Meyer, Kai: Sieben Siegel (Staffel 1)

Genre: Hörspiel, Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Oktober 1983, ein beschaulicher Fachwerkort inmitten endloser Wälder. Die Erwachsenen glauben, die alte Sophia Markwart sei nur eine verschrobene Greisin, die zurückgezogen auf einem verfallenen Hof lebt. Selbst als sie mit einem Fleischermesser auf zwei Mädchen losgeht, hält man sie noch für harmlos – und die vierzehnjährige Kyra für verrückt, weil sie behauptet, Sophia Markwart sei eine Hexe.
Aber Kyra – geplagt von Visionen ihrer toten Mutter im brennenden Hexenhaus – gibt nicht auf. Während in den Wäldern rund um die Stadt eine uralte Macht aufersteht und die Schrecken der Vergangenheit nach der Gegenwart greifen, dringt Kyra mit ihren Freunden ins Spukhaus der Alten ein. Was die vier dort finden, wird ihr Leben für immer verändern.

Meine Einschätzung:
Vielleicht muss man ein Kind der 80iger sein, um meine Begeisterung für Hörspiele im Allgemeinen und in diesem Fall für diese Geschichte, die in den 80igern spielt, zu teilen.
Drei Freunde, die gerne unbeobachtet von den Eltern im Wald umherstreifen (ja, das war früher so ;-), wir durften einfach raus zum Spielen, in den Wald, einfach so, ohne Smartphone, ohne Tracking App, verrückt, gell?), beschließen, eine Séance durchzuführen. (Ähm, das haben meine Freundinnen und ich damals natürlich auch probiert, mit einer selbstgemalten Tafel und Buchstaben drauf. Tschuldigung, war der letzte Einwurf von mir :-))

Und ab dann geht alles schief! Mehr verrate ich natürlich nicht.
Aber ein gruseliger, stillgelegter Märchenwald, ein herunter gekommenes Hotel, eine esoterische Tante, ein undurchsichter junger Mann und eine verrückte alte Frau und natürlich die drei Freunde bevölkern diese tolle, spannende Geschichte, auf deren Fortsetzung ich sehnsüchtig warte.
Kai Meyer ist ein Meister seines Fachs und ich schätze seine Art des Geschichtenerzählens sehr. Immer wieder überraschend, unglaublich bildreich, voller Atmosphäre, spannend, witzig und mitreißend.
Das Hörspiel ist auch hervorragend inszeniert, besser geht es kaum.

Mein Fazit:
Unbedingt hören, Ihr Lieben! DAS ist Kino für die Ohren!!!! Spannend, gruselig, unterhaltsam, atemberaubend, großartig

Meyer, Kai: Imperator – Staffel 1

Genre: Hörspiel, Urban Fantas

Reihenfolge der Serie:
Staffel 1
Staffel 2

Kurzbeschreibung:
Rom in den Sechzigerjahren – eine Stadt voller Exzesse, Korruption und schwelendem Widerstand gegen das Establishment.
Während die Londoner Studentin Anna in die ewige Stadt kommt, um den Mörder ihrer Mutter zu finden, wird der Privatdetektiv Gennaro Palladino von einer undurchsichtigen Contessa beauftragt, den Tod eines verarmten Künstlers aufzuklären. Was die beiden nicht wissen: Ihre Fälle hängen zusammen – und sind Teil einer weit größeren Bedrohung. Denn während die Reichen und Schönen auf den Prachtmeilen in Champagner baden und Regimegegner die Revolution planen, ziehen finstere Mächte im Verborgenen die Fäden. Niemand weiß, wer sie sind, aber sie wollen Rom wieder zu alter Glorie verhelfen – koste es, was es wolle…

Mein Einschätzung:
Ich liebe die Geschichten von Kai Meyer, weil er mich jedes Mal wieder überrascht.
Was für eine coole Idee, eine Geschichte in den 60iger Jahren in Rom spielen zu lassen. Augenblicklich hatte ich Italo-Hits aus den 60igern in den Ohren oder erinnerte mich an die uralten Spielfilme aus dieser Zeit. Herrlich! (diesen Wiedererkennungswert werden junge Hörer wohl nicht haben …).
Die Geschichte selbst nimmt erst langsam Fahrt auf und ehrlich gesagt, habe ich ein Stündchen gebraucht, bis ich mich „eingehört“ hatte. Aber dann hatte mich Kai Meyer am Wickel!
Was relativ harmlos beginnt, entwickelt sich zu einer schaurig-gruseligen Geschichte, die ich so nicht erwartet hatte.
Ein junger Kommunist adeliger Herrkunft und eine mutige, junge Fotografin auf der Suche nach der Wahrheit, eine Stiefmutter mit mörderischen Absichten, ein liebevoller Onkel mit düsterer Vergangenheit, ein Detektiv, der sich als Auftragsmörder entpuppt, ein ermordeter Maler, der sich für einen Gott hielt, ein Geheimbund, der die Weltherrschaft anstrebt, ein zwielichtiger Katzenliebhaber mit einem schaurigen Nebenjob, Figuren aus Albträumen, die es in die Realität schaffen …
Super, oder?
Iszeniert als Hörspiel mit ganz tollen Sprechern, sehr guter Regie und gelungenen Soundeffekten ist „Imperator“ wahres Kino für die Ohren!
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Mein Fazit:
Eine ungewöhnliche, schaurige, spannende Geschichte umgesetzt als grandioses Hörbuch! Unbedingte Hören!!!


Breidbach, Sebastian; Ehrhardt, Dennis: Johnny Sinclair 1 – 3, Hörspiel nach Sabine Städing

Genre: Jugendbuch ab 10 Jahren, Horror, Hörspiel

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Johnny Sinclair – Beruf Geisterjäger (1)
Teil 2: Johnny Sinclair – Beruf Geisterjäger (2)
Teil 3: Johnny Sinclair – Beruf Geisterjäger (3)

Teil 4: Johnny Sinclair – Dicke Luft in der Gruft (1)
Teil 5: Johnny Sinclair – Dicke Luft in der Gruft (2)
Teil 6: Johnny Sinclair – Dicke Luft in der Gruft (3)

Kurzbeschreibung:
Ich kann sie sehen! Wirklich sehen! Geister, Dämonen, Gespenster. Sie lauern in dunklen Nischen und Ecken, treiben ihr Unwesen … überall. Doch ich stelle mich ihnen entgegen und mache dem Spuk ein Ende.
Ich bin Johnny. Johnny Sinclair. Und ich will Geisterjäger werden.

Beruf: Geisterjäger – Teil 2 von 3
Der junge Geisterjägeranwärter Johnny Sinclair sieht seiner ersten großen Aufgabe entgegen! Aber wie soll man sich auf die Geisterjagd konzentrieren, wenn man nicht einmal über einen richtigen Geisterjägerassistenten verfügt? Und dann wartet in der Schule auch noch ein schwieriger Geschichtstest und als einzige Schummelhilfe entpuppt sich am Ende ausgerechnet ein schwerhöriger Totenschädel, der einfach nicht die Klappe halten kann!

Beruf: Geisterjäger – Teil 3 von 3
Johnny Sinclair hat seine erste Aufgabe als Geisterjäger gelöst und dem armen Uhrmacher Mr Hopkins seinen Seelenfrieden zurückgegeben. Aber noch treiben auf Greyman Castle der bösartige Highlander und das namenlose Geistermädchen ihr Unwesen. Und dann hat Johnnys Kindermädchen Cécile auch noch ein Burgfest geplant! Bald ist das Chaos perfekt und die Geister spuken mitten in der Menschenmenge …

Meine Einschätzung:
Herrlich! Ich hatte beim Hören ein Dauergrinsen im Gesicht. Ein junger Lord auf einem schottischen Schloß, der mit seinem besten Kumpel und unterstützt von einem sprechenden Schädel Geister jagt. Witzig, ein bisschen gruselig, spannend und unglaublich unterhaltsam, auch für große Kinder über 40 ;-).

Mein Fazit:
Wären meine Patenkinder noch im entsprechenden Alter, gäbe es diese Hörspiel-Serie zu Nikolaus. Hörspiel-Fans jeden Alters, die es gruselig und witzig mögen, werden die Serie lieben.

Heitz, Markus: Die Meisterin


Genre: Hörspiel, historisch, Fantasy, Urban-Fantasy

Kurzbeschreibung:
Seit Jahrhunderten bewahrt sich die Heilerin Geneve Cornelius ihre Neutralität. Doch dann wird ihr Bruder im Hinterhof eines Londoner Pubs von einem Unbekannten enthauptet. Ein Racheakt, der eine uralte Fehde zwischen den Scharfrichter-Dynastien Bugatti und Cornelius wieder aufleben lassen soll, so scheint es. Auch in ihrer Heimatstadt Leipzig geschehen seltsame Dinge und Unheil bahnt sich an. Geneve muss sich entscheiden: Behält sie ihre Neutralität bei oder nimmt sie den Kampf gegen die Bedrohung auf?
„Die Meisterin“ ist ein Audible-Original, geschrieben von Bestseller-Autor Markus Heitz. Die packende und ungewöhnliche Story der Henkerstochter Geneve ist als Hörspiel nur bei Audible erhältlich.

Meine Einschätzung:
Wow! War für ein supercooles, superspannendes Hörspiel und die Geschichte von Geneve hat genau meine Geschmack getroffen.
Die Geschichte wird von Geneves Mutter erzählt, die immer wieder in den Zeiten springt und aus der Vergangenheit erzählt, um Entwicklungen in der Gegenwart zu erklären.
Wie gewohnt, ist Markus Heitz nicht zimperlich, es wird gefoltert, gemordet, geköpft, erstochen, es mangelt nicht an unheimlichen Szenen, so dass ich einige Male Gänsehaus vom gruseln bekam. Ist ja auch kein Wunder, denn es wimmelt in der Geschichte vor Dämonen, echten und falschen Hexen, Sadisten, Vampiren, Wiedergängern, Zombies, Gestaltwandlern, Henkern, Exorzisten, etc.
Das Hörspiel ist großartig inszeniert, mit tollen Sprechern, der passenden Musik, super Soundeffekten.

Mein Fazit:
Großartiges Kino für Ohren. Superspannend und cool.

Illger, Daniel: Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts (1)


Genre: Fantasy, Horror

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts
Teil 2: Skargat – Das Gesetz der Schatten
Teil 3: ???

Kurzbeschreibung:
Schatten über Ahekrien. Die Gespensterhorde des Schwarzen Jägers reitet durch die Nacht. Das Böse erwacht, und in dem skrupellosen Rudrick hat es einen Handlanger gefunden. Es bedroht nicht nur das Dorf, in dem die Freunde Mykar und Cay aufwachsen, sondern das ganze Land.
In einem abgelegenen Dorf lebt der Außenseiter Mykar. Vom eigenen Vater und allen Bewohnern verachtet, hat er nur einen Freund: Cay, den Sohn des Dorfpriesters. Als eine Reihe grauenvoller Verbrechen geschieht, machen die verzweifelten Bauern Mykar zum Sündenbock. Sie knüppeln ihn nieder und verscharren ihn im Wald – alle halten ihn für tot. Als Jahre später Cay des Mordes an einem Adligen beschuldigt wird, ist für Mykar die Zeit gekommen zurückzukehren. Verbündete findet er in dem versoffenen Adligen Justinius, dessen verrückter Magd Scara und einer geheimnisvollen Schönen. Keiner von ihnen ahnt, dass viel mehr auf dem Spiel steht als Cays Leben.

Meine Einschätzung:

Krasser könnte mein Genre-Wechsel wohl kaum sein, oder??? Eben noch einen harmlosen Liro gelesen und dann mit Untoten durch die Nacht ziehen. Tztztztztzt.
Aber Spaß beiseite. Ich hatte mir von diesem Fantasy-Roman-Erstling relativ viel versprochen, weil der Verlag Klett-Cotta ein Garant für gute Fantasy-Veröffentlichungen ist. Allerdings habe ich diesen ersten Teil einer Serie (wieviel Teile es geben wird??? Konnte ich nicht rausfinden …) mit gemischten Gefühlen zugeschlagen.
1. Für meinen persönlichen Geschmack handelt es sich eher um einen Horror-Roman und weniger um Fantasy. Da tummeln sich jede Menge ekeliger Zombies, die ja nun garnicht mein Fall sind und andere Wesen in den unterschiedlichsten Verwesungsstufen in der Szenerie. Blut, verwesende Leichenteile, Leichenfresser und einige gruselig-ekelige Szenen – horrorlastig … und nicht unbedingt mein Geschmack (klingt jetzt seltsam – grins).
2. Die Geschichte wird aus der Sicht dreier Figuren erzählt, von denen der junge Adlige ein unflätiger, ordinärer, hormongesteuerter Typ ist, den ich absolut nicht ausstehen konnte. Blöd.
3. Durch diese Erzählweise und das Fehlen eines übergeordneten Erzählers, der dem Leser die Welt und ihre Regeln erklärt, hatte ich ständig das Gefühl: Jetzt kapier ich garnix mehr … Grundlegenden Informationen gibt der Autor nur häppchenweise heraus. Das mag der ein oder andere reizvoll finden, mich hat das irritiert, zumal der Autor bezüglich der paranormalen Figuren aus dem Vollen schöpft, die Wilde Jagd, Geister, Dämonen, Weiße und Schwarze Hexen, Wiedergänger, Zombies, etc.
4. Ich fand den Erzähl- und Schreibstil gewöhnungsbedürftig, etwas holprig, schnoddrig und besonders die Sprache des Adligen erinnerte mich eher an verzogene Straßenjungs in Frankfurt. Das fand ich unpassend.
Es gab aber durchaus auch interessante Ansätze und verrückte Ideen, die mich bewogen haben, das Buch fertig zu lesen. Ich wüßte auch gerne, was es mit der Magd und Vanice nun auf sich hat. Aber ich glaube nicht, dass ich die anderen Teile lesen werden …
Wahrscheinlich bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe für diese Art Horror-Fantasy-Geschichte. Werde es meinem Neffen unterjubeln. Vielleicht ist das eher was für junge Kerle und nicht für ältere Damen *gacker*.

Mein Fazit:
Zu viele Zombies und Leichenfresser und ein schnoddriger Erzählton – ne, das ist nix für mich.

Habel, Lia: Dark love


Genre: Jugendbuch, Steampunk, Dystopie

Kurzbeschreibung:
Ein Wettlauf mit der Zeit und eine große Liebe, die keine Grenzen kennt: Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und digitale Tagebücher – das ist die Welt der Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-jährige Vollwaise lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird. Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt. Und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, aber die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras längst tot geglaubter Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt dem Untergang geweiht?

Meine Einschätzung:

Was für ein schönes Buch-Cover, oder? Ich finde das Design mit den verspielten Steampunk-Elementen in silber außergewöhlich hübsch, wenn auch diese Optik die Buchkäuferin etwas in die Irre führt. Meine Tochter jedenfalls sah das Cover und meinte: Mama, auf so eine blöde Liebesgeschichte habe ich aber keine Lust.
Naja, eine Liebesgeschichte (wenn man sie überhaupt so nennen kann) kommt auch vor…
Die Geschichte hat verschiedene Aspekte und ich versuche mal, diese auszudröseln ;-).
Steampunk – deshalb hatte ich das Buch überhaupt gekauft – und ja, es kommen jede Menge Steampunk-Elemente vor. Die technischen Geräte sind auch interessant beschrieben, wobei die Autorin nicht besonders ins Details geht, was die Funktion und Wirkung betrifft. Sie legt viel mehr Wert auf die Kleidung der Progatogisten und die Architektur der Bauwerke und die Innenausstattung. Ein Stil, den sie „neuviktorianisch“ nennt und das paßt meines Erachtens perfekt zur Geschichte.
„Dark Love“ ist aber nicht nur ein Steampunk-Roman, sondern auch eine Dystopie. Nach einer nicht näher erläuterten Katastrophe ziehen die überlebenden Menschen nach Mittelamerika, das die besten Überlebensaussichten bietet. Nach Jahrzehnten des Chaos und des Bürgerkrieges einigt man sich auf eine Gesellschaftsform mit Regeln und Gesetzen, wie man sie aus dem viktorianischen England kennt. Das beinhaltet auch eine streng reglementierte Klassengesellschaft mit einer Ober- und Unterschicht und Frauen werden wieder in die Rolle der hübschen, Korsett tragenden Kleiderständer gedrängt, wobei die Autorin nicht auf das Thema Emanzipation eingeht. Das läßt sie außen vor, was ich sehr schade finde. Würde sich eine menschliche Gesellschaft wirklich in diese Richtung entwickeln wollen??? Keine Ahnung, eher nicht, aber dafür sind dystopische Romane da, um mit möglichen Wirklichkeiten zu spielen. Die Autorin bastelt sich jedenfalls eine solche Welt zurecht und das macht sie nicht schlecht.
Dann ist das Buch auch noch ein Zombie-Roman! Herrschaftszeiten!!! Das habe ich natürlich nicht geahnt (Klappentexte ordentlich lesen, Frau Leseratteffm und nicht nur die Cover anschmachten!), denn ich finde Zombies blöd. Richtig blöd. Und das hat mir auch ein wenig die Geschichte verleidet. Ich mache grundsätzlich einen Bogen um Zombie-Gedöns. Von „The walking dead“ habe ich eine Folge gesehen und fand es bescheuert (sorry, liebe Fans) und auch andere Zombie-Geschichten vermeide ich tunlichst. Die Faszination, die dahinter steckt und so viele Fans findet, kann ich mir nicht mal ansatzweise erklären.
Ich will hier nicht zu viel verraten, aber ehrlich gesagt, finde ich den Gedanken, mit Zombies zusammenzuleben, äußerst ekelig *schüttel*. Die Autorin beschönigt das Thema auch nicht und die Tragik dahinter wird schon klar, aber trotzdem. Hätte sie nicht irgendeine Krankheit ersinnen können, die reversibel ist????
Und die Liebesgeschichte??? Nun, das ist ein Jugendbuch und bleibt deshalb mehr als harmlos ;-).
Apropos harmlos! Auf Gemetzel jeglicher Art verzichtet die Autorin keineswegs. Sehr bildhaft, fast schon kinogeeignet, erzählt sie von Zombie-Überfällen etc. Gruselig. Ekelig. *schüttel*
Wahrscheinlich hätte ich das Buch beim Anblick des Wortes Zombie sofort in die Ecke geknallt, wenn mich die Protagonisten nicht interessiert hätten. Die Geschichte wird aus Sicht verschiedener Personen/Zombies erzählt und ich fand diese Erzählperspektive reizvoll und spannend. Ich könnte hier auch einige Kritik anbringen, dass z.B. die beiden Mädels aus dem Mädchen-Pensionat so beherzt zu den Waffen greifen im Angesicht einer Bedrohung ist mehr als unglaubwürdig, aber weil sie dabei doch irgendwie liebenswert sind und ich wissen wollte, ob und wie sie sich in diesem irren Setting schlagen, habe ich weiter gelesen. Außerdem ist die Geschichte spannend und gut geschrieben und ich mußte einfach wissen, wie sie ausgeht.
Wundert mich übrigens, dass das kein Mehrteiler geworden ist …

Mein Fazit:
„Dark Love“ ist eine irrwitzige, schräge Steampunk-Dystopie-Zombie-Jugendbuchliebesgeschichte über die man eigentlich nur den Kopf schütteln und diskutieren könnte, aber ich war fasziniert von den Ideen der Autorin.

Hunter, Dorian: Die Masken des Doktor Faustus (25)

Genre: Hörspiel, Horror

Produktbeschreibungen:
Als Juan Garcia de Tabera erlebte ich die Geburt des Dämonendrillings. Es gibt nur einen Weg, das Monstrum zu besiegen nur ein Mittel. Den goldenen Drudenfuß. Nur ich kann ihn berühren. Ich bin sein Meister …
Dorian Hunter wurde 2013 als »Beste Serie« mit dem Ohrkanus ausgezeichnet. Mit knapp 50 Sprechrollen auf insgesamt drei CDs stellt die Jubiläums-Trilogie die bisher aufwendigste Produktion der Serie dar mit Special Guest Star Dieter Hallervorden in der Rolle des Dr. Faust!

Meine Einschätzung:
Mein Faible für Hörspiele, die guten Erfahrungen mit den anderen Hörspielen von Zaubermond und die Neugier haben mich zu diesem Hörspiel einer Kult-Horror-Serie greifen lassen. Mir war natürlich klar, dass mir wichtige Basisinformationen fehlen, wenn ich mit Folge 25 einsteige, aber es sollte auch nur ein Test sein.
Die Aufmachung der Dorian-Hunter-Reihe finde ich sehr gelungen. Die Jubiläumsausgabe der 3 Teile gibt es in einem ansehnlichen Schuber mit einen wirklich interessanten Beiheft zur Entstehung des Hörspiels und einem Interview mit Diddi Hallervorden, der den Doktor Faustus spricht. Sehr schön. Ich finde auch die hörspieltechnische Ausstattung der Serie sehr gelungen: tolle Sprecher, zum Teil namhafte Schauspieler und Synchronsprecher und eine richtig tolle Atmosphäre durch erstklassige Geräusch- und Musikuntermalung. Super.
Die erzählte Geschichte hingegen war nicht ganz mein Fall, was aber auch sicher daran liegt, dass mir das notwendigen Vorwissen fehlt. Zudem habe ich zur Zeit uf Dämonenkiller-Horror-Geschichten nicht ie richtige Lust.
Trotzdem hat es mir großen Spaß gemacht, mich auf dieses sehr gut inszenierte Hörspiel einzulassen. Sollte mich mal die Lust nach Horror-Grusel überkommen, werde ich mir sicher Dorian Hunter noch mal vornehmen ;-).

Mein Fazit:

Bisher hat mich noch kein Hörspiel aus dem Hause Zaubermond enttäuscht, nur das Horrorgenre ist nicht so meins.

Menschig, Diana: So finster, so kalt

Gerne: Roman, paranormal, Fantasy, Horror

Kurzbeschreibung:
Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes’ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Meine Einschätzung:
Von Märchenadaptionen, besonders wenn sie für Erwachsene geschrieben sind, kann ich nicht die Finger lassen :-). Die werden gekauft und gelesen, egal was der Kontostand oder die SuB-Höhe dazu sagen.
Die Autorin verwebt in ihren düsteren, streckenweisen gruseligen Roman geschickt verschiedene Märchen, eine Schwarzwälder Sagenfigur und keltische Mythen. Das hat mir richtig gut gefallen. Auch die Schilderungen des Vorfahren von Merle aus dem 16. Jahrhundert fand ich stimmungsvoll und bereichernd.
Aber insgesamt gesehen hat mich der Roman nicht überzeugen können. Das könnte zum einen am Schreibstil der Autorin liegen, der mir irgendwie hölzern vorkam und die Autorin schaffte es leider nicht, mich in die richtige gruselig-schaurige Stimmung zu versetzen. Zum anderen fand ich einige Figuren sehr überzeichnet oder mit Klischees überladen. Am wenigsten konnte ich aber die Hauptfigur Merle verstehen. Einer äußerst erfolgreichen Anwältin, die in Hamburg lebt, hätte ich doch ganz sicher zugetraut, ihre Träume rational zu betrachten und nach den Ursachen für ihre Albträume zu suchen. Und dass eine solche Frau klaglos in das stromlose, uralte Häuschen der Großmutter einzieht, kann ich auch nicht glauben. Aber am allermeisten habe ich mich über ihre selbstgemachten Beziehungsprobleme gewundert und geärgert.
Ich will hier nicht in die Details gehen, aber für mich war das einfach keine runde, überzeugende Geschichte, in der ich obendrein noch die richtige Stimmung vermißt habe.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich diesen Roman gerne gelesen, der für mich Märchenverrückte eine schöne Abwechslung bot und ich gebe zu, dass mich das Ende etwas versöhnt hat ;-).

Mein Fazit:
Wer Märchenadaptionen gerne mag, der wird sicher seine Freude an diesem Roman einer deutschen Autorin haben können.

Hohlbein, Wolfgang: Dunkel

Genre: Horror

Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Am Rande der Wahrnehmung, unendlich weit entfernt und doch zum Greifen nahe, lauert eine andere Wirklichkeit. Man nennt sie das Dunkel. Ihre Geschöpfe sind uns zum Verwechseln ähnlich, doch es sind keine Menschen. Sie sind die Jäger, und wir sind die Beute. Glauben Sie an Vampire? Jan sieht einen Mann vor seinen Augen zusammenbrechen. Hilfsbereit stürzt er zu ihm hin ═ doch als er sich über den Sterbenden beugt, spürt er, wie eine unsichtbare Hand sich über sein eigenes Herz legt. Seitdem ist Jan nicht mehr derselbe. Hat er tatsächlich aus den Augenwinkeln noch eine dritte Gestalt am Ort des Geschehens wahrgenommen? Sicher nur eine Illusion, aber dann sieht er den Schatten wieder und erkennt, daß er von einer Macht verfolgt wird, für die es keine Bezeichnung, keine Begriffe gibt …

Meine Einschätzung:
Total langweilig, überhaupt nicht gruselig und die Stimme von Monty Arnold finde ich auch nervig.

Mein Fazit:
Langweiliger Horrorroman (das Wort ist noch das Beste, oder?)