Landy, Derek: Skulduggery Pleasant – Die Saga 1 – 9


Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand
Teil 2: Skulduggery Pleasant – Das Groteskerium kehrt zurück
Teil 3: Skulduggery Pleasant – Die Diablerie bittet zum Sterben
Teil 4: Skulduggery Pleasant – Sabotage im Sanktuarium
Teil 5: Skulduggery Pleasant – Rebellion der Restanten
Teil 6: Skulduggery Pleasant – Passage der Totenbeschwörer
Teil 7: Skulduggery Pleasant – Duell der Dimensionen
Teil 8: Skulduggery Pleasant – Die Rückkehr der Toten Männer
Teil 9: Skulduggery Pleasant – Das Sterben des Lichts

Meine Einschätzung:
Ich erinnere mich noch ziemlich genau, als ich vor einigen Jahren auf der Frankfurter Buchmesse am Stand von Loewe der Figur von Skulduggery Pleasant begegnete und sie ganz schrecklich fand … bis meine wilde Tochter der Serie verfiel und ich mir jedes Jahr auf’s Neue auf der Buchmesse die Lesung mit Rainer Strecker anhören mußte :-). Meine Tochter wurde ein ausgewiesener Fan und da wir in vielen Fällen den gleichen Geschmack haben, nahm ich mir vor, irgendwann mal alle Bände hintereinander zu hören. Und diesen Sommer war es jetzt soweit.
Walküre Unruh und Skulduggery haben mich durch den gesamten Sommer begleitet, sie haben gekämpft, gelitten, Quatsch gemacht, waren traurig, mußten um gute Freunde trauern und sich aus aussichtslosen Situationen befreien. Immer drohend das Ende der Welt vor Augen, geben sie ihr bestes.
Was mir richtig gut gefallen hat, beide Hauptfiguren haben ihre dunkle Seite, machen üble Fehler, sind nachdenklich und selbstkritisch, aber immer loyal bis zur Selbstaufgabe – sehr vielschichtig und glaubwürdig.
Der schräge, irische Humor des Autoren trägt den Leser/Hörer durch diese wilde Geschichte voller Schlachten und ultrabösen Bösewichten. Allerdings sollte man sein Herz nicht zu sehr an bestimmte Figuren hängen, denn der Autor opfert eine ganze Reihe von Hauptfiguren, was ich ihm Zwischendurch wirklich verübelt habe!
Eine derart lange Saga hat natürlich auch hier und da ihre Längen oder entwickelt sich stellenweise in Richtungen, die mir nicht so gut gefallen haben, aber in Summe ist es eine spannende, unterhaltsame, düstere, kampfbetonte Urban-Fantasy-Geschichte, die einen Vergleich mit „Harry Potter“ nicht scheuen muß, aber an keiner Stelle niedlich ist ;-).

Eine Klasse für sich ist die Lesung von Rainer Strecker!!! Grandios, fantastisch, sensationell, wie er den Figuren mit seiner Stimme Leben einhaucht. Er muß selbst großen Spaß an der Geschichte gehabt haben, sonst hätte er das nicht dermaßen überzeugend über alle 9 Bände lesen können.
Wenn es einen Oscar für Hörbücher gäbe, bekäme er ihn von mir für die Interpretation von Skulduggery Pleasant!!!!

Mein Fazit:
Spannend, schräg, voller irischem Humor, voller Magie, blutrünstig, abgefahren, vollkommen verrückt und genial gelesen von Rainer Strecker! So war mein Sommer ;-).

Aaronovitch, Ben: Der Galgen von Tyburn (6)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Flüsse von London
Teil 2: Schwarzer Mond über Soho
Teil 3: Das Wispern unter Baker Street
Teil 4: Der böse Ort
Teil 5: Fingerhutsommer
Teil 6: Der Galgen von Tyburn
Teil 7: ?

Kurzbeschreibung:
In seinem sechsten Fall muss der fabelhafte Peter Grant
– ein verschollenes altes Buch wiederfinden
– einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären
– versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben
– vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden
– sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

Meine Einschätzung:
Auch dieser Band der Serie hat mich wieder bestens mit jeder Menge verrückter Ideen, schrägen Typen und gruseligen Gestalten unterhalten. Herrlich witzig und genau mein Geschmack. Schade nur, dass zwischen den Bänden so viel Zeit vergeht …

Mein Fazit:
Wer schwarzen, britischen Humor, Urban Fantasy ohne sensationell gutaussehende Alpha-Helden ;-), London, spannende, ungewöhnliche und absurde Kriminalfälle mag, der wird diese Serie lieben!
Für Quereinsteiger nicht geeignet. Besser mit Band 1 beginnen.

Strauss, Britta: Indigo und Jade (1)


Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Indigo und Jade
Teil 2: Schnee und Orchidee

Kurzbeschreibung:
Als die heimatlose Jade nach einem misslungenen Diebstahl von den Häschern der grausamen Königin Scylla gefangengenommen und misshandelt wird, glaubt sie, ihr Dasein sei zu Ende. Halbtot in den von gefährlichen Kreaturen bevölkerten Wäldern ausgesetzt, schließt sie mit ihrem Leben ab. Doch Indigo, ein mysteriöser Vagabund, scheint nur auf sie gewartet zu haben. Er rettet Jade das Leben und zwingt sie dazu, an seiner Seite auf eine lange Reise zu gehen. Eine Reise voller tödlicher Gefahren, deren Sinn und Ziel sie nicht kennt. Tausend Geheimnisse umgeben Indigo, unzählige Feinde verfolgen seine Spur. Jeder Tag und jede Nacht machen Jades Reisegefährten nur noch rätselhafter, doch sie ist entschlossen, die Wahrheit über ihn herauszufinden.

Meine Einschätzung:
Im Grunde verfügt die Geschichte über alle Zutaten, die ich mag: Märchenelemente, Magie, jede Menge Zauberwesen, bösartige Monster, Drachen, Einhörner, starke Frauenfiguren, eine Liebesgeschichte, …
Richtig gut gefallen haben mir die beiden bösen Königinnen. Wenn schon böse, dann richtig böse und richtig mächtig und skrupellos waten sie durch das Blut ihres Volkes. Du machst als Palastwache einen Fehler (oder auch nicht) – Kopf ab :-), Du kannst Deine Steuern nicht bezahlen – Kopf ab, etc.
Auch die erschaffenen blutrünstigen Monster sind lesenswert. Blutsaugende Kolibris, da muß man erst mal drauf kommen ;-).
Gerne mochte ich auch die Szenen, als Jade und ihr Bruder von den beiden Diebinnen gerettet werden und im Untergrund der Stadt lebten.

ABER (und ab hier lesen bitte nur die weiter, die das Buch selbst schon gelesen haben, denn ich muß wohl oder übel spoilern, wenn ich meine kritischen Gedanken ordentlich darlegen möchte.) …

Die Geschichte ist sehr komplex angelegt und ich habe den Eindruck, dass ich diese komplizierten, detailierten Zusammenhänge nicht immer richtig durchschauen konnte, aber dass kann natürlich auch an mir liegen ..

Es gibt in der Geschichte zwei richtig große Zeitsprünge (über mehrere 100 Jahre), die mich verwirrt haben und ich habe immer noch nicht verstanden, warum die sein mußten. Warum immer gleich in diesen Dimensionen??? 20 Jahre hätten doch auch gereicht.
Nach dem ersten Zeitsprung taucht die uralte Opalfüchsin auf – nach x100 Jahre – und erst um einiges später wird erklärt, dass sie ein magisches Wesen ist (zumindest habe ich das vorher nicht verstanden) und erhält eine entscheidene Rolle. Bis dahin ist sie ein Begleiterin nahezu ohne Funktion …
Nach dem zweiten Zeitsprung tauchen plötzlich noch zwei neue Figuren auf, die Begleiter des atlantischen Magiers, die nirgendwo eingeführt werden. Der Magier an sich ist eher ein Einzelgänger und warum er sich ausgerechnet diese beiden Gefährten ausgesucht hat, erschließt sich mir nicht.
Nun suche in Fantasy-Büchern nicht wirklich nach Logik, aber zumindest müssen mir die Dinge plausibel, in all ihrer Fantastik, erklärt werden.
Probleme habe ich auch mit der männlichen Hauptfigur Indigo, dem Magier. Er bekommt in der Geschichte unglaubliche Kräfte zugeschrieben, zerstört unter der Herrschaft des Fluches der bösen Königin Armeen mit einem Fingerschnippen, aber im Rest der Geschichte ist er immer am Ende seiner Kräfte, kurz vor dem Ausbrennen und der kleinste Zauber schwächt ihn. Leider habe ich nicht verstanden, warum das so ist oder habe ich die Erklärung überlesen???
Ja, das könnte schon sein, denn die Geschichte hat auch ihre Längen, die mich ungeduldig gemacht haben, sodass ich manchmal nur quer gelesen habe. Das kommt eigentlich nur vor, wenn mich die Geschichte nicht wirklich fesselt.
Denn leider hat mir auch die weibliche Hauptfigur Jade nicht so richtig gut gefallen. Da die Geschichte auch aus ihrer Perspektive erzählt wird, hat man einen guten Einblick in ihre Persönlichkeit – leicht zickig, aufbrausend, ängstlich, nervig, aber auch mutig und unerschrocken, aber gleichzeitig verkörpert sie auch eine reine Seele und die stelle ich mir irgendwie anders vor.
Gleichzeitig habe ich außerdem das Problem, dass ich mir nur schwer vorstellen kann, wie sich eine Persönlichkeit, die mehrere 1000 Jahre alt ist und keine kleinere Aufgabe hat, als die Menschheit zu beraten und zu beschützen, obendrein über mächtige Magie verfügt, aus einer anderen Welt stammt, sich in ein junges Mädchen verliebt. Echt jetzt????

Das sind natürlich alles vollkommen subjektive Lesegefühle meinerseits und andere Leser werden das ganz anders empfinden. Vielleicht war das einfach nicht die richtige Geschichte zur richtigen Zeit???

Mein Fazit:
Eine opulente Fantasy-Geschichte mit Märchenelementen und jeder Menge magischer Weser und gräßlicher Monster, die mich leider nicht restlos überzeugen konnte.

Heitz, Markus: Wédora


Genre: Fantasy, Hörbuch

Kurzbeschreibung:

Im Zentrum einer gigantischen, tödlichen Wüste aus Stein, Sand und Staub liegt die schwer befestigte Stadt Wédora. Sie ist der einzige Punkt für alle Handelskarawanen, Kaufleute und Reisende, um Wasser und Schutz zu erhalten. Sämtliche Wege aus Nord, Süd, Ost und West laufen auf die Stadt zu, die über der Grotte des Smaragdnen Wassers errichtet ist. Das Reservoir versiegt nie und ist der Garant für das Leben, das sonst nirgends an diesem Ort möglich ist. Und nur Wédora stellt sicher, dass Handel und Reise unter den verschiedensten Ländern rings um die Wüste geschehen kann. Ohne sie sind die Verbindungen unterbrochen.

Meine Einschätzung:

Ich mag die herrlich phantastischen, epischen Geschichten von Markus Heitz sehr und bewundere seinen enormen Ideenreichtum.
Zwei Freunde verschlägt es in eine ihnen vollkommen fremde Welt, deren Gesetze und gesellschaftlichen Regeln sie nicht kennen und Verstöße gegen diese Regeln werden leider immer gleich mit drakonischen Strafen belegt.
Wédora ist eine riesige Stadt, die in einer erbarmungslosen Wüste liegt, die neben unwirtlichen Lebensbedingungen auch noch mit jede Menge räuberischer Völker und hübsche blutrünstige Monster beherbergt. Herrlich.
Die beiden Hauptfiguren werden durch eine Zauber in die Wüstenstadt befördert und gleich nach ihrer Ankunft getrennt. Die Wiedervereinigung der beiden Gefährten und ihre Suche nach einem Zauberer, der sie wieder nach Hause zurückbringen kann und die abenteuerlichen Geschichte, die sie dabei erleben, die Allianzen, die sie eingehen müssen und die Gefahren für Leib und Leben, denen sie im Verlaufe der Geschichte ausgesetzt werden, sind keine Minute langweilig.
In gewohnter Heitz-Manier geht es in Wédora auch nicht zimperlich zu. Da wird gestohlen, verraten, vergiftet, erstochen, gemetzelt, eingekerkert, dass es eine Freude 😉 ist und bei dem Autor kann man sich auch nie hundertprozent sicher sein, dass er nicht doch eine Hauptfigur opfert, so dass es für mich ausreichend viele spannende Momente gibt :-).
Ich mochte die Schilderungen der Wüstenstadt, die einer afrikanischen Oase ganz entfernt ähnelt, sehr. Auch die Beschreibung der Stadtgesellschaft, der verfeindeten Völker und Bestien fand ich gelungen. Es gibt auch viele interessante Charaktere, so richtig schöne, böse Jungs oder fiese Verräter oder dreiste Diebinnen oder undurchschaubare Herrscher.
Mir ist allerdings nicht so ganz klar, ob es sich tatsächlich um einen Einzelband handelt oder ob es eine Fortsetzung geben wird. Es gibt einige Handlungsstränge, die könnten auch noch weitergeführt werden … Mal gucken. Ich würde mir die Fortsetzung auch sehr gerne anhören.
Uve Teschner liest die Geschichte wieder grandios gut.

Mein Fazit:
Wer die Muße hat, sich 16 Stunden lang auf eine Reise in eine fremde Welt zu begeben und wilde Abenteuer mit ungewissem Ausgang erleben möchte, der sollte sich Wédora auf die Ohren geben. Ich fand es großartig!

Morgenstern, Erin: Der Nachtzirkus


Genre: Fantasy

Kurzbeschreibung:
Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.

Meine Einschätzung:
Verwunschen, magisch, geheimnisvoll, ein klein wenig tragisch, etwas gruselig, altmodisch. Dieser Roman lebt von der Atmosphäre, die die Autorin mit ihrer schönen Sprache erzeugt. Liebevoll und sehr charmant erzählt die Autorin die Geschichte zweier bösartiger Zauberer, die ihre Zöglinge in einen Magie-Wettkampf zwingen, dessen Regeln die Beteiligten nicht kennen. Auch der geneigte Leser wird im Ungewissen gelassen und leidet mit den beiden jungen Leute mit.
Wer nach einer spannenden Geschichte mit einer rasanten Handlung sucht, der wird im Nachtzirkus nicht fündig. Es gibt auch keine Blitz begleiteten Zauberwettkämpfe mit Zauberstäben. Die beiden Wettkämpfer erschaffen dafür eine zauberhafte Welt mit klirrenden Eiswäldern, lebendigen Karusseltieren und man kann sich einfach durch diese magische Welt treiben lassen. Ich habe das sehr genossen, allerdings muß ich auch zugeben, dass ich einige Aspekte der Geschichte nicht so ganz verstanden habe. Gut, dass ich mich darüber mit meinen Lesekreisdamen austauschen kann.

Mein Fazit:
Bin offenbar in einer geduldigen Lesephase und konnte mich in dieser magischen, wunderschönen Geschichte verlieren.

Sullivan, Michael, J.: Der Aufstieg Nyphrons – Riyria 3


Genre: High Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Thron von Melengar – Riyria 1
Teil 2: Der Turm von Avempartha – Riyria 2
Teil 3: Der Aufstieg Nyphrons – Riyria 3
Teil 4: An Bord der Smaragdsturm- Riyria 4
Teil 5: Das Fest von Aquesta – Riyria 5
Teil 6: Percepliquis (noch nicht übersetzt)


Kurzbeschreibung:

Die berüchtigten Diebe mit Namen Riyria übernehmen einen Auftrag als Spione des Königs von Melengar, während sich das kleine Königreich verzweifelt im Kampf gegen das Neue Imperium wehrt. Mit einem brutalen Krieg gegen die Bevölkerung versuchen die Putschisten, hinter denen Kirche die Nyphrons steht, die Macht an sich zu reißen. Allen Königreichen droht die Knechtschaft. Kann Prinzessin Arista auf eigene Faust ein Bündnis gegen die Aggresoren schließen? Als Begleitung nimmt sie die besten Agenten des Königreichs mit: Riyria. Doch schon bald findet sich das Trio in einem uralten, beinahe 1000 Jahre alten Konflikt wieder, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint …

Meine Einschätzung:

Und spannend geht es weiter. Da ich Band 3, 4 und 5 hintereinander weggelesen habe (wozu ich nur jedem raten kann :-), verschwimmt die inhaltliche Abgrenzung der einzelnen Titel in meinem Hirn etwas und weil ich sowieso vom Inhalt nicht viel verraten möchte, laß ich die Inhaltsangaben einfach weg.

Mich fasziniert der interessante Weltenentwurf, die Protagonisten sind einfach wunderbar vielschichtig, der Autor ersinnt ganz tolle, starke Frauenfiguren, es gibt höchst ritterliche Ritter, gemeine Schurken, geheimnisvolle Zauberer, intrigierende Kirchenfürsten, undurchsichtige Professoren, ehrenhafte Diebe, …
Die Geschichte ist sehr spannend, unter anderem, weil es immer wieder überraschende Wendungen gibt. Der Autor scheut sich auch nicht, Hauptfiguren zu opfern und es ist keineswegs sicher, ob alles gut enden wird.
Manchmal mußte ich an einer spannende Stelle erst mal kurz pausieren, mir was zu trinken holen und mir sozusagen selbst Mut machen, weiterzulesen :-).
DAS nenne ich großartige Unterhaltung!

Mein Fazit:
Epische Fantasy – großartige Unterhaltung – genau wie ich es mag!

Sullivan, Michael J.: Der Turm von Avempartha – Riyria 2

Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Thron von Melengar – Riyria 1
Teil 2: Der Turm von Avempartha – Riyria 2
Teil 3: Der Aufstieg Nyphrons – Riyria 3
Teil 4: An Bord der Smaragdsturm- Riyria 4
Teil 5: Das Fest von Aquesta – Riyria 5
Teil 6: Percepliquis (noch nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:
Das mittellose Mädchen Thrace bittet Royce und Hadrian, ihr abgelegenes Dorf vor den nächtlichen Angriffen eines unbekannten Ungeheuers zu schützen. Dabei stoßen die beiden allerdings auf viel größere Schwierigkeiten als gedacht: Die Kreatur scheint unbesiegbar. Einer alten Prophezeiung nach kann nur das Geheimnis im alten Elben-Turm von Avempartha den mit allen Wassern gewaschenen Dieben weiterhelfen. Warum tauchen aber plötzlich Vertreter des Adels und der Kirche von Nyphron in der gottverlassenen Gegend auf? Und welche Ziele verfolgt Esrahaddon der Zauberer?

Meine Einschätzung:
Ich brauche nicht mehr, um mich königlich zu amüsieren:
Zwei gerissene Schurken mit dem Herzen am rechten Fleck, eine widerspenstige, dickköpfige Prinzessin, einen geheimnisvollen Zauberer, ein übles, nahezu unsterbliches Monster, einen Haufen Ritter, von dämlich bis ritterlich ;-), unergründliche Elfen, ein uralter Turm mit vielen Geheimnissen, …
Herrlich.

Mein Fazit:
Epische Fantasy, wie ich sie mag.

Aaronovitch, Ben: Fingerhutsommer (5)

Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Flüsse von London
Teil 2: Schwarzer Mond über Soho
Teil 3: Das Wispern unter Baker Street
Teil 4: Der böse Ort
Teil 5: Fingerhutsommer
Teil 6: Der Galgen von Tyburn

Kurzbeschreibung:
Obwohl sich Police Constable Peter Grant schon unwohl fühlt, wenn er Londons Skyline auch nur ein paar Kilometer weit hinter sich lässt, wird er jetzt in die tiefste Provinz geschickt: in einen kleinen Ort in Herefordshire – wo sich Fuchs, Hase und der Dorfpolizist Gute Nacht sagen. Aber es werden zwei Kinder vermisst, und ihr Verschwinden erfolgte womöglich unter magischen Umständen. Also muss Peter notgedrungen sein angestammtes Biotop verlassen. Mit der Flusstochter Beverley Brook begibt er sich mutig nach Westen, hinein ins ländliche England …

Meine Einschätzung:
Peter, der Farbige Polizist mit der Zusatzausbildung in Zauberei, ist ein echter Stadtmensch und ich habe mich köstlich darüber amüsiert, wie er die Landidylle wahrnimmt. Herrlich. Der Kriminalfall, nämlich das Verschwinden zweier kleiner Mädchen und die damit verbundenen Ermittlungen fand ich richtig spannend. In dieser Serie wimmelt es nur so vor übersinnlichen Wesen, Göttern und Magie, was ich natürlich sehr cool finde und wer sich hinter dem unsichtbaren, wurstfressenden Pony verbirgt, das die Mädchen gesehen haben wollen, soll eine Überraschung bleiben ;-).
Ich habe mich jedenfalls bestens mit der Geschichte amüsiert, die nicht an allen Stellen jugendfrei ist und die mit schwarzem britischen Humor besticht und einer überbordenden Fantasie des Autors.

Mein Fazit:
Ich liebe die Geschichten dieses Autors und freue mich schon auf den nächsten Teil. Die Folge ist nicht für Quereinsteiger geeignet. Besser mit Teil 1 beginnen.

FForde, Jasper: Die letzte Drachentöterin (1)

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Kurzbeschreibung:
Auftakt der Drachen-Trilogie von Kultautor Jasper Fforde: Jennifer Strange ist fünfzehn Jahre alt, Findelkind und aktuell die Leiterin von Kazam, einer Agentur, die Zauberer vermittelt. Die Zeiten, als die Zauberer noch vor Magie strotzten, sind längst vorbei. Wer einst ganze Berge versetzte, liefert heute auf seinem fliegenden Teppich Pizza aus. Die Geschäfte von Kazam laufen dementsprechend schlecht, und die Magier müssen um ihre Jobs fürchten. Als wäre das nicht genug, macht auch noch die Vorhersage die Runde, dass der letzte Drache sterben wird – und zwar durch die Hand von niemand Geringerem als Jennifer. Schnell wird ihr klar, dass nicht nur ihr Leben, sondern die Geschicke aller Bürger in den Ununited Kingdoms auf den Kopf gestellt werden…

Meine Einschätzung:
Sehr, sehr cool. Jasper Fforde schäumt über vor bizarren, verrückten, abgefahren und absurden Ideen. Das hat mir unglaublich gut gefallen. Viele Geschichten, in denen es um Magie geht, nehmen es mit der Logik nicht so genau, aber Jasper Fforde denkt da auch mal weiter. Ein Zauber, der ein Zimmer aufräumt, räumt auch wirklich alles auf und da sollte man tunlichst nicht selbst auf den Boden fallen. Ist doch klar, oder? 🙂
Die Welt in seiner Geschichte wird vom Geld regiert, Magie verschwindet und Zauberer verlieren ihre Kräfte und verfallen darüber in den Wahnsinn. Jennifer, deren Zauberer-Chef spurlos verschwunden ist, hat mit vielen, durchaus komplizierten Probleme zu kämpfen, aber sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und das macht sie zu einer sympathischen Heldin.
Am ehesten würde ich diese Serie mit der Lockwood-Reihe von Jonathan Stroud und der Serie von Ben Aaronowitch vergleichen, die ich auch beide sehr gerne lese.
Etwas irritiert hat mich das Cover. Ich schnappte mir das Buch ohne Vorinformation (nur der Autor sagte mir was) und ging davon aus, dass es sich um ein Kinderbuch handelt. Vielleicht liegt es an der Schrift? Es sieht so fröhlich/witzig aus. Meiner Meinung nach paßt das Cover einfachb nicht zum Buch, das für 14jährige empfohlen wird.

Ich werde die Serie auf jeden Fall weiter lesen, denn sie trifft genau meinen (merkwürdigen, ich weiß :-)) Geschmack.

Mein Fazit:
Sehr coole Fantasy-Serie für Jugendliche und andere Fans schräger Geschichten ;-).

PS: Ich muß auch unbedingt die Thursday-Reihe weiterlesen. Warum hat mein Tag nur 24 Stunden und der Garten so viel Unkraut und Schnecken????

Hearne, Kevin: Gehämmert – Die Chronik des Eisernen Druiden 3

Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Gehetzt
Teil 2: Verhext
Teil 3: Gehämmert
Teil 4: Getrickst
Teil 5: Trapped (noch nicht übersetzt)
Teil 6: Hunted (noch nicht übersetzt)
Teil 7: Shattered (noch nicht übersetzt)

Kurzbeschreibung:
Über 2.000 Jahre hat eine Überlebensstrategie für Atticus funktioniert: Halt dich fern von Thor! Aber die Dinge heizen sich auf in seiner neuen Heimat Tempe, Arizona. Russische Dämonenjäger, die sich selbst die „Hämmer Gottes“ nennen, drehen komplett durch und terrorisieren die Gegend. Doch wer steckt dahinter? Trotz vielfacher Warnung reisen Atticus und Leif zur nordischen Welt Asgard, wo sie sich mit einem Werwolf, einem Zauberer und einer Armee von Eisriesen verbünden. Ein epischer Kampf gegen boshafte Walküren, zornige Götter und – vor allem – gegen den hammerschwingenden Donner-Fiesling selbst beginnt.

Meine Einschätzung:
*gelächter* Irgendwie ist das doch eine Serie für pubertierende, testosterongesteuerte Jungs, oder? Atticus hat wirklich ein paar witzige, schräge Sprüche drauf, ist absolut respektlos, unverschämt, frech, aber doch irgendwie ein „Guter“.
Kevin Hearne bastelt da an einer schrägen, abgefahrenen, wilden, brutalen, epischen, jeden Gott und Mythos einbeziehenden Geschichte, die meine beiden jungen Lesefreunde mit Begeisterung und großem Spaß an dem wilden Mix lesen.
Auch wenn ich an manchen Stellen leicht genervt die Augen verdrehe, wenn der Autor es mal wieder in jeder Hinsicht übertreibt (ich sag nur: zermatschten Vampirkopf wieder zusammenkleben …), habe ich doch Spaß an seiner respektlosen Art, sämtliche mir bekannten Religionen, Heiligen und übernatürliche Wesen zu beschreiben und interagieren zu lassen. Auf solche Ideen muß man erst mal kommen ;-).

Mein Fazit:
Urban Fantasy kann viele Gesichter haben. Die Chronik des Eisernen Druiden ist schräg, witzig, brutal, blutig, frech, spannend und unterhält mich bestens :-).

Green, Simon R.: Unter dem Blauen Mond – Der Dämonenkrieg 2


Genre: High-Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1
Teil 2: Unter dem blauen Mond – Der Dämonenkrieg 2
Teil 3: Der träumende Turm – Der Dämonenkrieg 3
Teil 4: Einst unter blauem Mond – Der Dämonenkrieg 4

Kurzbeschreibung:
Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit Prinz Rupert und Prinzessin Julia das Waldkönigreich vor dem Untergang und der langen Nacht unter dem Blauen Mond bewahrt haben. So wurden zwei junge Helden geboren. Inzwischen sind die beiden Falk und Fischer, zwei knallharte Gesetzeshüter in Haven der Hauptstadt des Verbrechens. Das Letzte, was sie jetzt brauchen, ist eine Erinnerung an das, was einst war was sie einst waren. Doch der Blaue Mond droht sich wieder zu erheben. Das Waldkönigreich bedarf erneut seiner Helden von einst. Es braucht Rupert und Julia. Was es jedoch bekommt, sind Falk und Fischer.

Meine Einschätzung:
Schwert – Magie – Kampf – Zombies – Geister – ein verzaubertes Schloss und zwei sehr, sehr eigenwillige Helden mit einer interessanten Auslegung von Recht und Gerechtigkeit. Ich habe mich wirklich wunderbar unterhalten mit Falk und Fischer, die in ihrer eigenen, ironischen Art durch das Geschehen wirbeln und metzeln, dabei ordentlich was abgekommen und sich trotzdem treu bleiben. Dieses Mal werden sie von einem wirklich edlen Ritter und seinem nicht ganz so edlen Höllenhund unterstützt

Mein Fazit:

Blutig, gewalttätig, stellenweise düster, aber auch witzig, spannend und unterhaltsam ist die Serie von Mister Green. Ich mag sie sehr :-).

Aaronovitch, Ben: Der böse Ort (4)


Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Flüsse von London
Teil 2: Schwarzer Mond über Soho
Teil 3: Das Wispern unter Baker Street
Teil 4: Der böse Ort
Teil 5: Fingerhutsommer
Teil 6: Der Galgen von Tyburn
Teil 7: ?

Kurzbeschreibung:
Seltsame Dinge geschehen im Skygarden Tower, einem berüchtigten Sozialwohnblock in Südlondon. Dinge, die eine magische Anziehungskraft auf Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant ausüben. Zunächst geht es nur um ein gestohlenes altes Buch über Magie, das aus der Weißen Bibliothek zu Weimar stammt. Doch dann weitet sich der Fall rasant aus. Denn der Erbauer des Tower, Erik Stromberg, ein brillanter, wenngleich leicht gestörter Architekt, hatte sich einst in seiner Zeit am Bauhaus offenbar nicht nur mit modernem Design, sondern auch mit Magie befasst. Was erklären könnte, warum der Skygarden Tower einen unablässigen Strom von begabten Künstlern, Politikern, Drogendealern, Serienmördern und Irren hervorgebracht hat. Und warum der unheimliche gesichtslose Magier, den Peter noch in schlechtester Erinnerung hat, ein so eingehendes Interesse daran an den Tag legt …

Meine Einschätzung:
Es ist einfach wundervoll, wenn man 3 Teile einer Serie ganz in Ruhe einfach hintereinander weglesen kann. Herrlich!!!!
Meiner Rezi zu Teil 1 gibt es eigentlich gar nichts hinzuzufügen, außer dass ich es bedaure, dass ich mich so gar nicht in London auskenne bzw. noch nie dort war.
Super witzig finde ich übrigens die Anspielungen des Autoren auf viele Klassiker der Fantasy-Literatur und die Vergleiche mit Harry Potter, die die Figuren selbst ziehen. Selbstironisch und cool. Und irgendwann muß ich mir auch mal die Fernsehserie „Dr. Who“, zu der Aaronowitch das Drehbuch geschrieben hat angucken. Die ist bestimmt auch witzig und schräg.

Mein Fazit:
Wer schwarzen, britischen Humor, Urban Fantasy ohne begnadet gutaussehende Alpha-Helden ;-), London, spannende, ungewöhnliche, absurde Kriminalfälle mag, der wird diese Serie lieben!

Aaronovitch, Ben: Die Flüsse von London (1)

Genre: Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Die Flüsse von London
Teil 2: Schwarzer Mond über Soho
Teil 3: Das Wispern unter Baker Street
Teil 4: Der böse Ort
Teil 5: Fingerhutsommer
Teil 6:?

Kurzbeschreibung:
Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.

»Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen – und der Papierkram!«

Meine Einschätzung:
Obwohl ich dieses Buch schon seit langem in den Buchläden habe rumliegen sehen, habe ich bisher noch nicht eine einzige Rezi dazu gelesen und aus irgendeinem Grund hatte ich es für ein Jugendbuch mit historischem London-Setting gehalten???
Ja, so kann man sich vom Cover und Klappentext täuschen lassen :-).
Aber ich bin keineswegs enttäuscht, sondern positiv überrascht von diesem Urban-Fantasy-Krimi mit typisch britischem, schwarzen Humor.
Der Ich-Erzähler Peter ist ein schräger Typ, der bei seinen Ermittlungen immer etwas abgelenkt wirkt, aber sich dafür auch nicht über die verrücktesten Gestalten wundert, die ihm plötzlich begegnen, denn bei ihm zeigt sich überraschend (wie auch sonst) eine Begabung für’s Geistersehen und Zaubern. Sein neuer Chef, der in meinen Augen übrigens ein furchtbarer Lehrer der Zauberei ist, bindet Peter in polizeiliche Ermittlungen ein, die einen übersinnlichen Aspekt haben. Da prügeln sich junge Flußgötter und Flußgöttinnen miteinander, unerkannt (un)lebende Vampire müssen ausgeräuchert werden und die spektakulären Serien-Morde, die London erschüttern, sollten natürlich auch zügig aufgeklärt werden.
Das Ganze wird in einem witzig-ironischen Tonfall erzählt, der mir sehr gut gefallen hat. Obendrein fand ich die Geschichte auch noch richtig spannend und „Die Flüsse von London“ sind wirklich starke Frauen ;-).
Vergleiche mit „Harry Potter“, wie sie auf dem Klappentext zu lesen sind, kann man meines Erachtens nicht ziehen.

Mein Fazit:
Ein schräger, witziger, britischer Urban-Fantasy-Krimi, der mir richtig gut gefallen hat.

Green, Simon R.: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1


Genre: High Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1
Teil 2: Unter dem blauen Mond – Der Dämonenkrieg 2
Teil 3: Der träumende Turm – Der Dämonenkrieg 3
Teil 4: Einst unter blauem Mond – Der Dämonenkrieg 4

Kurzbeschreibung:
Rupert ist der jüngste Spross eines bankrotten Königs. Um ihn nicht durchfüttern zu müssen schickt man ihn aus, einen Drachen zu töten, in der Hoffnung, er möge nie wieder zurückkehren. Doch dann kommt alles anders: Rupert und sein getreues Einhorn haben einige gefährliche Abenteuer im Dunkelwald zu bestehen, bevor sie sich dem schrecklichen Drachen stellen können. Als sie nach getaner Arbeit endlich ins Schloss zurückkehren, bringen sie zwar den Drachen mit, doch er ist alles andere als tot. Im Gegenteil: Er ist quicklebendig und zudem auch noch kooperativ. Prinz Harald ist alles andere als begeistert. Schnurstracks schickt er seinen kleinen Bruder wieder los, damit er sich einer neuen Gefahr stellen kann: Der finstere Wald droht, sich im ganzen Königreich auszubreiten. Mit gewohnt skurrilem Humor und elegantem Wortwitz zieht Simon R. Green den Leser in seinen Bann und macht aus eigentlich bekanntem Stoff etwas faszinierend Neues.

Meine Einschätzung:
„Das Regenbogenschwert“ ist der Auftakt zu einer klassischen Fantasy-Schwert-Magie-dunkle-Bedrohung-Trilogie, die zwar keine innovativen neuen Ideen birgt, sich aber duch selbstironische, sehr sympathische Charaktere auszeichnet.
Ich hatte kurz die Befürchtung, dass es sich um eine alberne Fantasy-Persiflage handelt oder dass die Serie Ähnlichkeit mit Terry Pratchet aufweist, diesen Autor kann ich nämlich nicht lesen. Aber nein, weit gefehlt.
Ich habe mich gut unterhalten mit einer kampferprobten, bockigen Prinzessin, einem altersschwachen Drachen, einem hornlose Einhorn, frechen Goblins, stattlichen Rittern, intriganten Zauberern, einer eigenwilligen Burg und nicht zuletzt mit einem prinzlichen Helden wider Willen.
Zwischendurch hat die Geschichte zwar ein paar Längen, wenn es um die politischen Intrigen bei Hofe geht, aber das kenne ich ja schon und blättere zur Not ein wenig vor. 😉
Das Cover gefällt mir übrigens auch sehr gut. Feder & Schwert hat da einen ganz eigenen Stil, der mir richtig gut gefällt.

Mein Fazit:
Ein wunderbarer Fantasy-Roman, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt, aber nie albern wird.

Tolkien, J.R.R.: Der Hobbit

Genre: Fantasy, Hörbuch

Meine Einschätzung:
Dieses monumentale Hörspiel habe ich nach langer Zeit mal wieder hervorgekramt, weil ich mich schon so auf den Film, der im Dezember rauskommt, freue. Dieses Hörspiel hat der WDR zusammen mit allen drei Teilen „Herr der Ringe“ für das Radio inszeniert und ich war und bin immer noch begeistert davon, denn so stelle ich mir ein Hörspiel vor. Opulent, mit passenden tollen Geräuschen untermalt, Stimmen, die mir unter die Haut gehen, …
Sicher, auch für dieses Hörspiel wurde das Original verkürzt, aber das ist an keiner Stelle so, dass man den Faden der Geschichte verliert.
Ganz besonders gut gefallen und belustigt hat mich der Sprachstil von Tolkien, der so richtig schön altmodisch ist. Wenn Bilbo mit den Zwergen spricht, bleibt er immer so wunderbar höflich, selbst während der größten Katastrophen.

Mein Fazit:
Ein grandioses Hörspiel!

Andrews, Ilona: Land der Schatten – Spiegeljagd

Genre: Fantasy

Teil 2: Land der Schatten – Spiegeljagd
Teil 1: Land der Schatten – Magische Begegnung

Klappentext:
Der Gestaltwandler William soll in den Sümpfen Lousisianas einen Spion ausfindig machen, der sein land veraten hat. Dabei begegnet er der magisch begabten Cerrise, die auf der Suche nach ihren verschleppten Eltern ist. Als klar wird, das William und die junge Frau denselben Feind verfolgen, schließen sie sich zusammen und setzen ihre gefährliche Mission gemeinsam fort. Schon bald übt der verschlossene Mann eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Cerise aus.

Meine Einschätzung:
Jipp, das ist Fantasy, wie ich es mag – episch, spannend, rasant mit starken Charakteren und wilden fantasievollen Kreaturen. Im zweiten Band der Serie spielen William, ein Gestaltwandler und Cerise, die Anführerin eines Sumpffamilienclans die Hauptrolle. (Da die gesamte Welt sehr gut erklärt ist, kann man den Teil auch lesen, ohne Teil 1 gelesen zu haben)
William, ehemals Berufssoldat, wird vom Geheimdienst seines Landes rekrutiert, um einen Staatsfeind, der gleichzeitig auch sein Erzfeind ist, aufzuspüren und ihn von seinen üblen Machenschaften abzuhalten. Der Bösewicht ist nämlich auf der Suche nach einer Zauberformel, die das Machtverhältnis der zwei gegnerischen Staaten endgültig verschieben könnte. Dazu begibt sich William in ein Sumpfgebiet, das nicht nur seine Wolfsseite von Beginn an zutiefst hasst.
Er begegnet einer jungen, abgerissenen, schmuddeligen Frau, die ihn durch das unwegsame Sumpfgebiet führt. Dabei stellt sich heraus, dass sie beide dem gleichen Feind hinterher jagen. Cerise sucht nämlich nach ihren Eltern, die von Unbekannten entführt wurden. Nun muß sie ihren Familienclan in einem Clankrieg anführen und kommt dabei einem Familiengeheimnis auf die Spur, von dem sie nichts geahnt hat.
William und Cerise sind zwei tolle Figuren, die ich gleich ins Herz geschlossen habe, beide stark, zäh, mutig, aber auch verletzbar und vorsichtig, wenn es um ihre Gefühle geht. Cerise Familie ist ein schrulliger, liebenswerter Haufen und Spider ist ein Bilderbuchbösewicht…
Es wird viel gekämpft, gejagt, gemordet, alles nichts für romantische, zimperliche Leserseelen ;-).

Mein Fazit:
Ein toller Fantasy-Roman, düster, kampfbetont und kein Bisschen romantisch.

PS: Das Cover – seufz, suggeriert eine romantische, süße Geschichte, die es aber nicht gibt! Ich wünschte mir, der Verlag würde passendere Covermotive wählen, die die Grundstimmung besser wiedergeben.

Plichota, Anne; Wolf, Cendrine: Oksa Pollock

Genre: Fantasy für Kinder ab 10 Jahren

Teil 1 einer Serie

Klappentext:
Eigentlich macht Oksa Karate und ist die Schnellste auf den Inlinern. Und in ihren Träumen ist sie eine Ninja-Kämpferin, die es mit dem fiesen Klassenlehrer MacGraw aufnehmen kann. Doch als sie eines Tages entdeckt, dass sie ungeahnte magische Fähigkeiten hat, ist Oksa außer sich. Warum erführt sie erst jetzt von dem Familiengeheimnis, das sie vor die unglaublichste Herausforderung ihres Lebens stellt?

Meine Einschätzung:
Hm, der Verlag wirbt damit, daß „Oksa“ Harry Potter Fans gefallen könnte. Gut, es ist ganz schön dick (600 Seiten, also nix für lesefaule Kinder), es gibt jede Menge verrückter Figuren, die Hauptfigur erfährt, daß sie etwas Besonderes ist und zaubern kann und natürlich gibt es auch eine böse, bedrohliche Seite, die nichts Gutes im Schilde führt.
Ach, ich schreibe nicht lange drumherum. Ich mochte das Buch nicht, fand es stellenweise langatmig und mir scheint, daß die Übersetzungen der Zauber und Zauberfiguren aus dem Französischem nicht ganz gelungen sind. „Kapiernix“ und „Plemplems“ sind ja ganz lustig, aber andere Begriffe fand ich nicht eingängig genug. Und bis auf Oksas Großmutter hat mich kein Charakter wirklich berührt.
Meine 10jährige Tochter war allerdings ganz angetan und freut sich schon auf die Folgebände.

Mein Fazit:
Eine recht unterhaltsame neue Fantasy-Reihe für lesefreudige Kinder ab 10 Jahren.

Wilks, Eileen: Wolf Shadow – Blutmagie

Genre: Urban Fantasy

Teil 6 einer Serie
Teil 1: Wolf Shadow 01 – Verlockende Gefahr
Teil 2: Wolf Shadow 02 – Magische Versuchung
Teil 3: Wolf Shadow 03 – Dunkles Verlangen
Teil 4: Wolf Shadow 04 – Finstere Begierde
Teil 5: Wolf Shadow 05 – Tödliche Versprechen

Kurzbeschreibung
Die Hochzeit der FBI-Agentin Lily Yu mit dem Werwolf-Prinzen Rule Turner steht kurz bevor. Doch die Familien der beiden sind von der Verbindung alles andere als begeistert. Diese Schwierigkeiten treten allerdings in den Hintergrund, als San Diego von einem unvorstellbar mächtigen magischen Geschöpf heimgesucht wird, das sich an Lilys Familie rächen will. Lily und Rule sind die Einzigen, die ihm Einhalt gebieten können, bevor es die ganze Stadt vernichtet.

Meine Einschätzung:
Wow, ein fulminanter 6 Teil, den ich kaum beiseite legen konnte. Cullen wird auf einer Werwolf-Party von einem Unbekannten schwer mit dem Messer verletzt und alle fragen sich, wie sich ein Unbekannter unter den Clan mischen konnte. Während Lily sich auf die Suche nach dem Täter macht, stellt sie besorgt fest, daß ihre Großmutter verschwunden ist. Nur der Drache von San Diego kann ihr bei der Suche helfen und dann stellt sich heraus, daß Cullens Mörder es auch auf Lilys Familie abgesehen hat.
Besonders gut hat mir gefallen, daß man endlich etwas über Lilys interessante Großmutter erfährt, die sich ja in einen Tiger verwandeln kann und eng mit einem Drachen befreundet ist. Herrlich spannend, etwas tragisch und unterhaltsam.

Mein Fazit:
Darauf können sich alle Wolf-Shadow-Fans freuen. Da jede Menge Vorkenntnisse zum Verstehen des Buches notwendig ist, bitte in der richtigen Reihenfolge lesen.

Hennen, Bernhard: Rabengott (abgebrochen)

Genre: High-Fantasy

Klappentext:
Dies ist die Geschichte eines Kriegers, der in der Stadt des Rabengottes auf ein dunkles Geheimnis stößt: Eines Nachts erblickt Tikian das Gesicht einer Frau am Fenster, das er nicht mehr vergessen kann. Als er zurückkehrt, findet er aber nur eine Ruine vor. Tikians Suche nach der mysteriösen Schönen beschwört bald mehr als nur Geister herauf …

Meine Einschätzung:
Ich hatte mal wieder Lust auf richtig schöne High-Fantasy und bekam das Buch von meinem Neffen ausgeliehen. Nach 75 Seiten, die mich schrecklich gelangweilt haben, breche ich das Buch nun ab. Ich habe dann noch in spätere Kapitel reingelesen, aber mir gefällt die Sprache nicht, viel zu viele fremde, unaussprechliche Namen und Begriffe, unsympathische Charaktere und überhaupt sind solche Söldnergeschichten mit ihren ständigen Gemetzeln nichts für mich. Schade, ich werde weitersuchen, aber ob ich mich an Hennens Elfen-Romane rantraue, bezweifle ich nach diesem Ausflug sehr.

Mein Fazit:
Nix für mich!

Sapkowski, Andrzey: Das Schwert der Vorsehung

Genre: Fantasy
Teil 2 einer Serie
Teil 1: Der letzte Wunsch

Klappentext:
Der Hexer Geralt von Riva verdient seinen Lebensunterhalt recht und schlecht mit dem Beseitigen von allerlei Ungeheuern. Nicht selten begegnen ihm die Leute, die ihn anheuern, mit tiefem Argwohn. Doch damit kann er leben. Obwohl es sein Ehrenkodex eigentlich verbietet, schließt er sich einer Gruppe von Drachenjägern an – denn die Zauberin Yennefer, seine verlorengeglaubte Geliebte, ist unter ihnen. Aber die Interessen der Jäger sind zu unterschiedlich: Es beginnt ein Kampf jeder gegen jeden. Und ganz allmählich wird eine Bedrohung der festgefügten Ordnung spürbar.

Meine Einschätzung:
Auch der zweite Band der Geralt-Saga hat mich fasziniert. Wieder erzählt der Autor in verschiedenen Kurzgeschichten von den Erlebnissen des Hexers, der dieses Mal schwer verletzt wird und seiner Bestimmung begegnet, von der er aber nichts wissen will. Die Geschichten sind düsterer als im Vorgängerband und Geralt wird mehr und mehr zum tragischen Helden.
Der Stil des Autors ist nicht einfach zu lesen, aber reizvoll.

Mein Fazit:
Ungewöhnliche Fantasy vom Feinsten, aber keine leichte Kost.

Wilks, Eileen: Wolf Shadow 3 – Dunkles Verlangen

Genre: Urban Fantasy
Teil 1: Wolf Shadow 01 – Verlockende Gefahr
Teil 2: Wolf Shadow 02 – Magische Versuchung

Das ist eine komplexe Urban-Fantasy-Story mit tollen Charakteren und spannenden Entwicklungen. Obwohl die meisten bekannten Fantasy-Besetzungen (Drachen, Dämonen, Hexen, Zauberer, Gestaltwandler, …) vorkommen, werden sie von der Autorin mit neuen Gesetzen und Rollen ausgestattet, so daß es eben kein langweiliger Abklatsch bekannter Szenarien ist.
Die beiden anderen Teile sind zwingend vorher zu lesen, sonst versteht man nur Bahnhof.
Von mir gibt es 10 von 10 Fantasy-Punkte