Shadow – Unsterbliche Bande (9)

Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Wolf Shadow 01 – Verlockende Gefahr
Teil 2: Wolf Shadow 02 – Magische Versuchung
Teil 3: Wolf Shadow 03 – Dunkles Verlangen
Teil 4: Wolf Shadow 04 – Finstere Begierde
Teil 5: Wolf Shadow 05 – Tödliche Versprechen
Teil 6: Wolf Shadow 06 – Blutmagie
Teil 7: Wolf Shadow 07 – Verbotene Pfade
Teil 8: Wolf Shadow 08 – Tödlicher Zauber
Teil 9: Wolf Shadow 09 – Unsterbliche Bande
Teil 10: Wolf Shadow 10 – Dunkles Vergessen

Kurzbeschreibung:
Lily und Rule sind auf der Suche nach einem gestohlenen magischen Artefakt. Dabei stoßen sie auf die Spur eines gefährlichen Mörders, der ein Anhänger jenes uralten übernatürlichen Geschöpfes ist, gegen das die Werwölfe schon seit Jahren kämpfen.

Meine Einschätzung:
Band 9 schließt unmittelbar an seinen Vorgänger an und ich wünschte wirklich, ich hätte diese Serie erst jetzt für mich entdeckt und könnte sie in einem Rutsch durchlesen *seufz*.
So muß ich mich erst einmal zurückbesinnen, „was bisher geschah“, aber da Eileen Wilks komplexer Weltenentwurf und die Protagonisten für mich etwas Besonderes sind, finde ich auch nach über einem Jahr wieder gut in die Geschichte hinein.
Diese Geschichte ist wieder ganz schön spannend, Verräter in den eigenen Reihen müssen entlarvt werden, Schwestern verlieben sich in die falschen Männer, Halbbrüder tauchen überraschend auf, Geliebte werden entführt und widerspenstige Geister sind die letzte Rettung. Zu meiner ganz persönlichen Freude hat auch Lilys kleine, betagte Großmutter wieder einen spektakulären Auftritt und ich wünschte, der nächste Band würde nicht erst im September 2014 erscheinen …

Mein Fazit:
Ein großartige Urban-Fantasy-Serie (die man unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen muß), düster, spannend, actionreich und mit vielen, vielen fantasievollen Figuren und interessanten Charakteren ausgestattet.

Singh, Nalini: Wilde Glut

Genre: Sci-fi, Liro

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Leopardenblut
Teil 2: Jäger der Nacht
Teil 3: Eisige Umarmung
Teil 4: Im Feuer der Nacht
Teil 5: Gefangener der Sinne
Teil 6: Sengende Nähe
Teil 7: Ruf der Vergangenheit
Teil 8: Fesseln der Erinnerung
Teil 9: Wilde Glut
Teil 10: Lockruf des Verlangens
Teil 11: Einsame Spur
Teil 12: Geheimnisvolle Berührung
Teil 13: Pfade im Neben
Teil 14: Scherben der Hoffnung

Kurzbeschreibung:
Der Gestaltwandler Drew Kincaid ist ein Jäger. Er spürt Angehörige seines Wolfsrudels auf, die ihrer animalischen Seite nachgegeben haben. In den meisten Fällen gelingt es ihm, sie zu retten und zum Rudel zurückzubringen. Manchmal bleibt ihm jedoch nichts weiter übrig, als sie zu töten. Drew ist insgeheim in die schöne Wächterin Indigo Riviere verliebt, die seine Gefühle zu erwidern scheint. Doch Indigos eigene Position unter den Wölfen macht eine Beziehung zwischen beiden unmöglich, wenn sie nicht die Hierarchie des Rudels gefährden wollen. Die Leidenschaft zwischen Indigo und Drew wird zu einem Spiel mit dem Feuer.

Meine Einschätzung:
Dieses Mal spielen mal wieder Gestaltwandler die Hauptrolle, nämlich die Wölfe. Während mich Indigo etwas genervt hat mit ihrer sturköpfigen Art auf ihrer Dominanz zu bestehen, ist Drew dafür ein Wolf zum Knutschen. Seine süßen Einfälle und seine Beharrlichkeit, mit der er um Indigo wirbt, sind einfach zum Niederknien schön. Aber neben der Romantik kommt auch die Spannung nicht zu kurz, denn die Medialen haben einen teuflischen Plan ausgeheckt, um die Gestaltwandler empfindlich zu schwächen.
Ich habe mich mit diesem Band wieder sehr, sehr gut unterhalten gefühlt und ich kann den nächsten Band, in dem Hawke und eine junge Mediale die Hauptrolle spielen werden, kaum erwarten!!!!

Mein Fazit:
Ein gelungener Teil der Serie mit einer großen Portion Romantik. Unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen.