Osman, Richard: Der Donnerstagsmordclub (1)

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Man möchte meinen, so eine luxuriöse Seniorenresidenz in der idyllischen Grafschaft Kent sei ein friedlicher Ort. Das dachte auch die fast achtzigjährige Joyce, als sie in Coopers Chase einzog. Bis sie Elizabeth, Ron und Ibrahim kennenlernt oder, anders gesagt, eine ehemalige Geheimagentin, einen ehemaligen Gewerkschaftsführer und einen ehemaligen Psychiater. Sie wird Teil ihres Clubs, der sich immer donnerstags im Puzzlezimmer trifft, um ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Als dann direkt vor ihrer Haustür ein Mord verübt wird, ist der Ermittlungseifer der vier Senioren natürlich geweckt, und selbst der Chefinspektor der lokalen Polizeidienststelle kann nur über ihren Scharfsinn staunen.

Meine Einschätzung:
Witzig, schon der zweite „Seniorenkrimi“, den ich in diesem Jahr lese. („Rotwein für drei alte Damen“)

Da er umfangreich beworben wird, bin ich sicher, dass er viele LeserInnen finden wird. Ich mochte die Charaktere sehr und der Autor schildert das Leben und die Gedanken der betagten Detektive sehr liebevoll.
Unsere Gesellschaft neigt dazu, betagten Menschen das Recht auf Selbstbestimmung zu nehmen und sie nicht für „voll“ zu nehmen. Vielleicht tragen auch Unterhaltungsromane dazu bei, dass wir uns daran erinnern, dass wir auch im Alter denkende und fühlende Wesen sind.
Hach, was bin ich ernst …
Der Krimi ist aber auch sehr witzig und unterhaltsam und wenn er dann noch die ein oder andere zum Nachdenken anregt, ist das doch wundervoll.

Mein Fazit:
Witzig, schräg, warmherzig und voller Lebenslust, auch im Angesicht des nahen Todes.

Koch, Krishan: Die weiße Heilbutt (9)

Genre: Krimi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Rote Grütze mit Schuss
Teil 2: Mordseekrabben
Teil 3: Rolllmopskommando
Teil 4: Dreimal Tote Tante
Teil 5: Backfischalarm
Teil 6: Pannfisch für den Paten
Teil 7: Mörder mögen keine Matjes
Teil 8: Friedhof der Krustentiere
Teil 9: Der weiße Heilbutt

Kurzbeschreibung:
Ein Bilderbuchsommer an der Nordsee und halb Fredenbüll macht Urlaub auf Amrum. Nicoles kleiner Sohn Finn baut begeistert eine Sandburg, als er mit seiner Schaufel einen abgetrennten Frauenfuß zutage fördert. Gleichzeitig wird nahe der Küste ein weißer Heilbutt, der König der Raubfische, gesichtet.
Die Presse überbietet sich mit dramatischen Schlagzeilen über den „Mörder-Heilbutt vor Amrum“. Doch für Polizeihauptmeister Thies Detlefsen und Hauptkommissarin Nicole Stappenbek ist der Fisch ganz klar unschuldig. Sie suchen auf der Insel fieberhaft nach einer einfußigen Frauenleiche und dem dazugehörigen Mörder.

Meine Einschätzung:
Hach, was habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass eine neue Folge dieser Krimiserie erschienen ist.
Für mich sind die Geschichten von Krischan Koch wie Kurzurlaube an der Nordsee, erfrischend, unterhaltsam und witzig.
Mehr brauche ich nicht ;-).

Mein Fazit:
Ein Hörbuch als Kurzurlaub. Günstig zu haben, auch in Coronazeiten :-).

Perry, Anne: Flucht an die Themse (2)

Genre: Krimi, historisch

Kurzbeschreibung:
Daniel Pitt, Sohn des berühmten Ermittlers Sir Thomas Pitt, gerät als Anwalt in einen zweiten gefährlichen Fall. Sein Schwager fleht ihn an, gegen den Botschaftsangestellten Philip Sidney vorzugehen. Dieser habe in den USA eine Frau überfallen und sei dann unter dem Schutz diplomatischer Immunität an die Themse geflohen. Als ein wichtiger Tatzeuge ermordet aufgefunden wird, wird Sidney auch wirklich der Prozess gemacht – doch ausgerechnet Daniel Pitt wird als sein Verteidiger bestellt. Allerdings entdeckt Daniel bald, dass hinter dem Verbrechen tatsächlich jemand ganz anderes stecken könnte. Jemand, der einen gewaltigen Umsturz plant.

Meine Einschätzung:
Ich habe gerade nachgeguckt. Tatsächlich habe ich seit 2009 (Start des Blogs) einen Roman der Autorin gelesen (Perry, Anne: Das Grab in der Themse).
Alles, was ich damals zu diesem Roman schrieb, passt auch auf diesen aktuellen Band. Es ist der zweite Band einer Serie, die sich um den jungen Anwalt Daniel Pitt dreht. Die Autorin schrieb bereits eine Krimiserie über dessen Vater :-).
Ehrlich gesagt habe ich diesen Krimi nur quer gelesen, denn die Erzählweise der Autorin ist mir gerade ein klein wenig zu langatmig, zumal mich Gerichtsverhandlungen nicht so sehr interessieren. Obwohl die Figuren sehr liebenswert und interessant sind, hatte ich keine Geduld für die komplette Geschichte.

Mein Fazit:
Für mich persönlich das falsche Genre und die falsche Zeit für diesen historischen Krimi. Ich bin mir aber sicher, dass er viele Freunde unter den historischen Krimilesern finden kann.

Wilder, Fiona: Maisie, Mord & Meer – Ein fetter Fang (3)

Genre: Hörbuch, Cory-Crime

Reihenfolge der Serie Maisie, Mord & Meer:
Teil 1: Eine Leiche zuviel
Teil 2: Dead and Breakfast
Teil 3: Ein fetter Fang
Teil 4: Eine Leiche im Keller
Teil 5: Game of Scones
Teil 6: Alte Eisen
Teil 7: Der verlorene Gärtner von Heligan
Teil 8: Sanft entschlafen
Teil 9: Oh, Du tödliche

Kurzbeschreibung:
Maisie Jacobs kriminalistischer Spürsinn ist erneut gefragt: Im dritten Teil der exklusiven Cosy-Crime-Reihe Maisie, Mord und Meer von Fiona Wilder geht ihr ein dicker Fang ins Netz – im wahrsten Sinne des Wortes.
Eine Story über den cornischen Sardinen-Fischfang – so etwas kann auch nur Flachpfeife Tom einfallen. Vom neusten Auftrag ihres Chefs ist die Journalistin Maisie gar nicht begeistert. Zumal es nur noch einen einzigen hauptberuflichen Fischer in Littleport gibt: Liam. Notgedrungen geht Maisie an Bord seines übelriechenden Kutters.
Doch dann machen die beiden einen kapitalen Fang. Die Leiche des Hotelbesitzers Steward McAlister hängt plötzlich im Netz! Wer hat den Mann umgebracht – und warum? Hobbydetektivin Maisie hegt einen schlimmen Verdacht…

Meine Einschätzung:
Immer wenn ich mal eine Pause von meinen „wilden“ Hörbüchern brauche oder wenn das letzte Hörbuch lang und anstrengend gewesen ist, dann bekommt Maisie einen Platz in meinem Ohr 😉
Ich mag diese lockeren, flotten Krimis, die so wunderbar von Nora Jokhosha gelesen werden, sehr.
In diesem Fall geht es um den Mord an einem Hotelbesitzer, der kaum verzwickter sein könnte. War es Selbstmord? Oder ist darin der gierige Immobilienhändler verwickelt, der am liebsten ganz Littleport aufkaufen würde?
Verrate ich natürlich nicht. Auch nicht, ob Maisie ihrem Ziel näher kommt, wieder zurück nach London versetzt zu werden ;-):

Mein Fazit:
Wenn das Leben anstrengend ist, dann kommt ein Cosy-Crime gerade recht. Gehört bei einer Tasse Tee und einem Keks fühle ich mich fast wie im Urlaub.

Seghers, Jan: Der Solist

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
September 2017. Der Frankfurter Ermittler Neuhaus stößt zur neu gegründeten Berliner «Sondereinheit Terrorabwehr», die in einer Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof residiert. Die Bundestagswahlen stehen bevor, in der Hauptstadt hat sich die Gefährdungslage drastisch verschärft. Neuhaus ist ein erfahrener Ermittler, doch die Berliner Kollegen begegnen ihm mit Skepsis. Nur die junge Deutschtürkin Suna-Marie kooperiert mit ihm.
Da erschüttert eine Serie von Morden die Hauptstadt. Das erste Opfer: ein jüdischer Aktivist, das zweite eine muslimische Anwältin, weitere folgen.
Was verbindet die Fälle? Neuhaus, der Solist, macht sich auf die Suche. Und in dieser Stadt, in der einen überall die Vergangenheit anspringt und die Gegenwart bedrängt, kämpft er allein. Fast allein.

Meine Einschätzung:
Der Frankfurter Autor Jan Seghers ist auch über Hessen hinaus für seine Marthaler-Krimiserie, die auch für das Fernsehen verfilmt wurde, bekannt.
Der vorliegende Krimi ist offenbar der Start einer neuen Serie um den Frankfurter Ermittler Neuhaus.
Dieser Neuhaus ist kein Teamplayer und die Zusammenarbeit mit den Berliner Kollegen, die er bei den Ermittlungen in einem spektakulären Mordfall unterstützen soll, gestaltet sich schwierig.
Mehr will ich über die Geschichte nicht verraten, die wirklich spannend und mitreißend ist und mehr als einmal dachte ich: Boah, das wird ein toller Film werden.
Aber …
Für meinen Geschmack greift der Autor ein wenig zu tief in die Klischee-Kiste. Die Figuren sind mir zum Teil zu einfach gestrickt, zu durchsichtig, zu plakativ. Und auch beim Plot hätte ich mir gefreut, wenn er ein paar Überraschungen geboten hätte.

Mein Fazit:
Ein unbestritten spannender Krimi, gut geschrieben und voller Action mit einer interessanter Hauptfigur.

Andrey, Sally: Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Südafrika, in der beschaulichen Klein Karoo: Hier lebt Tannie Maria, eine lebensfrohe Witwe, in einem Haus unter einem Eukalyptusbaum. Tannie ist eine begnadete Köchin, die ihre Gemeinde zuverlässig mit beglückenden Rezepten verzückt. Als jedoch in der Nachbarschaft eine junge Frau tot aufgefunden wird, gibt es nichts mehr, was Tannie noch in ihrer Küche hält. Noch nicht einmal der attraktive und akkurate Detective Kannemeyer kann die Hobby-Detektivin stoppen. Schon bald findet Tannie eine heiße Spur und bringt sich dabei selbst in höchste Gefahr …

Meine Einschätzung:
Diesen Roman zu lesen, während man vielleicht eine Diät macht, ist eine ganz schlechte Idee ;-). Ich hatte permament Lust, das, was die Hauptfigur kocht, zu essen. Nachkochen kann man die Rezepte auch, denn sie sind am Ende des Buches abgedruckt.
Tannie Maria arbeitet bei einer Zeitung und ist für die täglichen Rezepte zuständig. Da der Verleger aber unbedingt die Auflage erhöhen will, wird sie sozusagen die Kummerkastentante (oder Dr. Sommer, er kennt den nicht? :-)) und muss auf Leserbriefe antworten. Sie bleibt sich aber treu und würzt ihre lebensklugen Ratschläge mit den passenden Rezepten. Das fand ich sehr unterhaltsam.
Kompliziert wird Marias Leben, als eine junge Frau ermordet wird, die ihr vorher einen Leserbrief schrieb, in dem sie ihre Angst vor dem brutalen Ehemann schilderte. Maria und ihre Kolleginnen beginnen zu recherchieren und geraten dabei selbst in Gefahr.
Mir hat dieser Krimi ausnehmend gut gefallen. Die Charaktere sind liebenswert und tiefgründig, die Geschichte hat eine Menge Überraschungen parat und ich mag die schnörkellose Sprache der Autorin.

Mein Fazit:
Eine interessanter, liebenswerter Krime, witzig, spannend und mit tollen Rezepten gewürzt. Eine Leseempfehlung von mir.

Wilder, Fiona: Maisie, Mord & Meer – Dead an Breakfast (2)

Genre: Hörbuch, Krimi

Reihenfolge der Serie Maisie, Mord & Meer:
Teil 1: Eine Leiche zuviel
Teil 2: Dead and Breakfast
Teil 3: Ein fetter Fang
Teil 4: Eine Leiche im Keller
Teil 5: Game of Scones
Teil 6: Alte Eisen
Teil 7: Der verlorene Gärtner von Heligan
Teil 8: Sanft entschlafen
Teil 9: Oh, Du tödliche

Kurzbeschreibung:
Zweiter Fall für Maisie Jacob: Ein vielversprechender Bräutigam, eine Menge schräger Gäste und ein skurriler Mordfall sorgen erneut für Trubel im charmanten Littleport. Fortsetzung der beliebten Cosy-Crime-Reihe von Fiona Wilder, gelesen von Nora Jokhosha.
Maisies Freundin, die mondäne Hotelbesitzerin Lady Lavinia, ist überglücklich: Sie hat sich einen gutaussehenden Millionär geangelt. Nun steht sie kurz vor ihrer vierten Hochzeit. Doch da erschüttert ein Mord das „Crown Inn“.
Wer erstach den Schriftsteller Graham Bagel mit einem Schaschlikspieß? Und wer stahl sein Manuskript? Verdächtige gibt es genug: Da wären ein korrupter Museumsleiter, eine Spiritistin und ein etwas obskures deutsches Ehepaar. Seid dabei, wenn Maisie und Lavinia zum zweiten Mal in Cornwall ermitteln.

Meine Einschätzung:
Wenn das Leben anstrengend ist, dann brauche ich unanstrengende Geschichten, die mich unterhalten und ablenken. Die Krimis mit Maisie erfüllen genau diese Wünsche :-).
Außerdem werden sie sehr angenehm vorgetragen von Nora Jokhosha, deren Stimme ich sehr mag und die perfekt zu Maisie passt.


Mein Fazit:
Netter, unaufgeregter Wohl-Fühl-Krimi, unterhaltsam, schräg und wunderbar gelesen.

Atkinson, Kate: Deckname Flamingo – abgebrochen

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
“’Sehen Sie es als Abenteuer‘, hatte Perry ganz am Anfang gesagt. Und so hatte sie den Spionagedienst auch empfunden. Ein Jux, hatte sie gedacht. Das Russische Teehaus, das Etikettenkleben, die Flucht den Wilden Wein hinunter. Aber es war kein Abenteuer. Jemand war gestorben.“
Im Jahr 1940 gerät die 18-jährige Julia Armstrong eher unfreiwillig in die Welt der Spionage. Ihr Auftrag ist, Gesprächsprotokolle von Treffen britischer Nazi-Sympathisanten zu erstellen – Gespräche, die sie heimlich belauschen kann, da ein Agent des MI5 in die Gruppe eingeschleust wurde. Ihre Arbeit ist ebenso furchteinflößend wie langweilig, und als der 2. Weltkrieg vorbei ist, hofft sie, dass all dies für immer der Geschichte angehört.
Doch zehn Jahre später – Julia ist inzwischen Redakteurin beim BBC-Schulfunk – beginnt ihre Vergangenheit (oder vielmehr: eine Menge alter Bekannter) sie einzuholen. Alte Rechnungen sind zu begleichen, und Julia muss einsehen, dass jede klitzekleine Handlung große Konsequenzen hat.

Meine Einschätzung:
Grundsätzlich hört sich der Klappentext so an, als könnte mir der Krimi gefallen, aber nach 2 vergeblichen Anläufen, habe ich es aufgegeben. Die Sprache gefällt mir überhaupt nicht, ist umständlich, schwer zu lesen und leider hat mich auch die erzählte Geschichte 0,0 interessiert. Schade.

Mein Fazit:
Das ist einfach nicht das richtige Buch für mich …

Maurer, Jörg: Den letzten Gang serviert der Tod (13)

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Föhnlage
Teil 2: Hochsaison
Teil 3: Niedertracht
Teil 4: Oberwasser
Teil 5: Unterholz
Teil 6: Felsenfest
Teil 7: Der Tod greift nicht daneben
Teil 8: Schwindelfrei ist nur der Tod
Teil 9: Im Grab schaust Du nach oben
Teil 10: Am Abgrund lässt man gern den Vortritt
Teil 11: Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt
Teil 12: Am Tatort bleibt man ungern liegen
Teil 13: Den letzten Gang serviert der Tod

Kurzbeschreibung:
Noch durchzieht ein verführerisch aromatischer Duft die Restaurantküche des „Hubschmidt’s“ am Rande des idyllisch gelegenen Kurorts. Aber der Raum voller blitzender Töpfe, Tiegel und Messer ist ein Tatort. Kommissar Jennerwein findet schnell heraus, dass das Opfer Mitglied eines exklusiven Hobby-Kochclubs war, in dem sich höchst ehrbare Bürger regelmäßig in dem einsamen Gasthof trafen. Aber wem nützt der Tod des Feinschmeckers: dem Chefkoch, der nach dem zweiten Stern giert? Dem veganen Oberförster, der heimlich durch den Wald streift? Nebenbuhlern und Rivalen? Jennerwein und sein Team entdecken Mordmotive zuhauf. Nur Jennerweins Blick fürs Wesentliche kann den wahren Täter überführen…

Meine Einschätzung:
Gewohnt witziger und spannender Teil der Serie, wenngleich ich andere Bände schon besser fand.

Mein Fazit:
Natürlich ein Muss für Fans der Reihe.

Carl-Graf, Tobias: Das Geheimnis der Jagowstraße – Tom Shark, König der Detektive 2

Genre: Hörspiel, Krimi

Reihenfolge der Tom Shark-Hörspielserie:
Teil 1: Das Hotelgespenst
Teil 2: Das Geheimnis der Jagowstraße

Kurzbeschreibung:
Aufgestachelt durch eine Geheimratswitwe jagen Tom Shark und sein Kamerad eine Bande von Panzerschrankknackern. Diese Halunken werden angeführt von Buster Malcolm, einem Gauner aus Amerika, den Shark seinerzeit dort einbunkern lies. Und irgendwie haben ein verschollener Student und die verlassene Villa in der Jagowstraße etwas damit zu tun. Genug Geheimnisse, um den König der Detektive von seinen Ägyptischen wegzulocken, direkt hinein in ein weiteres aufregendes Unterfangen!
Wer ist Tom Shark? Nur wenige unser Hörer kennen diesen kühnen Mann, kennen ihn nur aus kurzen Notizen der amerikanischen Presse, die schon seit Jahren von seinen oft fast unglaublich anmutenden Heldentaten zu berichten weiß. Tom Shark, der unübertroffene Meisterdetektiv, ist nun endlich heimgekehrt! Heimgekehrt? Ja, heimgekehrt nach Deutschland, denn in Deutschland wurde er geboren, das Blut einer deutschen Mutter fließt in seinen Adern. Tom Shark befindet sich also augenblicklich in Berlin, der Heimatstadt seiner Mutter, wo er auch einen Teil seiner Jugendjahre verbrachte. Mit ihm kam sein unzertrennlicher Freund und Gehilfe Dr. Pitt Strong, der uns die Abenteuer Tom Sharks in seiner bekannten, fesselnden Weise schildern wird.

Mein Einschätzung:
Leider hat mir auch der zweite Teil nicht besonders gut gefallen. Mir ist die Story zu überdreht.
Hörspieltechnisch ist die Serie aber grandios umgesetzt.

Mein Fazit:
Finde die Charaktere doof und die Geschichten sind auch nicht mein Fall. Schade, denn sonst ist die Serie klasse gemacht.

Carl-Graf, Tobias: Das Hotelgespenst – Tom Shark, König der Detektive 1

Genre: Hörspiel, Krimi

Reihenfolge der Tom Shark-Hörspielserie:
Teil 1: Das Hotelgespenst
Teil 2: Das Geheimnis der Jagowstraße

Kurzbeschreibung:
Tom Shark und sein Freund Pit Strong müssen eine mysteriöse Verbrechensreihe in einem Nobelhotel aufklären. Die arglosen Gäste des Etablissements werden auf geheimnisvolle Weise bestohlen.
Wer ist Tom Shark? Nur wenige unser Hörer kennen diesen kühnen Mann, kennen ihn nur aus kurzen Notizen der amerikanischen Presse, die schon seit Jahren von seinen oft fast unglaublich anmutenden Heldentaten zu berichten weiß. Tom Shark, der unübertroffene Meisterdetektiv, ist nun endlich heimgekehrt! Heimgekehrt? Ja, heimgekehrt nach Deutschland, denn in Deutschland wurde er geboren, das Blut einer deutschen Mutter fließt in seinen Adern. Tom Shark befindet sich also augenblicklich in Berlin, der Heimatstadt seiner Mutter, wo er auch einen Teil seiner Jugendjahre verbrachte. Mit ihm kam sein unzertrennlicher Freund und Gehilfe Dr. Pitt Strong, der uns die Abenteuer Tom Sharks in seiner bekannten, fesselnden Weise schildern wird. Seiner Feder entspringen die abenteuerlichen Geschichten. Mit seiner begnadeten Schreibe und den fesselnden Schilderungen erleben wir die Abenteuer des Königs der Detektive.

Meine Einschätzung:
Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob das eine Persiflage auf Detektivromane sein soll? Jedenfalls ist diese Hörspiel ein wenig schräg, lustig? Naja, ein wenig.
Inszeniert ist das Hörspiel sehr gut, tolle Sprecher, atmosphärische Musik und passende Geräuschkulisse. Kino für die Ohren, aber die Geschichte war jetzt nicht so mein Fall.

Mein Fazit:
Das Hörspiel ist sehr gut gemacht, die Story ist nicht mein Geschmack.

Galbraith, Robert: Böses Blut (5)

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen
Teil 4: Weisser Tod
Teil 5: Böses Blut

Kurzbeschreibung:
Eigentlich wollte Strike nur seine schwer erkrankte Tante in Cornwall besuchen, doch dann kommt alles anders: Als er mit einem alten Freund in einem Pub zusammensitzt, wird er von Anna angesprochen, einer schüchtern wirkenden Frau, die sein Gesicht aus Zeitungsberichten kennt und ihn um Hilfe bittet: Vor fast vier Jahrzehnten, als sie noch zu klein war, um sich an irgendetwas zu erinnern, verschwand ihre Mutter spurlos. Die Polizei legte den Fall bald zu den Akten. Bis heute hat Anna das Gefühl, dass man ihr etwas verschweigt. Dass ihr ein entscheidendes Puzzleteil fehlt. Und Strike wäre nicht Strike, wenn ihn ein solche Rätsel nicht reizen würde…

Meine Einschätzung:

Über 32 Stunden dauert diese ungekürzte Lesung von Dietmar Wunder, der das wieder ganz, ganz ausgezeichnet macht und den Charakteren eigene Stimmen verleiht, ohne seine eigene dabei zu sehr zu verstellen. Klasse.
Aber die Geschichte, die war endlos und obwohl ich den Erzählstil der Autorin so sehr mag und die Charaktere liebe, war ich doch manchmal kurz davor, das Hörbuch abzubrechen.
Ich habe eben mal nachgeguckt: 1200 Seiten.
Dafür ist die Geschichte meiner Meinung nach einfach zu wenig aufregend. Sie besteht aus ganz vielen Dialogen und Interviews und der größte Teil dreht sich um einen 40 Jahre alten, unaufgeklärten Mordfall, der bis ins klitzekleinste Detail aufgedröselt wird.
Zusammengekürzt auf 400 Seiten wäre es aber ein sehr spannender Krimi mit vielen überraschenden Wendungen und meine rudimentären Miss Marple Fähigkeiten hätte nie und nimmer ausgereicht, um den Fall zu knacken ;-).
Außerdem musste ich mich sehr über Cormoran aufregen. Gut, er ist ein zugeknöpfter Mann, aber in dieser Zeit, die ihn emotional wirklich gefordert hat, hätte die Autorin gerne etwas gnädiger mit ihm umgehen können. Ich habe ihn jedenfalls in Gedanken sehr oft lautstark ausgeschimpft. 😉
Verrückt, wenn man die Figuren eines Romans ernst nimmt …

Mein Fazit:
Mir war diese Geschichte zu langatmig und zu detailiert. Geneigte Leser, dafür braucht Ihr Geduld.

Peters, Pauline: Das verborgene Cottage (4)

Genre: Krimi, historisch

Reihenfolge der Victoria-Bredon-Serie:
Teil 1: Die rubinrote Kammer
Teil 2: Das Geheimnis des Rosenzimmers
Teil 3: Das Zedernhaus
Teil 4: Das verborgene Cottage

Kurzbeschreibung:
Irland, Herbst 1908: Victoria und Jeremy freuen sich auf eine romantische, wenn auch verspätete Hochzeitsreise auf die Grüne Insel. Doch bei einem ersten Spaziergang auf dem herrlichen Landsitz in der irischen Grafschaft Galway verirrt sich Victoria im Moor. Ein junger Mann namens Ióseph rettet sie. Als wenige Tage später eine junge Frau tot im Moor aufgefunden wird, steht Ióseph unter Mordverdacht. Victoria glaubt an die Unschuld ihres Retters. Die Suche nach der Wahrheit führt sie in elegante Anwesen auf dem Land, ebenso wie in Dubliner Armenhäuser. Dabei kommt sie einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur …

Meine Einschätzung:
In dieser Folge reist Victoria nach Irland und stolpert (nicht überraschend) über einen mysteriösen Mordfall.
Auch dieser Band ist wieder unterhaltsam, lässt die geneigte Leserin ein wenig in die irische Geschichte eintauchen und mit Victoria mitfiebern, die einen Mädchenhändlerring auffliegen lassen will.

Mein Fazit:
Ein weiterer spannender, unterhaltsamer Band und ich hoffe sehr, dass die Autorin schon fleißig an der fünften Folge schreibt?

Peters, Pauline: Das Zedernhaus (3)

Gerne: Krimi, historisch

Reihenfolge der Victoria-Bredon-Serie:
Teil 1: Die rubinrote Kammer
Teil 2: Das Geheimnis des Rosenzimmers
Teil 3: Das Zedernhaus
Teil 4: Das verborgene Cottage

Kurzbeschreibung:
London, 1908: Victoria befindet sich mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen, als ihr Verlobter Jeremy die Hochzeit verschieben und nach Indien reisen muss. Dort wurde ein Anschlag auf den Vizekönig verübt. In London geschehen unterdessen merkwürdige Dinge: Ein Medaillon mit einem Bild von Victorias verstorbenem Vater wird bei einem ermordeten indischen Matrosen gefunden. Als Jeremy plötzlich als vermisst gilt, reist Victoria mit ihrem Butler Hopkins nach Indien. Doch sie werden beobachtet – und von Jeremy findet sich keine Spur …

Meine Einschätzung:
Die reiselustige Victoria verschlägt es dieses Mal nach Indien und auch wenn ich das grundsätzlich sehr unterhaltsam fand, hat die Autorin vielleicht doch ein kleines bisschen dick aufgetragen. Echtes Bollywood-Feeling. 😉 Aber irgendwie fand ich das auch toll.
Victoria gibt sich als deutsche Adlige aus und Hopkins als dänischer Onkel, der die indische Vogelwelt erkunden möchte. Sehr witzig.
Die Verbrechen, denen die beiden auf die Spur kommen, sind hingegen gemein und hinterhältig und die Ermittlungen gefährlicher als gedacht.
Mehr verrate ich nicht, aber wenn Ihr in die britische Kolonialzeit eintauchen möchtet und dabei indische Prinzen und kampferprobte indische Prinzessinnen begegnen wollt, dann seit Ihr hier goldrichtig.

Mein Fazit:
Ganz wundervolle, spannende Unterhaltung mit meiner derzeitigen Lieblingsheldin Victoria.

Peters, Pauline: Das Geheimnis des Rosenzimmers (2)

Reihenfolge der Victoria-Bredon-Serie:
Teil 1: Die rubinrote Kammer
Teil 2: Das Geheimnis des Rosenzimmers
Teil 3: Das Zedernhaus
Teil 4: Das verborgene Cottage

Kurzbeschreibung:
London, 1907: Zum Unwillen ihrer adeligen Familie führt die junge Victoria ein sehr eigenständiges Leben. Sie plant ihre Zukunft mit Jeremy Ryder, einem »nicht standesgemäßen« Journalisten. Als dieser nur knapp einem Anschlag entgeht, muss er untertauchen und Victoria soll zu ihrer Sicherheit England verlassen. Auf ihrer Reise nach Coblenz trifft sie den russischen Arzt wieder, der Jeremy nach dem Attentat versorgte. Sie ahnt nicht, dass sie Lew bald wiedersehen wird und ausgerechnet in Coblenz in das Komplott gerät, das in London seinen Anfang nahm … Kann Liebe jeder Gefahr trotzen? Und gehört zur wahren Liebe nicht immer unglaublich viel Mut?

Meine Einschätzung:
Wundervoll! Victoria reist samt Butler/Onkel nach Deutschland, um eine Freundin zu besuchen, die mit ihrem adligen Ehemann auf einer hübschen Burg am Rhein lebt. Victoria soll ihrer Freundin helfen, einen vermissten Freund aufzuspüren, einen Auftrag, den die neugierige Victoria natürlich nicht ablehnen kann. Dabei begegnet sie unverhofft der deutschen Verwandschaft, nämlich ihrer Großmutter aus dem Hochadel, einer verbiesterten, alten Frau mit einem interessanten Geheimnis und ihrem hochnäsigen Onkel. Was eigentlich ganz harmlos beginnt, wird ein spannender Wettlauf gegen die Zeit, denn Victoria kommt einer politischen Intrige auf die Spur, die Europa erschüttern könnte. 😉
Ich mochte den Roman sehr, denn er spielt in meiner Heimat und den Rhein und seine Sehenswürdigkeiten mit den Augen einer jungen Frau des 20. Jahrhunderts zu erleben, hat mir großen Spaß gemacht.
Außerdem mag ich die Charaktere des Romans sehr gerne, sie sind wunderbar gezeichnet, die Geschichte wird mit viel Humor erzählt und dann ist sie auch noch sehr, sehr spannend.

Mein Fazit:
Eine ganz tolle Fortsetzung der Victoria-Bredon-Reihe! Unterhaltsam und spannend.

Lindgren, Minna: Rotwein für drei alte Damen oder warum starb der junge Koch? (1)

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Rotwein für drei alte Damen oder warum starb der junge Koch
Teil 2: Whiskey für drei alte Damen oder wer geht hier am Stock
Teil 3: Sherry für drei alte Damen oder wer macht hier das Licht aus?

Kurzbeschreibung:
Wenn es etwas gibt, was die drei über neunzigjährigen Freundinnen Siiri, Irma und Anna-Liisa hassen, dann ist es das Gefühl, nicht für voll genommen zu werden. Als in ihrer Altenresidenz »Abendhain« seltsame Dinge vor sich gehen, steht für sie fest, dass sie handeln müssen. So beginnt ein Abenteuer, das für die drei Freundinnen bald aus dem Ruder läuft und Irma ernsthaft in Gefahr bringt.
Die aufgeweckten, sehr agilen Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa sind Nachbarinnen in der Seniorenresidenz »Abendhain«. Die rüstigen Damen, alle Mitte neunzig, verbringen den Tag mit Kartenspielen und zu viel Rotwein. Um keine Osterhäschen basteln zu müssen, lassen sie sich gerne von der Straßenbahn kreuz und quer durch Helsinki fahren. Die fröhliche Routine endet mit einem Todesfall, doch hat es nicht etwa einen der greisen Mitbewohner dahingerafft, sondern Tero, den jungen Koch. Mit diesem Unglück beginnt eine ganze Reihe zwielichtiger Vorfälle, die das Leben der drei Freundinnen kräftig durchschütteln und alles, was als sicher galt, über den Haufen werfen. Welches böse Spiel treibt die Oberschwester, und hat die Heimleiterin tatsächlich keine Ahnung, was in »Abendhain« vor sich geht?
Ein Buch über beste Freundinnen, die trotz ihres hohen Alters weder ihren Humor noch ihren Sinn für das, was im Leben zählt, verlieren und einfach nur wollen, dass man sie für voll nimmt.

Meine Einschätzung:
Ich habe das große Glück, dass ich mehrere hochbetagte Menschen ganz persönlich kenne und sehr, sehr schätze und deshalb fand ich diesen Roman auch so interessant.
Die Autorin erzählt die Geschichte dreier, sehr verschiedener Freundinnen und das tut sie sehr liebevoll. Die Damen sind zwar gebrechlich, manchmal verwirrt, aber sie haben durchaus eine Meinung und sie haben es verdient, dass man sie ernst nimmt.
Sehr gut gefallen und auch nachdenklich gemacht, haben mich die klugen Gedanken zum Altern, Sterben und dem Tod. Ich finde, dass wird heute viel zu wenig thematisiert.
Zwischendurch wird die Story etwas wirr, wie auch die Gedankengänge der Damen, aber irgendwie ist das auch authentisch, oder? Oder typisch finnisch. Ich meine, dass viele finnische Romane, die ich gelesen habe, manchmal wirr waren??? 🙂
Egal, dieser Roman mit dem sehr hübschen Cover wird mir in Erinnerung bleiben und vielleicht laufen mir die Fortsetzungen auch über den Weg.

Mein Fazit:
Es sollte mehr Romane über hochbetagte, kluge Frauen geben!

Klüpfel, Volker; Kobr Michael: Funkenmord (11)

Genre: Krimi

Reihenfolge der Kluftinger-Serie:
Teil 1: Milchgeld
Teil 2: Erntedank
Teil 3: Seegrund
Teil 4: Laienspiel
Teil 5: Rauhnacht
Teil 6: Schutzpatron
Teil 7: Herzblut
Teil 8: Grimmbart
Teil 9: Himmelhorn
Teil 10: Kluftinger
Teil 11: Funkenmord

Kurzbeschreibung:
Kluftinger steht vor einem Rätsel: Wie um Himmels Willen funktioniert eine Waschmaschine? Wieso gibt es verschiedene Sorten Waschmittel? Und wie überlebt man eine Verkaufsparty für Küchenmaschinen bei Doktor Langhammer? Weil seine Frau Erika krank ist und zu Hause ausfällt, muss sich Kluftinger mit derartig ungewohnten Fragen herumschlagen. Die Aufgaben im Präsidium sind nicht weniger anspruchsvoll: Der Kommissar will nach über dreißig Jahren endlich den grausamen Mord an einer Lehrerin aufklären. Die junge Frau wurde am Funkensonntag an einem Kreuz verbrannt. Doch das Team des Kommissars zeigt wenig Interesse am Fall »Funkenmord«. Nur die neue Kollegin Lucy Beer steht dem Kommissar mit ihren unkonventionellen Methoden zur Seite. Der letzte Brief des Mordopfers bringt die beiden auf eine heiße Spur.

Meine Einschätzung:
Schon der letzte „Kluftinger“ war ja schon etwas ruhiger, dramatischer und weniger klamaukig. In diesem Band kämpft Erika noch mit den Nachwirkungen, die der Anschlag auf Kluftingers Leben auf sie hatte. Verständlicher Weise. Und auch die Mitarbeiter der Dienststelle sind noch lange nicht über den Tod des Kollegen hinweg.
Mir hat die Ernsthaftigkeit gut gefallen.
Die komödiantischen Teile, z.B. Kluftingers Bestellung einer Thermomix-Küchenmaschine und seine schräge Übersetzung des katholischen Taufgottesdienstes für die japanischen Großeltern seines Sohnes sind aber gewohnt witzig.

Übrigens sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Worterfindung „Priml“ der beiden Autoren, die Kluftinger für Dinge verwendet, die er blöd findet, in meinen Sprachgebrauch übergangen ist. Wenn ich auf etwas schimpfe, dann sag ich oft: „Zum Priml!“. Äh, das hat zu irritierten Reaktionen und Nachfragen meiner Mitmenschen geführt. Sorry. Aber was soll ich sagen, ich nenne unsere Fernbedienung vom Fernseher auch Faser ;-). Immer.

Mein Fazit:
Ich bin ein großer Fan der Kluftinger-Reihe und freue mich, dass sich die Reihe so interessant entwickelt und nicht zu klamaukig wurde.

Wilder, Fiona: Maisie, Mord & Meer – Eine Leiche zu viel (1)

Genre: Krimi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie Maisie, Mord & Meer:
Teil 1: Eine Leiche zuviel
Teil 2: Dead and Breakfast
Teil 3: Ein fetter Fang
Teil 4: Eine Leiche im Keller
Teil 5: Game of Scones
Teil 6: Alte Eisen
Teil 7: Der verlorene Gärtner von Heligan
Teil 8: Sanft entschlafen
Teil 9: Oh, Du tödliche

Kurzbeschreibung:
Eine Londoner Journalistin und eine exzentrische Lady wirbeln im beschaulichen Littleport in Cornwall gründlich Staub auf: Fiona Wilders Cosy-Crime-Reihe, gelesen von Nora Jokhosha, begeistert mit Witz, Spannung und charmant-schrägen Charakteren.
Die Journalistin Maisie Jacob – eine überzeugte Londoner Stadtpflanze – wird ins Hafenstädtchen Littleport in Cornwall strafversetzt. Kaum ist sie angekommen, bricht ein Stück der Klippe ab und stürzt ins Meer. Ausgerechnet der Friedhof ist betroffen. So entdeckt Maisie, dass in einem der Särge eine Leiche zu viel liegt! Wurde hier ein Mord vertuscht?
Mit Hilfe der exzentrischen Hotelbesitzerin Lady Lavinia geht Maisie einem bösen Verdacht nach.

Meine Einschätzung:
Ich hatte Lust auf einen netten, britischen Krimi ohne fiese Serienmörder oder so und stieß auf diese Serie.
Ich mochte die Hauptfigur Maisie, aber auch die anderen Charaktere sind liebenswert und wie ich es von einem „Cosy-Crime“ erwartet habe, wurde viel Tee getrunken, Scones gebacken, nette Männer kennengelernt und natürlich ein Mordfall gelöst. 🙂
Gelesen wird das Hörbuch von Nora Jokhosha und trotz meines Problems mit weiblichen Stimmen, mochte ich ihre Interpretation sehr.
Ich werden mir ganz sicher immer mal wieder eine Folge Maisie gönnen, es gibt ja tatsächlich schon 9!

Mein Fazit:
Unterhaltsamer Cosy-Crimi mit britischem Flair. Regt mich nicht auf, unterhält mich, genau das, was ich jetzt brauche!

French, Nicci: Böser Samstag

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Frieda Klein kann nach den Aufregungen der Vergangenheit endlich aufatmen, glaubt sie, und sich Patienten, Freunden und Hobbys zuwenden. Doch schon bald holt eine offene Schuld sie ein – und wider Willen wird sie in den Fall Hannah Docherty verwickelt. Die über Dreißigjährige soll im Mai 2001 ihre Familie ermordet haben. Seitdem fristet sie ihr Leben, Medikamenten und Misshandlungen ausgesetzt, in einer psychiatrischen Klinik. Schon bald ist Frieda von Hannahs Unschuld überzeugt und setzt alles daran, den Fall neu aufzurollen … Doch sie hat noch andere Sorgen – Dean Reeve, ihr Feind und Beschützer, ist anscheinend wieder aufgetaucht. Ein packender Thriller um die langen Schatten der Vergangenheit.

Meine Einschätzung:
Puuuuhhhh, harter Tobak. Ich habe schon vorher geahnt, dass dieser sehr spannende, brutale Krimi gerade nicht das Richtige für mich ist, aber er wurde mir von einer geschätzten Autorin ans Herz gelegt.
Es handelt sich hier um den 6. Teil einer Reihe, in dem die Psychotherapeutin Frieda die Hauptrolle spielt. Dabei habe ich gemerkt, dass es sehr empfehlenswert ist, wenn man so eine Reihe in der richtigen Reihenfolge liest, denn es gibt immer wieder Anspielungen auf vorangegangene, wichtige Ereignisse und auch einige Personen werden nicht mehr richtig eingeführt, sondern als bekannt vorausgesetzt.
Der Krimifall ist sehr spannend, entsetzlich brutal und besonders die Stellen, die in der Psychatrie spielen, waren wirklich … gruselig.
Die Hauptfigur Frieda ist aber auf jedenfall eine spannende Protagonistin und wenn mir wieder nach mehr Psycho-Spannung ist, dann werde ich die Reihe von vorne lesen.

Mein Fazit:
Ganz sicher eine Empfehlung für alle Freunde der Psychothriller. Mir ist das aber gerade zu gruselig …

Harris, Rosemary: Der weiße Garten

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Paula Holliday hat von der Stadt die Nase voll und von ihrem undankbaren Job beim Fernsehen auch. Kurz entschlossen zieht die junge Frau in das verschlafene Örtchen Springfield in Connecticut, um dort ihre wahre Leidenschaft zum Beruf zu machen: das Gärtnern.
Der Tod einer exzentrischen alten Dame, die ihr verwildertes Anwesen der historischen Gesellschaft von Springfield hinterläßt, beschert Paulas kleiner Gartenbaufirma endlich den ersten großen Auftrag. Halcyon – früher eine herrliche Gartenanlage nach italienischem Vorbild – soll aufwendig restauriert und in seiner ursprünglichen Schönheit wieder hergestellt werden. Paula ist auf alles vorbereitet. Jedoch nicht auf das, was sie gleich am ersten Tag unter den Magnolienbüschen ausgräbt: In dem Teil des Parks, der sich ‚weißer Garten‘ nennt, stößt sie auf die mumifizierte Leiche eines Babys. Die örtliche Polizei ermittelt, kommt aber rasch zu dem Schluß, daß es sich um ein altes, trauriges Geheimnis handelt und nicht um ein aktuelles Verbrechen. Paula ist da anderer Ansicht. Und als kurze Zeit später ein Mann aus der Nachbarschaft mit einem Gartenmesser im Rücken aufgefunden und einer ihrer Freunde verhaftet wird, ist klar, daß Springfield nicht so harmlos ist, wie es scheint.

Meine Einschätzung:
Ich wusste nicht, dass es „Gartenkrimis“ gibt, aber ich habe tatsächlich einen entdeckt und wurde auch nicht enttäuscht. In diesem Krimi, in dem eine junge Gartenplanerin die Hauptrolle inne hat, geht es um die Instandsetzung eines wunderschönen, alten Gartens und da wird von der Autorin gärtnerisches Interesse vorausgesetzt, wenn sie den Garten und die Bepflanzung im Detail beschreibt. Das hat mir richtig gut gefallen.
Aber auch die Krimihandlung war interessant und wendungsreich und wenn es auch nicht super spannend und brutal zuging, so habe ich mich doch gut unterhalten.

Mein Fazit:
Offenbar bin ich gerade in Stimmung für diese Art von Cosy-Crime und wenn ich dann noch mit Gartenwissen erfreut werde, bin ich glücklich.

Löhnig, Inge: Ich bin dein Tod

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Kommissar Dühnfort:
Teil 9: Ich bin dein Tod

Teil 8: Sieh nichts Böses
Teil 7: Nun ruhet sanft
Teil 6: Deiner Seele Grab
Teil 5: Verflucht seist Du
Teil 4: Schuld währt ewig
Teil 3: So unselig schön
Teil 2: In weißer Stille
Teil 1: Der Sünde Sold

Kurzbeschreibung:
Ein Mörder schickt seinen Opfern Nachrichten, bevor er sie tötet. Die Suche nach ihm wird für Kommissar Dühnfort zur besonderen Herausforderung. Er hat gerade seine neue Stelle in der Abteilung Operative Fallanalyse angetreten und muss sich bewähren. Als das Team der Profiler im Laufe mehrerer Wochen zu verschiedenen Tatorten gerufen wird, erkennt er als Erster den Zusammenhang. Doch sein Vorgesetzter glaubt nicht an einen Serienmörder. Ein fataler Fehler.

Meine Einschätzung:
Ich mag Frau Löhnigs Krimis sehr.
Erstens weil ich ihre Hauptfiguren wunderbar finde, detailreich und liebevoll gezeichnete Charaktere, die ich gerne im wirklichen Leben kennenlernen würde und zweitens weil ihre Kriminalfälle so ungewöhnlich sind und sie auch Opfer und Täter sehr gut charakterisiert.
Dieser Fall hat mich emotional ganz schön mitgenommen, denn wenn man selbst Töchter im passenden Alter hat, liest man die Geschichte mit großem Erschrecken. Jedenfalls habe ich diesen Krimi verschlungen und Schlaf Schlaf sein lassen ;-).

Mein Fazit:
Ein grandios guter Krimi, klug, spannend, wendungsreich, mitreißend. Absolute Leseempfehlung!

Peters, Pauline: Die rubinrote Kammer (1)

Genre: Krimi, historisch

Reihenfolge der Victoria-Bredon-Serie:
Teil 1: Die rubinrote Kammer
Teil 2: Das Geheimnis des Rosenzimmers
Teil 3: Das Zedernhaus
Teil 4: Das verborgene Cottage

Kurzbeschreibung:

London, 1907: Gegen den Willen ihrer adeligen, einflussreichen Familie lebt die junge Victoria allein mit dem alten Butler ihres kürzlich verstorbenen Vaters. Sie ist nicht reich, aber glücklich. Doch ihre Welt gerät ins Wanken, als hässliche Andeutungen über ein dunkles Familiengeheimnis laut werden. Der einzige Mann, der ihre Fragen beantworten könnte, wird ermordet … Victorias guter Ruf ist in Gefahr, doch als Retter in der Not entpuppt sich der attraktive Journalist Jeremy Ryder. Aber kann sie ihm vertrauen?

Meine Einschätzung:
In dieses Buch und die Charaktere bin ich regelrecht verliebt. Victoria ist eine Heldin nach meinem Geschmack: Eine junge Frau, die sich gegen die geltenden gesellschaftlichen Regeln wehrt, sich den Suffragetten anschließt, sich für andere Frauen einsetzt und dafür große Risiken eingeht. Da sie noch nicht volljährig ist, droht ihr despotischer Großvater damit, ihre Vormundschaft zu übernehmen und ihr jegliche Freiheit zu nehmen. Sie verliebt sich in den falschen Mann. Dazu wird sie die Mordes verdächtigt und muss ein Familiengeheimnis lüften.
Herrlich!
Der Roman ist wunderbar flüssig zu lesen, die Beschreibung der Charaktere, der Mode, etc. sind sehr detailreich, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.

Mein Fazit:
Ich mag Geschichten sehr, die von der Zeit berichten, in der Frauen begannen sich zu emanzipieren. Unterhaltsam, sehr spannend, witzig und informativ. Lesen, meine Damen!

Ruschel, Rudolf: Ruhet in Friedberg

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Österreich, Ende der 90er. Im Provinznest Friedberg, Heimat ewig gestriger Saufbrüder und anderer dubioser Gestalten, verplempern die unverbesserlichen Schlawiner Andi und Fipsi ihre Jugend. Doch ihr ruhiger Alltag als Aushilfen beim Bestatter endet jäh, als ein Bekannter zu Grabe getragen wird und sein Sarg scheinbar das Doppelte wiegt. Andi schöpft Verdacht: Will einer der Kollegen da etwas – oder jemanden – verschwinden lassen? Die Spur führt schnell zum cholerischen Vorarbeiter Macho – die Wahrheit ist aber weit schlimmer. Und kaum hat sich das ganze Ausmaß des Schlamassels gezeigt, häufen sich die Leichen und die Bestatter bekommen alle Hände voll zu tun…

Meine Einschätzung:
Naja, dieser Krimi war nicht ganz nach meinem persönlichen Geschmack. Mir war die Sprache zu schnodderig, die Charaktere zu platt und die Geschichte ein wenig zu albern.
An dieser Stelle möchte ich auch unbedingt darauf hinweisen, dass der Autor Österreicher ist und das merkt man auch deutlich an der Sprache. Das wiederum hat mir gut gefallen, weil ich grundsätzlich Österreicher mag und mir alle sprachlichen Besonderheiten und Begriffe durch jahrzehntelange Freundschaften bekannt sind.

Mein Fazit:
Grundsätzlich ganz witzig, flott zu lesen, aber nicht ganz mein Geschmack.

Anholt, Laurence: Der achtsame Mr. Caine und das allerletzte Lied

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der achtsame Mr. Caine und die Tote im Tank
Teil 2: Der achtsame Mr. Cain und das allerletzte Lied

Kurzbeschreibung:
Auf dem Glastonbury Festival steigt die Spannung, als die Band »Stigma« auftritt, denn zwischen ihren beiden Anführern, den Flynn-Brüdern, schwelt der Hass. Gerade als sie ihren Hit »While My Guitar Gently Kills« anstimmen, erleuchtet ein Blitz die Szene – und Ethan Flynn wird von seiner eigenen Gitarre durch einen Stromschlag getötet.

Meine Einschätzung:
Auch der zweite Teil dieser skurrilen, witzigen Krimiserie beginnt mit einem äußerst bizarren, spektakulären Mordfall. Der Autor beschreibt das Festival so detailiert und bildhaft, dass ich mich mitten im Geschehen gesehen habe :-).
Shanti beweist ihre Qualitäten als Ermittlerin und wird wieder von Mr. Caine unterstützt, wenn auch erst sehr widerstrebend.
Ich habe mich sehr gut unterhalten, dieser tiefschwarze, britische Humor ist einfach umwerfend und ich hoffe, dass bald ein weiterer Teil erscheint.

Mein Fazit:
Witziger, spannender, ungewöhnlicher Krimi mit zwei interessanten Ermittlern. Lesen!

Klüpfel, Volker; Kobr, Michael : Wetterleuchten

Genre: Krimi, Hörspiel

Reihenfolge der Kluftinger-Serie:
Teil 1: Milchgeld
Teil 2: Erntedank
Teil 3: Seegrund
Teil 4: Laienspiel
Teil 5: Rauhnacht
Teil 6: Schutzpatron
Teil 7: Herzblut
Teil 8: Grimmbart
Teil 9: Himmelhorn
Teil 10: Kluftinger

Theaterstück/Hörspiel:
Wetterleuchten

Kurzbeschreibung:
Kommissar Kluftinger ermittelt im Kloster – das erfolgreiche Theaterstück exklusiv als Hörspiel.
Komissar Kluftinger lässt sich von Dr. Martin Langhammer zu einem Urlaub in einem Kloster im Allgäu überreden. Dort angekommen, stellt Kluftinger entsetzt fest, dass er sich mit Langhammer nicht nur die spärliche Zelle teilen muss, sondern auch noch um 5 Uhr morgens zu ersten Gebet erscheinen soll. Zum Glück legt Langhammer ein Schweigegelübte ab und der Kommissar hat seine Ruhe. Doch dann stirbt in der ersten Nacht einer der Mönche durch einen Blitzschlag auf dem Dach des Klosters. Kluftinger nimmt die Ermittlungen auf.

Meine Einschätzung:
Hach, ich weiß auch nicht. So richtig konnte mich dieses Hörspiel nicht.
Einzelne Szenen sind zwar sehr lustig, aber mir hat die Besetzung der Stimmen nicht so richtig gut gefallen. Die beiden Autoren sprechen die Hauptrollen selbst und nun ja, die klingen in meinen Ohren einfach nicht richtig.

Mein Fazit:
Ganz nett und lustig, aber da ist definitiv noch Luft nach oben.


Dix, Elsa: Die Tote in der Sommerfrische

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Norderney 1912: Im eleganten Seebad verbringt die feine Gesellschaft der Kaiserzeit die Sommerfrische. Auch die junge, unabhängige Viktoria Berg genießt die Zeit am Meer, bevor sie ihre Stellung als Lehrerin antritt. Doch dann wird sie Zeugin, wie der Hamburger Journalist Christian Hinrichs, der eine Reportage über den Sommer der Reichen und Schönen schreibt, eine ertrunkene junge Frau aus den Wellen zieht. Viktoria kannte die Tote und glaubt nicht eine Sekunde daran, sie habe den Freitod gewählt. Gemeinsam mit Christian stellt sie Nachforschungen an und stößt in der adeligen Seebadgesellschaft der Belle Époque bald auf dunkle Geheimnisse …

Meine Einschätzung:
Im Badekarren in die Nordsee geschoben werden??? Seltsame Vorstellung, während ich selbst im Bikini im Strandkorb sitze :-).
Mir hat dieser historische Krimi große Freude bereitet. Viktoria ist eine moderne, junge Frau, die aus den Zwängen, die ihr die Gesellschaft dieser Zeit auferlegt, ausbricht und sich an die Aufklärung des Todes eines Zimmermädchens macht. Unterstützt wird sie von einem jungen Journalisten, der ebenfalls nicht in die Normen der gehobenen Gesellschaft passt …
Die Autorin erzählt die Geschichte liebe- und detailvoll, so dass ich mir das historische Norderney sehr gut vorstellen kann.

Mein Fazit:
Liebenswerte Charaktere, eine spannende Geschichte und die malerische Schilderung des historischen Norderney. Wunderbar!

Herrmann, Elisabeth: Requiem für einen Freund

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Joachim Vernau
Teil 1: Das Kindermädchen
Teil 2: Die 7. Stunde
Teil 3: Die letzte Instanz
Teil 4: Versunkene Gräber
Teil 5: Totengebet
Teil 6: Requiem für einen Freund

Kurzbeschreibung:
Eines Tages bekommt der Berliner Anwalt Joachim Vernau eine Betriebsprüfung. Zu seinem Erstaunen verbeißt sich der Beamte in eine Jahre alte Restaurantquittung – und liegt wenig später erschossen in Vernaus Büro. Die Polizei geht von Selbstmord aus, aber Vernau hegt Zweifel. Vor allem als er herausfindet, dass der Beamte heimlich im Fall einer prominenten Steuerfahnderin ermittelt hat, die unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen war. Ein Netz aus Korruption und Gewalt zieht sich bis in die höchsten Kreise Berlins – und Vernau gerät ins Visier der Schattenmänner, die jeden aus dem Weg räumen, der ihre Kreise stört …

Meine Einschätzung:
Ich hatte Joachim Vernau schon sehr vermisst. 🙂 Obwohl ich nach den Verfilmungen tatsächlich immer Josef Liefers in dieser Rolle vor Augen habe, bin ich damit ausnahmsweise aber mal nicht unglücklich, weil ich ihn exzellent besetzt finde.
Vernau hat in diesem Band wieder einmal großes Pech. Eine Betriebsprüfung und obendrein über die Jahre, in denen er eine Bürogemeinschaft mit Marie-Luise hatte, deren Buchführung aus Schuhkartons mit losen Zetteln besteht. Dann wird auch noch der Betriebsprüfer tot in Vernaus Büro gefunden, eine Quittung verschwindet, Vernaus Freund und Anwalt Marquardt benimmt sich seltsam, Vernau bekommt unseriöse Angebote, eine Ersatzbetriebsprüferin, die Belege mitgehen lässt und dann verschwindet sein Freund von der Bildfläche …
Großartig! Ich mag es sehr, wie Elisabeth Herrmann ihre Netze spinnt, mich auf falsche Fährten lockt, der Geschichte plötzlich eine ganz andere Wendung gibt, Figuren aus der Vergangenheit auftauchen lässt und der arme Vernau stolpert mit mir durch dieses Szenario. Manchmal möchte ich ihn schütteln, weil er im Umgang mit den Frauen in seinem Leben einfach ein Trottel ist ;-), aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck. (Kann man sich in einen Romanhelden verlieben???)
Wenn nur die Hälfte von dem stimmt, was Frau Herrmann bezüglich des Immobilienmarktes in Berlin andeutet, dann kann einem Angst und Bange werden. Skandalös!

Mein Fazit:
Spannend, witzig, schräg, skandalös! Elisabeth Herrmann hat einen tollen neuen Vernau-Krimi geschrieben. Danke sehr!

Anholt, Laurence: Der achtsame Mr. Caine und die Tote im Tank (1)

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der achtsame Mr. Caine und die Tote im Tank
Teil 2: Der achtsame Mr. Cain und das allerletzte Lied

Kurzbeschreibung:
Die berühmt-berüchtigte Künstlerin Kristal Havfruen wird tot aufgefunden – in einem Tank mit Formaldehyd treibend. In Laurence Anholts Krimi müssen der Zen-Ermittler Vincent Caine und seine ironische Partnerin Shanti Joyce sich zusammenraufen, um den spektakulären Mord aufzuklären. Ein charmanter Krimi und Auftakt der neuen Serie um den achtsamen Buddhisten Mr. Caine.

Meine Einschätzung:
Wie schön, dass ich mal wieder einen Krimi entdeckt habe, der so ganz nach meinem Geschmack war :-). Ein bizarrer Mordfall an einer genialen, aber auch merkwürdigen Künstlerin stellt für die Ermittlerin Shanti eine große Herausforderung dar. Da ihr letzter Fall ihre eine Strafversetzung nach Südwestengland nach sich zog, ist sie umso mehr um Erfolg bemüht. Als ihr Chef dringend nahelegt, den krank geschriebenen Ermittler Cain in diesem Fall hinzu zuziehen, ist nicht sehr begeistert.
Und tatsächlich, unterschiedlicher könnten zwei Polizisten kaum an einen Fall herangehen. 🙂
Shanti ist eine interessante Figur, auf deren Schultern so einiges lastet. Sie ist eine alleinerziehende Mutter mit Schuldgefühlen, weil sie ihren Sohn so oft in der Obhut ihrer Mutter lassen muss, ihre Kollegen hegen die üblichen Vorurteile gegen sie als Frau und wegen ihrer Herkunft, sie will sich unbedingt beweisen und ist oft ruppig, unhöflich und genervt. Ich gebe zu, dass ich sie anfangs nicht besonders sympathisch fand.
Dafür hat Caine sofort mein Leserinnenherz erobert :-). Nach einem Burnout nahm er sich eine Auszeit in einem buddistischen Kloster und lebt nun asketisch in einer Hütte im Wald und hat eigentlich überhaupt keine Ambitionen, sich wieder in den Polizeidienst knechten zu lassen.
Mehr will ich nicht verraten.
Ich mag diese beiden Figuren sehr und ich mag es, wie ihre Weltsichten aufeinander prallen. Außerdem erzählt der Autor die gesamte Geschichte sehr detailreich und auch die anderen Beteiligten Charaktere sind schön beschrieben.

Mein Fazit:
Ein unterhaltsamer Krimi, unaufgeregt, spannend, bizarr, witzig und ein klein wenig esoterisch. Sehr schön! Mehr davon, bitte.

Ventura, Luca: Mitten im August

Genre: Krimi

Kurzbeschreibung:
Der Inselpolizist Enrico Rizzi hat es auf Capri zumeist mit kleineren Delikten zu tun und daher genügend Zeit, seinem Vater in den Obst- und Gemüsegärten hoch über dem Golf von Neapel zu helfen. Bis mitten im August ein Toter in einem Ruderboot an den felsigen Strand getrieben wird: Jack Milani, Spross einer Industriellenfamilie und Student der Ozeanologie. Es ist der erste Mordfall für den jungen Rizzi, ein Fall, bei dem es neben der Aufklärung eines Verbrechens auch um die Zukunft der Weltmeere geht.

Meine Einschätzung:
In dieser seltsamen Corona-Isolations-Zeit hat es mir große Freude bereitet, mal kurz nach Capri zu reisen, mit Enrico Zucchini zu ernten und seinen Mordermittlungen zu folgen.
Das ist jetzt keine sensationelle Geschichte voller Spannung und Action, sondern ich würde es als einen gemächlichen Krimi mit viel italienischem Flair beschreiben, so eine Art „Cosy Krimi“ auf italienisch :-).

Mein Fazit:
Die ideale, unaufgeregte Urlaubslektüre für Balkonien und den Strand.

Robb, J.D.: In Liebe und Tod (23)

Genre: Sci-Fi, Krimi

Reihenfolge der Serie Eve Dallas:
Teil 36: Aus süßer Berechnung
Teil 35: Verführerische Täuschung
Teil 34: Tödlicher Ruhm
Teil 33: In Rache entflammt
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Eve Dallas untersucht die brutale Ermordung eines jungen Liebespaares, als ihre Freundin Mavis sie um Hilfe bittet. Tandy Willowby, eine werdende Mutter aus Mavis’ Geburtsvorbereitungskurs, ist spurlos verschwunden. Tandy war gerade von London in die USA ausgewandert und hat bislang nur wenige Freunde in New York. Ist sie womöglich entführt worden? Zu ihrem Schrecken findet Eve eine Verbindung zwischen beiden Fällen. Doch wird es ihr gelingen, den Mörder zu finden, bevor er erneut zuschlägt?

Meine Einschätzung:
Gewohnt spannender Krimiplot, aber das Highlight dieses Bandes ist die Geburt von Mavis Baby, denn Eve und Roarke haben versprochen, ihr beizustehen :-). Sehr witzig.

Mein Fazit:
Ich wäre nicht schon bei Band 23, wenn ich die Serie nicht mögen würde, oder? Spannend, brutal, aber auch witzig und liebenswert.