Arikawa, Hiro: Satoru und das Geheimnis des Glücks

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Satoru und sein alter Kater Nana machen sich auf den Weg. Auf ihrer Reise quer durch Japan besuchen sie alle Menschen, die Satoru auf seinem bisherigen Lebensweg begleitet, ihn geformt und geprägt, geliebt und geachtet, aber auch beneidet und kritisch beäugt haben. Doch am Ende schließen alle ihren Frieden: mit ihrem Freund und Wegbegleiter Satoru genauso wie mit sich selbst. Und Nana? Betrachtet alles aus der ihm eigenen Katzenperspektive. Er blickt den Menschen ins Innerste, bis in die tiefsten Tiefen ihrer Seele. Doch was Nana nicht ahnt: Es wird Satorus letzte Reise sein …

Meine Einschätzung:
Es gibt Geschichten, die mich berühren und mir deshalb auch lange im Gedächtnis bleiben. Für mich sind diese Bücher wie kleine Schätze. Die sind auch selten, genauso wie Schätze ;-). Eines dieser Bücher ist z.B. „Oskar und die Dame in Rosa“ von Eric-Emmanuel Schmitt.
Genauso anrührend, tröstlich und lebensbejahend erzählt Arikawa die Lebensgeschichte des jungen Japaners Satoru, der in seinem kurzen Leben viele Schicksalschläge einstecken muss und trotzdem seinen eigenen, glücklichen Weg findet. Dabei wird es nicht ein einziges Mal kitschig oder sentimental.
Als bekennende Katzenfreundin hatte ich natürlich auch großen Spaß an den Schilderungen aus Sicht des Straßenkaters Nana. Wenn ich mir vorstelle, was meine Katerchen manchmal von den Zweibeinern halten, dann trifft das ziemlich genau den Ton von Nana.

Mein Fazit:
Ein wunderschönes, anrührendes, Mut machendes, tröstendes, trauriges, fröhliches Buch, das ich sehr, sehr gerne gelesen habe

Villazon, Rolando: Amadeus auf dem Fahrrad

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:

Salzburg ist im Festspieltaumel, Mozarts „Don Giovanni“ wird geprobt. Der junge Mexikaner Vian Maurer träumte davon, Opernsänger zu werden, scheiterte aber an seinem strengen Vater und seinen Gesangslehrern, die sich darüber stritten, ob er Tenor oder Bariton sei. So hat er es nur zum Statisten gebracht. In „Don Giovanni“ darf er nun als einer der Teufel auftreten.
Vian bewundert Mozart, er liest alles über ihn, was ihm in die Hände fällt. Mit seiner Freundin Julia, die er bei den Proben kennen gelernt hat, zieht er durch Salzburg und entdeckt den Zauber der Festspielstadt.
Zur Premiere von „Don Giovanni“ reist der strenge Vater aus Mexiko an und will den verträumten Sohnemann wieder nach Hause holen. Doch Vian hat andere Pläne…

Einer der berühmtesten Mozartinterpreten und -kenner unserer Zeit schreibt über eine Herzensangelegenheit. Mit viel Humor und in unvergesslichen Szenen entwirft er eine Figur, die man einfach lieben muss. Die schönste Hommage an den berühmten Komponisten und seine Heimatstadt, die man sich wünschen kann.

Meine Einschätzung:
Am liebsten würde ich mich selbst als kulturelle Banausin betiteln, denn dieser Roman von Rolando Villazon ist unbestritten wunderschön geschrieben.
Aber leider habe ich gerade so gar keine Lust auf die Geschichte eines jungen Mannes, der unbedingt Opernsänger werden möchte und deshalb von Mexiko nach Salzburg reist und dort die wunderbarsten Sachen erlebt.
Ich habe dieses Buch deshalb nur überflogen und mir vorgenommen, es wieder zur Hand zu nehmen, sollte ich mal wieder nach Salzburg reisen.
Vielleicht kommt mein Desinteresse auch daher, dass ich grundsätzlich nicht besonders gerne klassische Musik und im besonderen nicht gerne Opern höre (sag ja, Banausin …).

Mein Fazit:
Ein wunderschönes Buch mit einer ungewöhnlichen Geschichte, das mich aber zur Zeit nicht fesseln kann.

Inusa, Manuela: Das wunderbare Wollparadies

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Susan verbringt ihre Zeit am liebsten in ihrem kleinen Wollladen. In Susan’s Wool Paradise strickt und häkelt sie wunderschöne, kuschlige Sachen, die sie nicht nur verkauft, sondern auch an Bedürftige verschenkt. Außerdem kann man bei Susan zu Lauries Tee und Keiras leckeren Pralinen in gemütlicher Runde gemeinsam stricken und häkeln, sich austauschen und helfen. Ihre Freundinnen schätzen Susan für ihr großes Herz und ihre ruhige Art, vor allem in diesem besonders kalten Dezember, der auch nicht vor der Valerie Lane Halt macht. Und während es draußen stürmt und schneit, erlebt Susan einen Winter, der alles verändern wird …

Meine Einschätzung:

Dieser Roman gehört zu einer Serie, die in der Valerie Lane in einer namenlosen amerikanischen Stadt spielt.
Ich habe mir diesen Band herausgepickt, weil ich Lust auf eine weitere Geschichte rund ums Stricken hatte (Susanne Oswald).
Aber meiner Ansicht nach hat die Autorin keinerlei Ahnung vom Stricken oder von Wolle. Für mich wirkte es so, als sollte es einfach ein weiterer, netter Roman werden, der in dieser Straße spielt. Neben einem Teeladen, einem Schokoladengeschäft, einem Blumengeschäft etc.
Zugegebenermaßen sind die Charaktere, die diese Straße bevölkern, liebenswert und wer Romane dieser Ausprägung mag, wird ganz sicher gut unterhalten.

Mein Fazit:
Da die Autorin offenbar keine Ahnung vom Stricken oder von Wolle hat, hat der Roman meine Erwartungen nicht erfüllt. Schade. Aber es mag sicher Leserinnen geben, die sich über diese nette, unaufgeregte Geschichte freuen werden.

Oswald, Susanne: Wintertee im kleinen Strickladen in den Highlands (2)

Genre: Roman, zeitgenössisch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der kleine Strickladen in den Highlands
Teil 2: Wintertee im kleinen Strickladen in den Highlands
Teil 3: Neues Glück im kleinen Strickladen in den Highlands

Kurzbeschreibung:
Chloe liebt das Leben in der Natur am Loch Lomond. Hier hat sie ihre Leidenschaft für Kräuter und Teemischungen entdeckt. Doch für ihren Job als Psychologin und ihren Freund Scott pendelt sie nach Glasgow. Sie weiß, dass sie eine Entscheidung treffen muss, denn dieses Leben zwischen den Welten macht sie nicht glücklich. Als sie sich auf die Reise zu ihrer Großmutter macht, um ihr nach dem Tod des Großvaters beizustehen, scheint ihre Zukunft mit jedem Tag ein wenig klarer vor ihr zu liegen. Auch wenn der Weg in diese Zukunft so verschlungen ist wie die Maschen, die Chloe als Strickanfängerin auf den Nadeln zu halten versucht, nimmt sie die Herausforderungen an und wagt etwas Neues.

Meine Einschätzung:
Ein wunderbarer, unaufgeregter, die Stimmung aufhellender Roman mit liebenswerten Figuren. Es wird wieder jede Menge Tee getrunken und gestrickt.
Ich mag das sehr.
Es gibt sogar Stricktreffs bei uns, die die im Buch enthaltenden Anleitungen nachstricken.

Mein Fazit:
Romantische Unterhaltung für begeisterte Strickerinnen und Teetrinkerinnen ;-).

Setterfield, Diane: Was der Fluss erzählt

Genre: Roman, historisch

Kurzbeschreibung:
Eine stürmische Winternacht im ländlichen England des späten 19. Jahrhunderts: In der uralten Gaststube des „Swan“ sitzen die Bewohner von Radcot zusammen und wärmen sich an ihren Geschichten und Getränken, als ein schwer verletzter Mann mit einem leblosen Mädchen im Arm hereinstolpert. Eine Krankenschwester wird gerufen, die nur noch den Tod des Kindes feststellen kann. Als sie jedoch ein paar Stunden später die Todesursache festzustellen versucht, bemerkt sie, dass das Kind atmet und sich bewegt. Ein Wunder? Oder etwa Zauberei? Oder gibt es dafür eine wissenschaftliche Erklärung? Und woher kommt das Mädchen?
Ein stimmungsvoller Roman, der einen davonträgt wie ein Fluss, in eine Welt, in der Imagination und Wirklichkeit sich überlagern.

Meine Einschätzung:

Dieser historische Roman, der gleichzeitig auch ein Krimi ist, besticht durch seine poetische Sprache und den atmosphärischen Erzählstil. Wunderschön.
Die Geschichte, die die Autorin erzählt, fließt aber auch wie ein ruhiger Fluss dahin, streift dabei sehr viele Erzählstränge, was mich anfangs etwas verwirrt hat und mündet dann in einer verblüffenden, aber gelungenen Auflösung.
Die handelnden Figuren werden durch die Erzählweise der Autorin lebendig und viele von ihnen sind interessant und liebenswert.
Worum es geht, kann man dem Klappentext entnehmen, mehr würde ich Euch sowieso nicht verraten. 😉

Mein Fazit:
Ein wunderschön geschriebener Roman, der mir aber manchmal ein klein wenig zu unaufregend war.

Oswald, Susanne: Der kleine Strickladen in den Highlands

Genre: Roman, zeitgenössisch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der kleine Strickladen in den Highlands
Teil 2: Wintertee im kleinen Strickladen in den Highlands
Teil 3: Neues Glück im kleinen Strickladen in den Highlands

Kurzbeschreibung:
Eisige Winde fegen über den Loch Lomond, und die Hügel der Highlands glühen in den Farben des Herbstes. Erst seit Kurzem weiß Maighread, dass in dieser zauberhaften Landschaft ihre Wurzeln liegen, denn hier lebt ihre Großmutter. Vielleicht ist ein Ausflug in die Vergangenheit ihrer Familie genau die Ablenkung, die sie nach der Trennung von ihrem Freund braucht. Allerdings ist Maighreads Großmutter vorerst alles andere als begeistert vom Auftauchen ihrer Enkelin. Aber Maighread hat genug zu tun, schließlich hat der gemütliche Wollladen in dem kleinen Ort am Loch Lomond ihren heimlichen Traum von solch einem Strickparadies geweckt. Vielleicht ist es genau diese Leidenschaft für das Handarbeiten, die Maighread und ihre Großmutter näher zusammenbringt.

Meine Einschätzung:
Ein zeitgenössischer Liro, in dem es unter anderem ums Stricken geht? 🙂 Wie herrlich ist das denn? Stricken ist nämlich mein zweites, intensiv betriebenes Hobby.
Das Thema Stricken wird von der Autorin mit viel Liebe und Sachkenntnis behandelt, es gibt sogar im Buch die passenden Strickanleitungen. Sehr schön.
Gelernt habe ich auch etwas über engliche Schafrassen, das hat mir auch richtig gut gefallen.
Unzufrieden bin ich nur mit der Liebesgeschichte. Die Autorin bedient sich eines Plottwists, den ich nicht ausstehen kann. Aber da will ich mal ein Auge zudrücken.

Mein Fazit:
Ein Roman, wie für mich geschrieben. Ich liebe Geschichten, die in Schottland spielen und bin eine leidenschaftliche Strickerin. Da sind kleine Schwächen im Erzählstil und im Plot nicht so schwerwiegend.

Allende, Isabel: Der unvergängliche Sommer

Genre: Roman, zeitgenössisch, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Ein Autounfall bringt drei Menschen während eines Schneesturms in Brooklyn zueinander: Lucía, eine chilenische Gastprofessorin an der New York University, ihren Vermieter Richard, ebenfalls Professor der Universität, und Evelyn, ein guatemaltekisches Kindermädchen. Kurz danach steht Evelyn plötzlich aufgelöst vor Richards Tür. Aus dem unbedeutenden Unfall wird Ernst: In ihrem Kofferraum ist eine Leiche. Sie kann nicht zur Polizei, denn sie ist illegal im Land. Die drei machen sich auf den Weg, um die Leiche verschwinden zu lassen. Es beginnt eine Reise in die eigene Lebensgeschichte, die sie für immer verändern wird.

Meine Einschätzung:

Ich glaube, ich habe nahezu alle Romane von Isabel Allende gelesen und hatte auch das Glück, die Autorin einmal live und in Farbe bei einer Lesung zum Roman „Der japanische Liebhaber“ zu erleben.
In diesem Roman, der sicher auch autobiographische Elemente enthält, erzählt sie 3 Lebensgeschichten ganz unterschiedlicher Menschen.
Die Geschichte von Evelyn, ein guatelmatikischen Mädchen, ist voller Tragik und geprägt von Brutalität. Kriminelle Banden terrorisieren unbehelligt vom schwachen Staat die Menschen, die Zuflucht in ihrem Glauben suchen.
Die Lebensgeschichte von Richard? Auch da spart die Autorin nicht mit Dramen, Tragik, schlimmen Unglücksfällen, Selbstmord. Ein bisschen weniger wäre auch schon schlimm genug gewesen. Dieser arme Mann.
Und Lucia, deren Charakter sicher einige Züge enthält, die man auch der Autorin zuordnen könnte, hat ein ereignisreiches Leben geführt, Schicksalschläge überwunden, aber ihre Lebensfreude bewahrt.
Besonders Lucias Blick auf das Leben und die Liebe fand ich erfrischend. Selbstironisch beschäftigt sie sich mit dem Thema „Alt werden“ und schafft es, dem Unausweichlichen auch gute Seiten abzugewinnen und Lust auf jeden neuen Tag zu machen.

Mein Fazit:
Voller Dramatik, Tragik, und Brutalität, aber auch Komik, Lebensweisheit, Humor und südamerikanischem Temperament erzählt die Autorin eine verrückte Geschichte. Ich mag das sehr.

Niven, John: Gott bewahre (abgerochen)

Genre: Roman, zeitgenössisch, Satire

Kurzbeschreibung:
»Da kommt Gott – tut so, als wärt ihr beschäftigt.«
Kaum hat Gott sich im Himmel eine kleine Auszeit gegönnt und seinem Sohn Jesus Christus die Geschäftsführung überlassen, schon herrscht auf Erden das nackte Chaos. Bürgerkriege, Umweltsünden, Armut, Hassprediger, tödliche Krankheiten, moralischer Verfall und gnadenloser Kommerz, so weit das Auge reicht. Was wurde aus der Menschenliebe und dem einzig wahren Gebot: »SEID LIEB«? Gott denkt nach und findet nur eine Lösung – sein Sohn Jesus muss erneut auf die Erde zurückkehren, um Gutes zu tun. Doch werden die Menschen auf JC hören?

Meine Einschätzung:
Das ist eine bitterböse, schwarze Satire, die unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhält, der wirklich nicht schön ist und deshalb blieb mir das Lachen im Hals einige Male stecken.
Warum habe ich das Buch abgebrochen? Weil mir die Sprache des Autors einfach zu vulgär war. Dieses ständige „Ficken“ und „Kiffen“ ging mir auf den Keks, die Dialoge waren ähnlich vulgär und geschmacklos und ständig hingen die Charaktere/Engel zugedröhnt in der Ecke rum. Nö, das mag ich nicht.

Mein Fazit:
Böse Satire, die ich aufgrund ihrer Sprache nicht mochte.

Stern, Anne: Fräulein Gold – Schatten und Licht

Genre: Roman, historisch

Kurzbeschreibung:
1922: Hulda Gold ist gewitzt und unerschrocken und im Viertel äußerst beliebt. Durch ihre Hausbesuche begegnet die Hebamme den unterschiedlichsten Menschen, wobei ihr das Schicksal der Frauen besonders am Herzen liegt. Der Große Krieg hat tiefe Wunden hinterlassen, und die junge Republik ist zwar von Aufbruchsstimmung, aber auch von bitterer Armut geprägt. Hulda neigt durch ihre engagierte Art dazu, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Zumal sie bei ihrer Arbeit nicht nur neuem Leben begegnet, sondern auch dem Tod. Im berüchtigten Bülowbogen, einem der vielen Elendsviertel der Stadt, kümmert sich Hulda um eine Schwangere. Die junge Frau ist erschüttert, weil man ihre Nachbarin tot im Landwehrkanal gefunden hat. Ein tragischer Unfall. Aber wieso interessiert sich der undurchsichtige Kriminalkommissar Karl North für den Fall? Hulda stellt Nachforschungen an und gerät dabei immer tiefer in die Abgründe einer Stadt, in der Schatten und Licht dicht beieinanderliegen.

Meine Einschätzung:
Das Berlin der 20iger Jahren ist spätestens seit der Serie „Babylon Berlin“ ein interessantes Romanthema.
Ausnahmsweise ist der Klappentext mal richtig aussagekräft ;-). Die Autorin malt ein detailreiches Bild von Berlin und den Menschen, die dort leben. Dabei legt sie den Schwerpunkt auf die „kleinen“ Leute und auf die ganz Armen, auf Straßenkinder, Prostituierte und Kriegsversehrte. Auch die politischen Entwicklungen der Weimarer Republik fließen in die Geschichte ein und lassen mich schaudern, wenn ich daran denke, wohin das alles führte …
Ich freue mich jedenfalls sehr, Hulda kennengelernt zu haben und bin schon gespannt, wie sie sich in den Bänden, die demnächst erscheinen sollen, entwickeln wird.

Mein Fazit:
Und noch eine Geschichte einer starken Frau, die sich in einer frauenfeindlichen Gesellschaft behauptet. Lesen, meine Damen!

Musso, Guillaume: Ein Wort, um dich zu retten

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Seit er vor zwanzig Jahren von einem Tag auf den anderen aufhörte zu schreiben, lebt der einst gefeierte Schriftsteller Nathan Fawles abgeschieden auf der kleinen Île Beaumont. Doch die Journalistin Mathilde Monney ist fest entschlossen herauszufinden, warum der Schriftsteller sich damals aus der Öffentlichkeit zurückzog. Kurz nach ihrer Ankunft erschüttert ein grausamer Mord die Insel, die daraufhin abgeriegelt wird. Während eine fieberhafte Jagd nach dem Täter beginnt, entspinnt sich zwischen Mathilde und Nathan eine hitzige Unterredung, in der Stück für Stück die ganze Wahrheit über seine Vergangenheit ans Licht kommt und Mathilde entdeckt, dass ein grausames Geheimnis sie beide verbindet …

Meine Einschätzung:
Ach herrje! Autoren, die einen Roman mit einem Autoren als Hauptfigur schreiben, gehen mir meist auf die Nerven ;-).
Und in dieser Geschichte haut Herr Musso so richtig auf die „Kacke“ (sorry). Gut, ich weiß natürlich, dass viele seiner Roman ganz schön brutal sind, aber dieses Mal hat er sich noch übertroffen. Grausame Morde, Folter, Organhandel, …
Die Geschichte lebt von überraschenden Wendungen, deshalb verrate ich hier selbstverständlich nichts, aber ehrlich? Ich habe Redebedarf. Das Ende habe ich nämlich erst mal nicht kapiert. Deshalb werde ich das Buch meiner Freundin in die Hand drücken, damit wir darüber diskutieren können. Das ist ja manchmal erhellend …
Hat mir das Buch gefallen. Jein. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, aber ich habe es unzufrieden zugeklappt …

Mein Fazit:
Spannend, brutal, überraschend, aber für mich zuviel von alle dem …

Owens, Delia: Der Gesang der Flusskrebse

Genre: Roman

Kurzbeschreibung:
Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können.

Meine Einschätzung:
Es gibt Geschichten, die berühren und fesseln mich so sehr, dass ich sie nicht so bald vergessen. Dazu wird dieser Roman ganz sicher gehören.
Mir fällt es gerade schwer, die richtigen Worte zu finden. Ist aber nicht schlimm, denn der Roman ist nicht gerade ein Geheimtipp ;-).
Ich mochte die Figuren sehr! Ich war fasziniert von den Beschreibungen der Landschaft und der Tiere und ich kann schon jetzt sagen, dass dieser Roman ein absolutes Lesehighlight in diesem Jahr ist!

Mein Fazit:
Berührend, faszinierend, spannend, poetisch. LESEN!

Musso, Guillaume: Was wäre ich ohne Dich

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Martin, engagierter Polizist in Paris, konzentriert sich nach einer enttäuschten Liebe voll und ganz auf seine Arbeit. Das muss er auch, denn zurzeit hat er es mit einem besonders schwierigen Fall zu tun: Er ist dem berühmt-berüchtigten Archibald MacLean auf den Fersen, dem größten Kunstdieb aller Zeiten. Martins abenteuerliche Jagd führt ihn bis nach San Franciso, wo er ausgerechnet Gabrielle wieder über den Weg läuft – der Frau, die ihm vor fünfzehn Jahren das Herz gebrochen hat. Und auch sie hat eine Verbindung zu Archibald …

Meine Einschätzung:
Ich freue mich immer über einen neuen Musso, denn der Autor schafft es jedes Mal auf’s Neue, mich zu überraschen. Dieses Mal jagt der „Held“ einen genialen Kunstdieb, dessen Raubzüge echte Geniestreiche sind. Dieser Teil der Geschichte hat mir großen Spaß gemacht.
Aber ich merke jetzt, vor 4 Wochen habe ich den Roman gelesen, dass mich die Geschichte nicht dauerhaft beeindruckt hat. Flapsig gesagt sind viele Roman von Musso für mich wie Junkfood, ich verschlinge sie voll Begeisterung, sie gefallen mir, aber hinterher kann ich mich nicht mehr erinnern, was genau ich da verschlungen habe. Das ist schon auch ein wenig schade, oder? Geht das jemandem ähnlich wie mir?

Mein Fazit:
Ein spannender actionreicher Musso, wie man es vom Autor gewohnt ist.

Riley, Lucinda: Die Perlenschwester (4)

Genre: Hörbuch, Liro, zeitgenössisch

Reihenfolge der Serie „Die Sieben Schwestern“:
Teil 1: Die sieben Schwestern
Teil 2: Die Sturmschwester
Teil 3: Die Schattenschwester
Teil 4: Die Perlenschwester
Teil 5: Die Mondschwester
Teil 6: Die Sonnenschwester

Kurzbeschreibung:
Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d’Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen, einer Schottin, die im 19. Jahrhundert nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte…

Meine Einschätzung:
Die Autorin schöpft wirklich in dieser Reihe aus dem Vollen. Dieses Mal entführt sie die geneigte Leserin nach Australien und dieser historische Teil mit der mutigen, unkonventionellen Kitty hat mir richtig gut gefallen. Mit CeCe bin ich erst nicht so richtig warm geworden, aber sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte, findet zu sich selbst, so dass ich auch ihrer Geschichte gerne gefolgt bin.
Gelesen wird das Hörbuch von Katharina Spiering, Katja Hirsch und Oliver Siebeck. Es gefällt mir sehr gut, dass bei einem so langen Hörbuch die Erzähler wechseln.

Mein Fazit:
Opulent, spannend, dramatisch, anrührend, und interessant mit Charakteren, die mich berühren. Ich freue mich schon auf die anderen Schwestern.

Miller, Madeline: Ich bin Circe

Genre: Fantasy

Kurzbeschreibung:
Circe ist Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse, doch sie ist ganz anders als ihre göttlichen Geschwister. Ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, sie hat einen schwierigen Charakter und ein unabhängiges Temperament; sie ist empfänglich für das Leid der Menschen und fühlt sich in deren Gesellschaft wohler als bei den Göttern. Als sie wegen dieser Eigenschaften auf eine einsame Insel verbannt wird, kämpft sie alleine weiter. Sie studiert die Magie der Pflanzen, lernt wilde Tiere zu zähmen und wird zu einer mächtigen Zauberin. Vor allem aber ist Circe eine leidenschaftliche Frau: Liebe, Freundschaft, Rivalität, Angst, Zorn und Sehnsucht begleiten sie, als sie Daidalos, dem Minotauros, dem Ungeheuer Scylla, der tragischen Medea, dem klugen Odysseus und schließlich auch der geheimnisvollen Penelope begegnet. Am Ende muss sie sich als Magierin, liebende Frau und Mutter ein für alle Mal entscheiden, ob sie zu den Göttern gehören will, von denen sie abstammt, oder zu den Menschen – die sie lieben gelernt hat.

Meine Einschätzung:
Interessanter Weise musste ich gerade an „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley denken. Das Neue an diesem erfolgreichen Fantasy-Roman aus den 80iger Jahren war, dass die Artus-Sage aus der Sicht einer Frau erzählt wurde. Als junge Frauen haben wir diesen Roman gefeiert :-), damals …
„Ich bin Circe“ erzählt nun Teile der griechischen Mythologie aus Sicht der Göttin Circe und das erlaubt der Erzählerin, eine sehr weibliche Sichtweise auf die Götter des Olymp und die Helden der Antike. Ich fand das großartig!
Circe hat ein schweres (ewiges) Leben, denn sie entspricht nicht dem üblichen Schönheitsideal und besonders ihre Stimme wird bemängelt. Sie wird von ihren Schwestern und Cousinen gehänselt, von ihrem liebsten Bruder verraten, von der Mutter ignoriert und vom Vater gedemütigt und letztendlich verstoßen.
Sie verliebt sich in Daidalos, wird von Hermes genervt, lebt einige Zeit mit Odysseus zusammen, der gar nicht so heldenhaft daher kommt, wie man meinen würde erzieht einen bockigen, zornigen Sohn und findet am Ende doch ihr Glück.
Ich hatte große Freude an diesem Ritt durch die griechische Mythologie. Manche Geschichten waren mir noch präsent, andere kannte ich noch nicht. Aber dieser Roman macht wirklich Lust darauf, sich mit weiteren Geschichten bekannt zu machen. Wer dazu einen Tipp hat, her damit!
Ein klitzekleines Bisschen habe ich mich mit dem Stil der Autorin schwer getan. Ich kann aber nicht mal benennen, was genau das Problem war.

Mein Fazit:
Ein großartiges Buch über eine interessante Frau und die Helden der griechischen Mythologie!

Riley, Lucinda: Schattenschwester (3)

Gerne: Roman, zeitgenössisch

Reihenfolge der Serie „Die Sieben Schwestern“:
Teil 1: Die sieben Schwestern
Teil 2: Die Sturmschwester
Teil 3: Die Schattenschwester
Teil 4: Die Perlenschwester
Teil 5: Die Mondschwester
Teil 6: Die Sonnenschwester

Kurzbeschreibung:
Star d’Aplièse begegnet der Welt eher mit Vorsicht. Als ihr geliebter Vater Pa Salt stirbt, steht Star an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Wie alle Mädchen in der Familie ist auch sie ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht, doch der Abschiedsbrief ihres Vaters enthält einen Anhaltspunkt – die Adresse einer Londoner Buchhandlung. Während Star dieser Spur folgt, eröffnen sich ihr ungeahnte Wege, die sie auf ein Anwesen in Kent führen, sowie in die Gärten und Parks des Lake District. Ganz langsam beginnt Star, ihr eigenes Leben zu entdecken und ihr Herz zu öffnen für das Wagnis, das man Liebe nennt…

Meine Einschätzung:
Ich mag es sehr, dass die Autorin mit den 6 Schwestern soooo unterschiedliche Geschichten verbindet. Star, die Bücher und Worte liebt, begibt sich auf die Suche nach ihrer Herkunft in eine Buchhandlung und findet natürlich dort ihr Glück :-).
Der historische Teil der Geschichte hat mir sogar noch einen Ticken besser gefallen. Die Autorin schildert das Leben einer jungen, mittellosen Frau in der britischen Oberschicht voller Dünkel und Gier nach Skandalen. Floras Geschichte fand ich sehr bewegend und spannend.
Gelesen wird die Geschichte wieder von Bettina Kurth und Oliver Siebeck. Bettina Kurth ist eine der wenigen weiblichen Stimmen, die ich gerne hören mag.

Mein Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman, der zurecht viele Leserinnen findet und finden wird!

Seethaler, Robert: Der Trafikant

Genre: Roman, historisch

Kurzbeschreibung:
Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik – einem kleinen Tabak- und Zeitungsgeschäft – sein Glück zu suchen. Dort begegnet er eines Tages dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von ihm. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Männern. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt, sucht er bei dem alten Professor Rat. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist wie Franz. Ohnmächtig fühlen sich beide auch angesichts der sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse. Und schon bald werden Franz, Freud und Anezka jäh vom Strudel der Ereignisse mitgerissen.

Meine Einschätzung:
Es gibt schon viele Rezis und sogar buchbegleitende Lektüreschlüssel, deshalb spare ich mir viele Worte.
Ich mag Seethalers Figuren und seine Sprache sehr.

Mein Fazit:
Berührend und wunderschön geschrieben.

Oskamp, Katja: Marzahn mon amour – Geschichten einer Fußpflegerin

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Katja Oskamp ist Mitte vierzig, als ihr das Leben fad wird. Das Kind ist aus dem Haus, der Mann ist krank, die Schriftstellerei, der sie sich bis dahin gewidmet hat: ein Feld der Enttäuschungen. Also macht sie etwas, was für andere dem Scheitern gleichkäme: Sie wird Fußpflegerin in Berlin-Marzahn, einst das größte Plattenbaugebiet der DDR. Und schreibt auf, was sie dabei hört – Geschichten wie die von Herrn Paulke, vor vierzig Jahren einer der ersten Bewohner des Viertels, Frau Guse, die sich im Rückwärtsgang von der Welt entfernt, oder Herrn Pietsch, dem Ex-Funktionär mit der karierten Schiebermütze. Geschichten voller Menschlichkeit und Witz, Wunderwerke über den Menschen an sich – von seinen Füßen her betrachtet.

Meine Einschätzung:
Jede Krise hat auch ihre positiven Seiten (will ich jedenfalls so sehen!), denn der von mir verehrte Dr. Herbert Grieshop hat seinen Bücher-Vlog reaktiviert: https://herbertliest.wordpress.com.
Mit der Vorstellung von „Marzahn mon amour“ hat er mir eine große Freude gemacht.

Mein Fazit:
Lebensfroh, herzenswarm, liebevoll, humorvoll, nachdenklich. Die Geschichten einer ungemein sympathischen Frau und ihrer Kunden. Lesen, Leute, lesen!

Riley, Lucinda: Sturmschwester (2)

Genre: Roman, zeitgenössisch

Reihenfolge der Serie „Die Sieben Schwestern“:
Teil 1: Die sieben Schwestern
Teil 2: Die Sturmschwester
Teil 3: Die Schattenschwester
Teil 4: Die Perlenschwester
Teil 5: Die Mondschwester
Teil 6: Die Sonnenschwester

Kurzbeschreibung:
Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie als Seglerin zu ihrem Beruf gemacht hat. Eines Tages stirbt überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See.
Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Ally begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden.
Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violinisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war.

Meine Einschätzung:
Merkwürdig. Ich weiß genau, dass ich eine Rezi geschrieben habe, aber die ist verschwunden??? Wenn ich die wieder finde, lösche ich das hier wieder. Sorry.

Mein Fazit:
Eine berührende Geschichte einer jungen, starken Frau, die ihre große Liebe verliert, aber nicht ihren Lebensmut.

Shreve, Anita: Der weiße Klang der Wellen – abgebrochen

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Es gibt keine zufälligen Begegnungen. Als Linda auf einem Literaturfestival in Toronto Thomas, die große Liebe und den Schmerz ihres Lebens, nach Jahren wieder trifft, wissen beide, dass sie nun der Macht nie gelebter Gefühle ausgeliefert sind. 

Meine Einschätzung:
Aus verschiedenen Gründen konnte ich in letzter Zeit meine Buchbesprechungen nicht zeitnah posten, deshalb sind meine Erinnerungen an diese Geschichte löchrig. Sorry.
Ich weiß noch, dass ich anfangs dachte: „Oh, wie cool. Eine Liebesgeschichte mit Protagonisten in meinem Alter!“, aber im weiteren Fortgang war ich so genervt von der weiblichen Hauptfigur, die ihre Erfolge als Schriftstellerin glatt leugnet und deren Selbstzweifel nicht nachvollziehbar für mich waren und der männliche Part hat mich auch so aufgeregt (negativ), dass ich den Roman abgebrochen habe.
Der geneigte Leser kann sich gerne meine Besprechungen der anderen Shreve-Romane, die ich gelesen habe, angucken. Die haben mir nämlich gut gefallen, aber „Der weiße Klang der Wellen“ war absolut nichts für mich.

Mein Fazit:
Kommt vor, dass mir aus verschiedenen Gründen Romane nicht gefallen, auch wenn ich die Autorin oder den Autor durchaus schätze, aber meine Lesezeit ist begrenzt und ärgern will ich mich nicht.

Suter, Martin: Allmen und der Koi (6)

Genre: Roman, zeitgenössisch, Krimi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria
Teil 5: Allmen und die Erotik
Teil 6: Allmen und der Koi

Kurzbeschreibung:
Eine Einladung von „Unbekannt“ lockt Allmen nach Ibiza auf ein exklusives Anwesen. An einem großen Teich erwartet ihn ein älterer Mann und zeigt ihm seine kostbaren Kois. Einer der zutraulichen Fische – der wertvollste – ist verschwunden. Die Detektei Allmen International erhält den Auftrag, „Boy“, fast eine Million wert, ausfindig zu machen. Allmen und seine Crew erhalten diskreten Zutritt zur abgeschirmten Welt der Insel-High-Society und bekommen Einblick in eine kuriose Sammelleidenschaft.

Meine Einschätzung:
Hach ja, ich mag diesen Gentleman-Dieb-Detektiv und seine beiden guatemaltekischen Partner. Es ist sicher nicht die beste Geschichte aus der Reihe, aber Suter versetzt einen so hübsch in die High-Society nach Ibiza und die absurde Suche nach einem überteuerten Fisch 🙂 hat mich zum Grinsen gebracht.
Gelesen wird die Geschichte wieder grandios von Gert Heidenreich, der damit einen großen Anteil (wenn nicht den größten ..) hat, dass ich auch schwachen Stories bis zum Ende zuhöre.

Mein Fazit:
Leichte Unterhaltung für zwischendurch, die leider nicht lange im Gedächtnis bleibt.

Platt, Jo: Herz über Kopf

Genre: Roman, zeitgenössisch, Liro

Kurzbeschreibung:
Mit Rückschlägen kennt Rosalind sich aus. Achtzehn Monate ist es her, dass ihr Verlobter – aus gutem Grund nur «die Ratte» genannt – aus der Kirche floh. Am Tag ihrer Hochzeit, durch das Fenster der Sakristei. Seitdem ist nichts mehr wie zuvor.
Im malerischen St Albans hofft Ros, endlich mit der Vergangenheit abschließen zu können: Sie liebt das beschauliche Leben dort, den neuen Job in der Buchhandlung und vor allem ihre Kollegen: den schweigsamen Andrew, Georgina, die alles zu haben scheint, was sich Ros wünscht, und die liebenswert-schrullige Joan.
Doch dann klingelt es eines Freitagabends an der Tür: Der Mann mit dem Blumenstrauß entpuppt sich als ihr Nachbar Daniel, und er bringt schlechte Nachrichten: Er hat Mr. Edward überfahren. Mit dem Rasenmäher. Noch ahnt Ros nicht, dass das vorzeitige Ableben ihres geliebten Meerschweinchens einen noch größeren Einfluss auf ihr Leben haben wird als die Flucht der Ratte …

Meine Einschätzung:
Zeitgenössische Romane/Liros sind sonst eher nicht mein Beuteschema, aber diese reizende, warmherzige Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Die Autorin hat es geschafft, mir die Figuren so nah zu bringen, das Ambiente so liebevoll zu beschreiben, dass in meinem Kopf ein richtig schöner Film abgelaufen ist.
Für mich war es genau die richtige Mischung aus Drama, Romantik und Humor.
Außerdem mag ich das Cover unglaublich gerne :-).
Scheint so, als würde ich mit zunehmendem Alter ein wenig romantischer 😉

Mein Fazit:
Eine romantische Geschichte mit liebenswerten Protagonisten, die nur ein gaaanz klein wenig kitschig ist

Zureich, Christine: Garten, Baby!

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Doro und ihr Freund Rob haben, wovon andere träumen: ein Stück Natur mitten in der Großstadt. Dass die beiden Mittdreißiger im Hinterhof ihres Mietshauses Zucchini ernten können, verdanken sie Fred, Texaner, Ex-GI, leidenschaftlicher Hobbygärtner. Alle Hausbewohner sind Teil seines Projekts. Es wird geliebt und gestritten in der Drübkestraße 13, jemand stirbt und ein neuer Mieter zieht ein, es gibt einen Ehekrach und einen kuriosen Fund zwischen den Rosen, und auch Cousine Pippa aus Berlin kommt zu Besuch und erklärt, warum der Stadtgarten kein »Urban Garden« ist (zu ordentlich und »nicht vertikal genug«).
So unterschiedlich die Hausbewohner sind, in ihrem Garten fühlen sie sich mit der Natur und miteinander verbunden, ihr »Urban Garden«-Manifest passt in einen einzigen Satz: Wachsen und wachsen lassen.
Ein kluger, humorvoller Roman über bereichernde Vielfalt, Gemeinschaft und das Glück, etwas mit eigenen Händen zu schaffen.

Meine Einschätzung:
In diesem Fall war ich definitiv ein Cover-Opfer, denn ich hatte weder von der Autorin noch von diesem Roman je gehört oder gesehen. Um einem Reinfall vorzubeugen las ich in der Buchhandlung in das Buch rein und mußte gleich grinsen, als die Autorin von ihrer Zucchinischwemme träumte.
Letztendlich geht es nicht wirklich ums Gärtner, sondern um das Leben in einer Hausgemeinschaft mit in einer deutschen Großstadt, die nie namentlich genannt wird, die aber Frankfurt sein müßte, wenn mich nicht alles täuscht.
Die Autorin beschreibt die Menschen humor- und liebevoll, ist selbstironisch und witzig, eine Pflanzen- und Tierfreundin ohne dogmatisch und missionarisch zu sein.
Wunderbar.

Mein Fazit:
Ein wunderbarer, leichter, deutscher zeitgenössischer Roman.

Randl, Lola: Der große Garten – abgebrochen

Genre: Roman

Kurzbeschreibung:
»Ein Trieb wird als unwiderstehlicher Drang empfunden. Pflanzen und Tiere denken gar nicht daran, diesem Trieb etwa entgegenzusetzen, wohingegen der Mensch seine Triebe immer häufiger aufschiebt oder umwandelt.«
Ein Roman über die Schwierigkeit, auf dem Land der Fülle des modernen Lebens zu entkommen und in Ruhe sein Gemüse zu ziehen. Und wenn sich dann zum Mann und den Kindern noch die Mutter, ein Liebhaber, ein Analytiker und Wühlmäuse in den Garten gesellen, weiß selbst die Therapeutin aus der Stadt nicht mehr weiter.

Meine Einschätzung:
Eigentlich hätte mir der Roman über eine gärtnernde Frau gefallen können. Schließlich ist der Roman auch auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019 gelandet.
Leider war mir die Ich-Erzählerin zutiefst unsympathisch und sie ist auch kein bisschen witzig.
Ihre Absätze zum Thema Garten und Botanik fand ich entbehrlich. Ich weiß, wie Photosynthese funktioniert oder wie man einen Kompost anlegt. Sorry.

Mein Fazit:
Nö, Buchpreisnominiert hier und her, ich konnte mit dem Roman nichts anfangen.

Musso, Guillaume: Die junge Frau und die Nacht

Genre: zeitgenössischer Roman

Kurzbeschreibung:
Nur auf Drängen seines besten Freundes Maxime kehrt der erfolgreiche Schriftsteller Thomas anlässlich einer Jubiläumsfeier ihrer alten Schule aus den USA in seine französische Heimatstadt Antibes zurück – an den Ort, an dem vor fünfundzwanzig Jahren Vinca, seine große Liebe, spurlos verschwand. Damals beging Thomas mit Maximes Hilfe aus Liebe und Verzweiflung ein grausames Verbrechen. Nun droht die Vergangenheit sie einzuholen, denn jemand ist hinter ihr Geheimnis gekommen und will nur eines: Rache. Um sich und ihre Familien zu schützen, müssen Thomas und Maxime herausfinden, warum Vinca damals das Internatsgelände verließ. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto größer wird die Gefahr …

Meine Einschätzung:
Manchmal bin ich mit Herrn Mussos Romanen nicht glücklich (einfach in der Rubrik Autoren auf das M klicken und Ihr findet alle Besprechungen) und auch dieses Mal habe ich mehrfach genervt mit den Augen gerollt, wenn seine Hauptfigur, ein depressiver, aber erfolgreicher Autor mit seiner Vergangenheit und seinem Schicksal gehadert hat. Was für ein Weichei! SORRY. 😉
Deshalb habe ich den Roman immer mal wieder beiseite gelegt, aber es wäre kein Musso, wenn die Geschichte nicht ein paar, zugegebenermaßen spannende und überraschende Wendungen bereithielte.
Ich wünschte, der Autor würde mal so einen richtig knallharten Thriller schreiben mit starken Typen ohne Selbstzweifeln, tollen Heldinnen, die denen die Zähne zeigen, denn das könnte er bestimmt.

Mein Fazit:
Spannend und wendungsreich erzählt der Autor eine Internats-Geschichte, die es in sich hat.

Valentin, Kristina: Garten der Wünsche

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Seit Jahrzehnten führt Klara eine verwunschene Pension und empfängt mit Hingabe und Einfühlungsvermögen ihre Gäste. Doch kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag gerät ihr ganzes Leben ins Wanken. Der wunderschöne Garten soll einem großen Bauprojekt zum Opfer fallen. Klara kämpft um ihre Pension – und um die Träume, die sie für sich selbst noch hat.

Romy sehnt sich danach, Mutter zu werden, doch stattdessen kommt es zur Trennung von ihrem Mann. Als ihr eine Visitenkarte von Klaras Pension in die Hände fällt, nimmt sie spontan eine Auszeit. In Lindenbühl taucht sie tief ein in altes Gartenwissen. Wird sie bei Klara herausfinden, mit wem und wie ihr Leben weitergeht?

Mein Fazit:
Sehr netter Garten-Roman mit einer Prise Magie. Herrlich. Ich liebe das!

Musso, Guillaume: Das Atelier in Paris

Genre: Roman

Kurzbeschreibung:
Ein abgelegenes kleines Atelier am Ende einer Allee, mitten in Paris: Hier hat sich die Londoner Polizistin Madeline eingemietet, um eine Weile abzuschalten. Doch plötzlich sieht sie sich Gaspard gegenüber, einem mürrischen amerikanischen Schriftsteller. Offenbar gab es einen Irrtum, denn auch er hat das Atelier gemietet, um in Ruhe schreiben zu können. Der Ärger legt sich, als die beiden erkennen, an welch besonderen Ort sie geraten sind. Das Atelier gehörte einst einem gefeierten Maler, von dem aber nur noch drei Gemälde existieren sollen – alle drei verschollen und unermesslich wertvoll. Als sie sich gemeinsam auf die Suche nach den Bildern begeben, wird ihnen schnell klar, dass den Maler ein grausames Geheimnis umgibt … Für Madeline und Gaspard beginnt eine spannende Jagd, die sie von Paris nach New York führt und sie nicht nur mit ungeahnten menschlichen Abgründen, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert.

Meine Einschätzung:
Der liebe Herr Musso neigt meiner Meinung nach dazu, in seine Romane viel zu viel hineinzupacken und von seinem Hang zur Übertreibung wollen wir gar nicht sprechen ;-).
Grundsätzlich hat mir die Idee der Geschichte, nämlich die Suche nach 3 verschollenen Gemälden eines verstorbenen Künstlers gut gefallen. Aber Musso wäre nicht Musso, wenn er der Geschichte nicht noch eine kuriose Wendung hinzufügen würde (die ich natürlich nicht verrate).
So ist die Geschichte definitiv super spannend, aber wenn die Hauptfiguren ein paar Probleme weniger gehabt hätten, wäre ich auch glücklich gewesen.
Gut gefallen hat mir, wie er Paris in der Vorweihnachtszeit schildert. Von wegen hübsch, glitzernd und wunderschön. Eher wohl das Gegenteil :-).
Angeblich begegnet dem Leser in diesem Roman Figuren aus Vorgängerromanen. Hm. Mir ist nix aufgefallen

Meine anderen Buchbesprechungen seiner Bücher findet Ihr, wenn Ihr auf Autoren M – P klickt.

Mein Fazit:
Ein spannender Musso, der mich gut unterhalten hat.

Barnett, David M.: Miss Gladys und ihr Astronaut


Genre: Roman, zeitgenössisch, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

Meine Einschätzung:
Was für eine herzerwärmende, supersüße Geschichte über einen lebensmüden Misanthrop und eine britische Familie, die unverschuldet in Not gerät.
Wundervoll gelesen von Simon Jäger. Ich habe jede Minute genossen!

Mein Fazit:
Unbedingt hören!!!

Musso, Guillaume: Das Papiermädchen


Genre: zeitgenössischer Roman

Kurzbeschreibung:
Der Schriftsteller Tom Boyd hat geschafft, wovon viele träumen: Er lebt in Malibu, fährt einen Sportwagen und liebt eine berühmte Pianistin. Doch als die ihn verlässt, stürzt er in eine tiefe Krise. Obwohl seine Fans sehnsüchtig darauf warten, sieht Tom sich außerstande, einen neuen Roman zu schreiben. Da taucht eines Abends eine hübsche junge Frau bei ihm auf. Sie behauptet, Billie zu sein, eine seiner Figuren. Sie sei versehentlich aus dem Buch gefallen. Tom traut seinen Ohren nicht. Aber ehe er sichs versieht, überredet Billie ihn, mit ihr eine abenteuerliche Reise anzutreten, die in Mexiko beginnt und bis nach Paris führen wird.

Meine Einschätzung:
Die letzten Roman von Musso konnten mich nicht wirklich begeistern und auch mit dem „Papiermädchen“ habe ich mich etwas schwer getan. Eine Figur, die aus einem Roman fällt, nun diese Idee ist ja nicht gerade brandneu und von Autoren, die mit ihren Erstlingswerken grandiose Erfolge feiern und dann in eine Schaffenskrise geraten, habe ich auch schon mehrfach gelesen.
Allerdings erschafft Musso dieses Mal interessante Charaktere, deren Geschichten ich dann doch erfahren wollte. Außerdem ist sein Schreibstil wirklich schön zu lesen und ich mochte die Zitate zu Beginn der Kapitel gerne.
Am Ende nimmt die Geschichte eine musso-mäßige Wendung, die mir auch gut gefallen hat.

Mein Fazit:
Nicht sensationell, sein neuestes Buch, aber auch ganz spannend und unterhaltsam.

Brown, Dan: Origin


Genre: Mystery-Thriller, Roman, zeitgenössisch


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Illuminati
Teil 2: Sakrileg
Teil 3: Das verlorene Symbol
Teil 4: Inferno
Teil 5: Origin

Kurzbeschreibung:
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner „bahnbrechenden Entdeckung“, das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Meine Einschätzung:
Definitiv ein Schlafräuber. Habe ich bestens unterhalten mit dieser wilden Geschichte und die spektakulären Schauplätze per google bewundert. Das dürfte den Barcelona-Reiseboom noch deutlich verstärken, oder?
Einzig der Abschluß der Geschichte läßt mich mit einem Stirnrunzeln zurück. Echt jetzt? Für mich wäre das kein Skandal ;-).

Mein Fazit:
Großartiges Lesefutter, wenn man Dan Brown mag.

Michaelis, Antonia: Mr. Widows Katzenverleih


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
In ihrem ebenso charmanten wie originellen Roman über eine Wahl-Familie der besonderen Art schafft Antonia Michaelis einmal mehr eine zeitlos anrührende Atmosphäre und verzaubert mit ihrer Poesie und ihrem ganz besonderen Ton. Voller Lebensklugheit, mit einem Ensemble von Träumern und Individualisten und vor allem mit ganz besonderen Katzen ist „Mr. Widows Katzenverleih“ eine Liebes-Erklärung an die Katze als solche und ein Lesegenuss voller großartiger sprachlicher Bilder und Gedanken, die im Gedächtnis bleiben.

Meine Einschätzung:

Stimmt, dieser Roman ist eine Liebeserklärung an Katzen und ihre Liebhaber und deshalb unbedingt für solche ,(und nur solche) zu empfehlen. Einige dieser Gedanken hätte ich mir wirklich gerne notiert, weil sie so treffend und liebevoll formuliert waren und das ist auch mein Vorsatz für nächstes Jahr: schöne Gedanken und Sätze aufschreiben …
Ansonsten ist es eine nette, sehr klischeehafte Geschichte mit verschrobenen, liebenswerten Charakteren, ein bisschen verwirrend, manchmal seltsam, aber eben auch voller Katzen und ihren Weisheiten :-).

Mein Fazit:

Trotz einer Längen und seltsamer Wendungen habe ich mich bestens unterhalten. Eine Buch für Katzenliebhaber. Unbedingt.